Südtirol trotzt nied­rigem Gebur­ten­trend in Italien

Bicanski/pixnio, gemeinfrei

In Italien liegen die Geburts­sta­tis­tiken für das Jahr 2019 vor. Und sie verheißen nichts Gutes. Die ohnehin nied­rige Gebur­ten­rate sank weiter, einzig die auto­nome deutsch­spra­chige Region Südtirol erlebt einen Gegen­trend.

Demo­gra­phi­scher Super-GAU für Italien

Wie das italie­ni­sche Statis­tikamt mitteilte, kamen im Jahr 2019 420.170 Kinder zur Welt, was einem Minus von 4,5 Prozent oder einen Rück­gang von mehr als 19.000 Geburten entspricht. Auf der anderen Seite stiegen aber auch die Auswan­de­rungen aus Italien massiv an, nämlich gleich um 16,1 Prozent. Fast 183.000 Italiener wanderten vergan­genes Jahr aus.

Am Stichtag, dem 31. Dezember 2019, waren in Italien 60.244.639 Menschen wohn­haft, was gegen­über dem Jahr 2018 einer Verrin­ge­rung von 189.000 Personen entspricht. Mit einem Rück­gang von rund 236.000 Menschen ist dies laut Istat fast ausschließ­lich auf die Abnahme der italie­ni­schen Staats­bürger, deren Anzahl am Stichtag 54.938.000 betrug, zurück­zu­führen. Über­haupt sank die Einwoh­ner­zahl in den vergan­genen fünf Jahren um fast eine Million Menschen. Damit droht dem südeu­ro­päi­schen Land ein demo­gra­phi­scher Super-GAU, vor allem wenn man die unge­zü­gelte Zuwan­de­rung durch die links­li­be­rale Regie­rung mitein­kal­ku­liert. Denn: Im glei­chen Zeit­raum nahm die auslän­di­sche Wohn­be­völ­ke­rung um 292.000 Personen zu. In Italien ist der Anteil an Auslän­dern an der Gesamt­be­völ­ke­rung damit fast 9 Prozent oder 5.306.548 auslän­di­sche Staats­bürger hoch!

Südtirol gegen den Trend

Erfreu­li­cher sieht es in Nord­ita­lien aus. In Südtirol konnte sogar ein leichtes Bevöl­ke­rungs­wachstum verzeichnet werden. Dieses betrug 0,30 Prozent und 0,27 Prozent in der Nach­bar­pro­vinz Tren­tino. Außer in Südtirol wurden in allen italie­ni­schen Provinzen und Regionen mehr Ster­be­fälle als Geburten regis­triert.

Bei der auslän­di­schen Wohn­be­völ­ke­rung blieb mit einem Plus von 55.510 der Gebur­ten­saldo in Gesamt­ita­lien positiv. Das natür­liche Bevöl­ke­rungs­wachstum der Ausländer betrug im Jahr 2019 im italie­ni­schen Schnitt 10,5 Promille. Aber: Leider auch beim natür­li­chen Bevöl­ke­rungs­wachstum der Ausländer ist mit 13,3 Promille Südtirol Spit­zen­reiter.

 

3 Kommentare

  1. Ein Rück­gang der Bevöl­ke­rung finde ich nicht besorg­nis­er­re­gend. Zu Zeiten der alten Römer gab es in Italien viel weniger Einwohner als heute.
    Das bedeutet für jeden einzelnen mehr Platz zum Leben. Es stei­gert auch die Lebens­qua­lität, wenn man sich nicht so sehr auf der Pelle hockt.
    (GRINS)

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