Syri­sche isla­mis­ti­sche Söldner an vorderster Front gegen Armenier

Trotz des Waffen­still­stands, den die Russen vor einigen Tagen mühsam zwischen Arme­nien und Aser­bai­dschan geschlossen hatten, werden die Kämpfe in Berg-Kara­bach fort­ge­setzt . Diese arme­ni­sche Enklave auf aser­bai­dscha­ni­schem Gebiet wurde 1994 von Arme­nien erobert, und Aser­bai­dschan träumte seitdem davon, sie zurückzuerobern.

Vorsichtig wegen der damals erlit­tenen schweren Nieder­lage suchte Aser­bai­dschan die Hilfe von Sultan Erdoğan, der sehr effi­zi­ente Angriffs­drohnen zur Verfü­gung stellte (diese hatten sich bereits in Libyen bewährt); seine syri­schen Söldner kämpfen jetzt an vorderster Front.

Mehrere Videos zeigen Bilder eines Trai­nings­la­gers in Syrien nahe der türki­schen Grenze sowie die Ankunft dieser Söldner in Aserbaidschan.

Diese Isla­misten, die haupt­säch­lich in der Hamza-Divi­sion zusam­men­ge­fasst sind, sind größ­ten­teils Turk­menen, die während der verschie­denen Inva­sionen der türki­schen Armee in Syrien unter türki­sche Kontrolle gerieten. Bereits als Kano­nen­futter gegen die Kurden und gegen die syri­sche Armee einge­setzt, wurden mehrere Tausend erfolg­reich gegen Marschall Haftar in Libyen einge­setzt. Ihr Erfolg war trotzdem relativ, denn vor allem die türki­schen Drohnen machten den Unterschied.

In Berg-Kara­bach ist der Fall heikler: Die Arme­nier sind harte Kämpfer, und ihre tragi­sche Geschichte hat ihnen beigebracht, dass sie ihr Land mit allen Kräften vertei­digen müssen. Die tech­ni­sche Über­le­gen­heit der aser­bai­dscha­ni­schen Armee ist jedoch unbe­stritten; die arme­ni­schen Sepa­ra­tisten in Berg-Kara­bach haben daher bereits mehrere wich­tige Posi­tionen verloren.

Die Arme­nier haben mehrere hundert Todes­fälle zu beklagen. Über die aser­bai­dscha­ni­schen Verluste ist nichts bekannt, obwohl Mili­tär­be­ob­achter sie als sehr hoch einschätzen.

Die syri­schen Söldner zahlten einen hohen Preis und stellten fest, dass der verspro­chene Spazier­gang härter war als erwartet. Von den 2.000 entsandten Söld­nern meldet das Syrian Obser­va­tory for Human Rights 134 Tote, von denen laut Le Monde mehrere diskret in Syrien begraben wurden. Laut derselben Quelle lassen türki­sche Imame sie glauben, dass sie aser­bai­dscha­ni­schen sunni­ti­schen Brüdern helfen, obwohl letz­tere fast ausschließ­lich Schiiten sind.

Ohne türki­sche Hilfe wäre die aser­bai­dscha­ni­sche Offen­sive mit Sicher­heit geschei­tert. Diesmal ist die Situa­tion für Arme­nien viel besorg­nis­er­re­gender, und eine Rück­erobe­rung von Berg-Kara­bach durch Aser­bai­dschan kann leider nicht länger ausge­schlossen werden. Es wäre eine Tragödie für diese Region, die fast ausschließ­lich von Arme­niern bevöl­kert wird, die dann gezwungen wären, ihr ange­stammtes Land zu verlassen und nach Arme­nien zu fliehen.

In diesem gefähr­li­chen Kontext ist die russi­sche Passi­vität rätsel­haft. Arme­nien ist ein enger Verbün­deter Russ­lands, und Erdoğan diesen Krieg unge­straft gewinnen zu lassen, wäre eine Kata­strophe. Es ist Zeit für die Russen, die Kontrolle zurück­zu­ge­winnen, oder ein großer isla­mis­ti­scher Sieg wäre möglich.

 

Quelle: BVol­taire

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