Szekler­land: István Beke und Zoltán Szőcs freigelassen

Kundgebung der Hatvannégy Vármegye Jugendbewegung (HVIM) für István Beke und Zoltán Szőcs aus Anlass des 168. Jahrestages des Ausbruchs der Revolution und des Unabhängigkeitskrieges von 1848-49 in Szekler Neumarkt (Kézdivásárhely), Siebenbürgen, am 15. März 2016 · Foto: Magyar Nemzet

Die wegen Terro­rismus verur­teilten Szekler István Beke und Zoltán Szőcs wurden heute frei­ge­lassen, wie das Portal Erdély.ma aus mehreren zuver­läs­sigen Quellen erfahren konnte. Eine posi­tive Entschei­dung in ihrem Fall war bereits Anfang Juni ergangen, als das Gericht in Kron­stadt (ungar. Brassó, rumän. Brașov) in erster Instanz entschied, dass Beke und Szőcs frei­ge­lassen werden können, doch das Urteil war noch nicht endgültig.
 

István Beke und Zoltán Szőcs hatten seit Mai 2020 Anspruch auf Bewäh­rung. Seitdem haben sie vier Anträge auf Entlas­sung gestellt, und der zustän­dige Ausschuss des Gefäng­nisses hat in allen Fällen ihre Entlas­sung aufgrund ihres guten Verhal­tens empfohlen.

Die bishe­rigen Anträge von István Beke wurden jedoch von den Gerichten abge­lehnt. Zoltán Szőcs wurde bereits bei zwei früheren Gele­gen­heiten vom Kron­städter Kreis­ge­richt frei­ge­lassen, aber nach einem Einspruch der Staats­an­walt­schaft hob das Kreis­ge­richt das Urteil wieder auf, wie MTI früher berichtet hatte.

István Beke und Zoltán Szőcs waren am 4. Juli 2018 vom Obersten Gericht in Buka­rest wegen terro­ris­ti­scher Hand­lungen und Anstif­tung zu solchen Hand­lungen zu fünf Jahren Haft verur­teilt worden.

Die Urteile gegen die Anführer der Hatvan­négy Vármegye Jugend­be­we­gung (HVIM) in lösten unter den Ungarn in Sieben­bürgen große Bestür­zung aus, da das erst­in­stanz­liche Gericht in Buka­rest die meisten Argu­mente der Staats­an­walt­schaft für unbe­gründet hielt und nur 11 bzw. 10 Monate Haft verhängte, dieselben Strafen, die sie bereits in Unter­su­chungs­haft verbüßt hatten.

István Beke und Zoltán Szőcs wurden jedoch von der rumä­ni­schen Staats­an­walt­schaft gegen orga­ni­sierte Krimi­na­lität und Terro­rismus (DIICOT) ange­klagt, weil die rumä­ni­schen Behörden aus ihren abge­hörten Gesprä­chen und den in István Bekes Wohnung gefun­denen Feuer­werks­kör­pern schlossen, dass sie 2015 geplant hatten, eine selbst­ge­baute Bombe auf dem Haupt­platz von Kézdi­vá­sá­r­hely zu zünden, und zwar während einer Mili­tär­pa­rade, die anläss­lich des rumä­ni­schen Natio­nal­fei­er­tags am 1. Dezember stattfand.

Die unga­ri­sche Öffent­lich­keit in Sieben­bürgen war von Anfang an der Meinung, dass die jungen Leute aus rein poli­ti­schen Gründen verfolgt wurden. Nach ihrer Verhaf­tung protes­tierten die Menschen wochen­lang in Neumarkt am Mieresch (ungar. Maros­vá­sá­r­hely, rumän. Târgu Mures). Nach ihrer endgül­tigen Verur­tei­lung wurden mehrere außer­or­dent­liche Anträge auf Wieder­auf­nahme des Verfah­rens gestellt, die aber alle von den rumä­ni­schen Gerichten abge­lehnt wurden.

Quelle: Erdély.ma


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