Teue­rung in Öster­reich: „Menschen verzwei­felt“ +UPDATE vom 17.09.+ Orban verlän­gert erneut Preis-Ober­grenze für Benzin und Lebensmittel

Von unserem Ungarn-Korre­spon­denten ELMAR FORSTER
+++UPDATE vom 17.09.2022+++

Öster­reich: Groß­demos  gegen Teue­rung – Orban verlän­gert Preis­ober­grenzen für Energie und Lebensmittel

Massen­demos in Österreich

Während in ganz Öster­reich der Gewerk­schafts­bund (ÖGB), heute Samstag ab 14h, zu Groß­demos gegen exor­bi­tante Ener­gie­preis­stei­ge­rungen und Kriegs-Profi­teure aufruft und mit zehtau­senden Teil­neh­mern rechnet… Und System-Medien die Angst vor dem Volks­zorn schüren, wonach etwa „Radi­kale“ dieses ÖGB-Demos „unter­wan­dern“ werden… (oe24)

Unga­ri­sche Regie­rung verlän­gert Preis­stop erneut

…verlaut­barte die unga­ri­sche Regie­rung heute um 13h lapidar: „In Anbe­tracht der außer­ge­wöhn­li­chen Situa­tion wird der Preis­stopp für Benzin und Lebens­mittel verlän­gert.“ Außerdem wird die Zins­ober­grenze, die am 31. Dezember ausläuft, um ein halbes Jahr verlängert.

Die Regie­rung rechnet damit, dass die Preise nach Ende des Ukrai­ne­krieges und der Sank­tionen rapide fallen werden. Auch die Wirt­schafts-Unter­nehmen müssten vor ernst­haften Schwie­rig­keiten geschützt werden, ebenso der Mittelstand.

Die Förde­rung gilt für alle Unter­nehmen, deren Ener­gie­kosten im Jahr 2021 3 Prozent netto errei­chen, ab denen ein Unter­nehmen als ener­gie­in­tensiv gilt. Aber Gewer­be­be­triebe gelten als förder­fähig sein, und zwar in zwei­erlei Hinsicht: bei den Betriebs­kosten und den Inves­ti­ti­ons­kosten. Die Regierug erwartet sich im Gegenzug, dass die Betriebe die Arbeits­plätze erhalten. (Mandiner)

ERST-Artikel vom 27. April 2022

Teue­rung in Öster­reich: „Menschen verzweifelt“

Der linke Sozi­al­ro­man­tiker, ausge­bil­dete Sozi­al­ar­beiter und Bundes­ge­schäfts­führer der öster­rei­chi­schen Volks­hilfe, Erich Fenninger, rich­tete – stil­ge­recht mit linker Brecht-Mütze und Lenin-Kampf-Bärt­chen –  schwere Vorwürfe an die türkis-grüne Bundesregierung:

Die Teue­rung treffe vor allem armuts­ge­fähr­dete und ‑betrof­fene Menschen (etwa Sozi­al­hilfe-Empfänger, Lang­zeit­ar­beits­lose oder Mindestpensionäre)…

Unso­ziales Österreich

Beson­ders Personen mit geringem Einkommen „werden immer verzwei­felter und die Einrich­tungen der Volks­hilfe werden frequen­tiert von Menschen, die vorher nicht armuts­be­troffen waren“, so Fenninger. (ORF)

Inso­fern aber wäre das gestern von Sozi­al­mi­nister Johannes Rauch (Grüne) vorge­stellte Sozi­al­hil­fe­paket ein nicht ausrei­chendes „Reförm­chen“. Fenninger forderte kurz­fristig eine Erhö­hung der Sozi­al­hilfe und die Einfüh­rung von Mindest­stan­dards. „Es wäre jetzt Zeit hier zu handeln“, so Fenninger. (ots Volks­hilfe)

In Orbans Ungarn: „In Europa steigen die Preise durch den Krieg. Wir schützen unsere Familien.“

Auffal­lend auch, dass der linke Klas­sen­kämpfer Fenninger tunlichst das Wort „Familie“ vermeidet… Im Gegen­satz dazu verlän­gerte Orban die Preis­ober­grenze bis zum 1. Juli – und zwar für Treib­stoff und Lebens­mittel. Diese Maßnahme hatte die unga­ri­sche Regie­rung bereits am 1. Februar 2022 ergriffen, als sie den Preis für mehrere Grund­nah­rungs­mittel auf dem Niveau vom 15. Oktober 22 einfror. Die Lebens­mit­tel­preis­sen­kung betrifft: Kris­tall­zu­cker, das Weizen­mehl, Sonnen­blu­menöl, Schwei­nekeulen, Hühner­fleisch und H‑Kuhmilch.

Dies gab der unga­ri­sche Minis­ter­prä­si­dent Orban auf seiner face­book-Seite bekannt…:

„In ganz Europa steigen wegen des Krieges die Preise. Die unga­ri­sche Regie­rung wird alles tum, um die Fami­lien zu schützen, damit sie nicht den Preis des Krieges zahlen müssen.“

„Einziger Zynismus“: Linke Armuts-Darsteller und ‑Profi­teure

„Die ganze Welt ist ein einziger Zynismus…: Größen­wahn­sin­nige Schau­spieler miss­brau­chen die Sahel­zone.  Perverse Cari­tas­di­rek­toren reisen per Flug­zeug erster Klasse nach Eritrea. Und lassen sich für die Welt­presse mit den Verhun­gerten foto­gra­fieren… Die Gewerk­schafts­führer jonglieren in ihren Salz­ka­mergut-Villen mit Millionen, und sehen ihre Haupt­auf­gabe in skru­pel­losen Bank­ge­schäften.“ (Thomas Bern­hard: „Helden­platz“, 1988)

Wie kann sich Ungarn das leisten ? 

U.a. dadurch…: Der Preis für Erdgas ist in Buda­pest der billigste in allen euro­päi­schen Haupt­städten und am zweit­bil­ligsten für Strom. (laut Preis­ver­gleichs­um­frage des unga­ri­schen Energie- und Versor­gungs­auf­sichts­amtes MEKH) im März. (Magyar­Hirlap)

Ungarns strikte Anti-Kriegs-Politik macht sich also auch volks­wirt­schaft­lich positiv bemerkbar…

Die nüch­ternen statis­ti­schen Fakten

Der durch­schnitt­liche Erdgas­preis in Buda­pest lag im März bei 2,81 Cent /  kWh, während der durch­schnitt­liche Strom­preis der Privat­kunden bei 10,41 Cent / kWh lag.

Der durch­schnitt­liche Strom­preis für Privat­haus­halte in den Haupt­städten der 27 EU-Mitglied­staaten, lag im Januar bei 25,55 Cent / kWh. Ist also in Ungarn um 60 % billiger.

Starker Preis­an­stieg in der EU seit März

In Amsterdam stieg der Strom­preis / kwh um fast 77,2 Prozent (von 30,06 Cent im Januar auf 53,27 Euro­cent), in Madrid um 19,9 %, in Prag um 5,2 % und in Warschau um 1,2 %.

Der durch­schnitt­liche Erdgas-Preis in den 24-EU-Haupt­städten lag im März bei 11,64 Cent / kwh, mehr als das Vier­fache des unga­ri­schen Preises. Im Vergleich Januar stieg der Erdgas-Preis in Amsterdam um 41,22 %.

In Ungarn wird der Preis für Strom und Erdgas, gesetz­lich gere­gelt, das heißt: die unga­ri­sche Bevöl­ke­rung ist vor Preis­er­hö­hungen auf den Märkten geschützt.

„MEKH“-Studie vergleicht die Preis­daten der 27 EU-Haupt­städte sowie Belgrads und Londons.


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17 Kommentare

  1. TToll wie Orban das ange­ordnet hat,der Meinung bin ich wirk­lich, nur ein Paar Wermuts­tropfen waeren zu vermelden:
    1.Der beste Fami­li­en­schutz ist die Staer­kung der Wirt­schafts­kraft der Fami­lien selbst, wo bleiben billige Kinder als Arbeits­kraft in der Land­wirt­schaft – als Obst­pfluecker, sie koennen kaum mit Minimallohn
    finan­ziert werden!
    Ich verrate wohin sie verschwanden waeh­rend der Ferien vom 15.VI.- 31.VIII ins Feri­en­lager oder ins Freibad, beim Ernte­ein­satz nitschewo!
    2.Zu monieren waere auch, dass Futter­mittel fuer Hunde in der MWSt nicht gesenkt wurden, dazu fehlende Kosten­ent­las­tung in der Urpro­duk­tion, z.T.aeusserst arbeitsintensiv!
    3.Mangelnde Foer­de­rung inno­va­tiver Leicht­in­dus­trie, die an die Land­wirt­schaft ohne Schwie­rig­keiten ange­bunden sein kann mit hoher Export­ka­pa­zi­taet sogar.……
    4.Inflationsbekaempfung heisst Lahm­le­gung der Drucker­presse und der Bedien­er­kno­epfe dazu fehlt frei­lich jedweder Ansatz, man versprach zuviel und zu rasch-demo­kra­ti­sche Krankheit!.…
    5.Inflationsbekaempfung heisst ggf.auch Zwangs­sparen und Zinsen auf Gutha­ben­konten, man hat hier keine entspre­chenden Gedanken verschwendet, obgleich die Idee des sog.Spargirokontos ‑Vorbild „DDR“ ‑so neu auch nicht ist.…..
    6.Foerderung grosser Fami­lien spuelt Geld in Ciga­ny­kassen, eben dort riesige Fami­lien, es kommt Geld bei den FALSCHEN offen­sicht­lich an!
    Insge­samt also keine Orban-Pauschal­kritik nur eine Rand­be­mer­kung zu einer fast ivoellig geglueckten Operation.….
    Und hier­fuer werde ich nicht mal zensiert!
    Alf v.Eller Hortobagy
    unabh.Politikberater
    und
    Jurist/Landwirt und Berufsjaeger

    P.S.: 1992 nach dem erfolg­rei­chen Staats­examen arbei­tete ich in Rostock bei der dortigen Spar­kasse und bekam Kontakt zum Spar­gi­ro­konto in Liquidation.…
    AvE

  2. entweder sind die wahlen seit 10 peri­oden gefälscht
    oder der deutsch­spra­chige (össi/german/swiss) wähler
    ist so stroh­hagel deppert und verdient genau dass, was
    gerade so abgeht.

    entvol­kung, entfrem­dung, entleh­rung, enteig­nung, entehrung

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  3. Das sind keine Grund­nah­rungs­mittel, sondern Gifte: Billig­fleisch, abge­tö­tete „Milch“, ohne Kühlung mona­te­lang haltbar, weißes Mehl aus Gen-Weizen und sogar Zucker. Wer „Zucker“ immer noch als Nahrungs­mittel bezeichnet, und noch dazu als (unent­behr­li­ches) Grund­nah­rungs­mittel statt als Droge, muß wirk­lich nicht alle Tassen im Schrabk haben und auf dem „Erkennt­nis­stand“ der 60er jahre (des letzten jahr­hun­derts) stehen­ge­blieben sein. Grund­nah­rungs­mittel sind Getreide, Gemüse und Obst.

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  4. Die Idiotie, EU kann die Ukraine retten, wird nicht gehen, denn wir werden vorher schon Pleite sein.
    Seit Jahren schreiben viele, die Zukunft ist in Asien, ob Europa dazu gehören darf, entscheiden noch die amis.

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  5. Ich bin jetzt zuruck von Ugarn und in seit 2020 und heute sind die Preise verdop­pelt. HUF is jetzt 0,0027 teuro. Ein Samsung Handy kostet 109.999,- Ft! Ein haus kostet 200 million Ft.

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    • …habe noch keinen Artikel des tägli­chen Bedarfs gefunden, dessen Preis sich verdop­pelt hat.
      Das liegt viel­leicht daran, daß ich keine Samsung-Handys und auch kein Bauholz esse.
      Sicher kann man Häuser für 200 Mio Ft kaufen, die haben aber auch schon vor dem Anstieg der Immo­preise sattes Geld gekostet.
      Im Vergleich zu vor zwei Jahren bekommt man heute ca. 10% mehr Forint für den Euro. Zugleich sind aber auch viele Löhne gestiegen.
      Daß Immo­bi­lien jetzt teurer sind, liegt auch daran, daß es immer weniger Schrott­hütten gibt. Es wurde nämlich sehr viel reno­viert. Hinzu kommt die gestie­gene Nachfrage.
      Wer also in Ungarn seine Bröt­chen verdienen muß, bekommt tatsäch­lich ein Problem, wenn er ein Haus sucht. Wegen der zwei­fellos gestie­genen Baustoff­preise wird die Lage am Immo­markt wohl auch weiterhin ange­spannt bleiben.

      (Zyni-Modus:) Da aber auch in HU fleißig „geimpft“ wurde, kann es schon sein, daß sehr bald wieder Häuser frei werden. (Zynismus aus)

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    • Ach, da kommen wieder die Taschen­spieler tricks zur Anwen­dung; zuerst gibt man dir eine „angeb­liche Infla­ti­ons­an­pas­sung“ !! von gerade mal 3 % und im Gegenzug werden dir dann mehr als das doppelt so viel (7,8 %) aus der Tasche gezogen. Tue so, als seist du der Gute, aber mit dem Hinter­ge­danke, dir dann mehr abzu­knöpfen als was du bekommen hast.

  6. wir werden von der privaten u.s. fed regiert…

    in anderen worten alle eu staaten inkl. amerika ist/sind zentralbankregiert.

    egal welche polit­pille, welcher farbe auch immer,
    gutes für sein verarschtes volk tun will.
    alles hülsen und märchen­plau­derer, bis auf orban;

    der einzige eu poli­tiker der das übel bei der wurzel
    nennt, der einzige eu poli­tiker neben schröder, der
    der ohne u.s. öldol­lar­nazis hinter 5 zählen kann.

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    • @ lost europe
      „wir werden von der privaten u.s. fed regiert…“
      „Wir“ haben uns leider in einen Stell­ver­tre­ter­krieg für die USA hinein­ziehen lassen, bei der am Ende der indi­gene Bürger die Zeche zahlt und die Wirt­schaft bank­rott geht, gem. der Aussage aus dem Marshall-/Hooton-/oder Couden­hove-Khal­ergi-Plan „Germany must perish“ (Deutsch­land muss umkommen).
      Jetzt wird der Sack zugemacht.

  7. Bei den unga­ri­schen Maßnahmen sträuben sich mir zwar aus natio­nal­öko­no­mi­scher Sicht die Rücken­borsten, wenn ich aber dage­gen­halte, für welchen Schwach­sinn in den anderen Staaten unbe­grenzt die Kohle „raus­hauen“ wird, dann erkenne ich in den Maßnahmen ein zumin­dest „relativ“ vernünf­tiges Handeln.
    Auf längere Sicht wird den Ungarn dieser Inter­ven­tio­nismus natür­lich fiskal­po­li­tisch auf die Füße fallen, aber was soll’s…
    Die Währungen werden so oder so Hand in Hand nieder­gehen – da kommt es nun auch nicht mehr darauf an, ob man ein paar soziale Wohl­taten finan­ziert, indem man sich am großen Topf bedient. Sollen sie doch drucken, was das Zeug hält, so lange es noch Druck­farbe und Baum­wolle gibt – die anderen tun es ja auch.
    Ich bin schon fast entsetzt über meine eigenen Gedanken – Hayek möge mir vergeben.

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    • Wenn du als Öster­rei­cher 150.- Euro brauchst musst du Formu­lare ausfu­ellen und alles belegen, aber wenn es auf einmal um Ukrai­nern geht, werden Fluege gecar­tert von der Ukraine nach Öster­reich, alles no problemo. Im glei­chem Atemzug wird die Mindest­si­che­rung auch gleich von 410.- auf 510.- Euronen aufge­stockt , damit die feinen Damen aus der Ukraine nicht immer das Gleiche essen mussen (Wien heute am 26.04 22). So schnell geht das, ohne mit der Wimper zu zucken, aber wenn du was brauchst, gibt es in den meisten Fällen kein Geld. Jaja ‚der Bevöl­ke­rungs­aus­tausch ist schon voll im Gange. Du bist im eigenen Land nurmehr die zweite Wahl und ein Auslauf­model. Frage fuer was eigend­lich noch arbeiten gehen ?

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    • orban hat lang­fris­tige verträge mit russ­land für öl und gas und erhält diese rohstoffe zu billi­geren preisen als diese auf dem spot-markt ange­boten werden. es muss daher nichts subven­tio­niert werden vom unga­ri­schen staat.

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  8. Na, ist er nicht süß, der roman­ti­sche Sozi Seine Gesin­nungs­ge­nossen zu Wien fahren einen scharfen Kurs der Bilder­berg-Entlas­tungs­of­fen­sive für WEF und US-Geld­e­liten. 4 Monate Apart­heid gegen Unge­impfte, viel Geld in die eigenen Taschen durch Test-Terror, aber auch die Rendi vom Bilder­berg hat bis vergan­gene Woche brav mitge­spielt. Und ausge­rechnet in der ORF-Pres­se­stunde macht sie eine 180G­rand-Wendung. Ja, da muß einem will­fäh­rigen Soros-Kumpanen einfach die Spucke weg bleiben!
    Nicht Migranten und Flücht­linge aus der Urkraine soll Mitge­fühl und Unter­stüt­zung als Ziel haben, viel­mehr jenen Menschen, die ihr Leben lang für die Gesell­schaft und ihre Eigen­vor­sorge gear­beitet haben. Die auto­ch­tone Bevöl­ke­rung und die Menschen, die seit Jahr­zehnten an Öster­reichs Erfolg arbeiten, die sind diesen linken Herr­schaften sehr egal. Nur die Schwur­bel­ge­sell­schaft des Herrn Soros bringt Geld aufs Konto von echt linken Hirnbefreiten!
    Der Belzebub Orban macht es anders und wird damit mehr als je zuvor von den linken Eliten Europas – und nach Fenninger – von der ganzen EU ange­feindet! Schämt euch, ihr Anbeter des goldenen Kalbes namens WEF und Bilderberg!
    Und, Herr Fenninger: Solange Sie die dümm­li­chen Phrasen von Pam und Michl nach­beten, solange sind Sie unglaub­würdig, ein mieser Eliten-Förderer!

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