Thaïs Descufon: „Männer, seid männlich!“

Foto: Boulevard Voltaire

Anläss­lich des Inter­na­tio­nalen Tages der Frau­en­rechte: ein inter­view mit Thaïs Descufon, die Spre­cherin der Géné­ra­tion iden­ti­taire war, einer Verei­ni­gung, welche die fran­zö­si­sche Regie­rung gerade aufge­löst hat (das Inter­view wurde vor dem Auflö­sungs­de­kret geführt). Sie gibt uns ihre Vision von Frauen und Feminismus.

Mein Name ist Thaïs Descufon, ich bin 21 Jahre alt. Ich bin seit ein paar Monaten Spre­cher der Géné­ra­tion iden­ti­taire. Ich bin seit drei Jahren in der glei­chen Bewe­gung aktiv. Es ist eine Jugend­be­we­gung, die die Iden­tität der euro­päi­schen Völker ange­sichts der massiven Einwan­de­rung und Isla­mi­sie­rung vertei­digen will.

Wie sind Sie dorthin gekommen?

Die Probleme der Einwan­de­rung und der Isla­mi­sie­rung waren mir bereits bekannt. Meine Familie ist rechts wie ich. Nichts­des­to­trotz habe ich wirk­lich erlebt, wie es war, als ich Student wurde. In meinem College-Viertel gab es Bars, die Frauen auf Terrassen abwiesen. Viele verschlei­erte Frauen waren mit mir in der Klasse. Und mich in der U‑Bahn unter den einzigen weißen Frauen im Zug wieder­zu­finden. In diesem Moment wurde mir klar, dass es einen Bevöl­ke­rungs­aus­tausch gab und dass sich meine Stadt verän­derte. Ich wollte mich nicht wie ein Außen­seiter in meiner eigenen Stadt fühlen.

Sind Sie zufällig Pres­se­spre­cher geworden?

Eines Tages klet­terte ich mit einem Rauch­ge­ne­rator auf einen Schorn­stein. Dieses Foto fand weite Verbrei­tung und erregte die Aufmerk­sam­keit der Medien, die mich nach und nach als die Muse der Bewe­gung zeigten. Ich wurde Spre­cher nach einer Reihe von Inter­views mit den Medien.

Hätten Sie sich vor einem Jahr in dieser Posi­tion vorstellen können?

Ich hatte gehofft, eines Tages Pres­se­spre­cher zu werden. Es war für mich immer eine Quelle des Stolzes, unsere Bewe­gung zu reprä­sen­tieren. Trotzdem hätte ich nicht gedacht, dass es so schnell und vor allem auf diese Weise passieren würde. Wenn ich ein Jahr zurück­blicke, ist so viel passiert, dass ich nicht gedacht hätte, dass es so kommen würde.

Wieviel Zeit benö­tigen Sie täglich für Ihr Engagement?

Zum einen gibt es intel­lek­tu­elle Schu­lungen. Ich versuche, mich zu trai­nieren, schaue mir Debatten an und lese. Ande­rer­seits führe ich Inter­views mit Jour­na­listen. Dieses Enga­ga­ment nimmt etwa die Hälfte meiner Woche in Anspruch, plus das Trai­ning, von dem ich Ihnen erzählt habe.

Setzen Sie Ihr Studium fort?

Ich bin per Fern­stu­dium an der Fakultät einge­schrieben. Dies ermög­licht mir, sehr mobil zu sein. Aus Sicher­heits­gründen war es für mich nicht mehr möglich, an die Fakultät zurück­zu­kehren. Viele meiner Klas­sen­ka­me­raden haben sich sehr bemüht, persön­liche Infor­ma­tionen über mich preis­zu­geben. Sie haben wirk­lich versucht, mich einzu­schüch­tern und meinen Akti­vismus bei Géné­ra­tion iden­ti­taire zu stoppen.

Letzt­end­lich haben sie es geschafft, mich dazu zu bringen, Fern­kurse zu belegen. Das gibt mir noch mehr Zeit für Aktivismus.

Welche Studien machen Sie?

Ich habe eine Fremd­sprache an der Mirail-Fakultät in Toulouse belegt.

Setzen Sie nicht Ihre beruf­liche Zukunft aufs Spiel?

Ich hoffe, dass ich mein ganzes Leben von der Politik leben kann. Im Gegen­teil, ich denke, es könnte mir even­tuell Türen öffnen.

Möchten Sie sich zur Wahl stellen?

Das ist etwas, worüber man nach­denken sollte. So weit bin ich noch nicht. Ich möchte schon ein Akti­vist sein und so lange wie möglich akti­vis­ti­sche Politik machen. Bevor ich in meinen Drei­ßi­gern bin, denke ich, dass Akti­vismus am besten zu mir passt. Ich weiß nicht, welche Form sie annehmen wird, aber ich werde immer zu denen gehören, die für unsere kämpfen.

Was war Ihr Traum­beruf, als Sie ein Kind waren?

Als ich klein war, wollte ich Lehrer werden. Irgend­wann wurde mir klar, dass Politik eine Leiden­schaft und eine Beru­fung geworden war.

Wer ist die Frau, die Sie inspiriert?

Wie viele werde ich Jeanne d’Arc zitieren. Sie ist ein Modell unserer Geschichte und sie reprä­sen­tiert die fran­zö­si­sche Iden­tität. Isabella die Katho­li­sche war die Frau des Königs von Spanien. Sie führten die Recon­quista an. Sie eroberten Spanien zurück, das 8 Jahr­hun­derte lang von den Arabern besetzt gewesen war. Am Ende ähneln sich die beiden Frauen, denn sie sind in die Schlacht gezogen, um das Ihre zu vertei­digen. Sie führten Männer. Sie waren furchtlos und mutig. Ich denke gerne, dass ich gerne so sein möchte wie sie.

Was denken Sie, was eine Frau ist?

Ich würde zunächst einmal sagen, was ist eine euro­päi­sche Frau? Es gibt Merk­male unserer Zivi­li­sa­tion und den Platz der Frauen in unserer Zivi­li­sa­tion. Eine Frau ist die Säule der Familie, genau wie ein Mann. Es gibt eine sehr wich­tige Komple­men­ta­rität zwischen Männern und Frauen, die bewahrt werden muss.

Was bringt eine Frau in unsere Gesell­schaft ein?

Ich denke, sie bringt Süße mit. Auch als Frau hat sie eine eigene Vision. Diese Bera­tung kann für den Mann sehr vorteil­haft sein.

Sind Sie eine Frau oder ein Feminist?

Ich bin feminin und nicht feministisch.

Was halten Sie von „rechtem Feminismus“?

Ich werde mir keine Freunde damit machen… Ich bin sehr bewun­dernd und respekt­voll gegen­über rechten Frauen, die viel­leicht auch Femi­nis­tinnen sind. Trotzdem glaube ich nicht, dass es einen rechten Femi­nismus als solchen geben kann. Femi­nismus ist eine linke Ideo­logie, dekon­struktiv wie alle linken Ideo­lo­gien. Sie tragen von Anfang an die Saat von allem in sich, was in der Folge der Zerstö­rung unserer Gesell­schaft entstanden ist. Ich denke, dass es heute nicht genug Patri­ar­chat gibt. Männer stehen unter großem Beschuss und trauen sich nicht mehr, sich zu behaupten, während Frauen endlich darauf warten, dass Männer sich behaupten. Es ist nicht beschä­mend, männ­lich zu sein. Man kann für Frauen kämpfen, ohne Femi­nist zu sein. Ich kämpfe für die Meinen, ohne einen Unter­schied zu machen.

Brau­chen Sie einen männ­li­chen Mann?

Ja, voll­ständig. Männer, seid männ­lich! Das ist wichtig.

Haben Sie eine Botschaft für Frauen?

Machen Sie mit! Verbind­lich­keit ist nicht nur etwas für Männer. Wir alle haben auch ein Mitspra­che­recht. Im Gegen­teil, ich denke, wir haben einen inter­es­santen Beitrag, den wir in die poli­ti­sche Debatte einbringen können.

Quelle: Boule­vard Voltaire


Vgl. auch:

Inter­view mit Thaïs d’Es­cufon (Géné­ra­tion Identitaire)


4 Kommentare

  1. Vor solchen Frauen haben Männer wie Macron ANGST – und nicht nur die, sondern auch die Femi­nis­tinnen – und deshalb werden die Iden­ti­tären verboten. Sie können selbst denken – und das ist gefähr­lich. Wie sagte der „Alte Fritz“ zu den Lehrern: Macht sie nicht zu gescheit, sie lassen sich sonst so schwer regieren (ihm wird die Redensart zuge­spro­chen, ob es stimmt, weiß ich nicht).

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    • Die ist schon gefähr­lich, und zwar für den Wider­stand. Weil sie intel­li­gente Frauen und Männer vergrault. Mit solch rück­stän­digen, hinter­wäld­le­ri­schen Posi­tionen will doch niemand iden­ti­fi­ziert werden.

  2. Selten so was Blödes gelesen. Blondes Bimbo, kein Gehirn. Wenigs­tens ein biss­chen Mühe hätte sie sich geben können bei ihrer Argumentation.
    Ohne Femi­nis­tinnen würde ihr über­haupt niemand zuhören, sondern alle nur zurufen „Geh zurück in die Küche!“ So wie es früher den ersten Poli­ti­ke­rinnen ergangen ist. Dass frau über­haupt eine eigene Meinung haben darf, und dass man / Mann diese Meinung respek­tiert, haben die Frau­en­recht­le­rinnen der vergan­genen Jahr­zehnte erkämpft. Gegen den erbit­terten Wider­stand der Männer.
    Wenn in den 50er / 60er Jahren eine der wenigen weib­li­chen Abge­ord­neten im Bundestag das Wort ergriff, wurde gehöhnt und gelacht, anzüg­liche Witze gemacht oder mit einer Küchen­schürze gewinkt.
    Liebe Thais, für solche unter­be­lich­teten Dummer­chen wie dich, wünsche ich mir, dass es paral­lele Universen gäbe: du dürf­test dann gerne in einer Welt leben, wo es Femi­nismus niemals gegeben hat. Damit auch kein Wahl­recht, kein Recht zu arbeiten und kein eigenes Bank­konto für Frauen. Unter anderem. Dann würdest du zuhause sitzen und sticken oder deinem Ehemann was Leckeres kochen. Und die Politik den Männern über­lassen, denn die haben ja auch das größere Gehirn.
    Es gibt Leute, die glauben, dass der Wider­stand, die „Aufge­wachten“ eben­falls von den glei­chen dunklen Mächten gesteuert werden wie Regie­rungen und Medien.
    Wenn ich mir die von Dumm­heit strot­zenden Aussagen dieses unbe­darften Mädchens durch­lese, stimme ich dem zu.
    So wird das nichts. Jede berufs­tä­tige, eini­ger­maßen intel­li­gente Frau, die wenigs­tens ein Grund­ver­ständnis von Geschichte hat, wendet sich doch mit Grausen ab, selbst wenn sie ansonsten sowohl gegen die Corona- als auch die Einwan­de­rungs­po­litik ist.

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