Unga­ri­scher Außen­mi­nister: V4-Länder könnten Gewinner in der Welt­ord­nung nach der Pandemie sein

Außenminister Péter Szijjártó · Bildquelle; Remix News

Ungarn, Polen, Tsche­chien und die Slowakei könnten aus der Pandemie stärker als je zuvor hervorgehen

Die Visegrád-Vier-Gruppe (V4) könnte durch ihre kollek­tiven Bemü­hungen und stra­te­gi­sche Part­ner­schaft als einer der Sieger einer post-pande­mi­schen Welt­ord­nung hervor­gehen, sagte der unga­ri­sche Außen­mi­nister Péter Szij­jártó während einer Pres­se­kon­fe­renz letzte Woche.

Während er nach einem Treffen der V4-Außen­mi­nister in der zentral­pol­ni­schen Stadt Lodz zu Pres­se­ver­tre­tern sprach, betonte der unga­ri­sche Außen­mi­nister, dass die kultu­relle, poli­ti­sche und wirt­schaft­liche Zusam­men­ar­beit zwischen den vier Visegrád-Ländern Ungarn, Polen, Tsche­chien und der Slowakei immer mehr Früchte trage.

„Infolge der Coro­na­virus-Pandemie ist es keine Über­trei­bung, von einer neuen globalen Ordnung zu spre­chen, die sowohl im poli­ti­schen als auch im wirt­schaft­li­chen Bereich entsteht“, sagte Szij­jártó. „Die enge Zusam­men­ar­beit zwischen den V4-Ländern sichert einen schnellen wirt­schaft­li­chen Aufschwung in der Zukunft und ermög­licht es der Gruppe, zu den Gewin­nern dieser neuen globalen Ordnung zu gehören.“

Nachdem er die gemein­samen Bemü­hungen der V4-Länder gelobt hatte, die die Einfüh­rung verbind­li­cher Quoten für die Vertei­lung von Migranten auf EU-Ebene verhin­dert haben, merkte Szij­jártó auch an, dass der Common-Sense-Ansatz des Bünd­nisses in der Wirt­schafts- und Sicher­heits­po­litik dazu geführt hat, dass Mittel­eu­ropa die attrak­tivste Region in Europa für Inves­ti­tionen geworden ist.

Szij­jártó betonte, dass Mittel­eu­ropa heute ein wich­tiger Zulie­ferer für die deut­sche Indus­trie, das „Rück­grat der euro­päi­schen Wirt­schaft“, sei und fügte hinzu, dass das Handels­vo­lumen zwischen der Visegrád-Gruppe und Deutsch­land im Jahr 2019 300 Milli­arden Euro überstieg.

Der Außen­mi­nister äußerte sich zu der diszi­pli­nierten Steu­er­po­litik Mittel­eu­ropas, den relativ nied­rigen Steuern und dem Plan von US-Präsi­dent Joe Biden, eine globale Unter­neh­mens­steuer einzu­führen: „Ungarn wird niemals eine Mindest­steuer auf globaler Ebene unter­stützen. Wir werden die Steuern nicht unter inter­na­tio­nalem Druck erhöhen. Die Beibe­hal­tung der Steu­er­po­litik als natio­nale Kompe­tenz ist eine Garantie für unsere Wettbewerbsfähigkeit.“

Szij­jártó bekräf­tigte auch das Inter­esse Ungarns an einem starken Europa, das seiner Meinung nach „ohne starke christ­liche Werte und Gemein­schaften nicht exis­tieren kann“. Deshalb werde die unga­ri­sche Regie­rung „weiterhin verfolgte Christen in der Welt unter­stützen und darauf bestehen, dass die christ­li­chen Grund­werte Europas gestärkt werden“, fügte er hinzu.

In seinen abschlie­ßenden Bemer­kungen sagte der unga­ri­sche Minister, dass er hoffe, dass bald Verein­ba­rungen getroffen werden können, die dazu führen, dass COVID-19-Immu­ni­täts­zer­ti­fi­kate von den V4-Mitglie­dern gegen­seitig akzep­tiert werden.

Der polni­sche Außen­mi­nister Zbigniew Rau gab eben­falls eine kurze Pres­se­kon­fe­renz, in der er über die Prio­ri­täten sprach, auf die sich die V4-Länder seiner Meinung nach in naher Zukunft konzen­trieren sollten.

„Eine der Prio­ri­täten der Visegrád-Gruppe in den kommenden Jahren und Monaten sollte die Unter­stüt­zung der Länder der Östli­chen Part­ner­schaft und des West­bal­kans sein, sowohl im Hinblick auf die Bekämp­fung der Pandemie als auch auf die euro-atlan­ti­schen Bestre­bungen“, sagte Rau.

Der tsche­chi­sche Außen­mi­nister Jakub Kulhánek lobte in seinen Ausfüh­rungen die Zusam­men­ar­beit zwischen den V4-Ländern während der Pandemie, von der er hoffe, dass sie auch in der Zeit nach Covid fort­ge­setzt werde“. Er betonte auch das gemein­same Ziel der Allianz, dass ein gemein­sames euro­päi­sches Immu­ni­täts­zer­ti­fikat erstellt wird, um in diesem Sommer sichere Reisen inner­halb des Blocks zu ermöglichen.

Gegen­wärtig hat die Visegrád-Gruppe – als eine wirt­schaft­liche Einheit – das viert­höchste Brut­to­in­lands­pro­dukt in der Euro­päi­schen Union und das fünf­zehnt­höchste in der ganzen Welt.

Quelle: Remix News


3 Kommentare

  1. „… fügte hinzu, dass das Handels­vo­lumen zwischen der Visegrád-Gruppe und Deutsch­land im Jahr 2019 300 Milli­arden Euro über­steigen werde…“ 

    Im Jahr 2019 (vor zwei Jahren!) WERDE das Handels­vo­lumen 300 Mrd über­steigen? Da stimmt doch was nicht!

  2. Für mich wäre das sehr wünschenswert!

    Aller­dings exis­tiert über­haupt keine „Pandemie“ – wie es immer wieder zu lesen ist – was dagegen tatsäch­lich exis­tiert, ist der gigan­ti­sche Betrug der „Plan­demie“!

    Das Wort von der „Pandemie“ sollte aus dem tägli­chen Gebrauch verschwinden! Das Wort „Betrug“ dagegen wesent­lich öfter verwendet werden, denn das entspricht auch den Tatsachen!

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