Ungarn: Das Refe­rendum ist entschei­dend für den Schutz unserer Fami­lien und Kinder

VON Farkas Péter

In der west­eu­ro­päi­schen Gesell­schaft ist die Familie abge­wertet worden. Im Sinne des soge­nannten „plura­lis­ti­schen Fami­li­en­mo­dells“ ist sie nicht mehr die natür­liche Lebens­ein­heit. Dieser Prozess begann vor sechzig Jahren und lässt sich in drei Phasen unterteilen.

Ab den 1960er Jahren gab es mehr Schei­dungen und weniger Eheschlie­ßungen, was zu einem Anstieg des Anteils der Einel­tern­fa­mi­lien führte. Die Sexua­lität wurde unab­hängig von Ehe, Kinder­kriegen und Liebe. Seit dieser Zeit wird mit der Pille verhütet.

Ab den 1980er Jahren nahm die Zahl der gleich­ge­schlecht­li­chen Part­ner­schaften zu, und es wurde die Forde­rung laut, diese als Ehe anzu­er­kennen. Mit der Entwick­lung der Bioge­netik und der Embryo­ex­pe­ri­mente stieg die Zahl der künst­li­chen Befruchtungen.

Seit der Jahr­tau­send­wende wird der Westen von der Gender-Ideo­logie beherrscht, nach der das Geschlecht keine gene­ti­sche Veran­la­gung ist, sondern eine freie kultu­relle Entscheidung.

Die Familie wurde durch andere Prozesse geschwächt, sie wurde sowohl zur Ursache als auch zur Folge. Der mensch­liche Körper wurde auf ein Objekt redu­ziert, eine unper­sön­liche Ware, ein Mode­ar­tikel. Indi­vi­dua­lismus und Eigen­nutz haben die Ober­hand gewonnen, und nur der gegen­wär­tige Augen­blick ist wichtig. („Viel Spaß noch!“)

Und heute drängen LGBTQ-Akti­visten auf geschlechts­an­glei­chende Opera­tionen bei Kindern ab dem Vorschul­alter. Unzäh­lige junge Leben wurden durch Hormon­be­hand­lungen und Opera­tionen von unmo­ra­li­schen Ärzten ruiniert, die erkannt haben, dass das biolo­gi­sche Geschlecht nicht vom sozialen Geschlecht getrennt werden kann. Viele haben Selbst­mord begangen.

Auch heute noch gelten Pädo­philie, Zoophilie und Nekro­philie als Perver­sionen. Wir fragen: Für wie lange? Oder werden auch sie bald einer „Sensi­bi­li­sie­rung“ unter­zogen? Um die Kinder zu schützen, hat die Regie­rung unseres Landes gesetz­lich fest­ge­legt, dass Kinder­gärten und Schulen ohne die Zustim­mung der Eltern keinen Unter­richt zur sexu­ellen Orien­tie­rung anbieten dürfen.

Unsere Verfas­sung hat dies bereits festgelegt:

Wir glauben, dass die Familie der wich­tigste Rahmen für unser Zusam­men­leben ist und dass Loya­lität, Glaube und Liebe die Grund­werte unserer natio­nalen Einheit sind. Ungarn schützt die Insti­tu­tion der Ehe als Lebens­ge­mein­schaft zwischen einem Mann und einer Frau, die auf frei­wil­liger Zustim­mung beruht, und die Familie als Grund­lage für das Über­leben der Nation. Die fami­liäre Bezie­hung basiert auf der Ehe und der Eltern-Kind-Bezie­hung. Die Mutter ist eine Frau, der Vater ein Mann.

All dies hat in west­li­chen libe­ralen Kreisen einen Aufschrei ausge­löst. Selbst die Kommis­si­ons­prä­si­dentin, die ihre Rolle falsch inter­pre­tiert – sie ist Mutter vieler Kinder, Ärztin und bezeichnet sich selbst als Christ­de­mo­kratin – droht unserem Land mit finan­zi­ellen Sank­tionen, und die Kommis­sion zahlt nicht die Beträge, die dem Land zu Recht zustehen und die dazu bestimmt sind, die Folgen der Krise zu beheben, die die Epidemie in der ganzen Welt und in Europa verur­sacht hat.

Die libe­ralen Kräfte im Westen versu­chen eindeutig, in die Wahlen im Früh­jahr einzu­greifen, indem sie eine Regen­bogen- oder besser noch eine Sumpf­ko­ali­tion der einhei­mi­schen Komp­ra­doren, die als „links“ bezeichnet wird, unterstützen.

Europa ist gespalten in ein fami­liäres, natio­nales und das Chris­tentum unter­stüt­zendes Mittel- und Osteu­ropa und eine west­liche Hälfte mit einem verdrehten Gehirn.

Es ist Zeit für klare und unmiss­ver­ständ­liche Posi­tionen! Der Autor dieses Arti­kels ist über­zeugt, dass die Zukunft des Konti­nents von einer Rück­kehr zu unseren Wurzeln abhängt. Es gibt keinen anderen Weg als den des Homo Chris­tianus. Und, als logi­sche Folge, die Achtung und der Schutz der tradi­tio­nellen Familien.

Wir haben eine große Verant­wor­tung, für die Werte der Familie, des Landes und des Chris­ten­tums in dem Refe­rendum und, wie ich hinzu­fügen möchte, in den Wahlen einzu­treten. Selbst Wähler der Linken können davon über­zeugt werden.

Es ist inter­es­sant, dass Papst Fran­ziskus eine Zeit lang in libe­ralen und LGBTQ-Kreisen miss­ver­standen und gefeiert wurde. Auf dem Eucha­ris­ti­schen Welt­kon­gress erklärte er jedoch, dass die Familie aus Mann, Frau und Kind besteht, und seitdem wird sie nicht mehr als „offen“ ange­sehen. Da sie weder die Lehre der Kirche noch den Heiligen Vater kennen, verstehen sie nicht, dass er der Verwahrer der Lehre Christi ist.

Beim Früh­jahrs­re­fe­rendum geht es um die Rechte der Eltern und den Schutz unserer Kinder. Wir möchten anmerken, dass die Lösung einen noch umfas­sen­deren Ansatz erfor­dert. Wir müssen unsere Kinder umfas­send vorbe­reiten, nicht nur auf das Sexu­al­leben, sondern auch auf das Fami­li­en­leben und die Bezie­hungs­kultur, aber auch auf die Genera­tion der Eltern, deren Leben eben­falls nicht auf das Fami­li­en­leben vorbe­reitet wurde.

Jeder Bürger, der sich für die Zukunft seiner Kinder und Enkel­kinder verant­wort­lich fühlt, trägt in dieser Hinsicht eine große Verant­wor­tung. Lasst es uns spüren!

Der Autor ist Sozio­loge und Theologe

Dieser Beitrag erschien zuerst bei MAGYAR NEMZET, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.

5 Kommentare

  1. „Original Play“ ist so ein Ding. Erfin­dung eines Amis. In Kinder­horten ‚natür­lich in Berlin, wo dann wild­fremde Personen, zumeist Männer , möglichst unter Ausschluss des Stamm­per­so­nals dann mit den Kleinen „Kuscheln und Schmusen“. Ein Para­dies für Pädos. Wie sich die Kinder­seelen dabei fühlen, inter­es­siert nicht. Das will die Regie­rung verhin­dern. Im Schwul/Lesbischen LBTQXXX-Berlin ist das natür­lich gewollt.

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  2. Witzig, Magyar Nemzet ist das Haus- und Hofblatt Orbáns. Und der hat Gesetze gemacht, die er jetzt durch ein Refe­rendum wieder in Frage stellt. Damit stellt sich der Autor einer­seits auf die Seite seines Chefs (so wird Orbán in Partei­kreisen genannt), der gegen sich selbst antritt. Also, sehen wir uns einmal die Fragen an:

    1. Frage: „Unter­stützen Sie, dass im öffent­li­chen Bildungs­wesen für minder­jäh­rige Kinder ohne Zustim­mung der Eltern sich mit der sexu­ellen Orien­tie­rung beschäf­tigt wird?“ Gegen­frage: Wieso soll denn sogar die hete­ro­se­xu­elle Orien­tie­rung vor Kindern verborgen bleiben? War da nicht einmal etwas mit gutem Vorbildern?
    2. Frage: „Unter­stützen Sie die Werbung für die Behand­lungen zur Geschlechts­an­glei­chung für Minder­jäh­rige?“ Gegen­frage: Wieso soll Werbung für etwas erlaubt werden, was sowieso schon längst verboten ist? So eine Art der Werbung habe ich hier in Ungarn noch nie gesehen, nicht einmal eine für eine Zahn­be­hand­lung. Könnte daran liegen, dass in Ungarn jeder der in Ungarn kran­ken­ver­si­chert ist zu einem örtlich zustän­digen Arzt gehen muss.
    3. Frage: „Unter­stützen Sie die unein­ge­schränkte Vorfüh­rung sexu­eller Medi­en­in­halte für Minder­jäh­rige, die ihre Entwick­lung beein­träch­tigen?“ Gegen­frage: Seit wann ist das in Ungarn erlaubt? „Vorfüh­rung sexu­eller Medi­en­in­halte“ ist in einem Wort Porno­gra­phie. Die war in Ungarn Minder­jäh­rigen noch nie legal zugänglich.
    4. Frage: „Unter­stützen Sie die Vorfüh­rung von Geschlechts­um­wand­lung als Medi­en­in­halte für Minder­jäh­rige?“ Gegen­frage: Wieso habe ich noch nie eine Opera­tion im unga­ri­schen Fern­sehen zu sehen bekommen? Weder eine Geschlechts­um­wand­lung, noch die Entfer­nung eines Hirn­tu­mors. Schade eigent­lich, ich mag Bildungsfernsehen.

    Schluss­frage: Was soll das über­haupt? Alles das sind Dinge, die in Ungarn gesetz­lich verboten sind. Gene bestimmen in Ungarn das Geschlecht, keine Opera­tion. Das hat seit 2020 sogar Verfas­sungs­rang. Es stand in der Macht Orbáns das mit seiner gegen­wär­tigen Parla­ments­mehr­heit zu beschließen. Warum will er jetzt seinen eigenen Beschluss mit einem Refe­rendum wieder rück­gängig machen? Oder ist das alles nur eine Ablen­kung von den wirk­li­chen Problemen im Land, für die die seit 12 Jahren amtie­rende Regie­rung verant­wort­lich ist? Angst vor dem Wähler? Irre­füh­rung von Wählern mit wahn­wit­zigen Fragen kennt die Mensch­heit spätes­tens seit Napo­leon. Nur darum schlägt Orbán vor Kindern das Porno­gu­cken zu verbieten, damit der Wähler am 3. April da sein Kreuz­chen macht, und auch gleich bei Orbáns Partei, weil die anderen Pornos nie verboten hätten?

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    • „schutz­be­dürf­tige Kinder“ und „irgendwas schlüpf­riges“ – so billig fängt man die Massen, das funk­tio­niert in der bunt­be­kloppten BRD genauso wie im tradi­ti­ons­be­wußten Magyarenland.
      Erre­gungs­faktor garan­tiert, denn eines von beiden zieht bei fast allen.

      Dennoch, die Über­frach­tung von Kinder­garten und Schule mit solchen Inhalten samt Schwer­punkt auf den Sonder­fällen muß man nicht gut finden. Da wird offensiv eine Schein­rea­lität konstru­iert die am wahren Leben und seinen Bedürf­nissen völlig vorbeigeht.

      • Also hier in Ungarn ist heute gesetz­lich fest­ge­legt, dass in Schulen oder Kinder­gärten nur Hete­ro­se­xua­lität vorkommen darf. Das kann bei der 1. Frage nur weiter einge­schränkt werden. Gerade bei den etwas älteren Schü­lern sollte etwas mehr Aufklä­rung vorkommen, denn mit unge­wollten Schwan­ger­schaften bei Minder­jäh­rigen sind wir wirk­lich Spitze. Mit dem Ergebnis von Abtrei­bungen oder total über­for­derten Eltern, die selbst noch Kinder sind. Das sind Tradi­tionen, die wirk­lich nicht sein müssen. Aber ja, Massen fangen ist genau das Ziel.

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