Ungarn: Fidesz-KDNP ist beliebter als die allge­meine Liste auf der linken Seite

Viktor Orbán / Foto: Facebook

Wie aus der Umfrage des Meinungs­for­schungs­in­sti­tuts Néző­pont Intézet im Auftrag der Zeitung Magyar Nemzet hervor­geht, sympa­thi­sieren 42 Prozent der erwach­senen unga­ri­schen Bevöl­ke­rung mit den Parteien der derzei­tigen Regie­rungs­ko­ali­tion Fidesz-KDNP und 40 Prozent mit der linken Sammelliste.

Bis Ende Dezember hatten mehrere linke Parteien ihre endgül­tige Absicht signa­li­siert, eine gemein­same Liste mit DK unter der Leitung von Ferenc Gyurcsány aufzu­stellen; nur der offi­zi­elle Beitritt von Jobbik war noch ausständig. Dadurch verliert die tradi­tio­nelle Partei­prä­fe­renz­un­ter­su­chung (nach einzelnen Parteien getrennt) ihre Bedeu­tung, so dass in Hinkunft bis zu den Wahlen 2022 voraus­sicht­lich nur die Popu­la­rität von Fidesz, die der gemein­samen Liste der linken Oppo­si­tion und die anderer Klein­par­teien unter­sucht wird.

Entgegen der Prognose linker Insti­tu­tionen zeigte die Umfrage von Néző­pont Intézet zwischen dem 14. und 16. Dezember, also nach den ange­drohten EU-Maßnahmen gegen­über der Regie­rung Orbán, keine Umkeh­rung bei der Popu­la­rität der Regie­rungs­partei. 42 Prozent der erwach­senen unga­ri­schen Bevöl­ke­rung sympa­thi­sieren mit der Fidesz-KDNP-Liste, 40 Prozent hingegen mit der gemein­samen Liste der linken Parteien, die die Präsi­dent­schaft von Viktor Orbán ablehnen.

Laut der Umfrage nach erkenn­barer Sympa­thie für eine Partei von Wählern, die sicher wählen werden, würde das Ergebnis derzeit 51 Prozent für Fidesz-KDNP und 43 Prozent für die gemein­same Oppo­si­ti­ons­liste betragen.

Das Wahl­er­gebnis kann jedoch noch nicht auf der Grund­lage dieser Daten sicher vorher­ge­sagt werden, da auch die Ergeb­nisse einzelner Wahl­kreise, auslän­di­sche Stimmen oder die Präfe­renz derje­nigen, die nicht für eine der beiden großen Listen gestimmt haben (sechs Prozent der aktiven Wähler), von Bedeu­tung sind. Zu diesen anderen kleinen Parteien gehören die Zwei­schwän­zige-Hunde­partei (3%), László Toro­cz­kais Heimat­partei Mi Hazánk (2%) und Tibor Szanyis Partei ISZOMM (bis 1%).

Quelle: Magyar Nemzet

 

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