Ungarn: Neuer Vorsit­zender der Jobbik-Bewegung

Quelle: szabolcsihir.hu

Anzei­chen für einen betont natio­nalen Kurs
 

Die ursprüng­lich patrio­ti­sche, später auf Links­kurs gegan­gene unga­ri­sche Partei Jobbik (offi­ziell: Jobbik Magyaror­szá­gért Mozgalom, dt. Bewe­gung für ein besseres Ungarn) hat offenbar die Lektion verstanden, die ihr bei der letzten Parla­ments­wahl am 3. April 2022 vom Wähler erteilt worden ist. Bei jener Wahl trat die Jobbik als Teil eines linken Blocks namens Egységben Magyaror­szá­gért (dt. Gemeinsam für Ungarn) vor den Souverän. Dabei wurde sie regel­recht zertrüm­mert: Von den 17 Sitzen, die bei der Wahl 2018 errungen worden sind, verrin­gerte sich die Partei auf nunmehr zehn Mandate (von insge­samt 199).

Während dieje­nigen, die dem patrio­ti­schen Gedan­kengut der Jobbik treu geblieben sind und sich in der Mi Hazánk Mozgalom (MHM; dt. Unsere-Heimat-Bewe­gung) zusam­men­getan haben, wider Erwarten die Fünf­pro­zent­hürde nahmen und jetzt mit sechs Landes­vä­tern in der Volks­ver­tre­tung sitzen.

Nun ist die Jobbik zur Besin­nung gekommen, hat einge­sehen, dass sie in einem linken Block, der unter der Führung des ehema­ligen Minis­ter­prä­si­denten Ferenc Gyurcsány – dem soge­nannten Lügen­pre­mier – geschmiedet worden ist, bloß die Rolle des nütz­li­chen Idioten im Lenin­schen Sinne spielen soll. Und nähert sich wieder dem ursprüng­lich kernig-magya­ri­schen natio­nal­kon­ser­va­tiven Gedankengut.

Beim Buda­pester Jobbik-Parteitag am vergan­genen Samstag, dem 2. Juli, wählten die Dele­gierten den 45-jährigen Márton Gyön­gyösi mit 153 Stimmen zum neuen Partei­chef. Als Nach­folger des am 8. Juni zurück­ge­tre­tenen Péter Jakab, der seit Anfang 2020 die Partei führte und wenige Wochen nach seiner Wieder­wahl im Früh­jahr 2022 wegen interner Strei­tig­keiten entnervt das Hand­tuch warf. Gyön­gyösi, einziger Jobbik-Mandatar im EU-Parla­ment, setzte sich gegen seinen Wider­sa­cher István Földi klar durch; letz­terer konnte bloß 65 Stimmen für sich verbuchen.

Márton Gyön­gyösi betonte, die Mitglieder wollten, dass sich die Jobbik nach einer Zeit der Unruhen wieder zu einer wirk­lich natio­nalen und konser­va­tiven Partei entwickle. Zwar könne es auch künftig eine gewisse Zusam­men­ar­beit mit der linken Oppo­si­tion geben, die Jobbik wolle jedoch unter ihrer Führung eine Alter­na­tive zur Fidesz-KDNP-Mehr­heit bieten. Ein ziem­lich ambi­tio­niertes Unter­fangen ange­sichts der starken Zwei­drittel-Mehr­heit des Orbán-Lagers.

Grund­ver­nünf­tigen Jobbik-Poli­ti­kern wie etwa dem aus Öden­burg stam­menden ungarn­deut­schen Parla­ments­vi­ze­prä­si­denten Koloman Brenner wird der neue, natio­nal­kon­ser­va­tive Kurs unter Gyön­gyösi sicher zusagen.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei ZUR ZEIT, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


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5 Kommentare

  1. Was will die Jobbik denn? Eine veredelte Fidesz, das hat frei­lich wenig Chancen auf Erfolg, es gibt das Orban’sche Original!
    Genauer hinge­sehen hat Ungarn durchaus Probleme, alle aber nicht mit Fides­z­po­litik loesbar, dafuer mit Mi a Hazank Denkansaetzen!
    So wird die Jobbik wohl untergehen.…..
    Alf v.Eller Hortobagy
    unabh.Politikberater/ Jurist
    und
    Landwirt

  2. Die Rolle des nütz­li­chen Idioten spielen Hierzulande:
    Linke, Grüne, SPD, CxU, FDP, auch Freie Wähler, Gewerk­schaften, Medien und all die „Niewie­der­schreier“! (:

    15
    • Die Rolle der unnützen Immer­wieder Patri­idioten spielen AfD, NPD, Bayern­partei und die unver­meid­liche CSSU.

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