USA geteilt: der Bürger­krieg hat begonnen

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In den Verei­nigten Staaten herrscht seit Jahren ein Bürger­krieg, der nicht mit Waffen gekämpft wird, der aber, wie es in der Wahl­nacht fast geschah, eine bewaff­nete Konfron­ta­tion auslösen könnte.

Julia Cagé, Medi­en­spe­zia­listin und Profes­sorin für Wirt­schafts­wis­sen­schaften an der Univer­sität Sciences-po in Paris, analy­siert die Rolle der sozialen Netz­werke bei den ameri­ka­ni­schen Wahlen und wie sie das Land gespalten haben. Sie stellt Über­le­gungen über die Müdig­keit der Demo­kratie an, die Meinungs­un­ter­schiede in der poli­ti­schen Debatte nicht mehr zulässt (so etwas wie Konfron­ta­tion gibt es heute nicht mehr: wenn man nicht so denkt wie die „anderen“, bringen sie einen zum Schweigen, zum Beispiel über die sozialen Netz­werke) sowie über die wach­sende Unmög­lich­keit, in einem reprä­sen­ta­tiven Rechts­system fried­liche poli­ti­sche Diskus­sionen aufrecht­zu­er­halten. Eine Warnung für Frank­reich und Europa, so Cagé.

Offen­sicht­lich wird all dies durch die Präsenz auslän­di­scher Bevöl­ke­rungs­gruppen in Europa verschärft, selbst wenn diese nicht feind­lich gesinnt sind.

„Was mir auffällt, ist der Grad der Pola­ri­sie­rung zwischen den beiden Seiten, den es bei dieser Art von Wahlen noch nie gegeben hat. Sie ist viel stärker als vor vier Jahren, und wer eine blaue Welle vorher­sagte, hatte nichts verstanden. Wir haben eine Art Blind­heit seitens der libe­ralen Presse in Übersee und seitens der euro­päi­schen Medien erlebt, die die als kata­stro­phal beschrie­bene Behand­lung der Epidemie durch die Trump-Admi­nis­tra­tion und den Zusam­men­bruch der Wirt­schaft wieder in Verges­sen­heit geraten lassen hätte.

„Die Wahl­be­tei­li­gung hat erheb­lich zuge­nommen (sie ist auch durch die offen­sicht­lich mani­pu­lierten Brief­wahlen gestiegen, Anm. d. Red.), aber Amerika scheint gespal­tener und pola­ri­sierter zu sein als je zuvor, und das sind schlechte Nach­richten für die Demokratie. […]

Die Demo­kraten haben zu dieser Pola­ri­sie­rung beigetragen. Die Partei ist zuneh­mend auf große private Geld­geber ange­wiesen und hat sich von der Basis abge­hoben. Biden hat mehr Spenden von den Reichen lukriert, während Trump Gelder von einkom­mens­schwa­chen Fami­lien erhalten hat. Dies spie­gelt sich in der Wähler­struktur Bidens wider. […]

Die Linke vertritt die Arbei­ter­klasse nicht mehr. Es ist ein wildes Bündnis zwischen der Olig­ar­chie, den Rändern des Akti­vismus, der die „Normalen“ hasst, und ethni­schen Minderheiten.

Auch aus diesem Grund wird es für einen mögli­chen Präsi­denten Biden unmög­lich sein zu regieren. Mindes­tens die Hälfte des Landes, die noch die gesunde Kompo­nente verkör­pert, durch die das System funk­tio­niert, die die Produk­tion in Händen hält und eine Rekord­zahl von Waffen besitzt, wird ihn niemals als Präsi­dent aner­kennen. Und dieser Bruch, der auch geogra­phisch bedingt ist, könnte dazu führen, dass sogar mehrere Bundes­staaten ihn nicht anerkennen.

Wenn Trump sagt, dass er gewonnen hat, werden die 70 Millionen Weißen, die für ihn gestimmt haben, nur ihn als ihren Präsi­denten anerkennen.

Quelle: Libé­ra­tion, VoxNews

3 Kommentare

  1. Die Wahl war eine Farce und deut­li­cher konnte US nicht zeigen, wohin die Reise gehen soll.
    Nicht die Bürger haben gewählt, die Puppen­spieler und ihre Vasallen, die Medien, haben die Wahl so diri­giert, dass sie passend wird.
    Was letzt­end­lich davon wird, ist noch nicht wirk­lich ein zu schätzen.
    Viel­leicht gibt es noch eine Über­ra­schung und Trump wird sich gericht­lich durch­setzen, oder aber, er wird einiges öffent­lich machen, was einigen sehr schaden könnte. Die nächsten Wochen könnten span­nend werden.

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  2. Sie sagen es ja völlig offen wie sie ticken aber die Medien verschweigen es.Biden sinngemäß:Wir haben die größte Betrugs­ma­schine aller Zeiten und Merkel sinngemäß:Ihr habt nicht das Recht auf immer­wäh­rende Demo­kratie oder das nach der Wahl gilt was vor der Wahl gesagt wurde.Wenn man sich die Zeit nimmt findet man unzäh­lige solcher Aussagen.Die Main­stream­m­edien sind in deren Hand und lassen sich noch von uns bezahlen.Wie Kirchen und Gewerkschaften.Heute lassen sie die Kinder unter Lehrern demons­trieren gegen CO2 und anschlie­ßend müssen sie dann m .Wider­sprü­che­as­ken­tra­gend dieses einatmen.Widersprüche wohin man schaut.

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