Visegrád-Länder stehen vor einem Wirtschaftsboom

Foto: Wikimedia

China ist heute in Deutsch­land in aller Munde, aber über die östli­chen Nach­barn wird wenig gespro­chen. Doch die Visegrád-Koope­ra­ti­ons­länder könnten die deut­sche Wirt­schaft retten, meint der libe­rale Tagesspiegel.

Die Visegrád-Länder werden in einem Artikel im Tages­spiegel Ende März gelobt, in dem Chris­toph von Marschall, Autor des Arti­kels Die Boom­re­gion liegt vor der Haustür, das wirt­schaft­liche Poten­zial der Visegrád-Koope­ra­tion, also der Part­ner­schaft zwischen Ungarn, Polen, Tsche­chien und der Slowakei, disku­tiert und dieses mit China vergleicht:

Der Handel mit den Ländern der Visegrád-Koope­ra­tion spielt für die deut­sche Außen­wirt­schaft eine größere Rolle, als China  es tut.

Die Importe und Exporte mit China belaufen sich auf 212 Milli­arden Euro und machen 9,5 Prozent des deut­schen Außen­han­dels aus. Das Volumen des Waren­han­dels mit den vier mittel- und osteu­ro­päi­schen Ländern beträgt inzwi­schen 286 Milli­arden Euro (12,8 Prozent).

Von Marschall argu­men­tiert unter Beru­fung auf einen Experten des Ostaus­schusses der Deut­schen Wirt­schaft, dass sich Deutsch­land bei der Bewäl­ti­gung der Krise auch auf die Länder der Visegrád-Region in viel stär­kerem Maße verlassen kann als auf die asia­ti­sche Supermach.

Die geogra­fi­sche Nähe und die kurzen Liefer­ketten inner­halb der EU machen die Länder der Visegrád-Koope­ra­tion äußerst wettbewerbsfähig.

Polen ist in der Region beson­ders stark und hat in den letzten Jahr­zehnten ein dyna­mi­sches Wachstum erlebt. Polen liegt in Bezug auf die Kauf­kraft nun bereits vor Russ­land, Italien und Groß­bri­tan­nien, was dasLand zur wich­tigsten stabi­li­sie­renden Kraft für die deut­sche Wirt­schaft während der Krise macht.

Ungarn liegt mit einem Waren­um­satz von 52 Mrd. € in der Außen­han­dels­rang­liste weit vor viel größeren Ländern, etwa Russ­land, dessen Handels­vo­lumen mit Deutsch­land sich nur auf 45 Mrd. € beläuft.

Auch die Slowakei mit 5,5 Mio. Einwoh­nern liegt mit 28 Mrd. € Handels­vo­lumen noch deut­lich vor Indien.

In der Tsche­chi­schen Repu­blik, dem größten Zulie­ferer der deut­schen Auto­mo­bil­in­dus­trie, wird zwar wenig über den stetigen Kauf­kraft­zu­wachs in Deutsch­land gespro­chen, doch dsas­Land hat inzwi­schen Spanien in der Außen­han­dels­sta­tistik über­holt. Bemer­kens­wert ist, dass die Tsche­chi­sche Repu­blik mit nur 10 Millionen Einwoh­nern im deut­schen Außen­han­dels­ran­king den zehnten Platz einnimmt.

Quelle: Mandiner


Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here