Voller Erfolg: 2.000 Teil­nehmer bei Marsch für´s Leben in Wien

Erneut nahmen vergan­genes Wochen­ende am soge­nannten „Marsch für´s Leben“ tausende Menschen in Wien teil. Sie alle setzten damit ein Zeichen gegen Schwan­ger­schafts­ab­brüche und das vor allem von Linken zum „Menschen­recht“ erho­bene „Recht auf Abtrei­bungen“. Aber auch für besser Bera­tungs­mög­lich­keiten für unge­wollt Schwan­gere wurde demons­triert. Und auch gegen die aktive Ster­be­hilfe, die in Öster­reich immer wieder gefor­dert wird, sprach man sich entschieden aus. Trotz medialer Diffa­mie­rungen und linker Stör­ak­tionen sowie Sitz­blo­ckaden konnte der Protestzug, bestehend aus vielen Fami­lien und Jugend­li­chen, sein Ziel errei­chen und ein wich­tiges Zeichen gegen den poli­ti­schen Ungeist setzen. Nicht nur in den USA, auch in vielen anderen euro­päi­schen Ländern, erhält die Pro-Life-Bewe­gung damit immer stär­keren Zulauf. Eine erfreu­liche Entwicklung.

Hier ein Bericht der Organisatoren:

Liebe Freunde des Lebens!

Rund 2000 Teil­nehmer haben am Samstag in Wien fried­lich für das Recht
auf Leben jedes Menschen demons­triert, unab­hängig von Alter, Geschlecht
oder Gesund­heits­zu­stand.

Unter den Teil­neh­mern befanden sich mehr­heit­lich junge Menschen,
Fami­lien und Kinder. Sie forderten außerdem bessere Unter­stüt­zung für
Frauen im Schwan­ger­schafts­kon­flikt – und deren Kinder.

PONTIFIKALAMT MIT ALTBISCHOF KLAUS KÜNG IN DER WIENER KARLSKIRCHE.

Vor Beginn der Kund­ge­bung nahmen zahl­reiche Teil­nehmer des Marsches an
der Feier der Heiligen Messe in der Wiener Karls­kirche teil.
Haupt­ze­le­brant dieses Gottes­dienstes für das unge­bo­rene Leben war der
St. Pöltner Altbi­schof Klaus Küng. In der Predigt ging er auf die
zentrale Botschaft vom Marsch fürs Leben ein:

„Die Agende Lebens­schutz scheint ober­fläch­lich betrachtet wenig
aussichts­reich, weil die Erosion der Werte, die für die Entstehung
eines verei­nigten Europas grund­le­gend waren, von Jahr zu Jahr bzw. von
Dekade zu Dekade fort­schreitet. Begonnen hat es mit der Liberalisierung
der Abtrei­bung und der Einfüh­rung der künst­li­chen Befruch­tung; jetzt
geht es um die Tötung auf Verlangen und die Beihilfe zum Selbstmord…

In unserer Zeit ist es ein gren­zen­loser Indi­vi­dua­lismus, der seine
Forde­rungen stellt, was nicht nur den Lebens­schutz, sondern auch die
Familie betrifft.“

WAS KÖNNEN WIR TUN?

Die Rüstung Gottes anzu­legen, ist ein guter Rat, denn es ist
ange­bracht, an das Gebot Gottes zu erin­nern „Du sollst nicht
töten“, auch wenn das nicht gerne gehört wird. Es gilt sowohl in
Bezug aud Kinder im Mutter­leib als auch in Bezug auf alte und kranke
Menschen, insbe­son­dere auf solche, die lebens­müde sind.
Man darf die warnenden Stimmen gerade auch aus Ländern mit einer
dies­be­züg­li­chen libe­ralen Gesetz­ge­bung wie die Nieder­lande, Belgien
oder die Schweiz nicht über­hören. Wir können und dürfen über unser
Leben oder das Leben anderer nicht will­kür­lich verfügen. Davon
abzu­gehen, ist ein grund­sätz­lich falscher Weg und hat schwerwiegende
Folgen für den Einzelnen, denn es geht um die Einstel­lung zum Leben.“

Am Nach­mittag folgte eine Auftakt­kund­ge­bung vor der Karls­kiche. Die
ankom­menden Teil­nehmer wurden von fröh­li­cher „Pro-Life“-Musik
begrüßt.

Nachdem die Teil­nehmer von Mode­rator Severin Vetter vom Marsch fürs
Leben Team begrüßt wurden, kam zuerst nochmal Bischof Küng zu Wort:
„Wer für das Leben und die Liebe eintritt, ist sicher immer auf einem
Weg, der sicher Erfolg hat.“, so machte er den Teil­neh­mern abermals
Mut, für den Lebens­schutz einzustehen.

Nach den ermu­ti­genden Worten des Bischofs wurden weitere Gäste des
Marsches begrüßt.
Neben Bischof Küng kam auch Weih­bi­schof Stephan Turnov­szky zu der
Kund­ge­bung!
Viele Poli­tiker, unter anderem NAbg. Dr. Gudrun Kugler, Jan Ledochowski
und Suha Dejmek (beide wurden gerade in den Wiener Landtag gewählt)
waren eben­falls anwesend.
Auch aus dem Rat der Frei­kirch­li­chen Gemeinden war Rein­hold Eichinger
vertreten.

Anschlie­ßend wurde Leni Kessel­statt, die Grün­derin und Leiterin der
Fami­li­en­al­lianz auf die Bühne gebeten. Auch sie fand klare Worte:

„Viele Menschen glauben, dass Lebens­schutz nur für die Betroffenen
ein Thema ist. Das kann aber nicht so sein, da die Abtrei­bungs­zahlen uns
zeigen, dass das Thema die gesamte Gesell­schaft betrifft. Der
Lebens­schutz muss also auf jeden Fall in der Familie beginnen. Woher
sollen die Kinder zu dem Thema etwas wissen, wenn sie es nicht in den
Fami­lien hören. Machen wir die Kinder fit für die immer rauer werdende
Diskus­sion in der Gesellschaft.“

Zu guter Letzt war Belinda Schmölzer von Pro-Life Europe und Jugend
für das Leben auf der Bühne, um den Marsch­teil­neh­mern aufzuzeigen,
dass unser Enga­ge­ment nicht mit diesem Marsch enden darf.
„Wir als ProLifer haben einen Vorteil, denn die Wahr­heit steht auf
unserer Seite. Das geniale ist, dass die Wahr­heit für sich selbst
spricht. Wahr­heit per Defi­ni­tion ist die Über­ein­stim­mung einer Aussage
mit der Sache. Wenn wir sagen, bei einer Abtrei­bung stirbt ein
unschul­diger Mensch, stimmt das mit der Tatsache von einer Abtreibung
überein. Denn es stirbt ein Mensch dabei. Wahr­heit hat objektiven
Charakter, das heißt, dass jeder sie als richtig aner­kennen kann.
Wahr­heit kann auch mit dem Wort Erkennen über­setzt werden.  Wenn wir
die Wahr­heit in Liebe ausspre­chen, kann unser Gegen­über sie als
Wirk­lich­keit erkennen.
Warum marschieren wir heute? Um diese Wahr­heit öffent­lich zu bekunden,
um unsere Gesell­schaft darauf aufmerksam zu machen, dass wir
Unge­rech­tig­keit nicht durch­gehen lassen. Dass wir bessere Optionen für
Frauen und ihre unge­bo­renen Kinder haben.
Bleiben wir dabei aber nicht stehen, nehmen wir unsren Auftrag ernsthaft
an, und spre­chen im privaten Umfeld, in unserer Schule, Uni an unserem
Arbeits­platz mit Menschen, damit deren Herz verän­dert wird und Leben
gerettet werden.“

DEMONSTRATIONSZUG AM WIENER RING

Anschlie­ßend zogen die Teil­nehmer vom Karls­platz über den
Getrei­de­markt und die Baben­ber­ger­straße zum Ring und von dort entlang
bis zum Heldenplatz.
Durch zahl­reiche Stör­ak­tionen der linken Gegen­de­mons­tra­tionen waren die
Veran­stalter leider gezwungen, die Route mehr­fach abzu­än­dern. Nur durch
die profes­sio­nelle Arbeit der Polizei konnten die teils äußert
aggres­siven Gegen­de­mons­tranten von dem Demons­tra­ti­onszug ferngehalten
werden.

Beim Helden­platz ange­kommen wurden Fotos gemacht. Gerade neben der
Kanzlei des Bundes­prä­si­denten sowie in der Nähe des Bundeskanzleramtes
und des derzei­tigen Parla­ments war den Veran­stal­tern die Verkündigung
und Verbrei­tung Ihrer lebens­be­ja­henden Botschaft beson­ders wichtig.
Danach ist der Demons­tra­ti­onszug aber­mals auf dem Ring wieder zurück
zum Karls­platz gegangen. Auch diese Route war nur aufgrund massiver
Stör­ak­tionen der Gegen­de­mons­tranten notwendig. Durch diese
Stör­ak­tionen musste die Ring­straße leider mehrere Stunden gesperrt
werden.

Nachdem der fröh­liche und bestens gelaunte Demons­tra­ti­onszug unter
Einhal­tung aller Corona-Sicher­heits­auf­lagen wieder zurück zum
Karls­platz gekommen ist, wurde er von der eigens für den Lebensschutz
kompo­nierten Musik von Vero­nika Ehren­berger begrüßt. „We are the
pro-life genera­tion“ sang die Musi­kerin unter großem Beifall der
Teil­nehmer.

Severin Vetter, der Mode­rator des Marsches, been­dete nun die
Veran­stal­tung mit einer Abschluss­rede, bei der er auf die drohende
Einfüh­rung der Eutha­nasie in Öster­reich hinwies, sowie die Teilnehmer
nochmal dazu anhielt, hier noch mutiger diesen schrecklichen
Entwick­lungen entge­gen­zu­treten. Zu guter Letzt verlaut­barte er noch die
Teil­neh­mer­zahl des dies­jäh­rigen Marsches. Mehr als 2000 Teilnehmer
sind, trotzt widrigster Umstände, Corona-Auflagen, Wetterunsicherheit
und anderen Schwie­rig­keiten zum Marsch erschienen und haben so zum
unglaub­li­chen Erfolg des Marsches beigetragen.

Veran­stalter des Pro-Life-Events ist der Verein Marsch fürs Leben, der
sich für das Recht auf Leben aller Menschen unab­hängig von ihrem
Entwick­lungs­stand einsetzt.

Feiern wir auch nächstes Jahr am 16.Oktober 2021 ein Fest des Lebens !
Euer Marsch fürs Leben Team

2 Kommentare

  1. Schöner Erfolg; 2000 Teil­nehmer im stark links­grün versi­fften Wien zusam­men­zu­be­kommen, ist schon sehr positiv zu werten; hoffent­lich werden es jetzt Jahr für Jahr immer doppelt so viele wie im Vorjahr!
    Hier in Deutsch­land setzt sich die Jugend­or­ga­ni­sa­tion einer der beiden Regie­rungs­par­teien unver­blümt für Abtrei­bungen bis zur Geburt ein, ohne dass die Mutter­partei da kommen­tie­rend eingreift – ein unfass­barer Skandal, und solche Leute nehmen das Wort „Menschen­würde“ in den Mund!

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  2. Ich finde man sollte schon moderen bleiben. Wenn wir schon Kinder töten dann aber auch bitte die Pallea­tive mit Ster­be­wunsch einführen. Jung, alt alle dürfen sterben. Die Phar­ma­firmen und Kosme­tik­kon­zerne freuen sich schon. Zynismus Ende!
    Das gegen tote Kinder sich nur 2000 Menschen mobi­li­sieren ist gut aber viel zu wenig. Wie viele waren da schnell am West­bahnhof und haben terro­risten ins Land geklatscht?
    Ich hoffe nur dass der Herr sich bald dieser verwirrten Welt erbarmt.

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