Vom Ausland finan­zierte poli­ti­sche Aktivisten

Magdolna Gedeon · Foto: Univ Miskolc

„RELIGIÖSE SENSIBILITÄT“ GILT NUR FÜR MUSLIMISCHE EINWANDERER

Von Magdolna Gedeon

„Maxima debetur puero rever­entia“, oder „Lass das Kind mit größter Ehrfurcht umgeben“, ist die ewige mora­li­sche Regel, die Iuve­nalis im frühen zweiten Jahr­hun­dert formu­lierte. Der berühmte römi­sche Dichter war der Ansicht, dass diese Regel von denje­nigen gebro­chen wurde, die Kindern ein häss­li­ches, unan­ge­mes­senes, unmo­ra­li­sches Verhalten vorlebten und ihnen ein schlechtes Beispiel gaben.

Es ist eine seit prähis­to­ri­schen Zeiten bekannte und allge­mein akzep­tierte Regel, dass der Vater männ­lich und die Mutter weib­lich ist und dass die gesunde körper­liche und geis­tige Entwick­lung der Kinder nicht durch ein unan­ge­mes­senes, unna­tür­li­ches Beispiel beein­flusst werden darf. Heut­zu­tage gibt es jedoch Orga­ni­sa­tionen, die unteran­derem von Open Society Foun­da­tions finan­ziert werden, die sich selbst als „NGOs“ bezeichnen und versu­chen, ihre Ziele zu errei­chen, indem sie die natür­li­chen mora­li­schen Stan­dards auf der Grund­lage ihrer eigenen Welt­an­schauung zerstören. In ihrer unend­lich egois­ti­schen, geld­gie­rigen Welt ist kein Platz für den Respekt vor Kindern, denn sie kümmern sich nur um ihre eigenen Inter­essen und die ihrer globa­lis­ti­schen Mitläufer. Diese Orga­ni­sa­tionen sind nicht legi­ti­miert, und ihre Akti­vi­täten zielen genau darauf ab, die legi­timen gesetz­ge­benden Organe zu umgehen. Dadurch sieht sich die unga­ri­sche Regie­rung, die beschul­digt wird, dikta­to­ri­sche Macht auszu­üben, gezwungen, natür­liche, selbst­ver­ständ­liche Regeln zu erlassen, um sich im Einklang mit dem Rechts­staat zu vertei­digen; sie tut dies anstatt diese Orga­ni­sa­tionen einfach zu zerschlagen.

Daher war es auch notwendig, das Kinder­schutz­ge­setz zu erlassen, das Minder­jäh­rigen den Schutz gewähren soll, der ihnen zusteht. Ein Minder­jäh­riger, der leicht zu beein­flussen ist, ist natur­gemäß nicht in der Lage, verant­wor­tungs­volle Entschei­dungen über seine eigene Iden­tität zu treffen. Dennoch verkünden so genannte Rechts­ge­lehrte, dass dieses Gesetz homo­phob, hass­erfüllt, die Rechte von Homo­se­xu­ellen einschrän­kend und diskri­mi­nie­rend sei und dass die Rechts­staat­lich­keit abge­schafft werde, weil Akti­visten einer mikro­sko­pisch kleinen Minder­heit, die aus dem Ausland finan­ziert werden, Minder­jäh­rigen nicht frei ihre „Meinung“ vermit­teln können, dass sie ein anderes Geschlecht haben können als das, mit dem sie geboren wurden.

Das Ziel der Globa­listen ist es, die EU-Insti­tu­tionen dazu zu bringen, unserem Land unter Beru­fung auf die form­baren euro­päi­schen Werte eine Art von Sank­tion aufzu­er­legen, damit sie ihre eigenen lebens­feind­li­chen Ziele errei­chen können. Eine sehr krea­tive Ausle­gung des Gesetzes könnte zu Vertrags­ver­let­zungs­ver­fahren, der unrecht­mä­ßigen Einbe­hal­tung von EU-Rück­for­de­rungs­mit­teln oder sogar zu Verfahren nach Artikel 7 führen. Wie dem auch sei, entsteht Schaden, denn die Meinungs­frei­heit von LGBTQ-Propa­gan­disten soll wich­tiger sein als das Recht der Eltern, ihre Kinder zu erziehen. Es scheint, dass die Kritiker des Gesetzes die Rechts­si­cher­heit nicht mehr als einen euro­päi­schen Wert betrachten.

Die „unab­hän­gigen NGOs“ behaupten immer Recht zu haben, denn sie sind nicht nur unab­hängig, sondern auch Experten. Diese Orga­ni­sa­tionen bilden ein Netz­werk, dessen Mitglieder in allen Fragen denselben Stand­punkt vertreten. Sie erwe­cken damit den Eindruck, dass es die Abwei­chung von den von ihnen aufge­stellten Regeln ist, die es zu bekämpfen gilt. Das ist es, was sie bescheiden ihr „Fach­wissen“ nennen. Unter Beru­fung auf die Meinungs­frei­heit können diese unter­drückten, verfolgten „NGOs“ also über die unga­ri­sche Regie­rung sagen, was sie wollen, aber sie dürfen nicht die Wahr­heit sagen, denn ihr rotes Herz mit dem zivilen Etikett schlägt nur für die unauf­ge­klärten Bürger.

Als der Spre­cher von Fidesz 2015 unter anderem behaup­tete, dass das Helsinki-Komitee die poli­ti­schen Inter­essen des inter­na­tio­nalen Speku­la­ti­ons­ka­pi­tals vertrete, zog die „unab­hän­gige NGO“ unter dem Vorwand der Rufschä­di­gung vor Gericht, und das Gericht verur­teilte die Regie­rungs­partei zur Zahlung einer Million Forint Scha­den­er­satz. Vor Gericht stellt sich in der Regel heraus, dass die „NGO“ zwar ihre Meinung zu jedem Thema ohne Konse­quenzen äußern können, dass aber alle Äuße­rungen von Mitglie­dern der Regie­rungs­par­teien über sie als Tatsa­chen­be­haup­tungen betrachtet werden, die das Gericht trotz ihres offen­sicht­li­chen Charak­ters als unbe­wiesen betrach­tete. Der Gerichtshof der Euro­päi­schen Union (EuGH) entschied schließ­lich, dass das frühere NGO-Gesetz, das von aus dem Ausland finan­zierten NGO verlangte, anzu­geben, woher sie Gelder über einem bestimmten Betrag erhalten haben, gegen euro­päi­sches Recht verstoße, da es unter anderem den freien Kapi­tal­ver­kehr behin­derte, da Spenden an NGOs als Kapital gelten. Das Urteil deutet also darauf hin, dass der EuGH der Ansicht ist, dass das Helsinki-Komitee die poli­ti­schen Aufträge des speku­la­tiven Kapi­tals erfüllt, da der Zweck des Kapi­tals darin besteht, seinem Investor zu nützen, und George Soros selbst sich seiner speku­la­tiven Vergan­gen­heit rühmte.

Natür­lich hat das Helsinki-Komitee, das alles zu wissen scheint, diesen Wider­spruch nicht bemerkt und behauptet weiterhin, dass in Ungarn Zivi­listen verfolgt werden, weil das Inter­esse einiger „Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tionen“ daran, nicht zu offen­baren, wer sie unter­stützt, um die öffent­liche Meinung „morgens, abends und tags­über“ gegen die recht­mä­ßige unga­ri­sche Regie­rung aufzu­bringen, viel wich­tiger ist als die verfas­sungs­mä­ßige Ordnung des Staates oder das Inter­esse an Trans­pa­renz. Nach Ansicht des „verfolgten“ Helsinki-Komi­tees leiden nur die LGBTQ-Gemein­schaften mehr als sie und ihre befreun­deten Organisationen.

Der Mythos von der unab­hän­gigen Profes­sio­na­lität der Soros-Orga­ni­sa­tionen wurde kürz­lich offi­ziell entlarvt. Grégor Puppinck, Direktor des Euro­päi­schen Zentrums für Recht und Gerech­tig­keit, hat einen Bericht über die Herkunft der Richter am Euro­päi­schen Gerichtshof für Menschen­rechte und ihre Zuge­hö­rig­keit zu diesem Gremium erstellt. Dem Bericht zufolge ist es besorg­nis­er­re­gend, dass mehrere Richter zuvor für Orga­ni­sa­tionen gear­beitet haben, die von den Soros-Stif­tungen finan­ziert werden, und daher, so Puppinck, ihr Amt auf der Grund­lage einer Ideo­logie ausüben.

So wurde im Euro­parat eine Unter­su­chung über die Unab­hän­gig­keit des EGMR einge­leitet. Laut Puppinck handeln einige der UN-Menschenrechts-„Experten“ nicht nach profes­sio­nellen Grund­sätzen, sondern nach dem freien Fluss des Kapi­tals. Trotzdem werden die Ansichten besorgter Eltern und echter Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tionen (wie Citi­zenGo) zu den Kinder­schutz­be­stim­mungen von den EU-Insti­tu­tionen völlig igno­riert, die sich bei ihren Entschei­dungen oder bei der Erstel­lung von Berichten zur Rechts­staat­lich­keit auf das „Fach­wissen“ welt­an­schau­lich geprägter Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tionen verlassen. Gleich­zeitig machen sie sich ständig Sorgen um die Demo­kratie. Es ist inter­es­sant, dass nur die repres­sive, auto­kra­ti­sche unga­ri­sche Regie­rung an den Meinungen der betrof­fenen Eltern inter­es­siert ist.

Letztes Jahr haben LGBTQ-Orga­ni­sa­tionen auf provo­kante Weise die Heilige Krone, das Fest Mariä Himmel­fahrt und das Fest des Heiligen Stephanus „infil­triert“. In solchen Fällen ist die Sensi­bi­lität reli­giöser Menschen natür­lich irrele­vant; sie ist nur im Falle musli­mi­scher Einwan­derer von Bedeu­tung. Und jetzt wurde sogar versucht, die unga­ri­sche Fußball­na­tio­nal­mann­schaft in solche niederen poli­ti­schen Spiele hinein­zu­ziehen. All dies ist kein Problem, da diese Orga­ni­sa­tionen ledig­lich ihre verfas­sungs­mä­ßigen Frei­heiten wahr­nehmen. Aber jeder, der es wagt, gegen die gewalt­same Verbrei­tung von LGBTQ-Propa­ganda zu protes­tieren, wird von den „unab­hän­gigen NGOs“ im Chor mit der Linken sofort als Homo­phober und als Hasser, der die euro­päi­schen Werte verleugnet, gebrand­markt. Und die UEFA verhängt – eben­falls auf der Grund­lage von „unwi­der­leg­baren“ Beweisen, die von einer „NGO“ vorge­legt wurden – eine Geldstrafe.

Manfred Weber sagt, Europa sei das Verspre­chen der Frei­heit. Deshalb ist es nicht hinnehmbar, dass aus dem Ausland finan­zierte poli­ti­sche Akti­visten die Frei­heiten derje­nigen, die sich ihnen wider­setzen, mit Füßen treten, indem sie sich miss­bräuch­lich auf deren Frei­heiten berufen.

Die Autorin ist Jura­pro­fes­sorin und Universitätsdozentin

Quelle: Magyar Nemzet


2 Kommentare

  1. „…Weber… meinte den Jupi­ter­mond Europa…“ 🙂
    Also doch ein Alien.
    Da bin ich aber beru­higt – dachte schon, ich müßte der selben Spezies ange­hören wie er.

  2. „Manfred Weber sagt, Europa sei das Verspre­chen der Freiheit.“
    Was?
    Da stand er unter Drogen oder meinte den Jupi­ter­mond Europa.

    Bekann­ter­maßen geht man im Erdteil Europa den Weg, Psycho­krüppel zu schaffen. Je mehr, desto besser. Deutsch­land – man kann sich gar nicht genug schämen – hat dabei die Mütze der Admi­nis­tra­tion auf. Es ist den Leuten gar nicht klar, was „wir“ hier für eine elende Figur abgeben. An Krimi­na­lität und Rechts­beu­gung kaum noch zu toppen, aber Haupt­sache, wir von Merkels Gnaden sind weit vorne mit dabei. 

    Die heute geformten Kinder werden in 10–15 Jahren ein Horror für die Gesell­schaft sein. Und für sich selbst vermut­lich auch. Weil die nichts können und nichts wissen. Und das, was sie wissen, ist falsch. Falsche Geschichts­kennt­nisse – das, was sie gelernt haben, hat es tatsäch­lich nie gegeben – und falsche Biolo­gie­kennt­nisse. Die suchen dann die 583 (oder wie viele auch immer) Geschlechter und wissen auch, dass die da sind. Sie sehen sie nur nicht (es sei denn, als Kinder grüner Eltern). 

    Autos fahren dann mit Luft, und Luft ist ein kost­bares Allge­meingut, dass wir nicht verschwenden dürfen. Deswegen stehen die Autos auch alle. Völlig verständ­lich und niemand regt sich darüber auf. 

    Man kann darüber zig Seiten schreiben und wird nichts ändern. Weil einem die Leute nicht glauben. Ab und zu taucht auch heute schon eins von den modernen Kinder auf. Dadurch, dass etwas schief gegangen ist, finden Dinge den Weg in die Öffent­lich­keit, die nicht für die Augen des Bürgers gedacht waren. Jeden­falls jetzt noch nicht. Da wollen über­zeugte Spezia­listen in das Bundes­kanz­leramt gewählt werden, die zwar das juris­ti­sche Studium nach einem Jahr wieder abge­bro­chen haben, sich nichts­des­to­trotz aber als Master of Law sehen, das (selbst­ver­ständ­lich) auch so empfinden und – natür­lich – das Empfinden auch im Lebens­lauf hinter­legen. Deren Empfinden, ein Master zu sein, wächst von Stunde zu Stunde in uner­mess­liche Höhen und macht auch nicht davor halt, einen Kollegen, der einen tatsäch­li­chen Doktor­titel hat, öffent­lich als Schwei­ne­hirten zu bezeichnen. 

    Tja, soviel nur zu morgen. Ich bedanke mich bei Frau Baer­bock, dass sie uns einen Blick in die Zukunft gewährt hat. Was uns erwartet, wenn Kinder, die nichts, aber auch gar nichts gelernt haben (außer grüne Ideo­lo­gien), Erwachsen geworden sind. Ich will niemanden die gute Laue verderben, aber wegsehen hilft auch nicht, es verla­gert die Probleme nur ein paar Tage weiter: Es wird hier bei uns, und in ganz Europa, von Baer­bö­cken nur so wimmeln. 

    Dazu kommt noch die Sexu­elle Perver­sion Viel­falt, in der die Kinder von heute aufwachsen. Kleinst­kinder (Babys) werden in den Kitas schon geschult, dass Sex etwas schönes, normales und mensch­li­ches ist. Auf deutsch: Kinder werden gev*gelt, bevor sie spre­chen können. Das ist zwar nichts neues,
    vimeo.com/105122787
    soll aber jetzt in die „normale Gesell­schaft“ inte­griert werden. Das extreme Anschnellen der Kinder­por­no­grafie – fast jede Woche Meldungen über Massen­haf­tungen – ist ein Spie­gel­bild dieses fatalen Verlaufs. 

    Alles in allem sind das deut­lich sicht­bare Zeichen, dass wir es bei jenen, die das Geschehen steuern, nicht mehr mit Menschen zu tun haben. Ob das nun „Aliens“ oder „Dämonen“ oder „Perverse“ sind, ist der Ansicht jedes einzelnen selbst über­lassen. Klar sollte jedoch jedem sein, dass eine derar­tige große Anzahl „Verrückter“ gar nicht möglich ist. Es gab immer schon Perverse im Stile eines Cali­gula in den höheren Rängen, aber noch nie so viele, dass sie dran sind, die Mehr­heit zu bilden. Und vor allem die Akzep­tanz in den Bürger­schichten finden, die notwendig ist, sich in den oberen Rängen halten zu können: Weil die Bürger­schichten nämlich genauso von Verseu­chung durch­zogen ist wie die oberen Ränge. Auf jede, die (warum auch immer) nicht betroffen sind, kommen harte Zeiten zu!

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