Von der Finanz­krise zum Aktio­närs­so­zia­lismus und Faschismus

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Seit der Finanz­krise 2008 ist eine Entwick­lung hin zu einer staat­lich gelenkten Plan­wirt­schaft unter dem Deck­män­tel­chen der „Klima­ret­tung“ zu beobachten.

Offen­kundig wird dies durch eine Viel­zahl von absurden Markt­ein­griffen wie zum Beispiel:

  1. Energieeinspeisegesetz

Dieses Gesetz schreibt die bevor­zugte Einspei­sung von alter­nativ erzeugtem Strom in das Strom­netz vor. Soweit Biomas­se­an­lagen betroffen sind, die imstande sind, konstant Strom zu liefern, könnten alle Betei­ligten damit leben. Unak­zep­tabel wird dies für jene „Alter­na­tiven“, die nur inter­mit­tie­rend Strom liefern können, wie Wind­räder und Photo­vol­ta­ik­an­lagen. Wenn genü­gend Wind­strom zur Verfü­gung steht, müssen die konven­tio­nellen Anlagen, die Strom billiger erzeugen, ihre Produk­tion zurückfahren.

In der Konse­quenz wird der Strom für die Konsu­menten nicht nur teurer, sondern das Strom­netz auch desta­bi­li­siert (siehe z.B. UNSER MITTELEUROPA: Erdbeben im euro­päi­schen Strom­netz – Total­zu­sam­men­bruch nur knapp verhin­dert)

Aller­dings hat dieser Unsinn noch weit­rei­chen­dere Folgen:

Zwar besteht grund­sätz­lich die Möglich­keit den vola­tilen Strom zu spei­chern, aber die Spei­cher­mög­lich­keiten sind teuer (etwa 30 Cent pro KWh).

Um jetzt mit dem Zappel­strom von den Wind­rä­dern besser zurecht­zu­kommen, versucht der Gesetz­geber den Verbrauch an das fluk­tu­ie­rende Strom­an­gebot anzu­passen (Demand Side Inte­gra­tion). Deswegen werden seit längerer Zeit dem Konsu­menten zwei Produkte ange­die­nert und aufge­zwungen, Wärme­pumpen und Elektroautos:

  1. Wärmepumpen

Grund­sätz­lich geht man davon aus, dass eine Wärme­pumpe nur temporär mit Strom versorgt werden muss, da man ja die Wärme in teuren Puffer­spei­chern zwischen­spei­chern kann. Das Spei­cher­pro­blem wird also dem Konsu­menten aufge­bürdet. Zum Einsatz kommen aber bislang aus Kosten­gründen nur Luft-Wasser-Wärme­pumpen, die die Außen­luft als Wärme­re­ser­voir nutzen. Der Nach­teil dieser Art von Wärme­pumpen ist der, dass sie unter­halb einer bestimmten Tempe­ratur (z.B. ‑5°C) nicht mehr funk­tio­nieren und deshalb auto­ma­tisch auf den Modus „Strom­hei­zung“ umschalten.

Dieses „hoch­ef­fi­zi­ente Ener­gie­system“ wird beispiels­weise in der Wiener Bauord­nung den Bauherrn gesetz­lich aufge­zwungen. Die wesent­lich billi­geren Gashei­zungen, werden nur noch in Sonder­fällen erlaubt.

  1. Elektroautos

Bei Elek­tro­autos geht man eben­falls davon aus, dass eine konti­nu­ier­liche Versor­gung der Strom­tank­stellen mit Strom nicht notwendig ist und es zumutbar ist, wenn man nur Strom für das Auto laden kann, wenn der Wind weht.

Damit jeder auch wirk­lich nur dann Strom für seine Wärme­pumpe und Elek­tro­auto abruft, ist in Deutsch­land ein Gesetz zu „Spit­zen­glät­tung“ (siehe dazu unser-mittel­eu­ropa: „Auch Elek­tro­mo­bi­lität droht Einschrän­kung und Verbot!“) in Begut­ach­tung. Darin soll die tempo­räre Versor­gung „flexi­bler Verbrau­cher“ fest­ge­schrieben werden.

Dieses Gesetz läuft auf eine Zwangs­be­wirt­schaf­tung hinaus, wie es im Sozia­lismus üblich war.

  1. Wasserstoffnetze

Da man länger­fristig um die teure Zwischen­spei­che­rung von Zappel­strom in Wasser­stoff nicht umhin­kommen wird, schwa­dro­nieren die Main­stream­m­edien eifrig von einer zentralen Versor­gung des Konsu­menten mit Wasser­stoff über Wasser­stoff­netze analog zu den Erdgas­netzen. Tech­nisch sind solche Netze zwar machbar, aber völlig unnötig, da der Wasser­stoff über das Strom­netz mit Hilfe von einfa­chen Elek­tro­ly­se­ge­räten dort erzeugt werden kann, wo man in braucht (z.B. in Wasser­stoff­tank­stellen für zukünf­tige Wasser­stoff­autos). Es reicht also, die Strom­lei­tungen gege­be­nen­falls zu verstärken, was wesent­lich kosten­güns­tiger ist, als Rohre für den Trans­port von Wasser­stoff zu verlegen.

Der Betrieb dieser über­flüs­sigen Wasser­stoff­netze dürfte nichts anderes als ein Zuckerl für die Ener­gie­ver­sorger sein, die durch die „Ener­gie­wende“ ihr Geschäft mit dem Erdgas und Treib­stoffen verlieren sollen. Man möchte diesen Akteuren somit ein alter­na­tives Geschäfts­feld in Aussicht stellen, damit diese nicht gegen die „Ener­gie­wende“ mobil machen. Um den Betrieb von Wasser­stoff­netzen irgendwie plau­sibel zu machen, wurde ein weiteres völlig unsin­niges Produkt „erfunden“:

  1. Blauer Wasserstoff

Dabei werden z.B. aus einem Kubik­meter Methan mit etwa 11 KWh Ener­gie­in­halt zwei Kubik­meter Wasser­stoff mit insge­samt 6 KWh Ener­gie­in­halt erzeugt. Der Prozess erfor­dert noch zusätz­lich Energie. Man sieht an diesem Beispiel, dass es bei der Ener­gie­wende nicht um den sinn­vollen und spar­samen Umgang mit Energie geht.

Die genannten Tech­niken verteuern alle­samt eine Dienst­leis­tung und stellen eine Ressour­cen­ver­geu­dung ohne glei­chen dar, die in einem markt­wirt­schaft­lich gere­gelten System völlig unmög­lich wären.

Wieso betreibt man diesen Unsinn also?

Bei der Suche nach in Frage kommenden Inter­es­senten an diesen Torheiten stößt man zum Beispiel auf einen Zusam­men­schluss vieler Akti­en­fonds mit dem Namen „Climate Action 100+“ (www.climateaction100.org/).

Das ist ein Zusam­men­schluss verschie­dener Fonds, haupt­säch­lich Pensi­ons­fonds, mit einer derzei­tigen Börsen­ka­pi­ta­li­sie­rung von 45 Billionen Dollar (45.000 Milli­arden), also ein gigan­ti­sches Kapi­tal­sam­mel­be­cken. Man kann getrost davon ausgehen, dass diese Verei­ni­gung mit allen anderen Netz­werken der Macht verwoben ist. Diese „Aktion“ setzt syste­ma­tisch börsen­no­tie­rende Unter­nehmen unter Druck mit dem Ziel, deren Geschäfts­ak­ti­vi­täten zu „dekar­bo­ni­sieren“ (siehe z.B.: www.bloomberg.com/news/features/2019–04-11/climate-group-with-32-trillion-pushes-companies-for-transparency).

Den Vorwand den diese „Aktion“ für ihre Akti­vi­täten vorgibt, kann man gleich wieder vergessen: Man sieht durch den „menschen­ver­ur­sachten“ Klima­wandel die lang­fris­tigen Inter­essen der Mitglieder gefährdet! Es wäre wirk­lich neu, wenn sich Inves­toren plötz­lich um die Umwelt sorgen!

Tatsäch­lich geht es diesen Fonds wie allen Fonds einzig und alleine um die Sicher­stel­lung einer lang­fris­tigen und stabilen Börsen­ent­wick­lung. Dabei ist zu bedenken, dass vor allem der Aktiva der Pensi­ons­fonds auch Forde­rungen gegen­über­stehen. Mögli­cher­weise sind so manche Fonds faktisch pleite. In der Vergan­gen­heit konnten Pensi­ons­fonds durch die Inves­ti­tion in Staats­an­leihen und fest­ver­zins­liche Unter­neh­mens­an­leihen eine stabile und risi­ko­arme Wert­ent­wick­lung garan­tieren. Durch die Null­zins­po­litik der Noten­banken seit 2008 ist jedoch damit Schluss. Fonds können daher nur noch auf eine andau­ernde und stür­mi­sche Kurs­ent­wick­lung an den Akti­en­märkten hoffen! Nur wie kann man eine derar­tige Entwick­lung sicherstellen?

Die Kurs­ent­wick­lung an den Börsen im Allge­meinen hängt von zwei Faktoren ab:

  1. Ausrei­chende Liqui­dität, die in die Märkte hineinfließt
  2. Die konjunk­tu­relle Entwick­lung im Allgemeinen

Ersteres ist durch die seit 2008 gene­rierte Geld­schwemme der Noten­banken zwar gewähr­leistet, jedoch hinken die Akti­en­in­dizes hinter der Geld­men­gen­ent­wick­lung (z.B.: M3) hinterher (siehe dazu unser-Mittel­eu­ropa: „Die Finan­zie­rung der Corona-Hysterie und ‚Ener­gie­wende‘“). Ohne der stän­digen Geld­schöp­fung ex nihilo, also aus dem Nichts, würden die Akti­en­kurse lang­fristig fallen. Der zweite Punkt ist alles andere als selbstverständlich!

Die Globale Wirt­schaft droht zu erlahmen

In den letzten dreißig Jahren wurde die Welt­kon­junktur vor allem durch die Compu­te­ri­sie­rung (heißt jetzt Digi­ta­li­sie­rung) und durch den Wirt­schafts­auf­schwung in China ange­trieben. Insbe­son­dere die „Digi­ta­li­sie­rung“ erschöpft sich langsam, da alles was sinn­voll auto­ma­ti­siert werden kann, bereits auto­ma­ti­siert ist.

Man benö­tigt also einen neuen Konjunk­tur­motor, der das Wirt­schafts­wachstum in Gang halten soll. In dieser Situa­tion kommt also die „Ener­gie­wende“ und „Dekar­bo­ni­sie­rung“ scheinbar gerade recht! Tatsäch­lich würden welt­weit durch diese Umwäl­zungen Hunderte Billionen Euros oder Dollars mobi­li­siert und somit nach einer einfa­chen Milch­mäd­chen­rech­nung zu einer Stei­ge­rung der Brut­to­so­zi­al­pro­dukte und auch der Kurs­ent­wick­lung an den Börsen führen.

Es zeigt sich also, dass die west­li­chen Indus­trie­länder eine staat­liche Plan­wirt­schaft intro­du­ziert haben, um die Kurs­ge­winne der Aktio­näre auf Kosten der Konsu­menten zu sichern!

Der neue „Sozia­lismus“ beruht nicht auf der „Diktatur des Prole­ta­riats“ sondern auf der Diktatur einer Finan­zo­lig­ar­chie! Es ist nichts anderes als eine neue Form des staat­li­chen, auto­ri­tären Korpo­ra­tismus (siehe de.wikipedia.org/wiki/Korporatismus). Dort ist sehr tref­fend zu lesen:

„Formen des staat­lich-auto­ri­tären Korpo­ra­tismus findet man vorwie­gend in Dikta­turen wieder. Der auto­ri­täre Korpo­ra­tismus tauchte erst­mals im italie­ni­schen Faschismus unter Benito Musso­lini auf, wurde dann aber später auch im Austro­fa­schismus unter Engel­bert Dollfuß und im Natio­nal­so­zia­lismus unter dem Namen „Volks­ge­mein­schaft“ übernommen“.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!


4 Kommentare

  1. Man kann über all diesen Irrsinn mur noch den Kopfschütteln.
    Die Intel­li­genz der Menschen geht immer weiter zurück und wird durch trieb­haften, undurch­dachten Aktio­nismus von total verblö­deten Menschen ersetzt. Noch ein Jahr­zehnt und Deutsch­land wird zu einem Freiluft-Irrenhaus.

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    • Liebe Ange­lique,

      das haben wir doch schon – aller­dings ist eine Stei­ge­rung ins Uner­mess­liche durchaus möglich.

      Also was ich so wahr­nehme ist, dass die Masse der Menschen sich immer weiter wieder zurück­zu­ent­wi­ckeln scheint auf die tieri­sche und vor allem raub­tie­ri­sche Ebene, bei der immer mehr wieder die im Röpti­li­en­stamm­hirn ange­legten Triebe in den Vorder­grund treten, die zumin­dest in unseren Gesell­schaften u. a. auch durch entspre­chende Sozia­li­sa­tion weit­ge­hend in den Hinter­grund getreten waren.

      Das scheint mir nun mögli­cher­weise auch gene­tisch geför­dert und gewollt zu sein durch diese gönba­sierten C.-Ümpfongen – mal so meine Vermutung.

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      • Diese „Impfungen“ haben einen ganz perfiden Zweck, Ishtar, und die sollen ganz sicher­lich nicht vor Corona schützen. Wer nicht gleich über den Jordan geht, wird es spätes­tens nach einem Jahr. In Verbin­dung mit G5 schwarnt mir da auch so einiges vor…
        LG

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  2. niemand hebt seine stimme auf und verlangt – die multi­mi­lio­näre gehören verboten. die linke schweigt auch hörbahr.
    die kleine geld elite spielt den gott, sie schafftt sich die welt, wie die ihr gefällt. ob klima, corona, familie – wir, die masse sind für die nur noch das unge­ziefer, das weg muss, “ unnütz­tenn münder“.
    kommi­scher­weise ist dieser krieg eher in der nordl. hämi­sphäre zu beob­achten, in den südl. erdteilen ist ruhig, dort darf die kohle-wirt­schaft weiter wachsen, kaum repressalien.

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