Wach­sende Sorge um isla­mis­ti­sche NGOs

Foto: Centro Machiavelli

Von Giovanni Giacalone *

Das Phänomen der Finan­zie­rung des radi­kalen Islams durch NGOs wird immer verbrei­teter und proble­ma­ti­scher, wie sich bereits 2019 zeigte, als die fran­zö­si­schen Enthül­lungs­jour­na­listen Chesnot und Malb­runot in ihrem Buch Qatar Papers eine inten­sive Akti­vität der Qatar Charity bei der Finan­zie­rung der hege­mo­nialen Projekte der Muslim­bru­der­schaft in Europa und insbe­son­dere in Italien dokumentierten.

Am 23. Dezember letzten Jahres veröf­fent­lichte der Finanz­aus­schuss des US-Senats einen detail­lierten Bericht über die Finan­zie­rung der US-Behörde für inter­na­tio­nale Entwick­lung (USAID) zugunsten einer bekannten Terror­or­ga­ni­sa­tion, der Islamic Relief Agency (ISRA), die 2014 über World Vision als Partner für Akti­vi­täten im Sudan unter Vertrag genommen wurde; und dies trotz der Tatsache, dass ISRA 2004 von der US-Regie­rung wegen ihrer Finan­zie­rung von Osama Bin Laden und der Hamas als terro­ris­ti­sche Orga­ni­sa­tion einge­stuft worden war, wie das Middle East Forum berich­tete. Wie aus der Unter­su­chung hervor­ging, landeten während der Amts­zeit der Obama-Regie­rung bis zu 200.000 Dollar, die von den Steu­er­zah­lern an den Staat gezahlt wurden, in den Taschen von ISRA.

Als ob das nicht genug wäre, verur­teilte das US-Außen­mi­nis­te­rium am 30. Dezember eine weitere isla­mi­sche Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­tion, Islamic Relief World­wide (IRW). Nach einer Unter­su­chung des Büros zur Bekämp­fung von Anti­se­mi­tismus war die Führung der IRW mehr­fach für anti­se­mi­ti­sche Äuße­rungen und Einstel­lungen verant­wort­lich: So bezeich­nete Heshmat Khalifa Juden als „Enkel von Affen und Schweinen“. Nicht nur, weil Khalifa auch den ägyp­ti­schen Präsi­denten Abdelfattah al-Sisi als „zionis­ti­schen Zuhälter“ und die Hamas als „die reinste Wider­stands­be­we­gung der Neuzeit“ bezeichnet hatte.

Almoutaz Tayara, ein IRW-Treu­händer und ehema­liger Präsi­dent von Islamic Relief Deutsch­land, hatte sich ähnlich „gegen den zionis­ti­schen Feind“ und für die Hamas und die Muslim­bru­der­schaft ausge­spro­chen. Dies ist eindeutig ein Problem, wenn man bedenkt, dass IRW ein Jahres­budget von etwa 100 Millionen Dollar und einen inter­na­tio­nalen Wohl­tä­tig­keits­status hat.

In Anbe­tracht dessen kommt man nicht umhin, die Maßnahmen Öster­reichs und Frank­reichs gegen die in Europa aktiven Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­tionen mit isla­mis­ti­scher Matrix zu teilen und zu unterstützen.

Quelle: Centro Machia­velli


*) Giovanni Giaca­lone
Wissen­schaft­li­cher Mitar­beiter des Machia­velli Zentrums für poli­ti­sche und stra­te­gi­sche Studien. Abschluss in Sozio­logie (Univer­sität Bologna), Master in „Islamic Studies“ (Trinity Saint David Univer­sity of Wales), Spezia­li­sie­rung in „Terro­rismus und Terro­ris­mus­be­kämp­fung“ (Inter­na­tional Counter-Terro­rism Insti­tute of Herz­liya, Israel). Leitender Analy­tiker für Isla­mi­sche Theo­logie der Terro­ris­mus­be­kämp­fung-ITCT (Groß­bri­tan­nien), für das Team für Sicher­heit, terro­ris­ti­sche Fragen und das Manage­ment von Notfällen (Katho­li­sche Univer­sität Mailand) und das Kedisa-Zentrum für inter­na­tio­nale stra­te­gi­sche Analysen. Dozent im Bereich Sicher­heit für Sicher­heits­ma­nager, Straf­ver­fol­gungs­be­hörden und Post­gra­du­ier­ten­kurse, italie­ni­scher Koor­di­nator des euro­päi­schen Projekts Globsec „From crimi­nals to terro­rists and back“ und Mitbe­gründer der Sec-Ter- Secu­rity and Terro­rism Obser­va­tion and Analysis Group.


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