Wahlen in Ungarn: Sexis­ti­scher Frauen-Stalker zum Kultur­chef der linken Block­op­po­si­tion ernannt

Der Kultur-Politiker Gréczy Zsolt bei der Präsentation seines Gemächts | Bildquelle: screenshot pesti sracok

Ein Beitrag unseres Ungarn-Korre­spon­denten Elmar Forster

Der Spit­zen­kan­didat der links-rechten Block­op­po­si­tion für das Amt des Minis­ter­prä­si­denten bei den unga­ri­schen Parla­ments­wahlen (3. April 2022), Péter Márki-Zay, betraute den Poli­tiker der unga­ri­schen Demo­kra­ti­schen Koali­tion (des ex-sozia­lis­ti­schen Lügen-Minis­ter­prä­si­denten Ferenc Gyurcsány), Gréczy Zsolt, mit den Kultur-Agenden.

An sich selbst geschei­terter Kommunikations-Spezialist

Der gelernte Jour­na­list (u.a. bei der linken Tages­zei­tung Néps­z­abadság)  Gréczy  war einst leitender Kommu­ni­ka­ti­ons­be­rater unter zwei sozia­lis­ti­schen Minis­ter­prä­si­denten gewesen (von Gyurcsány, 2007 – 09, und von Gordon Bajnai, 09 – 10). Danach war er Partei­funk­tionär der Demo­kra­ti­schen Koali­tion (nachdem Gyurcsány aus der Sozia­lis­ti­schen Partei ausge­treten war), 2014 war er DK-Bürger­meis­ter­kan­didat im 22. Buda­pester Bezirk.

Poli­ti­scher Absturz wegen Sexismus-Stalkings

Seine Karriere als unga­ri­scher Parla­ments­ab­ge­ord­neter (Wahlen 2018) und als DK-Parla­ments­spre­cher war aber nur von kurzer Dauer: Im Dezember 2019  verstrickte er sich immer tiefer in einen „einsamen“ Sexskandal: Im Internet kursierten pein­lich-puber­täre Porno-Selfies, zuerst Oben-ohne-Fotos in Unter­wä­sche (eines unter­durch­schnitt­lich-sexy Männer­kör­pers), dann aber auch ungus­tiöse-porno­gra­fi­sche Bilder. – Eine Frau beschul­digte damals Gréczy der sexu­ellen Beläs­ti­gung: Die Fotos hätte ihr der DK-Poli­tiker „als Opfer­gabe geschickt, um zu beweisen, dass er exzel­lenten Sex mit ihr haben würde.“

Die rheto­ri­schen Ausflüchte des Kommu­ni­ka­ti­ons­spe­zia­listen klangen damals nicht sehr über­zeu­gend: „Er könne sich nicht daran erin­nern, jene Bilder jemandem geschickt zu haben.“ – Danach erfolgte sein Rück­tritt. (magyar hirlap)

„Hat etwas Dummes getan aus Liebe…“

Dessen Partei-Chef, Gyurcsány , zeigte damals jeden­falls volles Verständnis:  „Zsolt Gréczy hat etwas Dummes aus persön­li­cher  Dumm­heit getan. Wir verur­teilen die Liebe nicht.“ – Nun aber scheint seine Zeit als linker unga­ri­scher Kultur-Visionär erneut ange­bro­chen: In seinem Antritts- Video gelobte er, „die Kultur aus der Fidesz-Gefan­gen­schaft zu befreien“. (magyar hirlap)

Sexis­ti­sches Frauenbild

Gyurcsány mit seiner älter gewor­denen Frau Dobrev Klára, Vize­prä­si­dentin des EU-Parla­mentes, (screen­shot magyar hirlap)

Jeden­falls dürften beide Links-Poli­tiker ein sexis­ti­sches Frau­en­bild mitein­ander gemein haben: „Jeder Mann, dessen Frau älter wird, verdient eine jüngere.“ (Gyurcsány, in: Die Welt) – Womit der damals ansonsten „so smarte 43-Jährige (Polit­star der unga­ri­schen Linken), Frauen aller poli­ti­schen Lager verär­gerte. Acht Frau­en­or­ga­ni­sa­tionen protes­tierten gemeinsam in einem ganz­sei­tigen Inserat in der links­li­be­ralen Tages­zei­tung Néps­z­abadság gegen desse Verbal­ent­glei­sung.“ (Die Welt)

Ein Sexist als poten­ti­eller unga­ri­scher Kulturminister ?

Jeden­falls warnte der Schrift­steller Tamás Kötter vor dieser „Qualität von Menschen, mit denen sie das kultu­relle Leben umschreiben wollen“. – „Seit 2010 hat die Orban-Regie­rung große Anstren­gungen unter­nommen, um die post­kom­mu­nis­ti­sche Hege­monie durch Viel­falt im kultu­rellen Leben zu ersetzen. Lassen wir nicht zu, dass die soziale Zensur in die Kultur zurück­kehrt, indem wir die Tradi­tion von György Aczél wieder­be­leben!“ (magyar hirlap)

Nach­trag: Aczél war von 1956 – 89 Mitglied des unga­ri­schen kommu­nis­ti­schen Zentral­ko­mi­tees sowie ehema­liger Stell­ver­treter des Kulturministers.

Kultur­ver­ständnis als linke Diktatur eines puber­tären Sex-Proletariats

So zumin­dest klingt die einge­schränkte Orwell´sche Kultur­auf­fas­sung des anste­henden unga­ri­schen Kultur-Elitärs Gréczy: „Lasst die Kultur uns allen gehören.“

9 Kommentare

  1. In die Hölle und seit weit mit denen„„
    Die ung. Christen müssen sich berappen, leider schwindet dort auch die Mitglieder.
    Sie zahlen wenigs­tens nicht 9 % Kirchen­steuer, sondern nur 1 %.

  2. Schon sehr lange her, als mir die komi­schen unga­ri­schen Kommu­nisten aufge­fallen sind.Die verhielten sich damals irgendwie anders.
    Was mir aber gerade beson­ders auffiel, die Ungarn haben sich eine Verfas­sung gegeben, die meine volle Unter­stüt­zung hätte. Und Ungarn hat eine Regie­rung, um die ich das Land beneiden könnte. Jedes Volk hat die Regie­rung, die es verdient.
    Jetzt zu Deutsch­land. Unsere Regie­rung entspricht genau diesem Satz. Nur sozia­lis­ti­scher Zerstö­rungs­wahn bei allen Berei­chen, die den Menschen in seiner origi­nalen Prägung ausma­chen: Ehe, Familie, Privat­ei­gentum. Die Kinder verstören gehört auch dazu, wie Olav Scholz mit seinem Streben nach Ober­ho­heit über die Kinder­betten ausdrückte. Wir haben eine ausge­spro­chene Verwahr­lo­sungs­in­dus­trie. Gnade uns Gott im Kommenden.

  3. Und warum auch nicht? „Zahlen verzerren die Realität“, wie die deut­schen Grünen gerne betonen, deswegen darf die Macht auch nicht von schnöden *Zahlen* von Stimmen abhängen, sondern muss dem gehören, der mehr *Buch­staben* auf seiner Seite hat: CIA, OSF, …

    Diese Oppo­si­tion ist alleine schon deshalb unwählbar, weil ihre eigene Zusam­men­set­zung sie im Falle eines Sieges bereits hand­lungs­un­fähig machen würde (Linke + Jobbik? Istenem!).
    Wahr­schein­lich besteht auch die gesamte Ziel­set­zung darin, die Kern­kraft­werke abzu­schalten, die Grenz­zäune nieder­zu­reißen und eine Million Afri­kaner und Orien­talen „mit guter Blei­be­per­spek­tive“ ins Land zu holen (und viel­leicht auch gleich durch Moschee­bauten auf Steu­er­kosten zum Bleiben zu animieren), um voll­endete Tatsa­chen zu schaffen.

    So, und jetzt freue ich mich auf den möch­te­ger­n­e­ma­gya­ri­schen Kommen­tator, der mir erklärt, dass ich mal Ungarn besu­chen und die Gulags besich­tigen müsste, in denen Trans­se­xu­elle erschossen werden. Diese Schorn­steine im Osten von Győr, ganz klar, da steht „Audi“ nur zur Tarnung am Zaun, oh weh…

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      • Bleibt zu hoffen daß die „Wahlen“ nicht von der „Werte­ge­mein­schaft“ unter­wan­dert und mani­pu­liert werden.

    • Guter Kommentar. Ich weiß zwar nicht, ob Sie in Ungarn leben, ich jeden­falls bin seit 5 Jahren hier und wünsche mir nichts mehr, als eine neuer­liche Regie­rung unter Orban und Fidesz. Alles andere, d. h. Linke oder Schein­li­be­rale wären der Unter­gang für Ungarn und der Beginn des Postkommunismus.

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