Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde 03.01.2022

Telldenkmal mit Bronzestatue von Richard Kissling und Hintergrundbild von Hans Sandreuter in Altdorf (Kanton Uri, Schweiz) · Foto: Хрюша / Wikimedia CC 3.0

Im Inter­net­radio mitge­hört und mitge­schrieben von Wilhelm Tell
 

Afgha­ni­stan – Die Taliban glauben nicht an Demo­kratie. Die 2006 ins Leben geru­fene Wahl­kom­mis­sion hatte den Auftrag, Präsi­dent­schafts­wahlen zu orga­ni­sieren und zu über­wa­chen. Sie wurde aufge­löst. SRF.ch

Bangla­desch – Bei einem Brand auf einer Perso­nen­fähre sind 39 Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer auf dem mehr­stö­ckigen Boot mit rund 800 Menschen an Bord sei am 24.12. früh 150 km von Dhaka ausge­bro­chen. Viele Menschen sollen zum Zeit­punkt des Unglücks noch geschlafen haben. SRF.ch

Belgien – steigt bis 2025 aus der Atom­energie aus. Zwei AKW werden still­ge­legt. SRF.ch

Belarus – Präsi­dent Lukas­henkos CNN-Inter­view mit Matthew Chance ist unge­schnitten auf www.tvr.by/eng/news/prezident/interview_of_the_president_of_belarus_lukashenko_to_the_tv_channel_cnn/  zu finden, im Tran­skript auf „edition.cnn.com /2021/10/02/ europe/ belarus-lukas­henko-inter­view-tran­script/i ndex.html.“RTV.by

Brasi­lien – Nach Über­schwem­mungen brechen im Bundes­staat Bahia zwei Stau­dämme. SRF.ch

Bulga­rien – Senioren sollen eine Geld­prämie erhalten, wenn sie sich gegen Covid impfen lassen. Die neue Regie­rung hat ab Januar 2022 für geimpfte Rentner über 65 Jahre eine Beloh­nung von jeweils 75 Lewa (38 Euro) einge­plant. Das Prämien-Programm werde bis Ende Juni laufen. Die Sonder­zah­lungen sollen die Impf­kam­pagne beschleu­nigen. Das Balkan­land ist EU-Schluss­licht. SRF.ch

Frank­reich – Gleich vier fran­zö­si­sche Kern­kraft­werke stehen zurzeit still. Damit fehlt drin­gend benö­tigter Strom im euro­päi­schen Netz, wie swissgrid.ch meldet. SRF.ch

Grie­chen­land. –  Strom­aus­fälle gab es früher auf der 500-Seelen-Insel Tilos häufig. Beson­ders im Sommer, wenn Tausende Touristen das beliebte Feri­en­ziel besu­chen. Nun gibt es die Strom­aus­fälle noch immer. Müsste es aber nicht. Denn: Die Insel produ­ziert genü­gend eigene, grüne Energie, um völlig unab­hängig zu sein. Als erste und einzige Insel im ganzen Mittel­meer. Noch hapert es an der Büro­kratie – respek­tive am gemein­samen Strom­netz mit den anderen Inseln. Trotzdem: Tilos Bewohner zeigen, was mit Solar- und Wind­energie möglich wäre. Ein Stück Zukunft in der Gegen­wart. SRF.ch

Gross­bri­tan­nien – Studien deuten darauf hin, dass Krank­heits­ver­läufe mit Omikron 66 Prozent weniger schwer­wie­gend sind. Gleich­zeitig kündigt Pfizer die viel­ver­spre­chende Corona-Pille PAXLOVID an. Die neueste Entwick­lung werde trotz einiger offener Fragen als sehr positiv bewertet.

  • 30‘000 Obdach­lose leben zur Zeit in London. SRF.ch

Hong Kong – Die 8 m hohe Tian­men­säule des däni­schen Bild­hauer Jens Galschiøt (* 1954) wurde am 23.12.2021abtransportiert. Auch von anderen Univer­si­täten verschwinden ähnliche Säulen. SRF.ch

Italien – Nach­folger von Mattarella gesucht. Mario Draghi zwischen zwei Ämtern. Italien sucht einen neuen Staats­prä­si­denten. Der amtie­rende Premier käme infrage. Doch der äußert sich nicht dazu. SRF.ch

Jorda­nien – liebt Weih­nachten und feiert mit Geschenken, Fest­essen und impor­tierten Weih­nachts­bäumen. Im Koran gilt „Jesus (ʿĪsā), Sohn der Maria“ als Wort und Geist Gottes. SRF Global. ch

Kanada – Im Feier­tags­pro­gramm die Stadt Thunder Bay (NW Ontario), wo die Indi­genen verschwinden. SRF.ch

Nahost –  Erst­mals über­nimmt ein Schweizer das Kommando über eine UNO-Frie­dens­ope­ra­tion. Patrick Gauchat leitet die Untso, die UNO-Orga­ni­sa­tion zur Über­wa­chung des Waffen­still­stands im Nahen Osten. Die Untso ist die älteste Frie­dens­ope­ra­tion der UNO, sie wurde 1948 durch den UNO-Sicher­heitsrat ins Leben gerufen.

Wegen des Krieges in Syrien, den Span­nungen im Libanon und des Konflikts zwischen Israel und Paläs­tina ist sie wieder wich­tiger, aber auch heikler geworden. Bis im November war Patrick Gauchat in der demi­li­ta­ri­sierten Zone an der Grenze zwischen Süd- und Nord­korea. Er leitete dort die Schweizer Mission der neutralen Über­wa­chungs­kom­mis­sion zwischen den beiden Staaten. Kurz vor Weih­nachten über­nahm er nun als erster Schweizer das Kommando über die UNO-Frie­dens­mis­sion Untso, mit Sitz in Jeru­salem und Zweig­stellen im Libanon, in Syrien, Jorda­nien, Ägypten und Israel. Er ist damit der Chef über gut 300 Leute. Die Hälfte davon sind Mili­tär­be­ob­achter aus mehr als einem Dutzend Länder, darunter auch Schweizer. Er war nach seiner Ankunft von der beein­druckt Profes­sio­na­lität seiner Unter­stellten. Und auch von ihrer Anpas­sungs­fä­hig­keit; das sei entschei­dend. Denn die Untso müsse sich in einer äußerst unru­higen Region wie dem Nahen Osten ständig neu aufstellen, Leute verschieben, neue Aufgaben über­nehmen, sich anders orga­ni­sieren. Seit es die Untso gibt, hat sie 50 Todes­opfer in den eigenen Reihen zu beklagen.

Zwar gab es ruhi­gere Phasen, doch in den letzten Jahren sei es in einigen Opera­ti­ons­zonen wieder gefähr­li­cher geworden. Zum Beispiel auf dem Golan: Die UNO-Blau­helm­truppe Undof über­wacht dort den Waffen­still­stand zwischen Syrien und Israel und wird von der Untso mit Mili­tär­be­ob­ach­tern unter­stützt. Jahr­zehn­te­lang galt Undof als «Club Médi­ter­année» unter den Frie­dens­ope­ra­tionen. Doch inzwi­schen schwappt der syri­sche Bürger­krieg immer mal wieder über auf den Golan. Mit der Ruhe dort ist es vorbei, weshalb es auch bei der Untso zusätz­liche Sicher­heits­vor­keh­rungen braucht. Gerade dann, wenn es gefähr­lich werde, dürfe die UNO ihre Leute nicht abziehen. Die UNO-Präsenz zeige der betrof­fenen Bevöl­ke­rung, dass die inter­na­tio­nale Gemein­schaft sich um sie kümmert. Und sie sorgt für eine neutrale Beur­tei­lung der Lage, ist also oft die einzige unpar­tei­ische Informationsquelle.

Gauchat ist über­zeugt, dass seine Schweizer Natio­na­lität für seine Ernen­nung kein Nach­teil war. Die Schweiz habe keine kolo­niale Vergan­gen­heit. Sie pflege mit allen Parteien im Nahen Osten gute Kontakte und niemand unter­stelle ihr, natio­nale Eigen­in­ter­essen zu verfolgen. Nun ist Gauchat also in Jeru­salem, wo die Untso seit mehr als sieben Jahr­zehnten aktiv ist. Eigent­lich sollten UNO-Frie­dens­mis­sionen nicht ewig dauern, sondern nur solange, bis die Diplo­matie einen Frieden ausge­han­delt hat. Solche posi­tiven Beispiele gibt es, etwa die 2017 an der Elfen­bein­küste been­dete Blau­helm-Opera­tion. Etliche andere hingegen dauern viel länger. Die Monusco in Kongo-Kinshasa besteht seit zwei Jahr­zehnten, die Unficyp auf Zypern seit 1967 und die Untso, die älteste, seit 1948. Gerade bei den Opera­tionen im Nahen Osten sei eine poli­ti­sche Lösung nicht in Sicht. Die UNO müsse also präsent bleiben. Dies um eine weitere Eska­la­tion zu verhin­dern. Selbst wenn die Missionen ihr eigent­li­ches Ziel verfehlen. SRF.ch

Nieder­lande – Im west­lichsten Zipfel des Rotter­damer Hafens passiert in diesen Tagen wahr­lich Großes: In einer 500 Meter langen Halle entstehen die Funda­mente für den 140 Wind­tur­binen umfas­senden Wind­park, der rund 20 km vor der südnie­der­län­di­schen Küste vom schwe­di­schen Ener­gie­riesen Vatten­fall in die Nordsee gebaut wird. Die Fertig­stel­lung des Wind­parks ist für 2023 geplant. Dann könnten die 140 Wind­tur­binen Elek­tri­zität für 1.5 Millionen Haus­halte liefern. Von dieser Wind­farm fließe aller­dings die Hälfte in ein BASF-Werk im belgi­schen Antwerpen, erklärt der Spre­cher von Vatten­fall. Wind wird als Alter­na­tive in den Nieder­landen zum eigenen Gas immer wich­tiger. Ein Viertel des nieder­län­di­schen Teils der Nordsee soll bis in 30 Jahren mit Wind­farmen voll gebaut werden. Experten gehen davon aus, dass sie dereinst rund 40 Prozent der Ener­gie­nach­frage nach­haltig abdecken.

Aber die vielen Turbinen wecken Argwohn bei jenen Menschen, die an der Küste wohnen. Viele empfinden die hellen weißen Streifen, die bald von allen nieder­län­di­schen Stränden aus zu sehen sein werden, als «Hori­zont­ver­schmut­zung». Noch mehr Mühe mit diesen großen Verän­de­rungen haben die Fischer. Sie müssen die Wind­parks sowie die Schutz­ge­biete, die als gesetz­liche Kompen­sa­tionen bestimmt werden, weit­räumig umfahren und befürchten deswegen verständ­li­cher­weise ansehn­liche Umsatz­ein­bußen. SRF.ch

Nord­korea – Kim Jong-Uns 38. Geburtstag am 8.1. wird auf kcnawatch.org/ korea-central-tv-live­stream über­tragen. 00‘00–14‘30 MEZ VOK.kp

Polen – Präsi­dent Andrzej Duda legt sein Veto ein. Vor zehn Tagen wurde das neue Medi­en­ge­setz verab­schiedet. Nun will Duda das umstrit­tene Gesetz nicht unter­zeichnen. SRF.ch

Öster­reich – Ein Berg von über 300’000 Chat-Nach­richten gibt beständig neue Geheim­nisse über die Machen­schaften der Ära Kurz frei. Diese waren in der Cloud und auf der externen Fest­platte von Thomas Schmid gespei­chert. Schmid war einer der engsten Vertrauten von Ex-Kanzler Sebas­tian Kurz. Die beiden waren sich so nah, dass sie sich Kuss-Smilies zuschickten. Die waren harmlos – andere Nach­richten aber nicht.

Sie legen zum Beispiel den Schluss nahe, dass Kurz-Intimus Schmid Steu­er­ge­schenke verteilte. Zum Beispiel an einen der konser­va­tiven Volks­partei nahe­ste­henden Unter­nehmer namens Sieg­fried Wolf. Dieser soll, so der Verdacht, in der Schweiz erwirt­schaf­tete Gewinne in Öster­reich nicht korrekt versteuert haben, es drohte eine Nach­zah­lung samt Straf­zinsen. Deswegen sei Sieg­fried Wolf an seinen Freund Thomas Schmid gelangt. Und dieser wiederum habe eine ihm bekannte Beamtin im Finanz­mi­nis­te­rium um Hilfe gebeten. Ziel sei es gewesen, die Steu­er­schuld um mehrere hundert­tau­send Euro zu reduzieren.

Um die anrü­chige oder gar ille­gale Aktion in Gang zu bringen, brauchte es ein Schmier­mittel: Schmid versprach dieser Beamtin eine sofor­tige Beför­de­rung, wenn sie seinem Freund den Steu­er­nach­lass gewähre. Und so sei es gekommen – entnimmt man den Chats. Die zustän­dige Staat­an­walt­schaft ermit­telt. Auch beim Vorwurf, Kurz und Konsorten hätten Meinungs­um­fragen gekauft und frisiert, gibt es unter­dessen neue Erkennt­nisse: So soll das öster­rei­chi­sche Finanz­mi­nis­te­rium in den letzten Jahren insge­samt 28 Meinungs­um­fragen oder poli­ti­sche Studien in Auftrag gegeben haben. Diese hatten oft vor allem ein Ziel: Die konser­va­tive öster­rei­chi­sche Volks­partei aber vor allem deren dama­ligen Chef Kurz in einem möglichst vorteil­haften Licht erstrahlen zu lassen.

Nun zeigt eine interne Revi­sion im Finanz­mi­nis­te­rium: Nur bei zwei dieser 28 Umfragen oder Studien gebe es im Minis­te­rium eine Doku­men­ta­tion: Da fehlen Rech­nungen, oder aber sie wurden ohne ersicht­li­chen Grund von zum Beispiel 35’000 auf 155’000 Euro aufgebläht.

Auch soll die Boule­vard­zei­tung «Öster­reich» über Schein­rech­nungen Geld vom Finanz­mi­nis­te­rium kassiert haben. Wohl einfach nur dafür, dass sie vom Finanz­mi­nis­te­rium bestellte Gefäl­lig­keits­um­fragen brav publi­zierte. Ein Sitten­bild, das nicht wirk­lich über­rascht. Schon seit Jahren, also nicht erst seit Kurz, zeich­nete es sich ab. Doch was neu ist, ist der Reichtum an Chats und somit an Details, die das korrupte Gebaren sehr lebendig und konkret machen.

  • Sport ist ein krimi­nelles Geschäft. Der erste globale UNO-Bericht zum Thema Sport und Krimi­na­lität zeichnet ein erschüt­terndes Bild. Sport trägt bei zur Völker­ver­stän­di­gung, zur wirt­schaft­li­chen Entwick­lung und zur Gesund­heit. Soweit die klas­si­sche Lesart. Die andere lautet: Sport ist ein Wirt­schafts­zweig, in dem die Krimi­na­lität blüht. Das zeigt nun ein von fast 200 Fach­leuten aus der Wissen­schaft und der Praxis erar­bei­teter Bericht der UNO-Orga­ni­sa­tion für Drogen- und Verbre­chens­be­kämp­fung UNODC auf. Sie lüftet damit ein biss­chen den Schleier, der nach wie vor über den weniger appe­tit­li­chen Aspekten des Sports liegt.

Schon in der Antike gab es ille­gale Machen­schaften rund um den Sport. Doch die Dimen­sion des Problems habe in den vergan­genen zwei Jahr­zehnten gewaltig zuge­nommen, sagt Ronan O’Laoire von der UNODC dem südafri­ka­ni­schen Sender ENCA: «Bisher galt das Augen­merk vor allem dem Doping. Mit der Globa­li­sie­rung, der Profes­sio­na­li­sie­rung und den immer höheren Umsätzen ist der Sport aber inzwi­schen gene­rell attraktiv geworden für das orga­ni­sierte Verbre­chen. »Allein mit ille­galen Sport­wetten werden welt­weit jähr­lich 1.7 Billionen Dollar umge­setzt. Es geht außerdem um mani­pu­lierte Spiele, um Bestechung, um Nöti­gung, um Bedro­hungen. Es geht um korrupte Vergaben inter­na­tio­naler Wett­kämpfe. «Und es geht um sexu­ellen, physi­schen und psychi­schen Miss­brauch von Menschen. Es gibt erschre­ckende Fälle in vielen Teilen der Welt», sagt O’Laoire.

Erleich­tert wird den Krimi­nellen im Sport ihr Geschäft, weil der gesetz­ge­be­ri­sche Rahmen schwach ist, weil Whist­leb­lower entmu­tigt oder gar bestraft werden, weil Jour­na­listen syste­ma­tisch abge­wim­melt werden. Und nicht zuletzt, weil die inter­na­tio­nalen Sport­ver­bände, viele in der Schweiz, wenig Willen erkennen lassen, die Probleme entschieden anzu­gehen. Der UNODC-Mann spricht gar von einer «Omertà» und von ausge­prägter Intrans­pa­renz. Es gebe, so die UNO-Behörde, kein Land und keine Sportart, die frei seien von krimi­nellen Machen­schaften. Die UNODC hat ihren Sitz in der UNO-City in Wien.SRF.ch

Schweiz – Wer im Januar in eine Rekru­ten­schule einrückt, muss einen nega­tiven PCR- oder Antigen-Schnell­test vorlegen. Außerdem gilt im Januar für alle Rekru­ten­schulen und auch für die Durch­diener- und WK-Forma­tionen eine Ausgangs- und Urlaubssperre.

  • Es ist bitter­kalt. Für Menschen, die auf der Straße leben ist der Winter beson­ders hart. Rund 700 sind das alleine in Genf – darunter auch Fami­lien mit kleinen Kindern. In den letzten Tagen öffneten immer mehr Notschlaf­stellen. Doch es reicht nicht für alle.
  • Wegen Omikron: Swiss streicht 2900 Flüge.
  • Brunni-Alpthal auf 1100 M. ü. M. hat den besten Saison­start seit Eröff­nung der Lift­an­lage in den 1960ern.
  • Philo­soph Francis Chen­eval (*1962 in Bern), über das Leben in Pande­mie­zeiten. Der mäch­tige Corona-Staat: Der Anfang vom Ende unserer Frei­heit? SRF.ch

Somalia – Zwischen Präsi­dent Abdullah Farmajo und seinem Premier­mi­nister Mohamed Hussein Roble kommt es immer wieder zu Span­nungen. Hinter­grund ist ein Streit über die laufenden Parla­ments­wahlen: Präsi­dent und Premier des Landes am Horn von Afrika werfen sich gegen­seitig vor, diese zu verzö­gern. Die Wahlen haben bereits am ersten November begonnen und hätten eigent­lich am 24. Dezember abge­schlossen werden sollen – doch bis jetzt konnten nicht einmal zehn Prozent der Parla­ments­sitze besetzt werden. Die Amts­zeit Farmajos war im Februar abge­laufen, die Wahlen wurden aber aufgrund von Strei­tig­keiten um das Wahl­pro­ze­dere verschoben. Am 27.12. hatte die Präsi­den­ten­garde das Büro des Premiers umstellt. Mohamed Hussein Roble, der Premier­mi­nister von Somalia, ist suspen­diert worden. SRF.ch

Spanien – Die spani­schen Behörden haben den Vulkan­aus­bruch auf der Feri­en­insel La Palma für beendet erklärt. SRF.ch

Südafrika – Das Land fährt in der Pandemie-Bekämp­fung das Contact-Tracing herunter. Auch bei der Quaran­täne werden die Regeln lockerer. Grund dafür sind auch neue Erkennt­nisse über die Omikron-Vari­ante des Corona-Virus. Die Nach­ver­fol­gung von Personen, die mit Infi­zierten Kontakt hatten, hat das südafri­ka­ni­sche Gesund­heits­mi­nis­te­rium für die meisten Fälle aufge­hoben. Auch Groß­bri­tan­nien und die Schweiz sehen in Omikron eine sehr leichte Variante.

  • Am 26.12. verstarb Desmond Mpilo Tutu, (* 7. Oktober 1931) in Kapstadt, ein Geist­li­cher und Menschen­rechtler. Er war von 1986 bis 1996 Erzbi­schof von Kapstadt und Primas der Church of the Province of South Africa. Für seine Menschen­rechts­ak­ti­vi­täten wurde er 1984 mit dem Frie­dens­no­bel­preis ausge­zeichnet. Ab 1995 war er Vorsit­zender der Wahr­heits- und Versöh­nungs­kom­mis­sion. SRF.ch

Taiwan – Die USA und Japan wollen zusam­men­spannen, sollte es zu einem Angriff auf Taiwan kommen. Die Streit­kräfte beider Länder hätten einen Einsatz­plan für einen mögli­chen Notfall entworfen. SRF.ch

USA – Wenn das neue James-Webb-Tele­skop diesen Freitag endlich ins All startet, wird für viele kluge Köpfe ein Traum in Erfül­lung gehen. Zehn­tau­sende von Menschen auf verschie­denen Konti­nenten haben daran mitge­ar­beitet. Bisher war das Hubble-Tele­skop der große Star im All. Die Aufnahmen von fernen Spiral­ga­la­xien, Stern­ent­ste­hungs­ge­bieten und zauber­haften kosmi­schen Nebeln haben sich in unsere Köpfe einge­brannt. Aber für Wissen­schaftler sind Spek­tren viel inter­es­santer als Bilder.

  • Mit zwölf Jahren Verspä­tung geht es los: Das neue Welt­raum­te­le­skop soll uns so nah an den Urknall bringen wie kein Tele­skop zuvor. Nun ist es endlich am 25.12. gestartet. Etwa vier Wochen wird es dauern, bis das Tele­skop in seinem rund 1.5 Mio. km entfernten Ziel­orbit ankommt. Dort soll es unter anderem mithilfe eines 25 m² großen Spie­gels ins Universum schauen. Zehn Jahre lang soll das Tele­skop die ältesten Gala­xien des Welt­alls erkunden. Erste Daten und Bilder des Tele­skops werden frühes­tens im Sommer erwartet – wenn weiter alles gut geht. SRF.ch

Vatikan – In Rom öffnete am 13.12. der Later­an­pa­last, der bis zum 13. Jahr­hun­dert als Papstre­si­denz diente, als Museum seine Türen. Ordens­frauen besorgen die Führungen. Die frei­ge­ge­benen Räum­lich­keiten umfassen zehn Säle, die Papst­woh­nung, die päpst­liche Privat­ka­pelle und die Treppe in die Late­ran­ba­si­lika, 3000 m² Fläche in dem Gebäude, das der Vatikan umfas­send reno­vieren ließ. Zu sehen ist unter anderem auch der Tisch, an dem am 11.2.1929 an Ort und Stelle die Later­an­ver­träge unter­zeichnet wurden. Zuge­lassen werden Gruppen von höchs­tens 30 Personen. RV.cv


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