Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde – 13.05.2022

Telldenkmal mit Bronzestatue von Richard Kissling und Hintergrundbild von Hans Sandreuter in Altdorf (Kanton Uri, Schweiz) · Foto: Хрюша / Wikimedia CC 3.0

Im Inter­net­radio mitge­hört und mitge­schrieben von Wilhelm Tell
 

Afrika – Aufgrund der Schwie­rig­keiten bei der Versor­gung mit Lebens­mit­teln infolge des Ukrai­ne­krieges werde der Migra­ti­ons­druck aus Afrika zunehmen. MR.hu

Algospeak – In sozialen Medien wie Insta­gram, TikTok oder Twitter werden rechts­wid­rige Inhalte oder auch Begriffe rund um Porno und Sex mittels künst­li­cher Intel­li­genz erkannt und entfernt. Wer aber trotzdem über Nippel reden will, schreibt im Post einfach «Nip Nops» und der Alogrithmus merkt’s nicht – noch nicht. Diese neue Geheim­sprache wird als Algospeak bezeichnet. Eine Wort­schöp­fung aus Algo­rithmus und der engli­schen Vokabel speak. Teil­weise werden auch komplett neue Wörter erfunden wie «spicy eggplant» für Vibra­toren. «Wer ein neues Wort erfindet, hat die grös­sere Chance, von Algo­rithmen nicht entdeckt zu werden, als wenn nur ein Buch­stabe ausge­tauscht wird», sagt Janis Gold­zy­cher, Dokto­rand am Institut für Compu­ter­lin­gu­istik der Univer­sität Zürich. Er forscht an der auto­ma­ti­schen Erken­nung von Hass­rede im Internet. Das Phänomen der auswei­chenden Sprache in den sozialen Medien sei kein neues. Im Bereich der Hass­kom­men­tare habe sich in den letzten Jahren bereits eine solche Kultur entwi­ckelt. Wer moderne Algo­rithmen umgehen wolle, müsse aber wirk­lich kreativ sein. Denn diese werden immer besser. Wer auf Schwei­zer­deutsch textet, hat die besseren Chancen, dass seine Inhalte nicht blockiert werden. «Der Schweizer Markt ist deut­lich kleiner», sagt Martin Volk, Compu­ter­lin­guist an der Univer­sität Zürich. Sprich: Es gibt schlicht weniger Leute, die auf Schwei­zer­deutsch posten, was wiederum weniger Lern­in­halte für die Algo­rithmen bietet. Bei der Spra­chi­den­ti­fi­ka­tion kommt es immer wieder zu Fehlern. «Weil deut­sche Wörter wie beispiels­weise „dick“ auf Englisch etwas ganz anderes bedeuten, wurden auch schon harm­lose Tweets gelöscht», so der Compu­ter­lin­guist. Grund­sätz­lich hinken die Platt­form­be­treiber aber hinterher. «Sie reagieren auf die neuen Ideen und Stra­te­gien der User», so Gold­zy­cher. Einer­seits bewirt­schaften die Firmen Listen mit blockierten Wörtern, ande­rer­seits werden die Algo­rithmen und komplexen Sprach­pro­gramme fort­wäh­rend trai­niert. «Bei grossen Platt­formen werden die Algo­rithmen manchmal sogar im Wochen­rhythmus schlauer gemacht», so Martin Volk, Compu­ter­lin­guist an der Univer­sität Zürich. Wie viel die Tech-Giganten darin inves­tieren, sei aber unklar. SRF.ch

Belarus – Die Wirt­schaft von Belarus befindet sich im Struk­tur­wandel. Das sagte Wirt­schafts­mi­nister Alex­ander Tscher­wjakow der Tele­gra­phen­agentur BelTA im Anschluss an die Sitzung der Reprä­sen­tanten Kammer der Natio­nal­ver­samm­lung. Nach der Einschät­zung der wirt­schaft­li­chen Entwick­lung des Landes im Zeit­raum Januar-April 2022 gefragt erwi­derte der Minister, die Wirt­schaft funk­tio­niere stabil. Die Regie­rung analy­siere unun­ter­bro­chen die Situa­tion in allen Sektoren und Regionen des Landes. Proble­ma­ti­sche Fragen würden schnell ange­spro­chen und Lösungen gefunden. Einer beson­deren Kontrolle würden Unter­nehmen unter­liegen, die man als BIP- und stadt­bil­dende Unter­nehmen bezeichnen könne. „MAZ, MTZ, BELAZ, Gomsel­masch, Minsker Moto­ren­werk und andere Flagg­schiffe der Indus­trie sind komplett ausge­lastet. Ihre Auftrags­bü­cher sind für die nächsten 3 bis 4 Monate ausge­schrieben. Ausserdem deuten die jüngsten Daten der monat­li­chen Meinungs­um­fragen unseres Wirt­schafts­in­sti­tuts auf posi­tive Verän­de­rungen in der Dynamik des Indus­trie­op­ti­mismus-Indexes, des Nach­fra­ge­ni­veaus, der Kapa­zi­täts­aus­las­tung und der Produk­tion hin. Dies deutet darauf hin, dass die Befragten ihre kurz­fris­tigen Entwick­lungs­aus­sichten positiv einschätzen“, sagte Alex­ander Tscher­wjakow. „Die beispiel­losen Sank­tionen wirken sich zwei­fellos auf die Tätig­keit unserer Unter­nehmen aus, da sie den Zugang zu den Absatz­märkten, die Versor­gung mit bestimmten Bauteilen, Rohstoffen und Hilfs­gü­tern verhin­dern. Der Handel mit der Ukraine, der im vergan­genen Jahr 11% der Ausfuhren ausmachte, wurde voll­ständig einge­stellt. Unsere Orga­ni­sa­tionen arbeiten aktiv an der Neuaus­rich­tung der Exporte nach Russ­land, China und und in andere Länder. Es werden neue Logis­tik­wege gebaut“, betonte der Minister. In den Monaten Januar/April wird erwartet, dass das BIP um 2% gegen­über dem Vorjah­res­ni­veau zurück­gehen wird. Einen erheb­li­chen nega­tiven Beitrag leisten die von Sank­tionen betrof­fenen Bran­chen. Tradi­tio­nell im Plus sind die Bran­chen Lebens­mit­tel­ver­ar­bei­tung, Fahr­zeuge, Holz­ver­ar­bei­tung, Phar­ma­zeu­tika, Elek­tronik und andere. „In diesem Jahr ist der Früh­ling etwas später gekommen, trotzdem führen die Land­wirte die Aussaat­ar­beiten erfolg­reich durch. In diesem Jahr wird die Ausbrin­gung von Dünge­mit­teln um fast ein Drittel höher sein als im letzten Jahr. Die land­wirt­schaft­li­chen Betriebe werden mit Treib­stoff und Schutz­aus­rüs­tung versorgt, der Maschi­nen­park ist tech­nisch auf dem neuesten Stand. All dies schafft die Grund­lage für eine gute Ernte und das Errei­chen der geplanten Ziele am Ende des Jahres. Der Wohnungsbau ist dem Zeit­plan voraus. Alle Regionen haben ihre Ziele erreicht. Der Export von Bauleis­tungen in die Russi­sche Föde­ra­tion ist in Ordnung, sein Volumen ist im ersten Quartal um 13% gestiegen“, sagte der Leiter des Wirt­schafts­mi­nis­te­riums. „Bei den Dienst­leis­tungen wachsen wir weiter in den Berei­chen IT und Einzel­handel. Die Lage auf dem Verbrau­cher­markt hat sich im April nach einer gestie­genen Nach­frage nach Zucker, Getreide, Öl und anderen Rohstoffen stabi­li­siert. Der Perso­nen­ver­kehr, insbe­son­dere in die Russi­sche Föde­ra­tion, nahm nach der Aufhe­bung aller Beschrän­kungen zu. Es werden neue Routen nach Süden und Südosten entwi­ckelt“, sagte Alex­ander Tscher­wjakow. Was den Aussen­handel betrifft, so stiegen die Waren­ex­porte und Dienst­leis­tungs­ex­porte im ersten Quartal um $0,5 Mrd. oder 5%. Der posi­tive Saldo betrug bei den Waren fast $1 Mrd. und bei den Dienst­leis­tungen $1,2 Mrd. Das Haupt­wachstum bei den Waren­ex­porten wurde von den Herstel­lern von Lebens­mit­teln, Fahr­zeugen, Holz- und Metall­erzeug­nissen erzielt. Bei den Dienst­leis­tungen war der Beitrag des IT-Sektors, des Verkehrs und der Finanz­dienst­leis­tungen am grössten. „Die Regie­rung will in erster Linie sicher­stellen, dass die Menschen die Auswir­kungen von Sank­tionen nicht zu spüren bekommen. Dazu müssen die rück­stän­digen Sektoren, die den Beschrän­kungen von aussen unter­liegen, in Gleich­ge­wicht gebracht werden. Heute haben wir einen klaren Algo­rithmus für unsere Mass­nahmen aufge­stellt. Wir wissen, dass sich die bela­rus­si­sche Wirt­schaft in einem struk­tu­rellen Wandel befindet. Logis­tik­ketten, Liefer- und Absatz­märkte werden umstruk­tu­riert. Der Anteil des Dollars und des Euro am Abwick­lungs­system nimmt ab, während der Anteil der russi­schen und bela­rus­si­schen Währungen zunimmt. Die Einfuhren von Bauteilen und Rohstoffen werden durch einhei­mi­sche Produkte oder solche aus befreun­deten Ländern ersetzt. Ein Problem ist die unter­ent­wi­ckelte Infra­struktur auf den neuen Verkehrs­wegen. Es wird Zeit brau­chen, um den Wirt­schafts­me­cha­nismus umzu­bauen. Die Haupt­sache ist, dass die Unter­nehmen weiter­ar­beiten, Arbeits­plätze schaffen und Löhne zahlen und dass der Staat seinen sozialen Verpflich­tungen nach­kommt“, betonte der Minister. BELTA.by

Deutsch­land – Agrar­ökonom Lukas Korn­herr hat schon früh Verdacht geschöpft: «Wir beob­achten bereits seit Mitte 2021 eine erhöhte Betei­li­gung von Speku­lanten am Handel mit Agrar­roh­stoffen an Waren­ter­min­märkten.» Seit rund zehn Jahren erforscht der deut­sche Wissen­schaftler Preis­schwan­kungen an den inter­na­tio­nalen Nahrungs­mit­tel­märkten. Er weiss, wenn zu viele Speku­lanten am Markt mitmi­schen, dann heizt das die zurzeit ohnehin hohen Preise für wich­tige Agrar­roh­stoffe wie Weizen, Mais oder Soja noch weiter an. Es gibt klare Signale dafür. Markt­stu­dien zeigen, dass allein in der ersten März­woche, also kurz nach Beginn des Ukrai­ne­kriegs, so viel Geld in Agrar­fonds geflossen ist wie sonst in einem ganzen Monat. Experten sind besorgt über das Mitmi­schen von Finanz­in­ves­toren. «Speku­lanten spielen auf jeden Fall eine grosse Rolle», sagt Korn­herr. Und auch wenn noch nicht ganz klar sei, wie gross ihr Anteil an den aktu­ellen Preis­stei­ge­rungen sei: «Wir sind sehr besorgt, dass die Krise inner­halb kürzester Zeit deut­lich verstärkt werden kann.» Auch der Berner Ökonom Gunter Stefan geht davon aus, dass nicht nur Krieg und Knapp­heit die Preise für Agrar­roh­stoffe im März auf Rekord­ni­veau getrieben haben. «Man nimmt an, dass die Speku­lanten bis zu 30 % am Markt betei­ligt sind und die Preise entspre­chend hoch­treiben.» SRF.ch
●63 % der Bürger machen sich laut einer Umfrage Sorgen, dass Deutsch­land in den Ukraine-Krieg hinein­ge­zogen werden könnten. Wie aus dem ARD-Deutsch­land­trend hervor­geht, ist die Sorge bei Anhän­gern der AfD beson­ders gross; bei denen der Grünen ist sie am wenigsten stark. Eine Mehr­heit der Befragten – 55 % – ist aber trotzdem der Meinung, dass Deutsch­land die Ukraine unter­stützen sollte. Die Meinungs­for­scher von Infra­test Dimap haben auch danach gefragt, wer im Sommer das vergüns­tigte Neun-Euro-Ticket für den Nahver­kehr nutzen möchte. 44 % haben das mit „auf jeden Fall“ oder „sehr wahr­schein­lich“ beant­wortet. Wenn am Sonntag Bundes­tags­wahl wäre, kämen CDU und CSU auf 26 %. Die SPD wäre mit 22 % nur noch zweit­stärkste Kraft. Für die Grünen würden sich 20 % entscheiden, für die AfD elf, für die FDP acht Prozent. Die Linke käme auf nur vier Prozent der Stimmen. RBB.de

Italien – Es ist eine Mischung aus Folk­lore und Rap, mit dem die Ukraine am dies­jäh­rigen Euro­vi­sion Song Contest (ESC) in Turin antritt. Mit «Stefania» ist die Band «Kalush Orchestra» letzten Dienstag für die Ukraine ins Finale einge­zogen. Ein Song, der eigent­lich nicht grosses Sieger­po­ten­tial habe, sagt Joel Groli­mund, Mode­rator der ESC-Sonder­sen­dung von G&G: «Rein musi­ka­lisch würde ich den nicht auf Platz 1 setzen. Es ist zwar ein guter Song, aber jetzt eher Mittel­mass in dem Jahr.» Und doch: Seit Kriegs­aus­bruch gilt die Ukraine als abso­luter Favorit und hält sich in den Wett­büros uner­schüt­ter­lich auf Platz 1. Die grosse Soli­da­rität inner­halb Europas mani­fes­tiert sich auch hier. 1992 rief Italien mit «Insieme» – vor allem an die Balkan-Länder gerichtet – zu einem verei­nigten Europa auf. 1999, als der Balkan­krieg zu Ende war, sangen alle gemeinsam, um der Kriegs­opfer zu gedenken. 2007 klang der ukrai­ni­sche Song­titel «Lasha Tumbai» gesungen wie «Russia Goodbye». 2009 wollte Geor­gien in Moskau mit dem Song «We don’t wanna put in» antreten – wurde aber nach der Vorausschei­dung nicht zuge­lassen. 2013 kam von Finn­land ein State­ment zur Ehe für Alle, über die dort gerade abge­stimmt wurde. 2014 nach der Krim-Anne­xion, buhte das Publikum den russi­schen Act aus. 2019 hisste die islän­di­sche Band in Israel Trans­pa­rente mit der Aufschrift «Befreit Paläs­tina». Die Idee zum Grand Prix Euro­vi­sion de la Chanson Euro­péenne hatte 1955 der Schweizer Marcel Bezençon, dem Gene­ral­di­rektor der Schwei­ze­ri­schen Rund­funk­ge­sell­schaft SRF.ch

Japan – Japan erwei­tert die Liste der Waren und Tech­no­lo­gien, deren Exporte nach Russ­land wegen der Situa­tion um die Ukraine verboten sind, teilte das japa­ni­sche Minis­te­rium für Wirt­schaft, Handel und Indus­trie am 13.5. mit. Das Verbot wurde bereits von der Regie­rung des Landes geneh­migt und tritt am 20. Mai in Kraft. Insge­samt enthält das aktua­li­sierte Doku­ment 14 neue Einträge, darunter 3D-Drucker und Quan­ten­com­pu­ter­ge­räte, elek­tro­ni­sche und Atom­kraft­mi­kro­skope sowie Kata­ly­sa­toren für die Ölraf­fi­na­tion. Japan hat wegen der Lage um die Ukraine bereits mehrere Sank­ti­ons­pa­kete gegen Russ­land verhängt. Persön­liche Sank­tionen rich­teten sich gegen die Führung, Beamte und Geschäfts­leute des Landes. Die Liste der für den Export verbo­tenen Waren und Tech­no­lo­gien umfasst mehr als 300 Einträge, darunter Halb­leiter, Ausrüs­tung für die See- und Luft­si­cher­heit, Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­aus­rüs­tung, Mili­tär­pro­dukte, einschliess­lich Waffen, Soft­ware und Ölraf­fi­na­ti­ons­aus­rüs­tung. Darüber hinaus fror Japan die Vermö­gens­werte der Otkritie Bank, Novi­kom­bank, Sovcom­bank, VTB, Rossiya Bank, Prom­svyazbank und VEB.RF ein. Ausserdem hat Japan mehr als 700 Staats­an­ge­hö­rige Russ­lands, Weiss­russ­lands und der Volks­re­pu­bliken Donezk und Lugansk sowie über 200 russi­sche Unter­nehmen und Orga­ni­sa­tionen auf die schwarze Liste gesetzt. VESTI.ru

Jemen – Veran­kert vor dem Hafen von Hudeida diente das Schiff seit Jahr­zehnten als Lager für jeme­ni­ti­sches Öl, das für den Export bestimmt war. Der Super­tanker ist jedoch seit Kriegs­aus­bruch ohne Wartung und zerfällt vor sich hin. Der alte Tanker könnte bald ein Leck haben, ja ausein­an­der­bre­chen oder gar explo­dieren. Die Konse­quenz wäre eine Ölpest, welche selbst die Umwelt­ka­ta­strophe von 1989 ausge­löst durch den Tanker Exxon Valdez um ein Mehr­fa­ches über­steigen würde. SRF.ch

Milch­strasse – Erst­mals ist Astro­nomen eine Aufnahme vom Schwarzen Loch im Zentrum unserer Heimat­ga­laxie gelungen. Das Bild zeigt genau genommen die Umge­bung des super­mas­se­rei­chen Schwarzen Lochs, denn die Objekte selbst sind von Natur aus unsichtbar. Es zeigt eine dunkle zentrale Region umgeben von einer hellen ring­för­migen Struktur. Ermög­licht wurde die Aufnahme durch Beob­ach­tungen mit dem «Event Horizon Tele­scope» (EHT), einem Zusam­men­schluss von acht Radio-Stern­warten auf vier Konti­nenten zu einer Art Super­te­le­skop. Das Bild des Masse­mons­ters im Herzen unserer Galaxie ist erst die zweite Aufnahme über­haupt, die je von einem Schwarzen Loch gemacht wurde. Astro­nomen nehmen an, dass sich im Zentrum der meisten Gala­xien ein Schwarzes Loch befindet. Aufgrund ihrer extremen Masse lassen Schwarze Löcher noch nicht einmal das Licht entkommen, dadurch sind sie prak­tisch unsichtbar. Aller­dings heizt sich Materie, bevor sie in ein Schwarzes Loch gezogen wird, extrem stark auf und strahlt dann hell. SRF-Wissen­schafts­re­dak­torin Katha­rina Bochsler erklärt: «Das, was da auf dem Bild hell leuchtet, ist die Materie, die zerrieben durch die unge­heure Schwer­kraft des Schwarzen Lochs auf viele Milli­arden Grad aufge­heizt wird und glüht, bevor feste Stoffe, Gase, ja selbst Licht im Strudel des Unsicht­baren, auf Nimmer­wie­der­sehen verschwinden.» Mass­geb­lich betei­ligt am EHT ist das Max-Planck-Institut für Radio­as­tro­nomie (MPIfR) in Bonn. Die Ergeb­nisse ihrer Beob­ach­tungen stellen die Forscher in einer Sonder­aus­gabe der «Astro­phy­sical Journal Letters» vor. Das Bild von Sagit­ta­rius A* – so der Name des Schwarzen Lochs – sei in guter Über­ein­stim­mung mit den Vorher­sagen der Allge­meinen Rela­ti­vi­täts­theorie Albert Einsteins für ein Schwarzes Loch mit der vier­mil­lio­nen­fa­chen Masse unserer Sonne, berichten sie. Das Loch rotiere vermut­lich. Im Jahr 2019 hatten die EHT-Forscher das erste Bild der unmit­tel­baren Umge­bung eines Schwarzen Lochs über­haupt vorge­stellt – eben­falls ein leuch­tender Ring mit einem dunklen Zentrum. Es handelte sich um das weit grös­sere und masse­rei­chere Schwarze Loch im Zentrum der rund 55 Millionen Licht­jahre entfernten Galaxie M87. Obwohl das Schwarze Loch im Zentrum der Milch­strasse mit einer Entfer­nung von rund 27’000 Licht­jahren der Erde viel näher liegt, erwiesen sich die Beob­ach­tungen als schwierig. «Die Strah­lung des Schwarzen Lochs von M87 ist über Stunden hinweg konstant», erläu­terte Anton Zensus vom MPIfR in Bonn, einer der Haupt-Initia­toren des Projekts. «Das Objekt im galak­ti­schen Zentrum dagegen verän­dert sich schon im Verlauf weniger Minuten. Wir mussten deshalb völlig neue Methoden für die Auswer­tung entwi­ckeln.» Mit diesen Beob­ach­tungen kommt man bei einer ganzen Reihe von astro­phy­si­ka­li­schen und auch funda­men­tal­phy­si­ka­li­schen Fragen ein Stück weiter. Über das Bild freut sich auch Physiker Phil­ippe Jetzer von der Uni Zürich: «Damit kann man mehr über die Umge­bung um das Schwarze Loch lernen. Es ist eine weitere Bestä­ti­gung, dass es sich im galak­ti­schen Zentrum um ein Schwarzes Loch handelt. Mit diesen Beob­ach­tungen kommt man bei einer ganzen Reihe von astro­phy­si­ka­li­schen und auch funda­men­tal­phy­si­ka­li­schen Fragen ein Stück weiter.» Doch es gibt noch viel zu tun. Wie der Name «Event Horizon Tele­scope» – Ereig­nis­ho­ri­zont-Tele­skop – sagt: Die Forscher wollen künftig heraus­finden, was hinter dem soge­nannten Ereig­nis­ho­ri­zont passiert – hinter jener Grenze, die das Beob­acht­bare vom Unbe­ob­acht­baren trennt, erklärt SRF-Wissen­schafts­re­dak­torin Bochsler. Jene Grenze, hinter der nicht einmal das Licht dem Schwer­kraft­monster noch entkommen kann und ab der das Loch daher schwarz erscheint. SRF.ch

Kunst – 65.1 Milli­arden US-Dollar sind 2021 mit dem Verkauf von Kunst und Anti­qui­täten erzielt worden. «Covid hat einen unglaub­li­chen Kata­ly­sator in Gang gesetzt», sagt Andreas Ritter. Der Anwalt ist Präsi­dent des Verbands Kunst­markt Schweiz. Alles sei plötz­lich nur noch digital gewesen. Dies habe für viele Anbieter zu neuen Kunden aus der ganzen Welt geführt. «Das zweite Phänomen ist, dass die Kunden erstaun­li­cher­weise auch jünger werden», sagt er. «Früher litt der Kunst­markt darunter, dass die klas­si­schen Käufer und Sammler schon recht satu­riert und älter waren. Mit den digi­talen Verkaufs­ka­nälen wurden plötz­lich auch neue, junge Kund­schaften erschlossen.» Die Marilyn Monroe des Popart-Künst­lers Andy Warhol ist das derzeit extremste Beispiel für den Boom des Kunst­markts. Mit 195 Millionen Dollar hat sie den höchsten Kauf­preis für ein Werk aus dem 20. Jahr­hun­dert erzielt. SRF.ch

NATO – Alba­nien, Monte­negro oder Nord­ma­ze­do­nien mussten jahre­lang warten, bis sie von der Nato für beitritts­reif erklärt wurden. Sie durch­liefen den soge­nannten «Membership Action Plan». Geor­gien und die Ukraine haben ihren Beitritts­willen vor mehr als fünf­zehn Jahren erklärt; entspro­chen wurde ihm bis heute nicht. Ganz anders liegt der Fall von Finn­land und Schweden. Beide Staaten werden, sobald sie formell das Beitritts­ge­such stellen, binnen Wochen aufge­nommen werden. Kein einziges der 30 Nato-Mitglied­länder hat etwas dagegen. Denn: Beide bringen gut orga­ni­sierte Streit­kräfte als Mitgift ein, niemand zwei­felt an ihrer Rechts­staat­lich­keit und Demo­kratie und die Inter­ope­ra­bi­lität – also die Verknüp­fung der natio­nalen Streit­kräfte mit jenen anderer Nato-Staaten – erscheint problemlos. Finn­land und Schweden sind seit Jahren – wie auch die Schweiz – Mitglied beim Nato-Programm «Part­ner­schaft für den Frieden». Anders als die Schweiz haben sie sich seit der russi­schen Anne­xion der Krim 2014, weiter auf die Allianz zube­wegt, nehmen an den meisten Manö­vern teil, sind oft Gäste auf Nato-Gipfeln und Minis­ter­treffen. SRF.ch Viele Finnen sind gegen NATO Beitritt, weil sie Auslands­ein­sätze ablehnen und stolz sind auf ihr Heer. NPO.nl

Nord­korea – Nord­korea hat erst­mals einen Todes­fall nach einer Infek­tion mit dem Coro­na­virus gemeldet. Seit Ende April seien sechs Menschen mit Fieber gestorben, das sich aus noch unge­klärter Ursache „explosiv“ im ganzen Land ausbreite, berich­teten die Staats­me­dien. Einer von ihnen sei positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Etwa 350.000 Menschen seien infi­ziert. Nord­korea hatte gestern den ersten Corona-Ausbruch bestä­tigt. Von den 25 Millionen Einwoh­nern ist vermut­lich kaum jemand gegen das Virus geimpft. Nord­korea hatte Impf­stoff-Ange­bote von der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion sowie China und Russ­land bislang abge­lehnt. RBB.de

Schweiz – Das Land hat bereits am 13. Mai so viele natür­liche Ressourcen verbraucht, wie ihr in einem Jahr zustehen würde.
●Was sind die Gründe für die bisher sehr tiefe Stimm­be­tei­li­gung? Parteien scheinen sich nicht gross für den Abstim­mungs­kampf einzu­setzen und es gibt wenig Inse­rate und Medienberichte.
●Die Pfle­genden verlieren die Geduld. Am Tag der Pflege, dem 13.5., den es seit 2020 gibt, verlangten die Ange­stellten bessere Arbeits­be­din­gungen und die rasche Umset­zung der Pflege-Initia­tive. Gemäss dem Berufs­ver­band SBK sind aktuell über 13’000 Stellen unbe­setzt – fast 1000 mehr als Ende letzten Jahres. Die Perso­nal­si­tua­tion bleibt ange­spannt – auch nach dem Höhe­punkt der Pandemie. Die Univer­si­täts-Spitäler sind besorgt.
●Eine Peti­tion fordert vom Bundesrat, russi­schen Deser­teuren und Kriegs­geg­nern Asyl in der Schweiz zu gewähren. SVP-Natio­nalrat Thomas Aeschi ist klar dagegen. «Die Schweiz sollte alle Asyl­be­werber gleich behan­deln, das heisst, auch wenn sich Russinnen und Russen um Asyl bewerben, haben sie genau die glei­chen Rechte wie Asyl­be­werber aus anderen Staaten.» Zudem gebe es sehr viele Menschen, die in vielen anderen Ländern auch bedroht seien.
●Das Kabi­nen­per­sonal der Flug­ge­sell­schaft Swiss klagt über schlechte Arbeits­be­din­gungen – es mangelt an Personal.
●Am 10.5. hat der Natio­nalrat eine von Frau­en­or­ga­ni­sa­tionen längst gefor­derte Mass­nahme beschlossen: Im Rahmen der Revi­sion des Mehr­wert­steu­er­ge­setzes sollen neu Tampons und Damen­binden nur noch mit dem redu­zierten Mehr­wert­steu­er­satz von 2.5 % besteuert werden. Produkte der Monats­hy­giene wurden bisher zum normalen Mehr­wert­steu­er­satz von 7.7 % versteuert. Noch ist die defi­ni­tive Zustim­mung des Stän­de­rats ausste­hend. Doch nicht nur die hohe Mehr­wert­be­steue­rung auf Tampons sorgt für Diskus­si­ons­stoff. Kuriose Mehr­wert­steuern. Wer WC-Papier kauft, bezahlt 7.7 %. Für den Kauf von Hunde­futter oder von Pflanzen, oder Blumen­sträussen gilt 2.5 %. SRF.ch

Sri Lanka – Neuer Premier­mi­nister verei­digt. Der 73-Jährige Ranil Wick­re­me­singhe ist nun zum sechsten Mal im Amt. Sein Vorgänger war nach Protesten zurück­ge­treten. SRF.ch

Ukraine Die Ukraine beginnt russi­sche Guthaben zu beschlag­nahmen und russi­sche Banken zu verstaat­li­chen. SRF.ch

Ungarn – Die Parla­ments­ab­ge­ord­neten debat­tierten auf ihrer Sitzung am 9.5. über das von der EU vorge­schla­gene Öl-Embargo. Die Regie­rung wolle dem Vorschlag nicht zustimmen. Die Abge­ord­neten der Oppo­si­ti­ons­par­teien teilten zwar diese Ansicht, kriti­sierten jedoch das Fehlen eines gesunden Ener­gie­mixes in Ungarn. „Der Vorschlag hinsicht­lich eines Öl-Embargos stellt für Ungarn ein Problem dar, er enthält keine Lösung“, erklärte Aussen­mi­nister Péter Szij­jártó am Montag im Parla­ment. Der Stand­punkt Ungarns war von Anfang an klar: Ungarn wolle schnellst­mög­lich Frieden in der Ukraine und unter­stütze alle diplo­ma­ti­schen Anstren­gungen, die zu einer Been­di­gung des Krieges auf dem Verhand­lungs­wege führen. Ungarn hat bislang fünf Sank­ti­ons­pa­kete der EU mitge­tragen, jedoch signa­li­siert, dass es eine rote Linie hinsicht­lich der Ener­gie­ver­sor­gung Ungarns gibt. Szij­jártó wieder­holte die Worte von Minis­ter­prä­si­dent Viktor Orbán, dass „ein Öl-Embargo einer auf die unga­ri­sche Wirt­schaft abge­wor­fenen Atom­bombe gleiche“. Die geogra­fi­sche Lage des Landes, die Trans­port­wege sowie die Lage und Verfüg­bar­keit von Erdöl- und Erdgas­vor­kommen bestimmen die Sicher­heit der Ener­gie­ver­sor­gung Ungarns. Die Ener­gie­ver­sor­gungs­struk­turen der einzelnen Länder sind unter­schied­lich, und die Staats- und Regie­rungs­chefs der EU haben sich darauf geei­nigt, dass die EU nur Mass­nahmen ergreifen kann, die den unter­schied­li­chen Ener­gie­ver­sor­gungs­struk­turen der einzelnen Mitglied­staaten berück­sich­tigen. Diese Einig­keit wurde nun durch den Vorschlag der Euro­päi­schen Kommis­sion für ein Öl-Embargo zerstört. György László Lukács (Jobbik) kriti­sierte, dass die Regie­rung 12 Jahre lang Zeit gehabt habe, um die Ener­gie­ab­hän­gig­keit des Landes zu verrin­gern. Dennoch habe sie nichts für einen gesün­deren Ener­giemix unter­nommen. Szij­jártó habe kein Wort darüber verloren, welche Mass­nahmen die Regie­rung nun dahin­ge­hend ergreifen wolle. Péter Ungár (LMP) stimmte der Bedeu­tung des Frie­dens zu und betonte, dass unter dem Vorwand des Krieges inner­halb der Euro­päi­schen Kommis­sion ein Kampf zwischen russi­schen und US-ameri­ka­ni­schen Ener­gie­in­ter­essen ausge­tragen werde. Eine grüne Partei könne weder das eine noch das andere unter­stützen. Lang­fristig müsse Ungarn den Weg der Selbst­be­stim­mung einschlagen. Aber eine Regie­rung, die in den letzten 10 Jahren Solar­pa­neele besteuert und Wind­kraft­an­lagen verboten habe, ist kein Freund der ener­ge­ti­schen Selbst­be­stim­mung. Die LMP werde ein Partner sein, der sicher­stellt, dass Ungarn über unga­ri­sche grüne Energie verfüge, jedoch nicht, dass das Land weiterhin der Gnade grosser östli­cher oder west­li­cher Ener­gie­lie­fe­ranten ausge­lie­fert sei. Für seine Partei sei die terri­to­riale Inte­grität Ungarns das Wich­tigste, und es wäre schön, öfter zu hören, dass die Inter­essen Ungarns vor allen anderen Inter­essen stehen, so László Toro­czkai (Mi Hazánk). Nach Ansicht von Bence Tordai (Párbeszéd) sollte die Regie­rung die Verant­wor­tung dafür über­nehmen, dass es ihr in den letzten 12 Jahren nicht gelungen sei, Ungarns Wider­stands­fä­hig­keit gegen die Krise zu stärken. Párbeszéd schlage seit langem vor, dass zur Gewähr­leis­tung einer sicheren Ener­gie­ver­sor­gung die Quellen diver­si­fi­ziert und auf grüne Energie umge­stellt werden sollten. MR.hu

UNO – Bisher sind 6 Millionen Menschen aus der Ukraine geflüchtet laut UNHCR. Das hat das UNO-Hoch­kom­mis­sa­riat für Geflüch­tete (UNHCR) mitge­teilt. 90 % von ihnen seien Frauen und Kinder. SRF.ch

USA – 20 Jahre iPod. Was der Walkman für die Acht­ziger war, wurde der iPod für die Nuller­jahre: ein Gerät, das alle zu DJs erklärte. Jede und jeder erstelle nun seine eigene Liste. Und ging mit dem eigenen Sound­track durch die Welt. Aller­dings bot der iPod auch eine Funk­tion an, die uns heute bekannt vorkommt: die auto­ma­tisch erstellen Play­lists. Das lag an einem Feature, das Steve Jobs erst gar nicht haben wollte, nämlich dem Shuffle-Modus, also der zufäl­ligen Wieder­gabe. Von allen Verän­de­rungen, die der iPod auslöste, sorgte die Shuffle-Funk­tion für die radi­kalste. Die Musik, die wir hören, muss in keinen sinn­vollen Zusam­men­hang mehr stehen, wenn die Reihen­folge zufällig sein darf. Die vormals 1000 Songs in der Hosen­ta­sche erscheinen uns heute als wenig. Auf Strea­ming-Platt­formen lagern um die 70 Millionen Lieder. Und das Smart­phone kann alles, was ein iPod konnte.
●Auch in den USA wurden tausende Leichen von indi­genen Kindern bei staat­li­chen und katho­li­schen Schulen gefunden, wie in Kanada. 1819–1969 waren schreck­liche Jahre, sagt eine Indigene.
●Alle fünf Minuten stirbt in den USA jemand an einer Über­dosis. Trau­riger Rekord: Nie zuvor sind in den USA mehr Menschen wegen Drogen­kon­sums gestorben wie im letzten Jahr.
●Vor gut 20 Jahren verkün­dete US-Präsi­dent Bill Clinton eine Sensa­tion: Forschern sei es gelungen, das mensch­liche Genom zu entschlüs­seln. Doch so komplett war diese Entschlüs­se­lung damals nicht. Das «Human Genome Project» erhält gerade ein Update. Die Erwar­tungen waren enorm, als das «Human Genome Project»-Konsortium im Februar 2001 die Entschlüs­se­lung des mensch­li­chen Genoms publi­zierte. Krank­heiten wie Krebs, Alzheimer oder Parkinson sollten bald heilbar sein – so die hoch­flie­genden Hoff­nungen damals. Heute, mehr als 20 Jahre später, ist die Forschung längst nicht so weit. Es sei eben doch nicht ganz so einfach mit dem mensch­li­chen Erbgut wie man noch im Jahr 2000 gedacht habe, sagt der Gene­tiker und emeri­tierte Professor Hans Lehrach rück­bli­ckend. Er war in den 1990er-Jahren Spre­cher für den deut­schen Teil des «Human Genome Project». «Das war nicht einfach ein Bauplan, den ein geschulter Inge­nieur nur lesen musste.» Hinzu kommt: Die Analy­se­ge­räte, mit denen die Forschenden damals für das «Human Genome Project» arbei­teten, konnten noch nicht das ganze mensch­liche Erbgut auslesen. Eugene Myers, einer der wich­tigsten Bioin­for­ma­tiker jener Zeit, erin­nert sich: «Wir entschlüs­selten damals jene Teile des mensch­li­chen Erbguts, die wir tech­no­lo­gisch über­haupt entschlüs­seln konnten. Das waren nur unge­fähr 85 % des gesamten Erbguts.» Über­setzt in die Sprache der Genetik bedeutet das: Das Buch, welches den Bauplan für einen Menschen enthält, konnte damals erst zu 85 % entzif­fert werden. Mehrere Kapitel fehlten aber. Diese Kapitel waren beson­ders: Man kann sie sich vorstellen, wie wenn über viele Seiten hinweg immer wieder ein und dasselbe Wort stehen würde. Mit diesen tausend­fa­chen Wieder­ho­lungen kamen gene­ti­sche Analy­se­ge­räte lange nicht zurecht. Erst 2018 kamen die ersten Analy­se­ge­räte auf den Markt, die diese Wieder­ho­lungen im Erbgut auslesen konnten. Damit gelang es der Gene­ti­kerin Karen Miga von der Univer­sität Kali­for­nien, zusammen mit fast hundert weiteren Forschenden, die verblei­benden 15 % im Buch mit der Anlei­tung für den Menschen zu ergänzen. Dieser letzte Meilen­stein in der Genfor­schung wurde vor wenigen Wochen in der Fach­zeit­schrift Science publi­ziert. «Wir hatten erwartet, diese Abschnitte voller Wieder­ho­lungen seien sehr ähnlich zwischen zwei Menschen. Statt­dessen fanden wir uner­hört grosse Unter­schiede. Unser Erbgut scheint also stärker zu vari­ieren als bisher ange­nommen. Dieser Aspekt war beim Start des «Human Genome Project» nicht berück­sichtig worden. Die Blut­proben, die damals benutzt wurden, stammten gröss­ten­teils von nur einem knappen Dutzend Probanden; 70 % des damals entschlüs­selten Genoms stammte von einem einzigen Mann. Diesen Schwach­punkt wollen nun verschie­dene Projekte beheben. Eines davon ist das «Human Pange­nome Project», das die Erbsub­stanz von mehreren Hundert Menschen aus verschie­denen Welt­re­gionen unter­su­chen will. SRF.ch

Usbe­ki­stan – In Usbe­ki­stan ist eine Gold­münze aus der Seldschuken-Dynastie gefunden worden. Auf der Münze aus dem 10. Jahr­hun­dert sind laut usbe­ki­schen Behörden die arabi­schen Inschriften „Allah“ und „Mohammed“ zu erkennen. TRT.tr


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1 Kommentar

  1. „Das Land hat bereits am 13. Mai so viele natür­liche Ressourcen verbraucht, wie ihr in einem Jahr zustehen würde“. – Naja, wenn jähr­lich eine ganze Stadt in so ein kleines Land einwan­dert, ist es nicht weiter verwun­der­lich, dass die Ressourcen zu schnell ausgehen. Aber die Linken und Grünen meinen ja stur, dass Massen­ein­wan­de­rung ein Segen für ein Land sein soll. Für Fauna und Flora ist es aber die pure Pest. Als Einhei­mi­scher konnte ich auch noch keinen einzigen Vorteil erkennen.

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