Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde – 15.07.2022

Telldenkmal mit Bronzestatue von Richard Kissling und Hintergrundbild von Hans Sandreuter in Altdorf (Kanton Uri, Schweiz) · Foto: Хрюша / Wikimedia CC 3.0

Im Inter­net­radio mitge­hört und mitge­schrieben von Wilhelm Tell
 

Belarus – Aussen­mi­nister Wladimir Makej hat sich am 12. Juli mit dem ausser­or­dent­li­chen und bevoll­mäch­tigten Botschafter des Staates Israel in Belarus Alex Goldman-Shaiman getroffen. Das Treffen wurde anläss­lich des Abschlusses der diplo­ma­ti­schen Mission von Alex Goldman-Shaiman in Belarus orga­ni­siert. Der bela­rus­si­sche Aussen­mi­nister dankte dem Diplo­maten für seinen konstruk­tiven Beitrag zur Entwick­lung und Stär­kung der bela­rus­sisch-israe­li­schen Bezie­hungen. BELTA.by

Deutsch­land – Immer wieder lodern in Ostdeutsch­land Wand­brände. Muni­tion aus dem zweiten Welt­krieg erhöht die Gefahr für die Feuer­wehren. Im Land­kreis Dahme-Spree­wald, etwa 100 Kilo­meter südöst­lich von Berlin, bekämpft er Glut­nester, welche den Brand immer wieder anfa­chen. Hitze und Trocken­heit begüns­tigen die Brände. Zwar hat es am vergan­genen Wochen­ende geregnet – doch die Böden nicht so durch­nässt, dass die Gefahr gebannt wäre. Und jetzt steht auch noch eine Hitze­welle an. Doch das Löschen ist hier beson­ders gefähr­lich. Überall im Boden gibt es Reste von Welt­kriegs­mu­ni­tion. «Hitlers Wehr­macht war zum Ende des Zweiten Welt­kriegs auf dem Rückzug, die Rote Armee rückte vor. Man hat da Muni­tion im Boden vergraben – auf beiden Seiten. Doch die Zünd­kap­seln funk­tio­nieren noch – wenn’s brennt, können sie hoch­gehen», sagt Raimund Engel. Er ist Brand­schutz­be­auf­tragter des Landes Bran­den­burg – auch er ist fast 24 Stunden im Einsatz. Und er sorgt sich um die Feuer­wehr­leute. «Immer wieder gibt es Explo­sionen, gehen alte Bomben hoch». Ausge­löst werden die Brände einer­seits durch Unacht­sam­keit – die wegge­wor­fene Ziga­rette spielt immer noch eine Rolle. Aber auch mit Phos­phor bestückte Muni­tion kann auslö­send sein: Die soge­nannte Leucht­spur-Muni­tion erlaubt es den Soldaten, den Weg des Geschosses nach­zu­ver­folgen, zu sehen, wohin die Kugel fliegt. Nicht in jedem Fall wurde das hoch­ent­zünd­liche Phos­phor auch entflammt – eine Gefahr, die tausend­fach in den Böden lauert. Durch die Hitze kann sich das Phos­phor auch heute noch, 77 Jahre nach Ende des Zweiten Welt­kriegs, entzünden. Und so einen Wald­brand auslösen. Der Job der Feuer­wehr­leute wird durch die Muni­tion im Boden noch gefähr­li­cher. Sie können nicht direkt zu den Bränden vordringen – wegen der Explo­si­ons­ge­fahr. «Wir löschen vor allem von den Fahr­wegen aus», sagt Förster Becker, «um unsere Leute nicht zu gefährden». Doch oft sind die Einsätze zu wenig effektiv. «Den Männern und Frauen bleibt oft nur noch, zuzu­sehen, bis die Wälder verkohlt sind. SRF.ch
● Berlins Regie­rende Bürger­meis­terin Giffey hat sich dafür ausge­spro­chen, öffent­liche Gebäude wie das Rote Rathaus oder das Bran­den­burger Tor nach Mitter­nacht nicht mehr anzu­strahlen. Man müsse alle Möglich­keiten zum Ener­gie­sparen prüfen, sagte Giffey. Auch bei der Stras­sen­be­leuch­tung müsse zwischen Sicher­heits­er­for­der­nissen und Einspar­mög­lich­keiten abge­wogen werden. Ange­sichts der Ener­gie­knapp­heit hatte schon Berlins FDP Frak­ti­ons­chef Czaja ange­regt, öffent­liche Gebäude nicht mehr anzustrahlen.
● In Berlin-Mitte werden ab heute die ersten Impfungen gegen die Affen­po­cken verab­reicht. RBB.de

Euro – Franken und Dollar über­holen Euro. Der Euro ist erst­mals seit fast zwanzig Jahren nur noch einen US-Dollar wert. Vor 12.7. haben die beiden Währungen erst­mals seit dem Jahr 2002 Parität erreicht. Grund für die Abschwä­chung des Euros sind laut Ökonomen die Auswir­kungen des Ukraine-Kriegs und der Kampf gegen die Infla­tion. Kurz­zeitig ist der Euro gar noch minimal unter die Marke von einem Dollar bis auf 0.9999 gefallen. Dies ist aber nicht der tiefste Stand in der Geschichte des Euro: Dieser wurde nach seiner Einfüh­rung als Buch­geld im Jahr 1999 im Oktober 2000 bei 0.82685 Dollar verbucht. Der Euro steht an den Finanz­märkten seit längerem unter Druck. Seit Jahres­be­ginn ist er nun um rund 13 US-Cent gefallen. Als Gründe nennen Ökonomen zum einen die Auswir­kungen des Ukraine-Kriegs, die Europa beson­ders treffen. Als proble­ma­tisch gilt beson­ders die hohe Abhän­gig­keit von russi­schen Gaslie­fe­rungen. Ein Gaslie­fer­stopp könnte eine schwere Rezes­sion auslösen, warnen Ökonomen. Ein zweiter Grund für den schwa­chen Euro ist das eher zurück­hal­tende Vorgehen der Euro­päi­schen Zentral­bank (EZB) gegen die hohe Infla­tion. Im Gegen­satz zu vielen anderen Noten­banken hat die EZB ihre Leit­zinsen noch nicht ange­hoben, sondern sich nur zu einer Ankün­di­gung durch­ge­rungen. Am 21. Juli sollen die Zinsen im Euro­raum erst­mals seit etwa elf Jahren steigen. Die US-Noten­bank hat im Kampf gegen die hohe Teue­rung die Leit­zinsen zuletzt um 0.75 Prozent­punkte ange­hoben und dürfte diese am 27. Juli um weitere 50 bis 75 Basis­punkte erhöhen. Die Schwei­ze­ri­sche Natio­nal­bank (SNB) hat die Zinsen gar uner­wartet stark um 50 Basis­punkte erhöht. SRF.ch

Gross­bri­tan­nien – Erster Auftritt am 12.7.1962. 60 Jahre Rolling Stones – auf den Tag genau. Genau heute vor 60 Jahren traten die Rolling Stones zum ersten Mal auf – im Marquee Club in London. SRF.ch

Israel – Biden beginnt Nahost-Reise in Israel. Einein­halb Jahre nach seinem Amts­an­tritt besucht US-Präsi­dent Joe Biden erst­mals den Nahen Osten. Zum Auftakt wird er heute in Jeru­salem erwartet. Dort stehen Gespräche mit dem neuen israe­li­schen Minis­ter­prä­si­denten Jair Lapid, Präsi­dent Yitzhak Herzog und Oppo­si­ti­ons­führer Benjamin Netan­yahu auf dem Programm. Im West­jor­dan­land will Biden Paläs­ti­nen­ser­prä­si­dent Mahmud Abbas treffen. Das Weisse Haus kündigte an, Biden werde in Israel das „eiserne Enga­ge­ment“ der USA für die Sicher­heit des Verbün­deten bekräf­tigen. In den Gesprä­chen werde es auch um Israels zuneh­mende Inte­gra­tion in die Region gehen. Beim Treffen mit Abbas werde Biden seine Unter­stüt­zung für eine Zwei­staa­ten­lö­sung unter­strei­chen, „die dem paläs­ti­nen­si­schen Volk ein glei­ches Mass an Sicher­heit, Frei­heit und Chancen bietet“. Mit Zwei­staa­ten­lö­sung ist gemeint, dass es neben Israel einen unab­hän­gigen Staat Paläs­tina geben soll. ORF.at

Italien – Nach mona­te­langen Speku­la­tionen hatten die Basler und die Mailänder Firma Ende Juni bestä­tigt, dass sie über einen mögli­chen Zusam­men­schluss verhan­delten. Mehrere Aufsichts­be­hörden müssen der Trans­ak­tion noch zustimmen. Dufry wird ihrer­seits eine ausser­or­dent­liche Gene­ral­ver­samm­lung einbe­rufen, die über die Fusion befinden wird. Der Zusam­men­schluss von Dufry und Auto­grill sei mehr als nur die Summe dieser beiden Unter­nehmen, sagt Dufry-Chef Xavier Rossi­nyol am Vormittag bei einer Medi­en­kon­fe­renz. Konkret will der neue Konzern das Geschäft mit der Verpfle­gung und das Einkaufen an den Flug­häfen stärker zusam­men­bringen. Rossi­nyol erklärt: In einem Laden, der Alkohol verkauft, soll es künftig auch möglich sein, diesen zu konsu­mieren. Denn heute sei es so, dass viele Menschen am Flug­hafen gar nichts kaufen würden. «85 Prozent der Flug­gäste kaufen nichts. Die rest­li­chen 15 Prozent bleiben nur 5 bis 10 Minuten im Geschäft», so Rossi­nyol. Er ist über­zeugt, dass jetzt, nach den Pandemie-Mass­nahmen, der rich­tige Moment sei für einen solchen Zusam­men­schluss. Auch wenn er einge­stehen muss, dass die Geschäfte noch besser liefen, wenn die Flug­häfen aktuell nicht so über­lastet wären. «Das Problem ist nicht die Nach­frage, sondern wie Flug­häfen und Airlines diese bewäl­tigen.» SRF.ch

Kanada – Ukraine klagt Kanada wegen Sank­ti­ons­bruch für Siemens-Turbine. ORF.at

Öster­reich – Bundes­kanzler Karl Nehammer (ÖVP) hat bei seinem Besuch in Israel Inter­esse an israe­li­scher Rüstungs­tech­no­logie und künf­tigen Gaslie­fe­rungen bekundet. Öster­reich kam nicht mit leeren Händen. Mit insge­samt 1,5 Millionen Euro wird die Gedenk­stätte Yad wa Shem unter­stützt. Eine entspre­chende Verein­ba­rung wurde am 12.7. unter­zeichnet. Man wolle damit den Kampf gegen Anti­se­mi­tismus stärken.
●Oppo­si­ti­ons­partei FPÖ geht mit dem Juristen Walter Rosen­kranz als Kandidat in die Bundes­prä­si­den­ten­wahl im Herbst. Der 59-Jährige soll am 9. Oktober gegen Amts­in­haber Alex­ander Van der Bellen (78) antreten. Rosen­kranz war von 2008 bis 2019 Abge­ord­neter im Natio­nalrat. Im Unter­schied zu Deutsch­land wird der Bundes­prä­si­dent in Öster­reich direkt gewählt. Weiters kandi­dieren die Bier­partei mit Marco Pogo (35), eig. Dr. med. Dominik Wlazny, und Gerald Grosz (45).ORF.at

Russ­land – Jour­na­list Derk Sauer (70) findet es unver­ständ­lich, dass russi­sche Sportler von Veran­stal­tungen wie Wimbledon ausge­schlossen werden. „Die Athleten sind nicht schuld, ich denke, wir sollten Athleten nach ihrer sport­li­chen Leis­tung beur­teilen.“ Bei der Tour de France fährt ein Russe mit: Alek­sandr Vlasov. In De Nieuws BV spricht Sauer über seine Leiden­schaft für den Radsport. „Sportler haben diesen Krieg nicht ange­fangen und sind nicht in der russi­schen Politik aktiv. Wenn Sportler aktiv teil­nehmen oder aktiv Propa­ganda verbreiten, dann ist das eine andere Geschichte“, sagt Sauer. Inzwi­schen ist die zehnte Etappe der Tour de France in vollem Gange. Nach all den Span­nungen rund um die gest­rigen Corona-Tests waren 163 Fahrer für die Fahrt nach Megève am Start, darunter auch der Russe Alek­sandr Vlasov. Die Chance, dass Wlassow gewinnt, ist aller­dings gering, meint Sauer. „Es ist traurig mit dem russi­schen Radsport. Es gibt eine lange Tradi­tion und sie hatten zwei profes­sio­nelle Teams im Peloton, aber sie sind verschwunden. Wlassow ist kein poten­zi­eller Podi­ums­kan­didat, aber ich hoffe, dass er bei den Berg­etappen etwas Schönes zeigt.“ NPO.nl

Saudi­ara­bien – In Dschiddah will Biden mit der Führung des König­reichs zusam­men­kommen und an einem Gipfel des Golf-Koope­ra­ti­ons­rats teil­nehmen. Er wehrte sich vor der Reise mehr­fach gegen Kritik an dem geplanten Besuch in Saudi-Arabien. Im Wahl­kampf 2019 hatte der demo­kra­ti­sche Poli­tiker verspro­chen, die Führung in Riad für den Mord an dem regie­rungs­kri­ti­schen saudi­schen Jour­na­listen Dsch­amal Ahmad Khaschu­qd­schi zur Verant­wor­tung zu ziehen. Khaschu­qd­schi; wurde 2018 im saudi­schen Konsulat in Istanbul von einem Killer­kom­mando getötet. US-Geheim­dienste machen dafür den saudi­schen Kron­prinzen Mohammad bin Salman – den fakti­schen Herr­scher des König­reichs – verant­wort­lich. ORF.at

Schweiz – Weniger Liefer­eng­pässe. Ist der Höhe­punkt des Velo­booms erreicht? Nach den Engpässen und langen Liefer­zeiten entspannt sich die Situa­tion auf dem Markt, auch die Nach­frage lässt nach. Engpässe gibt es noch bei Ersatz­teilen. Weiter Personalmangel.
●Mehr Lohn und Personal: Last­wa­gen­fahrer starten Initia­tive. Nach dem Ja zur Pflege-Initia­tive will ein weiterer Berufs­stand bessere Arbeits­be­din­gungen in der Verfas­sung verankern.
●Trocken­heit in der Schweiz. In Flüssen und Seen steigen die Tempe­ra­turen und die Pegel sinken. Seit Monaten ist es ziem­lich trocken hier­zu­lande. Die Auswir­kungen machen sich in den Schweizer Gewäs­sern bemerkbar.
●Der Schweizer Arbeits­markt ist ange­spannt. Von «Great Resi­gna­tion» kann aber nicht die Rede sein. «Wir nennen das Fach­kräf­te­mangel. Wir hatten in der Schweiz keine Kündi­gungs­welle», sagt Marco Salvi. Der Ökonom ist Arbeits­markt­ex­perte beim libe­ralen Think­tank Avenir Suisse. Fach­kräf­te­mangel? Marco Salvi vermutet, dass der Mangel an der starken Nach­frage der Unter­nehmen liege; und nicht so sehr am Verhalten der Erwerbs­tä­tigen in der Schweiz. «Es ist nicht so, dass sie den Arbeits­markt verlassen hätten.»
●Kabi­nen­per­sonal am Anschlag. Druck und Spott bei der Swiss: «Das Herz­blut ist gestorben». Sie haben das Vertrauen in das Swiss-Manage­ment verloren, auf den Flie­gern herrscht Befehls­ver­wei­ge­rung. Mehrere lang­jäh­rige Flight Atten­dants berichten, wie ihr Traumjob zum Albtraum geworden ist.
●Prin­zi­piell muss man fest­halten: Wir haben Sommer, wir müssen nicht heizen. Inso­fern geht es gegen­wärtig schlicht um die Frage: Bekommen wir die Spei­cher voll für den Winter? Schaffen wir die 80 Prozent im Oktober, 90 Prozent im November? Dafür hat man Gas kontrak­tiert aus Quellen, die nicht in Russ­land liegen, also zum Beispiel aus Norwegen, Katar oder den USA. Und man versucht, Einspa­rungen zu errei­chen. Aber von russi­schem Gas ganz wegzu­kommen ist eine lang­fris­tige Aufgabe, und da muss noch sehr viel mehr passieren. SRF.ch

Sri Lanka (Ceylon) – Der Präsi­dent von Sri Lanka, Raja­paksa, hat nach wochen­langen Protesten das Land verlassen. Er sei an Bord einer Mili­tär­ma­schine auf die Male­diven geflogen, hiess es. In der vergan­genen Woche hatten Demons­tranten den Amts­sitz des Präsi­denten in der Haupt­stadt Colombo gestürmt und Raja­paksa zum Rück­tritt aufge­for­dert. Sie machen ihn für die schwerste Wirt­schafts­krise in Sri Lanka seit Jahr­zehnten verant­wort­lich. RBB.de

Syrien – Der Anführer der Terror­or­ga­ni­sa­tion IS in Syrien ist tot. Maher al-Agal ist bei einem Droh­nen­an­griff getötet worden. Zuletzt ist es den USA gelungen, wieder­holt Teile der IS-Führungs­riege auszuschalten.
●Dank eines Kompro­misses kann die UNO zunächst für ein halbes Jahr Hilfs­güter in die syri­schen Rebel­len­ge­biete bringen.SRF.ch

Taiwan – Xi Jinping, Gene­ral­se­kretär des Zentral­ko­mi­tees der Kommu­nis­ti­schen Partei Chinas, ermu­tigte am Montag junge Menschen in der Taiwan­strasse, gemeinsam nach dem chine­si­schen Traum der natio­nalen Verjün­gung zu streben. Er machte die Bemer­kungen, in dem er jungen Menschen aus Taiwan in China antwor­tete, die am Straits Youth Forum teil­nahmen. Xi betonte, dass eine Nation nur gedeihen wird, wenn ihre jungen Menschen erfolg­reich sind, und ein Land nur dann stark sein wird, wenn seine jungen Menschen stark sind. Die Zukunft des Vater­landes und der Nation liegt bei der Jugend. Wir werden wie immer güns­tige Bedin­gungen für junge Menschen auf der anderen Seite der Meer­enge schaffen, damit sie vonein­ander lernen können, und es jungen Menschen aus Taiwan erleich­tern, zu studieren, Jobs zu finden, Unter­nehmen zu gründen und auf dem Fest­land zu leben. Ich hoffe, dass Sie Ihre Erfah­rungen und Einsichten über das Fest­land mit Ihren Kollegen in Taiwan teilen, damit die taiwa­ne­si­sche Jugend mehr über das Fest­land weiss und sich mit jungen Menschen auf dem Fest­land zusam­men­schliesst, um hart­nä­ckig zu streben und ihr Leben in dem grossen Prozess zum Blühen zu bringen der Verwirk­li­chung des chine­si­schen Traums der natio­nalen Verjün­gung, sagte Xi. Das Straits Youth Forum wurde 2003 gegründet und wird gemeinsam von der All-China Youth Fede­ra­tion, der Chinese Youth Inter­na­tional in Taiwan und der Abtei­lung für Jugend­an­ge­le­gen­heiten der Kuomintang betrieben. Es dient als wich­tige Platt­form für den Austausch zwischen jungen Menschen jenseits der Meer­enge. Das 20. Straits Youth Forum fand vom 11. bis 12. Juli in Xiamen, Provinz Fujian, statt. 50 junge Menschen aus Taiwan, die zur Teil­nahme an dem Forum einge­laden wurden, haben kürz­lich einen Brief an Gene­ral­se­kretär Xi geschrieben. In dem Brief spra­chen sie über ihre Erfah­rungen und Erkennt­nisse bezüg­lich ihres Studiums, ihrer Arbeit und ihres Lebens auf dem Fest­land und brachten ihre feste Entschlos­sen­heit zum Ausdruck, zur natio­nalen Verjün­gung und Wieder­ver­ei­ni­gung beizu­tragen. CGTN.cn

Türkei – Vertreter Russ­lands und der Ukraine beraten heute darüber, wie die Getrei­de­ex­porte über das Schwarze Meer wieder aufge­nommen werden können. An den Verhand­lungen in Istanbul nehmen auch Vertreter der Türkei und der UNO teil. Die Ukraine ist einer der welt­weit grössten Weizen-Expor­teure. Seit Monaten stecken Millionen Tonnen Getreide in den Häfen des Landes fest, weil russi­sche Truppen sie kontrol­lieren oder blockieren. Das hat zu stei­genden Preisen geführt und nach Angaben der Welt­hun­ger­hilfe die Ernäh­rungs­krise noch­mals verschärft. Früher fanden solche Konfe­renzen meist in Genf oder Wien statt, doch hat Russ­land das Vertrauen in die Neutra­lität beider Länder verloren. RBB.de

Ukraine – Zuletzt konzen­trierten sich die russi­schen Angriffe vor allem auf den Osten der Ukraine. Russi­sche Truppen konnten dabei erfolg­reich vordringen. Nun kündigte der ukrai­ni­sche Präsi­dent Selenski eine Gegen­of­fen­sive an. Im Fokus steht die Region um die Stadt Cherson. Eine Gegen­of­fen­sive in dem Sinne, dass die Ukraine grös­sere Gebiete zurück­er­obere, sei bis jetzt jedoch nicht im Gang. Die ukrai­ni­sche Armee hat eigenen Angaben zufolge eine Gegen­of­fen­sive im Süden des Landes begonnen. Im von Russ­land besetzten Gebiet Cherson sei ein Waffen­lager ange­griffen worden. Russ­lands Präsi­dent Putin hat ein Dekret unter­zeichnet, womit alle Ukrainer die russi­sche Staats­bür­ger­schaft einfa­cher erhalten können. In der Schweiz haben inzwi­schen 57’200 Personen aus der Ukraine den Schutz­status S erhalten (Stand 12. Juli). , sagt SRF-Ausland­re­daktor David Nauer. «Dennoch kann man sagen, dass die Ukrainer mindes­tens für den Moment aus der Defen­sive gekommen sind», so der ehema­lige Russ­land-Korre­spon­dent. «Sie haben in den letzten knapp zwei Wochen erfolg­reich russi­sche Muni­ti­ons­lager und Komman­do­posten ange­griffen.» Die Rede ist von mindes­tens einem Dutzend erfolg­rei­cher Atta­cken. «Die letzte erfolgte vergan­gene Nacht: Nach Beschuss explo­dierte ein Waffen­lager bei Cherson – auf Videos ist eine unge­heure Explo­sion zu sehen.» Das ist die Stra­tegie dahinter: Die Ukrainer wollen die Russen dort schwä­chen, wo sie bisher am stärksten sind, wie der ehema­lige Russ­land-Korre­spon­dent erklärt. «Die Russen haben in den letzten Monaten Gebiete erobert, weil sie ganze Städte einfach mit Artil­lerie kaputt geschossen haben.» Moskaus Truppen hätten eine Über­macht an Artil­lerie. «Wenn die Ukrainer nun die Waffen­de­pots angreifen, in denen vor allem Artil­le­rie­mu­ni­tion gela­gert ist, dann ziehen sie der russi­schen Kriegs­ma­schine sozu­sagen die Zähne – und können dann even­tuell an einigen Front­ab­schnitten sogar zum Gegen­an­griff über­gehen.» SRF.ch
●Kiew benutzt alle Vorwände, um einer Mission der Inter­na­tio­nalen Atom­ener­gie­be­hörde (IAEO) den Besuch des Kern­kraft­werks Sapo­roschje in Ener­godar zu verwei­gern, das von der mili­tä­risch-zivilen Verwal­tung der Region kontrol­liert wird, sagte ein Beamter dieser Verwal­tung am 12.7. „Kiew sucht und schafft alle Vorwände, um einen Besuch von IAEO-Inspek­toren im KKW Sapo­roschje zu verhin­dern“, schrieb Wladimir Rogow, ein Mitglied des Rates der mili­tä­risch-zivilen Verwal­tung der Region, auf seinem Tele­gram-Kanal. Laut Rogov haben die ukrai­ni­schen Behörden Angst vor „einer offi­zi­ellen Unter­su­chung der IAEA über die Tatsa­chen der Herstel­lung schmut­ziger Bomben für ukrai­ni­sche Mili­tante“. VESTI.ru
●Sepa­ra­tisten in Ostukraine führen Todes­strafe ein.ORF.at

Ungarn – Am 11.7. ergriff Minis­ter­prä­si­dent Viktor Orbán im Parla­ments­ge­bäude das Wort. Das Audi­to­rium waren die Frak­tionen der Regie­rungs­par­teien, die von Máté Kocsis (Fidesz) und István Simicskó (KDNP) geleitet werden. Wie die Pres­se­stelle des Minis­ter­prä­si­denten kurz ange­bunden mitteilte, unter­rich­tete Orbán die Abge­ord­neten über die euro­päi­sche Wirt­schafts­krise, die der anhal­tende Ukraine-Krieg ausge­löst habe, über die Kriegs­in­fla­tion und insbe­son­dere über die Entwick­lung der Ener­gie­preise. Unge­achtet der widrigen Umstände werde die Regie­rung die Arbeits­plätze vertei­digen, Fami­lien und Rentner schützen sowie an der Politik der gesenkten Wohn­ne­ben­kosten fest­halten. Was sie nicht vertei­digt, wurde am Montag­nach­mittag offenbar, als im Amts­blatt eine Auflis­tung all jener Projekte erschien, die der allge­meine Ausga­ben­stopp trifft. Demnach erreicht die Haus­halts­sperre der Regie­rung ein Volumen von 415 Mrd. Forint (1 Mrd. Franken). Allein eine ausblei­bende Kapi­tal­erhö­hung bei der Projekt­ge­sell­schaft für das AKW Paks II. spart 100 Mrd. Forint ein, dem Projekt „Liget Buda­pest“ im Stadt­wäld­chen werden 14,2 Mrd. Forint entzogen, der Garan­tiqa Zrt. für staat­liche Kredit­bürg­schaften 12 Mrd. Forint, der Exim­bank weitere 10 Mrd. Forint. MR.hu
USA – Twitter verklagt Elon Musk wegen Vertrags­bruch. Am 8.7. hatte Musk bekannt gegeben, dass er den US-Kurz­nach­rich­ten­dienst doch nicht kaufen will.
●Mexikos Präsi­dent in den USA. Obrador reist zu Biden – ein Freund­schafts­be­such ist es nicht. Inhalt­lich gibt es Diffe­renzen, auch persön­lich stimmt die Chemie nicht: In Washington steht ein unter­kühlter Besuch an.
●25 Diszi­plinen – 1700 Star­tende aus 200 Ländern – bis 30’000 Fans. Am 8.7. fiel der Start­schuss zu den 18. Welt­meis­ter­schaften in der Leicht­ath­letik. Nach der letzten Austra­gung 2019 in Doha (qt) sind die globalen Titel­kämpfe zum ersten Mal über­haupt in den USA zu Gast. Schau­platz wird die Stadt Eugene (Bundes­staat Oregon) im Nord­westen des Landes sein, in der auch der Sport­ar­ti­kel­her­steller Nike seinen Sitz hat. Die Vergabe vor mitt­ler­weile 7 Jahren erfolgte ganz ohne Bewer­bungs­ver­fahren. Dass 3 Jahre (statt der übli­chen 2) zwischen den beiden WM liegen, ist der Corona-Pandemie geschuldet. Als ursprüng­li­cher Termin wäre der August 2021 vorge­sehen gewesen. Doch die Verle­gung der Sommer­spiele in Tokio von 2020 auf 2021 zog auch eine Verschie­bung der Leicht­ath­letik-WM nach sich. Die nächsten Titel­kämpfe finden nun schon im August 2023 in Buda­pest statt. Es sind 10 Wett­kampf­tage vom 15. Juli bis 24. Juli im Programm. Die Zeit in Eugene liegt aktuell um 9 Stunden hinter der MEZ-Zeit­zone. Folg­lich geht die dortige Morning Session bei uns ab ca. 18:30 Uhr los. Die meisten Entschei­dungen fallen spät in der Nacht bzw. in den frühen Morgenstunden.
●Der US-Fahr­dienst­leister Uber hat jahre­lang mit aggres­sivem Lobbying versucht, Poli­tiker sowie die Öffent­lich­keit zu beein­flussen. Das Ziel waren Geset­zes­re­vi­sionen, die Uber eine bessere Markt­po­si­tion in den jewei­ligen Ländern ermög­li­chen sollten. Dieses Vorgehen haben teil­neh­mende Medien des inter­na­tio­nalen Konsor­tiums für inves­ti­ga­tiven Jour­na­lismus (ICIJ) bekannt gemacht. Laut den Recher­chen zeigen SMS-Nach­richten zwischen dem ehema­ligen CEO von Uber, Travis Kala­nick, und seinen Kollegen, dass dieser bereit war, Tätlich­keiten gegen Fahrer des Fahr­dienstes in Kauf zu nehmen, um für das Unter­nehmen Sympa­thie in der Öffent­lich­keit und bei Poli­ti­kern zu gewinnen. Unter Kala­nick habe Uber zudem mehr­fach Straf­ver­fol­gungs­be­hörden getäuscht. In Däne­mark etwa habe das Unter­nehmen die Uber-App in der Nähe von Poli­zei­sta­tionen teil­weise deak­ti­viert. SRF.ch
Weltall – Astro­phy­siker Adrian Glauser und sein Team an der ETH Zürich haben am Tele­skop mitge­ar­beitet und am Paul Scherrer Institut einen spezi­ellen Verschluss­me­cha­nismus entwi­ckelt. Dieser schützt MIRI im kalten All vor Abküh­lung. MIRI (Mitt­leres-Infrarot-Instru­ment) ist eines von vier wissen­schaft­li­chen Instru­menten an Bord des James-Webb-Tele­skops. Es erkundet die jungen Jahre des Univer­sums, als die ersten Sterne entstanden sind. Das Schweizer James-Webb-Team war in den vergan­genen zehn Jahren auch aktiv an der Kali­brie­rung der Instru­mente betei­ligt, damit diese sehr genau arbeiten können. Noch nie war es möglich, so tief ins All und so weit zurück in die Geschichte des Kosmos zu blicken. Die ersten Bilder des James-Webb-Welt­raum­te­le­skops zeigen das Licht von Sternen und Gala­xien, das seit über drei­zehn Milli­arden Jahren im All unter­wegs ist. Das begeis­tert nicht nur Wissen­schaftler, sondern auch den US-Präsi­denten Joe Biden. Er hat in der Nacht auf Dienstag das erste Bild der weit entfernten Galaxie SMACS 0723 vorge­stellt. Es sei ein histo­ri­scher Tag, so Biden. Darauf folgten knapp 24 Stunden später weitere, schär­fere Aufnahmen aus dem Kosmos. Sie zeigen vor allem: Das Tele­skop funk­tio­niert. Und zwar makellos, so Adrian Glauser, der das Schweizer James-Webb-Tele­skop-Projekt an der ETH leitet. «Das ist für mich ein Wunder.» Die neuen Bilder zeigen die ganze Band­breite der verschie­denen kosmi­schen Objekte, die das James-Webb-Tele­skop beob­achten soll. «Es ist ein Vorge­schmack davon, was das Tele­skop in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren leisten kann», sagt Glauser. Auf den farbigen Aufnahmen sind Regionen zu sehen, in denen Planeten und Sterne entstehen, aber auch ster­bende Sterne, heisse Exopla­neten oder kolli­die­rende Gala­xien. Die Qualität der Daten sei einzig­artig. Sie seien gesto­chen scharf, sagt Astro­phy­siker Adrian Glauser. Seit einem halben Jahr dreht die ameri­ka­nisch-euro­pä­isch-kana­di­sche Co-Produk­tion etwa einein­halb Millionen Kilo­meter von der Erde entfernt ihre Runden um den so genannten Lagrange-Punkt 2. Anders als sein Vorgänger – das Hubble-Tele­skop, das auch nach 30 Jahren verläss­lich seinen Dienst versieht – kann das James-Webb-Tele­skop weiter ins All und in die Vergan­gen­heit sehen. Denn während das Hubble-Tele­skop im Bereich des sicht­baren Lichts arbeitet, empfängt James-Webb Infrarot-Strah­lung und damit auch Licht aus der weit zurück­lie­genden Zeit kurz nach dem Urknall. Damals als es Licht wurde im Weltall und die ersten Sterne zu leuchten begannen. SRF.ch

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