Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde 20.02.2022

Telldenkmal mit Bronzestatue von Richard Kissling und Hintergrundbild von Hans Sandreuter in Altdorf (Kanton Uri, Schweiz) · Foto: Хрюша / Wikimedia CC 3.0

Im Inter­net­radio mitge­hört und mitge­schrieben von Wilhelm Tell
Afrika hört nicht zu. Das Verhältnis mit Europa ist belastet. Das zeigt sich im Vorfeld des Gipfels zwischen der Euro­päi­schen und der Afri­ka­ni­schen Union. In Afrika schaut man sich nach anderen Part­nern um, vor allem im Osten. Mehr­fach wurde der Gipfel zwischen der Afri­ka­ni­schen und der Euro­päi­schen Union verschoben. Nun warb die EU für das Treffen mit grossen Worten: Milli­ar­den­in­ves­ti­tionen in Afrikas Infra­struktur, eine erneu­erte, tiefere Bezie­hung soll daraus entstehen. Auf dem afri­ka­ni­schen Konti­nent zeigt man sich davon wenig beein­druckt. Zu oft schon hat Europa an Gipfeln grosse Reden geschwungen und wenig gelie­fert. Zwar ist Europa Afrikas älteste Partner, die nächste Nachbar. Die EU ist, wenn man alle 27 Mitglied­staaten zusam­men­nimmt, auch nach wie vor Afrikas wich­tigste Handels­partner. Doch das vorherr­schende Gefühl bei vielen in Afrika ist, dass die Bezie­hung zu Europa stagniert, dass sich die Asym­me­trie der Kolo­ni­al­zeit nie aufge­löst hat. Noch immer expor­tiert Afrika Rohstoffe, Europa liefert Fertig­waren. Nach wie vor liegen tausende von den Kolo­ni­al­herren geraubte Kultur­güter in den Museen Europas, obwohl die Afri­kaner diese schon lange zurück­for­dern. Und die euro­päi­schen Soldaten im Sahel werden von der Bevöl­ke­rung als Inva­soren, nicht als Unter­stützer gesehen. Europa spricht seit Jahr­hun­derten mit Afrika, aber hört nicht zu, so die Wahr­neh­mung der Afrikaner.

EU hat nur Resten gespendet. Das zeigte sich beson­ders deut­lich in der Pandemie. Während die afri­ka­ni­schen Staats­chefs forderten, dass der Patent­schutz auf Impf­stoffe aufge­hoben wird, spen­deten die Euro­päer lieber Impf­dosen, aller­dings erst kurz vor Ablauf­datum und als klar war, dass Europa die gehams­terten Impf­dosen der eigenen Bevöl­ke­rung nicht schmack­haft machen konnte. Europa hört zu wenig zu. Darum sucht sich Afrika schon lange andere Partner – mit Erfolg, allen voran China. In den Augen der Afri­ka­ni­schen Poli­tiker hört der rote Riese besser zu, wenn Afrika sagt, was es will, nämlich Infra­struktur. Eine kürz­lich veröf­fent­lichte Studie zeigt, dass China zwischen 2007 und 2020 mehr als doppelt so viel Geld für afri­ka­ni­sche Infra­struktur zur Verfü­gung gestellt hat als die USA, Deutsch­land, Japan und Frank­reich zusammen. Auch andere Länder haben für Afrikas Regie­rungen in der Wahr­neh­mung ein grös­seres Gehör als Europa. In Mali sind es die Russen, im Sudan die Golf­staaten, in Somalia die Türken. Sie alle liefern, statt nur zu reden. Dass auch sie liefert, davon muss die EU nun die Afri­ka­ni­sche Union bei dem Gipfel am Donnerstag in Brüssel über­zeugen. Denn so wie es aussieht, sind die verspro­chenen Milli­arden gar kein neues Geld. Sie kommen aus bereits vorge­se­henen Töpfen der EU. Damit wird Europa Afrika nicht enger an sich binden können. Eine erneu­erte Bezie­hung sieht anders aus. SRF.ch

Belarus will Atom­waffen nur bei Bedro­hungen aus dem Westen statio­nieren, sagt Luka­schenko. ORF.at

Brasi­lien – Erdrut­sche und Regen­fall. Mindes­tens 104 Tote in Berg­re­gion von Rio de Janeiro. Die Toten wurden in Petró­polis geborgen, nachdem der Pegel in der über­schwemmten Stadt gesunken waren. Zu viele Häuser an Berg­hängen. SRF.ch

China – Twitter und Face­book sind in China gesperrt. Auslän­di­sche Vertre­tungen – Botschaften und Konsu­late – sind daher in China auf den chine­si­schen Platt­formen aktiv, beispiels­weise auf Weibo, dem chine­si­schen Pendant zu Twitter. Dort versu­chen sie, ihre Werte neben der Werbung für Tourismus oder Inves­ti­tionen zu vertreten. Sina Weibo 新浪微博 ist eine chine­si­sche Website, die am 14. August 2009 von der Sina Corpo­ra­tion gestartet wurde, einer der grössten Social-Media-Platt­formen in China, mit über 445 Millionen monat­lich aktiven Nutzern im 3. Quartal 2018. Für Ausländer ohne einen chine­si­schen Ausweis ist dies unmög­lich und eine chine­si­sche Tele­fon­nummer, um sich auf der Platt­form zu regis­trieren. Die Platt­form war ein grosser finan­zi­eller Erfolg mit stei­genden Aktien, lukra­tiven Werbe­ver­käufen und hohen Einnahmen und Gesamt­ein­nahmen pro Quartal. Anfang 2018 wurde erst­mals die Markt­be­wer­tungs­marke von 30 Milli­arden US-Dollar über­schritten SRF.ch

Deutsch­land – So wirk­lich locker macht sich Deutsch­land noch nicht, zumin­dest nicht für Unge­impfte. Erstmal dürfen sie jetzt wieder shoppen gehen, und ab Anfang März auch wieder ins Restau­rant, wenn sie negativ getestet sind. Ausserdem wird das Reisen in Nach­bar­länder wie der Schweiz bald wieder einfacher.
●Die am 18.2. begin­nende Münchner Sicher­heits­kon­fe­renz wird von akuter Kriegs­ge­fahr in der Ukraine über­schattet. Das welt­weit wich­tigste aussen- und sicher­heits­po­li­ti­sche Treffen, die Münchner Sicher­heits­kon­fe­renz, findet erst­mals seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder physisch statt. Doch der Gross­an­lass wird über­schattet von der Ukraine-Krise, von akuter Kriegs­ge­fahr. Vierzig Staats- und Regie­rungs­chefs, um die hundert Minister werden erwartet – doch eine Regie­rung bleibt demons­trativ fern. Der Kreml fehlt.

EU – Ursula v/d Leyen rechnet mit Gaslie­fer­stopp aus Russ­land und verhan­delt mit USA, Ägypten, Katar wegen Flüs­sig­gas­lie­fe­rungen, koste es was es wolle. SRF.ch

Frank­reich – Präsi­dent­schafts­wahl 2022. Valérie Pécresse (54), Frank­reichs Konser­va­tive in der Klemme. Die Kandi­datin der Répu­bli­cains löst bei der Wähler­schaft wenig Begeis­te­rung aus – bei der Basis zeichnen sich Risse ab. Die Stra­tegie von Valérie Pécresse zeigt sich an ihrer ersten grossen Wahl­ver­an­stal­tung vom vergan­genen Wochen­ende. Sie greift vor allem einen Gegner an: Emma­nuel Macron (54). Zum Beispiel dessen Versuch, die Geschichte Frank­reichs während der Kolo­ni­al­zeit aufzu­ar­beiten. Macron habe Verbre­chen gegen die Mensch­lich­keit zuge­geben, die Frank­reich nie begangen habe. Macron habe das Land auch nicht vor der Unter­wan­de­rung durch Isla­misten geschützt – und damit letzt­lich die fran­zö­si­sche Kultur verraten.
●Frank­reich lockert und verschärft die Covid-Mass­nahmen zugleich. Ab heute darf man – sofern geimpft, genesen oder getestet – seinen Kaffee wieder im Stehen an einer Bar trinken oder im Kino Popcorn essen, auch die Disko­theken machen wieder auf. Seit 16.2. aber sind auch gut 4 Millionen Impf­pässe ungültig.SRF.ch

Grie­chen­land – Insel Samos schmeisst Flücht­linge ins Meer. Einige ertrinken. SRF.ch

Indo­ne­sien – Gewalt in Indo­ne­sien. Der nieder­län­di­scher Premier entschul­digt sich. Laut einer Studie wurde während des Unab­hän­gig­keits­kriegs in den 1940er-Jahren syste­ma­tisch Gewalt ange­wendet. SRF.ch

Irak – Geschichte eines Verrats. Ende 2021 zogen sich die US-Truppen aus dem Irak zurück. Der Rückzug war weniger chao­tisch als jener aus Afgha­ni­stan. Doch zurück blieben Menschen wie Ali, der für die Ameri­kaner als Über­setzer arbei­tete. Dies ist die Geschichte darüber, wie Ali im Stich gelassen wurde – und mit ihm der ganze Irak. SRF-Korre­spon­dentin Susanne Brunner lernte ihn 2020 zufällig kennen, auf dem Tahrir-Platz in der iraki­schen Haupt­stadt Bagdad: Der Mann nennt sich Ali, ist keine 30 Jahre alt. Der junge Iraker hat sich den Menschen ange­schlossen, die dort unter Lebens­ge­fahr demons­trieren. Ali hat Angst – und doch erzählt er seine Geschichte, zuerst via E‑Mails und Sprach­nach­richten, fast zwei Jahre später auch in ein SRF-Mikrofon, als es zum zweiten Treffen kommt: Ali erzählt davon, wie er Über­setzer für die von ihm bewun­derten US-Truppen wurde, wie er auf eine bessere Zukunft für sich und sein Land hoffte. Und Ali erzählt davon, wie iraki­sche Soldaten ihn als Verräter sahen, wie er und andere Über­setzer zum Ziel der gefürch­teten Milizen wurden. Und er erzählt davon, wie die USA ihn einfach fallen liessen – und wie er bis heute fürchten muss, für seine Rolle als Über­setzer umge­bracht zu werden. Alis Geschichte steht stell­ver­tre­tend dafür, wie die USA zuerst in den Irak einmar­schierten, das Regime von Saddam Hussein stürzten – das Land aber dann im Stich liessen. Inter­na­tional auf SRF.ch

Italien – Disko­theken öffnen wieder. Gegen­über Unge­impften bleibt das Land weiterhin hart. SRF.ch

Kuba – Berühmt wurde Carmen Herrera erst mit 89. Die Künst­lerin war viel­leicht zu inno­vativ, um erfolg­reich zu sein. Nun ist sie mit 106 Jahren am 12.2. in New York gestorben. Nach dem Abitur in Havanna studierte sie dort zunächst Archi­tektur. Sie lernte den deutsch­stäm­migen Ameri­kaner Jesse Loewen­thal kennen und heira­tete ihn. Im Jahr 1939 zog sie mit Loewen­thal nach New York. Dort besuchte sie die Kunst­aka­demie Art Students League of New York und studierte Malerei. In New York lernte sie Künstler wie Wifredo Lam und Barnett Newman kennen und fand früh zu einem Stil der abstrakten Geome­trie, der jedoch erst in Paris voll­endet wurde. Dort lebte Herrera mit ihrem Mann in den Jahren 1948 bis 1954. Sie lernte dort Künstler wie Yves Klein kennen, nahm Einflüsse von Piet Mondrian, Kasimir Male­witsch und anderen auf und stellte unter anderem im Salon des Réalités Nouvelles aus. Die Werke Herreras wech­selten in dieser Phase zwischen abstraktem und lyri­schem Expres­sio­nismus. Sie expe­ri­men­tierte auch mit neuen Bild­for­maten. 1950 reiste sie für einige Zeit nach Kuba, wo Bilder im von Jackson Pollock beein­flussten Stil des abstrakten Expres­sio­nismus entstanden. Jedoch fühlte sie sich dort nicht wohl; bald darauf gab sie diese Malweise wieder auf. Nur noch einmal kehrte sie 1963 nach Kuba zurück, um ihre ster­bende Mutter noch einmal zu sehen. 1952 schuf sie die ersten radikal geome­tri­schen Abstrak­tionen, bei denen Linien und Drei­ecke im Vorder­grund stehen. Es entstand eine Serie schwarz-weisser Strei­fen­bilder, die verschie­dene Kipp­muster ergeben und Elemente der Op-Art vorweg­nehmen. Das Paar kehrte 1954 nach New York zurück. Herrera lebte und arbei­tete in New York, wo ihr Mann im Jahr 2000 starb. SRF.ch

Luxem­burg – Verstösst ein EU-Land gegen Grund­werte wie Demo­kratie, den Schutz von Minder­heits­rechten, oder ist dessen Justiz­system nicht unab­hängig von der Politik, dann können diesem Mitglieds­land EU-Gelder gekürzt oder ganz gestri­chen werden. Der Euro­päi­sche Gerichtshof (EuGH) hat diese neue Rege­lung für rech­tens erklärt. Die Richter in Luxem­burg haben Klagen von Ungarn und Polen abge­wiesen. ORF.at

Ungarn – Kinder­rechte gehen in Ungarn über Minder­heits­rechte. MR.hu

Nieder­lande – Die Hobby­ar­chäo­logen Gerben und Martin haben den Gold­schatz von Twente gefunden, der sich bald im Museum in Leiden befinden wird. Im Natur­schutz­ge­biet Sprin­gendal in Hezingen (Gemeinde Tubbergen) haben Hobby­ar­chäo­logen einen Gold­schatz aus dem frühen Mittel­alter gefunden. Es handelt sich um eine grosse Menge an Gold­münzen und Schmuck, von einer Opfer­stätte aus dem 7. und 8. Jahr­hun­dert. Die insge­samt etwa siebzig Gold­ar­te­fakte sind die ersten greif­baren Spuren einer neuen Zivi­li­sa­tion über den grossen Flüssen nach dem Unter­gang des Römi­schen Reiches. Twente bildete ein Über­gangs­ge­biet zwischen den weit­ge­hend schon christ­li­chen Franken im Süden und den „heid­ni­schen“ Sachsen im Norden und Osten. Die Entde­ckung wurde vor drei Jahren mit einem Metall­de­tektor gemacht, aber erst jetzt öffent­lich gemacht. Anschlies­send wurden unter der Aufsicht der Agentur für Kultur­erbe und der Freien Univer­sität Amsterdam mehrere Ausgra­bungen vor Ort durch­ge­führt. Laut Experten stellt der Schatz nicht nur einen hohen Gold­wert dar, sondern hat auch eine grosse histo­ri­sche Bedeu­tung. „Die Objekte stammen aus einer Zeit, über die wir sehr wenig wissen“, sagt Gert Gesink, Autor des Buches Twentse Schatten Onthuld (De Vrije Uitge­vers, 3812 PH Amers­foort, 9789083098302, €29,90) und Spezia­list für archäo­lo­gi­sche Funde mit Metall­de­tek­toren. Die Münzen stammen von den Mero­win­gern, einem Königs­haus, das ab dem 5. Jahr­hun­dert die Franken beherrschte. Sie verwen­deten viel Gold, einschliess­lich Gold­münzen. Dass ihre Zivi­li­sa­tion so weit nach Norden reicht, ist neu. Eine goldene mero­win­gi­sche Münze wurde einst in Twente bei Vasse (in der Nähe von Hezingen) gefunden. Jetzt ist es ein voll­stän­diger Schatz, vergleichbar mit dem, was vor acht Jahren auf dem Domplatz in Utrecht gefunden wurde. Die Münzen weisen auch christ­liche Symbole auf. Damit sind sie die frühesten Beispiele des Chris­ten­tums in den nörd­li­chen Nieder­landen. So ein Fund ist selten. Die offi­zi­elle Präsen­ta­tion des Gold­schatzes ist am 10.2. im Rijks­mu­seum Twenthe in Enschede. Vertreter des Museums und anderer Betei­ligter wollten sich deshalb am Montag nicht äussern. Der teil­weise vom Reichs­mu­seum der Alter­tümer in Leiden erwor­bene Schatz ist ab dem 11.2. einige Monate in Enschede zu sehen, bis zum 30. Oktober in einer spezi­ellen Schatz­kammer des Mittel­al­ters im Museum in Leiden.
●Haben Sie jemals daran gedacht, dass Prin­zes­sinnen und Gräfinnen im 18. Jahr­hun­dert in Thorn, Limburg, herrschten? Thorn im 18. Jahr­hun­dert war einzig­artig. Im dama­ligen deut­schen Klein­staat waren die Frauen die Bosse. Diese edlen Damen waren damals unab­hängig, etwas ganz Beson­deres. Aufgrund ihrer adeligen Herkunft führten sie ein privi­le­giertes Leben und standen im Rampen­licht. Und sie gingen getrennte Wege in einer von Männern domi­nierten Welt. Sie werden diese unab­hän­gigen Frauen im Limburgs Museum treffen. In die verges­senen Prin­zes­sinnen von Thorn sehen Sie Kunst­werke und Objekte aus mehr als fünfzig Museen aus ganz Europa und den USA. Joost Welten verbrachte Jahre damit, das Land der Damen zu erfor­schen, den Mini­staat, der von aris­to­kra­ti­schen Frauen regiert wurde. Basie­rend auf diesen Recher­chen erschien 2019 sein Buch Die verges­senen Prin­zes­sinnen von Thorn (1700–1794). Limburgs Museum, Keul­se­poort 5, 5911 BX Venlo, info@​limburgsmuseum.​nl, +31773522112. Der Ort Thorn ist aus einer um 975 gestif­teten Bene­dik­ti­ne­rin­nen­abtei hervor­ge­gangen. Im Laufe wohl des 12. Jahr­hun­derts wandelte sich die Abtei in ein frei­welt­li­ches Damen­stift, das spätere Reichs­stift Thorn, um. In das Damen­stift konnten nur unver­hei­ra­tete Frauen aus dem Hoch­adel eintreten, heirats­wil­lige Ordens­damen wohnten ausser­halb der Klos­ter­mauern in zum Teil eigenen Häusern. Obwohl klös­ter­li­cher Besitz, war das Reichs­stift zugleich ein reichs­un­mit­tel­bares Fürs­tentum unter Leitung der jewei­ligen Äbtissin. So ergab sich die Beson­der­heit, dass das kleine Fürs­tentum zwischen 992 und 1795 ausschliess­lich von Frauen regiert wurde.NPO.nl

Öster­reich – 19.2. und am 5.3. fallen in Öster­reich in zwei Schritten fast alle Corona-Mass­nahmen, ausser in Alters­heimen und Spitä­lern. Und es bleibt die Masken­pflicht in Lebens­mit­tel­ge­schäften, Apotheken und öffent­li­chen Verkehrs­mit­teln. Was nicht fällt, ist die Impf­pflicht. SRF.ch
●Der österr. Kompo­nist und Geiger Toni Stri­cker (*1930 in Wien) starb am 16.2.2022 in Sauer­brunn im Burgenland.
●Wien bleibt auf hartem Coronakurs.ORF.at

Portugal – Auch Portugal lockert – Notstand bleibt bis 7. März.SRF.ch

Russ­land – Moskau berichtet vom Abzug von Truppen von der Krim und verspricht den Abzug von Truppen nach der Been­di­gung der Manöver mit Belarus gegen Ende Woche. ●Trotz rekord­hoher Fall­zahlen gelten gelo­ckerte Corona-Mass­nahmen. Unter anderem ist nach einem Kontakt mit einer coro­na­in­fi­zierten Person eine Selbst­iso­lie­rung nicht mehr Pflicht.SRF.ch

Schweden – In Söder­tälje liegen zu viele Ziga­ret­ten­stummel auf den Strassen. Um die Mitar­beiter der Müll­ent­sor­gung zu entlasten, trai­niert der Verhal­tens­for­scher Chris­tian Günther-Hanssen die Krähen. Krähe trägt im Schnabel einen Ziga­ret­ten­stummel. Sie wirft ihn in den Schlund eines Appa­rats, und kaum ist der Stummel verschwunden, öffnet sich eine Klappe, und es rollt die Beloh­nung heraus: Erdnüsse. Zwei Jahre lang hat er an seinem Apparat gebas­telt. Die Krähen kapieren ziem­lich schnell. SRF.ch

Schweiz über­legt in Zukunft bei Grip­pe­epi­de­mien Gesichts­masken zu verordnen.
●5 Milli­arden Gewinn. Glen­core schreibt wieder schwarze Zahlen. Der Rohstoffriese hat das Krisen­jahr dank stei­gender Rohstoff­preise über­standen: Der Umsatz wächst um 43 % ●Fach­märkte und Online legen zu. Coop stei­gert im Coro­na­jahr 2021 den Gewinn. Trotz pande­mie­be­dingten Erschwer­nissen macht der Detail­händler einen Betriebs­ge­winn von 905 Millionen Franken.
●Forschung am Abwasser soll Virus-Vari­anten früh­zeitig erkennen. Schweizer Umwelt­for­schende entwi­ckeln mit Hilfe von Abwasser ein Verfahren zur Über­wa­chung von Viruserkrankungen.
●Rekord­hohe Über­nah­me­ak­ti­vität. KMU werden verkauft und gekauft wie nie zuvor. Das Geld ist billig, viele KMU in der Schweiz wech­seln die Hand – und hiesige Firmen expan­dieren ins Ausland.
●Am 17.2. kehrt die Schweiz zur Norma­lität zurück.
●Gross­ein­satz im Kanton Schwyz. Chemie-Zwischen­fall in Lachen: Betrof­fene aus Spital entlassen. Am 15.2. ist im Hallenbad Ozon ausge­treten, 13 Personen wurden hospi­ta­li­siert. ●Seit Monaten präsen­tiert sich der Iraker Dadvan Yousuf (21) in Medien als Flücht­lingsbub, der in der Schweiz dank Kryp­to­wäh­rungen stein­reich wurde. Mit seiner Geschichte will er Millionen für seine Geschäfts­idee sammeln. Doch: Rund um seine Story gibt es Unge­reimt­heiten, wie Recher­chen von «SRF Inves­ti­gativ» zeigen. Die Geschichte, die Dadvan Yousuf erzählt, tönt gut: Der Flücht­lingsbub aus dem Irak, der als 11-Jähriger sein Spiel­zeug verkauft, Bitcoin kauft und heute stein­reich ist. Mit dieser Story schafft es Yousuf in die grossen Schweizer Zeitungen und auch ins Programm von SRF. Doch: Die Geschichte ist zumin­dest in Teilen falsch und sein Vorgehen frag­würdig. Mehrere ein- und ausge­hende Trans­ak­tionen bei Dadvan Yousuf werfen gemäss einer zuver­läs­sigen Quelle Fragen auf. Sie zeigt «SRF Inves­ti­gativ» Trans­ak­tionen von Dadvan Yousuf an Krypto-Adressen, die auf schwarzen Listen stehen und vor denen auf Krypto-Platt­formen gewarnt wird. In Warnungen, die «SRF Inves­ti­gativ» vorliegen, wird von Betrü­gern, Terror­fi­nan­zie­rung gespro­chen. Er kann es nicht nach­voll­ziehen. Er benütze Anony­mi­sie­rungs­tech­niken, durch welche es SRF nicht möglich sei, zu wissen, welche Krypto-Adressen ihm gehörten. «SRF Inves­ti­gativ» hatte jedoch Einsicht in Doku­mente, die mehrere Adressen von Dadvan Yousuf zeigen. Fragen wirft auch Yousufs Geschichte rundum den Kauf der ersten Bitcoin auf. 2011 mit elf Jahren will Yousuf mit der Kredit­karte seines Vaters seine ersten Bitcoin gekauft haben. In der Handels­zei­tung gibt Yousuf an, diese über die Platt­form Mt.Gox gekauft zu haben. Nur: Der Kauf von Bitcoin mit Kredit­karte war dort 2011 gar nicht möglich.
●Der Bundesrat lockert die meisten Corona-Bestim­mungen, unter anderem auch die Zerti­fi­kats­pflicht für grosse Veran­stal­tungen. Es gibt aber einen Engpass beim Personal und eine Welle von Veran­stal­tungen, die aufge­schoben waren und nun nach­ge­holt werden. In der Event­branche sind in den beiden vergan­genen Jahren in der Schweiz fast 6000 Stellen verloren gegangen. Es sind Agen­turen, die schliessen mussten, und Fach­leute, Tech­niker und Zulie­ferer, welche die Branche gewech­selt haben und die nun fehlen.
●Der Nahrungs­mit­tel­kon­zern Nestlé will bis 2050 kein CO₂ mehr ausstossen. Experten zeigen sich skep­tisch, weil die Daten fehlen.
●Das natio­nalen Zentrum für Cyber­si­cher­heit fordert dazu auf, Sicher­heits­lü­cken von Computer-Soft­ware zu schliessen.
●Wegen höherer Kosten bei Trans­port, Verpa­ckung und Rohstoffen werden Nestlé-Produkte auch 2022 teurer.
●Umfrage der Natio­nal­bank: Bargeld spielt immer klei­nere Rolle. SRF.ch

Türkei – bricht ein Mann den trau­rigen Rekord der längsten Quaran­täne der Welt. Muzaffer Kayasan ist tatsäch­lich seit November 2020 positiv für Covid-19, berichtet am 13.2. die türki­sche Agentur Anadolu aus dem Acibadem Spital in Istanbul. An diesem Tag erkrankte der 56-Jährige zum ersten Mal am Coro­na­virus. Da er an Leuk­ämie litt, war er gesund­heit­lich ange­schlagen und musste mehrere Wochen ins Kran­ken­haus einge­lie­fert werden. Doch dann stellten die Betreuer fest, dass das Virus seinen Körper nicht verlassen hatte. Seit November 2020 wurde der Türke 78 Mal getestet und der Test war immer positiv. Er wird deshalb in Isola­tion gezwungen und kann nur seine Frau und seinen Sohn sehen. TRT.tr

Ukraine – feiert am 16.2. den Tag der Ukraine. Immer mehr Ukrainer protes­tieren gegen US Kriegs­ge­heul, was auch der Wirt­schaft schadet und die vielen US+EU Kredite und Waffen. Wann sollen wir das alles zurück­zahlen? Viele Ukrainer witzeln auch über die US Drohungen. Kann der hyste­ri­sche US Präsi­dent uns auch schon alle anderen Gefahren im Jahr 2022 voraus­sagen, wann wir unser Land verlassen sollen? Flüge werden inter­na­tional abge­sagt, Ausländer, auch Ärzte, müssen das Land verlassen. Müssen wir uns das gefallen lassen? Wir fürchten uns nicht vor unseren russi­schen Brüdern. NPO.nl
●Während Russ­land vom Trup­pen­abzug spricht, meinen USA es hätte Truppen weiter verstärkt. SRF.ch
●Die Streit­kräfte der Volks­re­pu­blik Donezk (DVR) mussten Vergel­tungs­feuer eröffnen, um die Waffen der ukrai­ni­schen Armee zu unter­drü­cken und Zivi­listen zu schützen, sagte der Spre­cher der Volks­miliz der DVR, Oleg Nikitin, in einer Erklä­rung am 17.2.. „Um Zivi­listen zu schützen, unsere Vertei­diger musste Vergel­tungs­feuer eröffnen, um die Waffen des Feindes zu unter­drü­cken“, sagte der Spre­cher. Die Daten über die bei den Bombar­de­ments verwun­deten Zivi­listen und die beschä­digten Einrich­tungen der zivilen Infra­struktur werden präzi­siert. Die Waffen­still­stands­ver­let­zungen wurden unver­züg­lich den Vertre­tern der ukrai­ni­schen Seite im Gemein­samen Waffen­still­stands­kon­troll- und Koor­di­nie­rungs­zen­trum zur Kenntnis gebracht, „um Mass­nahmen gegen die Täter zu ergreifen und Fälle auszu­schliessen, in denen die regis­trierten Daten über Waffen­still­stands­ver­let­zungen durch das ukrai­ni­sche Militär gefälscht wurden“. sagte der Spre­cher. „Wir rufen inter­na­tio­nale Beob­achter und die Führung der OSZE auf. VESTI.ru

Ungarn – Mittel­eu­ropas grösstes und modernstes Digi­ta­li­sie­rungs­zen­trum für öffent­liche Samm­lungen wurde am Freitag in der Széchenyi-Natio­nal­bi­blio­thek in Buda­pest eröffnet. ●Unsere Wirt­schafts­po­litik funk­tio­niert, im vergan­genen Jahr wuchs das BIP um 7%“, sagte Premier Viktor Orbán in seiner Rede zur Lage der Nation am 12.2. im Burg­gar­ten­basar. Er kündigte an, den Preis­stopp an den Tank­stellen um drei Monate zu verlängern.
●Kanz­ler­amts­mi­nister Gergely Gulyás will nicht ausschliessen, dass sich das Ausland in den Ausgang der Parla­ments­wahlen am 3. April einmi­schen könnte.
●Am 3. April werden die 199 Abge­ord­neten des unga­ri­schen Parla­ments gewählt. Für den glei­chen Tag ist auch ein Refe­rendum über die Eckpunkte des im Juni 2021 verab­schie­deten Kinder­schutz­ge­setzes ange­setzt. Ungarn klagt EUGH.
●Aussen­mi­nister Péter Szij­jártó hat die Ungarn in Sieben­bürgen und im Szekler­land aufge­for­dert, an den Parla­ments­wahlen am 3. April teilzunehmen.
●Voraus­sicht­lich ab Ende 2023 kann Ungarn auf Erdgas aus Aser­bai­dschan rechnen.
●Seit Beginn der Wetter­auf­zeich­nungen 1901 war der Januar nur in vier Jahren noch trockener, als in diesem Jahr.MR.hu

USA – Kein Prozess in New York. Miss­brauchs­klage: Prinz Andrew schliesst Vergleich mit Klägerin. Zahlt dafür der Steuerzahler?
●Ange­sichts einer befürch­teten Eska­la­tion in der Ukraine-Krise wollen sich die USA am 18.2. bei einem Video-Gipfel mit den Spitzen von sieben weiteren Staaten austau­schen. Auch Vertreter von EU und Nato sollen an den Gesprä­chen teil­nehmen. US-Präsi­dent Joe Biden hatte am 17.2. in Washington vor einer Inva­sion «in den nächsten paar Tagen» gewarnt, die Gefahr dafür sei «sehr hoch». Russ­land bekräf­tigte dagegen erneut seine Darstel­lung, es ziehe einen Teil seiner Truppen von der ukrai­ni­schen Grenze ab.
●Die Regie­rung von Präsi­dent Joe Biden fordert Insi­dern zufolge vom Kongress zusätz­lich 30 Milli­arden Dollar im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die Mittel würden zur Verbes­se­rung von Impf­stoffen und Thera­pien sowie für Forschung und Test­ge­räten benö­tigt. SRF.ch

Vietnam – Wer einreisen will, muss voll­ständig geimpft sein und eine drei­tä­gige Quaran­täne einhalten. SRF.ch

1 Kommentar

  1. Ahja, Masken­pflicht bei Grip­pe­saison in der Schweiz. Nur dort? Letzt­lich die nächste VT wahr geworden, ohne über­haupt länger, als ein paar Tage oben zu sein:
    Nämlich die, daß der ganze Zirkus auch in den Ländern ab Herbst wieder vor vorne losgeht, die jetzt halb­wegs erleichtern.
    Die poli­ti­sche Klasse muß komplett entfernt werden, egal wie und egal um welchen Preis, sonst gibt es niemals mehr Grundrechte!

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