Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde – 21.06.2023

Im Internet mitge­lesen und mitge­schrieben von Wilhelm Tell
 

Belarus – Weniger als einen Monat nach Beginn einer kurz­le­bigen Meuterei in Russ­land trai­nieren Mitglieder des privaten Mili­tär­un­ter­neh­mens Wagner bela­rus­si­sche Truppen und teilen ihre Erfah­rungen auf dem Schlacht­feld, die sie im Ukraine-Konflikt gesam­melt haben, nach Angaben des Vertei­di­gungs­mi­nis­te­riums in Minsk. RB.by

Belgien – In Brüssel finden zwischen den Staats­ober­häup­tern Arme­niens und Aser­bai­dschans Frie­dens­ge­spräche statt. Während­dessen schwellt der Konflikt um die Region Berg­ka­ra­bach vor Ort weiter. SRF.ch

Deutsch­land – Mehr als jeder fünfte Deut­sche kann es sich offenbar nicht leisten, eine Woche in den Urlaub zu fahren. ● Die Zahl der Asyl­be­werber in Berlin ist in den ersten sechs Monaten des Jahres um mehr als die Hälfte gestiegen. Bis Ende Juni wurden fast 7’500 Asyl­su­chende regis­triert. Vor einem Jahr waren es knapp 4’900. Das geht aus Zahlen des Landes­amts für Flücht­lings­an­ge­le­gen­heiten hervor. Haupt­her­kunfts­länder sind die Türkei, Syrien und Afgha­ni­stan. Dazu kommen noch 8’500 Flücht­linge aus der Ukraine. ● Laut Medi­en­be­richten ist der DDR-Schla­ger­star Michael Hansen gestorben. Demnach starb er im Alter von 82 Jahren im Reha­bi­li­ta­ti­ons­zen­trum Bernau. Zu seinen grössten Erfolgen gehört der Titel „Solang die Liebe bleibt“ aus dem Jahr 1977. RBB.de

Frank­reich – Ikone der 60er-Jahre, Jane Birkin ist tot. Die legen­däre Schau­spie­lerin und Sängerin Jane Birkin wurde am 14. Dezember 1946 in London geboren. Nun ist die britisch-fran­zö­si­sche Ikone der 60er-Jahre im Alter von 76 Jahren in Paris gestorben. Jane Birkin war die Tochter von Ex-Agent David Birkin und der Schau­spie­lerin Judy Camp­bell. Ihr Bruder ist der briti­sche Regis­seur und Dreh­buch­schreiber Andrew Birkin. Birkin war die Ehefrau des Kompo­nisten John Barry, von 1969 bis 1980 Lebens­ge­fährtin des Sängers, Kompo­nisten, Autors und Regis­seurs Serge Gains­bourg und später mit dem Regis­seur Jacques Doillon liiert. Ihre Töchter Kate Barry (1967–2013), Char­lotte Gains­bourg (*1971) und Lou Doillon (*1982) entstammen diesen Bezie­hungen. Ihre älteste Tochter Kate brachte sich im Alter von 46 Jahren um. Kates Selbst­mord stand seitdem über allem.
● Auf Einla­dung von Berset. Frank­reichs Präsi­dent Macron beehrt im November die Schweiz. Vor acht Jahren besuchte letzt­mals mit Fran­çois Hollande ein fran­zö­si­scher Präsi­dent die Schweiz. SRF.ch

Guate­mala –  Chaos statt Wahl­kampf: Sandra Torres, die eine Kandi­datin für die Stich­wahl im August, hat ihre Kampagne vorder­hand einge­stellt. Sie mache dies aus Soli­da­rität mit ihrem Gegner Bernardo Arévalo, weil dessen Partei von der Wahl ausge­schlossen wurde. Bereits im Vorfeld hatten Kritiker der Regie­rung vorge­worfen, wider­recht­lich gegen oppo­si­tio­nelle Kandi­da­tinnen und Kandi­daten vorzu­gehen, nachdem drei Anwärter vorab ausge­schlossen worden waren. Die Vorgänge im mittel­ame­ri­ka­ni­schen Land mögen für Aussen­ste­hende undurch­sichtig sein. Mit Blick auf die tiefen gesell­schaft­li­chen und poli­ti­schen Gräben werden sie aber verständ­li­cher. Die Mehr­heit der rund 17 Millionen Menschen im Land lebt in bitterer Armut. «Es handelt sich dabei vor allem um indi­gene Völker, die auch ihre indi­genen Spra­chen haben», erklärt SRF-Ausland­re­daktor Franco Battel. Seit jeher sind sie von der Macht ausge­schlossen: Über die Geschicke im Land entscheidet die reiche, meist spanisch­stäm­mige Ober­schicht, die in der Haupt­stadt (Guate­mala-Stadt) lebt. Diese Elite würde in der Regel auch bestimmen, wer Präsi­dent oder Präsi­dentin wird, führt Battel aus. Diesmal folgte das Präsi­dent­schafts­rennen aller­dings nicht ihrem Dreh­buch. Prompt entschied ein Richter, dass Bernardo Arévalo suspen­diert wird. Begrün­dung: Es habe «Unre­gel­mäs­sig­keiten» bei der Regis­trie­rung von Mitglie­dern seiner Partei gegeben. Für Battel ist das Urteil eine Farce. «Arévalo ist ein Kandidat, der nicht von der kleinen herr­schenden Elite aufge­stellt wurde. Sie versucht nun, ihn mit allen Mitteln von der Wahl auszu­schliessen.» Damit soll sicher­ge­stellt werden, dass seine Heraus­for­derin Sandra Torres gewinnt. «Ihr eilt der zwei­fel­hafte Ruf voraus, eher zu tun, was die Elite will.» Konkret: Die ille­galen Geschäfte der allmäch­tigen Ober­schicht in Guate­mala sollen weiterhin von der Staats­füh­rung gedeckt und die Justiz zurück­ge­bunden werden. Für Beob­achter ist die Demo­kratie im Land in Gefahr. Das sieht auch Battel so. «Wenn Arévalo von der Wahl ausge­schlossen wird, gäbe es dafür keine gesetz­liche Grund­lage. Das würde einer Art Staats­streich gleich­kommen.» Die neueste Wendung im unwür­digen Schau­spiel: Das Höchste Gericht hat in der Nacht verfügt, der Ausschluss von Arévalo sei nicht rech­tens. Wie es nun weiter­geht, bleibt abzu­warten. Klar ist für Battel: «Die kleine, regie­rende Schicht tut alles, um Arévalo zu verhin­dern.» Ebenso klar sei aber, dass es im Land Wider­stand gegen diesen Coup gebe. Ange­sichts der poli­ti­schen Krise hat sich auch die EU besorgt geäus­sert. Mit Blick auf die anste­hende Stich­wahl am 20. August forderte die EU in Brüssel die Insti­tu­tionen des mittel­ame­ri­ka­ni­schen Landes auf, das Ergebnis des ersten Durch­gangs zu respek­tieren. «Die EU ist tief besorgt über die anhal­tenden Versuche, die Inte­grität der Wahl­er­geb­nisse zu unter­graben», hiess es in einer Erklä­rung. Auch die USA beob­achten die Vorgänge mit Argus­augen. Denn über Guate­mala wird ein Teil der Drogen geschleust, die nach Nord­ame­rika gelangen. Zudem liegt das Land auf der Flücht­lings­route Rich­tung USA. «Darum wollen die USA ein möglichst stabiles Guate­mala. Sie haben kein Inter­esse daran, dass die dortige Elite das Land mit einem Staats­streich ins Chaos treibt», schliesst Battel. SRF.ch

Indien – Indien unter­nimmt mit «Chandrayaan‑3» einen weiteren Versuch, auf dem Mond zu landen. SRF.ch
● Am Sonntag leitete Dr. Subrah­manyam Jais­hankar (68) gemeinsam ein sepa­rates Treffen mit den Aussen­mi­nis­tern der Mekong Ganga Coope­ra­tion (MGC), zu der Indien, Kambo­dscha, die DVR Laos, Myanmar, Thai­land und Vietnam gehören. Er plädierte dafür, dem Bau der fast 1’400 Kilo­meter langen Auto­bahn Vorrang einzu­räumen, da dies einen grossen Aufschwung für Handel, Inves­ti­tionen und Tourismus bedeuten werde. Jais­hankar hat auch bila­te­rale Gespräche mit dem Aussen­mi­nister Myan­mars, U Than Swe, geführt, der von 1992 bis 2011 Premier­mi­nister des Landes war. „Unsere Diskus­sionen konzen­trierten sich auf Konnek­ti­vi­täts­in­itia­tiven, die eine grös­sere regio­nale Bedeu­tung haben. AIR.in

Iran – Irane­rinnen zeigen sich unbe­ein­druckt von der Sitten­po­lizei. Die Sitten­wächter sollen wieder auf die Strasse. Viele Frauen wollen sich den Klei­der­vor­schriften nicht mehr beugen. SRF.ch

Jemen – Das Bergungs­un­ter­nehmen Boskalis ist dabei, das FSO Safer vor der Küste Jemens zu entleeren. Seit den 1980er Jahren dient der Tanker als Offshore-Öllager in der Nähe des Hafens von Hodeida. Seit Ausbruch des Bürger­kriegs im Land im Jahr 2014 wurden keine Wartungs­ar­beiten an dem Schiff durch­ge­führt. Inter­na­tio­nale Orga­ni­sa­tionen befürchten, dass das Schiff eine Umwelt­ka­ta­strophe verur­sa­chen könnte. Die UN haben deshalb eine Bergungs­ak­tion einge­leitet. Mehrere Länder, darunter die Nieder­lande, haben Hilfe zuge­sagt. Unser Land hat 15 Millionen für das Projekt bereit­ge­stellt. Die UN kauften Anfang des Jahres einen weiteren Tanker, um das Öl zu trans­por­tieren. Dieses Schiff, die Nautica, ist jetzt im Jemen ange­kommen. Der Transfer wird noch in dieser Woche beginnen. NOS.nl

Kanada – Heuer ist bereits 2,5 Mal die Fläche der Nieder­landen abge­brannt. NOS.nl
● 21 Jahre jung war Kate Beaton, als sie 2005 ihr Studium mit einem Diplom und 40’000 Dollar Schulden an Studi­en­kre­diten beendet, die sie möglichst rasch abzahlen will. Sie hört von gut bezahlten Jobs in der kana­di­schen Öl-Indus­trie und macht sich aus der wirt­schaft­lich abge­hängten Provinz Nova Scotia im Osten Kanadas in die abge­le­genen Ölfelder im Norden auf. Der erste Eindruck ist apoka­lyp­tisch: Türme, Schlote, Flammen, Schutt­berge, moras­tige Tümpel, tita­ni­sche Maschinen. Dazwi­schen ein Dorf aus Lager­räumen, Werk­stätten und billigen Fertig­häu­sern für die Ange­stellten. Eine seelen­lose Umge­bung. Hier geht es nur um Arbeit und Ausbeu­tung. Ausbeu­tung der natür­li­chen, aber auch der mensch­li­chen Ressourcen. Die kana­di­sche Comic­au­torin Kate Beaton machte sich einen Namen mit sati­ri­schen Webco­mics, die auf Deutsch in Büchern wie «Obacht! Lumpen­pack» veröf­fent­licht wurden. Darin zieht sie mit respekt­losem Humor über grosse Namen aus Lite­ratur und Geschichte her. Ganz anders «Ducks. Zwei Jahre in den Ölsanden»: In dieser auto­bio­gra­fi­schen Graphic Novel setzt sich Beaton auf 450 Seiten mit ihren Erfah­rungen in der kana­di­schen Ölin­dus­trie ausein­ander. Damit landete sie einen Best­seller. ISBN 978–3‑95640–383‑5, 39 Fr., 448 Seiten, zwei­farbig, 17 × 23 cm, Hard­cover. SRF.ch

Kanaren – Auf der Kana­ren­insel La Palma wurden wegen heftiger Wald­brände rund 4’000 Menschen evaku­iert. Laut Fernando Clavijo, dem Präsi­denten der Kana­ri­schen Inseln, wurden durch das gestern ausge­bro­chene Feuer etwa 13 Häuser zerstört. Einige Bewohner wollen ihre Häuser nicht verlassen, „aber ich appel­liere an die Menschen, sich verant­wor­tungs­be­wusst zu verhalten“, sagte Clavijo gegen­über lokalen Repor­tern. Mitt­ler­weile sind mehr als 46 Quadrat­ki­lo­meter von den Bränden betroffen. Der Brand wird mit zwei Flug­zeugen und neun Hubschrau­bern sowie 300 Feuer­wehr­leuten am Boden bekämpft. NOS.nl

Krim – Ein neuer Anschlag auf die Brücke von Kertsch. Das ist der zweite Anschlag dieser Art, wieder wurden Zivi­listen getötet und wieder wird kein west­li­ches Land den Terror­an­schlag verur­teilen. Die Briten haben die Ukraine mit Unter­was­ser­drohnen ausge­rüstet und das Personal dafür ausge­bildet. Mehrere Angriffe auf die Krim, auf Häfen der Krim, erfolgten bereits mit briti­schem Mate­rial und womög­lich unter briti­scher Kontrolle. VESTI.ru

Libyen – Rund zehn Jahre lang waren die diplo­ma­ti­schen Bezie­hungen zwischen der Türkei und Ägypten ange­spannt. Vor kurzem nun haben Ankara und Kairo ihre diplo­ma­ti­schen Bezie­hungen voll­ständig norma­li­siert und Botschafter in die jeweils andere Haupt­stadt entsandt. Diese Entwick­lung dürfte auch der poli­ti­schen Elite in Libyen nicht entgangen sein, denn das Ende der diplo­ma­ti­schen Eiszeit zwischen Ägypten und der Türkei könnte auch weit­rei­chende Auswir­kungen auf ihr Land haben. Das nord­afri­ka­ni­sche Libyen ist mehr als ein Jahr­zehnt nach der Revo­lu­tion und dem Sturz von Lang­zeit­dik­tator Muammar al-Gaddafi ein insta­biles, gespal­tenes Land, mit zwei riva­li­sie­renden Regie­rungen im Osten und im Westen des Landes, mit mäch­tigen Milizen und auslän­di­schen Staaten, die in Libyens Politik mitmi­schen. Die Türkei und Ägypten standen bislang auf der jeweils entge­gen­ge­setzten Seite im inner­li­by­schen Macht­kampf, unter­stützten diese jeweils mili­tä­risch oder auch logis­tisch, insbe­son­dere während des Bürger­kriegs von 2019/20. Ägypten stand bislang auf der Seite des starken Mannes in Libyens Osten, General Khalifa Haftar. Die Türkei war der wich­tigste Unter­stützer von Premier­mi­nister Abdul Hamid Dbaiba im Westen, in Tripolis, der auch von der UNO aner­kannt wird. Beide, die Türkei und Ägypten, haben also grossen Einfluss in Libyen, aber eben nur in den jewei­ligen Landes­teilen. Wenn die Türkei und Ägypten es schaffen, in Libyen künftig am glei­chen Strick zu ziehen und auf ihre jewei­ligen «Schütz­linge» einzu­wirken, könnte es sein, dass es mittel­fristig doch zu Wahlen für eine Regie­rung der natio­nalen Einheit kommt. Diese hätten eigent­lich schon 2021 statt­finden sollen, stehen aber immer noch aus. Aber auch eine erneute mili­tä­ri­sche Konfron­ta­tion ist nicht ausge­schlossen, dann nämlich, wenn zum Beispiel Premier­mi­nister Dbaiba mithilfe loyaler Milizen Wider­stand gegen eine allfäl­lige Abset­zung leisten würde. SRF.ch

Mittel­meer – Jedes Jahr werden im Mittel­meer hunderte Wale von Schiffen gerammt und getötet. Jetzt sollen die Schiffe lang­samer fahren. Doch das Abbremsen ist nur eine Empfeh­lung. SRF.ch

Nieder­lande – Ein rasanter Anstieg von Spreng­stoff­an­schlägen im Drogen­mi­lieu macht der Polizei in den Nieder­landen Sorge. Bis Jahres­mitte seien bereits 303 gegen Wohnungen und Firmen­ge­bäude gerich­tete Anschläge regis­triert worden, im gesamten Vorjahr waren es 325, wie die Polizei heute mitteilte. Ein Schwer­punkt ist die Hafen­stadt Rotterdam. Es würden zuneh­mend schwe­rere Brand­bomben und Spreng­stoffe verwendet. NOS.nl

Öster­reich – Heute feiert das Krap­fen­waldlbad in Wien-Döbling sein 100-jähriges Bestehen – bekannt ist es unter anderem für seine Aussicht und als erstes Oben-ohne-Bad Wiens. Auf dem Programm des Fests stehen etwa verschie­dene Musik- und Tanz­per­for­mances. ORF.at

Ostsee – Eine Fähren­fahrt quer über die Ostsee eröffnet in diesen Tagen unge­wohnte Aussichten. Wo gewöhn­lich zu dieser Jahres­zeit vor allem Segel- und Kreuz­fahrt­schiffe das seichte Binnen­meer befahren, tauchen am Hori­zont ständig neue, riesige Tank­schiffe auf. Viele von ihnen seien in einem sehr schlechten Zustand, sagt Daniel Romehed, Chef der schwe­di­schen Küsten­wache. «Sie erfüllen unsere Sicher­heits­be­stim­mungen nicht», betont Romehed, dessen Behörde grosse Teile der Ostsee mit Flug­zeugen über­wa­chen kann. Doch die vielen neuen Öltanker befinden sich in inter­na­tio­nalem Gewässer. Nach Einfüh­rung eines Preis­de­ckels im Dezember letzten Jahres durch die Euro­päi­sche Union expor­tiert Russ­land sein Öl nun zu höheren Preisen in Länder wie Indien und China. Dabei setze es auf güns­tige und in die Jahre gekom­mene Tank­schiffe aus Dritt­staaten wie Liberia, sagt Veli-Pekka Tynkkynen, der an der Univer­sität Helsinki Geopo­litik lehrt. Die Ostsee ist ein seichtes Binnen­meer mit einem hohen Anteil an Süss­wasser. Wegen der vielen Abwasser, die Anrai­ner­staaten in die Ostsee leiten, weist sie einen tiefen Sauer­stoff­ge­halt auf. Die Arten­viel­falt ist gering und das Ökosystem sehr sensibel. Ein Tanker­un­glück hätte kata­stro­phale Folgen für das Meer und die Küsten­ge­biete, sagt der Sicher­heits­di­rektor der südschwe­di­schen Provinz Blekinge, Peter Ryman. «Wir versu­chen unser Bestes, uns auf eine solche Situa­tion einzu­stellen.» Seine Provinz­be­hörde hat bereits damit begonnen, den eigenen Kata­stro­phen­schutz zu verstärken. Auch wenn nun also bald fast sämt­liche Anrai­ner­staaten der Ostsee nicht nur der Euro­päi­schen Union, sondern auch der Nato ange­hören, wird das Leben in und an diesem euro­päi­schen Binnen­meer vorder­hand nicht sicherer, zumin­dest nicht für die Umwelt. SRF.ch

Russ­land – Italie­ni­sche Weine hätten dank der Exper­tise russi­scher Händler eine starke Posi­tion auf dem russi­schen Markt behauptet, sagte der Präsi­dent der italie­nisch-russi­schen Handels­kammer. In einem Inter­view mit RIA Novosti erklärte Ferdi­nando Pelazzo, dass die Gesamt­ex­porte aus Italien nach Russ­land seit Einfüh­rung der west­li­chen Sank­tionen um etwa 75 % zurück­ge­gangen seien, da die Hälfte aller zuvor gehan­delten Waren unter die Beschrän­kungen fielen. Wein mit einem Preis von unter 300 Euro pro Flasche war jedoch ausge­nommen und gehört weiterhin zu den Spitzenreitern.
● Das russi­sche Gesetz erkenne die Exis­tenz privater Mili­tär­un­ter­nehmen, darunter Wagner, nicht an, sagte Präsi­dent Wladimir Putin am Donnerstag der Zeitung „Kommersant“, als er nach seinem jüngsten Treffen mit Komman­deuren der Meute­rer­gruppe gefragt wurde. Während des Besuchs einer Tech­no­lo­gie­messe in Moskau wurde Putin gefragt, ob Wagner weiterhin als Kampf­for­ma­tion operieren werde. „Nun, PMC Wagner exis­tiert nicht“, sagte Putin dem Kommersant-Korre­spon­denten. „Wir haben kein Gesetz über private Mili­tär­un­ter­nehmen. Es exis­tiert also einfach nicht.“ „Die Gruppe exis­tiert, aber recht­lich gesehen nicht“, stellte der Präsi­dent klar. „Es ist ein sepa­rates Thema im Zusam­men­hang mit der Lega­li­sie­rung, das von der Staats­duma und der Regie­rung aufge­griffen werden muss. Eine kompli­zierte Frage.“
● Putin zu Streu­bomben für Kiew: „Wir behalten uns das Recht auf spie­gel­gleiche Mass­nahmen vor“. IZ.ru

Schott­land – Dutzende Grind­wale sind in Schott­land gestrandet, die meisten davon tot. NOS.nl

Schwarzes Meer – Das russi­sche Vertei­di­gungs­mi­nis­te­rium hat eine Warnung heraus­ge­geben, nachdem in der Nähe von Schiff­fahrts­wegen im nord­west­li­chen Teil des Schwarzen Meeres eine ukrai­ni­sche Mine entdeckt wurde. In einer am Freitag veröf­fent­lichten Erklä­rung forderte Moskau alle Schiffe auf, sich der poten­zi­ellen Gefahr durch Seeminen bewusst zu sein, und verwies dabei auf eine Warnung der russi­schen Schwarz­meer­flotte. Die Streu­mine sei von ukrai­ni­schen Streit­kräften Anfang letzten Jahres während „chao­ti­scher Berg­bau­ak­ti­vi­täten im Küsten­ge­biet des Schwarzen Meeres“ gelegt worden, teilte das Vertei­di­gungs­mi­nis­te­rium mit und fügte hinzu, dass Kiews Truppen „der Sicher­heit der Seeschiff­fahrt keine Beach­tung geschenkt“ hätten. IZ.ru

Schweden – Schweden will kein Einwan­de­rungs­land mehr sein.
● Die Stock­holmer Polizei hat einem Mann und zwei Unter­stüt­zern erlaubt, öffent­lich eine Bibel und eine Tora-Rolle zu verbrennen. Das wird bei der Botschaft Israels geschehen. Der Mann tut dies aus Protest gegen die Koran­ver­bren­nung letzten Monat in einer Moschee durch einen christ­li­chen Migranten aus dem Irak. Die Thora enthält die wich­tigsten heiligen Bücher des jüdi­schen Glau­bens. Diese Bücher stehen auch in der Bibel. Israel hat die schwe­di­sche Regie­rung zum Eingreifen aufge­for­dert. „Als Präsi­dent Israels habe ich die Verbren­nung des Korans verur­teilt, der für Muslime überall heilig ist“, sagte Präsi­dent Herzog. „Es bricht mir das Herz, dass die jüdi­sche Bibel, das ewige Buch des jüdi­schen Volkes, nun das gleiche Schicksal erleidet.“ Der israe­li­sche Ober­rab­biner Yitzhak Yosef fordert den schwe­di­schen König Carl Gustaf zum Eingreifen auf. „Wenn Sie dies verhin­dern, senden Sie ein klares Signal an die Welt, dass Schweden strikt gegen reli­giöse Into­le­ranz ist und dass es in der zivi­li­sierten Welt keinen Platz für solche Aktionen gibt.“ Das Demons­tra­ti­ons­recht ist in der schwe­di­schen Verfas­sung fest veran­kert. Die Blas­phe­mie­ge­setze wurden in den 1970er Jahren abge­schafft. NOS.nl

Schweiz – Karl Bürkli brannte für die direkte Demo­kratie und war Feuer und Flamme für die Frau­en­rechte. Verbeu­gung vor einem Verkannten, der ein frivoles Leben führte. Das Leben des Karl Bürkli klingt wie der Plot eines schrägen Holly­wood-Films. Der Sohn einer reichen Familie aus Zürich wird in Paris zum Sozia­listen. Er arbeitet als Gerber, enga­giert sich als Poli­tiker und wandert in die USA aus, um eine Kommune zu gründen. Zurück in der Schweiz, arbeitet er als Wirt in einer Kneipe. Selbst den Bürkli-Biografen Urs Hafner (55) haben einige Wendungen in diesem Leben über­rascht. Er hätte sich nicht träumen lassen, dass ein Patri­zi­er­sohn in jungen Jahren nach Paris zieht und sich dort dann in die Theo­rien über die freie Liebe vertieft. Bürkli entdeckt in Paris die Schriften des Früh­so­zia­listen Charles Fourier. Der propa­giert zum Beispiel, dass Frauen auch Frauen und Männer auch Männer lieben können. Fourier träumt von einer sozi­al­po­li­ti­schen Utopie, will Spass und Luxus für alle, für Arme und Reiche glei­cher­massen. Der Sozia­list Bürkli dagegen träumt nicht nur, er macht. 1851 gründet er in Zürich den Konsum­verein, eine Art Genos­sen­schaft. «Die Idee war, dass die Leute sich zusam­men­finden und direkt an die Produkte kommen, die sie benö­tigen. Eben ohne den Zwischen­handel, der da Profit abschöpft», sagt Hafner. Die Idee ist so erfolg­reich, dass mehr und mehr Konsum­ver­eine gegründet werden. Heute bestehen sie in Form des Gross­ver­tei­lers Coop weiter. Bürkli gründet ausserdem die Zürcher Kanto­nal­bank mit, die damals Geld für die kleinen Leute bereit­stellt. Und er prägt auch die poli­ti­sche Schweiz. «Ohne ihn gäbe es in der Schweiz keine direkte Demo­kratie», ist Biograf Hafner über­zeugt. «Karl Bürkli ist der Erste, der Refe­rendum und Initia­tive zusam­men­ge­bracht hat. Dank ihm kam sie in die Zürcher Verfas­sung von 1868.» Natür­lich habe es diese Bestre­bungen auch in anderen Kantonen gegeben, aber ohne Bürkli wäre es nicht so weit gekommen», sagt Hafner. Bürkli begründet gleich zwei Schweizer Insti­tu­tionen: das Genos­sen­schafts­wesen und die direkte Demo­kratie. «Beides gehört bis heute zur Schweiz. Aber in der herr­schenden Erzäh­lung der Schweiz über sich selbst spielt beides nur eine Neben­rolle.» Die Haupt­rolle dagegen spielt laut Hafner das Bild einer Schweiz, die vor allem von libe­ralen Eliten geprägt wurde. Vom Eisen­bahn­baron Alfred Escher zum Beispiel. Tatsäch­lich sei das nur die halbe Wahr­heit, sagt Hafner. «Das herr­schende Bild, das wir von der Geschichte der Schweiz im 19. Jahr­hun­dert haben, ist immer ein libe­rales Narrativ.» Deswegen sei der Sozia­list Karl Bürkli trotz seiner Verdienste so unbe­kannt. Gerade deshalb sei es so span­nend, sich mit ihm zu beschäf­tigen. Bürkli eröffne einem ein ganz anderes Bild der Schweiz im 19. Jahr­hun­dert. Bürkli stehe für eine sozi­al­de­mo­kra­ti­sche und eine etwas verrückte Schweiz. Man dürfe nicht vergessen, dass das Land Ende des 19. und Anfang des 20. Jahr­hun­derts ein euro­päi­scher Hort für Sozia­listen und Anar­chisten gewesen sei, sagt Hafner, «für Leute, die verrückte Utopien im Kopf hatten». Einer wie Bürkli war viel­leicht auch deshalb so erfolg­reich, weil er die verrück­testen seiner Utopien nicht öffent­lich machte. So war er zwar über­zeugt davon, dass Frauen gleiche Rechte hätten. Prak­tisch setzte er sich aller­dings nie dafür ein. Und auch die Idee von der freien Liebe behielt er bis ins hohe Alter lieber für sich. Urs Hafner: «Karl Bürkli – Der Sozia­list vom Para­de­platz». Echt­zeit, 2023, 978–3‑906807–34‑8, Erscheinungsdatum13.07.2023, 44 Fr.
● Seit über zehn Jahren bereiten sich Radio­branche und Bakom darauf vor, dass UKW in der Schweiz endgültig abge­schaltet wird und alle Radio­pro­gramme ausschliess­lich über DAB+ ausge­strahlt werden. Die Mehr­heit der Radio­ver­an­stalter will die UKW-Abschal­tung. Aber eine kleine Minder­heit, zu der auch Radio-1-Chef Roger Scha­winski gehört, wehrt sich dagegen.
● Feri­en­ver­kehr. 15 Kilo­meter Stau am Gott­hard – 2 Stunden 30 Warte­zeit. Vor dem Gott­hard nach Süden braucht es im Moment viel Geduld. ● Die Spitze der SVP Schweiz hat 100 Tage vor den Wahlen das getan, was sie früher immer vermieden hat: Sie liess sich in die Wahl­kampf­kasse blicken – wegen der neuen Trans­pa­renz­re­geln. Die anderen Parteien haben auf Nach­frage nach­ge­zogen. Die Umfrage zeigt, die SVP hat mit 4.5 Millionen Franken das grösste Budget für den Wahlkampf.
● Nach der Warnung der WHO. Finger weg von Produkten mit Aspartam? Die WHO stuft den künst­li­chen Süss­stoff als «mögli­cher­weise krebs­er­re­gend» ein. Doch die Beweis­lage wirft Fragen auf.
● «Die DNA ist kein Compu­tercode». Mit der Genom-Editie­rung kann das Erbgut von Orga­nismen verän­dert werden. Ein Werk­zeug dafür ist die Genschere CRISPR/Cas, die DNA durch­trennen und einzelne DNA-Bausteine modi­fi­zieren kann. Von dieser Gentech­no­logie verspre­chen sich Befür­worter viel, unter anderem die Lösung für den Welt­hunger. Die EU will sie nun erleich­tern. Doch die Genom-Editie­rung birgt aus Sicht der Gegne­rinnen viele Risiken – so auch in den Augen von Agrar­öko­login Ange­lika Hilbeck. Es ist eine ganze Liste von Punkten, die ich kritisch sehe. Ange­fangen damit, dass man keine Sicher­heits­ab­klä­rung mehr machen muss, dass die vorge­nom­menen Verän­de­rungen im Genom auch tatsäch­lich diese entspre­chende Eigen­schaft haben, die hinterher beworben wird. Es geht um Produkt­wahr­heit und Offen­heit bei den Eingriffen. Man kann nicht vorher­sehen, was bei einer Genom-Editie­rung passiert, weil man nicht weiss, in welchen Gesamt­kon­text man eingreift. Wir wissen, dass Genome, also die Gesamt­heit der Erban­lagen von Orga­nismen, in einem fein abge­stimmten Netz­werk zusam­men­ar­beiten. Gentech­niker greifen nun in einen Teil davon ein, den sie kennen, aber sie kennen nicht den gesamten Kontext. Wenn man in geno­mi­sche Kontexte eingreift, kann alles bis nichts schief­gehen. Es können Aller­gene entstehen, bestimmte meta­bo­li­sche Prozesse können unter­bro­chen werden und sich verän­dern. Diese Verfahren haben ein wirt­schaft­li­ches Poten­zial in den vorge­schal­teten Prozessen, das heisst in der Paten­tie­rung. Seit Beginn der Gentechnik wird uns verspro­chen, dass wir Wunder­pflanzen und Wunder­lö­sungen zu erwarten haben, die uns den Welt­hunger und die Biodi­ver­si­täts­krise lösen, den Klima­wandel bekämpfen und so weiter. Es hat nun seit 50 Jahren nichts derglei­chen statt­ge­funden. Das heisst, es wird unglaub­lich viel verspro­chen, aber nur sehr wenige Produkte schaffen es über­haupt jemals auf den Markt. Die Paten­tie­rung ist der Schlüs­sel­faktor, warum die neuen Tech­no­lo­gien lukrativ sind. Denn die Instru­mente und Proto­kolle sind alle paten­tiert. Das heisst, mit den Methoden und Werk­zeugen wird unglaub­lich viel Geld verdient. Nach 25 Jahren Forschungs­kar­riere auf dem Gebiet sehe ich inzwi­schen keine Chancen mehr – schon gar nicht, wenn es um Anpas­sungs­leis­tungen an die Umwelt geht. Das sind so komplexe Prozesse, die von Hunderten von Genen gesteuert oder beein­flusst werden. Da ist die Gentechnik einfach limi­tiert. Sie kann nur sehr einfache Gene beein­flussen und Eigen­schaften, die über einzelne Gene ausge­prägt werden. Das ist nicht ausrei­chend, um ein solches Netz­werk in seiner Leis­tungs­fä­hig­keit anzu­passen, damit es sich an Klima­wandel und derglei­chen anpassen kann. Das funk­tio­niert nicht mit kleinen Eingriffen. ● Techno-Party am Lac Léman. 20’000 Tech­no­fans feiern an Genfer Lake Parade. Nach sechs Jahren Unter­bruch hat die Lake Parade die tech­n­obe­geis­terten Massen und zahl­reiche Zaun­gäste angelockt.
● Mit den Resten der Kehricht­ver­bren­nung lässt sich Geld verdienen. In Full-Reuen­thal (AG) ist seit diesem Früh­ling die modernste Anlage der Schweiz in Betrieb. Diese geht noch weiter als die bishe­rigen Recy­cling­sys­teme, in dem sie die Schlacke mit einem Verfahren auftrennt. Mit Elek­tro­im­pulsen, einer Art von Blitzen, wird die Schlacke in feinste Einzel­teil­chen sepa­riert. So soll es gelingen, so viel Metall­über­reste aus der Schlacke zu holen, wie sonst nirgends● Post­auto verbannt das Bargeld und verweist auf Auto­maten im Bus. Diese funk­tio­nieren nur bargeldlos. ● Fahrende in der Schweiz. Weniger Förder­gelder für Jeni­sche. Eigent­lich wären mehr Halte- und Stand­plätze in der Schweiz nötig. Doch der Bund will die Förder­gelder kürzen. SRF.ch

Südkorea – Südkorea stockt Ukraine-Hilfe auf 150 Mio. Dollar auf. ORF.at
● Südkorea. 37 Tote nach Über­schwem­mungen. Die sint­flut­ar­tigen Nieder­schläge halten seit Ende letzter Woche an. SRF.ch

Uganda – Das Land erlebt zurzeit eine beispiel­lose Nach­frage nach Vater­schafts­tests. Tausende Männer lassen unter­su­chen, ob sie die biolo­gi­schen Väter ihrer Kinder sind. Das bleibt nicht ohne Auswir­kungen auf die Gesell­schaft. Auslöser ist der Fall eines Mannes, von dessen sechs Kindern sich keines als eigenes heraus­ge­stellt hatte. ORF.at

Ukraine – Die New York Times berich­tete am Samstag, dass das ukrai­ni­sche Militär in den ersten zwei Wochen seiner Gegen­of­fen­sive 20 % der Ausrüs­tung verloren habe, die es auf das Schlacht­feld geschickt hatte. Berichten zufolge war diese hohe Fluk­tua­ti­ons­rate ein Schlüs­sel­faktor für die Entschei­dung Kiews, die Opera­tion zu unter­bre­chen. Ab Anfang Juni star­teten ukrai­ni­sche Streit­kräfte eine Reihe von Angriffen entlang der Front­linie von Cherson bis Donezk. Beim Vormarsch durch Minen­felder und ohne Luft­un­ter­stüt­zung verlor das ukrai­ni­sche Militär nach neuesten Zahlen des russi­schen Vertei­di­gungs­mi­nis­te­riums 26’000 Mann und mehr als 3’000 mili­tä­ri­sche Geräte. Die Verluste der Ukraine seien in den ersten zwei Wochen der Offen­sive am höchsten gewesen, behaup­tete die New York Times unter Beru­fung auf unge­nannte ameri­ka­ni­sche und euro­päi­sche Beamte. Diese Beamten sagten, dass in diesem Zeit­raum bis zu 20 % der Panzer und gepan­zerten Fahr­zeuge der Ukraine zerstört wurden, darunter viele vom Westen bereit­ge­stellte Fahr­zeuge. Bei einigen Einheiten sei die Verlust­rate west­li­cher Ausrüs­tung sogar noch höher gewesen, fuhr die Times unter Beru­fung auf Zahlen einer pro-ukrai­ni­schen Orga­ni­sa­tion fort. Die 47. mecha­ni­sierte Brigade der Ukraine – eine von der NATO ausge­bil­dete Einheit – verlor offenbar 30 % ihrer 99 Bradley-Infan­terie-Kampf­fahr­zeuge in zwei Wochen, während die 33. mecha­ni­sierte Brigade in einer einzigen Woche fast ein Drittel ihrer 32 in Deutsch­land herge­stellten Leopard-Panzer verlor. KFAR.us

Ungarn – Der grösste Befür­worter des Menschen­han­dels sei Brüssel selbst, da das Geschäfts­mo­dell der Krimi­nellen gerade auf der einwan­de­rungs­freund­li­chen Politik der Euro­päi­schen Union basiere und vor diesem Hinter­grund das Vertrags­ver­let­zungs­ver­fahren gegen Ungarn wegen der Auswei­sung auslän­di­scher Menschen­händler beson­ders diskre­di­tiert sei, so Aussen­mi­nister Péter Szij­jártó am Freitag in Buda­pest. Auf einer gemein­samen Pres­se­kon­fe­renz mit seinem bosni­schen Amts­kol­legen zum Vertrags­ver­let­zungs­ver­fahren der EU gegen die Auswei­sung auslän­di­scher Menschen­schmuggler betonte der Minister: „Das Modell des Menschen­han­dels funk­tio­niert, weil Brüssel eine einwan­de­rungs­freund­liche Politik umsetzt.“ Er sagte, es würde das Geschäfts­mo­dell der Krimi­nellen schnell zerstören, wenn sie es ändern würden, und machte deut­lich, dass der einzige Weg nach Europa auf legalem Weg darin bestehe, alle anderen zurück­zu­schi­cken. „Aber das ist nicht das, was Brüssel tut, es sendet ein Einla­dungs­schreiben an alle Migranten, hierher zu kommen, indem es Quoten einführt und so das Geschäfts­mo­dell der Menschen­schmuggler stärkt“, sagte er. KR.hu
● Die grosse unga­ri­sche Buch­hand­lung Líra wurde letzte Woche mit einer Geld­strafe von rund 32’000 Franken belegt, weil sie ein deut­lich erkenn­bares Buch mit einem Homo-Thema in ihrem Regal hatte. Ein unga­ri­sches Gesetz verbietet es Kindern, solche Themen zu sehen, daher hätte die unga­ri­sche Über­set­zung der beliebten Serie „Heart­stopper“ in Folie verpackt werden sollen. NOS.nl

USA – Ein 59-jähriger Verdäch­tiger ist im Fall der New Yorker «Gilgo-Beach-Morde» fest­ge­nommen worden. Er soll für mindes­tens drei der Morde verant­wort­lich sein. Seit 2010 wurden die sterb­li­chen Über­reste von 11 Personen an einem abge­le­genen Strand­ab­schnitt auf Long Island gefunden.
In Holly­wood wird gestreikt: Die Schau­spieler wollen bessere Vergü­tungen und die Rege­lung des Einsatzes von künst­li­cher Intel­li­genz in der Branche. Ob auch die Mimen in der Schweiz über einen solchen Streik nach­denken, weiss Ursula Häberlin vom Schweizer Syndikat Film und Video. Die Verhält­nisse sind nicht mit Holly­wood vergleichbar: Es gibt in der Schweiz viel weniger Schau­spieler, die Indus­trie ist viel kleiner. Deshalb wird es hier kaum zu einem Streik kommen. Auch in der Schweiz gibt es die Forde­rung nach besseren Löhnen. SRF.ch
● Mit der Anord­nung der Entsen­dung weiterer 3’000 Reser­visten nach Europa bereitet sich US-Präsi­dent Joe Biden auf den Kampf gegen die russi­schen Streit­kräfte vor Ort in der Ukraine vor, sagte der demo­kra­ti­sche Präsi­dent­schafts­kan­didat Robert F. Kennedy Jr. (69). KFAR.us


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2 Kommentare

  1. * Iran: Schön, dort hat man verstanden daß gegen sich tief einge­nis­tetes Unrecht effektiv nur breiter ziviler Unge­horsam wirkt

    * Mittel­meer: Wieviele der betei­ligten Schiffe wohl zu den Fach­kräf­te­schlep­pern gehören?
    * Ostsee: Auch hier – Folgen rotz­grüner „Umwelschützer“-Agenda

    * Uganda: Da will man gar nicht weiter wissen was die dortigen Fach­kräfte hier alles anstellen würden

    * VsVA: Mehr Streit­kräfte in Europa: Wirk­lich nur gegen Moskau, oder doch Aufsto­ckung der Besatzer?

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  2. Der Iran (< Arier-Land, seit den 1940er Jahren Selbst­be­zeich­nung statt Persien) ist eine uralte Hoch­kultur. Da sollten Männer nicht Frauen über­fallen, wenn diese den Kopf frei haben.

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