Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde – 22.04.2022

Telldenkmal mit Bronzestatue von Richard Kissling und Hintergrundbild von Hans Sandreuter in Altdorf (Kanton Uri, Schweiz) · Foto: Хрюша / Wikimedia CC 3.0

Im Inter­net­radio mitge­hört und mitge­schrieben von Wilhelm Tell
 

Afgha­ni­stan  – Bei Anschlägen in mehreren Gross­städten Afgha­ni­stans sind mindes­tens 28 Menschen getötet worden. Der grösste Bomben­an­schlag galt einer schii­ti­schen Moschee in der nord­af­gha­ni­schen Stadt Masar-i-Scharif. Die Terror­miliz Isla­mi­scher Staat (IS) rekla­mierte die Attacke für sich. SRF.ch

Austra­lien schickt 450 Flücht­linge nach Neusee­land. Immer wieder kommen Afghanen und Iraker von Indo­ne­sien per Boot. Einige sind schon 9 Jahre inter­niert. SRF.ch

Belarus – Obwohl die Sendungen von Radio Belarus Inter­na­tional haupt­säch­lich aus Musik und Touristik bestehen, bleiben sie in der EU gesperrt, wie auch alle anderen Programme von Radio Belarus. Nur die Nach­rich­ten­agentur Belta wurde freigeschaltet.
●Belarus immer beliebter bei Ukraine Flücht­lingen. Belta.by

Belgien –  Flixbus verkehrt wieder von Brüssel über Polen bis Kiew, quer durch Europa. Viel Nach­frage von Ukrai­nern, die nach Hause wollen. Die Flix SE mit Sitz in München ist ein 2012 gegrün­detes Verkehrs­un­ter­nehmen. Es tritt unter den Marken Flixbus, Grey­hound Lines (USA) und Kamil Koç (Türkei) im Fern­bus­ver­kehr auf. Neben Busreisen werden seit März 2018 durch die Tochter Flix­train auch Bahn­reisen ange­boten. NPO.nl

Deutsch­land – Berlins Umwelt­se­na­torin Jarasch will das Sowje­ti­sche Ehrenmal im Tier­garten nicht verän­dern. Einen Vorstoss aus der CDU-Frak­tion im Abge­ord­ne­ten­haus, die Panzer zu entfernen, lehnt die Grünen-Poli­ti­kerin ab. Hier gehe es um das Gedenken an die Toten des Zweiten Welt­krieges. Das bleibe bedeutsam, auch in seiner histo­ri­schen Gestalt, so Jarasch. Die CDU-Abge­ord­nete Bung erklärte dagegen, russi­sche Panzer führten den Angriff gegen die Ukraine an und töteten Zivi­listen. Es passe nicht in das fried­liche Berlin, dass Panzer am sowje­ti­schen Ehrenmal stehen. Bung will den Senat auffor­dern, sich beim Bund dafür einzu­setzen, die Panzer zu entfernen. RBB.de
●Für seine Warnung vor einer mögli­chen „Killer­va­ri­ante“ reisst die Kritik an Gesund­heits­mi­nister Karl Lauter­bach (59) nicht ab. Eine Corona-Vari­ante in dieser Weise zu bezeichnen, halten Experten für „unpas­send“. TRT.tr
●Renate Holm (* 10. August 1931 in Berlin; † 21. April 2022 in Wien, eigent­lich Renate Haase). Geboren als Renate Franke wuchs sie in Berlin auf. Inspi­riert durch eine Verfil­mung von Puccinis Madama Butterfly mit Maria Cebo­tari fasste sie als Zwölf­jäh­rige den Vorsatz, Opern­sän­gerin zu werden. Sie und ihre Mutter wurden aus dem zerbombten Berlin in den Spree­wald evaku­iert. Dort verbrachte sie ihre Jugend in Ragow, wo ihre Mutter Bürger­meis­terin war, und in Lübben, wo sie dem Schul- und Kirchen­chor ange­hörte. Sie studierte privat bei Maria Ivogün. Ihre Mutter meldete sie zum Gesangs­wett­be­werb beim Rund­funk­sender RIAS an, bei dem sie souverän den ersten Platz belegte. Seitdem nannte sie sich Renate Holm, da es eine Schla­ger­sän­gerin namens Renée Franke gab, was zu Verwechs­lungen führte. Sie wirkte in mehreren Musik- und Heimat­filmen mit und erreichte damit erheb­liche Popu­la­rität; Operet­ten­auf­nahmen und Rund­funk­auf­tritte trugen wesent­lich zu ihrer Bekannt­heit bei. 1957 wurde sie von Hubert Marischka an die Wiener Volks­oper enga­giert und debü­tierte als Helene in Oscar Straus’ Walz­ert­raum. Sie verdiente damals 300 Mark im Monat. Der grosse Durch­bruch gelang ihr mit ihrem Wechsel zur Wiener Staats­oper im Jahr 1961, deren Ensemble sie von 1964 bis 1991 ange­hörte. ORF.at

EU – Für Marine Le Pen war es eine Provo­ka­tion, als Emma­nuel Macron zum Start der fran­zö­si­schen EU-Rats­prä­si­dent­schaft die Euro­pa­fahne im Arc de Triomphe wehen liess. Macron wolle mit diesem Symbol die fran­zö­si­sche Souve­rä­nität durch die euro­päi­sche Souve­rä­nität ersetzen, kriti­sierte sie laut­stark. Die Euro­pa­fahne steht für so ziem­lich alles, was die lang­jäh­rige Euro­pa­par­la­men­ta­rierin ablehnt. Die euro­pa­skep­ti­sche Poli­ti­kerin möchte Frank­reich aus den engen Struk­turen der Euro­päi­schen Union und der Macht­zen­trale in Brüssel lösen. Aller­dings spricht Le Pen nicht mehr von einem soge­nannten «Frexit», also einem Austritt Frank­reichs aus der EU, sondern sie fordert nichts weniger als ein neues euro­päi­sches Konstrukt. Sie strebt ein euro­päi­sches Bündnis der Nationen an, also die Rück­kehr zu souve­ränen Natio­nal­staaten, die selbst entscheiden, was für Bezie­hungen sie zu anderen euro­päi­schen Staaten pflegen möchten. Die Umwand­lung der Euro­päi­schen Union in ein euro­päi­sches Bündnis der Vater­länder bedeutet, Europa zu retten», sagte die Präsi­dent­schafts­kan­di­datin kürz­lich an einer Medi­en­kon­fe­renz. Ein solches Natio­nen­bündnis hätte so gar nichts mehr mit der heutigen EU zu tun. Das supra­na­tio­nale Gebilde fordert von den Mitglied­staaten, dass diese einen Teil der Souve­rä­nität nach Brüssel abgeben. SRF.ch

Frank­reich – Am Mitt­woch, den 20. April 21 bis gegen 24 Uhr, geraten Emma­nuel Macron und Marine Le Pen in der Debatte zwischen den beiden Runden der Präsi­dent­schafts­wahlen erneut anein­ander. Als Höhe­punkt der Kampagne folgt diese mediеn­po­li­ti­sche Veran­stal­tung ganz genauen Regeln. Tauchen Sie hinter die Kulissen einer Vorzei­ge­show. Und wir werden sehen, ob das Publikum da sein wird. Die Debatte von 2017 hatte nur 16,4 Millionen Zuschauer, eine der schlech­testen Ergeb­nisse in der Geschichte. Den Rekord halten die Debatten von 1981 und 1988 mit 30 Millionen Zuschauern. RF.fr Le Pen hat sich gebes­sert, doch Macron (44) war dennoch über­zeu­gender meinen 59% der Zuseher. «In den letzten fünf Jahren habe ich gesehen, wie das fran­zö­si­sche Volk leidet, sich Sorgen macht, und ich möchte sagen, dass eine andere Wahl möglich ist», sagte Marine Le Pen zu Beginn der Debatte auf die Frage, weshalb sie gewählt werden sollte. «Ich werde die Präsi­dentin der Lebens­hal­tungs­kosten sein.» In seinem Eröff­nungs­state­ment sagte Emma­nuel Macron, er werde im Falle seiner Wieder­wahl Frank­reich «unab­hän­giger und stärker machen». Zudem verwies er auf seine bishe­rigen Leis­tungen – auch in schwie­rigen Zeiten. Zum Auftakt der Fern­seh­de­batte ging es um die Stär­kung der Kauf­kraft – ein Schlüs­sel­thema im Wahl­kampf. Macron stellte Erhö­hungen der Rente und des Mindest­lohns sowie ein Fest­halten an der Decke­lung der Preise von Gas und Strom in Aussicht. Zudem gelte es, die Arbeits­lo­sig­keit weiter zu senken. Le Pen schlug die Senkung der Mehr­wert­steuer auf Energie sowie eine Strei­chung der Steuern auf 100 Grund­pro­dukten des tägli­chen Bedarfs vor. Beim Thema Ukraine-Krieg warf Macron seiner Wider­sa­cherin vor, sich von Russ­land abhängig gemacht zu haben. «Sie hängen von der russi­schen Macht und sie hängen von Herrn Putin ab», sagte Macron. «Sie reden nicht mit anderen Führungs­per­sön­lich­keiten, sie reden mit ihrem Bankier, wenn sie von Russ­land reden.» Dabei bezieht sich Macron auf einen Kredit, den Le Pen 2014 von einer tsche­chi­schen Bank aufnahm. Sie warf Macron vor, als Minister ihre Partei daran gehin­dert zu haben, einen Kredit in Frank­reich zu erhalten. Le Pen wider­sprach Vorwürfen, die EU verlassen zu wollen. «Ich möchte in der EU bleiben», sagte die 53-Jährige. Doch sie wolle die EU gründ­lich verän­dern. Ihr gehe es dabei darum, ein soge­nanntes Europa der Nationen zu schaffen, in dem Brüssel deut­lich in den Hinter­grund treten soll. Uneinig waren sich die beiden auch beim Thema Unab­hän­gig­keit. «Unsere Souve­rä­nität ist national und euro­pä­isch», sagte Macron. Le Pen erwi­derte: «Es gibt keine euro­päi­sche Souve­rä­nität, weil es kein euro­päi­sches Volk gibt.» Streit gab es bei den Themen Umwelt­schutz und Ener­gie­ver­sor­gung. «Ihr Programm hat weder Hand noch Fuss», meinte Macron zu Le Pen, die er als Klima­skep­ti­kerin bezeich­nete. Le Pen wiederum warf dem Präsi­denten eine «bestra­fende Ökologie» vor, die das Leben einfa­cher Menschen einschränke. SRF.ch

Geor­gien – Jetzt flüchten immer mehr Russen nach Geor­gien. SRF.ch

Gross­bri­tan­nien  – Die Queen feiert am 21.4. ihren 96. Geburtstag.
●Assange: Auslie­fe­rung an USA rückt näher. Ob der Wiki­leaks-Gründer tatsäch­lich ausge­lie­fert wird, ist noch nicht entschieden. Ein Londoner Gericht hat dem Auslie­fe­rungs­ge­such zuge­stimmt. Nun liegt der Fall bei der briti­schen Innen­mi­nis­terin Priti Patel. Stimmt sie eben­falls zu, hat Assange noch­mals die Möglich­keit, die Auslie­fe­rung anzu­fechten. In den USA drohen ihm 175 Jahre Haft. SRF.ch

Honduras – Der ehema­lige Präsi­dent Juan Orlando Hernandez (63) wurde gestern auf dem Flug­hafen der Haupt­stadt Tegu­ci­galpa Beamten der US-Antidro­gen­be­hörde DEA über­geben. SRF.ch

Irak – Im Herzen der Altstadt von Mossul steht die 800-jährige an-Nuri-Moschee. Der IS jagte sie 2017 in die Luft, als die iraki­schen Truppen vorrückten. Jetzt wird sie von der Unesco restau­riert, mit Geld aus den Verei­nigten Arabi­schen Emiraten. Die Restau­rie­rung der Moschee ist ein Symbol für die Menschen, die langsam in das umlie­gende Quar­tier zurückkehren.
●Seit 1984 gibt es Früh­jahrs­of­fen­siven der türki­schen Armee gegen die kurdi­sche PKK im Nord­irak. Recht­lich seien diese durch das völker­recht­liche Instru­ment der „Nach­eile“ gedeckt. Nach­eile ist die Durch­set­zung hoheit­li­chen Rechts durch Verfol­gung über die Grenze des Gebietes hinaus. SRF.ch

Israel – Israel hat eine Reihe von Tests mit einem laser­ge­stützten Rake­ten­ab­fang­system erfolg­reich abge­schlossen. Während der Tests, die in den letzten Wochen im Süden Israels durch­ge­führt wurden, hat das System unbe­mannte Luft­fahr­zeuge (UAVs), Mörser, Raketen und Panzer­ab­wehr­ra­keten in verschie­denen Szena­rien genau abge­fangen. „Wir befinden uns an einem histo­ri­schen Moment in der Welt der Waffen“, sagte General Yaniv Rotem, Leiter der Waffen­ent­wick­lungs­ver­wal­tung des Vertei­di­gungs­mi­nis­te­riums, die das System zusammen mit Rafael und Elbit entwi­ckelt hat. „Zum ersten Mal funk­tio­niert eine Ener­gie­waffe tatsäch­lich.“ Schät­zungen gehen davon aus, dass das System mit dem Namen „Light Shield“ in Jahren in Betrieb gehen wird. Gegen Ende des Jahres könnte jedoch eine Batterie an der Grenze zum Gaza­streifen einge­setzt werden, um ihre Fähig­keiten zu unter­su­chen und gege­be­nen­falls Verbes­se­rungen vorzunehmen.
●Israel greift Ziele in Gasa an. KR.il

Kuba – Die kommu­nis­ti­sche Regie­rung versucht, Unter­stüt­zung für ein neues Fami­li­en­ge­setz­buch zu sammeln, das der Homo-Ehe Tür und Tor öffnen und die Rechte der Frauen stärken würde. Der vorge­schla­gene 100-seitige Kodex, der in Bürger­ver­samm­lungen in ganz Kuba unter die Lupe genommen wird, fasst eine Reihe neuer Vorschriften zum Fami­li­en­ver­halten zusammen. Es über­ar­beitet mehrere Gesetze von 1975 aus der Zeit des ehema­ligen kuba­ni­schen Präsi­denten Fidel Castro (1926–2016). Castro räumte 2010 die Verfol­gung von Schwulen auf der Insel ein, die kurz nach seiner Revo­lu­tion von 1959 in Zwangs­ar­beits­lager gebracht wurden. Das neue Gesetz würde gleich­ge­schlecht­liche Ehen und einge­tra­gene Part­ner­schaften lega­li­sieren, es solchen Paaren ermög­li­chen, Kinder zu adop­tieren, die Rechte der Frauen verdop­peln und die gleich­be­rech­tigte Auftei­lung der häus­li­chen Pflichten fördern. Es fügt auch solche Neuheiten wie Ehever­träge und assis­tierte Schwan­ger­schaft hinzu. Aber das Ergebnis des Refe­ren­dums, das für diesen Herbst geplant ist, ist alles andere als sicher. Die kuba­ni­sche römisch-katho­li­sche Kirche hat heftig gegen die Homo-Ehe gekämpft und erklärt, dass der Vorschlag von „Gender-Ideo­logie“ durch­setzt sei, die die elter­liche Auto­rität bedrohe und zur „Indok­tri­na­tion von Kindern in Schulen ohne Zustim­mung der Eltern“ führen würde. Der Kodex sei viel­leicht der fort­schritt­lichste in Latein­ame­rika in Bezug auf Geschlechter- und Gene­ra­tio­nen­rechte. Aber der Text wurde gröss­ten­teils von staat­li­chen Behörden zusam­men­ge­stellt. Der Kodex spie­gelt den wach­senden Einfluss von Frauen auf der Insel wider, wo sie zuneh­mend in der poli­ti­schen Führung vertreten sind. Laut Regie­rungs­sta­tistik führen Frauen bereits fast die Hälfte der kuba­ni­schen Haus­halte und machen mehr als 60 % der kuba­ni­schen Berufs­tä­tigen aus. Die Kodi­fi­zie­rung dieser Ände­rungen wäre „revo­lu­tionär“, sagte Mariela Castro, Tochter des ehema­ligen kuba­ni­schen Führers Raul Castro, und fügte hinzu, sie sei über­zeugt, dass die Kubaner die Reformen billigen würden. ORF.at

Öster­reich – Die Venus von Willen­dorf in der Wachau ist eine 1908 entdeckte, rund 11 cm grosse und knapp 30.000 Jahre alte Venus­fi­gu­rine. Sie ist als Öster­reichs bekann­tester archäo­lo­gi­scher Fund im Natur­his­to­ri­schen Museum Wien zu sehen. Seit ihrem Fund ist sie Projek­ti­ons­fläche für unter­schied­lichste Theo­rien. Galt die Frau­en­sta­tu­ette lange als Frucht­bar­keits­symbol, inter­pre­tiert sie die Wissen­schaft heute anders – als Darstel­lung einer weisen alten Gross­mutter. Die Venus von Willen­dorf ist aus Stein geschnitzt. Und dieser Stein hat eine weite Reise hinter sich. Eine kürz­lich veröf­fent­lichte Studie der Univer­sität Wien und des Natur­his­to­ri­schen Museums kam zu dem Schluss, dass der Oolith, ein Kalk­se­di­ment­ge­stein, aus dem die Figu­rine gefer­tigt wurde, wahr­schein­lich entweder aus Italien oder der Ukraine stammt. Ältere Frauen dürften hohes gesell­schaft­li­ches Ansehen genossen haben. Darauf deuten die „Schwes­tern“ der Venus hin – rund 130 weitere Darstel­lungen von Frauen aus Stein, die von Russ­land bis Frank­reich gefunden wurden, in unter­schied­li­chen Grössen und Ausfor­mungen. Die älteste Figur dieser Art ist zehnmal so alt. Die Venus von Berekhat Ram בריכת רםwurde im Sommer 1981 von der israe­li­schen Archäo­login Naama Goren-Inbar (Hebräi­sche Univer­sität Jeru­salem) bei einer Ausgra­bung auf den Golan­höhen gefunden. Bei der Fund­stelle handelt es sich um einen Vulkan­krater, der heute einen See enthält.
●Hermann Nitsch, * 29. August 1938 in Wien, ein öster­rei­chi­scher Maler, Akti­ons­künstler und Vertreter des Wiener Aktio­nismus starb am 18. April 2022 in Mistel­bach (NÖ). ORF.at

Russ­land – Während Radio Sputnik und RT Sendungen in 30 Spra­chen in der EU gesperrt sind – nicht in der Schweiz – ist das russisch­spra­chige Programm zeit­weise zu empfangen auf radiosputnik.ria.ru . Radio und TV Sender in russi­scher Sprache sind nicht gesperrt. Smotrim.ru
●Russ­land wird in Latein­ame­rika als Gegen­spieler der USA gesehen. Dafür betreibt Präsi­dent Putin seit Jahren viel Aufwand: Mit Staats­be­su­chen, grossen Inves­ti­tionen oder Liefe­rungen von Impf­stoffen. Wegen des Krieges in der Ukraine hat «RT español» noch mehr Zuspruch und damit mehr Einfluss auf die Innen­po­litik der latein­ame­ri­ka­ni­schen Länder. SRF.ch
●Russ­land hat dem Druck stand­ge­halten. Die Situa­tion stabi­li­siert sich, der Wech­sel­kurs des Rubels ist auf Niveau der ersten Febru­ar­hälfte und wird durch die starke Zahlungs­bi­lanz defi­niert“. Der Über­schuss der Leis­tungs­bi­lanz in Russ­land über­stieg im ersten Quartal 58 Milli­arden US-Dollar und „erreichte ein neues Allzeit­hoch“, sagte der Präsi­dent und fügte hinzu, dass Devisen in das Banken­system des Landes zurück­kehren. Die Infla­tion in Russ­land stabi­li­siert sich jetzt, betonte Putin und fügte hinzu, dass „die Verbrau­cher­preise in den letzten Monaten deut­lich gestiegen sind – um 9,4 %, während die jähr­liche Infla­tion am 8. April 17,5 % betrug.
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Schweden – In mehreren Städten kam es über die Oster­fei­er­tage zu gewalt­tä­tigen Ausschrei­tungen. Nach Angaben der schwe­di­schen Polizei sind dabei mindes­tens 26 Poli­zei­an­ge­hö­rige und 14 Zivil­per­sonen verletzt worden. Mehrere Fahr­zeuge brannten und es flogen Molotow-Cock­tails. Bis am Oster­montag nahm die Polizei 40 Personen fest. Etwa die Hälfte von ihnen war unter 18 Jahre alt. Am Anfang der Randale stand eine von mehreren bewil­ligten Kund­ge­bungen des islam­feind­li­chen dänisch-schwe­di­schen Poli­ti­kers Rasmus Paludan (40), bei der dieser einen Kor‘an verbrannte. An den weiteren Kund­ge­bungs­orten sei er nicht aufge­taucht, weiss SRF-Nord­eu­ro­pa­mit­ar­beiter Bruno Kauf­mann. Der schwe­disch-däni­sche Doppel­bürger werde nicht von den Rechts­extre­misten in Schweden unter­stützt. «Deshalb war es doch über­ra­schend, dass die Polizei, die diese Kund­ge­bungen über­wa­chen sollte, auf einmal auf vermummte Jugend­liche traf, die sie angriffen. SRF.ch

Schweiz – Sportler werden ausge­schlossen, Funk­tio­näre nicht. Das Inter­na­tio­nale Olym­pi­sche Komitee (IOC) in Lausanne will keine russi­schen und bela­rus­si­schen Funk­tio­näre ausschliessen. Das teilte das IOC am Montag der Nach­rich­ten­agentur Keystone-SDA als Reak­tion auf die entspre­chende Schweizer Forde­rung mit. IOC-Mitglieder würden als Einzel­per­sonen vom IOC gewählt und gemäss der Olym­pi­schen Charta nicht ihr Land im Gremium vertreten, schrieb das IOC.
●Der Wein­berg der Walliser Gemeinde Savièse setzt sich aus 9‘000 Parzellen zusammen, die 1‘855 Besit­zern gehören. Viele von ihnen möchten ihre Reben loswerden. Doch kaum jemand will sie. Nicht mal geschenkt. In den Reben von Savièse herrscht Tris­tesse. «Vor 35 Jahren hat man 70 Franken für den Quadrat­meter bezahlt. Jetzt werden hier Reben für einen symbo­li­schen Franken ange­boten. Serge Nanchen möchte seine tausend Quadrat­meter verkaufen, doch bislang hat er keine Käufer gefunden.
●Private bewaffnen sich. Grosse Nach­frage nach Waffenerwerbsscheinen.
●Kurden protes­tieren gegen Sonder­rechte für Ukrainer und wollen gleich­ziehen. Einreise ohne Doku­mente. Sofort 3 Jahre Aufent­halt mit Jobga­rantie ohne Sprach­kennt­nisse, usw. UNO unter­stützt die Forde­rung, alle Menschen wären gleich und müssten gleich behan­delt werden. Kurden spre­chen von Rassismus.
●Übung «Locked Shields». Schweizer Armee trai­niert mit Nato-Staaten den Cyberkrieg.
●Die Gesund­heits­kosten könnten sich bis 2040 verdoppeln.
●Eine kurz­wei­lige Reise auf den Spuren von Para­celsus. Der Regis­seur Erich Lang­jahr tastet sich an das Phänomen Para­celsus. Ein wich­tiger Hinweis versteckt sich im Titel: der Film heisst nicht «Para­celsus – Heilen mit der Natur» oder «Para­celsus – Der Stadt­arzt von Basel», sondern: «Para­celsus – Ein Land­schafts­essay». Eine Marke­ting-Abtei­lung hätte den Titel wohl nicht durch­gehen lassen: Die Aussicht auf statisch abge­filmte Kuhweiden und Nadel­wälder ist selten ein Garant für klin­gelnde Kino­kassen. Aber im Hinblick auf das natur­ori­en­tierte Wirken und Denken von Para­celsus (1494 bis 1541) leuchtet die Wahl der essay­is­ti­schen Form ein. Woran liegt es eigent­lich, dass Para­celsus, geboren als Theo­phrastus Bombast von Hohen­heim, bis heute ein klin­gender Name ist? Wie sehen seine Errun­gen­schaften aus? Wie lauteten seine Thesen? Und in welchem Fach behaup­tete sich Para­celsus über­haupt? War er Medi­ziner, Theo­loge, Natur­heiler, Alche­mist, Philo­soph oder gar Mystiker? Der Filme­ma­cher Erich Lang­jahr hat sich zur Ergrün­dung des Phäno­mens einen Para­celsus-Fach­mann ins Boot geholt, den Schrift­steller und Para­celsus-Biografen Pirmin Meier. Ihn stellt er an unter­schied­lichsten Reise­sta­tionen vor die Kamera – wie einen Reise­führer, der viel Wissens­wertes zur Kulisse beizu­steuern vermag. Das tut Meier lehrer­haft, aber immer enthu­si­as­tisch und mit trockenem Humor. Eine solide Aufschlüs­se­lung des Lebens­werks von Para­celsus sollte man nicht erwarten: Die Infor­ma­tionen werden häpp­chen­weise und sprung­haft vermit­telt, Wesent­li­ches und Anek­do­ti­sches wech­seln sich ab. Lang­jahrs Formel ist simpel: Er bereist die zu sich zum Thema anbie­tenden Wirk­stätten, Gedenk­ta­feln, Kapellen, Museen, Biblio­theken und gar Geis­ter­häuser. Dort stellt er die Kamera auf, richtet den Ton ein, lässt die Fach­person (meist Pirmin Meier) spre­chen. Mehr braucht es nicht. Als Publikum fühlt man sich bestens mitge­nommen. Der Rhein­fall sei ein Hörsaal der Natur, wird Para­celsus gegen Ende des Films zitiert. Man stellt fest: Dieses Wasser­rau­schen zieht sich schon durch den ganzen Film. Zuerst gluckert die Sihl an der Geburts­stätte von Para­celsus. Im Napf­ge­biet wird Gold gewa­schen. In Basel plät­schert der Gold­brunnen vor dem Pharmaziemuseum.
●Die Mikro­chip-Krise sorgt für schlaf­lose Nächte in Schweizer Unter­nehmen. Unab­hän­gige Händler machen Rekord-Umsätze. SRF.ch

Spanien – Die spani­schen Behörden sollen zahl­reiche kata­la­ni­sche Sepa­ra­tisten mit der umstrit­tenen Spio­na­ge­soft­ware Pegasus über­wacht haben, darunter auch Carles Puig­de­mont. Zahl­reiche seiner Mitstreiter seien auf ille­gale Weise ausspio­niert worden, sowohl Poli­tiker als auch Anwälte hingen in der Abhör­ak­tion mit drin, twit­terte Carles Puig­de­mont, der frühere kata­la­ni­sche Regio­nal­prä­si­dent. Laut einem Bericht der Platt­form Citizen Lab und darauf­fol­genden Medi­en­be­richten wurden die Mobil­te­le­fone von mindes­tens 63 Sepa­ra­tisten mit der israe­li­schen Spio­na­ge­soft­ware «Pegasus» gehackt und zwischen 2017 und 2020 ausspio­niert. SRF.ch

Südafrika – In der Region Durban ist kein Ort unbe­schadet geblieben. 500 Tote haben die Über­schwem­mungen in Südafrika gefor­dert. SRF.ch

Ukraine – Ein hollän­di­scher Jour­na­list berichtet, dass er im Taxi von Odessa bis zur rumä­ni­schen Grenze auf dem Weg nach Chișinău, der Haupt­stadt der Repu­blik Moldau, 15 mal kontrol­liert wurde, jedesmal auch sein gesamtes Gepäck. Er umging vorsichts­halber die Stadt Tiraspol in der russi­schen Enklave Transnistrien.
●Nach der Versen­kung des Flagg­schiffs Moskwa vor Odessa kam es wieder zu Bombar­de­ments in Lemberg. Tausende Ukrainer hatten bereits die Rück­reise in ihre Heimat angetreten.
●Ukraine bekommt Kampf­jets von Unbe­kannt. NPO.nl
●Tsche­tsche­niens Chef Kadyrow sagte am 21.4. auf seinem Tele­gram-Kanal: „Mariupol gehört uns! … Die Stadt ist endgültig und voll­ständig einge­nommen … Das stra­te­gisch wich­tige Verwal­tungs­ge­bäude des Asov­stal-Werks wurde unter Kontrolle gebracht, und alle angren­zenden Gebiete wurden unter Kontrolle gebracht und geräumt, berich­tete der russi­sche Vertei­di­gungs­mi­nister Sergej Schoigu Präsi­dent Putin, dass die russi­schen Truppen und die der Volks­re­pu­blik Donezk die Stadt Mariupol befreit hätten. Mari­uspol ist die Haupt­stadt des Asow Bataillon, das 2014 mit Hilfe der USA in die Regie­rung geputscht wurde zur Ukrai­ni­sie­rung der russisch­spra­chigen Gebiete der Ukraine im Süden und Osten. Damit könnte die Special Opera­tion zu Ostern am 24.4. enden, doch strömen weiter Waffen, Panzer, Jets aus EU und USA in die Ukraine, zuletzt sogar aus Slowe­nien. Dann auch keine Feuer­pause. 1 € =31,8 ₴ VESTI.ru

USA – Für 800 Millionen Dollar liefern die USA nun weitere Javelin-Panzer­ab­wehr­ra­keten, Stinger-Luft­ab­wehr­ra­keten sowie neu 18 Panzer­hau­bitzen, 200 Schüt­zen­panzer und 11 Mi-17 Heli­ko­pter. «Wie die Russen dies inter­pre­tieren, müssen Sie Herrn Putin und den Kreml fragen», antwortet ein relaxter John Kirby auf der Pres­se­kon­fe­renz im Pentagon. «Wir fokus­sieren uns darauf, sicher­zu­stellen, dass wir das tun, was wir zu tun verspro­chen haben. 48 Stunden von der Unter­schrift des Präsi­denten am 13. April bis zur ersten Liefe­rung am 15. April.» So schnell würden die USA die Ukrainer «mit dem Mate­rial ausrüsten, das sie brau­chen, um ihr Land zu verteidigen.»
●Das G20-Finanz­treffen in Washington ist für den 20. April geplant. Indo­ne­sien ist der dies­jäh­rige Ausrichter des Gipfels. US-Finanz­mi­nis­terin Janet Yellen wird mehrere Sitzungen boykot­tieren, wenn Russ­land daran teil­nimmt, sagte ein Beamter des Finanz­mi­nis­te­riums. Der russi­sche Finanz­mi­nister Silu­anov wird voraus­sicht­lich virtuell an einigen der bevor­ste­henden Treffen teil­nehmen. Yellen wird an der Eröff­nungs­sit­zung teil­nehmen, die der Welt­wirt­schaft gewidmet ist. Es wird erwartet, dass Russ­land doch teilnimmt.
●Elon Musk will Twitter für rund 41 Milli­arden US-Dollar kaufen – doch Twitter setzt sich mit einer klas­si­schen „Gift­pille“ und einem Angebot an andere Aktio­näre zur Wehr. Die Börse glaubt derzeit nicht an einen Erfolg von Musk: Die Twitter-Aktie fällt deutlich.
●Vom Gewinner zum Verlierer. Netflix verliert Kunden – Aktie bricht ein. SRF.ch


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