Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde – 22.06.2022

Telldenkmal mit Bronzestatue von Richard Kissling und Hintergrundbild von Hans Sandreuter in Altdorf (Kanton Uri, Schweiz) · Foto: Хрюша / Wikimedia CC 3.0

Im Inter­net­radio mitge­hört und mitge­schrieben von Wilhelm Tell
 Afgha­ni­stan – Bei einem Erdbeben der Stärke 6,1, das Afgha­ni­stan erschüt­terte, sind im Osten des Landes mindes­tens 130 Menschen ums Leben gekommen, sagen Beamte des Kata­stro­phen­schutzes. Die Mehr­heit der bestä­tigten Todes­fälle ereig­nete sich in der Provinz Paktika, wo 100 Menschen getötet und 250 verletzt wurden, sagte Mohammad Nassim Haqqani, der Leiter der Kata­stro­phen­schutz­be­hörde der Taliban-Regie­rung. Auch in den östli­chen Provinzen Nangarhar und Khost seien Todes­fälle gemeldet worden, fügte er hinzu, als die Behörden nach weiteren Opfern suchten. Tote auch im benach­barten Paki­stan. SRF.ch

Afrika – In zahl­rei­chen Ländern Ost- und West­afrikas müssen die Vereinten Nationen die Essens­ra­tionen für Flücht­linge wegen stei­gender Nach­frage bei zugleich fehlenden Finanz­mit­teln kürzen. Für drei Viertel der Flücht­linge in Ostafrika, die durch das Welt­ernäh­rungs­pro­gramm WFP versorgt werden, seien die Rationen um bis zu 50 Prozent verrin­gert worden, teilte die UNO heute mit. Am stärksten davon betroffen seien Flücht­linge in Kenia, Südsudan und Uganda. ORF.at
●28 Millionen Dollar an fünf afri­ka­ni­sche Länder. Diese Bestechungs­gelder hat Glen­core für den Zugang zu Öl bezahlt. Die Glen­core ist die welt­weit grösste im Rohstoff­handel tätige Unter­neh­mens­gruppe. Ihr opera­tiver Haupt­sitz befindet sich in Baar in der Schweiz. Der Konzern befand sich bis Mai 2011 voll­ständig im Privat­be­sitz des Manage­ments und von Mitar­bei­tern in Schlüs­sel­po­si­tionen. Seit dem Börsen­gang an der London Stock Exchange 2011 werden Glen­core-Aktien öffent­lich gehan­delt. Glen­core ist umsatz­mässig vor Vitol das grösste Unter­nehmen der Schweiz. SRF.ch

Alba­nien – Am Fluss Vjosa soll ein neuer Natio­nal­park entstehen. Seit zehn Jahren kämpfen Akti­visten für das Vorhaben, denn die Regie­rung hatte geplant, am Fluss­lauf mehrere Wasser­kraft­werke zu bauen. Jetzt hat sie zusammen mit der Outdoor-Beklei­dungs­firma Pata­gonia eine Absichts­er­klä­rung unter­zeichnet, den Fluss­lauf unter Schutz zu stellen. SRF.ch

Deutsch­land – AfD besetzt Spitze neu. Tino Chru­palla und Alice Weidel führen. Der Parteitag in Riesa hat entschieden: Bundes­tags­frak­tion und Bundes­partei werden neu wieder von einem Duo geführt. SRF.ch
●Die Flammen haben sich mitt­ler­weile auf einer 200 Hektar grossen Fläche ausge­breitet, sagte Kreis­spre­cherin Andrea Metzler am Mittag dem rbb. Grosse Probleme bereitet den Einsatz­kräften der Wind, der das Feuer immer mehr anfacht. Derzeit sind laut Metzler 500 Einsatz­kräfte vor Ort, in den nächsten Stunden soll auf 750 Kräfte aufge­stockt werden. Für die Brand­be­kämp­fung wurden ein Berge­panzer der Bundes­wehr, ein zweiter Bundes­wehr-Lösch­hub­schrauber sowie ein Hubschrauber der Bundes­po­lizei ange­for­dert. Die Stadt Treu­en­brietzen hat wegen der aktu­ellen Wald­brand-Gefah­ren­lage ein Notfall-Telefon einge­richtet. Unter der Nummer 033748/ 747–50 können sich Betrof­fene ab sofort infor­mieren, teilte die Stadt­ver­wal­tung mit. 2018 waren bei einem Wald­brand in Treu­en­brietzen rund 400 Hektar Wald zerstört worden. Nicht weit von Treu­en­brietzen entfernt, nahe Beelitz, ist auch ein Wald­brand ausgebrochen.
●Der Deut­sche Wetter­dienst hat heute in Cottbus einen Tempe­ra­tur­re­kord gemessen. Wie der DWD auf Twitter mitteilte, lag der Wert bei 39,2 Grad. Der bislang höchste Wert an dieser Mess­stelle war Ende Juli 1921 mit 38,9 Grad verzeichnet worden. RBB.de
●Eine deut­liche Mehr­heit der Menschen in Deutsch­land befür­wortet eine Verlän­ge­rung des 9‑Euro-Tickets über den August hinaus. Bei einer Umfrage des Meinungs­for­schungs­in­sti­tuts INSA für „Bild am Sonntag“ gaben das 70 % der Befragten an. Dagegen waren 18%. Das 9‑Euro-Ticket ermög­licht in den Monaten Juni, Juli und August Fahrten im Öffent­li­chen Perso­nen­nah­ver­kehr durch ganz Deutsch­land. Mit den Fahr­scheinen sollen zum einen Verbrau­cher ange­sichts der hohen Infla­tion finan­ziell entlastet und zum anderen der ÖPNV attrak­tiver werden. ORF.at
●Vertreter aus Politik und Wirt­schaft beraten in Potsdam über die Sicher­heit der digi­talen Infra­struktur. Bei der Konfe­renz für Natio­nale Cyber­si­cher­heit am Hasso-Plattner-Institut geht es auch um aktu­elle Bedro­hungen durch den Krieg in der Ukraine. Weitere Vorträge und Diskus­sionen behan­deln zum Beispiel die IT-Sicher­heit in der Wirt­schaft oder den „Mensch­li­chen Faktor“. Bundes­ver­fas­sungs­schutz, Bundes­kri­mi­nalamt und Bundes­nach­rich­ten­dienst infor­mieren über die aktu­elle Lage in Deutsch­land. Im vergan­genen Jahr hatte die Bundes­re­gie­rung eine lang­fris­tige Cyber­si­cher­heits­stra­tegie beschlossen. RBB.de

Ecuador - Die Regie­rung verhängt Ausnah­me­zu­stand. Seit Anfang Woche haben Indi­gene in dem südame­ri­ka­ni­schen Land zahl­reiche Land­strassen blockiert. SRF.ch

EU – Bundes­kanzler Scholz hat eine Reform der Euro­päi­schen Union verlangt, um eine Aufnahme neuer Mitglieder zu erleich­tern. In einem Inter­view forderte Scholz eine Abkehr vom Prinzip der Einstim­mig­keit. RBB.de

Frank­reich – In Frank­reich geht am Abend die zweite Runde der Parla­ments­wahl zu Ende. Wie das Innen­mi­nis­te­rium mitteilte, lag die Wahl­be­tei­li­gung gegen 17 Uhr bei rund 38 Prozent. Die letzten Wahl­lo­kale schliessen um 20.00 Uhr. Präsi­dent Macron muss fürchten, dass sein Regie­rungs­bündnis die abso­lute Mehr­heit in der Natio­nal­ver­samm­lung verliert. Dann wäre er für seine Vorhaben auf die Unter­stüt­zung anderer Lager ange­wiesen. RBB.de
●Schlappe für Macron. Frank­reich steht zwischen Still­stand und Aufbruch. Die Wähler verwei­gern erst­mals seit über 30 Jahren einem neuge­wählten Präsi­denten die Mehr­heit im Parla­ment. SRF.ch

Geor­gien – Das Land soll eine «euro­päi­sche Perspek­tive» erhalten, nicht den Status als EU-Kandi­da­ten­land. Das Land demons­triert. Die Geor­gier wollen «nach Hause, nach Europa» – in die EU. SRF.ch

Gross­bri­tan­nien – GB ist lahm­ge­legt. Gut 40’000 Bahn­an­ge­stellte haben ihre Arbeit nieder­ge­legt. Die Regie­rung bleibt vorerst hart. Es ist der grösste Streik seit 30 Jahren. SRF.ch

Indien – Mehr Biosprit, mehr Hunger: ein fataler Kreis­lauf. Der Ukraine-Krieg hat das Ernäh­rungs­pro­blem verschärft. Trotzdem wird ein Teil der Ernte noch für Biosprit verwendet. SRF.ch

Israel – In Israel können die Wahl­be­rech­tigten wohl schon bald ein neues Parla­ment wählen – zum fünften Mal seit 2019. Die aktu­elle Regie­rung von Premier­mi­nister Naftali Bennett ist seit einem Jahr im Amt und will dem Parla­ment schon nächste Woche Neuwahlen vorschlagen. SRF.ch

Italien – Aussen­mi­nister Di Maio verlässt seine Partei wegen Haltung bei Waffen­ge­schäften im Ukraine-Krieg. Die Fünf-Sterne-Bewe­gung muss künftig ohne ihr Aushän­ge­schild auskommen. Regie­rung Draghi wackelt.
●Die Po-Ebene dürstet nach Wasser und bittet die Schweiz um Hilfe. Italien erhält weniger Wasser vom Lago Maggiore als üblich. Die Tessiner sollen Wasser aus den Stau­seen ablassen. SRF.ch

Jemen – Zur Rettung des alternden Öltan­kers „Safer“ vor der Küste des Jemen, wo eine Umwelt­ka­ta­strophe droht, fehlen immer noch rund 20 Millionen US-Dollar. Das teilte der UNO-Nothil­fe­ko­or­di­nator David Gressly, mit. Kämen Spenden in dieser Höhe noch im Juni zusammen, könne die Rettungs­ak­tion im Roten Meer beginnen. Allein für die Rettungs­ak­tion werden etwa 80 Millionen Dollar benö­tigt. ORF.at

Kolum­bien – Der Tiktok-Opa will Präsi­dent werden. Der 77-jährige Rodolfo Hernández will Präsi­dent von Kolum­bien werden. Ohne Wahl­pro­gramm, aber mithilfe von Tiktok.
●Diese Wahl ist histo­risch, denn linke Kandi­daten hatten im südame­ri­ka­ni­schen Land bisher noch nie eine Chance. Der Triumph des 62-jährigen Gustavo Petro in einem der konser­va­tivsten Länder Südame­rikas ist ein Beispiel dafür, wie weit verbrei­tete Unzu­frie­den­heit eine regie­rende Elite erschüt­tern kann. Gustavo Petro erhielt die Stimmen vor allem von jungen und armen Kolum­bia­ne­rinnen und Kolum­bia­nern, die auf einen Wandel hoffen. Einen Wandel, der ihnen schon lange verspro­chen wurde, der aber nicht einge­treten ist. Fast die Hälfte der Bevöl­ke­rung ist arm, fast nirgends auf der Welt ist der Reichtum so ungleich verteilt – und das Bildungs­system ist so teuer, dass viele Jugend­liche keine Perspek­tiven sehen. Der Sieg von Gustavo Petro ist eine Zeiten­wende: Er will das Land verän­dern – den Sozi­al­staat ausbauen, die Reichen stärker besteuern, den Ener­gie­sektor umbauen. SRF.ch

Litauen – In den Streit mit Russ­land über Waren­lie­fe­rungen nach Kali­nin­grad haben sich die USA einge­schaltet. Der Spre­cher des Aussen­mi­nis­te­riums Price, betonte, dass ein Angriff auf ein verbün­detes Land als ein Angriff gegen alle ange­sehen wird. Das gelte auch für Litauen. Price reagierte damit auf russi­sche Äusse­rungen, wonach die weitere Blockade des Waren­ver­kehrs – so wört­lich – „schwer­wie­gende nega­tive Folgen“ haben werde. Seit knapp einer Woche fällt der Güter­ver­kehr zwischen Russ­land und seiner Exklave Kali­nin­grad unter die Sank­tionen der EU. Metalle, Bauma­te­rial, Kohle werden nicht mehr durch Litauen trans­por­tiert. RBB.de

Norwegen – Mehr als ein Jahr­zehnt später. Norwe­gi­sche Gedenk­stätte für Utøya-Opfer eröffnet. 77 Menschen starben bei den Terror­an­schlägen vom 22. Juli 2011. Nun werden sie mit einer Gedenk­stätte geehrt. SRF.ch

Russ­land – Mehr als 690 Verein­ba­rungen im Gesamt­wert von über 5,6 Billionen Rubel (99,8 Milli­arden US-Dollar) wurden beim St. Peters­burg Inter­na­tional Economic Forum (SPIEF) abge­schlossen, sagte Anton Kobyakov, Berater des russi­schen Präsi­denten und Exeku­tiv­se­kretär des SPIEF-Orga­ni­sa­ti­ons­ko­mi­tees, am 18.6.„Bis jetzt wurden 691 Verein­ba­rungen im Wert von 5,639 Billionen Rubel unter­zeichnet. Rund 14.000 Menschen nahmen in diesem Jahr an dem Forum teil, sagte Kobyakov.„Rund 14‘000 Personen aus 130 Ländern, darunter Russ­land, nahmen an dem Forum teil, 79 Länder entsandten offi­zi­elle Vertreter“, sagte er.
●Durch Waffen­lie­fe­rungen an die Ukraine werden die Verei­nigten Staaten Russ­land nicht das Recht auf seine eigene Stimme in inter­na­tio­nalen Ange­le­gen­heiten nehmen und es zwingen können, die von Washington erfun­denen Regeln einzu­halten, sagte der russi­sche Aussen­mi­nister Sergej Lawrow in einem Inter­view mit Rossiya 1 TV am 19.6. Auf die Frage, was die USA mit zusätz­li­chen Waffen­lie­fe­rungen in die Ukraine bezwe­cken, verwies der Minister darauf, dass Washington diese Ziele seit langem erklärt habe. „Sie errei­chen, was sie vor langer Zeit ange­kün­digt haben, dass Russ­land seinen Platz kennen muss, Russ­land hat kein Recht auf eine eigene Stimme in inter­na­tio­nalen Ange­le­gen­heiten, Russ­land muss sich an die Regeln halten, die von den Verei­nigten Staaten erfunden wurden. Das ist alles. Ich denke, sie verstehen sehr gut, dass sie keinen Erfolg haben werden“, betonte Lawrow. Zuvor sagte der russi­sche Botschafter in den Verei­nigten Staaten, Anatoly Antonov, dass das Aufpumpen der Kiewer Regie­rung mit in den USA herge­stellten Waffen ein Weg zu einer direkten mili­tä­ri­schen Konfron­ta­tion zwischen den beiden grössten nuklearen Super­mächten sei, die mit „unvor­her­seh­baren Folgen“ behaftet sei. VESTI.ru

Schweiz – Der 1. Zionis­ten­kon­gress hätte in München statt­finden sollen. Aber die dortigen Juden lehnten den Anlass ab, weil sie sich lieber in Deutsch­land einen Platz in der Gesell­schaft erkämpfen wollten. Basel bot sich als Alter­na­tive für den Kongress an. Am 29. August 1897 forderte Theodor Herzl im Basler Casino vor 200 Dele­gierten zum ersten Mal öffent­lich die Schaf­fung eines eigenen, jüdi­schen Staates. «Basel spielt deshalb im Bewusst­sein der Juden eine wich­tige Rolle,» sagt Ralph Lewin, ehema­liger Basler Regie­rungsrat und heute Präsi­dent des Schwei­ze­ri­schen Israe­li­ti­schen Gemein­de­bundes. So gebe es in zahl­rei­chen israe­li­schen Städten Strassen, die nach der Stadt am Rhein­knie benannt seien. Ende August findet die 125. Ausgabe des Zionis­ten­kon­gresses wieder in Basel statt. Erwartet wird unter anderem der israe­li­sche Staats­prä­si­dent Jitz­chak Herzog. Das Poli­zei­auf­gebot wird enorm sein. Das sagt auch Basels Poli­zei­kom­man­dant Martin Roth. «Wir werden von andern kanto­nalen Poli­zei­corps unter­stützt». Mit wie viel Personal will er aus Sicher­heits­gründen aber nicht verraten.
●Protest gegen elek­tro­ni­sche Werbe­flä­chen, die nämlich extrem viel Strom verbrauchen.
●Im Detail­handel fallen jähr­lich 100’000 Tonnen Lebens­mittel-Abfälle an. Ein grosser Teil davon könnte gerettet werden.
●Die Schweiz schneidet bei Solar- und Wind­kraft schlecht ab. Die Schweiz bildet bei den Erneu­er­baren beinahe das Schluss­licht in Europa. Das liegt auch an den Rahmenbedingungen.
●Ange­zwei­felte Neutra­lität. In Genf ist eine neue Runde zu den Syrien-Gesprä­chen geplant. Doch Russ­land will einen anderen Austragungsort.
●Mit dem 24. Februar hat sich also eines klar verän­dert: Der Krieg ist nicht mehr ein Szenario, bei dem alle denken «Passiert sowieso nie!». Die Armee soll mehr Geld bekommen, darin sind sich National- und Stän­derat einig. ●Asia­ti­sche Touristen kehren nur sehr langsam zurück.
●Wild­pflanzen enthalten oft ein Viel­fa­ches an Mine­ra­lien und Vitaminen im Vergleich zu Gemüse aus dem Super­markt. Die Brenn­nessel etwa bringt es auf sieben Mal mehr Vitamin C als Orangen. Aber auch bei Magne­sium, Calcium, Kalium und Eiweiss gehört die Brenn­nessel zu den inhalts­reichsten Pflanzen über­haupt. Unter anderem gilt die Brenn­nessel in der Natur­heil­kunde als stoff­wech­sel­an­re­gend, blut­rei­ni­gend und harn­trei­bend. Der Giersch wurde von den Römern gegen Gicht gegessen, ausserdem enthält er gleich viel Eiweiss wie grüne Erbsen und deut­lich mehr als der tren­dige Feder­kohl. Sogar das Gänse­blüm­chen lässt den Feder­kohl an Nähr­stoffen deut­lich hinter sich. Viele Wild­pflanzen und Gemü­se­sorten enthalten zudem ein hohes Mass an Bitter­stoffen. Als Bitter­stoffe werden alle chemi­schen Verbin­dungen bezeichnet, die einen bitteren Geschmack aufweisen. Im Laufe der letzten Jahr­zehnte wurden dieser aber wegge­züchtet, so dass wir heute nicht mehr an die bitteren Stoffe gewohnt sind. Seit einiger Zeit ist ein Revival der Bitter­stoffe zu beob­achten. «Die ange­bo­tene Viel­falt an bitteren Gemü­se­sorten hat über die vergan­genen Jahre zuge­nommen. So sind beispiels­weise Chic­choré, Spinat und Kohl­ge­müse bei den Kunden beliebter», bestä­tigt Detail­händler Coop. «Auch bei Getränken mit Bitter­stoffen erkennen wir einen klaren Trend.» SRF.ch

Ukraine - Die ukrai­ni­sche Werchowna Rada, das natio­nale Parla­ment hat den Austritt des Landes aus einer Reihe von Abkommen inner­halb der Gemein­schaft Unab­hän­giger Staaten (GUS) geneh­migt, sagte der Vertreter der ukrai­ni­schen Regie­rung bei der natio­nalen Legis­la­tive, Taras Melni­chuk, am 19.6. VESTI.ru
●Das ukrai­ni­sche Parla­ment hat die Musik von Künst­lern mit russi­scher Staats­bür­ger­schaft verboten. Es stimmte heute mit einer Zwei­drit­tel­mehr­heit für den Geset­zes­ent­wurf. RU.ua

Ungarn – Preis­stopps. Bis 1. Oktober wie gehabt! Die Regie­rung verlän­gert sämt­liche Sozi­al­mass­nahmen im Kampf gegen die Inflation.
●Für Ungarn sind laut Staats­prä­si­dentin Katalin Novák drei Fragen beson­ders wichtig: „An erster Stelle steht, so schnell wie möglich Frieden in der Ukraine zu schaffen.“ Zwei­tens müssten bei allen Verhand­lungen über die Ener­gie­ver­sor­gung die Inter­essen der Länder ohne Meeres­zu­gang weitest­ge­hend Berück­sich­ti­gung finden. Drit­tens trete Ungarn dafür ein, dass die Ukraine und die Staaten des West­bal­kans so bald wie möglich einen EU-Kandi­da­ten­status erhalten. Diesen Stand­punkt formu­lierte die unga­ri­sche Staats­prä­si­dentin beim Gipfel­treffen der Drei-Meere-Initia­tive am Montag in Riga. Novák erin­nerte daran, dass diese Initia­tive 2015 mit der Ziel­stel­lung auf den Weg gebracht wurde, die in Ost-West-Rich­tung bestehende Verkehrs- und Energie-Infra­struktur Europas um Nord-Süd-Anbin­dungen auszu­weiten. Der Initia­tive gehören neben den Staaten des Balti­kums und der Visegrád-Gruppe (V4) noch Öster­reich, Slowe­nien, Kroa­tien, Rumä­nien und Bulga­rien sowie Deutsch­land als Part­ner­land an. Am 20.6. wurde auf Vorschlag Polens die Ukraine zum Mitglieds­land gekürt. Deren Präsi­dent Wolo­dymyr Selen­skyj warb per Video­schalte für sein Land, das die ursprüng­lich vorge­se­hene Verknüp­fung der in der Initia­tive vereinten Länder von der Ostsee über das Schwarze Meer bis zur Adria vervoll­kommnen könne. Katalin Novák verhan­delte am 20.6.auch geson­dert mit dem Gast­geber, Lett­lands Staats­prä­si­dent Egils Levits, sowie mit Bulga­riens Präsi­dent Rumen Radew und Slowe­niens Borut Pahor. MR.hu

UNO – Es dürfte sie gar nicht mehr geben. Der Atom­waffen-Verbots­ver­trag der UNO verbietet deren Herstel­lung, Kauf, Verkauf und erst recht den Einsatz. Doch die aktu­elle Entwick­lung verläuft konträr. Was will der Atom­waffen-Verbots­ver­trag? Der Vertrag setzt dort an, wo der weitaus ältere Atom­sperr­ver­trag von 1970 seine Ziele verfehlt hat: Seit Inkraft­treten des Atom­sperr­ver­trags sind Indien, Paki­stan, Nord­korea und Israel als Atom­mächte hinzu­ge­kommen, der Iran ist auf dem Weg dahin. Und die «alten Atom­mächte» rüsten nuklear keines­wegs ab. Deshalb setzt das UNO-Atom­waf­fen­verbot, das vor einein­halb Jahren in Kraft trat, weitaus ehrgei­zi­gere Ziele: Entwick­lung, Bau, Lage­rung, Handel, Tests, Trans­port und Einsatz von Atom­waffen sind verboten. Und zwar für alle Länder. SRF.ch

USA – Hoff­nung und Tod in der Wüste. Mit immer höheren Zäunen hoffte man in den USA, die Migra­tion aus dem Süden zu stoppen. Doch die Abschre­ckung funk­tio­niert nicht. Die Befes­ti­gung der Grenze hat die Reise nach Norden ledig­lich gefähr­li­cher gemacht, wie ein Augen­schein in der Sonora-Wüste zeigt. Ein Umdenken ist nicht in Sicht. Doug Ruopp fährt regel­mässig mit einem Pickup in die schöne, aber unwirt­liche Wüste an der Grenze zu Mexiko. Er hat Wasser, Lebens­mittel und einen Erste-Hilfe-Kasten geladen. Regel­mässig versorgt er die Fässer, die zu Dutzenden in der Wüste plat­ziert sind, mit frischem Wasser. Dies kann den Migranten und Migran­tinnen, die durch die Wüste irren, das Leben retten. Auf seiner Fahrt entdeckt er regel­mässig alte Ruck­säcke, Kleider, leere Wasser­fla­schen. Aber auch Knochen. Wie viele Menschen in dieser Wüste schon gestorben sind, weiss niemand. Auch der Grenz­schützer Robert Ortiz ist über­zeugt, eine wich­tige Arbeit zu tun. Er sieht sich in einem Krieg gegen Schmuggler und Verbre­cher­kar­telle, die den Migranten Lügen erzählten und ihnen versi­cherten, die Reise in Rich­tung Norden sei einfach zu schaffen. Den gewal­tigen Grenz­zaun, den «Trump Wall», findet Ortiz gut. Die Posi­tionen sind fest­ge­fahren. Die einen werfen den anderen vor, offene Grenzen zu wollen, die Verbre­cher ins Land bringen. Die anderen sehen die Abrie­ge­lung der Grenze als unmensch­lich an. Derweil treten immer neue Menschen den ille­galen Weg in die USA an in der Hoff­nung, dort eine bessere Zukunft zu finden. ►im Podcast „Inter­na­tional“ auf SRF.ch
●Tausende Ameri­kaner aus dem ganzen Land versam­melten sich am 18.6. in der Innen­stadt von Washington D.C. zu einer Kund­ge­bung, um auf die Lebens­be­din­gungen der Menschen mit nied­rigem Einkommen aufmerksam zu machen, und forderten die poli­ti­schen Entschei­dungs­träger auf, mehr zu tun, um die am unteren Rand zu unterstützen.Die Massen­ver­samm­lung der Armen und Nied­rig­lohn­ar­beiter und der Moral­marsch in Washington fanden in der Nähe des Capitol Hill statt, wobei Demons­tranten Schilder mit Botschaften wie „Geld für die Armen, nicht für Krieg“, „Hebe von unten, alle steigen“ hochhielten.„Hört Rassismus jetzt auf“ und „Unge­rech­tig­keit überall ist eine Bedro­hung für die Gerech­tig­keit überall“.Laut der Website (www.poorpeoplescampaign.org) der Poor People’s Campaign ist die US-Wirt­schaft in den letzten 50 Jahren um das 18-fache gewachsen, die Vermö­gensun­gleich­heit hat zuge­nommen, die Lebens­hal­tungs­kosten sind gestiegen und die Sozi­al­pro­gramme sind gestie­gen­wurden umstruk­tu­riert und dras­tisch gekürzt. CGTN.cn
●Der frühere US-Fern­seh­star Bill Cosby ist in einem Zivil­pro­zess wegen sexu­eller Übegriffe in den 1970er Jahren schuldig gespro­chen worden. Ein Geschwo­re­nen­ge­richt im kali­for­ni­schen Santa Monica verur­teilte den 84-Jährigen, der Klägerin 500.000 Dollar Scha­den­er­satz zu zahlen. Sie sahen es als erwiesen an, dass Cosby die damals 16-Jährige bedrängt und sexuell genö­tigt hat. Der ehema­lige Come­dian war 2018 wegen sexua­li­sierter Gewalt in einem anderen Fall zu mindes­tens drei Jahren Haft verur­teilt worden. Im vergan­genen Jahr wurde er frei­ge­lassen, weil das Urteil aus formalen Gründen aufge­hoben wurde. SRF.ch



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