Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde 27.12.2021

Telldenkmal mit Bronzestatue von Richard Kissling und Hintergrundbild von Hans Sandreuter in Altdorf (Kanton Uri, Schweiz) · Foto: Хрюша / Wikimedia CC 3.0

Im Inter­net­radio mitge­hört und mitge­schrieben von Wilhelm Tell

Ägypten – Trotz Kritik von Deutsch­land und den USA und inter­na­tio­nalen Orga­ni­sa­tionen wurden drei Demo­kra­tie­ak­ti­visten zu mehr­jäh­rigen Haft­strafen verurteilt.

Der bekann­teste davon ist Alaa Abdel Fattah, der im Arabi­schen Früh­ling 2011 eine Führungs­figur war. Er erhielt fünf Jahre Haft. Eben­falls schuldig gespro­chen wurden der Blogger Mohammed Ibrahim und Fattahs Anwalt Mohammed al-Bakir. Sie wurden beide zu vier Jahren Gefängnis verur­teilt. Das ägyp­ti­sche Staats­si­cher­heits­ge­richt verur­teilte die drei Männer wegen der Verbrei­tung von Falsch­nach­richten und dem Miss­brauch von sozialen Medien sowie wegen Zuge­hö­rig­keit zu einer Terror­ver­ei­ni­gung. Gegen die Urteile kann keine Beru­fung einge­legt werden. „Es gab nur drei Verhand­lungs­tage. Die Vertei­di­gung der Ange­klagten durfte die Ankla­ge­schrift nur in Anwe­sen­heit des Anklä­gers der Staats­si­cher­heit einsehen. Die 2.000 Seiten durften nicht kopiert werden“, sagt Jour­na­list Karim El-Gawahry (كريم الجوهري), der den Prozess beob­achtet hat. Er lebt in Kairo.

Fattah sitzt bereits seit rund acht Jahren in Haft. Er wurde 2013 beim Protest gegen ein stren­geres Demons­tra­ti­ons­ge­setz fest­ge­nommen und zu fünf Jahren Haft verur­teilt. Ein halbes Jahr nach seiner Entlas­sung wurde er wieder fest­ge­nommen und ist seitdem in Gewahrsam. Die beiden andern sind seit 2019 in Haft. Er dürfe nicht Radio hören, keine Bücher und keine Armbanduhr haben. Er dürfe die Zelle nicht verlassen, außer, um vor Gericht zu erscheinen oder wenn er Besuch bekomme.

Im vergan­genen September sei der Blogger im Gefängnis von seiner Familie als suizid­ge­fährdet beschrieben worden, berichten Nach­rich­ten­agen­turen. Seine Schwester Sanaa Seif wurde wegen glei­cher Vorwürfe zu andert­halb Jahren Gefängnis verur­teilt. Sie hatte außerdem dazu aufge­rufen, während der Pandemie Gefan­gene frei­zu­lassen. SRF.ch

BelarusStarke Zunahme des Frem­den­ver­kehrs aus Russ­land – coro­nabe­dingt. RB.by

China – Ein zeit­weise verges­senes verstei­nertes Ei enthüllt nun seine Geheim­nisse: Es zeigt einen Saurier-Embryo, der in zusam­men­ge­kau­erter Posi­tion in seiner Eier­schale liegt – und dabei ähnlich aussieht wie Embryo­sta­dien von heutigen Hühner­vö­geln, wie das Forschungs­team im Fach­journal „Science“ berichtet. Dass das wert­volle Fund­stück aus Ganzhou erst verspätet das Licht der Wissen­schafts­welt erblickte, hat einen etwas skur­rilen Hinter­grund. Um das Jahr 2000 gelangte es in den Besitz des Firmen­chefs der Yingliang Group, die sich vor allem dem Stein­abbau und ‑handel widmet. Zunächst wurde das fossile Ei also als inter­es­sant genug einge­schätzt, um aufge­hoben zu werden, aber dass sich darin die Über­reste eines Dino­sau­riers befinden könnten, war nicht klar.

Dies stellte sich erst heraus, als das Unter­nehmen ein eigenes natur­his­to­ri­sches Museum baute und die eigenen Lager­räume nach Ausstel­lungs­stü­cken durch­suchte. „Baby Yingliang“, wie der Embryo bezeichnet wird, ist „in exqui­sitem Zustand erhalten“, schreibt die Forschungs­gruppe um Erst­au­torin Lida Xing von der Univer­sität für Geowis­sen­schaften in Peking. In den seltensten Fällen enthalten die Über­reste von Dino­sau­rier-Eiern und ‑Nestern auch solch deut­lich erkenn­bare Embryonen.

Das chine­si­sche Sauri­erbaby ist ca. 70 Mio. Jahre alt und zählt zu den Ovirap­to­ro­sau­riern. Diese Gruppe beinhaltet Arten, die sich zwei­beinig fort­be­wegten, aber von ganz unter­schied­li­cher Größe sind. Der Gigan­toraptor wurde acht Meter lang, kleine Vertreter hingegen sind mit Hühnern vergleichbar. Über­haupt dürften sie relativ eng mit Vögeln verwandt sein, ob sie auch fliegen konnten, ist nicht bekannt. ORF.at

Däne­mark – 300 Abschie­be­häft­linge sollen ihre Strafe im Kosovo absitzen. Es ist nicht der erste Versuch, das „Frem­den­pro­blem“ auszu­la­gern, berichtet SRF-Korre­spon­dent Bruno Kauf­mann. Däne­marks Gefäng­nisse sind voll. Die Regie­rung geht davon aus, dass in den nächsten Jahren rund 1.000 Plätze fehlen werden. Deshalb will Däne­mark Häft­linge ausla­gern. Die beiden Länder werden heute ein entspre­chendes Abkommen unterzeichnen.

Im Kosovo sollen Abschie­be­häft­linge aus Dritt­län­dern unter­ge­bracht werden. Gegen­wärtig sitzen in däni­schen Haft­an­stalten 348 Menschen, die ausge­schafft werden sollen. Im Gefängnis mit däni­schem Personal sollen Regeln gelten wie in däni­schen Gefäng­nissen. Als Ausgleich für die Aufnahme der Häft­linge erhält die Repu­blik Kosovo von Däne­mark 210 Millionen Euro. SRF.ch

EULeere Kassen und oben­drein wegen Corona noch neue Schulden. Die Finanz­si­tua­tion in den EU-Mitglieds­staaten sieht alles andere als rosig aus. Die EU will helfen – und kommt mit einem ganzen Strauß an neuen Steuern. Nun hat sie Vorschläge präsen­tiert, wie sie selber zu mehr Einnahmen kommen will und oben­drein, wie sie die globale Steu­er­re­form für Groß­kon­zerne in der EU umsetzen will. Ein poli­tisch äußerst heikles Vorhaben. Der fürs Budget zustän­dige EU-Kommissar Johannes Hahn nennt es sogar die Quadratur des Kreises: „Dieses ausge­wo­gene Bündel erlaubt es der EU, ihre Schulden aus dem Corona-Wieder­auf­bau­fonds zurück­zu­zahlen und neue Einnahmen zu garan­tieren, um ihre poli­ti­schen Ziele zu errei­chen.“ SRF.ch

Finn­landIn der Nacht auf den 21. Dezember ist ein neues Atom­kraft­werk ans Netz gegangen, Olki­luoto 3. Der Bau wurde bereits 2002 beschlossen. Finn­land war damals das erste Land in Europa, das nach der Kata­strophe von Tscher­nobyl wieder ein neues AKW plante. Der Bau hat mehrere Regie­rungs­krisen ausge­löst, umge­rechnet 11 Milli­arden Franken hat er gekostet. Die Fertig­stel­lung dauerte 13 Jahre länger als geplant. SRF.ch

Frank­reichDie erste SMS der Welt aus dem Jahr 1992 ist als digi­taler Code verstei­gert worden. Das «Non Fungible-Token» (NFT) erzielte in Neuilly-sur-Seine bei Paris einen Preis von 107’000 Euro – am unteren Ende der vom Aukti­ons­haus Aguttes geschätzten Spanne von 100’000 bis 200’000 Euro. Verkäufer war Voda­fone, das Geld spendet die Firma nach eigenen Angaben an das Flücht­lings­hilfs­werk der Vereinten Nationen (UNHCR). Es sind 14 Buch­staben am Anfang des Handy­zeit­al­ters: „Merry Christmas“ war am 3.12.1992 auf einem Mobil­te­lefon eines Voda­fone-Mitar­bei­ters zu lesen. Er hatte die erste SMS der Welt bekommen – das war der Start­schuss für eine andere Art der Kommunikation.

Was damals Inno­va­tion war, ist heute ein Stück Technik-Geschichte. Und die kam nun unter den Hammer: Das fran­zö­si­sche Aukti­ons­haus Aguttes verstei­gerte die SMS als ein „Non-Fungible Token“ (NFT; deutsch: nicht austausch­bare Wert­marke). Diese erste Text­nach­richt sei ein histo­ri­sches Zeugnis für den Fort­schritt und absolut einzig­artig. Der Block­chain-Experte Toni Cara­donna sieht die NFTs als Teil einer neuen Welle der Digi­ta­li­sie­rung. In der ersten Welle in den 90ern hätten Emails die Kommu­ni­ka­tion verän­dert und in der Welle danach seien durch die sozialen Medien Gemein­schaften neu entstanden. „Nun geht es um die Digi­ta­li­sie­rung von Werten und Eigentum“, sagt Cara­donna, der bei der Schweizer Block­chain Trust Solu­tions AG im Vorstand sitzt. „Durch das Copy­pas­ting der vergan­genen Jahr­zehnte haben wir die digi­tale Kontrolle über das Eigentum verloren. „Die holt man sich mit den Non-Fungibel Tokens zurück.“ SRF.ch

Gross­bri­tan­nienDer High-Tech-Archi­tekt Richard Rogers starb am 18.DEzember 88-jährig in seinem Haus in London. Er galt als einer der erfolg­reichsten und einfluss­reichsten Archi­tekten welt­weit. Sein bekann­testes Bauwerk ist der radi­kale Kultur­pa­last Centre Pompidou in Paris, den er zusammen mit dem Italiener Renzo Piano 1972 entwarf. SRF.ch

Japan – Japan hat am 21.Dezember drei zum Tode verur­teilte Häft­linge durch Erhängen hinge­richtet. Dies ist die erste Hinrich­tung, die das Land seit 2019 und die erste unter Premier­mi­nister Fumio Kishida durch­ge­führt hat. Einer der Getö­teten war Yasutaka Fuji­s­hiro (65), der nach Angaben des japa­ni­schen Justiz­mi­nis­te­riums 2004 sieben Menschen ermor­dete, darunter seine Tante und Nach­barn. Die anderen beiden, Tomoaki Taka­ne­zawa, 54, und Mitsunori Onogawa, 44, töteten 2003 zwei Ange­stellte in Pachinko-Salons.

„Dies sind extrem brutale Fälle, in denen Leben vernichtet wurden. Ich denke, dies sind schreck­liche Vorfälle nicht nur für Opfer, die ihr Leben verloren haben, sondern auch für Hinter­blie­bene“, sagte Justiz­mi­nis­terin Yoshi­hisa Furu­kawa auf einer Pres­se­kon­fe­renz. Alle Hinrich­tungen in Japan werden durch Erhängen voll­zogen. NHK.jp

Katar  – Qatar Airways teilte am 20. Dezmber mit, dass sie vor dem High Court in London ein Verfahren gegen den Flug­zeug­her­steller Airbus einge­leitet hat, um einen anhal­tenden Streit über die Ober­flä­chen­be­schä­di­gung von A350-Passa­gier­jets beizulegen.

„Wir sind leider bei all unseren Versu­chen geschei­tert, mit Airbus eine konstruk­tive Lösung in Bezug auf die beschleu­nigte Ober­flä­chen­de­gra­dation zu finden, die sich nach­teilig auf das Airbus A350-Flug­zeug auswirkt“. 

Die natio­nale Flug­ge­sell­schaft und Airbus waren in den letzten Monaten in einen Streit über die Korro­sion einer Unter­schicht des Blitz­schutzes von Flug­zeugen verwi­ckelt. Airbus behaup­tete, dass der Fehler kein Risiko für die Sicher­heit der A350 darstelle. Qatar Airways bezeich­nete den Fehler als Risiko für die Sicher­heit von Passa­gieren und Besat­zung, da Airbus darauf bestand, dass die Jets sicher fliegen könnten. Die Flug­ge­sell­schaft hat jetzt 21 A350-Flug­zeuge, die von ihrer inlän­di­schen Regu­lie­rungs­be­hörde – der Qatar Civil Avia­tion Autho­rity – am Boden liegen. TRT.tr

Kuba – Wirt­schafts­re­formen führen zu 70% Infla­tion. ORF.at

Libyen – Das Parla­ment sagt Präsi­dent­schafts­wahl vom 24.Dezember ab. SRF.ch

Myanmar Nach einem Erdrutsch in einem Jade-Berg­werk im Norden Myan­mars werden bis zu 100 Menschen vermisst. Die Minen­ar­beiter hatten laut Augen­zeugen Steine in der jade­rei­chen Gegend von Hpakant im Bundes­staat Kachin gesam­melt, als sie von einer Schlamm­la­wine begraben wurden. Zuvor seien Berg­bau­ab­fälle in einen See gestürzt und hätten den Erdrutsch ausge­löst. Myanmar ist einer der welt­großen Liefe­ranten der grünen Schmuck­steine. Die Branche ist kaum regu­liert, tödliche Unfälle kommen daher immer wieder vor. 2020 kamen infolge einer Schlamm­la­wine mehr als 170 Berg­ar­beiter ums Leben. ORF.at

Polen –  Inhalt­lich schienen sich Scholz und Macron einig gewesen zu sein. Anders war das in Polen: Dort sorgte Scholz für einigen Unmut, als er sich gegen weitere Repa­ra­ti­ons­zah­lungen für den 2. Welt­krieg aussprach. Das hat seine Vorgän­gerin Angela Merkel genauso gemacht.SRF.ch

Schweiz –  Ärzte ohne Grenzen feierte am 21. Dezember  den 50. Geburtstag. Die private Hilfs­or­ga­ni­sa­tion leistet medi­zi­ni­sche Nothilfe in Krisen- und Kriegs­ge­bieten. Hierfür wurde ihr 1999 der Frie­dens­no­bel­preis verliehen. Alle Sektionen auf inter­na­tio­naler Ebene, so auch die deut­sche, nutzen die fran­zö­si­sche Bezeich­nung ‚Méde­cins Sans Fron­tières‘, deren Abkür­zung MSF und die Über­set­zung in ihrer jewei­lige Sprache. Im Engli­schen zum Beispiel ‚Doctors Without Borders‘.

Nach eigenen Angaben betrugen im Jahr 2017 die Einnahmen welt­weit 1,532 Milli­arden Euro und die Ausgaben für Nothil­fe­pro­jekte 1,335 Milli­arden Euro welt­weit. 96 Prozent der Einnahmen stammten aus privaten Spenden und Zuwen­dungen von welt­weit mehr als 6,3 Millionen Spen­dern. In mehr als 70 Ländern betreibt die Orga­ni­sa­tion medi­zi­ni­sche Hilfs­pro­jekte. 12 Ärzte und Jour­na­listen grün­deten die Orga­ni­sa­tion 1971. SRF.ch

„Sowjet­union“ – Die Union der Sozia­lis­ti­schen Sowjet­re­pu­bliken, kurz UdssR, Союз Советских Социалистических Республик (СССР) gibt es seit 30 Jahren nicht mehr. Es war ein zentra­lis­tisch regierter, föde­ra­tiver Einpar­tei­en­staat mit 2’400’000 km2 und fast 300’000 Ew., dessen Terri­to­rium sich über Osteu­ropa und den Kaukasus bis nach Zentral- und über das gesamte Norda­sien erstreckte. Sie wurde am 30. Dezember 1922 durch die Bolsche­wiki gegründet und durch die Alma-Ata-Dekla­ra­tion am 21. Dezember 1991 als Union, bestehend aus 15 Unions­re­pu­bliken, aufge­löst. Die völker­recht­li­chen Rechte und Pflichten in inter­na­tio­nalen Orga­ni­sa­tionen werden seitdem von der Russi­schen Föde­ra­tion wahr­ge­nommen. ORF.at

Thai­land -Touristen müssen wieder in Quaran­täne. SRF.ch

USA – Tausende zivile Opfer, der schmut­zige Droh­nen­krieg der USA. Die USA spra­chen einst von Angriffen mit chir­ur­gi­scher Präzi­sion. Eine umfang­reiche Recherche zeichnet ein anderes Bild. Der frühere US-Präsi­dent Barack Obama sprach vom „präzi­sesten Luft­krieg der Geschichte“ und meinte damit Luft­an­griffe in Afgha­ni­stan, dem Irak oder Syrien.

Die Angriffe des US-Mili­tärs mit zum größten Teil fern­ge­steu­erten Drohnen. Ja, die USA verspra­chen den fast sauberen Krieg – mit nur einem Mindestmaß an zivilen Opfern. Eine umfang­reiche Recherche der Zeitung „New York Times“ zeichnet nun ein weniger sauberes Bild:

Bei diesen vermeint­lich chir­ur­gisch präzisen Luft­an­griffen seien viel mehr Menschen umge­kommen, als das Militär einge­stehe, darunter viele Zivi­lis­tinnen und Zivi­listen. 2016 griffen die USA Thokar, ein Dorf in Nord-Syrien, aus der Luft an. Das US-Militär hat Kämpfer des soge­nannten Isla­mi­schen Staats IS im Visier. Später geben die USA zu: Unter den Toten seien auch sieben bis 24 Zivi­listen. Die New York Times kommt auf eine ganz andere Zahl: In den getrof­fenen Häusern hätten ganze Fami­lien Schutz gesucht, mehr als 120 Zivi­lis­tinnen und Zivi­listen seien umge­kommen. Und der Fall ist nur einer von vielen. Die New York Times hat erwirkt, dass das US-Vertei­di­gungs­mi­nis­te­rium mehr als 1300 Doku­mente frei­geben musste. Sie doku­men­tieren den Luft­krieg seit 2014 und offen­baren laut New York Times ein Muster der Fahr­läs­sig­keit: unge­naue, über­eilte Luft­schläge – aufgrund von unzu­rei­chenden Infor­ma­tionen und unzu­rei­chender Aufklä­rung. Menschen, die nach einem ersten Luft­schlag heran­eilten, seien etwa auto­ma­tisch als IS-Kämpfer iden­ti­fi­ziert worden. «Wie Terror­an­schläge aus heiterem Himmel» . In den Doku­menten fänden sich kaum Hinweise darauf, dass das Militär versucht hätte, aus den Fehlern zu lernen, schreibt die New York Times. Und die Zeitung tat auch, was das US-Militär fast nie gemacht hat: Sie besuchte gegen 100 Orte, wo US-Luft­schläge statt­ge­funden hatten und sprach mit Über­le­benden. Sie kommt zum Schluss: Tausende Zivi­lis­tinnen und Zivi­listen kamen bei US-Luft­schlägen in Irak, Afgha­ni­stan und Syrien ums Leben – darunter viele Kinder. Die Opfer­zahl liege signi­fi­kant höher als die rund 1600 toten Zivi­listen, die das US-Militär angibt.

Dieser Luft­krieg, viel­fach geführt mit Drohnen, nahm ab 2014 unter Präsi­dent Obama richtig an Fahrt auf. Allein in den folgenden fünf Jahren flogen die USA mehr als 50’000 Luft­an­griffe. Und auch, wenn es aus dem Vertei­di­gungs­mi­nis­te­rium hiess, man versuche alles, um zivile Opfer zu vermeiden: Die Recher­chen der New York Times werfen ein neues Licht auf den vermeint­lich präzisen Luft­krieg der USA. SRF.ch

VAEExpo 2020 Dubai, كسبو 2020 دبي ist die Welt­aus­stel­lung, die nach dem ursprüng­li­chen Programm zwischen dem 1.10.2020 und dem 31.3.2021 mit einem geschätzten Besu­cher­strom von 25 Mio in Dubai hätte statt­finden sollen. Aufgrund der Pandemie wurde die Veran­stal­tung um ein Jahr verschoben und findet zwischen dem 1.10.2021 und dem 31.3.2022 statt. Das für die Ausstel­lung geplante Thema ist die Verbin­dung von Köpfen, die Gestal­tung der Zukunft, eng verbunden mit dem arabi­schen Namen der Stadt , al-Waṣl (ﺍﻟﻮﺻﻞ), was „die Verbin­dung“ bedeutet. Die Ausstel­lung fällt auf den 50. Jahrestag der Grün­dung der Verei­nigten Arabi­schen Emirate, dem Goldenen Jubi­läum des Staates am 2.12.1971.

Das für die Veran­stal­tung vorge­schla­gene Gelände ist ein neues Ausstel­lungs­zen­trum (genannt Dubai Trade Center – Jebel ʿAlī) von 400 Hektar im südwest­li­chen Quadranten von Dubai und neben dem neuen inter­na­tio­nalen Flug­hafen Āl Maktūm. Das Areal liegt etwa auf halbem Weg zwischen Dubai und Abu Dhabi und davon kann nur ein Teil von maximal 150 Hektar für die Ausstel­lungs­an­lage genutzt werden. Das Zentrum der Stätte ist der Al Wasl-Platz, der den alten Namen Dubai trägt, was „die Verbin­dung“ bedeutet. Wie drei große Blüten­blätter entfalten sich daraus die drei Themen­be­reiche der Veran­stal­tung: Chance, Nach­hal­tig­keit und Mobi­lität. Jeder von ihnen beher­bergt Themen­pa­vil­lons im Stil tradi­tio­neller arabi­scher Souks und einen Best-Prac­tice-Bereich für jedes der einzelnen Themen. Zwischen den Blüten­blät­tern erheben sich drei der wich­tigsten Bauwerke der Ausstel­lung: der Welcome Pavi­lion, der Inno­va­tion Pavi­lion und der UAE Pavilion.

Die Länder­pa­vil­lons werden, wie auf der Expo tradi­tio­nell, außer­halb der drei Blüten­blätter aufge­stellt. Alle Alleen rund um die Themen­be­reiche und der zentrale Platz selbst werden mit Zelten bedeckt, die mit Photo­vol­taik-Mate­rial bedeckt sind, die 50% des Ener­gie­be­darfs des gesamten Ausstel­lungs­ge­ländes erzeugen. Die großen Zelte werden auch nachts für digi­tale Projek­tionen genutzt. Der Trans­port inner­halb des Geländes wird durch eine Gondel­bahn gewähr­leistet. Um das Gelände zu errei­chen, werden 750 emis­si­ons­freie Busse namens Expo Riders zur Verfü­gung gestellt; Außerdem wird eine eigene Metro­sta­tion in Dubai gebaut. NPO.nl

VatikanAm 17.12. feierte Papst Fran­ziskus seinen 85er. Jorge Mario Bergo­glio SJ * 17. Dezember 1936 in Buenos Aires, ist seit dem 13. März 2013 der 266. Bischof von Rom und damit Papst, Ober­haupt der römisch-katho­li­schen Kirche und Souverän des Vati­kan­staats. Als Argen­ti­nier ist Fran­ziskus der erste gebür­tige Nicht­eu­ro­päer im Papstamt seit dem im 8. Jahr­hun­dert amtie­renden Gregor III.(† 28. November 741 in Rom), der aus Syrien stammte Zudem ist er der erste Papst, der dem Orden der Jesuiten ange­hört. Seit 1958 ist Bergo­glio Jesuit. 1969 wurde er Priester, 1998 Erzbi­schof von Buenos Aires und 2001 Kardinal. RV.cv

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