Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde

Mitge­hört und mitge­schrieben von Wilhelm Tell


Austra­lien.
 Über­di­men­sio­nale Mäuse­plage in New South Wales und Sidney. Mann in Queens­land wird bei guter Gesund­heit 112 Jahre alt. SRF.ch

Chile auf dem Weg zu einer neuen Verfas­sung nach Preis­er­hö­hungen und Unruhen 2019 unter Präsi­dent Sebas­tian Piñera, behan­delt im „Tages­ge­spräch“ auf SRF.ch

Corona bleibt trotz Impfung anste­ckend, warnen Forscher. SRF.ch Indi­sche Vari­ante gefährdet Locke­rungen, im Moment in England. ORF.at

Ecuador. Der frühere Präsi­dent Lenin Moreno (*1953) stol­perte über die Verdopp­lung des Sprit­preises und trat nicht mehr an. Guil­lermo Alberto Sant­iago Lasso Mendoza (*1955), ein ehema­liger Banker, konser­vativ und neoli­beral wurde im April 2021 in der Stich­wahl zum Präsi­denten gewählt. Beim ersten Durch­gang schaffte seine Christ­lich­so­ziale Partei 19,74%. An zweiter Stelle gewann die Indi­genen Partei Pach­a­kutik (Quechua: „Zeiten­wende“) des indi­genen Rechts­an­waltes Yaku Pérez (*1969) 19,39%, obwohl es nur 5% Indi­gene gibt, und diese in zig Gruppen aufge­teilt sind. Es fehlten ihm 30000 Stimmen auf die Abso­lute. er versechs­fachte die Anzahl der Mandate. Ecuador hat viele Boden­schätze, doch die Mehr­heit lebt von US$ 80/Monat. Lasso möchte Bergbau- und Ölkon­zes­sionen an USA vergeben. Pérez ist dagegen und scheint sehr erfolg­reich, wie der Podcast „Inter­na­tional“ von David Karasek auf SRF.ch berichtet.

Frank­reich verbietet Demons­tra­tionen gegen Israel. RFI.fr Frank­reich wählt am 24.4.2022 seinen Präsi­denten. Sudan werden Schulden gestri­chen. SFR.ch

Indien erlebt schwersten Wirbel­sturm mit 180 km/h. SWR.de

Israel. Über soziale Medien verbreiten junge Paläs­ti­nenser Handy­vi­deos zu Delo­gie­rungen in Ostje­ru­salem, zu Al-Aqsa, zu Gaza, zerstü­ckelte Leichen von kleinen Kindern…. Vieles davon wird über Al-Jazeera weiter verbreitet, Israel fordert soziale Medien auf, die Paläs­ti­nen­ser­vi­deos zu löschen. Korre­spon­dentin Susann Prunner berichtet sehr mutig und ist nach­zu­hören auf SRF.ch Fritz Edlinger (*1948), Chef der öster­rei­chisch-arabi­schen Gesell­schaft entschlüs­selt die Zusam­men­hänge und erklärt, warum er die paläs­ti­nen­si­sche Posi­tion unter­stützt. Jede abge­fan­gene Rakete schlägt mit Kosten von 100.000 US$ zu Buche. Im Februar 2007 wählte der israe­li­sche Vertei­di­gungs­mi­nister Perets das Rake­ten­ab­wehr­system Iron Dome gegen Kurz­stre­cken­ra­keten. Die Gesamt­kosten belaufen sich auf 375 Millionen US$. Das System besteht aus dem Multi­mode-Radar MMR, dem Kontroll­zen­trum und Start­ein­heiten für je 20 Abfang­ra­keten. Das Radar erkennt den Start einer Rakete, berechnet Flug­bahn und über­mit­telt dies ans Kontroll­zen­trum, das den Einschlag­punkt der Rakete bestimmt. 2/3 der Raketen schlagen trotzdem ein. SNA.ru

Italien. Hafen­ar­beiter in Livorno weigern sich Schiffe nach Israel mit Waffen zu beladen. SNA.ru

Japan. Der QR-Code (von engl. Quick-Response, „schnelle Antwort“), eine Weiter­ent­wick­lung des Barcodes, wurde 1994 von der japa­ni­schen Firma Denso Wave für Toyota entwi­ckelt. Aufgrund einer auto­ma­ti­schen Fehler­kor­rektur ist dieses Verfahren sehr robust und daher weit verbreitet. Der QR-Code besteht aus einer quadra­ti­schen Matrix aus schwarzen und weissen Quadraten, die die kodierten Daten binär darstellen. Eine spezi­elle Markie­rung in drei der vier Ecken des Quadrats gibt die Orien­tie­rung vor. Dadurch wird der Verlust von bis zu 30% des Codes tole­riert, d.h., er kann auch dann noch deko­diert werden. SRF.ch

Litauen. Anti­ho­mo­demos in Vilnius. RPI.pl

Marokko. Grenz­öff­nung: An nur einem Tag flüchten >5000 Marok­kaner nach Ceuta (ES), 10% davon Kinder; sie sollen zurück­ge­schickt werden. SRF.ch

Myanmar. Schwere Kämpfe im west­li­chen Chin­staat (36000 km², 500000 Ew.) beim Nat-Ma Berg (früher Mt. Victory 3100 m) bei der Klein­stadt Mindat (50000 Ew.). Aermster Teil­staat mit vielen Minder­heiten. Viele Christen. Inter­es­santes Gebiet für Berg­steiger. SFR.ch

Nieder­lande. Aufre­gung über geplante Erdgas­boh­rungen einer kana­di­schen Firma bei Woerden (50000 Ew.) in der Mitte des Landes, 12 km west­lich von Utrecht, weil man fürchtet es könnten Erdbeben ausge­löst werden. Anonyme Waffen­ein­samm­lung in Den Haag. Verbo­tene Waffen können straf­frei abge­geben werden. NPO.nl.

Rijks­mu­seum Amsterdam veran­staltet Ausstel­lung zur Skla­verei, die es etwa 1520–1775 inof­fi­ziell vorallem in den Kolo­nien gab. SRF.ch

Öster­reichs Kanzler und Außen­mi­nister hissen israe­li­sche Flaggen auf ihren Amts­ge­bäuden. Nach Protesten aus dem Iran werden Flaggen entfernt. Flaggen verstoßen gegen die Verfas­sung des neutralen Öster­reich. Demos gegen Israel werden verboten. IRIB.ir Papst lobt Öster­reich für Soli­da­rität mit Israel. Erdoğan böse, dass Öster­reich Fahne eines Terror­staates hisste. ORF.at Es ist eine verwi­ckelte Geschichte, was schon mit dem Namen beginnt, denn die Insel gehört zwar zum kata­la­ni­schen Teil Spaniens, wird aber italie­nisch ausge­spro­chen und heisst zuhause Eivissa. Es geht um die Ibiza-Affäre vom Sommer 2017, wo zwei rechte Poli­tiker der FPÖ vor einer angeb­li­chen russi­schen Milli­ar­därin prahlten, aber heim­lich auf Video aufge­nommen wurden. Das Video wurde dann verschie­denen Medien um 5 Mio Euro ange­boten, es scheint aber, dass nur sehr wenig von dem Gesagten zu verstehen ist. Zunächst sollte ein Bezirks­ge­richt darüber urteilen, doch nachdem im Mai 2019 der deut­sche Spiegel darüber berich­tete, führte die besof­fene Geschichte zum Ende der türkis­blauen Koali­tion Kurz-Strache und zu Neuwahlen und schließ­lich zur jetzigen türkis-grünen Koali­tion von Kurz und Kogler („k.und k.“). Vor Gericht und im Unter­su­chungs­aus­schuss kris­ta­li­sierte sich schließ­lich heraus, dass auch der jugend­liche Kanzler und seine „Spezis“ wie etwa der Finanz­mi­nister Blümel auch keine so ganz weiße Weste haben könnten. Trotz allem steht Öster­reich im Korrupt­ons­index auf Platz 15 (CH 3, DE 9). Eine kompli­zierte Geschichte, die im Podcast „News­Plus“ humor­voll aufge­schlüs­selt wird auf SRF.ch

Paläs­tina. Das heutige Gaza wurde über einer antiken Stadt erbaut. In der Antike war Gaza bedeu­tend als Hafen­stadt. Das alte Stadt­ge­biet erstreckte sich über 1 km². Gesi­chert wurde es durch die Lage auf einem Hügel sowie durch eine Stadt­mauer mit Toren in den vier Himmels­rich­tungen. Von Thut­mosis III. bis Ramses IV. (1400–1150 v.d.Z.) war Gaza Verwal­tungs­sitz der Ägypter im dama­ligen Kanaan. Als Alex­ander der Große (356–323 v.) Gaza während des Alex­an­der­zuges erreichte, leis­tete die Stadt unter den Persern Wider­stand. In römi­scher Zeit war Gaza vor allem für seine Redner­schule berühmt. Erst im 5. Jahr­hun­dert wurde die Stadt mehr­heit­lich christ­lich. Balduin III. (1050–1118) vertraute die Stadt, die damals in Ruinen lag, den Temp­lern an, die sie zu einer starken Festung ausbauten. Im Ersten Welt­krieg errich­tete das Osma­ni­sche Reich die Paläs­ti­na­front gegen die Engländer, die die Stadt am 7. November 1917 eroberten. Dann wurde Gaza Teil des Völker­bund-Mandats. 1929 wurden sämt­liche Juden vertrieben. 1948 wurde es von Ägypten besetzt, Von 1956 bis 1967 war die Stadt Gaza Haupt­quar­tier der UNEF-Truppen. Im Sechs­ta­ge­krieg (1967) wurde der gesamte Gaza-Streifen durch Israel besetzt und bis 2005 gehalten. Beim Rückzug wurden alle jüdi­schen Sied­lungen aufge­löst, doch übt Israel seither immer noch die Kontrolle über die an Israel gren­zenden Außen­ver­bin­dungen, über die Luft- und über die Seever­bin­dungen aus. In Gaza gibt es mehrere Univer­si­täten, an denen zusammen 30.000 Studenten einge­schrieben sind. Gaza Stadt verfügt über den Jassir Arafat-Flug­hafen 40 km südlich an der Grenze zu Ägypten. Aufgrund der Luft­blo­ckade und der Bombar­die­rungs­schäden während der zweiten Inti­fada (2000–2005) ist er nicht mehr in Betrieb. Für die 3000 Christen gibt es eine katho­li­sche Pfarr­kirche und eine Schule. Medien inter­es­sieren sich nicht für die hunderten Toten und tausenden Verletzten in Gaza, wohl aber für die Zerstö­rung eines 14-stöckigen Hoch­hauses, wo sich Studios und Büros von Asso­ciated Press, CNN und Al-Jazeera befanden, die protes­tierten. Kamen Jour­na­listen ums Leben? Israrls Streit­kräfte bombar­dierten Flücht­lings­lager in Gaza und Klinik der „Ärzte ohne Grenzen“. IRIB.ir Hamas kidnappt Soldaten für Löse­geld. NPO.nl 100 km Hamas-Tunnel wurden laut israe­li­scher Armee IDF zerstört. Streiks, Proteste im West­jor­dan­land und Beirut. Zaun zwischen Libanon und Israel zerstört. SRF.ch

Phil­ip­pinen. Groß­brand zerstört das Phil­ip­pine General Hospital (PGH). Es ist ein staat­li­ches Kran­ken­haus in Manila, das von der Univer­sität der Phil­ip­pinen betrieben wird. Es verfügte über 1.100 Betten und 400 Privat­betten und hatte schät­zungs­weise 4.000 Mitar­beiter, die jedes Jahr mehr als 600.000 Pati­enten versorgten. SRF.ch

Russ­land vertagt Nawalny-Prozess. SRF.ch

Schweiz. Das Schweizer Cryp­to­geld­pro­jekt Diem (lat. der Tag) hat sich aus der Schweiz verab­schiedet trotz guter Erfah­rungen mit den offi­zi­ellen Stellen und ist in die USA ausge­wan­dert. Das Projekt war auch als Libra bekannt und steht Face­book nahe. 2020 gab es in der Schweiz ca. 300 Fälle von Menschen­handel haupt­säch­lich mit Frauen aus Nigeria, Rumä­nien und Ungarn. Flei­scher­satz­pro­dukte belegen nur 2,3%. Tiger­mücke (über­trägt Dengue-Virus, Fieber mit Blutungen) im Tessin. SRF.ch

Singapur. Das Welt­wirt­schafts­forum, das Ende Mai statt­finden sollte, wurde wegen Corona abge­sagt. SRF.ch

Türkei. Erdoğan tele­fo­niert mit den isla­mi­schen Staaten und dem Papst und fordert Sank­tionen gegen Israel. SNA.ru

Ukraine. Rechts­an­walt Wiktor Medwet­schuk (*1954) hat wegen seiner guten Bezie­hungen zu Russ­land viel Posi­tives für die Ukraine geleistet. Er brachte es mit seinen Medien zu großem Reichtum. Er war der Tauf­pate von Putins jüngster Tochter. Er wurde in Sibi­rien geboren. Ihm wurden von den USA Sank­tionen aufer­legt. Er hat Präsi­dent Selenski gegen sich, der seine Sender schließen ließ. SRF.ch

USA. Die Colo­nial Pipe­line ist das grösste Pipe­line­system für raffi­nierte Ölpro­dukte in den USA. Die Pipe­line ist 8.850 km lang und kann 500 Millionen Liter pro Tag zwischen Texas und New York trans­por­tieren. Sie wird von der Colo­nial Pipe­line Company mit Haupt­sitz in Alpha­retta, Georgia, betrieben. Das Unter­nehmen wurde 1961 gegründet und der Bau der Pipe­line begann 1962. Die Pipe­line war Gegen­stand eines Malware-Cyber­an­griffs, der mehrere Tage dauernde Betriebs­un­ter­bre­chung erzwang, was zu Kraft­stoff­mangel an der Ostküste führte. Der Betrieb läuft langsam an. Öl läuft mit 8 km/h durch die Leitung, es fehlt an Tankw­gen­fah­rern zur Weiter­ver­tei­lung. Es scheint man habe die Häcker­gruppe Darkside unschäd­lich gemacht. Sicher­heitsrat der UNO besorgt über zivile Opfer in Gaza. Biden möchte im Hinter­grund wirken. Biden kriti­siert, dass USA mehr Erdöl aus Russ­land verwenden als solches aus Alaska. KFAR.us Face­book und Insta­gramm löschen fast alle Beiträge aus Gaza. USA planen mit Israel, Saudi­ara­bien, Ägypten, Golf­staaten eine „Middle East Stra­tegic Alli­ance MESA“ ähnlich der NATO zu gründen. IRIB.ir Biden und Merkel fordern Waffen­ruhe in Israel. Außen­mi­nister besucht Grön­land. SRF.ch


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