Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde

Im Inter­net­radio mitge­hört und mitge­schrieben von Wilhelm Tell


Afgha­ni­stan.
Nach drei Jahren Pause wird wieder landes­weit gegen Kinder­läh­mung geimpft. Die Sicher­heit bleibt ein Thema. Es ist eines der letzten Länder der Welt, in dem die Kinder­läh­mung nicht ausge­rottet ist. SRF.ch

Austra­lien. Victoria beendet nach 262 Tagen den Lock­down. NPO.nl

Belarus Am liebsten mietet man Flug­zeuge aus Irland. TRT.tr

Burkina Faso. Der 27. Panafri­ka­ni­sche Film- und Fern­seh­fes­tival von Ouag­adougou (Fespaco) wurde eröffnet. Die Eröff­nungs­feier des Festi­vals, das als größtes Film­fes­tival des Konti­nents bekannt ist, fand am 16.10.statt. im Palais des Sports in der Haupt­stadt von Burkina Faso, Ouag­adougou. Der Gene­ral­de­le­gierte kündigte an, dass nach dem offi­zi­ellen Festival im Norden von Burkina Faso eine „Mini-Fespaco“ statt­finden wird, die am stärksten von den dschi­ha­dis­ti­schen Angriffen betroffen ist, bei denen in sechs Jahren etwa 2.000 Menschen getötet und 1,4 Millionen vertrieben wurden. BBC.uk

China produ­ziert Mons­ter­film zum Korea­krieg, Schlacht am Tsch­ang­tsching-See. KPCh heuer 100 Jahre alt. China wird als Kino­markt immer wich­tiger – was sich auch nach dem vergan­genen Wochen­ende mal wieder zeigt. Ein chine­si­scher Kriegs­film namens „The Battle At Lake Changjin“ (长津湖) wurde zum Hit. In der Mitte der Nuller­jahre begann Chinas Aufstieg zur Kino-Macht, an der Holly­wood bereits seit Jahren nicht mehr vorbei­sehen kann – und die Zahlen des vergan­genen Wochen­endes belegen es mal wieder. Der Kriegs­film spielte 237 Mio Dollar ein, das ist mehr, als „Keine Zeit zu sterben“, „Venom 2“ und „Dune“ welt­weit zusammen einge­nommen haben. Pathe­ti­sche Kriegs-Epen kommen bei den chine­si­schen Kino­zu­schauern bestens an: „The 800“ über den Kampf chine­si­scher Soldaten gegen eine japa­ni­sche Über­macht wurde im Corona-Jahr 2020 mit 461 Mio Dollar der welt­weit erfolg­reichste Film. Auch in „The Battle At Lake Changjin“ wird die chine­si­sche Armee in einer histo­ri­schen Schlacht als helden­haft darge­stellt: Im Korea­krieg kämpfen die chine­si­schen Soldaten bei der Schlacht gegen die UN-Armee, die vor allem aus US-Soldaten bestand. Nach der Schlacht in eisiger Kälte zog sich die US-Armee aus Nord­korea zurück. WCRW.us Chinas Astro­nauten-Trio hat rund sechs­ein­halb Stunden nach dem Start die Raum­sta­tion «Tian­gong» (Himm­li­scher Palast) erreicht. Wie die Raum­fahrt­be­hörde Chinas am 16.10 mitteilte, habe die Kapsel mit der Crew am Kern­modul «Tianhe» (Himm­li­scher Frieden) der Raum­sta­tion ange­dockt, die sich noch im Aufbau befindet. Dort werden die Astro­nauten rund sechs Monate leben und arbeiten. Es ist die mit Abstand längste Raum­fahrt­mis­sion Chinas. Am Frei­tag­abend (MEZ) hoben die Astro­nauten in der Rakete vom Typ «Langer Marsch 2F» vom Raum­fahrt­bahnhof Jiuquan am Rande der Wüste Gobi ab. Neben dem 55-jährigen Komman­deur Zhai Zhigang und dem 41-jährigen Ye Guangfu ist Wang Yaping die erste chine­si­sche Astro­nautin seit 2013. SRF.ch ● China hat das größte Hoch­ge­schwin­dig­keits­netz der Welt, baut aber auch Gebirgs­bahnen. Nach Lhasa‑1 kommt Lhasa‑2. Zum ersten Mal können Reisende in Tibet die bergige Aussicht der Gegend mit hoher Geschwin­dig­keit genießen. Eine 435 Kilo­meter lange Bahn­strecke, die die tibe­ti­sche Haupt­stadt Lhasa mit der Stadt Nyingchi verbindet, wurde am 25. Juni in Betrieb genommen und bietet allen 31 Provinz­re­gionen Fest­land­chinas Zugang zu Hoch­ge­schwin­dig­keits­zügen. Der Bau einer Hoch­ge­schwin­dig­keits­bahn in Tibet, die als „Dach der Welt“ bezeichnet wird, war keine leichte Aufgabe. Rund 90 % der Strecke, deren Bau sechs Jahre gedauert hat, liegen über 3.000 Meter über dem Meeres­spiegel. Die Strecke Lhasa-Nyingchi verfügt über 47 Tunnel und 121 Brücken – was etwa 75 % der gesamten Strecke ausmacht. Dazu gehört die 525 Meter lange Zangmu-Eisen­bahn­brücke, die größte und höchste Bogen­brücke ihrer Art welt­weit. Für den Bau der Linie wurden unglaub­liche 5,6 Milli­arden US-$ ausge­geben. Die neue Strecke Lhasa-Nyingchi ist Teil der Sichuan-Tibet-Eisen­bahn, einer 1.740 Kilo­meter langen Strecke, die Chengdu, die Haupt­stadt der Provinz Sichuan, mit Lhasa verbinden und die Reise­zeit zwischen den beiden Städten von 48 Stunden auf 13 Stunden verkürzen wird. Der Bau wurde in drei Phasen unter­teilt. Der erste Abschnitt – die Chengdu-Ya’an-Eisen­bahn – wurde 2018 eröffnet. Lhasa-Nyingchi ist der zweite fertig­ge­stellte Abschnitt. Die Arbeiten an der endgül­tigen Ya’an-Nyingchi-Eisen­bahn begannen 2020 und sollen bis 2030 abge­schlossen sein. Die Lhasa-Nyingchi-Linie ist die erste elek­tri­fi­zierte Eisen­bahn in Tibet. Die bestehende Qinghai-Tibet-Eisen­bahn, eine 1142 km lange Strecke mit Diesel­lo­ko­mo­tiven, wurde 2006 in Betrieb genommen und gilt als die höchste Zugstrecke der Welt. CRI.cn

Deutsch­land. Die Frank­furter Buch­messe ist eine inter­na­tio­nale Buch­messe, die im Oktober auf dem Gelände der Messe Frank­furt statt­findet. Sie wurde 1949 vom Börsen­verein des Deut­schen Buch­han­dels gegründet. Heuer vom 20.–24.10. Für das allge­meine Publikum ist die Messe ab Freitag, 22.10., 14 Uhr geöffnet. Pro Messetag stehen 25.000 Tickets zur Verfü­gung. Die Messe wird also mit maximal 125.000 Besu­chern etwas kleiner ausfallen als in vergan­genen Jahren. SWR.de ● Irmgard Furchner (96) hatte 1943–45 im KZ Stutthof bei Danzig mit 18 als Schreib­kraft gear­beitet. Dort soll sie in der Komman­dantur von den Vorgängen im Lager gewusst haben. Deshalb wird ihr ab 19.10. in Itzehoe (Schleswig) der Prozess gemacht. Am 30.9. war sie ausge­büchst. Der Prozess soll ein Jahr dauern. Sie dürfte 2–5 Jahre ausfassen. Linke applau­dieren. Mitte und Rechte finden, man muss einen Strich ziehen. SRF.ch

Frank­reich entschul­digt sich für das Vorgehen in Paris 1961 mit hunderten toten Alge­riern. Am 17. Oktober 1961 wollten rund 30.000 Menschen fried­lich für die Unab­hän­gig­keit Alge­riens demons­trieren. Im Massaker von Paris schlug die Polizei diese Demons­tra­tion gewaltsam nieder; mindes­tens 150 Demons­tranten wurden getötet. SRF.ch ● Valneva arbeitet an einem Totvakzin gegen Corona, das im Januar raus­kommt. ORF.at ● Der Sach­arow-Preis für geis­tige Frei­heit (auch EU-Menschen­rechts­preis genannt) wird seit 1988 vom EU Parla­ment an Persön­lich­keiten verliehen, die sich für die Vertei­di­gung von Menschen­rechten und Meinungs­frei­heit einsetzen. Der Preis ist nach Andrei Sach­arow benannt und mit 50.000 Euro dotiert. Er wird jähr­lich in Strass­burg verliehen. Nawalnys Enga­ge­ment, den Macht­an­spruch des Kreml kritisch infrage zu stellen, wurde am 20.10. mit dem Sach­arow-Preis geehrt. SRF.ch

Grie­chen­land. Der Streit um Hoheits­rechte in der Ägäis zwischen Türkei und Grie­chen­land ist am 20.10. eska­liert. Zwei türki­sche F‑16-Kampf­bomber über­flogen die bewohnten grie­chi­schen Inseln Lipsi und Inousses. SRF.ch

Groß­bri­tan­nien. Neue Delta-Plus Mutante von Covid 19 entdeckt, auch in USA und Däne­mark. BBC.uk

Israel. Mehrere Cyber­an­griffe auf israe­li­sche Kran­ken­häuser wurden am Wochen­ende verei­telt, SRF.ch

Italien. Am 18.10 um 15 Uhr haben die Wahl­lo­kale für die Bürger­meis­ter­stich­wahlen in 65 Gemeinden geschlossen. In Rom liegt Roberto Gual­tieri vom Mitte-Links-Bündnis vorne. Auf Gual­tieri entfallen 59,9 % der Stimmen. Der Kandidat von Mitte-Rechts, Enrico Michetti kommt auf 40,1 %. Auch in Turin liegt der Kandidat von Mitte-Links vorne. Sowohl Turin als auch Rom waren bisher von Bürger­meis­te­rinnen der Fünf-Sterne-Bewe­gung regiert worden. In Triest hingegen liegt Mitte-Rechts vorne. Gewählt wurde auch in Varese, Savona, Latina, Benevento, Caserta, Isernia und Cosenza. 5 Mio Wähler, WB 45 %. Stimmen wanderten von rechts zur Mitte und nach links.RSI.ch ● Zum 700. Todestag von Dante Alighieri zeigt eine große Ausstel­lung in Rom Gemälde aus der Hölle – Kunst, die sich von Dantes«Göttlicher Komödie» inspi­rieren ließ. Die Kunst­aus­stel­lung «Inferno» ist vom 15.10.2021- 9.1.2022 in der Scuderie del Quiri­nale in Rom zu sehen. SRF.ch Japanischer Vulkan Aso ist ausge­bro­chen. Im Südwesten des Landes speit der Vulkan Aso Gesteins­bro­cken und Asche. Die Behörden warnen davor, sich ihm zu nähern. SRF.ch

Kap Verde Inseln. Der kolum­bia­ni­sche Geschäfts­mann Alex Saab wird beim Auftanken seines Flug­zeugs fest­ge­nommen und nach USA entführt, wo er vor Gericht kommt wegen Geld­wä­sche und Verstoß gegen Iran­ge­setz. Er ist ein Berater des vene­zo­la­ni­schen Präsi­denten Maduro. Saab, der lange Zeit als Front­mann von Maduro galt, war auf dem Weg in den Iran, um über verschie­dene Liefe­rungen für das vene­zo­la­ni­sche Regime zu verhan­deln. Die kolum­bia­ni­sche Regie­rung hat das Vermögen von Saab einge­froren und 2018 einen Haft­be­fehl gegen ihn erlassen. Mexiko setzt Flücht­lings­ge­spräche aus. SRF.ch

Kreta Erdbeben 6,1 am 19.10. morgens. SRF.ch Lett­land ist wieder im Lockdow. SRF.ch

Libyen.Muammar Mohammed al-Gaddafi (geb. معمر القذافي 7.6.1942 bei Sirte – gest. eben­dort 20.10. 2011). Am 1. September 1969 insze­nierten die Freien Offi­ziere für Einheit und Sozia­lismus einen Staats­streich. Der alte König Idris, der sich zu dieser Zeit in der Türkei aufhielt, um sich medi­zi­nisch behan­deln zu lassen, wurde einen Tag vor der Nach­folge seines Cousins ​​Hasan as-Senussi abge­setzt und die Liby­sche Arabi­sche Repu­blik ausge­rufen. Am 8. September 1969 wurde Gaddafi zum Vorsit­zenden des Revo­lu­ti­ons­rates. Am 20.10.2011 star­tete die NATO einen Bomben­an­griff auf 11 Mili­tär­fahr­zeuge, die Teil eines Konvois von insge­samt 75 waren. Dieser Konvoi verließ Sirte „mit hoher Geschwin­dig­keit“ und wurde als „erheb­liche Gefahr“ für die lokale Bevöl­ke­rung ange­sehen Nach der Bombar­die­rung brach am Boden ein Feuer­ge­fecht aus, später am Tag meldeten die neuen Macht­haber in Libyen, dass Gaddafi fest­ge­nommen worden sei, stellen jedoch fest, dass Gaddafi lebend in die Hände der Rebellen gefallen ist. Viel­leicht kam es kurz darauf zu einem Feuer­ge­fecht. TRT.tr

Myanmar lässt Demons­tranten frei. SRF.ch

Nieder­lande. Am 18.10. findet die Vorver­hand­lung im Straf­ver­fahren gegen Tatver­däch­tige der Erschie­ßung von Peter R. de Vries statt. Er wurde am 6.7. erschossen. Als Jour­na­list erklärte er auf RTL Boule­vard Krimi­nal­fälle NPO.nl

Nord­korea feuerte Anfang Woche nach eigenen Angaben eine ballis­ti­sche Rakete von einem U‑Boot ab. Wenn das Regime in Pjöng­jang tatsäch­lich dazu imstande ist, wäre das stra­te­gisch ein gewal­tiger Schritt. Der UNO-Sicher­heitsrat nimmt die Entwick­lung so ernst, dass er sich nun zu einer Dring­lich­keits­sit­zung traf. Nord­korea mag wirt­schaft­lich am Abgrund stehen. Eine neue Hungersnot droht. Doch das Regime treibt sein Atom­waf­fen­pro­gramm mit «voller Kraft» voran, wie es Rafael Grossi, Chef der UNO-Atom­be­hörde IAEA, ausdrückt. Der Test vom vergan­genen Montag (18.10), von einem Uralt-U-Boot aus, reihe sich ein in eine Serie von Provo­ka­tionen, klagte die irische UNO-Botschaf­terin Geral­dine Byrne Nason stell­ver­tre­tend für die EU-Länder. Ihre ameri­ka­ni­sche Amts­kol­legin Linda Thomas-Green­field sprach von inak­zep­ta­blen Tests, die zahl­reiche UNO-Reso­lu­tionen verletzten. Vermag Nord­korea tatsäch­lich jetzt schon oder bald atomar bestückte Raketen von U‑Booten aus zu lancieren, würde es seinen Hand­lungs­spiel­raum gewaltig erwei­tern. Es könnte selbst dann noch Atom­spreng­köpfe von irgendwo im Ozean abfeuern, wenn seine Mili­tär­an­lagen ausge­schaltet würden und das Land besetzt wäre. Die USA möchten nun Gespräche mit Pjöng­jang und hegten keine feind­li­chen Absichten. Solche Gespräche will indes Kim Jong-un nicht. Er verlangt vorab die Aufhe­bung der Sank­tionen, ohne im Gegenzug die nukleare Abrüs­tung anzu­bieten. Das Regime sieht, wie es heute früh trotzig erklärte, keines­wegs seine eigenen Rake­ten­tests als Provo­ka­tion, viel­mehr, dass viele Staaten diese Tests als Sank­ti­ons­ver­let­zung und als Provo­ka­tion kriti­sieren. Am Ende seiner Dring­lich­keits­sit­zung hinter verschlos­senen Türen entschied der UNO-Sicher­heitsrat nichts. Zum einen fehlt die Einig­keit. Zum andern hat niemand ein Erfolgs­re­zept. Selbst US-Botschaf­terin Thomas-Green­field sieht zusätz­liche Sank­tionen nicht als Lösung. Die UNO habe bereits genug Sank­tionen verhängt, sagt sie. Der UNO-Sicher­heitsrat ist in der Nord­korea-Frage derzeit hilflos. Das Kim-Regime kann seine nukleare Aufrüs­tung weiter forcieren – und profi­tiert dabei von der Zerstrit­ten­heit der Groß­mächte. Fredy Gsteiger, Diplo­ma­ti­scher Korre­spon­dent, SRF.ch

Polen demons­tre­rieren am 17.10. gegen Immi­gra­ti­ons­recht, wo es um die Bela­rus­flücht­linge geht. Mehr­heit für neues Gesetz.SRF.ch ● Polen fordert die EU auf sich wieder auf Adenauer, Schuh­mann, de Gasperi zu besinnen. RPI.pl

Russ­land. Erst­mals in der Geschichte der Raum­fahrt hatte sich ein russi­sches Film­team auf der inter­na­tio­nalen Raum­sta­tion ISS aufge­halten – rund 35 Minuten eines Spiel­films wurden auf der Station gedreht. Am 17.10. nun kehrte die Crew nach zwölf Dreh­tagen sicher zur Erde zurück. Die Sojus-Kapsel mit der Schau­spie­lerin Julia Peres­sild und dem Regis­seur Klim Schip­enko an Bord ist in der Steppe Kasach­stans in Zentral­asien gelandet. SRF.ch

Schweiz. Orkan­böen fegen am 21.10. mit bis zu 130 km/h über die Schweiz. ● Der Wunsch-Jet des Bundes­rats gehört zu den Lautesten. Erfah­rungen aus Holland zeigen: Anwohner leiden unter dem F‑35.. ● Stände trotz Corona. Mit Pre-Check, Bändeli und Zerti­fikat an die Basler Herbst­messe. SRF.ch ● Das Unter­nehmen Junkers lässt in der Ostschweiz die beiden Flug­zeug­klas­siker F 13 und A 50 Junior wieder aufleben. Sie war das erste Passa­gier­flug­zeug, das voll­ständig aus Metall gefer­tigt wurde, 1919 hob sie in Dessau zu ihrem Jung­fern­flug ab: Die F 13 von Flug­zeug­bauer Hugo Junkers, auch bekannt als die ältere Schwester der «Tante Ju», der JU 52. Wie Hugo Junkers hat auch Dieter Morszeck Erfolg und Vermögen dem Alumi­nium und einer findigen Idee zu verdanken. Morszecks Vater hatte die berühmten und leichten Alumi­nium-Koffer erfunden und das Unter­nehmen Rimowa gegründet. Morszeck, selbst Pilot und ein Freund der Luft­fahrt, grün­dete schließ­lich zunächst die Rimowa Flug­zeug­werke AG mit Sitz in Düben­dorf. Später wurde die Firma – mit Erlaubnis der Junkers-Erben – in Junkers Flug­zeug­werke AG umge­tauft. Seit gut einem Jahr befindet sich der Firmen­sitz im St. Galli­schen Widnau – dort wird konstru­iert und verwaltet. Im rund 20 Kilo­meter entfernten Alten­rhein findet die Endmon­tage der Flug­zeuge statt. Ursprüng­lich sei nur eine Nach­bil­dung der F 13 geplant gewesen. Mitt­ler­weile wird die F 13 aber auf Bestel­lung ange­fer­tigt. Exklusiv und von Hand: «Die Maschine wird so produ­ziert, wie der Kunde das möchte. Eine Seri­en­pro­duk­tion wird es nicht geben. 2.5 Millionen Franken kostet ein Stück, Sammler warten bei diesem Preis gerne Jahre darauf, bis die Maschine fertig ist. «Eine ist vor zwei Monaten in die USA verschifft worden, jetzt arbeiten wir an der vierten Maschine».SRF.ch

Slowakei.Die slowa­ki­sche Sängerin Edita Gruberová verstarb am Montag im Alter von 74 Jahren in Zürich. Die Sopra­nistin stand bis 2019 während mehr als 50 Jahren auf der Bühne. Sie galt als die «Königin der Kolo­ratur» Gruberova kam 1946 in Bratis­lava zur Welt. Dass sie auf der Bühne umju­belt werden würde, war ihr nicht in die Wiege gelegt: Sie wuchs in einfa­chen Verhält­nissen auf. Der Vater trank, zur Mutter entwi­ckelte sie ein enges Verhältnis. Ihre Flucht aus der oft harten Realität war das Singen – zu Hause, im Schul­chor und im Rund­funk­kin­der­chor. Von 1961 bis 1968 studierte Gruberova am Konser­va­to­rium in Bratis­lava. Danach ging es steil nach oben: An der Wiener Staats­oper debü­tierte sie 1970 in Mozarts «Zauber­flöte» als Königin der Nacht. Ihr inter­na­tio­naler Durch­bruch war 1976 die Rolle der Zerbi­netta in «Ariadne auf Naxos» von Richard Strauss. RSI.sk

Spanien. In keinem andren Land gibt es >300000 Prosti­tu­ierte. Die Regie­rungs­partei PSOE will das nun ändern. Denn die Prosti­tu­tion «versklave» Frauen, sagte Regie­rungs­chef Pedro Sánchez am Jahrestag seiner Partei. Bisher ist Prosti­tu­tion in Spanien weder verboten noch erlaubt. Zur Diskus­sion steht das Modell von Schweden, wo sich nicht die Sexar­bei­te­rinnen strafbar machen, sondern die Freier. Mehr: im News Plus. SRF.ch

Syrien. Zwei Jahre lang wird in Genf bereits um eine neue Verfas­sung für das Bürger­kriegs­land gerungen. Ab 18.10. soll konkret am Text einer neuen Verfas­sung gear­beitet werden. Seit Januar gab es in Genf kein einziges Treffen mehr zwischen den syri­schen Unter­händ­lern, also den Vertre­tern der Regie­rung, jenen der Oppo­si­tion und einer dritten Gruppe, welche die Zivil­ge­sell­schaft vertritt. Doch jetzt beginnt unter Leitung des UNO-Frie­dens­ver­mitt­lers Geir Pedersen (NO), der Verhand­lungs­pro­zess erneut. Seit 2011 herrscht Krieg. Man habe, so freut sich Pedersen, einen Konsens erreicht. Und zwar darüber, gemeinsam und konkret anzu­fangen, an einem Verfas­sungs­text zu arbeiten. Liegt einmal ein Verfas­sungs­ent­wurf vor, soll die syri­sche Bevöl­ke­rung darüber abstimmen. Anschlie­ßend sind Neuwahlen geplant, und zwar unter UNO-Aufsicht. Der Weg dahin bleibt lang und steinig. Dass nun, nach jahre­langer Total­blo­ckade, wenigs­tens etwas Bewe­gung in die Gespräche kommt, hat mit dem erfolg­rei­chen Lobby­ieren von Geir Pedersen in Moskau zu tun. Russ­land steht nach wie vor entschieden hinter Diktator Baschar al-Assad, hat nun aber offenbar seinen Einfluss genutzt, um diesen zu etwas mehr Flexi­bi­lität in Genf zu bewegen. ● US Sank­tionen bleiben. SRF.ch

Tsche­chien. Premier Babiš über­nimmt Funk­tionen vom arbeits­un­fä­higen Präsi­denten Zeman. ORF.at

Türkei könnte LKW-Fahrer nach Europa schi­cken, doch erkennt die EU die türki­schen und russi­schen Impf­stoffe nicht an. ● Osman Kavala (* 1957 in Paris) ist ein türki­scher Milli­ardär. Er sitzt seit 2017 wegen seiner Rolle bei regie­rungs­kri­ti­schen Protesten. Kurz nach seinem Frei­spruch 2020 wurde er erneut verhaftet. Am 8.10.2020 forderte die türki­sche Staats­an­walt­schaft eine „verschärfte“ lebens­lange Haft­strafe gegen ihn und veröf­fent­lichte in Istanbul eine Ankla­ge­schrift. Darin werden ihm eine Betei­li­gung am Putsch­ver­such von 2016, der „versuchte Sturz der Regie­rung“ und „poli­ti­sche Spio­nage“ vorge­worfen. 10 Botschafter forderten Präsi­dent Erdoğan auf ihn sofort frei­zu­lassen. Die Türkei ist aber ein Rechts­staat und die Gerichte legen das Straf­ausmaß fest. Kavala gehört zum engsten Freun­des­kreis von Georg Schwartz (Soros). Den Diplo­maten droht die Auswei­sung. TRT.tr

Ungarn. Am 20.10.1921 um 16:30 landet in Dénesfa eine Junkers F 13 aus der Schweiz (die Károly Kapelle erin­nert daran). An Bord der letzte König. Es ist der zweite Versuch wieder an die Macht zu kommen. Zu Ostern war er geschei­tert. Er ernennt eine neue Regie­rung. General Baron Anton von Léhar wird Heeres­mi­nister. In allen Städten und Dörfern spielt Musik, gibt es Paraden und Gottes­dienste. Nachdem Ungarn 1918 Repu­blik geworden war, später Räte­re­pu­blik unter Béla Kún, war wieder ein König­reich ausge­rufen worden, das es bis 1947 blieb. Am 24.10. beginnt in Budaörs Blut zu fließen. Karl gibt um 8 Uhr früh seinen Thron­be­stei­gungs­ver­such auf. Nach Inter­nie­rung im Bene­dik­ti­ner­stift von Tihány am Plat­tensee, bringt die briti­sche Besat­zungs­macht Karl und Zita zuerst ans Schwarze Meer und dann auf der HMS Cardiff nach Madeira, wo sie in der Villa eines befreun­deten Bankiers wohnen können. Reichs­ver­weser Miklós Horty regiert bis 1947. Eduard Beneš hatte in Prag bereits mit Krieg gedroht, sollte Karl in die Burg in Buda ziehen. Karl galt als König von Böhmen und Ungarn und Kaiser von Öster­reich. ORF.at

USA. Face­book arbeitet am 3D-Internet Meta­verse. ● Mit der NASA Sonde «Lucy» ist erst­mals ein Raum­fahr­zeug zu den Aste­ro­iden des Jupi­ters aufge­bro­chen. Die Mission ist auf 12 Jahre ange­legt. Gestartet ist «Lucy» am 16.10. von Cape Cana­veral, mithilfe einer «Atlas V»-Rakete. «Lucy» soll 6.5 Milli­arden km zurück­legen. Die >14 Meter lange Sonde, die mit Solarbat­te­rien betrieben wird, soll an sieben der soge­nannten Jupiter-Trojaner eng vorbei­fliegen: Eury­bates, Queta, Poly­mele, Leucus, Orus, Patro­clus und Menoe­tius – alle benannt nach Figuren aus «Ilias» von Homer. ● Ex-Außen­mi­nister Colin Powell am18.10. im Alter von 84 Jahren in Bethesda (MD) an Krebs gestorben. SRF.ch

Welt. Tag gegen Menschen­handel 18.10. ORF.ch


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