Weiß­rus­si­sche und litaui­sche Grenz­schützer geraten an der EU-Grenze wegen Migranten anein­ander – Warn­schüsse abgefeuert

Bildquelle: Twitter / Breitbart

Die weiß­rus­si­sche Grenz­schutz­be­hörde erklärte am Freitag, sie habe die Kontrollen an der Grenze zu Litauen verstärkt, um zu verhin­dern, dass litaui­sche Behörden Migranten nach Weiß­russ­land zurückschicken.

Litauen, ein Mitglied der Euro­päi­schen Union, war in den letzten Monaten mit einem Zustrom von Migranten vor allem aus dem Irak konfron­tiert. Sie beschul­digt die Regie­rung des auto­ri­tären weiß­rus­si­schen Präsi­denten Alex­ander Luka­schenko, den Migran­ten­strom als Vergel­tung für die EU-Sank­tionen gegen sein Land zu fördern, die nach der Entfüh­rung eines Flug­zeugs verhängt wurden, um einen weiß­rus­si­schen Jour­na­listen, der sich an Bord befand, zu verhaften.

Ein anderes EU-Mitglied, Polen, erklärte, dass immer mehr iraki­sche und afgha­ni­sche Migranten versu­chen, von Weiß­russ­land aus in das Land einzu­reisen, was ein Regie­rungs­be­amter als ein Element der „hybriden Kriegs­füh­rung“ bezeichnete.

In einem emotio­nalen Face­book-Post beschrieb der Menschen­rechts­be­auf­tragte des litaui­schen Parla­ments, Vytautas Valen­ti­na­vicius, wie die litaui­sche Grenz­po­lizei am frühen Freitag Dutzende von Migranten an der Einreise hinderte und sie auffor­derte, nach Weiß­russ­land zurück­zu­kehren, während weiß­rus­si­sche Grenz­sol­daten zur Abschre­ckung Warn­schüsse in die Luft abgaben.

Ange­sichts der eska­lie­renden Situa­tion wies Luka­schenko am Donnerstag die Vertei­di­gungs- und Sicher­heits­be­hörden an, „jeden Meter der Grenze zu schließen“, um die Migranten, die Litauen nach Weiß­russ­land zurück­schickt, abzuwehren.

Das bela­rus­si­sche Staats­fern­sehen sendete ein Bild von bela­rus­si­schen Grenz­sol­daten, die in einer Reihe stehen, um die Grenze zu schließen, während ein Migrant mit einem Kind zu ihren Füßen sitzt.

„Die Grenz­schutz­be­amten haben alle notwen­digen Mittel einge­setzt, um den ille­galen Grenz­über­tritt zu verhin­dern. Dabei haben sie die aktu­elle Situa­tion berück­sich­tigt, in der die litaui­sche Seite auslän­di­sche Bürger, die in der EU Zuflucht suchen, an die Grenze treibt“, schrieb das staat­liche bela­rus­si­sche Grenz­ko­mitee in seiner Erklä­rung vom Freitag.

Sie erklärte, sie habe mobile takti­sche Gruppen gebildet, die die gesamte Grenze patrouil­lieren sollen, um zu verhin­dern, dass Litauen Migranten nach Belarus zurückschickt.

Die bela­rus­si­schen Behörden behaup­teten diese Woche, dass iraki­sche Einwan­derer, die von Litauen nach Belarus abge­schoben wurden, unter anderem durch Hunde­bisse verletzt wurden und ins Kran­ken­haus einge­lie­fert werden mussten. Weiß­russ­land behaup­tete am Mitt­woch außerdem, dass eine „nicht-slawi­sche“ Person in einer Grenz­stadt an ihren Verlet­zungen gestorben sei, aber Litauen wies diese Behaup­tung als Propa­ganda eines feind­li­chen Regimes zurück.

Litauen, ein Land mit weniger als 3 Millionen Einwoh­nern, hat keine physi­schen Barrieren an seiner 679 km langen Grenze zu Belarus. Mehr als 4.100 Migranten, vor allem aus dem Irak, sind in diesem Jahr von Weiß­russ­land nach Litauen gekommen.

Die Premier­mi­nister Estlands, Lett­lands und Litauens gaben am Freitag eine gemein­same Erklä­rung ab, in der sie ihre tiefe Besorgnis über den „anhal­tenden hybriden Angriff“ der Luka­schenko-Regie­rung zum Ausdruck brachten. Sie erklärten, die drei balti­schen Länder stünden zusammen, um „die EU-Außen­grenze wirksam zu schützen“ und Migranten daran zu hindern, in andere EU-Länder zu gelangen.

Der stell­ver­tre­tende polni­sche Innen­mi­nister Maciej Wasik schloss sich dem an und beschul­digte Belarus, Migranten als „lebende Waffe“ in einem „hybriden Krieg“ einzusetzen.

Wasik sagte, dass die polni­schen Behörden den Schritt als Vergel­tung für die Unter­stüt­zung der weiß­rus­si­schen Olympia-Sprin­terin Kryst­sina Tsima­nous­kaya bei der Einreise nach Polen Anfang der Woche sahen, um mögliche Repres­sa­lien in ihrem Land nach einem Streit mit ihrem Trainer bei den Spielen in Tokio zu vermeiden.

Er fügte hinzu, dass Polen weniger Migranten gesehen hat als Litauen, weil seine Grenze besser bewacht wird, aber dass „wir in den letzten Tagen einen Anstieg fest­stellen können“.

Quelle: Breit­bart


2 Kommentare

  1. Die „migranten“ da auf dem Foto sehen aller­dings weder wie Iraker noch wie Afghanen aus. Sind das origi­nale „Bela­russen“??? Fragen über Fragen.…

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