Wie schlimm ist das aktu­elle Hoch­wasser in Deutschland?

Hochwasser in Deutschland Juli 2021

Wenn Menschen ihr Hab und Gut oder sogar ihr Leben verlieren, ist es immer schlimm! Noch schlimmer, oder sogar zynisch wird es, wenn mensch­li­ches Leid poli­tisch instru­men­ta­li­siert wird, wie es hier­zu­lande regel­mäßig im Falle irgend­welche Wetter­ex­treme passiert. Jedes Wetter­ex­trem wird von den Klima­hys­te­ri­kern als „Beweis“ für den „menschen­ge­machten Klima­wandel“ ange­führt, der angeb­lich nur durch die irrwit­zige „Ener­gie­wende“ gestoppt werden kann. Das Leid der Betrof­fenen soll mithelfen Billionen Euros in die Taschen irgend­wel­cher Lobby­isten zu spülen.

Hat die Hoch­was­ser­ge­fahr im Laufe der Zeit zugenommen?

Unbe­stritten sind Hoch­wasser und damit einher­ge­hende Über­schwem­mungen Bestand­teile des natür­li­chen Gesche­hens am Lauf eines Flusses oder Baches. Zu einer Natur­ka­ta­strophe werden sie erst, wenn Sach­werte sowie mensch­li­ches oder tieri­sches Leben betroffen sind. Aber im Verlauf der sich ständig auswei­tenden Land­nut­zung werden immer mehr Gebiete der Gefahr durch Hoch­wasser ausge­setzt. Einen weiteren Grund für das Steigen der Gefähr­dung durch Über­schwem­mungen liegt in der immer inten­si­veren Flächen­nut­zung, was oft zur Versie­ge­lung des Unter­grunds, einer Begra­di­gung, oft sogar mit einer Beto­nie­rung verbunden, sowie zu einer stän­digen Verrin­ge­rung von natür­li­chen Über­schwem­mungs­ge­bieten führt. So kann der Nieder­schlag auf versie­gelten Böden kaum gespei­chert werden und fließt daher sehr schnell in die Bäche und Flüsse hinein. Inso­fern sind zahl­reiche Über­schwem­mungen in Deutsch­land und anderen Indus­trie­na­tionen oft „haus­ge­macht“ (aus „Unwetter, Hoch­wasser und Über­schwem­mungen“ auf goruma.de).

Es gibt also tatsäch­lich einen mensch­li­chen Einfluss auf die Inten­sität von Über­schwem­mungen, der aber mit dem „Klima­wandel“ nichts zu tun hat und in der Öffent­lich­keit wenig disku­tiert wird.

Wie verhee­rend ist das aktu­elle Hoch­wasser im Vergleich zu vergan­genen Hochwässern?

Das aktu­elle Hoch­wasser in Deutsch­land wird in die Geschichte der Hoch­wässer eher als ein Beschei­denes eingehen: Das letzte große Hoch­wasser trat im Jahre 2013 auf. Betroffen war ganz Mitteleuropa.

Einord­nung des Hoch­was­sers von 2013:

Das Ereignis wird durchweg als hundertjähr­li­ches Extrem­ereignis einge­stuft, sowohl was die Nieder­schlags­in­ten­sität betrifft als auch die Abfluss­menge (HQ100). Die Rekord­werte aus den Jahren 2002 und 2005 wurden im Alpen- und Donau­raum an vielen Mess­stellen über­troffen, teils auch die des Donau­hoch­was­sers 1954 (de.wikipedia.org/wiki/Donauhochwasser_1954), das als das schwerste des 20. Jahr­hun­derts gilt. Auch das Hoch­wasser im Elbe­ge­biet 2002 wurde mindes­tens ab dem Pegel Dessau fluss­ab­wärts übertroffen.

Schlott­witz im August 2002

Einen beson­deren Spit­zen­wert erreichte das Hoch­wasser in Passau in Bayern. Dort wurde am Pegel Passau/Donau die 12,89-m-Marke erreicht, 69 cm höher als 1954 (12,20 m). Für das bisher höchste bekannte Hoch­wasser 1501 – allge­mein für Mittel­eu­ropa um HQ1000, teils noch deut­lich höher geführt – wurde nach neueren Erkennt­nissen bezogen auf den Donau-Pegel „Schanzl­brücke“ ein Wasser­stand von ca. 13,2 m rekon­stru­iert. Damit liegt es dort im Bereich eines 500-jähr­li­chen Ereig­nisses. Der Stand beim mögli­cher­weise noch höheren Magda­le­nen­hoch­wasser  vom 22. Juli 1342 ist nicht über­lie­fert. Halle meldete den höchsten Stand der Saale seit 400 Jahren (Pegel Trotha: 8,10 m, 3. Juni morgens), Zeitz an der Weißen Elster in derselben Größen­ord­nung „den höchsten jemals gemes­senen Wert“ (6,45 m, 3. Juni).

Sturm­fluten:

Über­flu­tung Hamburg 1962

Über­flu­tung Hamburgs 1962!

Betrachtet man die Anzahl der Todes­opfer (340), so war dieses Hoch­wasser wohl das Schlimmste im 20. Jahr­hun­dert in Deutsch­land („Die Nacht, in der das Wasser kam“ auf ndr.de)

Noch schlimmer war die Flut­ka­ta­strophe von 1953, von der England und Holland betroffen waren mit 1835 Toten.

Eine Liste der schlimmsten doku­men­tierten Hoch­wässer welt­weit findet sich hier.

Dürre­ka­ta­stro­phen:

Genauso beliebt wie Über­schwem­mungs­ka­ta­stro­phen sind bei den Klima­hys­te­ri­kern Trocken­pe­ri­oden. Dazu seien auch einige histo­ri­sche Beispiele erwähnt:

Dust Bowl Staub­schüssel
(siehe de.wikipedia.org/wiki/Dust_Bowl)

Bild aus dem zitierten Wikipedia-Artikel

Diese Kata­strophe wurde in den Drei­ßi­ger­jahren des vorigen Jahr­hun­derts in den USA und Kanada durch eine natür­liche Klima­va­rianz in Verbin­dung mit einer unan­ge­passten Bewirt­schaf­tung verursacht.

Dürre 1540 in Europa:

Eine extreme Dürre gab es im Jahre 1540 während der „Kleinen Eiszeit“.

Elf Monate fiel damals prak­tisch kein Regen, „die Tempe­ratur lag fünf bis sieben Grad über den Normal­werten des 20. Jahr­hun­derts, verbreitet muss die Tempe­ratur im Hoch­sommer über vierzig Grad geklet­tert sein. Unzäh­lige Wald­ge­biete in Europa gingen in Flammen auf, beißender Rauch trübte das Sonnen­licht, im ganzen Sommer 1540 wurde kein einziges Gewitter regis­triert. Schon im Mai wurde das Wasser knapp, Brunnen und Quellen fielen trocken, die Mühlen standen still, die Leute hungerten, das Vieh wurde notge­schlachtet.“ In Europa starben im Jahr 1540 schät­zungs­weise eine halbe Million Menschen, die meisten von ihnen an Durchfallerkrankungen.

El Niño:

Das unre­gel­mäßig wieder­keh­rende El Niño-Phänomen verur­sacht in Asien immer wieder Dürre­ka­ta­stro­phen (siehe ) durch das Ausbleiben des Monsuns. Der ameri­ka­ni­sche Autor Mike Davis widmete den Auswir­kungen dieses Phäno­mens in den Jahren 1876 bis 1879, 1896 und 1900 vor allem Indien und China ein Buch mit dem Titel „Late Victo­rian Holo­causts: El Niño Famines and the Making of the Third World“ (der deut­sche Buch­titel wurde pikanter Weise abge­schwächt: „Die Geburt der Dritten Welt“).

Durch die Kombi­na­tion des El Niño-Phäno­mens und der spezi­fi­schen impe­ria­lis­ti­schen Verwal­tung dieser Gebiete durch England (Vorrats­hal­tung wurde von den Englän­dern als nicht markt­kon­form verboten) starben zwischen dreißig und sechzig Millionen Menschen. Aber auch ohne kolo­niale Verwal­tung kommt es durch das El Niño – Phänomen immer wieder nicht nur in Indien sondern auch in Afrika zu Katastrophen.(siehe dazu „Größte Dürre in Indien seit 100 Jahren“ auf dw.com.

Diese kurze Aufzäh­lung erhebt keinerlei Anspruch auf Voll­stän­dig­keit und soll nur zeigen, welche natür­li­chen Klima­va­ri­anzen möglich sind.


7 Kommentare

  1. Der Klima­wandel ist doch nur ein Geschäfts­model um Profit zu machen!
    Die doofen glauben doch alles wenn man Ihnen das nur lange genug Erzählt.

    14
    • Ja, das übliche Programm *gähn*

      Die Kirche schuf den Teufel, um uns dann – gegen Geld – vor ihm zu beschützen.

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        • Was ist denn „Geschwätz“, Konni! Das sollten Sie aber schon etwas präzisieren!

          Oder werden Sie am Ende dafür gar nicht bezahlt, sind ledig­lich ein Einfalts­pinsel, der Befehlen gehorcht, aber seinen Verstand – mangels Vorhan­den­sein – nicht benutzen kann?

          Ihre „Argu­men­ta­tion“ ist ähnlich präzise, als wenn man Sie als bezahlten Störer bezeichnen würde, bzw. natür­lich auch als begeis­terten Schwach­kopf, der schei­ßen­dumm und indok­tri­niert rumstört!

          Da muss aber schon „etwas“ mehr kommen, wenn man Sie nicht als Deppen einstuften soll!

  2. Hoch­wasser
    So nebenbei etwas zur Jahrhundertflut.

    „An Magda­lena regnet’s gern, weil sie weinte um den Herrn“
    Das Magda­le­nen­hoch­wasser von 1342 war eine verhee­rende Über­schwem­mungs­ka­ta­strophe, die im Juli 1342 das Umland zahl­rei­cher Flüsse Mittel­eu­ropas heim­suchte. Die Bezeich­nung geht auf die damals übliche Benen­nung der Tage nach dem Heili­gen­ka­lender zurück, hier auf den St.-Magdalenentag am 22. Juli. Bei diesem Ereignis wurden an vielen Flüssen die höchsten jemals regis­trierten Wasser­stände erreicht. Mögli­cher­weise handelte es sich um das schlimmste Hoch­wasser des gesamten 2. Jahr­tau­sends im mittel­eu­ro­päi­schen Binnenland.[1]

    Eine Folge des Hoch­was­sers könnte die Pest gewesen sein.
    Die Magda­le­nen­flut verwüs­tete 1342 weite Teile Deutsch­lands und berei­tete der Pest den Weg. Die Folgen des Hoch­was­sers sind bis heute in der Land­schaft sichtbar. Könnte sich der hydro­lo­gi­sche GAU wiederholen?
    www.spektrum.de/news/die-groesste-flut/1197755
    Die Ursache ist wohl Menschen gemacht, man kann nicht die Wälder wegen der Gewinne abholzen.
    Die Wald­fläche wurde von 60 % auf 20 % redu­ziert, für Schiffbau und Metallschmelze.
    Magda­le­nen­hoch­wasser 1342.
    de.wikipedia.org/wiki/Magdalenenhochwasser_1342

    Noch ein Hoch­wasser in der Vergangenheit.

    Sint­flut im Taubertal 1732
    www.leo-bw.de/themen/landesgeschichte/ereignisse/sintflut-im-taubertal-1732
    Kata­stro­phen­alarm im Taubertal – Dutzende Orte über­flutet –Todes­opfer zu beklagen. So würden heute die Schlag­zeilen lauten, gäbe es ein vergleich­bares Ereignis wie an Michaelis 1732. Am späten Nach­mittag jenes 29. September ging nach voraus­ge­gan­genen Regen­tagen über Franken ein schweres Donner-Wetter mit einem gewalt­samen Platz-Regen nieder, das binnen kürzester Zeit Bäche und Flüsse über die Ufer treten ließ.

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