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Dr. Eike Hamer von Valtier, Vorstand des Mittelstandsinstituts, Hannover

Frage: Herr Dr. Hamer, Sie sind Vorstandsmitglied des Mittelstandinstituts Niedersachsen e.V. in Hannover, welches Ihr Vater, Prof. Dr. Eberhard Hamer, 1975 gründete, um die Belange des Mittelstandes als Eckpfeiler der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft wirksam zu stärken. Wie stellt sich aus Ihrer Sicht – fast 50 Jahre später – die Situation des deutschen Mittelstandes zum Jahresbeginn 2023 dar?
 

Dr. Hamer: Die über 40jährige Forschungs- und Publikationstätigkeit meines Vaters, Prof. Dr. Eberhard Hamer, im Rahmen des Mittelstandsinstituts Niedersachsen hat dazu geführt, dass der Mittelstand heute überhaupt als besondere Betriebsform (der wirtschaftliche Mittelstand) erkannt wird. Die etwas über drei Millionen Inhaberbetriebe (also auch Freiberufler und Landwirte) sind die tragende Säule unserer sozialen Marktwirtschaft, unserer Demokratie und leider auch unserer öffentlichen Finanzen. Dessen Bedeutung für Letzteres ist mittlerweile erkannt worden. Entsprechend bemüht sich sogar die Politik darum, zumindest verbal den Mittelstand als Zahlmeister unserer Nation ruhig zu halten. Noch fehlt es allerdings an ernsthaften positiven politischen Entscheidungen zugunsten des Mittelstandes, weshalb dieser immer mehr in Bedrängnis geraten ist.

Im Zeitraffer von 50 Jahren ist der Mittelstand in Deutschland zahlenmäßig von ursprünglich über 10 Millionen Inhaberbetrieben auf nunmehr fast 3,4 Millionen Einheiten geschrumpft. Andererseits ist die Qualität vieler Inhaberbetriebe so hervorragend, dass sie sich auf einem deutlich höheren Niveau als vor 50 Jahren bewegen. Mit zunehmender Ausuferung des Wohlfahrtstaates sind die Inhaberbetriebe heute diejenige Betriebseinheit, die statistisch überhaupt netto Steuern zahlt, weil sie weniger Subventionen kassiert als sie über Steuern abzugeben hat.

„… der Mittelstand als Schaf zwischen drei Wölfen …”

Bildlich gesprochen befindet sich der Mittelstand als Schaf zwischen den drei Wölfen Staat, Großindustrie und Sozialleistungsnehmern, die gemeinsam überlegen, wen oder was es zum Abendessen geben soll. Früher hatte ein funktionierender Rechtsstaat dem Mittelstand noch die zur Selbstverteidigung erforderliche Pistole überlassen, die ihm mittlerweile aber durch einen nicht mehr funktionierenden Rechtsstaat abhandengekommen ist. Eigentum und Leistung werden in Deutschland und anderen weiten Teilen Europas heute kaum noch respektiert.

Frage: Nach intensiver Forschungsarbeit konnte Ihr Institut ermitteln, dass über 80% der öffentlichen Finanzen – das beinhaltet sämtliche Steuern und Sozialabgaben – nur vom Mittelstand getragen werden, während Großkonzerne im Gegensatz zur landläufigen Meinung nur Netto-Subventionsempfänger bleiben, doch bezüglich ihres Einflusses auf die Staatspolitik einen ungleich größeren Einfluss ausüben. Gemäß dem Sprichwort: „Wer zahlt schafft an!“ scheint es in Bezug auf den Mittelstand zu einer Bedeutungsumkehr gekommen zu sein, indem es mittlerweile wohl heißt: „Die Subventionierten nur schaffen an!“ Wie erklären Sie sich diesen Widerspruch?

Dr. Hamer: Der Widerspruch ist entstanden, weil dem Mittelstand die politische Vertretung abhandengekommen ist. Die ursprünglich einmal bürgerlichen Parteien haben sich auf die Gegenseite geschlagen. Dies auch deshalb, weil der Mittelstand zahlenmäßig gegenüber der gewachsenen Zahl von Sozialbegünstigten und der Lobby-Power der Großindustrie im Prozess der „geleiteten Demokratie“ eine Minderheit darstellt. Es ist die über Jahrzehnte sich metastasenartig ausgedehnte Sozialanspruchsgesetzgebung, die den Zeitgeist verändert hat. Vor den Verfassungsrichtern scheinen Ansprüche höheren Schutz zu genießen als das Eigentum.

Frage: Ein anderes wichtiges Ergebnis Ihrer Forschungsarbeit ist, herausgefunden zu haben, dass zwischen vier Unternehmenstypen zu unterscheiden ist, aus denen sich unterschiedliche Führungsverhalten ableiten lassen. Wie kam es, dass die Gruppe der Kapitalunternehmen es vermochte, ihre auf Globalpolitik ausgerichtete Politik zu Ungunsten der Nationalstaaten mit ihren inhabergeführten Unternehmen und gesammelten Belegschaften so massiv und einseitig bis heute auszuweiten?

Dr. Hamer: Eine der Kernerkenntnisse aus der Mittelstandsforschung ist, dass es vier verschiedene Betriebstypen mit grundsätzlich unterschiedlichen Eigenschaften und Entscheidungsverhalten gibt. Die Betriebswirtschaftslehre hat bislang nur die typischen Kapitalgesellschaften mit Trennung von Management und Eigentum im Auge gehabt. Dies sind allerdings nur bis zu 4 % der Unternehmenseinheiten in Deutschland. Mehr als 92 % der Unternehmenseinheiten sind inhabergeführte und damit mittelständische Unternehmen. Der Rest sind öffentliche Unternehmen und als vierte Gruppe die gemeinnützigen Organisationen. Zwar sind alle heute am Markt tätig, verhalten und funktionieren allerdings grundsätzlich unterschiedlich.

„… sie bedürfen unterschiedlicher Rahmenbedingungen…“

Als Folge bedürfen diese auch völlig unterschiedlicher Rahmenbedingungen und damit einer individuell abgestimmten Wirtschaftspolitik. Bislang wurden alle Betriebsformen politisch über einen Kamm geschoren. Hierin liegt möglicherweise auch eine der Ursachen für die Fehlentwicklungen aus Sicht des Mittelstandes. Dass viele Staaten heute gegen ihre heimischen mittelständischen Unternehmen, nationalen Interessen und Wohlstandschancen für ihre Bürger entscheiden, dürfte aber andere Hintergründe haben. Unter anderem scheinen westliche Demokratien von Zöglingen des Weltwirtschaftsforums nach dessen eigenen Aussagen unterwandert worden zu sein. Wenn politische Spitzenfunktionäre sich dann ihrem Netzwerk mehr verpflichtet fühlen als den Wählern oder dem nationalen Mittelstand als demokratische Minderheit, würde erklärlich werden, dass die Spitzenfunktionäre in der Politik auch gegen die nationalen Interessen entscheiden.

Frage: Wir leben in einer wirtschaftlich immer stärker global vernetzten Welt, welche sich nationalstaatlich über 193 Mitgliedstaaten der UNO definiert. Was unterscheidet den deutschen Mittelstand von jenem seiner westlichen Nachbarstaaten sowie auch vom Mittelstand in den Industriestaaten des Fernen Ostens bzw. der übrigen Welt?

Dr. Hamer: Der Mittelstand unterscheidet sich weltweit grundsätzlich von den anderen Betriebstypen. In Deutschland kommt hinzu, dass wir individualistische dezentrale Strukturen bevorzugen und diese den kollektivistischen Strukturen, die zum Teil in Asien und den sozialistischen hierarchisch strukturierten Strukturen vorzufinden sind, überlegen sind. Die Summe vieler individuell aktiver Inhaberunternehmer entwickelt eben mehr Innovationskraft als eine kommandowirtschaftlich strukturierte Großeinheit. Aus diesem Grunde versuchen selbst große Betriebe heute über sogenannte „Schwarmintelligenz“ ihre strukturellen Nachteile durch geschickte Führungsprinzipien auszugleichen. Dies ist aber nur bedingt möglich.

Es gibt jedoch Bereiche, in denen große, finanziell beinahe unlimitierte Einheiten vorteilhafter sind, z. B. in der Chip-Industrie, in der Investitionen gleich Milliardenhöhe erreichen. Auch in anderen Bereichen der Massenproduktion sind kollektivistische Strukturen wie öffentliche Betriebe oder Konzernstrukturen häufig überlegen. Fast alle Großeinheiten weltweit sind aber aus Inhaberbetrieben entstanden. Genau diese Pionierarbeit ist in Deutschland ausgeprägter als anderswo, wo kollektivistische Systeme das Aufsteigen des Mittelstandes erfolgreich verhinderten.

Frage: Wer sind die Gegenspieler des Mittelstandes auf nationaler und überstaatlicher Ebene und was macht deren besonderen Interessen aus?

Dr. Hamer: Die Gegenspieler des Mittelstandes sind schwer auszumachen. Auf nationaler Ebene dürfte dies zum einen die Politik sein, die den Mittelstand zugunsten ihres Klientel immer stärker abzukassieren versucht und sich über dessen Widerstand ärgert und andererseits die Sozialindustrie, die verstanden hat, dass nur der Mittelstand für ihr Einkommen vom Staat bezahlen muss. Die Großindustrie ärgert sich höchstens über globale Grenzen, die der Mittelstand zu seinem eigenen Schutz wünscht und braucht.

Frage: Das heißt, der Mittelstand wird von zwei Seiten in die Zange genommen: Einmal von der unteren Bevölkerungsschicht im eigenen Land, doch konzipiert von überstaatlichen Kräften ganz oben, sprich vom globalen Finanzsyndikat bzw. den Globalisten, die gut verdeckt, weil indirekt über Dritte nur operieren. Welche Ziele verfolgen die Globalisten, denen vor allem der Mittelstand so sehr im Wege steht?

Dr. Hamer: Die internationalen Globalisten scheinen nach eigenen Aussagen im Weltwirtschaftsforum von Davos das Ziel zu haben, Menschen und Kapital weltweit frei disponieren zu können.

„… nationale Strukturen und Identitäten interessieren nicht…“

Nationale Identitäten, nationale soziale Strukturen interessieren sie nicht und stören höchstens. Die Globalisten betrachten es als die Aufgabe der fleißigen Menschen vor Ort, insbesondere des Mittelstandes, günstige Rahmenbedingungen vor Ort zu schaffen, wie z. B. eine funktionierende Infrastruktur, ausgebildete Fachkräfte, sozialen Frieden und Ersparnisse, die die Globalisten dann auszuplündern und auszunutzen versuchen. Wo immer sich dann die Erschaffer dieses Wohlstandes gegen die Ausplünderung wehren wollen, stören sie.

Globalisten sind deshalb nicht an Demokratie, Dezentralismus und dem maximalen Wohlstand möglichst vieler interessiert, sondern an diktatorischen Kommandostrukturen, bei denen nur wenige oben eingebunden werden müssen und keine Überzeugungsarbeit in der Masse erledigt werden muss, um demokratische Mehrheiten zu organisieren.

Frage: Sind inhabergeführte Unternehmer sich ihrer Falle im „Sandwich“ bewusst oder nehmen manche von ihnen die Gruppe kapitalaffiner Globalisten gar nur als vermeintlich ‘unpolitische Gesinnungsgenossen’ ihres Unternehmerstandes war?

Dr. Hamer: Die meisten Unternehmer sind sich ihrer Sandwich-Situation nicht bewusst. Viele Unternehmen fallen devot vor großen Einheiten und deren Managern auf die Knie, glauben, mit denen das „große Geschäft“ machen zu können und ordnen sich nach Volumen statt Qualität ihrer persönlichen Position den Managern unter. Weil aber die Globalisten auch die unmittelbaren Lebensverhältnisse vor Ort des Mittelstandes immer negativer verändern lassen, findet gerade ein Lernprozess statt, in dem der Mittelstand seine Position immer besser zu verstehen beginnt.

Frage: Ihr Vater hielt in einer Schrift fest, dass die Altparteien den Mittelstand „verraten“ hätten, doch ohne Mittelstand Selbstbestimmung, Wohlstand und Sozialstaat inkl. Demokratie zusammenzubrechen drohen. Welche Mittel und Methoden wären notwendig, um diesen Trend des Niedergang im letzten Moment noch aufzuhalten?

Dr. Hamer: Um Wohlstand und Demokratie nicht zusammenbrechen zu lassen, bedarf es einer weitreichenden Umkehr des aktuellen politischen Kurses.

 „… Befreiung vom Schraubstock der Finanzverwaltung…“

Statt Zentralismus in Europa ist Dezentralismus in der Region, statt zusätzlicher Umverteilung mit zusätzlicher Abgabenbelastung ist eine Befreiung vom „Schraubstock der Finanzverwaltung“ mit deutlich größerer steuerlicher Förderung der Selbstfinanzierung (einbehaltene Gewinne steuerfrei) und einer strikten Begrenzung und Reduktion der Begünstigten aus dem Sozialsystem notwendig. Inwieweit dies noch ohne einen Totalzusammenbruch gelingt, wird sich zeigen.

Frage: Was fehlt CDU/CSU, SPD, FDP, Grünen sowie AfD zu einer echten Politik zugunsten des Mittelstandes, die sich gegen die Eine-Welt-Pläne der Finanzsyndikate und ihrer Kartell- und Globalmonopolpolitik zu wenden hätte?

Dr. Hamer: Für eine echte Politik zugunsten des Mittelstandes braucht es eine Abkehr einheitlicher Bedingungen für alle Betriebstypen gleichermaßen. Die Politik muss verstehen, dass Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik nicht mehr einheitlich für alle, sondern individuell für die verschiedenen Gruppierungen erfolgen muss. Wer immer seine persönliche Freiheit für Sicherheit abzugeben bereit ist, soll dies gerne freiwillig für sich wählen und dann andere gesetzliche Rahmenbedingungen für sich akzeptieren als derjenige, der individuelle Freiheit und Selbstbestimmung wie der Mittelstand für sich beansprucht. Selbst für multinationale Konzerne sollten individuelle, auch gesetzliche Bedingungen geschaffen werden. Bislang fehlt überhaupt die Einsicht bei vielen Parteien, die Gruppen unterschiedlich behandeln zu müssen, weil die Erkenntnisse aus der Mittelstandsökonomie sich erst langsam verbreiten.

Frage: Erlaubt das hohe Arbeits- & Zeitpensum die Inhaber mittelständischer Unternehmen überhaupt, sich politisch noch selbst einzubringen oder erfordert die Überwindung des systemimmanenten Organisationsproblems ihres Einzelkämpfer-tums  die notwendigen gemeinsamen Aktivitäten anderwärtig zu organisieren?

Dr. Hamer: Es ist nicht nur die umfangreiche zeitliche Beanspruchung mittelständischer Unternehmer, die vor der Übernahme politsicher Ämter abschreckt. Es ist zwar richtig, dass besonders kleine Inhaberbetriebe manchmal über 1.000 Stunden extra für den Staat zu arbeiten haben, weil z. B. Statistiken verlangt werden, Steuererklärungen, Prüfungen u.a. nur vom Unternehmer selbst erfolgen können, allerdings ist dies nur Teil des Problems. Unternehmer sind gewohnt, möglichst effizient Probleme zu lösen. Teamarbeit bedeutet dabei, dass man etwas richtig analysiert, eine gute Lösung dazu erarbeitet, diese dann beschließt und umsetzt.

„… in der Politik läuft es ganz anders…“

Dies läuft in der Politik aber ganz anders. Häufig ist gar keine Lösung erwünscht. Oftmals schwadronieren Selbstdarsteller nur herum, um sich zu produzieren und meistens versinken Problemlösungen im Parteienkleinklein. Dann sind parteiinterne Abstimmungsniederlagen, Parteiräson und häufig auch Parteivorgaben wichtiger als die Problemlösung. Diese Herangehensweise ist für Unternehmer nur schwer zu ertragen. Sie geben deshalb bereits auf Landesebene politisch genervt auf.

Frage: Hinzu kommt, dass globale Geschäftstätigkeiten Zielkonflikte erzeugen, die nationalen Interessen oftmals entgegenstehen: Sind wir mittlerweile an einem Punkt angelangt, wonach der Staat ausgehebelt und handlungsunfähig wurde und der Mittelstand nun gezwungen ist, sich selbst zu helfen – solange es möglich scheint?

Dr. Hamer: Der Staat scheint durch politische Eliten „geleitet“ zu sein, die möglicherweise nicht im Sinne der deutschen Wähler, sondern persönlicher Interessen, Netzwerke und Vorteilsnahmen bestimmt sind, wie nur allzu häufig durch die Korruptionsskandale zuletzt in der EU bekannt wurden. Dem Mittelstand ist dabei immer die Zahler-Rolle zugedacht, weil er weder ausreichend bestechen, erpressen oder lobbyieren kann. Entsprechend wird er von den Netzwerken und Konglomeraten verdrängt. Er muss sich tatsächlich selbst helfen.

Frage: Wäre eine spezielle Zusammenarbeit des Mittelstandes über Staatsgrenzen hinweg wünschenswert, realistisch oder falls ansatzweise vorhanden, ausbaufähig?

Dr. Hamer: Eine Zusammenarbeit wäre sowohl hilfreich als auch wünschenswert. Allerdings zeigten sich die mittelständischen Verbände als einzige offensichtliche Ansprechpartner des Mittelstands bislang zu sehr im Wettbewerb untereinander, zu wenig koordiniert auf einzelne Themen und zu instabil, um als „Kooperationspartner“ verlässlich zusammenarbeiten zu können.

Frage: Letzte Entwicklungen globaler Neuformatierung lassen ein verstärktes Abwandern deutscher Unternehmen einerseits in die USA und andererseits nach Fernost befürchten. Viel deutet darauf hin, dass der Industriestandort Deutschland der Zeitenwende zum Opfer fallen könnte: Lässt sich angesichts eines derartigen Szenarios der staatliche Vermögensverlust grob prognostizieren bzw. mit welchen weiteren negativen Konsequenzen dürfte noch zusätzlich zu rechnen sein?

Dr. Hamer: Es wandern derzeit vor allem die seit 20 Jahren durch anglo-amerikanische Finanzspekulanten aufgekauften mittleren (nicht mittelständische = vom Inhaber selbst geführt) Betriebe ab. Eine Abwanderung von mittelständischen Unternehmen erfordert zunächst den Umzug des Inhaberunternehmers. Das ist nur schwer möglich, da die aus der Nazizeit stammende „Wegzugsbesteuerung“ dies häufig unmöglich macht. Außerdem fühlen sich die meisten Unternehmer nur in ihrem derzeitigen Umfeld in Deutschland wohl. Es ist zu schwer für sie, gleichwertige Netzwerke im Ausland wieder zu errichten. Vergessen wir nicht, dass über 90% der Betriebe kleine Einheiten mit bis zu 2 Mio. Euro Umsatz und bis zu 20 Mitarbeitern sind. Allein die Umzugskosten wären häufig eine Überforderung.

„… dennoch wandern Kernbetriebe ab…“

Dennoch wandern Kernbetriebe der deutschen Wirtschaft ab und hinterlassen nicht nur eine folgenschwere fachliche und angebotsmäßige Lücke, sondern zwingen langfristig auch die von ihnen abhängigen Betriebe zum Abwandern oder Absterben. Wenn der schattenspendende Baum abgeholzt wird, verbrennen auch die schwächeren Pflänzchen unter ihm. Ob ein neuer Baum entsteht ist angesichts der politisch-ökonomischen Vergiftung durch die Ampel-Regierung sehr fraglich. Nicht auszuschließen ist, dass immer mehr Unternehmen einfach schließen, der Staat sich weiter ausdehnt und wir wie Frankreich in die marktwirtschaftliche und wohlstandsmäßige Verelendung abrutschen. Es wäre noch Zeit, dem entgegenzuwirken. Die Zeit dazu drängt aber sehr.

Herr Dr. Hamer, wir danken für das Gespräch!

Das Interview führte Unser-Mitteleuropa

Dr. rer. pol. Eike Hamer von Valtier, geboren 1975 in Hannover, Abitur in Belfast, Nord Irland (1992) und Hannover (1994), Studium der Betriebswirtschaftslehre in Bonn, Osnabrück und Rostock, Dipl. Kaufmann, Dr. rer. pol.

 

Dr. Hamer ist Herausgeber des Wirtschaftsinformationsbriefes „Wirtschaft aktuell“:

Webseite: https://www.hamerbrief.de/

Leseprobe:  https://www.hamerbrief.de/leseprobe/

 


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9 Gedanken zu „Mittelstand in Gefahr: Dr. Eike Hamer im Gespräch mit Unser-Mitteleuropa“
  1. In den vorhergehenden 7 Kommentaren ist eigentlich alles gesagt. Doch noch eins aus Erfahrung. Der Mittelstand einschliesslich der allermeisten Landwirte ist eine tragende Saeule derjenigen ueber die er sich jetzt beschwert. Eine Aenderung der Politik kommt entweder aus Gewehrlaeufen oder einer Rebellion, insbesondere des Mittelstandes. Nach Internetangaben: “Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand waren im Jahr 2021 im deutschen Mittelstand rund 40,65 Millionen Personen beschäftigt.” 40.65 Millionen im Mittelstand Beschaeftigte sind also nicht maechtig und in der Lage einen Regierungswechsel herbei zu fuehren !! Und das aus einem einzigen Grund. Sie vertreten alle die Ampel plus merkel-stalinistisch verseuchter CDU. Aus Tradition !! Dr. Hamer braucht gar nichts zu erzaehlen. Ich hoere solchen Leuten gar nicht mehr zu, denn sie sind es, die sich nach dem Meckern abends zu einem Prosecco mit den Gruenen Mittelstandsvernichtern treffen und rege Freundschaften unterhalten. Anstatt sich einmal Programme anderer Parteien durchzulesen und zu verstehen. Diese “Mittelstandsvertreter” machen aus einem freudig ins Handwerk springenden Jungmeister ein rueckgrad- und rueckhaltlosses Schaf, welches nur noch hinterhertrotten darf. Ich setze Mittelstandsvertreter gleich mit Gewerkschaftsfunktionaeren. Beitragsfresser fuer Luftblasenabsonderung.

  2. GröKaz Scholz ist wieder in USA, um sich das Pflichtenheft für Sanktionen gegen China abzuholen. Öffentliche Kritik an der Politik höre und sehe ich stündlich, manchmal sogar in Druckmedien.
    Leider traut sich kaum ein Kritiker zu sagen, daß der Niedergang unserer Wirtschaft kein Zufall ist, sondern absichtlich herbeigeführt wird.

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  3. Man liesst hier u.a.zerrieben , stimmt so ganz dann auch nicht, aber die Frage nach dem WARUM, sie ist zu beantworten:
    1.Eines betrieb er nie, naemlich Politik, als schmutziges Geschaeft gelten!
    2. Er war und ist notorisch an Verfassungsfragen desinteressiert, diese sind indessen nach Lage der Dinge laengst ueberfaelllig -woher stammt das Juristenwitzwort: Zivilrecht besteht oeffentliches Recht vergeht!
    3.Er und niemand anders waehlte sich die falschen Vertreter, z.B.v.Heeremann dem es gelang die Landwirtschaft deutlich zu reduzieren……..
    Quo vadis Mittelstand also! Antwort in den historischen Muellkorbn-wohl vorerst vorlaeufig, falls er nicht revoluzzert, das zwingt zur unverzueglichen Stellung der Verfassungsfrage, so unbequem diese Erkenntnis auch sein mag!
    Alf v.Eller Hortobagy
    unabh.Politikberater
    und
    Jurist

    P.S.:geb.in Wuppertal-Barmen, Vater und beide Grossvaeter selbstaendig, Mutter aus einer Druckerei stammend von 4 Urgrossvatern 3 selbstaendig,
    b.z.Landwirte, ich bin seit 1995 u.a.freiberuflicher Berufsjaeger und Jagdentwickler plus Landwirt, allesnalso auch Frage des Herkommens!
    AvE

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  4. Der Mittelstand agiert regional, national im Wettbewerb um die Kunden und steht den mit bolschewistischen Ideologien ausgestatteten Politgaunern (korrupt, vernetzt) gegenüber. Diese organisieren seit Marx Zentralismus und sind international. Ein Merkmal davon sind nicht nur die EU und alle NGOs, sondern auch Konzerne, die in ihren Branchen zwar durch ihre Etikette Vielfalt vorgaukeln, aber alle denselben billigen Inhalt haben. Wettbewerb entfällt dabei, wobei auch nicht um neue Erzeugnisse oder bessere Ideen gerungen wird. Eine Wissensgesellschaft sieht anders aus. Um von dem Dilemma abzulenken, beschäftigen die in wenigen Händen befindlichen Medien mit denselben inhalten die Masse und lenken sie ab. Etwas wirklich Neues entsteht nicht. Über uns hängt die Bleiplatte eines etwas anderen Sozialismus, der sich in wenigen Händen der Spekulanten (Betrüger) befindet. Sie zocken mit Aktien.

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  5. Der Mensch, sagt Aristoteles, ist ein zóon politikón, ein Herdentier. Außer der germanischen lebt jede Herde nach der 1% Regel: ein Prozent hat den Vorteil, der Rest, die Schafe, den Nachteil und müssen kuschen. Bei der germanischen gibt es aber einen großen wirtschaftlich unabhängigen Mittelstand, der nicht ausgebeutet werden kann von den 1%-ern. Die Schafe der 1%-er fragen sich daher, warum die Nachbarschafe wesentlich mehr zu fressen kriegen als sie. Die 1% er müssten ihre Privilegien aufgeben, um das zu ändern. DAS wollen sie aber auf keinen Fall. Die Deutschen sind damit der natürliche Feind der europäischen Eliten seit Beginn der Zeit.
    Ich empfehle das Buch von Georg Kausch: Die unbequeme Nation. 2000 Jahre Wirtschaftskrieg gegen Deutschland.
    Wenn man das nicht kapiert hat, kann man Geschichte nicht verstehen.

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  6. Überall nur UNTERGANGSSTIMMUNG und trotzdem scheinen die deutschen Eliten weiter still zu
    sein, keiner muckt auf, oder sind die längst im Ausland und die BRD ist ihnen bereits egel ?
    Aber das blonde EU-Gift hat sich sicher die Zustimmung zum Tod des Benziners abgeholt, obwohl die ja garnicht dorthin gehörte ?

    Vom fröhlichen Karnevalsverein in Meseberg scheint ja nur Freude und Einigkeit zu kommen, nur ich glaube an deren Schönwetter-Gegrinse nicht.

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    1. Daß der Mittelstand zunehmend zerrieben wird predigen und beklagen die doch schon seit Jahren, aber solange daraus keine Konsequenzen gezogen werden ist das alles nur leeres Gejammer:
      Wo bleibt die breite Unterstützung für eine der wenigen noch wirklich mittelstandsfreundlichen Parteien?
      Wo bleibt der organisierte Widerstand (inkl. Klageweg) gegen all die politisch gewollten Zumutungen?
      Stattdessen schüttelt man weiter brav den Schmarotzern und Marodeuren die Hände und zeigt sich mit seinen Bekenntnissen für Quote, Bunt & Divers weiter wie ein folgsamer Hund der auch noch so oft getreten mit feuchten Augen leidend weiter treu bleibt.

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    2. Je mehr dieser „Abschaum von Meseberg“ seine dummen, verlogenen Fressen zum „Lächeln“ verzieht, desto schlimmer wird es für uns werden, desto widerliche Gedankenspiele und Pläne haben diese ehrenwerten, dem deutschen Volke per Eid zu Dienenden politischen Schädlings-Figuren ausgeheckt. Es wird auf absehbare Zeit nicht besser. Selbsthilfe, Selbstversorgung und SELBSTBEWAFFNUNG ist dringend angesagt.
      Als ein unternehmerisch (noch) tätiger Kleinunternehmer kocht seit mind. 2014 die Frage in mir immer weiter hoch, wieso soll ich diejenigen mit fürstlichen Steuerzahlungen belohnen soll, die unsere Leistungen, die weeeeiiiitttt über das schmarotzende, selbstbedienerische (Diebstahls-) Dasein der Volksverräter hinausgehen, weder anerkennen, noch belohnen oder gar unterstützen/ fördern?
      Wer in dieser Branche tätig ist, weiß, wovon ich rede. Das geht sogar soweit, dass die für uns jahrelang tätigen Steuersachbearbeiter eines mandatierten Steuerbüros (und deren Chefin) mir als Unternehmer direkt ins Gesicht sagten, Zitat…“wir sind von der übergeordneten Innung der Steuerberater aufgefordert worden, Mandanten, die die grundsätzliche Frage nach der Steuerpflicht bzw. der Gesetze danach überhaupt stellen oder ansprechen, umgehend das Mandat zu kündigen. Überlegen Sie sich also, was sie sagen oder fragen.“ Zitatende.
      Das ist für einen Unternehmer mehr als befremdlich. Es gäbe noch unzählige weitere Beispiele für die Deutschunternehmerfeindliche Politik im schwulen Berlin. Nicht erst seit 2014…
      Ich fasse mittlerweile ernsthaft die Möglichkeit ins Auge, diesem verlogenen System komplett den Rücken zu zu kehren und die eigene Arbeitsleistung samt Steuerzahlungen zu verweigern. Die Menschlichkeit ist ohnehin mit der Stasi- IM-Ärika- Merkel- Ferkel- Kreatur und der Gen- Giftspritze abhanden gekommen. Niemals gab es auch nur ernsthaft den Gedanken, Mitarbeiter sowie mich selbst als Versuchskaninchen genmanipulieren zu lassen. Wie abstoßend und widerlich!

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