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Von unserem Ungarn-Korrespondenten ELMAR FORSTER

 

Am Samstagnachmittag ereignete sich der schwerste Massenverkehrsunfall in der ungarischen Geschichte auf der Autobahn M1 ca 25 km westlich von Budapest: Zweiunddreißig Personenwagen, fünf Lieferwagen und fünf Lastwagen krachten ineinander. Davon fingen neunzehn Personenkraftwagen, ein Lieferwagen und ein Lastwagen Feuer. (mandiner)

Eine Kamera filmte live mit:

Sandsturm auf frisch gepflügtem Ackerboden

Die Ursache für die Massenkarambolage war ein kurzer lokaler Sandsturm innerhalb eines 20m-Bandes. Laut Polizei wurden in den letzten Tagen auf den umliegenden landwirtschaftlichen Feldern Bodenlockerungsarbeiten durchgeführt. Die orkanartigen Winde bliesen dann den Staub in die Autobahn.

Einige Autos fuhren direkt in den Sandnebel hinein, durch erste Bremsmanöver entwickelte sich schließlich ein Massencrash (RTL).

Apokalyptische Zustände

Kinder suchten Zuflucht bei ihren Eltern, nur wenige Meter von den brennenden Autos entfernt. Der Asphalt schmolz auf einer Fläche von 250 m2.

 

Auch an der Rettungsaktion nahmen beispiellose Kräfte teil: Vier Rettungshelikopter, 16 Fahrzeuge waren im Einsatz, 70  Feuerwehrleute halfen die Flammen einzudämmen. Die ausgebrannten Autos mussten vor dem Abtransport lange gekühlt werden.

 

40 Verletzte, 1 Toter

Insgesamt wurden 40 Menschen verletzt, eine Leiche wurde später unter einem ausgebrannten Auto entdeckt, zwei Personen befinden sich in einem lebensbedrohlichen Zustand; 12 Personen (vier Kinder und acht Erwachsene) wurden schwer verletzt, 25 Personen (6 Kinder und 19 Erwachsene) erlitten leichte Verletzungen.

“Als wir das Wrack sahen, dachten meine Kollegen und ich, dass es viele Tote geben würde. Es gab Autos, die nichts mehr hatten, aus denen man nicht lebend herausgestiegen wäre. Es ist ein großes Glück, dass diese Fahrzeuge von ihren Fahrern und Passagieren verlassen werden konnten, bevor neue Autos in sie krachten.”

– so ein Retter (mandiner).

Kaum zu vermeiden

Wenn man bedenkt, dass sich während langer Autobahnfarten sehr schnelle monotones Verhalten einstellt, und man bei 100 km/h je Sekunde 36 Meter zurücklegt, lassen sich solche Massenkarambolagen eigentlich kaum mehr verhindern. Außerdem halten die langen LKW-Konvois meistens auch nicht den vorgeschriebenen Mindestabstand ein.

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7 Gedanken zu „Sandsturm: Schwerster Massenverkehrsunfall Ungarns westlich von Budapest (VIDEOS)“
  1. Wenn man das Video der Boardcam betrachtet, wird sehr schnell klar, wie sowas passiert. Die Fahrer sehen die Staubwolke. Anstatt rechtzeitig abzubremsen, gehts Full Speed weiter – mit Vollgas rein in den Nebel.

    1. Das geht schon deswegen nicht, weil nur ein Toter berichtet wird und “Eltern” > 1.

      Sogar Todeszahlen längst unzuverlässig und den Schmierfinken auch egal. Können und wollen nichtmal korrekt zählen, wie viele Menschen gestorben sind. Das will zu Spritzen auch kaum einer genau wissen, Maulaffenpocken feilhalten ist angesagt bei denen.

  2. Dasselbe passierte auch mal in Nord-Deutschland. Warum müssen die Äcker bis zum Straßenrand bepflanzt werden? Es wäre sicherer, wenn man einen Buschstreifen und Grasstreifen von ca. 5 m rund um die Äcker, die zur Straße angrenzen, einrichten könnte. Der Vorteil wäre, Büsche halten den Sand und Wind ab und die Flora und Fauna hätte auch noch Raum zu gedeihen. Diese plötzlichen Sandstürme sind gefährlich, weil sie plötzlich entstehen können.

    14
    1. Korrekt. In der Zeit, als es bei uns eine Flora und Fauna mit Hecken und Gehölzen zwischen den Felden, Orten und Straßen gab, also im 19.Jh bis ins frühe 20. Jh. gab es nachweislich die größte Artenvielfalt, an z.B. Vögeln, Fledermäusen, usw.. Hecken können Wind um bis zu 40% bremsen. Aber die Mehrheit der Menschen wird halt immer dümmer und kapiert das nicht. Erzähl den Bauern und Ortsplanern, sie sollen das machen. Gibst du denen kein Geld dafür, machen sie es nicht. Die Menschen müssen immer gezwungen werden. Früher musste immer der Adel für Naturschutz und Bodendenkmalserhalt sorgen, da die Bauern und der Pöbel sowas nicht tut, will und kennt!

    2. Hecken und Baumreihen zwischen eher kleineren Feldern sind aus alter Erfahrung ideal, auch für die Bodenqualität und den biologischen Pflanzenschutz; das ist wohl auch Bildungsstandard, wird aber aus kurzsichtiger Profitgier oder aus Bürokratenwillkür und daraus folgender betriebswirtschaftlicher Verzweiflung zu wenig umgesetzt.

    3. @Müller
      “Warum müssen die Äcker bis zum Stra­ßen­rand bepflanzt werden?”

      Bald gibt es keine Landwirtschaft mehr. Bitte Geduld, die Grünen können schließlich nicht überall gleichzeitig sein.

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