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Im Internet mitgehört und mitgeschrieben von Wilhelm Tell

 

Polen – In der Hauptstadt Warschau endet eine Ära: Der Supermarkt Super Sam im Stadtzentrum muss nach 60 Jahren schliessen. Und so war Super Sam weit mehr als ein Ort, wo jeder und jede den täglichen Einkauf machen konnte. Es war ein Sehnsuchtsort – Sehnsucht nicht nur nach westlichem Konsum, sondern generell nach westlichem Leben. Bei der Eröffnung 1962 drängten so viele Menschen in den neuen Laden, dass ein Fenster kaputtging. «Robust, schön und praktisch, ein Vorbild für unseren Handel», sagt der Fernsehsprecher – eingeblendet werden die Glasscherben der zerbrochenen Fensterscheibe. Nun waren die 1960er wirtschaftlich gesehen tatsächlich verhältnismässig erfolgreich in Polen. Ganz im Gegensatz zu den 1980er-Jahren. 1988 steht wieder ein Fernsehreporter vor dem Super Sam: «Nirgendwo haben wir so viel Glück beim Einkaufen wie im Super Sam. Hier kann man sogar nach 14 Uhr noch Käse oder Milchpulver für Babys kaufen.» Es war in Polen die Zeit der Entbehrungen, der langen Schlangen, der leeren Ladenregale. Super Sam war inzwischen nicht mehr so lichtdurchflutet, die Belüftung hatte nicht funktioniert. Damit Kunden und Angestellte nicht umkamen vor Hitze, hatte man riesige Jalousien installiert. Besser wurde es aber erst nach 1989, nachdem der Kommunismus in Polen untergegangen war. Mit der Zeit kam der Konsum, wie wir ihn kennen, nach Warschau. Das Café im Supermarkt wird zur McDonald’s-Filiale. 2006 reisst die Stadt das Super-Sam-Gebäude ab, gefährlich instabil sei die Konstruktion inzwischen, zu teuer die Reparatur, heisst es. Halb Warschau protestiert. Danach war Super Sam ein Supermarkt im Keller eines Einkaufszentrums, wie es auch in Tokio oder Madrid stehen könnte. Und jetzt ist auch dieser Super Sam geschlossen. Zu wenig Kundinnen. Viele hier in Warschau sind traurig. Dabei haben sie längst nicht mehr im Super Sam eingekauft – näher, billiger, schneller ist es anderswo. Traurig sind sie vielleicht, weil der tägliche Einkauf längst nichts Besonderes mehr ist. SRF.ch

Russland – Es wurde berichtet, dass der ukrainische Präsident Wladimir Selenski Premierminister Denis Schmihal damit beauftragt hat, die Möglichkeit einer Umbenennung Russlands in Moskau in ukrainischer Sprache „sorgfältig zu prüfen“. Hier ist ein weiterer Beweis für den Versuch, aus der Ukraine ein „Anti-Russland“ zu schaffen“, schrieb er am Samstag auf dem Telegram-Kanal und kommentierte die Anweisungen des ukrainischen Präsidenten. Die Anweisungen kamen als Antwort auf eine Petition, die 25’000 Unterschriften auf der Website von Selenski sammelte und daher dem Präsidenten der Ukraine zur Prüfung vorgelegt wurde. VESTI.ru
● Ein russischer Kampfjet ist nach US-Angaben über dem Schwarzen Meer mit einer US-Drohne des Typs Reaper zusammengestossen. ORF.at

Saudi-Arabien – Saudi-Arabien soll den direkt von Saudi-Arabien und Mohammed bin Salman geförderten Sender Iran International anweisen, die “kritische Berichterstattung” über die Islamische Republik zu reduzieren. Dieser war die Hauptquelle der westlichen Medien bei ihrer Nachrichtenbeschaffung über die jüngsten Unruhen in Iran gewesen. Der saudische Sender zielt darauf ab, Aktivitäten von Separatisten in Iran zu propagieren. Der Sender habe mit seiner Berichterstattung die Demonstranten ermutigt, gewaltsam an den Unruhen teilzunehmen, und sei daher für die “Terroraktionen” und die Zerstörung öffentlicher Einrichtungen verantwortlich, so iranische Behörden. VOIRI.ir
● Der Ölkonzern Saudi Aramco macht seit den Sanktionen gegen Russland riesige Gewinne. Das Unternehmen erzielte im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 151,1 Milliarden Euro. Die Rohölpreise stiegen, als die Importe von Gas und Öl aus Russland zum Erliegen kamen. NOS.nl

Schweden -Wieb die Zahlen des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri zeigen, haben die USA ihren Status als weltgrösster Waffenexporteur weiter ausgebaut. Allein auf sie entfallen inzwischen 40 Prozent der globalen Rüstungsexporte. Das hängt direkt mit den enorm gewachsenen Importen europäischer Staaten, die sich stark auf US-Waffensysteme stützen, zusammen. Russlands Weltmarktanteil bei den Exporten verringerte sich hingegen auf 16 Prozent; es liegt damit jedoch immer noch auf Platz zwei, vor allem dank umfangreichen Verkäufen nach China und Indien. Dahinter folgen auf der Exporteur-Rangliste Frankreich, China und Deutschland. Die Schweizer Rüstungsindustrie rangiert noch auf Platz 14. Sie verlor rund ein Drittel ihres Umsatzes, verglichen mit der vorangegangenen Fünfjahresperiode. SRF.ch

SchweizDie Steuersenkungen in Basel-Stadt kommen zum richtigen Zeitpunkt. Praktisch allen bleibt mehr Geld im Portemonnaie.
● Trockenheit im Tessin. Waldbrand am Monte Gazzirola in Lugano gelöscht.
● Wärme oder Strom aus dem Boden gewinnen – das ist die Idee hinter der Geothermie. In Zürich diskutiert das Kantonsparlament derzeit darüber, ob man diese Technik wieder aufgreift. So hat der Kantonsrat Ende Februar ein Postulat von SVP, FDP, EVP und Mitte mit 165 Ja zu 1 Nein an den Regierungsrat überwiesen. Dieser hat nun maximal zwei Jahre Zeit, einen Bericht dazu vorzulegen. Baudirektor Martin Neukom (Grüne) macht «gerne eine Auslegeordnung», wie er sagte. Man müsse das Potenzial aber realistisch einschätzen. Es werde nicht möglich sein, substantielle Mengen an Strom über Tiefengeothermie zu decken. Die Abklärungen seien aber sinnvoll, weil mehr Stromquellen die Versorgung stabiler machen würden. Dabei schien das Thema Geothermie in der Schweiz eigentlich schon erledigt. 2013 kam es nämlich wegen Bohrungen im Zusammenhang mit Geothermie zum
schwersten Erdbeben, das in der Schweiz je von Menschen verursacht wurde.
● Die Aktie der Schweizer Grossbank
Credit Suisse stürzt ab. Der Titel hat am Vormittag über 14 Prozent eingebüsst. Insbesondere die negativen Entwicklungen im US-Bankensektor beeinflussen den CS-Kurs negativ. Nach den Erschütterungen im US-Bankensektor in den letzten Tagen lassen auch die hiesigen Bankentitel Federn. Während das Minus bei der UBS nicht ganz so schlimm ausfällt, befinden sich die Aktien der angeschlagenen Credit Suisse am Montag im freien Fall und sind dabei erstmals unter die Marke von 2.20 Franken abgestürzt. Am vergangenen Donnerstag war es zum grössten Ausverkauf im US-Bankensektor seit fast drei Jahren gekommen. Auslöser war neben den Kapitalproblemen bei der Silicon Valley Bank auch der Zusammenbruch der Krypto-Bank Silvergate Capital. Die Ereignisse führten den Anlegern vor Augen, welche Gefahren – wie etwa Kreditausfälle – mit den jüngst gestiegenen Zinsen einhergehen können. Die Probleme der SVB seien aber sehr spezifisch, heisst es etwa von Analysten der Beratungsgruppe Baader Europe in einem Kommentar. Sie seien wohl auf ein übermässiges Engagement in einem problematischen Sektor zurückzuführen und auf eine fehlende angemessene Zinsabsicherung. Man gehe nicht davon aus, dass die europäischen Banken in ähnliche Schwierigkeiten geraten könnten und insbesondere gezwungen sein würden, Staatsanleihen mit Verlusten zu veräussern, um den Abzug von Einlagen zu decken.
● Der Rüstungskonzern Ruag darf seine Leopard-1-Panzer derzeit nicht nach Deutschland verkaufen. Die Behörden hätten im Rahmen einer Vorabklärung das Gesuch der Ruag abschlägig beurteilt, so Bundesrätin Viola Amherd in der Fragestunde im Nationalrat.
● McDonald’s wächst in der Schweiz trotz Kritik rasant. Viel Fleisch und Abfall: Das Geschäftsmodell passt nicht mehr so ganz in die heutige Zeit. Doch die Nachfrage ist gross.
● 1906 schuf der britische Wetterdienst die 13-stufige Beaufort Skala. Windgeschwindigkeiten werden normalerweise mit Anemometern gemessen. Es gibt sogenannte Schalenkreuzanemometer oder Ultraschallanemometer. Hat man kein solches Gerät zur Verfügung, kann man die Windgeschwindigkeiten auch mithilfe der Auswirkungen des Windes auf Gegenstände in der Natur abschätzen. Windstille (Windstärke 0) wird zum Beispiel durch senkrecht aufsteigenden Rauch charakterisiert. Bei Windstärke 2 – leichte Brise – spürt man im Gesicht einen Windhauch. Dieser Wind vermag auch Blätter zu bewegen. Bei Windstärke 6 bewegen sich bereits grosse Äste, ab Windstärke 10 werden Bäume umgeworfen.
● Flughafen Zürich schreibt Gewinn und zahlt wieder Dividende aus. 2022 verbucht das Unternehmen einen Reingewinn von 207 Millionen Franken nach einem Minus von 10 Millionen im Jahr 2021. SRF.ch

Spanien – Der offizielle Frühlingsanfang in Europa ist erst in einer guten Woche – aber in Spanien stöhnen bereits Millionen Menschen unter Temperaturen von teils über 30 Grad. Zur Abkühlung strömten Zehntausende am Wochenende an die Mittelmeer-Strände. Die Wetterstation Portopi in Palma de Mallorca verzeichnete am Samstag um 14 Uhr mit 27.3 Grad die höchste Temperatur für den Monat März seit Beginn der Aufzeichnungen. Wie der spanische Wetterdienst Aemet mitteilte, war der bisherige von Rekord von 26.6 Grad 1981 gemessen worden. März-Rekorde wurden am Samstag auch anderswo gebrochen. In Castellón in der Region Valencia erreichte die Quecksilbersäule sogar die Marke von 30.8 – 0,6 Grad über dem bisherigen Höchstwert. Dramatisch ist die Lage in Andalusien und Katalonien. Dort sind die Stauseen nur noch zu rund einem Viertel gefüllt. In Katalonien im Nordosten des Landes mit der Metropole Barcelona ist deshalb bereits der Wasserverbrauch in der Landwirtschaft und der Industrie eingeschränkt. In Parks und Gärten dürfen nur noch Bäume gegossen werden. Sollte der Regen weiter ausbleiben, rechnet der Leiter der regionalen Wasserbehörde, Samuel Reyes, ab Herbst mit Einschränkungen des privaten Trinkwasserverbrauchs. SRF.ch

Tschechien – Bei Täuschungen gehe es immer darum, die Annahmen des Gegners zu durchkreuzen, erklärt der ETH-Experte. «Sei es die Annahme zur eigenen Stärke oder zu den eigenen Absichten: Der Gegner soll veranlasst werden, eine Fehldisposition seiner Mittel vorzunehmen.» Auch im Krieg in der Ukraine wird der Gegner in die Irre geführt. Kiew setzt offenbar immer häufiger auf Attrappen, die den Kugel- und Raketenhagel der Russen auffangen sollen. Eine Firma in Tschechien macht daraus ein Geschäft: Statt Hüpfburgen produziert sie neu aufblasbare Panzerattrappen. Die Auftragsbücher sind voll. Im Angebot sind jedenfalls Nachbildungen von US-amerikanischen Waffenssystemen wie Himars (Raketenwerfer) und Abrams (Kampfpanzer), pro Stück verlangt die tschechische Firma zwischen 10.000 und 100.000 Dollar. Das klingt viel, ist aber oft deutlich weniger als die russischen Raketen, die offenbar eingesetzt werden, um die Attrappen zu zerstören. Werden Nachbildungen neuer Waffensysteme angefragt, könne man in etwa zwei Wochen eine aufblasbare Attrappe liefern. In Videos sind auch aufblasbare Attrappen zu sehen, die die russischen Kampfflugzeuge Suchoi Su-30 oder M60-Kampfpanzer aus US-amerikanischer Produktion nachempfinden. InflaTech zufolge sind die Täuschkörper je nach Grösse in bis zu einer halben Stunde aufgestellt und wiegen im Schnitt nur 60 Kilo. (inflatech.cz, Lesní cesta 287, 40505 Děčín – Bynov, Česká Republika, +420 792 834 269, [email protected]) SRF.ch

Uktraine – Nach der Eroberung von Bakhmut möchte Jewgeni Wiktorowitsch Prigoschin (* 1961 in Leningrad, Russische SFSR, Sowjetunion), der Kopf der Gruppe Wagner, Präsident der Ukraine werden. VESTI.ru
● Im Osten der Ukraine klagen nach monatelangen schweren Kämpfen inzwischen beide Kriegsparteien über fehlende Munition. ORF.at

USA – Facebook: Mark Zuckerberg entlässt rund 10’000 Mitarbeiter.
● Die Silicon Valley Bank (SVB) ist nach einer gescheiterten Notkapitalerhöhung vorübergehend geschlossen. Das
Finanzinstitut ist unter staatliche Kontrolle gestellt worden. Zum Schutz der Kunden sind alle versicherten Einlagen der Bank in eine neue Zweckgesellschaft überführt worden. Bei der 1983 gegründeten SVB war es in den vergangenen Tagen im Zuge von Liquiditätssorgen zu immensen Mittelabzügen gekommen. Das Finanzinstitut ist auf Start-up-Finanzierung im Tech- und Biotech-Bereich spezialisiert. Die 17 Filialen der Bank sollen aber schon Montag wieder öffnen und Kunden spätestens dann wieder Zugang zu diesem Geld haben. Laut der US-Einlagensicherung FDIC verwaltete SVB Ende Dezember Vermögenswerte im Volumen von 209 Milliarden Dollar und hatte rund 175.4 Milliarden Dollar an Einlagen. Wie viel davon von der Einlagensicherung abgedeckt werde, sei zunächst aber noch unklar. Bei Beträgen über der Versicherungsgrenze von 250’000 Dollar gilt eine volle Rückerstattung als zweifelhaft. Vor allem für Unternehmen ergibt sich dadurch grosse Ungewissheit. Die Aktien von SVB waren am Freitag nach einem Kursrutsch aufgrund der akuten Notlage vom Handel ausgesetzt worden. Auch andere Banken gerieten an der Börse erheblich unter Druck. Am Donnerstag hatte bereits die freiwillige Abwicklung der US-Kryptobank Silvergate Capital Schockwellen durch Teile des Finanzsektors geschickt. Silvergate hatte im Zuge der Pleite der Kryptobörse FTX bereits gewarnt, das Geschäft möglicherweise einstellen zu müssen. Die Silvergate kündigte aber an, sämtliche Kundeneinlagen zurückzuzahlen. Technologiefirmen leiden besonders unter den hohen Zinsen, weil sich dadurch ihre Refinanzierung erschwert. Zudem besteht die Gefahr, dass Kredite nicht mehr bedient werden können. Ein hohes Zinsniveau drückt zudem auf die Bewertung der Unternehmen, da in einem solchen Umfeld die für die Zukunft in Aussicht gestellten Gewinne aus heutiger Sicht weniger wert sind.
● Am Wochenende findet in der US-Kleinstadt Sweetwater in Texas die
jährliche Klapperschlangenschau statt. Das beliebte, aber auch umstrittene Volksfest lockt Tausende Besucher an, welche die Giftschlangen sehen, bestaunen – und ihr Fleisch essen wollen. Auf dem Festprogramm stehen auch eine Misswahl sowie die Wettbewerbe um die schwerste und die längste Schlange. Tierschützer protestieren seit Jahren gegen das Event. An speziellen Vorrichtungen werden Schlangen gemolken, um ihr Gift für die Forschung oder die Herstellung von Gegengiften zu gewinnen. Anderswo lecken sich Besucher die Finger nach frittierter Klapperschlange, deren helles Fleisch entfernt dem von Geflügel vergleichbar ist. Die nach Angaben der Veranstalter weltgrösste Klapperschlangenschau fand in diesem Jahr zum 65. Mal statt. Das Event wird von einem Volksfest begleitet. Jedes Jahr am zweiten Wochenende im März steige die Zahl der Menschen in dem rund 350 Kilometer westlich von Dallas gelegenen 11’000-Einwohner-Ort auf 40’000. Tierschützer fordern ein Verbot.
● Es fehlen so viele Medikamente wie noch nie. Dies auch, weil sich die Herstellung hierzulande kaum noch lohnt.
● Der mit Spannung erwartete Start der weltweit ersten Rakete aus dem 3D-Drucker ist nach mehreren Versuchen wegen technischer Probleme verschoben worden. Die für den Abflug aus Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida vorgesehene «Terran 1» sei aber in gutem Zustand.
● Zur Pleite der Silicon Valley Bank sagt SRF-Wirtschaftsredaktor Jan Baumann: «Die Gefahr eines Flächenbrands nach der Pleite ist real – deshalb haben sich die US-Regierung und die Notenbank eingeschaltet. Bislang handelt es sich allerdings nicht um eine Krise im Finanzsystem, sondern um den Zusammenbruch einer einzelnen Bank – auch wenn die Nervosität gross ist. So musste am Wochenende auch eine kleine New Yorker Bank schliessen, weil ihre Kunden das Vertrauen in sie verloren hatten. Wie immer ist derzeit auch viel Psychologie mit im Spiel – so sind die
Börsenkurse der Banken weltweit gesunken, nachdem die Pleite der Silicon Valley Bank bekannt wurde. Und dieses Börsengewitter dürfte noch nicht ganz vorbei sein.»
● US-Notenbank steht nun vor der Wahl: Entweder sie provoziert noch mehr Inflation oder sie verschärft die Bankenkrise. SRF.ch
● In weiten Teilen des US-Bundesstaats Kalifornien gilt nach starken Regenfällen der Ausnahmezustand. Mehr als 9’000 Menschen sind aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen. In mehreren Städten sind Bäche und Flüsse über die Ufer getreten. Im Gebiet um die Bucht von San Francisco blockiert das Hochwasser mehrere wichtige Strassen. Der Nationale Wetterdienst erwartet, dass es mindestens noch bis Mitte nächster Woche weitere Regen- und auch schwere Schneefälle gibt.
● In Hollywood sind die Oscars vergeben worden. Mit sieben Preisen ist die Actionkomödie «Everything Everywhere All at Once» der grosse Sieger. Der deutsche Antikriegsfilm «Im Westen nichts Neues» gewinnt vier Auszeichnungen. Brendan Fraser hat den Oscar als bester Hauptdarsteller gewonnen. Der 54-Jährige spielt in «The Whale» einen stark übergewichtigen Mann, der sich seiner Teenager-Tochter wieder versucht anzunähern. Gerührt bedankte sich Fraser beim Publikum: «Eure Herzen sind so gross wie Wale.» Selenski Rede wurde nicht genehmigt. RBB.de

Vatikan. Papst Franziskus enttäuschte auch, gerade, was die innerkirchlichen Baustellen angeht. Etwa, als er dem Rat der Amazonas-Bischöfe, die einen Ausweg aus dem Priestermangel suchten, nicht folgte. Diese hatten das Pflichtzölibat für Priester lockern wollen. Allerdings sieht der Papst dafür weiterhin Möglichkeiten. Die Tür ist also noch nicht verschlossen. Anders bei der Frauenweihe: Es liegt zwar alles auf dem Tisch, was eine Weihe von Frauen theologisch legitimieren würde. Aber das Projekt kommt nicht vom Fleck. Das frustriert. Zumindest nahm unter Franziskus die Zahl von Frauen im Vatikan signifikant zu. Über ein Viertel der Vatikanangestellten sind jetzt Frauen. Grund dafür ist die Kurienreform: Mit ihr entmachtete der Papst den erzkonservativen Ludwig Kardinal Müller. Zudem berief er viele Kardinäle aus dem globalen Süden. Die Kurienreform wurde 2022 abgeschlossen. Mit ihr baute Papst Franziskus die alte Struktur um, öffnete unter anderem die Leitungsebene für Laien und Frauen und verordnete mehr Transparenz bei den Finanzgeschäften des Vatikans. Der jahrzehntelange Machtmissbrauch lastet indessen weiter schwer auf der Kirche. Die nicht enden wollenden Berichte über Gewalttaten von Priestern lassen noch mehr Menschen aus der Kirche austreten. SRF.ch


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4 Gedanken zu „Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde – 18.03.2023“
  1. “McDonald’s wächst in der Schweiz trotz Kritik rasant. Viel Fleisch und Abfall: Das Geschäftsmodell passt nicht mehr so ganz in die heutige Zeit. Doch die Nachfrage ist gross.”

    Erneut: Die Schweiz schafft sich ab. Wo man früher überwiegend ein fideles Volk sehen durfte wimmelt es zunehmend nur noch von blasierten Bloeden. Ansonsten paßt das Geschäftsmodell durchaus exzellent in unsere heutige Zeit – billiger Fraß für die Massen, und jenseits des Atlantiks klingeln die Kassen.

    1. Bis zu ca. vor einem Jahr wäre das noch glaubwürdig gewesen, die Kerntechniker in den Elektrizitätsversorgern warteten damals geradezu gespannt auf den Anruf für den Weiterbetrieb aus Berlin.
      So ist das aber nur noch Reiten auf einem verendenden Pferd in den letzten Atemzügen, und ob die letzte Ladung spaltbaren Materials noch etwas länger gestreckt und ausgelutscht wird macht am Ende keinen entscheidenden Unterschied mehr.

      Ein KKW schaltet man nicht mal so einfach nach Belieben an und aus, denn neben der konkreten Technik vor Ort die das halbwegs könnte muß auch die komplette Versorgungskette und Mitarbeiterschar einsatzfähig zur Verfügung stehen – schon allein administrativ alles andere als ein Spaziergang.

      Und über einen Neubau nachzudenken ist müßig, welbst wenn Standort und Wille gegeben währen ist äußerst unwahrscheinlich daß bis Ende des nächsten Jahrzehnts auch nur eine Wattstunde daraus beim Verbraucher ankommt.

      Fazit: Das Rückgrat der hiesigen Energieversorgung wird so stark wie schon lange nicht mehr kohlebetrieben bleiben. Da dürfen sich die Klebekaspern gern bei ihren sonnenblumigen Klatschkameraden für bedanken.

  2. Frankreich: In Paris brannten gestern die Straßen. Nachdem auch gestern (18.03.) wieder Massendemos gegen Macrons per Verfassungsdekret forcierte Rentenreform stattfanden, brannten gegen 20 Uhr die Pariser Straßen. In diesem Zusammenhang werden die Konzern-Medien vermutlich von radikalen Rentenreform-Gegnern sprechen, obwohl diese unruheartigen Ausschreitungen eindeutig von Aktivisten der Antifa inszeniert, provoziert und ausgelöst wurden, wie ich an den Livestreams beobachten konnte.

    Demnach demonstrierten über den ganzen Nachmittag Tausende Bürger friedlich aber laut und aufsehenerregend gegen Macrons Politik, bis etwa gegen 19.30 eine “Alerta-Alerta” skandierende, Antifa-Fahnen schwingende Gruppe ins Blickfeld geriet, die von den Straßenseiten mehrere Müllcontainer aus Kunststoff herbeischob, um diese mitten auf der Straße zu entleeren und abzufackeln. Auch an anderen Stellen wurden mitten auf der Straße Müllcontainer abgefackelt und Altglascontainer umgestürzt, um den Medien die passenden Bilder von den angeblich extremistischen Rentenreform-Gegnern zu liefern, und um für die Polizei den geeigneten Anlass zum harten Durchgreifen zu inszenieren.

    Inzwischen geht es auf 21 Uhr zu und es spielen sich, ähnlich wie am Abend zuvor, bizzare, nahezu gespenstische Szenen ab, wobei die von Rauchschwaden umwobene Polizei innerhalb einer völlig wirren und unübersichtlichen Szenerie, die Demonstranten stellenweise regelrecht zusammentrieb, um sie einzukesseln, willkürlich zu verprügeln und zu verhaften, wobei offensichtlich auch Gas, oder sogar Gummigeschosse einsetzt wurden.

    Von den Antifa-Gruppen, die mit ihren Aktionen diesen Tumult systematisch herbeiführten, war nichts mehr zu sehen, während die martialisch aufgerüsteten Polizeitruppen schließlich die Oberhand gewannen, um zahlreiche friedliche Demonstranten festzusetzen und abzuführen.

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