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Telldenkmal mit Bronzestatue von Richard Kissling und Hintergrundbild von Hans Sandreuter in Altdorf (Kanton Uri, Schweiz) · Foto: Хрюша / Wikimedia CC 3.0

Im Internet mitgehört und mitgeschrieben von Wilhelm Tell
Belgien – NATO-Generalsekretär Stoltenberg hat China erneut vor Waffenlieferungen an Russland gewarnt. RBB.de

Deutschland – Die Deutsche Nationalbibliothek (dnb.de/) archiviert alle deutschsprachigen Tweets. Die Übernahme von Twitter durch Elon Musk lässt die Zukunft der Plattform ungewiss erscheinen. NOS.nl
● Eine neue, fürchterliche Gewalttat unter Kindern erschüttert das Land. In einer Kinder- Einrichtung in der oberfränkischen Kleinstadt Wunsiedel ist ein 10-jähriges Mädchen tot aufgefunden worden. Die Polizei hielt die Meldung offenbar absichtlich 24 Stunden zurück. Der Verdacht richtet sich auf drei Jungen, ein Sexualdelikt steht im Raum.
● In Schwedt soll in Zukunft umweltfreundlicher grüner Wasserstoff hergestellt werden. Einen entsprechenden Vertrag haben Vertreter der PCK-Raffinerie und des Unternehmens Siemens Energy unterzeichnet. Wie Brandenburgs Wirtschaftsminister Steinbach dem rbb sagte, soll die Anlage im übernächsten Jahr in Betrieb gehen. Der Bund und das Land Brandenburg wollen den Standort Schwedt nach dem Wegfall russischer Öl-Lieferungen neu ausrichten. Grüner Wasserstoff ist dabei ein wichtiger Baustein. Das Gas wird klimaneutral produziert.
● Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung wächst. Laut ARD-DeutschlandTrend sind aktuell 71 Prozent der Wahlberechtigten weniger bis gar nicht zufrieden. RBB.de

Finnland – Mit dem Beitritt Finnlands zur NATO hat sich die Länge der gemeinsamen Grenze Russlands mit dem Bündnis mehr als verdoppelt. Vor allem Russland reagiert irritiert auf die jüngste Nato-Erweiterung und deutet nach wie vor negative Folgen für Finnlands Sicherheit und unvermeidliche Gegenmassnahmen an. Auf einer Gesamtlänge von 1215 Kilometern standen sich russische Grenzschutzbeamte bisher ihren NATO-Pendants in Polen, den baltischen Staaten und Norwegen gegenüber. Jetzt sind es noch 1340 Kilometer mehr. Damit veränderte sich die geopolitische Landkarte Nordwesteuropas auf einen Schlag radikal. „Dies ist definitiv ein Ereignis, das nicht zur Verbesserung der Stabilität, Sicherheit und Berechenbarkeit auf dem europäischen Kontinent beitragen wird“, sagte Kreml-Sprecher Peskow als Antwort auf die NATO-Mitgliedschaft Finnlands. Er fügte hinzu, dass der Beitritt „eine zusätzliche Bedrohung“ für Russland darstellt. Die geschlossene Grenze kostet viel Geld, denn betuchte russische Touristen brachten den Einkaufszentren an der Grenze viel Geld und die Finnen sparten beim Tanken in Russland. Jetzt sperren Hotels, Restaurants, Geschäfte, Tankstellen zu. Viele Finnen und Russen müssen einen neuen Job suchen. NOS.nl

Frankreich – Die Polizei hat einen 14-jährigen Jungen festgenommen, der einen islamistischen Anschlag vorbereitet haben soll. Nach Angaben des Innenministeriums wurde der Jugendliche in dem Ort Rosenau im Elsass unweit der deutschen Grenze gefasst. Dabei habe die Polizei einen Sprengsatz sichergestellt. Nach Medienberichten soll der 14-jährige diesen selbst gebaut haben. RBB.de

Grossbritannien – Die ersten Briefmarken mit dem Gesicht von König Charles lll. sind seit Dienstag erhältlich. Ohne Krone!
● Der britische Premier will Bootsflüchtlinge deportieren. Das Vorbild für die harten Massnahmen liefert Australien. SRF.ch

Israel – Aktuell kommen besonders viele Muslime zum Tempelberg, um während des Fastenmonats dort zu beten. Zudem begann letzte Woche  das jüdische Pessachfest. Einer der Bräuche ist dabei eine Wallfahrt nach Jerusalem. Wegen des Zusammenfallens von Ramadan, Pessach- und dem christlichen Osterfest, wobei mehr Menschen und Religionsgruppen das Gelände aufsuchen, ist in diesem Jahr die Lage angespannter als üblich. Der Tempelberg steht unter muslimischer Verwaltung, während Israel für die Sicherheit zuständig ist. Laut einer Vereinbarung mit den muslimischen Behörden dürfen Juden die Anlage besuchen, dort aber nicht beten. Dagegen wird aber immer wieder verstossen. Der Chef der im Gazastreifen herrschenden militant-islamistischen Hamas, Ismail Hanija, hatte die Palästinenser zuvor aufgerufen, zur Al-Aksa-Moschee zu gehen und sie zu «schützen». In Jerusalem sind bei Zusammenstössen zwischen der israelischen Polizei und Palästinensern mehrere Personen verletzt worden. Zuvor hatten sich dutzende Palästinenser in der Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg verbarrikadiert. Als Reaktion auf die Zusammenstösse feuerten radikale Palästinenser aus dem Gasastreifen mehrere Raketen in Richtung Israel ab.
● Israel meldet libanesischen Raketenbeschuss. Das israelische Militär hat 25 Raketen abgefangen. Die Geschosse kommen offenbar aus dem Süd-Libanon. SRF.ch
● Den bisher ältesten Hinweis auf Opiumkonsum fand ein israelisches Forschungsteam bei Gefässen in kanaanitischen Gräbern aus dem 14. Jahrhundert vor Christus. Indirekte Belege für den frühen Konsum von Cannabis stammen beispielsweise aus China. Rückstände in hölzernen Räuchergefässe legen nahe, dass die Droge schon vor 2’500 Jahren verbrannt und inhaliert wurde. ORF.at

Italien – Der frühere italienische Ministerpräsident Berlusconi ist an Leukämie erkrankt. Das haben seine Ärzte nach Berichten italienischer Medien bestätigt. Berlusconi (86) wurde in ein Krankenhaus in Mailand eingeliefert. NOS.nl

Japan – Neue Bilder lassen Zweifel an der Sicherheit des Atomkraftwerks Fukuschima aufkommen. Bilder eines Spähroboters zeigen unter anderem, dass eine Betontragstruktur in schlechtem Zustand ist. Ob die Anlage bei neuen Naturkatastrophen stehen bleibt, ist daher fraglich. NOS.nl

Marokko – Demonstranten versammeln sich vor dem Gericht in Rabat. Sie sind wütend, weil der Richter ihrer Meinung nach drei Männer (im Alter von 25, 32 und 37 Jahren) zu milde verurteilt hat, die wiederholt ein 11-jähriges Mädchen sexuell gruppenvergwaltigt haben. Das Mädchen – heute 12 Jahre alt – wurde durch die Vergewaltigungen schwanger und hat nun ein Kind, da Abtreibungen nicht erlaubt sind. Das Urteil des Richters: Ein Mann wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, die anderen beiden bekamen achtzehn Monate. Etwas, das im Land für Empörung sorgte. Das Strafgesetzbuch sieht vor, dass jemand wegen Vergewaltigung zu zehn oder zwanzig Jahren Gefängnis verurteilt wird. NOS.nl

Österreich – Der strenge Frost ist eingetreten. In der Wachau wurde versucht, mit Heiztonnen die Blüten und Früchte zu retten. Grosse Schäden sind derzeit noch nicht eingetreten, doch das Zittern geht weiter. Die Aprikose (Prunus armeniaca), heisst im bairisch-österreichischen Sprachraum (Ober- und Niederbayern, Oberpfalz, Österreich und Südtirol) Marille, in Rheinhessen auch Malete.

Polen – Präsident Duda gab bekannt, dass Polen in Bezug auf die militärische Hilfe für Kiew auf dem dritten Platz liegt, nach USA und Deutschland. IZ.ru
● Duda sagte, Polen arbeite daran, auf einem NATO-Gipfel, der im Juli in der litauischen Hauptstadt Vilnius stattfinden soll, zusätzliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu erhalten. Er verlieh auch Selenski anlässlich des Besuchs in Warschau Polens höchste Auszeichnung, den Orden des Weissen Adlers für die Vertiefung der polnisch-ukrainischen Beziehungen.
● Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) hat Polen über 1,6 Millionen ukrainische Kriegsflüchtlinge aufgenommen. Geplant ist eine polnisch-ukrainisch-litauische Union. DW.de

Saudi Arabien – Die Admiral Gorschkov ist das erste russische Kriegsschiff, das in Saudi-Arabien anlegt. Das Schiff war auf dem Weg zurück nach Hause, als es laut einem russischen Botschaftsbeamten im islamischen Hafen von Jeddah zu einer „zweitägigen Besatzungsruhe und zum Auftanken“ anlegte. Die mit Lenkflugkörpern bewaffnete 135 Meter lange Fregatte verliess die nordwestrussische Stadt Murmansk am 4. Januar auf einer langen Reise nach Kapstadt, Durban und Richards Bay in Südafrika, wo sie Seemanöver durchführte, bevor sie nach Chabahar im Iran segelte. wo eine weitere Militärübung stattfand. Im vergangenen Monat sagte Russland, es habe Marineübungen mit China und dem Iran im Arabischen Meer gestartet, um die Beziehungen zu den beiden Ländern zu stärken. „Im Indischen Ozean hat man am 13. März auch trainiert. Die Übung konzentrierte sich darauf, U-Boote zu suchen und sie mit ihrem Hubschrauber der Ka-27-Serie zu zerstören“, sagte Andrej Brekhovskikh, ein Medienattache der russischen Botschaft, gegenüber Arab News. Nachdem die Gorschkov ihre Mission im Indischen Ozean beendet hatte, fuhr sie nach Dschibuti, bevor sie in die saudische Stadt Jeddah an der Küste des Roten Meeres segelte, wo sie als erster Besuch dieser Art durch ein russisches Militärschiff Geschichte schrieb. Das Schiff, das mit Zircon-Hyperschall-Marschflugkörpern ausgestattet ist, sollte Saudi-Arabien nach zwei Tagen verlassen und zur Wartung nach Tartus, Syrien, fahren. Im Westatlantik übte die Gorschkov im Januar einen Zirkon-Raketenangriff auf ein Ziel, das ein feindliches Kriegsschiff in einer Entfernung von mehr als 900 Kilometern simulierte. Im Februar nahm sie an gemeinsamen Übungen mit der Marine Südafrikas und Chinas vor Südafrika teil, sagte das russische Verteidigungsministerium. JAZ.qa

Schweiz – Eine Hörerin des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso» will wissen, wo ihre Migros-Orangen herkommen, und entdeckt auf der Etikette per Zufall den Vermerk «Behandelt mit Imazalil». Die Migros-Kundin gibt den Stoff in einer Suchmaschine ein und erschrickt. Im Internet steht, dass die Chemikalie im Tierversuch Leber- und Schilddrüsentumore verursacht und sich negativ auf die Fortpflanzung ausgewirkt habe. Auch sei es in manchen Fällen zu Blutdruckabfall, Koordinationsstörungen und Zittern gekommen. Die Hörerin schreibt: «Mir ist klar, dass in den heutigen Lebensmitteln überall Pestizide sind und trotzdem bin ich schockiert.» Imazalil ist ein Anti-Schimmel-Mittel, welches bei Zitrusfrüchten nach der Ernte eingesetzt wird, damit die Früchte weniger schnell schimmeln. Migros schreibt dazu: «Die Migros hält sich an sämtliche Vorgaben, die das Schweizer Lebensmittelrecht bezüglich Rückständen von Pestiziden definiert. Das gilt für inländische und ausländische Lebensmittel gleichermassen.» Auch bei anderen Detailhändlern kommt Imazalil bei konventionellen Zitrusfrüchten zum Einsatz. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, BLV, bestätigt auf Anfrage, das Fungizid Imazalil werde als vermutlich krebserregend eingestuft.
● Das auf Anregung von Henry Dunant 1863 gegründete Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) besteht aus bis zu 25 Schweizer Staatsbürgern, ist die älteste internationale medizinische Hilfsorganisation und die einzige Organisation, die im humanitären Völkerrecht erfasst und als dessen Kontrollorgan genannt ist. Es ist die älteste Organisation der Bewegung und neben dem Heiligen Stuhl sowie dem Souveränen Malteser-Ritterorden eines der wenigen originären nichtstaatlichen Völkerrechtssubjekte. IKRK-Führung setzt den Rotstift an. Das IKRK ist heute ein humanitärer Riese. Mit über 20’000 Angestellten in mehr als hundert Ländern und einem geplanten Budget fürs laufende Jahr von 2.8 Milliarden Franken. Doch so viele Mittel bekommt die Genfer Organisation nicht zusammen. Spendenbereitschaft und Mittelbedarf klaffen erstmals weit auseinander. Die humanitären Bedürfnisse wachsen: Es gibt mehr neue kriegerische Konflikte – wie jenen in der Ukraine. Und alte dauern fort – in Syrien, im Jemen, in Afghanistan, im Sahel. Die grössten Zahler – die USA, die EU, Grossbritannien oder Japan, aber auch die Schweiz – sind nicht imstande oder nicht willens, Jahr für Jahr viel mehr Geld ans IKRK zu überweisen. Und trotz grosser Bemühungen gelang es nicht, in grossem Stil neue Quellen anzuzapfen – die reichen Golfstaaten, China, Grosskonzerne oder wohlhabende Privatleute. Das Budget für 2023 muss deshalb um 430 Millionen Franken heruntergefahren werden. Gut 1500 Arbeitsplätze, fast acht Prozent des Personalbestands, verschwinden. Wie viele davon am Genfer Hauptsitz, ist offen. Ebenso, ob das IKRK ganze Hilfsoperationen abbricht. Das Sparprogramm ist einschneidend, selbst wenn der Personalabbau wohl mehrheitlich über normale Abgänge erfolgt. Das IKRK muss nun stärker Prioritäten setzen. Als einzige Hilfsorganisation besitzt es ein internationales Mandat. Die Genfer Konventionen beauftragen es mit der Förderung und Durchsetzung des humanitären Kriegsvölkerrechts, dem Schutz von Zivilisten in Kriegsgebieten und mit Gefangenenbesuchen. Hier ist das Rote Kreuz exklusiv tätig und darf in seinen Anstrengungen nicht nachlassen. Bei der humanitären Hilfe indes, erst recht wenn sie in langandauernden Konflikten zu Entwicklungshilfe wird, gibt es auch andere Akteure: die UNO, Staaten und Hilfswerke. Die IKRK-Führung schnallt den Gürtel widerstrebend enger. Wer verabschiedet sich schon gerne vom Wachstum, selbst wenn es nicht selbstgewählt war. Doch jetzt wird die Konzentration der Kräfte, wird eine stärkere Rückbesinnung auf den Kernauftrag unausweichlich. Für das Profil der Organisation ist das nicht notgedrungen schlecht.
● Die Schweizer Armee hat ein neues Boden-Boden-Lenkwaffensystem ausgewählt. Die Wahl fiel auf den Panzerjäger Spike (ספייק) LR2 der deutsch-israelischen Firma Eurospike (rafael.co.il/4516-en/Marketing.aspx), wie das Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) mitteilt. Es sei erprobt und verhältnismässig günstig. Wie Armasuisse weiter mitteilt, wird der gewählte Waffentyp bereits von diversen europäischen Armeen benutzt. Das System habe in der Auswertung den höchsten militärischen Nutzwert aufgewiesen und sei auch wirtschaftlich das attraktivste Angebot. Wie viel Stück der neuen Waffe beschafft werden sollen und wie teuer das Paket sein wird, ist derzeit noch in Abklärung, teilt Armasuisse mit. Details würden mit der Armeebotschaft 2024 dem Parlament vorgelegt. Das derzeitige System, die Panzerabwehrlenkwaffe TOW, stammt aus den 1990er-Jahren und wird im nächsten Jahr ausser Dienst gestellt.
● Während tausende Autos durch den Gotthard in die Osterferien fuhren, entsteht nur 70 Meter nebenan ein neuer Tunnel. Knapp 200 Beschäftigte arbeiten derzeit in Göschenen und Airolo an der neuen Röhre. Bis im Frühling 2024 steigt die Zahl auf je 400 Arbeiter. Das Ziel ist klar: 2029 sollen die ersten Autos durch den 16.9 km langen Tunnel fahren. Budgetierte Kosten: 2.18 Milliarden Franken.
● Fastenspeise Brezel. Die Brezel ist auch ein Zankapfel. Die Elsässer wollen sie erfunden haben, die Bayern ebenfalls, und die Schwaben streiten sich in der Sache schon länger mit den Pfälzern. Aus wessen Küche sie ursprünglich kommt, weiss kein Mensch mehr. Sicher ist: Brezeln sind in ihrer Form seit bald 1000 Jahren bekannt. Ihre Heimat ist hier bei uns nördlich der Alpen, in der Schweiz, dem Elsass, Süddeutschland und Österreich. Darum gibt es hier auch so viele Brezelsorten und Brezelfeste. Historisch belegt ist, dass die Brezel früh zum Zunftszeichen der Bäcker wurde. Im Jahr 1111 gab Kaiser Heinrich V. der Bäckerzunft der Stadt Speyer das Recht, die Brezel als Bäckerwappen zu zeigen. Sie ist es bis heute geblieben. Und Speyer eine Brezelstadt. Tatsächlich ist in der Produktion viel Kunstfertigkeit gefragt: Zum Schlingen der Brezel braucht es eine professionelle Wurftechnik. Das ist nicht so einfach. Es handelt sich bei der Brezel um ein sogenanntes «Gebildbrot». Es gibt sie einfach geschlungen bis hin zu grossen geflochtenen Schaustücken. Viel zu schade zum Essen. Im Mittelalter produzierten Klöster Brezeln vor allem zur Fastenzeit. Der Teig kann ohne tierische Anteile gefertigt werden. Mit Pflanzenfett statt Schmalz. Dann hat eine durchschnittliche Brezel nur 380 kcal. Brezeln sind auch auf Abendmahlsbildern des 12. Jahrhunderts zu sehen. Da liegt sie mit auf dem Tisch, neben Brot und Wein – und verweist auf die Ewigkeit. Als älteste Darstellung gilt eine Buchmalerei vom Gastmahl der Königin Esther mit König Ahasver von 1160. Diese christliche Buchmalerei deutet das üppige Bankett im antiken Persien aufs Abendmahl um. Die in sich verschlungene Brezel erinnert an eine 8, die für Ewigkeit steht. Die Brezel ist also eine Endlosschlaufe. Parallel zur Brezel gab und gibt es auch Ringe aus Brezelteig; auch sie haben «keinen Anfang und kein Ende» und deuten so auf die Ewigkeit hin. Eine zweite theologische Aussage trifft die klassische Brezel mit ihren «Löchern». Es sind derer drei. Und die Drei steht immer für die Dreifaltigkeit Gottes in Vater, Sohn und Heiligem Geist. Es gibt viele fromme Erklärungsversuche für die Brezelform, auch aus Frankreich. Dort habe sie ein Bäcker-Mönch erfunden, als er seine Mitbrüder am frühen Morgen im Schlaf beten sah: mit über dem Brustkorb überkreuzten Armen. «Ärmchen», auf dieses Wort gehe das Wort «Brezel» auch zurück: lateinisch brachiolum. Oder auf Lateinisch brachium für «Arm». Das Wort «Brezel» ist seit dem 12. Jahrhundert als «brezza» belegt. Eine weitere historische Erklärung vergleicht die Brezel mit dem keltischen Knoten. Im Keltentum habe es bereits solch verschlungene Gebäcke gegeben, etwa den keltischen Ernteknoten. Der habe im Frühling bei heidnischen Fruchtbarkeitsritualen eine Rolle gespielt. Dagegen hätten christliche Bäcker die Brezel erfunden. Und so habe die christliche Brezel dann den paganen Knoten verdrängt. Hochkonjunktur hatte die Brezel nun tatsächlich im Frühling zur Fastenzeit. Und regional mag es sogar den Brauch gegeben haben, Brezeln statt Eier an Ostern für die Kinder zu verstecken.
● Niedrige Arbeitslosenquote. Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im März erneut gesunken. Laut Experten des Bundes ist der Boden nun erreicht. SRF.ch

Serbien – Serbien will Mitte Juni Militärübungen mit den Vereinigten Staaten abhalten, sagt Verteidigungsminister Vuĉević. RTS.rs

Taiwan – Der Beziehungsstatus zwischen den USA und Taiwan ist kompliziert: Die USA unterhalten im Zuge der «Ein-China-Politik» diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China, aber, zumindest offiziell, nicht zu Taiwan – die Insel, die China als abtrünnige Provinz betrachtet. Wenn die taiwanesische Präsidentin Tsai Ing-wen am Mittwoch in Kalifornien den Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses Kevin McCarthy getroffen hat, so ist sie offiziell nur «auf der Durchreise». Doch die USA und Taiwan pflegen intensive inoffizielle Beziehungen. Washington unterhält in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh mit dem «American Institute in Taiwan» de facto eine Botschaft. China verkündet deshalb Sanktionen gegen die USA. SRF.ch

Tschechische Republik – Die Tschechische Republik wird der Ukraine Militärhilfe im Wert von rund 30 Mio. USD leisten. IZ.ru

Ukraine – Die Ukraine hat eine Bestellung von Radschützenpanzern im Nachbarland Polen von 100 auf 150 Exemplare aufgestockt. Das kündigte heute der polnische Regierungssprecher Piotr Müller nach Angaben der Agentur PAP einen Tag nach dem Besuch von Präsident Selenski in Warschau an. Die Panzer vom Typ KTO Rosomak sollen mit Finanzhilfen der USA und der EU finanziert werden. Dabei handelt es sich um eine Lizenzversion auf Basis des finnischen Militärfahrzeugs Patria AMV. ORF.at

Ungarn – Laut dem Magazin Time Out führt Budapest die Liste der sichersten Städte am Kontinent an und die ungarische Hauptstadt rangiert auch weltweit an dritter Stelle. Reykjavik führt die Liste an, gefolgt von San Juan, Budapest, Singapur und Madrid. Die neueste WayAway-Umfrage zeigt, dass 24 % der Frauen Reisen aufgrund von Sicherheitsbedenken storniert haben. Die Rankings basieren auf unabhängigen Städtebewertungen, Sicherheitsforschung und Interviews mit lokalen Experten. (Reykjavik, San Juan, Budapest, Singapur, Madrid, Toronto, Boston, München, Dublin. Berlin, – San Diego, London, Oahu/Honolulu, Tokio, Hongkong, Wien, Doha, Barcelona, Washington, DC, – Amsterdam, Orlando, Seattle, Houston, New York, Los Angeles, Chicago, San Francisco, Kuala Lumpur, Prag, Las Vegas – wayaway.io). KR.hu

USA – Verfahren in New York. Donald Trump nutzt die Anklage als grosse Bühne. ● Kindesmissbrauch in US-Kirche. Hunderte Kinder in Baltimore über Jahrzehnte sexuell missbraucht. Laut einem neuen Bericht sind hunderte Kinder in der Kirche der US-Stadt Baltimore sexuell missbraucht worden.
● Robert F. Kennedy will es seinem Onkel gleich tun. Wie bereits John F. Kennedy möchte auch Robert ins Oval Office einziehen. Der 69-Jährige hat seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur in den USA eingereicht. Bereits Anfang März hatte die 70 Jahre alte Autorin Marianne Williamson ihren Einstieg ins Rennen um den Sitz im Weissen Haus bekannt gegeben. Mit Robert F. Kennedy hat sie ihren ersten offiziellen Gegenstreiter. SRF.ch
● Der konservative Medienmogul Rupert Murdoch (92) und die 66-jährige Ann Lesley Smith haben ihre erst vor einem Monat bekanntgegebenen Hochzeitspläne kurzfristig abgesagt. Das Vorhaben sei plötzlich gestoppt worden, da Murdoch die religiösen Ansichten Smiths gestört hätten. Damals sagte er, dass er Smith heiraten und sie beide „die zweite Hälfte unseres Lebens zusammen verbringen“ werden. Der in Australien geborene Murdoch, seit 1985 US-Staatsbürger, ist einer der mächtigsten Medienunternehmer der Welt. Ihm gehören unter anderem der konservative Nachrichtensender Fox News und die Zeitung „Wall Street Journal“ in den USA und in Grossbritannien das Boulevardblatt „Sun“ und die Zeitung „The Times“. ORF.at
● Während es der europäischen Mittelschicht und kleinen Eigenheimbesitzern immer schwerer fällt, ihren Besitz zu behalten, können es sich US-Milliardäre leisten, ganze Regionen aufzukaufen. Einige von ihnen investieren in die Planung und den Besitz ganzer Städte, die sie nach ihren eigenen Visionen gestalten. Laut einem Artikel des Wall Street Journal haben Musk und seine Partner mindestens 3’500 Morgen Land in Texas in der Nähe der Stadt Austin gekauft. Der Texaner Chap Ambrose sagte gegenüber Business Insider, dass es in der Gegend bereits Schilder mit der Aufschrift „Snailbrook“ für die geplante Stadt gibt. Musk und seine Mitarbeiter beschrieben die Stadt als „eine Art texanische Utopie entlang des Colorado River“, sagte Ambrose. Der Tesla-CEO will ein Grundstück ausserhalb der Stadt für sich bauen. Business Insider sagte auch, Musk wolle mit „Snailbrook“ und der von ihm ebenfalls geplanten Stadt „Starbase“ (tmd.texas.gov/starbase) die hohen Lebenshaltungskosten für seine Mitarbeiter bei SpaceX senken. Stattdessen plant der ehemalige Walmart-Chef Marc Lore die Utopiestadt „Telosa“ (cityoftelosa.com). Der Name Telosa leitet sich vom altgriechischen Wort telos ab, was in diesem Fall „Zweck“ bedeutet. Sein Ziel soll es sein, bis 2030 eine egalitäre Gesellschaft für 50’000 Menschen aufzubauen. Laut der Website von Telosa soll die Bürgerschaft gleichen Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und Mobilität haben und die Stadt mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Alle Bewohner würden sich mit autonomen Fahrzeugen fortbewegen. Die Auswahl der künftigen Bürger solle wohl über ein Bewerbungsverfahren realisiert werden, hiess es. Libertäre Visionen hat auch der Mitbegründer von Palantir Technologies, Peter Thiel. Der Milliardär plant einen autarken libertären Inselstaat, der eine „Flucht vor der Politik in all ihren Formen“ bieten soll. Nachdem es seinem Seasteading Institute in einem frühen Planungsstadium gelungen war, mit Französisch-Polynesien ein Abkommen über eine abkoppelbare Inselkette zu erreichen, wurde dieses inzwischen vom Land zurückgezogen. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman bereitet seit 2017 am Roten Meer eine futuristische Megacity namens „The Line“ (ذا لاين) vor. Laut einem Bericht des Wall Street Journal aus dem Jahr 2019 beinhalten die Pläne künstlichen Regen und Roboterbegleiter. Die Gesamtvision „Neom“ (نيوم) (neom.com/) umfasst Wohnraum für Millionen Menschen, die in zwei parallelen Gebäudezeilen mit einer Länge von rund 121 Kilometern leben würden. RT.ru


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2 Gedanken zu „Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde – 17.04.2023“
  1. * “Die Deutsche Nationalbibliothek (dnb.de/) archiviert alle deutschsprachigen Tweets.”
    Sehr schön, dann sind die fanatischen Hasstiraden eines Fritz Kuhns und seiner Gesinnungsgenossen dauerhaft archiviert. Oder wird da dann auch politisch korrekte Geschichtsrevision geleistet? Obacht bleibt geboten!

    * UK: “Das Vorbild für die harten Massnahmen liefert Australien.”
    Der Brexit machts möglich?

    * “Die Admiral Gorschkov ist das erste russische Kriegsschiff, das in Saudi-Arabien anlegt.”
    Gewichtigste Nachricht, denn wenn die lokale Zusammenarbeit wichtiger ist als alte Rivalitäten bedeutet daß umso mehr daß die transatlantische Vorherrschaft zunehmend ausgedient hat.

    * “2029 sollen die ersten Autos durch den 16.9 km langen Tunnel fahren”
    Und in Neuschland verrottet derweil eine Tunnelbohrmaschine im flachen Rheintal während sich darüber weiter die Züge zwängen.

    * “US-Milliardäre […] investieren in die Planung und den Besitz ganzer Städte, die sie nach ihren eigenen Visionen gestalten”
    Und sie werden dabei wohl erfolgreicher und attraktiver sein als die politkorrekten Regierungsdilettanten.
    Eine erschreckende Perspektive, denn es ist davon auszugehen daß kapitalkommunistische Retortenstädte ähnlich wie die sozialistischen Realdystopien kulturell und menschlich ärmer sein werden als vielfältig historisch gewachsene Orte.

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