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Im Internet mitgehört und mitgeschrieben von Wilhelm Tell
 

Baskenland (Euzkadi) – Fünf Jahre ist es her, dass die baskische Terrororganisation ETA sich aufgelöst hat. 853 Menschen wurden von ihr getötet. Die Angst, die das Leben der Bevölkerung im Baskenland über Jahrzehnte geprägt hat, wirkt bis heute nach. Die ETA wurde 1959 mit dem Ziel gegründet, ein unabhängiges, sozialistisches Baskenland zu errichten. Die drei Buchstaben stehen für «Euskadi ta Askatasuna», «Baskenland und Freiheit». Die ersten Jahre bediente sich die ETA friedlicher Mittel, doch Ende der 60er-Jahre begann sie zu töten. Zuerst richtete sich ihre Gewalt gegen Polizei, Militär und Funktionäre des Franco-Regimes, was ihr auf internationaler Ebene gewisse Sympathien einbrachte: Die ETA-Kämpferinnen und Kämpfer wurden als romantische, anti-faschistische Guerilleros verherrlicht. Doch nach Ende der Diktatur bedrohten, entführten und mordeten sie noch mehr als drei Jahrzehnte lang weiter. Allein 21 Kinder waren unter ihren Opfern. Im Kampf gegen die ETA beging auch der spanische Staat massive Menschenrechtsverletzungen: Während vier Jahren finanzierte das Innenministerium Todesschwadronen, die insgesamt 27 Menschen exekutierten, ohne jegliche rechtliche Grundlage. Zudem sind tausende Fälle von Folter und Misshandlungen dokumentiert. Die ETA, Euskadi Ta Askatasuna (Freiheit für das Baskenland) stand auf der europäischen Terrorliste. Die Terrorgruppe war von 1959 bis 2018 offiziell aktiv und hielt die baskische Gesellschaft jahrzehntelang im Würgegriff. Die ETA kämpfte gegen die so genannte spanische und französische Besetzung des Baskenlandes und betrachtete sich selbst als im Krieg mit allen im Baskenland anwesenden Polizei- und Armeeeinheiten. Wie bei der irischen IRA wurden normalerweise Warnungen herausgegeben, sodass die Angriffe in der Regel von begrenzterem Umfang waren. Das Symbol von ETA war eine um eine Axt gewickelte Schlange. Das Motto der Bewegung war Bietan jarrai (wir fahren mit beiden fort), nämlich mit dem bewaffneten Kampf, symbolisiert durch die Axt, und mit dem politischen Kampf, symbolisiert durch die Schlange. Der politische Zweig der ETA war Batasuna (= Einheit). Am 20. Oktober 2011 gab die Bewegung die Einstellung aller Aktivitäten bekannt, gefolgt von der einseitigen Übergabe aller Waffen am 8. April 2017. Am 2. Mai 2018 veröffentlichte die spanische Presse einen Brief von ETA, in dem die Auflösung angekündigt wurde. Die Basken sind ein Überbleibsel der ersten paläolithischen Bewohner Westeuropas. Strabo und Plinius der Ältere erwähnen in ihren Schriften die baskischen Stämme. Während des Hochmittelalters waren die Gebiete zwischen dem Ebro und der Garonne als Basconia bekannt und wurden für einige Zeit unter den Herzögen von Basconia vereint. Das Königreich Pamplona entstand im 9. Jahrhundert als Hauptstaat des Territoriums. Unter Sancho III dem Grossen erreichte das Königreich Pamplona seine maximale territoriale Ausdehnung; aber nach seinem Tod im Jahr 1035 respektierten seine Söhne seinen Willen nicht, der den Erstgeborenen das Königreich gewährte, und teilten es. Während des Hochmittelalters schloss sich die Herrschaft Biskaya freiwillig dem Königreich Kastilien an. Der Rest des nördlichen Territoriums wurde von Frankreich annektiert. Heute besteht das Baskenland aus der gleichnamigen Gemeinschaft, der Regionalen Gemeinschaft Navarra und den Provinzen Südfrankreichs mit Städten wie Bilbao (Bilbo), Vitòria (Gasteiz), Pamplona (Iruñea), Sant Sebastiàn (Donostia), Barakaldo, Getxo, Irún, Portugaldeta, Santurtzi, Bayonne (Baiona), Biarritz (Miarritze), Zarautz. «International» SRF.ch

Belarus – “Die Entscheidung Russlands, taktische Atomwaffen in Weissrussland zu stationieren, ist mit den völkerrechtlichen Verpflichtungen Russlands nicht vereinbar”, meinte Macron. Neben Deutschland lagern aber US-amerikanische Nuklearwaffen völlig legal in Italien, den Niederlanden und Belgien. Auch im NATO-Land Türkei lagern US Atomwaffen. Inzwischen hat sich auch Polen als Standort für die Stationierung von US-Atomwaffen beworben. Auch auf beiden Seiten des finnisch-russischen Zaunes könnten schon bald Atombomben lagern. SRF.ch

Brasilien – Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva glaubt, dass Kiew die Krim als russisch anerkennen müsse, um Frieden in der Ukraine zu erreichen. Er betonte, dass Präsident Selenski “nicht alles haben kann” und die Frage des Status der Krim diskutieren sollte. CNN.br

Frankreich – Demonstranten, die gegen die Rentenreform von Emmanuel Macron protestieren, haben das Pariser Lieblingsrestaurant des französischen Präsidenten, La Rotonde (rotondemuette.paris), in Brand gesteckt. RFI.fr
● Pablo Diego José Francisco de Paula Juan Nepomuceno María de los Remedios Crispiniano de la Santísima Trinidad Ruiz y Picasso wurde am 25. Oktober 1881 in Málaga, Spanien, geboren (es war eine schwierige Geburt, sein Onkel rettete ihn vor dem Ersticken); Seine beiden Nachnamen sind gemäss dem spanischen Namenssystem der erste Nachname seines Vaters (Ruiz) und der erste Nachname seiner Mutter (Picasso). Es ist merkwürdig, dass er unter seinem zweiten Nachnamen Picasso und nicht als Ruiz bekannt ist. Picasso hatte zeitlebens Beziehungen zu mehreren Frauen, die ihm oft als Malermodell posierten: Fernande Olivier, Éva Gouel (auch bekannt als Marcelle Humbert), die russische Balletttänzerin Olga Khokhlova, Marie-Thérèse Walter, die Fotografin Dora Maar, Françoise Gilot und Jacqueline Roque. Immer wenn er sich neu verliebte, zeigte sich dies in seinem Werk durch einen Stilwechsel. Bereits 1890 malte der neunjährige Pablo in Öl den Picador, einen Stierkämpfer in der Arena. Der 13-jährige Pablo hat die Aufnahmeprüfung für die Kunstakademie in Barcelona abgelegt. Die Aufnahmearbeit: Das Zeichnen eines Torsos, für das er einen Monat Zeit hatte, erledigte er an einem Tag. Man war so beeindruckt, dass er sofort angenommen wurde und die ersten zwei Studienjahre überspringen durfte. Im Alter von fünfzehn Jahren malte Pablo ein grosses Werk (197 x 249,5 cm): Wissenschaft und Nächstenliebe. Auf der Pariser Weltausstellung 1900 zeigte der spanische Pavillon das Gemälde “Die letzten Augenblicke” des damals 19-jährigen Picasso. Er starb am 8. April 1973 in Mougins, Frankreich. Macho, Zauberer, Monster: Pablo Picasso und seine Verehrer. Zum 50. Todestag Picassos erscheinen mehrere Bücher, die dem Wesen des grossen Künstlers nachspüren. Brassaï: «Gespräche mit Picasso». Kampa Verlag, 2023, Claude Arnaud: «Picasso tout contre Cocteau». Grasset, 2023, Monika Czernin / Melissa Müller: «Picassos Friseur. Die Geschichte einer Freundschaft». Diogenes, 2023, Ina Conzen: «Picasso». Verlag C.H. Beck, 2023. SRF.ch

Französisch-Guayana – Am 14. April begann der Jupiter Eismond Explorer (JUICE) die achtjährige Reise zum Jupiter. Die Sonde wird den riesigen Gasplaneten sowie die drei Eismonde des Jupiters drei Jahre lang umkreisen, um unter anderem nach Spuren von Leben zu suchen. SWI.ch

Grossbritannien – Die neue Ära nimmt Form an: In Grossbritannien werden bereits millionenfach Scheine mit dem Antlitz des britischen Königs Charles III. gedruckt. In einem Hochsicherheitskomplex sollen die Druckmaschinen bereits auf Hochtouren laufen und rund sechs Millionen Scheine in 24 Stunden produzieren, wie die BBC nach einem Besuch in der Produktionsstätte berichtet. In den Zahlungsverkehr werden die neuen Noten jedoch erst Mitte 2024 gelangen, da viele Geschäfte – etwa mit Schaltern zum eigenständigen Bezahlen – erst noch ihre Software umstellen müssen. Derzeit können diese Schalter nur die Scheine mit dem Bild von Queen Elizabeth II. erkennen. «Es gibt noch viel zu tun», sagte Sarah John von der Bank of England der BBC. Bis alle Geräte auf dem aktuellen Stand seien, würden noch einige Monate vergehen. «Wir wollen keine Scheine ausgeben, die die Leute dann noch nicht benutzen können.» Exakt drei Monate nach Amtsantritt kamen im letzten Dezember die ersten Münzen mit dem Profil des 74-jährigen Königs in Umlauf. Als erstes ziert Charles III. das 50-Pence-Stück, von dem nach und nach zunächst 4.9 Millionen die altem ersetzen sollen. Die Scheine und Münzen mit der im September verstorbenen Queen bleiben aber gültig und werden wohl noch jahrelang im Umlauf sein. Das Königshaus will mit diesem schleichenden Übergang eine unnötige Verschwendung von Ressourcen vermeiden. Im täglichen Gebrauch verliert Bargeld in Grossbritannien zunehmend an Bedeutung. Insbesondere die Pandemie hat bargeldlosen Zahlungsformen enormen Vorschub geleistet. Gerade in London wird mancherorts gar kein Bargeld mehr zur Zahlung akzeptiert. SRF.ch

Indien – Die Erträge der Reisernten in Asien stagnieren, auch in Indien. Allein wegen der Trockenheit gingen im letzten Jahr 13 Prozent der Reisernte verloren. Laut SRF-Südasienkorrespondentin Maren Peters gibt es viele Gründe, warum die Reisproduktion in Indien unter Druck gerät. «Ein Grund dafür ist, dass es wegen der zunehmenden Besiedlung weniger Anbaufläche gibt. Wo noch gepflanzt werden kann, sind die Böden oft durch jahrzehntelangen Pestizid- und Düngemitteleinsatz ausgelaugt», sagt sie. Hinzu kommt, dass Reis eine sehr wasserintensive Pflanze ist. Durch die jahrzehntelange Bewässerung der Felder sei der Grundwasserspiegel vielerorts gesunken, das Wasser wird rar. Ein weiterer Grund, vermutlich der wichtigste, ist der Klimawandel. Das habe man in Indien im letzten Jahr beispielhaft gesehen. «Erst gab es eine Hitzewelle mit grosser Trockenheit, und später im Jahr, im Herbst, war der Monsun dann ungewöhnlich lang und heftig.» Ein Teil der Reisernte ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Indien ist der mit Abstand wichtigste Reisproduzent und -exporteur der Welt. Reis ist daher wirtschaftlich sehr wichtig. Und Indien ist, wie viele asiatische Länder, ein grosser Reiskonsument. Weil in Indien sehr viele Arme und Bauern leben, ist der Reispreis in Indien sehr politisch. Unter anderem sei wegen der schlechten Ernte der Reispreis gestiegen. Das wiederum habe die Nahrungsmittelinflation angeheizt. Um den Reispreis und damit die Inflation zu begrenzen, hat die Regierung im September einen Exportbann auf bestimmte Reissorten verhängt. Das hat die Situation zwar etwas beruhigt, im Ausland aber für Verärgerung gesorgt, weil weniger Reis auf den Weltmarkt kam und so die Preise nach oben getrieben wurden. Beim Reisanbau entstehen Treibhausgase, weil der Reis auf bewässerten Feldern angebaut wird. Die Pflanzen stehen oft im Wasser und im Schlamm des Bodens, wo sich Methan-erzeugende Bakterien stark vermehren können. Methan ist ein extrem schädliches Klimagas. Der Reisanbau werde für bis zu 17 Prozent des weltweiten Methanausstosses verantwortlich gemacht, so Peters. Beim Transport werde noch mehr Treibhausgas freigesetzt. «Aber im Vergleich zu den Mengen, die beim Anbau entstehen, ist das fast zu vernachlässigen.» Die indische Regierung garantiert für Reis und Weizen staatliche Abnahmepreise. Diese liegen oft über den Marktpreisen. Die Regierung legt grosse Lager an und verteilt den Reis später an die Armen. Auch Pestizide werden subventioniert. SRF.ch

Irak – Vor 20 Jahren: Der Irakkrieg lässt sich in zwei Phasen einteilen. Die erste Phase (März-Mai 2003) war die Invasion, in der eine multinationale Streitmacht, die Koalition der Willigen, Saddam Husseins Regime in knapp anderthalb Monaten verdrängte. Ziel der Koalition war es, das Regime Saddam Husseins zu stürzen, das angeblich den internationalen Terrorismus unterstützt und Massenvernichtungswaffen entwickelt, besessen und eingesetzt hat. Bis heute wurden weder solche Waffen gefunden noch eine Verbindung zu Al Qaida nachgewiesen. Saddam Hussein wurde wenige Monate nach der Übernahme des irakischen Territoriums durch die Koalition festgenommen. Drei Jahre später wurde er hingerichtet. Am 19. März 2003 genehmigte Präsident Bush die Invasion des Irak. In Bagdad wurden die ersten Bombenanschläge gemeldet. Am 20. März marschierten US-amerikanische, britische, australische und polnische Landstreitkräfte in den Irak ein. Am 22. März starteten die USA und Grossbritannien eine Offensive, was bedeutete, dass eine grosse Anzahl von Bomben von Schiffen im Persischen Golf auf Bagdad abgeworfen wurden.

Am 9. April 2003 wurde die Statue von Saddam Hussein gestürzt, wodurch Bagdad offiziell von US-Streitkräften eingenommen wurde. Am 15. April wurde auch die Stadt Tikrit, der Geburtsort von Saddam Hussein, eingenommen. Die 2. Pase, der Aufbau eines demokratischen, friedichen Landes misslingt vollständig. SRF.ch

Italien – Die Nahrungsmittelpreise sind im März – den zwölften Monat in Folge – gesunken. Sie liegen um 20,5 Prozent unter den vor einem Jahr infolge des russischen Einmarschs in die Ukraine erreichten Rekordhochs, wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) heute zu ihrem Weltpreisindex mitteilte. ORF.at
● Eine Autopsie eines 26-jährigen Joggers, dessen Leiche am Donnerstag in einem Wald im italienischen Trentino gefunden wurde, hat bestätigt, dass der Mann von einem Bären getötet wurde. Der Mann sei noch am Leben gewesen, als er von dem Tier angegriffen wurde, berichteten italienische Medien. RAI.it

Myanmar (Burma) – Der Goldabbau bedroht die Tierwelt im und um den Indawgyi-See, Myanmars grösstem natürlichen See und von der UNESCO zum Naturschutzgebiet und Weltkulturerbe erklärt. Laut Anwohnern, die in der Nähe leben, werden Bergleute direkt neben besiedelten Dörfern nach Gold graben, und sie haben keine Macht, sie aufzuhalten. Der Bergbau verseucht nicht nur das Wasser, das die Bewohner zum Trinken brauchen, sondern verursacht auch Überschwemmungen in Dörfern. Verschmutzte Bäche münden dann in den See und schädigen den Lebensraum dort lebender seltener Arten, darunter zwei vom Aussterben bedrohte Fischarten. Der Bergbau hindert Touristen auch daran, den majestätischen See zu sehen, der 166 Meter über dem Meeresspiegel liegt und von Bergen umgeben ist. Jetzt droht dem See aufgrund des übermässigen Bergbaus die Entwässerung. Ein lokaler Beamter bestätigte gegenüber Radio Free Asia, dass rund um den See illegaler Goldabbau stattfand, Einwohner sagten jedoch, dass sowohl die Junta als auch die bewaffneten Gruppen dies erlauben. 2016 ernannte die UNESCO den See zum drittgrössten Binnenfeuchtgebiet Südostasiens und verlieh dem See 2017 den Status eines Weltkulturerbes. RFA.us

Österreich – Seit Juli ist der Zicksee in St. Andrä im Nordburgenland komplett ausgetrocknet. Der wichtige Lebensraum für Ziesel, Fische und Graugänse verwandelt sich zunehmend in eine Sandwüste. Das hat auch Auswirkungen auf den Tourismus in der Region.
● Ein besonderes junges Einbrecher-Duo ist offenbar von der Polizei erwischt worden. Ein 15-jähriges und ein elfjähriges Mädchen sollen versucht haben, in mehrere Wohnungen einzubrechen. Die Jüngere wurde auf freiem Fuss angezeigt, die Ältere in die Justizanstalt gebracht.
● Wenn bei den Hubschraubern auf eine neue Flotte umgestellt wird, muss auch sichergestellt sein, dass es Personal gibt, das die Maschinen fliegt. Am Fliegerhorst Vogler in Hörsching herrscht daher Personalbedarf. Piloten, die in die Privatwirtschaft gewechselt haben und jetzt etwa Passagiermaschinen oder Rettungshubschrauber fliegen, werden ersucht, zum Bundesheer zurückzukommen. ORF.at

Philippinen – Auf den Philippinen haben erstmals seit der Corona-Pandemie wieder Kreuzigungen und andere Selbstkasteiungen stattgefunden, mit denen Gläubige an das Leiden und den Tod Christi erinnern. Dutzende barfüssiger und vermummter Männer schlugen sich mit Peitschen, an denen Bambusstöcke angebracht waren, die Rücken blutig. Die Karfreitagsrituale mit Prozessionen sind der Höhepunkt der Feierlichkeiten der Osterwoche im überwiegend katholischen Land. Hauptort der Selbstkreuzigungen war das Dorf San Pedro Cutud in der Provinz Pampanga, etwa 60 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila. Tausende waren angereist, um mitzuerleben, wie sich die Teilnehmer an Kreuze nageln liessen. Die Hauptrolle der Passionsspiele übernahm der 62-jährige Ruben Enaje, Grossvater von sieben Enkeln. Er trug ein 37 Kilogramm schweres Holzkreuz fast zwei Kilometer zu einem Hügel, auf dem die Kreuzigungen stattfanden. «Wir sind alle froh, dass wir unsere Tradition wieder aufnehmen können», sagte er den Medien. Die Praxis, mit der die Teilnehmer Busse tun wollen, sei sehr wichtig, «um unseren starken Glauben zu zeigen, und dieses Jahr sollten wir besonders dankbar sein, weil wir seit der Pandemie so viele Schwierigkeiten überstanden haben», betonte er. Er fügte hinzu, er bete nicht nur für seine Familie, sondern auch für ein Ende des russischen Angriffskrieges in der Ukraine: «Es bricht mir das Herz, weinende Kinder in der Ukraine zu sehen. Niemand wird in diesem Krieg gewinnen, alle werden verlieren.» Die katholische Kirche ermutigt nicht zu solch extremen Glaubensakten, tut aber auf den Philippinen wenig, um die Praxis zu stoppen. «Wir haben akzeptiert, dass manche Menschen mit unseren Traditionen nicht einverstanden sind», sagte Enaje. «Bitte respektieren Sie einfach, was wir tun.» SRF.ch

Russland – Aussenminister Sergej Lawrow hält Friedensgespräche zur Beilegung des Ukraine-Krieges nur im Zuge einer „neuen Weltordnung“ ohne eine Vorherrschaft der USA für möglich. Verhandlungen müssten auf der Berücksichtigung russischer Interessen basieren, sagte er heute bei einem Besuch in der Türkei. „Es geht um die Prinzipien, auf denen die neue Weltordnung basieren wird.“ Lawrow drohte ausserdem mit einem Ausstieg Russlands aus dem Getreideabkommen mit der Ukraine. „Wenn es keine Fortschritte bei der Beseitigung der Hindernisse für russische Düngemittel- und Getreideexporte gibt, dann werden wir uns fragen, ob dieses Abkommen notwendig ist“, sagte er. ORF.at
● Das russische Landwirtschaftsministerium rechnet nach einer Rekordernte 2022 bei Getreide in diesem Jahr mit einem Ertrag von rund 120 Mio. Tonnen. 2022 hatte Russland offiziellen Angaben nach 157,7 Mio. Tonnen Getreide eingefahren, darunter 104,2 Mio. Tonnen Weizen. Das ist mit deutlichem Abstand das beste Resultat für den russischen Agrarsektor in seiner Geschichte – davor lag die Rekordernte bei 135 Mio. Tonnen.
● Der russische Zoll hat am internationalen Flughafen Moskau-Domodedowo einen Mann festgenommen, der über 350 exotische Tiere aus Südafrika nach Russland einschmuggeln wollte. Wie die Pressestelle der Behörde am Donnerstag bekannt gab, sei der russische Bürger über Äthiopien in die Heimat zurückgekehrt. Die Beamten haben ihn am grünen Ausgang für Passagiere mit anmeldefreien Waren gestoppt. Die exotischen Tiere befanden sich in mehreren Plastikbehältern, die im Rucksack des Touristen versteckt waren. Unter ihnen waren 14 Zwergchamäleons, fünf Pantherkröten, eine Langschwanzeidechse, Landasseln, Tausendfüsser, Schnecken in diversen Grössen, Käfer, Schaben und andere afrikanische Wildtiere. Die Zollbeamten stellten fest, dass der Reisende die Exoten über soziale Netzwerke verkaufen wollte. Der Wert der illegal eingeführten Tiere wurde auf 200.000 Rubel (2.265 EUR) geschätzt. Bedauerlicherweise konnten nicht alle Tiere die Reise aus Südafrika nach Russland überleben. Die Todesursache wurde auf die falschen Transportbedingungen zurückgeführt. Die überlebenden Tiere wurden beschlagnahmt und in die Obhut von Tierschützern übergeben. IZ.ru

Saudi Arabien – Der englischsprachige Kanal des russischen Nachrichtensenders RT wird jetzt auch über den Satelliten Badr 4 von Arabsat und den Satelliten Nilesat 201 ausgestrahlt. Für beide Dienste ist kein Abonnement erforderlich. Beide Sender bedienen vor allem Zuschauer in Nordafrika und auf der Arabischen Halbinsel. Das Signal von Badr 4 kann aber auch in allen europäischen Ländern empfangen werden. Badr 4, Position: 26.0°E, Frequenz (MHz): 12054, Polarisation: V. RT.ru

Schweiz – Am Boden tobt ein klassischer Krieg mit Panzern, Kanonen und Soldaten in Schützengräben. Über dem Schlachtfeld hingegen schwebt Hightech: Kommerzielle Drohnen verfolgen mit Kameras das Geschehen. Eingesetzt werden sie von beiden Parteien. Neben der Aufklärung dienen sie auch für Angriffe mit angehängten improvisierten Sprengkörpern. Und die Drohnen werden auch zur Propaganda genutzt. Denn die Videoaufnahmen aus der Vogelperspektive eignen sich hervorragend, um eigene Erfolge auf dem Schlachtfeld zu dokumentieren. Die Live-Bilder von der Front sind aber auch für die Soldaten im Hinterland sehr hilfreich, um die Artilleriegeschütze über viele Kilometer hinweg korrekt einzustellen. «Soweit bekannt ist, verfügen die Ukrainer mittlerweile über ein ausgeklügeltes System, mit dem sie Drohnenaufnahmen direkt an Artilleriestellungen weiterleiten», sagt Michel Wyss, der an der Militärakademie der ETH Zürich zu moderner Kriegsführung forscht. Die kommerziellen Drohnen haben weitere Vorteile: Sie werden in Massen produziert, sind mit mehreren hundert bis mehreren tausend Franken vergleichsweise billig und einfach erhältlich. Und auch leicht zu bedienen. Das ist aber auch ihre Schwachstelle, denn wird das Signal zwischen der Person an der Fernbedienung und der Drohne gestört, wird letztere nutzlos. Deshalb gehe die technologische Entwicklung stark Richtung autonome Drohnen, erklärt Stuart Russell. Der Professor an der amerikanischen Universität Berkeley forscht zu künstlicher Intelligenz und ist seit Jahren ein Warner vor autonomen Waffen. «Damit die Verbindung nicht gestört wird, muss die Drohne ihr Ziel ohne menschliches Zutun finden. Diese Entwicklung ist unaufhaltsam und kommt sehr schnell», sagt Russell. Erste Firmen haben bereits angekündigt, dass sie genau solche autonomen Drohnen herstellen – auch wenn über die technischen Fähigkeiten und Merkmale noch wenig bekannt ist. Noch gibt es bislang keine Indizien, dass solche Drohnen in der Ukraine bereits eingesetzt werden. Trotzdem: Das Problem mit den autonomen Drohnen komme früher oder später: «Sobald die Drohnen autonom ihre Ziele ansteuern, könnten sie in riesigen Stückzahlen produziert werden. So würde regelrecht eine Massenvernichtungswaffe kreiert», sagt Russell. Auch Michel Wyss von der ETH Zürich geht davon aus, dass die Entwicklung autonomer Drohnen nur eine Frage der Zeit ist. Parallel dazu werde aber auch die Drohnenabwehr Fortschritte machen – wie einst die Flugabwehr als Antwort auf die Kampfflugzeuge. Mit autonomen Drohnen und deren Abwehr zeichnet sich bereits die nächste Phase in der technologischen Weiterentwicklung des Krieges ab.
● Immer weniger Helipiloten: Rega und Co. sind gefordert. Die Ausbildung wird immer schwieriger – der Mangel an Piloten immer grösser. Die Luftrettungsunternehmen müssen handeln. In der nationalen Luftrettungszentrale der Rega wurden letztes Jahr über 16’000 Helikoptereinsätze organisiert. Sie werden von hoch qualifizierten Pilotinnen und Piloten geflogen. Nur: Von denen gibt es nicht übermässig viele auf dem Personalmarkt. Weil ein Engpass im Cockpit fatal wäre, müssen die Luftrettungsunternehmen reagieren. Landungen im steilen Gelände, Notverfahren, Crewtrainings – die Anforderungen an Helipiloten sind in der Luftrettung extrem hoch. «Es braucht mindestens 2000 Flugstunden und diverse Spezialausbildungen», sagt Severin Deflorin, Fluglehrer bei der Rega. Man muss mit Kosten um 100’000 Franken rechnen. «In den vergangenen Jahren kam es zu einigen Änderungen, welche die Situation verschärft haben», sagt Axel de Preux von Air Glacier. Berufspiloten dürfen ab einem Alter von 60 Jahren keine Passagierflüge mehr durchführen. Für die Ausbildung mit dem Nachtsichtgerät muss ein Pilot 20 Stunden Nachtflug-Praxis vorweisen. Ab Herbst 2023 sind dazu 50 Stunden nötig. Das bedeutet einen zusätzlichen zeitlichen und finanziellen Aufwand für die Helikopterunternehmen und die Piloten.
● Santésuisse: Starker Anstieg der Gesundheitskosten 2023. SRF.ch

Sudan – Ob Frühstücksmüesli, Süssgetränk, Medikamente oder Kosmetika: Gummiarabikum ist in tausenden Produkten enthalten, die wir täglich konsumieren. Der weltweit wichtigste Produzent ist der Sudan. So wichtig, dass die USA einst ihre Aussenpolitik rund um Gummiarabikum herumbauen mussten. Mit einem Messer an einem langen Stock, auch Sonki genannt, löst Bauer Abdel Aziz Eldaw vorsichtig die bernsteinfarbene Blase aus Gummiarabikum von der Akazie. Im letzten Monat hatte der Bauer mit demselben Sonki-Werkzeug die Rinde der Akazie eingeritzt. Seither scheidet der Baum Wundsaft aus: gelblich, rötlich schimmern die bis zu fünf Zentimeter grossen, runden Gummikugeln in der Sonne. Es ist heiss hier in Elhemira, im Gummiarabikum-Gürtel in Nordkordofan, im Süden des Sudans.

Wolkenloser Himmel, trockene, sandige Erde, Akazien soweit das Auge reicht. «Hier haben schon unsere Eltern und Grosseltern Gummiarabikum geerntet», sagt der 46-jährige Abdel Aziz Eldaw. Die Akazien sind äusserst wichtig für ihn. Damit könne er Schul- und Universitätsgebühren für seine zehn Kinder bezahlen. Wie wichtig Gummiarabikum für die Bauern in der Region ist, das untersucht Muneer Elyas am Institut für Gummi Arabikum Forschung in der 40 Kilometer entfernten Stadt El Obeid. Für mehr als fünf Millionen Menschen sei Gummiarabikum ein wichtiger Lohnbestandteil im Sudan, so der Wissenschaftler. Zudem habe der Gummi hohen kulturellen Wert: «Wir benutzen Gummiarabikum für unser Essen, als Medizin zum Beispiel gegen Durchfall, um Häuser zu bauen oder für Tinte in den Koranschulen.» Doch natürlich sei Gummiarabikum ausserhalb des Sudans ein noch viel wichtigerer Bestandteil des Alltagslebens, so Forscher Munier Elyas: «Die Lebensmittel-, Textil, Pharma-, ja sogar die Autoindustrie. Gummiarabikum wird überall gebraucht.» Gummiarabikum ist natürlich, praktisch farb- und geruchlos und sehr gut löslich in Wasser. «Es sorgt dafür, dass Farbe und Geschmack in den Lebensmitteln bleiben», so Forscher Muneer Elyas. Es mache Getränke homogen und Produkte länger haltbar. Kurz: Gummiarabikum macht Joghurt kremig, dass der Zuckerüberzug auf der Zimtschnecke nicht kristallisiert, es hält die Kopfwehtablette zusammen. Und vor allem sorgt es dafür, dass sich die Zusätze bei Limonaden nicht am Rand oder Boden absetzen. Das wurde zum grossen Politikum, als der Sudan während der Diktatur von Omar al-Baschir unter Sanktionen stand: «Als die Sanktionen 1997 eingeführt wurden, hat man Gummiarabikum als einziges Exportgut davon ausgenommen. Weil es der wichtigste Bestandteil von Coca-Cola ist», so Munier Elyas. Ohne Gummiarabikum kein Coca-Cola. «Limonadendiplomatie» wurde die Aussenpolitik der USA gegenüber dem Sudan damals genannt. Das Einknicken der Politik gegenüber der Getränke-, aber auch der Pharmalobby, die ebenso auf das bernsteinfarbene Sekret von den Akazienbäumen angewiesen ist. SRF.ch

Tunesien – Die Küstenwache hat nach eigenen Angaben seit Jahresbeginn mehr als 14’000 Menschen von der Überfahrt nach Europa abgehalten. „Die Patrouillen der Küstenwache verhinderten zwischen dem 1. Januar und dem 31. März 501 illegale Versuche, die Seegrenze zu überqueren“. ORF.at

Ukraine – Russische Truppen scheinen die Kontrolle über das Westufer des Bachmutka-Flusses in der Stadt Bachmut übernommen zu haben, wo heftige Kämpfe stattfanden. Über dem Verwaltungsgebäude weht die russische Flagge. 1924 wurde die Stadt zu Ehren des russischen Revolutionärs Artjom in Artjomowsk umbenannt. In den umfangreichen unterirdischen Gängen und Höhlen begingen Mitglieder der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg Erschiessungen. 1942 wurden 3000 Juden aus der Stadt von Mitgliedern der 17. Armee in einen Stollen des ehemaligen Gips-Bergwerks verbracht und dort 50–70 Meter unter der Erde bei lebendigem Leibe eingemauert. Atjom war ein russischer Revolutionär (1883-1921) und enger Freund Stalins. Er belebte die Donezregion. Er verunglückte beim Test eines flugmotorbetriebenen Aerowagon tödlich und wurde in Moskau an der Kremlmauer beigesetzt. 2016 wurde Artjomowsk in Bachmut umbenannt.
● Niemand braucht die Ukraine, also wird sie verschwinden. Am 8. April schrieb der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates der Russischen Föderation Dmitri Medwedew darüber im sozialen Netzwerk VK. Laut dem Politiker brauche Europa die Ukraine nicht, da die Unterstützung des Kiewer Regimes der EU bereits schweren finanziellen und politischen Schaden zugefügt habe. Gleichzeitig wird die Ukraine von den Vereinigten Staaten nicht gebraucht, da sie nur Milliarden kostet und keinen Gewinn bringt. Lateinamerika braucht die Ukraine nicht, da das Geld, das für den Konflikt ausgegeben wird, in die soziale Entwicklung lateinamerikanischer und afrikanischer Staaten fliessen könnte. Auch Asien will die Ukraine nicht akzeptieren, da ihr Beispiel zeigt, wie der Westen konkurrierende Mächte ausschaltet. Russland, so Medwedew, brauche die Ukraine nicht und beschütze während einer Spezialoperation seine im Donbass lebenden Landsleute. Schliesslich brauchen auch ukrainische Bürger ihr Land nicht von der “Stepan-Bandera-Nazi-Elite” geführt zu bekommen. „Niemand auf dem Planeten braucht eine solche Ukraine. Deshalb wird sie verschwinden“, schloss Medwedew. Der chinesische Präsident Xi Jinping wiederum stellte bei einem informellen Abendessen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron fest, dass die Verlängerung des Ukraine-Konflikts allen Ländern schade. Er nannte auch eine politische Lösung den einzig richtigen Ausweg aus der Situation. Am 6. April forderte die Sprecherin des chinesischen Aussenministeriums, Mao Ning, die USA und die NATO auf, die Verantwortung für den Konflikt in der Ukraine zu übernehmen, anstatt China zu kritisieren. Die vom russischen Präsidenten Wladimir Putin am 24. Februar 2022 angekündigte Sonderoperation zum Schutz des Donbass wird fortgesetzt. Die Entscheidung wurde vor dem Hintergrund der Verschärfung der Lage in der Region aufgrund des Beschusses durch das ukrainische Militär getroffen. IZ.ru
● Die Ukraine kann zum ersten Mal seit sechs Monaten wieder Strom exportieren – auch nach Europa, da sich ihre Energieinfrastruktur von monatelangen wiederholten russischen Angriffen erholt. Ungarn. Am Ostersonntag geht die 40-tägige Fastenzeit zu Ende und die Gläubigen bringen ihre Speisen wie Eier, Osterbrot (kalács), Lamm oder Schinken in die Kirche, und lassen sie vom Priester segnen. KR.hu

USA – Der spinnige Pathologe, der Einsteins Gehirn stahl. Klingt nach einem Krimi? Fast. Es geht um den neuen Roman des österreichischen Autors Franzobel. Darin erzählt er, auf Fakten beruhend, die Geschichte von Thomas Harvey. Der Pathologe, der doch tatsächlich das Hirn von Einstein in Einmachgläser einlegte und bei sich zuhause aufbewahrte. 42 Jahre lang. Er wollte der Genialität des Physikers auf die Spur kommen. Der Pathologe Thomas Stoltz Harvey (* 10. Oktober 1912 in Louisville, Kentucky; † 5. April 2007 in Titusville, New Jersey) stahl 1955 Gehirn und Augen vom verstorbenen Albert Einstein. Damit jedoch geriet sein eigenes Leben aus den Fugen; er verlor seine Approbation und schlug sich als Fabrikarbeiter durch. Harvey zog von einem Ort zum anderen, immer mit dem Gehirn Albert Einsteins im Gepäck, und landete in Wichita, wo er 1978 von Steven Levy aufgesucht wurde, der etwas über den Verbleib des Gehirns in Erfahrung bringen wollte. Erst 40 Jahre nachdem er das Gehirn gestohlen hatte, entschloss er sich, es an den Tatort zurückzubringen, wo er es einst entnommen hatte. Das Organ lagerte in zwei Einweckgläsern: so, wie Harvey das sezierte und in Würfel geschnittene Gehirn damals konservierte. Harvey stellte das Gehirn verschiedenen Wissenschaftlern zur Untersuchung zur Verfügung und beschloss 1997, es Einsteins Enkelin zu übergeben, die aber ablehnte. Begleitet wurde er dabei von dem Reporter Michael Paterniti, der darüber ein Buch schrieb. Der grösste Teil des Gehirns befindet sich heute konserviert im National Museum of Health and Medicine in Chicago, die Augen in New York City. Ab 1996 war Thomas Harvey im Ruhestand und wohnte in New Jersey. Der österreichische Schriftsteller Franzobel veröffentlichte im Jahr 2023 einen Roman über die Geschichte von Harveys Umgang mit Einsteins Gehirn: Franzobel: Einsteins Hirn. Roman, Zsolnay Verlag, Wien 2023, €19.99, ISBN 9783552073340. SRF.ch
● Geheime Dokumente über US- und NATO-Pläne zur Unterstützung des ukrainischen Militärs im Vorfeld einer russischen Offensive in der Ukraine sind im Netz aufgetaucht, wie gestern die „New York Times“ berichtete. Versuche der US-Regierung, die Dokumente löschen zu lassen, seien bisher nicht erfolgreich gewesen, schrieb die US-Zeitung. Die Unterlagen seien via Twitter und Telegram verbreitet worden. Die Dokumente seien fünf Wochen alt. Militärische Insider könnten daraus Informationen ziehen, wie zum Beispiel Zeitpläne für Waffenlieferungen. ORF.at Erneut sind geheime Dokumente des US-Verteidigungsministeriums online aufgetaucht. Das schreibt die New York Times, nachdem die Zeitung gestern über einen ähnlichen Leak berichtet hatte. Das Verteidigungsministerium hat den Fall nun an das Justizministerium verwiesen, das eine Untersuchung eingeleitet hat. Die neuesten Dokumente beinhalten vertrauliche militärische Informationen über den Krieg in der Ukraine, im Nahen Osten und in China, berichtet die Zeitung. So gab es zum Beispiel eine Übersichtskarte zur Situation in Bachmut, der ostukrainischen Stadt, die seit mehr als acht Monaten Schauplatz heftiger Kämpfe ist. Es gibt auch geheime Briefings über China, den Nahen Osten und Terrorismus online. Die Stücke erschienen unter anderem auf Twitter und im Internetforum 4chan. US-Regierungsbeamte befürchten, dass mehr als 100 Dokumente durchgesickert sein könnten, sagen sie der New York Times. Ein hochrangiger Geheimdienstmitarbeiter bezeichnete das Leak gegenüber der Zeitung als “einen Alptraum” für die sogenannten Five Eyes, die Allianz der amerikanischen, britischen, australischen, neuseeländischen und kanadischen Geheimdienste. Hinter den Kulissen sollen das Pentagon und die US-Geheimdienste intensiv nach der Ursache des Lecks suchen und was sonst noch herauskommen könnte. Die ersten geleakten Dokumente betrafen unter anderem die Unterstützung der Nato und der USA für die Ukraine. Dazu gehören unter anderem amerikanische Waffenlieferungen an die ukrainische Armee und Truppenstärken. Es beschreibt auch, wie schnell die Ukrainer die Munitionsvorräte des Himars-Raketensystems aufbrauchen. Über die Angriffspläne der ukrainischen Armee sagen die Dokumente nichts aus. NOS.nl Sind es Fake-Dokumente, um die Russen in die Irre zu führen? RT.ru
● Eine CNN-Umfrage ergab, dass nur 32% der Amerikaner sagen, dass Biden es verdient, wiedergewählt zu werden. CNN.us


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2 Gedanken zu „Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde – 22.04.2023“
  1. Weissrussland: Wie schon damals mit den irakischen Massenvernichtungswaffen – verwerflich ist das alles nur wenn es die Gegenseite tut, selber ist man schließlich “gut”

    Brasilien: Ein weiteres Bekenntnis dafür daß das BRIC-Bündnis wichtiger als transatlantische Kontakte sind

    Grossbritannien: So gesehen ist die Agenda gegen die Monarchie durchaus ebenfalls ganz im Sinne der Anti-Bargeld-Freiheitsfeinde

    Zicksee: Hier sollte noch ergänzt werden daß der See schon länger am Verlanden ist, aber durch künstliche, aber vor einigen Jahren zurckgefahrene, Wasserzufuhr aufrecht gehalten wurde
    Österreichisches-Jugend-Einbrecherduo: Kultureller Hintergrund wurde nicht genannt, wäre aber interessant ob sich der aufdrängende Verdacht bestätigt

    Gummiarabikum: Nicht spektakulär oder skandalas, aber dafür nicht minder interessant!

    “Tunesien – Die Küstenwache hat nach eigenen Angaben seit Jahresbeginn mehr als 14’000 Menschen von der Überfahrt nach Europa abgehalten.”
    Aber leider wohl nicht dauerhaft – neuer Versuch, neues Glück

    “nur 32% der Amerikaner sagen, dass Biden es verdient, wiedergewählt zu werden”
    Aber mehr als die Hälfte befürwortet angeblich die Trump-Anklage – das paßt nicht zusammen.

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  2. Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde

    Großbritannien als Weltreich hatte von jeher einen ausgedehnten Nachrichtendienst unterhalten müssen. Die Bedeutung desselben hatte es im Kampf um die Weltherrschaft kennen und schätzen gelernt. Lord Fisher, von 1904 bis 1910 gleichzeitig mit dem Aufbau der „entente cordiale“ durch Eduard VII. erster Seelord Englands, schreibt in seinen Erinnerungen:

    „Es ist kläglich, wie sehr, nicht nur in dem letzten Kriege, sondern auch besonders im Burenkriege, unsere Spione und unsere Nachrichtenstellen versagten. Was mir der Sultan sagte, machte solchen Eindruck auf mich, daß ich mich auf eigne Faust an die Arbeit machte, und durch den Patriotismus einiger Engländer, die im Handel an den Küsten des Mittelmeers einen hohen Stand hatten, konnte ich in der Schweiz eine private, geheime Nachrichtenzentrale auftun, und die Vorsehung fügte, daß ich durch eine glückliche Verkettung von Umständen imstande war, alle Chiffremeldungen zu erhalten, die von den verschiedenen fremden Botschaften, Gesandtschaften und Konsulaten ausgingen, sowie auch den Schlüssel zu den Chiffren.“

    Internationale Spionage und ihre Bekämpfung im Weltkrieg und heute — von Oberst W. Nicolai [1924] — Im Weltkrieg Chef des Nachrichtendienstes der deutschen Obersten Heeresleitung ↓

    https://lupocattivoblog.com/2023/04/21/elon-musk-twitter-wurde-ueber-us-nachrichtendienste-kontrolliert/#comment-289334

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