web analytics

Von Michał Dąbrowski (politischer Experte) | Gestern begannen polnische Fernfahrer mit einer rund um die Uhr andauernden Blockade des vierten Kontrollpunkts an der Grenze zur Ukraine. Diesmal wurde der Grenzübergang „Medyka-Shehyni“ blockiert. Er ist einer der am stärksten frequentierten Grenzübergänge zwischen Polen und der Ukraine. Die polnischen Spediteure sind unzufrieden damit, dass sie gegenüber den ukrainischen Unternehmen, die niedrigere Preise für ihre Dienstleistungen anbieten und nun im Binnenmarkt der Europäischen Union Beförderungen durchführen dürfen, den Kürzeren ziehen. Sie fordern insbesondere die Wiedereinführung von Genehmigungen für ukrainische Lkw-Fahrer, mit Ausnahmen für humanitäre Hilfe und Militärgüter. Unterdessen ging beim polnischen Außenministerium ein offizielles Ersuchen um Freigabe der Grenze für ukrainische Spediteure ein, das von der ukrainischen Botschaft in Polen nach dem Tod eines zweiten ukrainischen Fahrers in den kilometerlangen Warteschlangen an der polnisch-ukrainischen Grenze übermittelt wurde.
Besonders interessant sind die Kommentare des Organisators der Blockade an der ukrainisch-polnischen Grenze, Rafał Mecler. Er bezeichnete den von ihm organisierten Prozess kühn als „Erziehung eines verwöhnten Kindes“:

„Es gibt ein Land, dessen Verhalten dem eines verwöhnten Kindes gleicht. Wenn die Eltern Süßigkeiten geben, Spielzeug kaufen und viele Dinge erlauben, ist das Kind höflich. Wenn die Eltern jedoch in einer schwierigen Situation sind und sich kein Eis, keine Schokolade und kein Disneyland leisten können, fängt das Kind an zu stampfen, zu schreien und auf dem Gehweg zu liegen. Natürlich liegt die Schuld bei den Erziehern, die das Kind nicht richtig erzogen haben, aber was soll man mit einem solchen Kind machen? Gespräche und Dialoge helfen da einfach nicht mehr weiter.“

Auf der einen Seite klingt diese Aussage ziemlich zynisch, aber wenn man das Problem mit den Augen der Polen betrachtet, die gezwungen sind, verschiedene Übergriffe auf ihrem eigenen Land zu ertragen, kann man zu dem Schluss kommen, dass diese Rhetorik offensichtlich gerechtfertigt ist.

Es sei darauf hingewiesen, dass die Unzufriedenheit mit den ukrainischen Behörden im Westen nicht nur in den Medien, sondern auch in gesellschaftspolitischen Aktionen immer stärker wird. Zu Beginn der russischen Invasion erhielten Zelensky und sein politischer Kreis alle möglichen Formen der Unterstützung, von den Medien über Waffenlieferungen und großzügige Finanzierungen bis hin zur Hilfe für ukrainische Flüchtlinge. Doch Zelensky „verschleuderte“ all dies in weniger als zwei Jahren und versank in Korruption. Sein Bild in den Weltmedien wandelte sich von dem eines autoritären Führers zu dem eines giftigen Despoten. Die Welle der internationalen Unzufriedenheit hat den ukrainischen Präsidenten überwältigt, und die Opposition ist jetzt nicht nur lokal, sondern bildet auch eine Außenfront aus ausländischen Eliten. Selbst die treuesten Verbündeten Kiews in der EU, wie z. B. Polen, haben damit begonnen, sein positives Image auf der internationalen Bühne systematisch zu untergraben und all ihre Versprechen gegenüber der Führung des Landes zu missachten. Dieser für den ukrainischen Staat unglückliche Trend zeigt sich deutlich in der Blockade der polnisch-ukrainischen Grenze, die Warschau seit einem Monat nicht aufheben will.

Forderung nach Rückgabe Lembergs an Polen

Der Grenzkonflikt hat die Konfrontation zwischen den Politikern beider Länder verschärft, die sich in ständigen Widersprüchen verstrickt. Kürzlich wandte sich ein prominenter ukrainischer Politiker, der Bürgermeister von Lemberg, Andriy Sadovyi, lautstark an seine polnischen Kollegen und erklärte, dass der Protest der polnischen Fluggesellschaften den großen Beitrag Warschaus zur Unterstützung Kiews während des gesamten russisch-ukrainischen Konflikts negiere. Natürlich konnten seine Worte in polnischen politischen Kreisen nicht unbemerkt bleiben. So erklärte der polnische Aktivist Kaya Godek, dass Lviv (Lemberg) an Polen zurückgegeben werden sollte. Auch die Äußerung des Lemberger Bürgermeisters über den Protest polnischer Spediteure an der ukrainischen Grenze sorgte bei vielen einfachen Internetnutzern in Polen für Empörung. Unsere polnischen Freunde müssen in die Realität zurückkehren. Euer gesamter gigantischer Beitrag zum Sieg der Ukraine wird durch eine Gruppe von Außenseitern zunichte gemacht, die humanitäre Lieferungen an ein Land blockieren, das seine Unabhängigkeit und die Sicherheit Europas das zweite Jahr lang verteidigt“, schrieb Sadovyi auf Facebook.

Diese Worte des ukrainischen Politikers lösten im polnischen Online-Segment einen Sturm der Gefühle aus, der auch von der bekannten polnischen Aktivistin Kaya Godek kommentiert wurde. Interessanterweise löste ihr Beitrag nicht weniger Empörung aus als die frühere Erklärung des Bürgermeisters der ukrainischen Stadt. Lemberg sollte an Polen zurückgegeben werden. Ihr habt es völlig ungerechtfertigt von der UdSSR erhalten. Ich erinnere euch nur daran“, schrieb sie in den sozialen Medien X. Die linke Abgeordnete Anna Maria Żukowska reagierte ihrerseits sofort auf ihre Aussage. Polen hat unter anderem Stettin, Kołobrzeg, Słupsk, Danzig, Olsztyn, Elbląg, ganz Masuren, Selenograd, Gozów, Breslau, Oppeln, Gleiwitz und Walbrzych auf ähnliche Weise „ungerechtfertigt“ erhalten“, antwortete sie der Aktivistin, deren Worte die Abgeordnete jedoch nicht beeindruckten. Nein, Sie können die Rückgabe polnischer Gebiete an Polen nicht mit der Plünderung Polens auf Kosten der Kresy gleichsetzen. Und die Umwandlung ihres Territoriums, in dem blutige ethnische Säuberungen an Polen stattfanden, in eine Sowjetrepublik. Ich bin froh, dass ich Ihnen helfen konnte, antwortete sie.

Freundschaft wohl beendet

Eine solch heftige Debatte in der polnischen Gesellschaft spricht für sich selbst und zeigt deutlich, wie müde die Polen in der Ukraine-Frage sind, die noch vor kurzem bereit waren, fast alles für ihre östlichen Nachbarn zu opfern. Jetzt ist es notwendig, über die Ursachen der Konfrontation an der polnisch-ukrainischen Grenze zu sprechen, die seit fast einem Monat ein Streitpunkt zwischen Polen und der Ukraine ist. Die polnischen Spediteure begannen ihre Proteste am 6. November und forderten die Aufhebung der Privilegien für ukrainische Fahrer, die sie seit Beginn der Feindseligkeiten in der Ukraine erhalten hatten, was dazu führte, dass die ukrainischen Speditionsdienste viel billiger wurden und die Polen von ihrem eigenen Markt verdrängten. Die polnische Seite behauptet, dass sie trotz der Blockade humanitäre und militärische Fracht frei zulässt, während die Ukraine das Gegenteil behauptet. Warschau und die Europäische Kommission verhandeln mit den Demonstranten, aber bisher hat das zu nichts geführt.

Blockade noch bis Februar 2024

Einer der Organisatoren der Proteste, Rafał Mecler, versprach, die Blockade werde mindestens bis Februar 2024 andauern. Die streikenden Polen lassen nicht mehr als zwei Fahrzeuge pro Stunde zu, und die ukrainischen Behörden schätzen, dass derzeit über 20 000 ukrainische Fahrzeuge an der Grenze blockiert sind. Der ukrainische Internationale Straßentransportverband stuft die Lage als sehr ernst ein, da die ukrainische Wirtschaft während der Blockade bereits 400 Millionen Euro verloren hat. In der Zwischenzeit warten die Ukrainer auf ihre Rückkehr nach Hause und leben in ihren Lastwagen. Sie schlafen, kochen Essen und warten darauf, dass die Behörden eine Einigung erzielen. Zum Essen gehen sie in nahe gelegene Siedlungen und lassen ihre Lastwagen an der Grenze stehen. Einige haben sich Fahrräder zugelegt, andere gehen zu Fuß. Gelegentlich kommen Verkäufer mit warmen Mahlzeiten in die Warteschlange, die die Lastwagenfahrer etwa 5-6 € kosten. Die ukrainischen Fahrer bitten die Anwohner oft um Wasser, und nach Aussage der Ukrainer lehnen die Polen dies nicht ab.

Engpässe bei Produkten und Medikamenten

Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass nach dem Tod des ersten ukrainischen Fahrers in der Nähe des Grenzkontrollpunkts ein Krankenwagen in der Nähe stationiert wurde. Die polnische Polizei überwacht die Situation ständig und verhindert, dass sich polnische und ukrainische Lkw-Fahrer einander nähern, um Konflikte zu vermeiden, so dass die Kenntnis der gegnerischen Seite hauptsächlich aus Nachrichten im Internet stammt. Es ist Unsinn: Sie sagen, sie verlieren Geld, und wir stehen hier und verdienen kein Geld. Wem nützt das? fragen sich die ukrainischen Autofahrer. Die Proteste haben bereits Auswirkungen auf das Innere der Ukraine. Aufgrund der Blockade ukrainischer Fahrzeuge durch die Polen ist es zu ernsthaften Engpässen bei Produkten und Medikamenten gekommen. Außerdem werden Kiew und Warschau in Kürze ein Gerichtsverfahren wegen der Schäden einleiten, die der ukrainischen Wirtschaft durch die Aktionen der polnischen Lkw-Fahrer entstanden sind.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei VOICE OF EUROPE, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION



Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte.
Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „CORONA-DIKTATUR? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.



 


39 Gedanken zu „LKW-Krieg zwischen Kiew und Warschau beendet die Freundschaft der beiden Ländern“
  1. “Befreit” Putin als nächstes Lettland?

    “Der Baltenstaat behandele seine russische Minderheit „schweinisch“, behauptet der russische Despot der Agentur Tass zufolge bei einer Sitzung des russischen Menschenrechtsrats.” (Bild)

    „Ich glaube nicht, dass das Glück zu denen ins Haus kommt, die eine solche Politik verfolgen“

    Darf man das als Drohung und Ankündigung verstehen? Fehlt eigentlich nur noch, dass man die Letten zu Nazis erklärt, die man dann “entnazifizieren” müsse…

    1
  2. “Weissrussland (Weisse Rus) und die Ukraine (Kleinrussland) sind wohl eher historisch RUS und nicht polnisch.

    Und die RUS ist wohl eher durch Handel enstanden als das Slawen Waräger gebeten haben Sie zu berherschen.”

    Warum behaupten die Historiker ständig, die Russen stammen von den Wikingern ab. Da ist Geschichtsklitterung pur.
    DIe Slawen hatten mit den Wikingern überhaupt keine Gemeinsamkeiten (auch nicht kulturell), es gibt nicht einmal sprachliche Ähnlichkeiten!
    Die Russen wurden eine kurze Zeit mal von den Wikingern beherrscht. DIe (slawische) Russen selbst sind aber keine Wikinger. Sie stammen auch nicht von den Wikingern ab (ethnisch gesehen).
    DIe Finnen (im heutigen Finnland Gebiet) wurden viel länger udn viel öfter vollständig von den Wikingern und von den Schweden (Schweden sind eher Gemanen) beherrscht. Aber niemand kam jemals auf die Idee die Finnen “Wikinger” zu nennen. Denn die Finnen sind kulturell genauso wie die (slawischen) Russen ebenfalls keine Wikinger und keine Germanen.
    DIe Finnen stammen auch nicht von den Wikingern oder von den Germanen ab (genetisch gesehen).DIe Finnen sind keine Germanen udn haben auch sprachlich gar keinen Bezug zu den germanischen Sprachen!
    DIe Wikinger siedelten auch in Nord-Schottland,Ost-England und in Nord-Frankreich.
    Dennoch kommt niemand auf die Idee die Ost-Engländer oder die Nord-Franzosen (Nordmandie) als Wikinger zu bezeichnen.

    Politikwissenschaftlerin Florence Gaub während eines ZDF-Auftritts bei Markus Lanz stellte ungefähr Mitte April 2022 fest:
    „Wir dürfen nicht vergessen, auch wenn Russen europäisch aussehen, dass es keine Europäer sind“
    Auch zu den Themen Gewalt und Tod hätten Russen einen „anderen Bezug“.

    Mein Kommentar: Wenn das wirklich so wäre. Warum zählen die Finnen dann zu den europäischen Völkern und warum zählt Finnland überhaupt zu Europa?
    Wo endet Europa geografisch?
    Die EUrokraten wollen ja auch Georgien irgendwann in die EU aufnehmen. Dabei sind Georgier eher ein asiatisches Volk, kein europäisches.
    Und noch etwas über Finnland: Die finnische Sprache zählt zu den sogenannten uralischen Sprachen, die asiatischen Urpsrungs ist.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Uralische_Sprachen

    Die Finnen zählen auch genetisch (Abstammung betreffend) eher zu den asiatisch-uralischen Völkern als zu europäischen. Jetzt die Frage: Warum sind die Finnen bzw. das Finnland überhaupt in der EU?
    Tja. Das ist der ultimative Beweis, dass viele studierte Politikwissenschaftler
    mit erfolgreichen Abschlüssen, von vielen Themen (aus bestimmten wissenschaftlichen Bereichen) überhaupt gar keine Ahnung haben und nur ihre transatlantische Propaganda verbreiten.

    11
    1. Es ist natürlich und manchmal gut und nützlich, sich solche Gedanken zu machen. Aber wir galoppieren gerade ich eine so starke Vermischung, dass diese Unterscheidungen, die schon lange nur an die Vermutung gebunden sind, dass die Vererbung so leicht messbar sei, wenig hilfreich sind. Man denke an Deutschland. Ja, dort , wo mal Römer waren, ist man noch heute mehr katholisch als protestantisch, aber doch nicht mehr oder weniger patriotisch, als anderswo. Darum bleiben viele Volkseigenschaften immer ein Rätsel, wenn auch ein interessantes. Was Russland betrifft, frage ich mich oft nach dem tatarischen Einfluß.

      1
    2. Der Bolschewikipedia Artikel über “Uralische Sprachen” ist Humbug. Es gibt Turanische Sprachen, zu denen Sanskrit, Japanisch, Mongolisch, Turksprachen, Finnisch, Estnisch, Etruskisch, Baskisch, Ungarisch gehört. Das sind alle agglutierende Sprachen.
      Zu bemerken ist, dass sie auch die russische Sprache beeinflußt haben (nicht aber die anderen slawischen, mit Ausnahme von Ukrainsch und Weissrussisch). Das Wort “ist”, und sogar die Verbe werden in den agglutierenden Sprachen sparsam gebraucht. z.B, “Was ist das” ist auf Russisch “schto eto”, und nicht “schto jest eto”, und so weiter…. Das führ zu knappe, aufs Wesentliche konzentrierende Texte.

      2
      1. Ich besitze auch privat viele Enzyklopädien (in Form von Büchern). Sanskrit udn Etruskisch sollen zur Gruppe der turanischen Sprachfamilie zählen? Höre ich zum ersten Mal. Das ist völliger Unsinn!
        Informieren Sie sich mal über die Indo-arischen Sprachen. Die Indo-Arier sind ja mit den Ariern direkt verwandt…

        3
      2. Ca. 40% aller PersonenNamen, die es in Russland gibt (auch in den Pässen eingetragen sind) stammen aus dem alt-hellenischen udn aus dem byzantinischen Kulturkreis.
        Russland wurde sehr stark von den Byzantinern beeinflusst. Das orthodoxe CHristentum kam nach Russland vor allem über die Byzantiner udn über die Bulgaren (die auch sehr stark von der Byzantinischen Kultur beeinflusst wurden).

        2
    3. Die Slawen hat es niemals gegeben, denn die Slawen sind mit eine der größten Geschichtslügen der letzten 150 Jahre, die sehr viel Unheil über Europa gebracht haben und die europäischen Völker bis heute spalten.

      Das bedeutendste Geschichtswerk über die Vor- und Frühgeschichte von der Ethnogenese der Urslawen entlarvt die Slawenlüge völlig und beweist, dass die sogenannten „Ur-Slawen“ germanischer Abstammung sind.

      Ich zitiere hier als Beweisführung, dass es niemals Slawen gegeben hat, Helmut Schröcke (Indogermanen, Germanen, „Slawen“):
      „Für die Geschichte der im Osten und Südosten angrenzenden Slawen liegen heute noch weithin unbewältigte Fehlanschauungen auf den verschiedensten Gebieten vor. Ihre Vor- und Frühgeschichte von der Ethnogenese der Urslawen an bis um 1000 n.d.Ztw. ist ein Schwerpunkt dieses Buches. Die allgemeine Lehrmeinung ist hier, daß die ab Karl dem Großen betriebene Christianisierung der Bevölkerung östlich und südöstlich der Reichsgrenzen vor allem die ,Slawen‘ betroffen hätte und daß es sich bei diesen ,Slawen‘ um ein dem deutschen Volk fremdes Volk aus der sog. Satemgruppe der Indogermanen gehandelt habe, das in jene Gebiete von Osten her eingewandert sei, nachdem diese von den Germanen bis zum Ende der Völkerwanderung geräumt worden seien. Überdies hätten die Ostgermanen, die den ,Slawen‘ ihre Gebiete überließen, nie Anteil am deutschen Volkskörper gehabt. Die nachfolgende Ostkolonisation hätte nun diese ,Slawen‘ entweder vertrieben oder unterjocht und dann integriert, weshalb die deutsche Bevölkerung Mittel- und Ostdeutschlands das Ergebnis der Vermischung mit ,Slawen‘ sei.

      Die Christianisierung wurde tatsächlich durch Eroberung mit Feuer und Schwert (,Tod oder Taufe‘) und nur zum kleinen Teil friedlich durchgeführt: ,Sie zerstörte eine große Kultur‘, meint der Stockholmer Prof. Dr. Lamm. – Die obige Darstellung enthält in ihrem Bezug auf ,Slaven‘ einen entscheidenden Fehler, der in jüngster geschichtlicher Vergangenheit verhängnisvolle politische Folgen gezeitigt hat. Ursache war ein bis heute weitgehend unaufgeklärt gebliebener Irrtum, der zuerst dem an sich sehr verdienstvollen Johann Gottfried Herder (1744-1803), dann Bandtke, August Ludwig Schlözer (1735-1809) und anderen unterlief und von Herders Buch Slawische Völker aus dem Jahre 1791 ausging, für das Herder keine der alten Chroniken zitierte. Dieses Buch wurde der Ausgangspunkt des Panslawismus, der im Imperialismus des Zarenreichs und der UDSSR so überaus tragische Entwicklungen zur Folge hatte. Erst heute gibt es in Rußland eine Rückbesinnung auf die wahre Entstehungsgeschichte der Urslaven und des russischen Reiches.

      Die Ursache dieser Fehlentwicklung läßt sich letztlich mit Sprachschlampereien der Kopisten alter lateinischer Chroniken – vor allem von Helmold von Bosaus verschollener Urschrift – erklären. In den lateinischen Abschriften war aus dem ursprünglich verwendeten Wort sclavi oder auch sclaveni, das heidnische Ostgermanen bezeichnete, das Wort slavi geworden, das dann auch von späteren Chronisten so gebraucht wurde. Dabei war ihnen, die nach deutscher Mundart das c in sclavi allmählich ausließen, die ursprüngliche Bedeutung offensichtlich noch geläufig.

      Erst Herder setzte sclavi mit „Slawen“ gleich, und damit wird etwa ab 1800 die Falschübersetzung der Worte sclavi und sclaveni mit ,Slawen‘ im heutigen ethnischen Verständnis üblich. Dabei betonen herausragende Vertreter der Slawistik aus slawischen Ländern immer wieder, daß die Herkunft des Wortes ,Slawen‘ und die Herkunft der slawischen Völker völlig unklar seien.

      Die Bedeutung der Falschübersetzung sclavi = ,Slawen‘ im heutigen Sinne kann überhaupt nicht überschätzt werden, sie ist eine der Hauptursachen für den Verlust des deutschen Volksbodens bis zur Oder-Neiße-Linie, des Sudetenlandes und der Vertreibung der dort lebenden deutschen Einwohner.

      Noch Friedrich der Große schrieb in seinem Werk Denkwürdigkeiten zur Geschichte des Hauses Brandenburg: ,Jede Gegend besaß ihren eigenen Gott. Die Vandalen einen, der Triglav hieß. Man findet eine Darstellung von ihm auf dem Harlungerberg bei Brandenburg. Er hatte drei Köpfe‘. Und die Chronisten verwandten bis dahin für den Raum östlich und südöstlich der Reichsgrenzen zumeist die Identität sclavi = ,heidnische Ostgermanen‘ und besonders sclavi = ,Vandalen‘ und Vandalen = ,Wenden‘ und auch z.T. sclavi = slavi.“
      (Schröcke, S. 7f).

      Die vielen angeblich germanischen Fremdworte, besonders für Begriffe von Grundsozialisationen sind keine Fremdworte, sondern wurden bei der Ethnogenese der ,Urslawen‘ und der Sprachumwandlung zur gleichen Zeit aus dem Germanischen mitgebracht.

      Ähnlich, wie die vor der Ausbreitung und Individualisierung der ,slawischen‘ Stämme vollendete Sprachumwandlung, ergaben anthropologische Untersuchungen slawischer und deutscher Wissenschaftler, sowie hier zum ersten Mal veröffentlichter Ergebnisse, dass es keine anthropologischen Unterschiede zwischen West-, Ost- und Südslawen bis zum Beginn der Ausbreitung gab, dass keine Unterschiede zu West- und Nordgermanen bestanden und dass Unterschiede erst durch Assimlation von Vorbevölkerungen entstanden.

      Die dann später entstandenen anthropologischen Unterschiede bleiben hier außer Betracht. Kurz vor der Ausbreitung der ,slawischen‘ Stämme aus der ,Urheimat ‘ nach Ende des Hunnenreiches beginnt ihre Eigenständigkeit mit der Kijewer Kultur im Bereich der gotischen Cernjachov-Kultur in Erscheinung zu treten. Hier setzt die Chronistik ein. Von Jordanes und Prokop werden die Träger der Kijewer Kultur Veneder und Sklavenen genannt und im gesamten Bereich der lateinisch schreibenden Chronisten dann Sclavi.

      Vom sagenhaften Stammvater Antezirto der Sclavi, Vandali, Winidi, der am Don wohnte, berichten so gewichtige Chronisten wie N. Marschalk (gest. 1525) und S. Münster (gest. 1588). Davon, daß die Wohngebiete der Germanen bis zum Don reichten, berichten Paulus Diaconus (gest. 799), Alfred der Große (gest. 870), Cosmas von Prag (gest. 1125), Sebastian Münster (gest. 1588) und Albertus Krantzius (gest. 1517).

      Letzterer schrieb:
      “ … dieses alles wird groß Teutschland geheißen.“ Die Identität der Sclavi der lateinischen Chronisten seit Jordanes mit Vandalen wurde am kürzesten und treffendsten von A. Krantzius definiert zu: ,Sclavi sunt Vandali‘ [Die Sclaven sind Wandalen].“

      Aus den vielfältigen ethnischen Veränderungen bei und nach ihren Wanderungen entstand die große Familie der slawischen Völker. Diese Veränderungen sind erst in großen Zügen überschaubar und wurden hier nur gestreift.
      Ausgehend von ihren Sprachen begann sich mit der Entwicklung ihrer Schriftsprachen vor etwa 200 Jahren das Selbstverständnis der heutigen slawischen Völker zu entwickeln, gefolgt von der Entstehung des Panslawismus.
      Aus der Falschübersetzung des Begriffs „Sclavi“ der mittelalterlichen Quellen mit Slawen bezog der Panslawismus für seine Gebietsforderungen eine vermeintliche historische Begründung, die sowohl vom Imperialismus des Zarenreichs als auch von dem ihm folgenden Bolschewismus, dem 1916 wiedererstandenen polnischen Staat und der Tschechoslowakei aufgegriffen wurde und bis heute zur Rechtfertigung der Vertreibung nach den Weltkriegen herangezogen wird.

      Diese imperialistischen, für viele Völker Europas unheilvollen Bewegungen beruhen so gesehen auf falschen historischen Grundlagen. Trostreich ist, dass sich nun die Möglichkeit bildet zur segensreichen Auswirkung der Erkenntnis historischer Wahrheit: der Erkenntnis von einer gemeinsamen Vorgeschichte und der engen Verwandtschaft vieler slawischer Völker mit dem deutschen Volk, einer Verwandtschaft, die zum Teil größer ist als die des deutschen Volkes mit südeuropäischen und romanischen Völkern.

      Die Slawen-Legende und der aus ihr geborene Revanchismus gegenüber den Deutschen haben allein durch die Vertreibung der Deutschen östlich der Oder und Neiße seit dem Jahre 1945 – einer Grenze, die eine politische Forderung der Vertreter der eine slawische Sprache Sprechenden seit dem Ersten Panslawistischen Kongreß in Prag (2. – 12. Juni 1848) war – 3,5 Millionen Menschen auf deutscher Seite das Leben gekostet.

      Mit dem Auftreten von Johan Huss kam die ,slawische Reaktion‘ gegen die Deutschen an die Oberfläche. Sie endete mit dem Verlust der deutschen Ostgebiete und des Sudetenlandes. Andererseits: Auch der Mythos vom ,slawischen Untermenschen‘, der so viel Leid unter die slawisch sprechenden Völker bringen sollte, hat in der Slawenlegende ihren Ursprung.

    4. Die Geschichte der Ukraine verläuft getrennt von der Rußlands; erst die letzten 300 Jahre verbinden beide Gebiete durch eine gemeinsame Geschichte.

      Die Ukraine ist nicht äußerster Vorposten Asiens gegen den Westen, sondern Europas weitest vorgeschobene Stellung gegen Osten und hat als solche seit je ein Bollwerk gegen Rußland gebildet. Symptomatisch für die Orientierung nach dem Westen hin ist die Tatsache, daß das Lateinische im 16. Jahrhundert zur Amtssprache der Ukraine erklärt wurde.

      Die ukrainische Sprache selbst ist von der russischen verschieden; die Ukrainer besitzen eine eigene Literatur. Die Ukraine wurde im 10. Jahrhundert christianisiert, Moskau erst bedeutend später; während es in Kiew schon 988 einen Metropoliten gab, ist ein solcher für Moskau erst 1325 nachweisbar.

      Das von Ukrainern bewohnte Gebiet läßt sich insofern als einheitlicher Raum begreifen, als sich nirgends natürliche Grenzen den Volkstumsgrenzen in den Weg stellen.

      Der natürliche Reichtum der Ukraine sticht stark gegen die Armut Rußlands ab; der Kommunismus mußte daher dort auf außerordentlich starken Widerstand stoßen.

      Mehr als andere Teilgebiete der Sowjetunion vermag die Ukraine zwei Forderungen deutscher Wirtschaftspolitik zu erfüllen: Lieferant von Rohstoffen und Absatzmarkt für Industrieprodukte zu sein.

      1. @Bertram 06. 12. 2023 Beim 16:42

        Na dann informieren Sie sich , wie lange es gedauert hat, bis die Finnen vollständig christianisiert wurden. Der Polytheistisch-mythologische Glaube war in Finnland noch sehr lange nach der offiziellen Christianisierung tief verwurzelt in der Bevölkerung (teilweise sogar noch bis heute im Norden Finnlands). Da werden Sie noch viel mehr staunen. Die Finnen sind auch kein einheitliches Volk, sondern bestehen aus vielen Völkern. Die Ungarn bzw. Magyaren sind sogar entfernte Verwandte von Finnen, dennoch verstehen die sich gegenseitig kaum (sprachlich gesehen).
        Das gleiche gilt für Schottland. Dort wurden selbst im 18-ten udn 19-ten Jahrhundert immer wieder nicht christianisierte keltische STämme gefunden, die Heiden bzw. Polytheisten waren.
        Es hieß ja, diese Heiden seien die Barbaren. Wenn ich mir die Außenpolitik von Großbritannien’s Krone und ihrer Regierungen der letzten 400 Jahre anschaue, dann musss ich hier sagen, dass die Briten/Engländer viel eher grausame Barbaren sind als die Schotten…

        6
        1. Ich schrieb “Die Geschichte der Ukraine…”,
          Sie schreiben ” die Finnen…”.

          Informieren Sie sich lieber selber.
          Z.B. über die Briten/Engländer:
          Im Jahre 1066 wurden die Angelsachen von den ebenfalls germanischen Normannen besiegt, die Insel wurde daraufhin lange Zeit von den Nordmännern des Westfränkischen Reiches beherrscht. Der erste normannische König Englands war Wilhelm I., genannt „der Eroberer“ (engl. William the Conqueror).
          Ab 1603 regierten die Könige über England und Schottland zugleich, ab 1707 als britische Könige.

          Ab 1066 wuchs der Einfluß jüdischer Bankiers, welche die Eroberung Britanniens finanziert hatten, stark an. Ein Großteil des Grundbesitzes fiel durch das Bankwesen in die Hände von Juden, die mächtiger als der König wurden. 1290 wurden durch ein königliches Edikt Edwards I. alle Juden aus England verbannt – ein Zustand, der über 350 Jahre lang bestehen blieb. Es folgte eine Periode von Freiheit und Brot für die englischen Bauern.

          Ab dem 17. Jahrhundert kamen Juden wieder verstärkt nach England, insbesondere durch die Machtübernahme des Puritaners Oliver Cromwell, der von Juden finanziert wurde und die Verbannung der Juden 1657 wieder aufhob.
          1700 wurde erstmals ein reicher Jude in England vom König zum Ritter geschlagen, nämlich der zuvor in Amsterdam ansässige Solomon de Medina (ca. 1650–1730). Dieser Jude stand mit John Churchill (1650–1722), Duke of Marlborough, in enger Verbindung. Er zahlte Churchill hohe Geldsummen, mit denen dieser zwischen 1705 und 1722 sein Schloß Blenheim Palace fertig stellen konnte, in welchem 1874 sein Nachfahre Winston Churchill geboren wurde, der ebenfalls enge Verbindungen mit Juden unterhielt. John Churchill hatte zu denjenigen Adeligen gehört, welche sich 1688 in militärisch entscheidender Weise vom englischen König James II. (1633–1701) ab- und dem Niederländer Wilhelm III. von Oranien-Nassau (1650–1702) zuwandten, der daraufhin von 1689 bis 1702 englischer König wurde und den Juden Solomon de Medina mitbrachte.
          1701 wurde die erste Synagoge in England gegründet, die Bevis Marks Synagoge in der City of London. Sie wurde ebenfalls maßgeblich von Solomon de Medina finanziert.
          Im frühen 19. Jahrhundert gelangte die jüdische Bankiersfamilie Rothschild zu erheblicher Macht in England.
          1868 wurde mit Benjamin Disraeli erstmals ein offensichtlich als solcher zu erkennender Jude britischer Regierungschef.

          Großbritannien’s Krone und ihrer Regierungen der letzten Jahrhunderte sind also keine “grausamen Barbaren”, sondern ein ZOG.

          1. DIe Normannen nannten man auch “französische Wikinger”. DIe Wikinger lebten in Großbritannien auch vorher schon in Ost-England und in Nord-Schottland.
            DIe Finnen sind keine EUropäer, sondern stammen ursprünglich aus Asien!
            Ebenso die Nachkommen der Magyaren, das gleiche gilt für die Awaren und für die Hunnen, die sich ebenfalls in Europa niederließen. DIe Germanen hatten sich übrigens einst mal mit den Alanen zusammengeschlossen um im Ost des heutigen Spaniens das Land zu besiedeln. Die ALanen waren übrigens auch Asiaten, keine Europäer!
            Auch die Bulgaren, waren früher eine Bezeichnung für einen Stamm eines Turkvolkes aus Asien.
            Die Bulgaren stammen urpsrünglich aus Asien. Wer heutzutage behauptet, dass die Bulgaren ein europäsiches Volk seien udn urpsrünglich Europpäer seien, der hat meiner Ansicht nach überhaupt keine Ahnung von Geschichte.
            https://tinyurl.com/438enw3f

            https://tinyurl.com/54sdzhpe

            2
    5. Wie Russland andere Länder dazu zwang, seine Grenzen anzuerkennen

      Ein Artikel von Michail Diunow, russischer Historiker und Publizist. Übersetzt aus dem Russischen. Zuerst erschien beim Wsglyad.

      Die Situation wurde dadurch verschärft, dass viele russische Feudalherren sich auf die Seite Moskaus stellten und nicht im katholischen Litauen leben wollten, wo die alte religiöse Toleranz mit dem Erstarken der katholischen Kirche immer weiter ausgehöhlt und durch Privilegien für Katholiken und Unterdrückung orthodoxer Gläubiger ersetzt wurde.

      Das Ergebnis war der Krieg von 1487 bis 1494, ein sehr merkwürdiger Konflikt, der ohne förmliche Kriegserklärung ausgetragen wurde, aber sehr heftig war. Die erste Hälfte des Krieges verlief für Russland erfolglos, doch dann wendete sich das Blatt und der litauische Großfürst Alexander Jagellon bat um Frieden. Als Ergebnis des Konflikts kehrten die Parteien hinter die Vorkriegsgrenzen zurück, aber der Friedensvertrag erkannte Litauen Iwan III. den Titel des Herrschers von ganz Russland zu. Gleichzeitig weigerte sich das mit Litauen verbündete Polen jedoch, den Titel Iwans III. anzuerkennen, und bezeichnete die Herrscher Russlands hartnäckig weiter als “Großfürsten von Moskau”.

      Das Heilige Römische Reich, das ein Bündnis mit Russland anstrebte, erkannte hingegen nicht nur den Titel Iwans III. und seines Sohnes Wassili III. an, sondern es erkannte auch den russischen Herrscher freiwillig als Kaiser, setzte ihn damit dem Kaiser des Heiligen Römischen Reichs gleich und akzeptierte zugleich die künftige Vereinigung ganz Russlands unter dem Zepter der Rurikowitschs.

      Die nächste Phase des Konflikts ereignete sich unter Iwan IV., dem ersten Moskauer Herrscher, der offiziell den Zarentitel annahm. Dies war in seiner Bedeutung ein außergewöhnlicher Akt. In den slawischen Sprachen wurde der Titel “Zar” bis dahin nur im Zusammenhang mit den Kaisern von Byzanz verwendet (und wurde auch von den großen Herrschern der Serben und Bulgaren verwendet, die den gleichen Status wie Byzanz beanspruchten). Die Khane der Goldenen Horde wurden auch Zaren genannt, wenn sie als oberste Herrscher ihres Staates fungierten, zu dem auch das von den Mongolen eroberte Russland gehörte. Die Einführung des Titels “Zar der gesamten Rus” bedeutete, dass Russland von keinem anderen Land der Welt mehr abhängig war, ein vollständig souveräner Staat und darüber hinaus in gewissem Sinne Nachfolger und Erbe sowohl von Byzanz (als größte und mächtigste orthodoxe Macht) als auch der Goldenen Horde als neue, Eurasien beherrschende Großmacht.

      Das heißt, nicht mehr Russland war den Tataren unterworfen, sondern die tatarischen Khanate wurden zum Objekt der russischen Eroberung. Unter Iwan IV. wurden die Khanate Kasan, Astrachan und Sibirien an Russland angegliedert; die Baschkiren baten darum, unter zaristische Schirmherrschaft gestellt zu werden; und die kasachische Horde, die später Teil des russischen Staates wurde, nahm diplomatische Beziehungen zu Russland auf.

      So war es auch mit dem zaristischen Titel. Der Zarentitel wurde von Polen, dem damals mächtigsten Staat Osteuropas und Hauptrivalen Russlands, nie akzeptiert. Die Engländer, die sehr am Handel mit Russland interessiert waren, erklärten den Zarentitel sofort für gleichwertig mit dem Kaisertitel. In der an Iwan IV. gerichteten Charta von Königin Mary Tudor wurde er als “Kaiser von ganz Russland” bezeichnet; dasselbe galt für andere europäische Staaten, die ihm zumindest nicht feindlich gesinnt waren.

      Das Ringen um die Großmacht führte zum langen, harten und blutigen Livländischen Krieg, dessen Ergebnis unter anderem die Anerkennung der neuen russischen Westgrenzen durch Polen und die Eingliederung des eroberten Baltikums sowie die Anerkennung des Zarentitels sein sollte. Die anfänglichen Kriegserfolge konnten jedoch nicht gefestigt werden, und Russland konnte einer längeren Konfrontation mit Polen-Litauen, Schweden, Dänemark und dem Krim-Khanat gleichzeitig einfach nicht standhalten. Also musste es einen Friedensvertrag schließen. Der Konflikt wurde so um fast einhundert Jahre verschoben.

      Kleinrussland und Russland

      Nach dem Kosaken-Aufstand unter der Führung von Hetman Bogdan Chmelnizki begann erneut der Kampf mit Polen um das Erbe Rurikowitschs. Der Aufstand begann als gewöhnlicher Kosaken-Aufstand gegen die Verletzung der Rechte der orthodoxen Bevölkerung in den russischen Gebieten, die unter polnischer Kontrolle standen. Doch sehr schnell entwickelte er sich zu einem nationalen Befreiungskrieg. 1648 fügten Chmelnizkis Truppen den Polen schwere Niederlagen zu, die den Konflikt vorübergehend zum Stillstand brachten. Im Jahr 1650 flammte er jedoch wieder auf, nachdem der polnische Sejm die Versammlung des gesamten Adels zur Niederschlagung des Aufstandes angekündigt hatte. Angesichts der Stärke der Streitkräfte des polnischen Staates hatten die Kosaken bereits Niederlagen einstecken müssen. Bogdan Chmelnizki bat Zar Alexei Michailowitsch, den Kosaken die russische Staatsbürgerschaft zu verleihen. In Moskau wurde ein Zemsky Sobor (Versammlung der ganzen russischen Standesgesellschaft – Anm. der Red.) abgehalten, der beschloss, die ukrainischen Gebiete in Russland einzugliedern, selbst wenn man dafür mit Polen kämpfen müsste. Im Jahr 1654 fand die sogenannte Perjaslawskaja Rada statt, auf der die Kosaken und die Bewohner Kleinrusslands dem russischen Zaren die Treue schworen. Polen weigerte sich, die neuen Grenzen Russlands anzuerkennen. Es begann der Russisch-Polnische Krieg von 1654 bis 1667.

      Während dieses Konflikts hat sich die russische Armee als die überlegene Partei erwiesen. Die polnischen Kräfte wurden besiegt, und die russische Armee erreichte Wilna, Kowno, Grodno und Lublin. Der größte Teil des polnisch-litauischen Staates kam unter russische Kontrolle. Der Waffenstillstand von Andrussowo legte die Eingliederung der ukrainischen Gebiete links des Dnjepr-Ufers nach Russland fest, ebenso wie den Titel des Zaren als russischer Herrscher. Doch die Polen weigerten sich erneut, einen solchen Frieden anzuerkennen, den sie als Demütigung empfanden. Zwischen den beiden Ländern herrschte bis 1686, als der sogenannte Ewige Friede unterzeichnet wurde, Waffenstillstand. Russland erreichte die Kapitulation von Kiew und die Aufhebung des russisch-polnischen Gemeinschaftsbesitzes am Kosakengebiet Saporoger Sech, das vollständig Russland unterstellt wurde.

      Ohne den Krieg mit dem Osmanischen Reich, bei dem Polen verzweifelt auf russische Hilfe angewiesen war, hätten die Polen ein solches Dokument niemals unterzeichnet. Auch hier wurde der Vertrag zwar jahrzehntelang buchstabengetreu erfüllt, aber erst 1764 vom polnischen Sejm ratifiziert, als der polnische Staat russisches Protektorat wurde. Wäre Russland damals nicht so mächtig gewesen, hätte sich Polen weiterhin geweigert, eine längst vollendete Tatsache anzuerkennen.

      Der Club der Mächtigen

      Ein neues Problem der “Nichtanerkennung” durch den Westen trat am 22. Oktober 1721 auf, als Peter der Große den Kaisertitel annahm. Dies bedeutete nicht nur das Ende des Großen Nordischen Krieges, sondern auch die Aufnahme Russlands in den Kreis der großen Weltmächte, zusammen mit Frankreich, dem Heiligen Römischen Reich, Großbritannien und Spanien. Vor der Kriegsniederlage hatte auch Schweden mit seinem baltischen Reich als Großmacht gegolten, doch nun war es aus diesem prestigeträchtigen Klub ausgeschieden, und seinen Platz nahm Russland ein. Doch um die Anerkennung des Kaisertitels und der neuen Grenzen musste Russland noch kämpfen. Dies hing vor allem davon ab, inwieweit Russland als Militärmacht gefürchtet wurde und ob seine Nachbarn an friedlichen Beziehungen zu St. Petersburg interessiert waren.

      Holland und Preußen erkannten den Titel sofort nach seiner Ausrufung an. Auch Schweden, das eine schwere Niederlage gegen die Russen erlitten hatte, erkannte den Titel schnell an – bereits 1723. Die Türkei folgte im Jahr 1739, ebenfalls nach einer Niederlage im Krieg mit Russland. Österreich (trotz seines Bündnisses mit Russland) und Großbritannien (trotz seines Status als wichtiger Handelspartner) zögerten mit einer Anerkennung bis 1742, als der Preis für die Anerkennung der Eintritt des Russischen Reichs in den Österreichischen Erbfolgekrieg an der Seite Österreichs und Großbritanniens war. Spanien, das nur schwache Beziehungen zu Russland unterhielt, konnte es sich leisten, die Anerkennung bis 1759 hinauszuzögern, und Polen erkannte den Kaisertitel erst 1764 an, nachdem Katharina II. ihren Schützling und ehemaligen Günstling Stanislaw Poniatowski auf den polnischen Thron gesetzt hatte.

      Bis zum Ende der napoleonischen Kriege mussten die Russen ihre Ansprüche mit Gewalt durchsetzen. Der Sieg über Frankreich brachte Russland Weltruhm und die Stellung der ersten Macht in Europa, und der russische Kaiser wurde zum obersten Richter in allen europäischen Streitigkeiten. Dieser ehrenvolle Status wurde jedoch bereits 40 Jahre später von Großbritannien und Frankreich anlässlich des Krimkriegs wieder infrage gestellt.

      Diese Geschichte von Kriegen und Diplomatie beweist einmal mehr, dass es in der Weltpolitik keine stabilen Elemente gibt. Daher sollte man immer bereit sein, für die Rechtfertigung der eigenen Rechte oder Grenzen zu kämpfen. Diese Bereitschaft ist das zuverlässigste Argument, und ohne sie sind internationale Verträge nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben stehen.

      1. Nur dank dem Russischen Reich konnten die Finnen einen eigenen Staat gründen, weil Russland dieses Vorhaben auch unterstützte. SIe besaßen keinen eigenen Staat vorher, wo sie selbst an der Macht waren.Die Finnen müssen aber ehrlich sein udn eingestehen, woher sie bzw. deren Vorfahren ursprünglich kommen. Und zwar aus Asien.
        Deshalb verstehe ich nicht, warum Finnland heute zu Europa zählt und Teil der EU ist…

        3
      2. “Das heißt, nicht mehr Russland war den Tataren unterworfen, sondern die tatarischen Khanate wurden zum Objekt der russischen Eroberung.”

        Hier sieht man, wie wenig Ahnung Sie haben. Diese sogenannten Tataren hatten zusammen mit den Mongolen ganz Russland über mehrere Jahrunderte terrorisiert, ausgeplündert udn deren Frauen versklavt. Ich verstehe nicht, warum die Mongolen und die Tataren immer zu Opfern gemacht werden. Fragen Sie mal bei den Koreanern oder bei den Chinesen (Geschichtsprofessoren) nach, wie brutal die mongolisch-tatarischen Stämme waren, die fast ganz Asien mit Terror überzogen hatten. DiIe waren extrem brutal und grausam. Noch viel grausamer als die alten Römer.
        Dank Russland und dank den Chinesen wurden diese Völker endlich zivilisiert.

      3. “Das Heilige Römische Reich, das ein Bündnis mit Russland anstrebte, erkannte hingegen nicht nur den Titel Iwans III. und seines Sohnes Wassili III. an, sondern es erkannte auch den russischen Herrscher freiwillig als Kaiser, setzte ihn damit dem Kaiser des Heiligen Römischen Reichs gleich und akzeptierte zugleich die künftige Vereinigung ganz Russlands unter dem Zepter der Rurikowitschs.”

        Für Russland war das Byzantinische Reich stets ihr Vorbild udn nicht das Heilige Römische Reich. Ich weiß das, weil ich viel darüber gelesen habe. Das orthodoxe Christentum kam nach Russland nicht über das Heilige Römische Reich, sondern über das Byzantinische Reich.
        Das Heilige Römische Reich war dagegen fast vollständig katholisch gewesen.
        Sie verfälschen hier bewusst Fakten udn Geschichte!

        1
          1. Schon eimal was von Brockhaus, oder von den Enzyklopädien Britannica oder Encarta gehört. Ach nee stimmt ja. Sie kennen ja nur wikipedia und ihre Auftragssschreiber aus Washington, die bewusst seit Jahrzehnten überall Geschichte verfälschen…

  3. 1654 Hat die Ukraine unter Bogdan Chmelnizki auf eigenes Ersuchen die Angliederung an Russland erhalten, was ihr den Schutz durch ebenso orthodox geprägten Nachbarn im Osten gegen das Jahrhundertelanges Bedrängen des katholisch geprägten Polens sicherte. Ähnlich verhielt es sich seit 1801 mit der christlich geprägten Georgien in ihrem Dauerleiden seitens muslimischer Nachbarn im Süden (Persien, Türkei). Heutige erbitterte Feinschaft der beiden gegen den ehemaligen Beschützer ist ein Meisterwerk des Zwietrachtsäens auf der Völkerebene.

    8
  4. Kann man überhaupt von einer russischen Invasion sprechen?
    Was ist mit Hawaii, das sich die USA im 19. Jahrhundert gekrallt haben, nachdem sie die Königin dieser zuvor souveränen Insel mit ein paar Schergen haben fortputschen lassen? Der völkerrechtliche Status von Hawaii ist dubios. Obamas Geburt in Hawaii wurde von Sachkundigen nicht als US-Geburt angesehen, die zum Präsidentenamt erforderlich ist.
    Ist es nicht eher eine Befreiung, wofür sich russische Soldaten opfern? In Russland sind die Steuern niedriger als im Westen.

    14
    1. @Dieter 05. 12. 2023 Beim 12:08

      Und was ist mit den Falklandinseln?
      Laut UN erkennen bis heute fast alle lateinmaerikanischen STaaten die Annexion der Falklandinseln durch Großbritannien bis heute nicht an!

      2
    1. An die Moderation:
      Alle meine Beitäge wurden publiziert?
      Wo ist also mein Beitag zu diesem Thema?

      Polen die Hyene Europas (W.Churchill) träumt immer noch vom polnischen Reich von der Ostsee bis zum schwarzen Meer.

      Warum Hitlerdeutschland 1939 Polen überfallen hat.
      “Pourquoi l’Allemagne a envahi la Pologne en 1939…” (französischer Artikel)
      (zu übersetzen mit DeepL)
      https://reseauinternational.net/pourquoi-lallemagne-a-envahi-la-pologne-en-1939/

      5
      1. Lieber Theudric,
        > wir haben nachgesehen. Dieser Beitrag ist im Spamfilter gelandet, das passiert automatisch wen der Name von AH ausgeschrieben wird, da 90% der Kommentare in einem solche Fall AH loben. (Das hat rechtliche Gründe, noch dazu das solche Kommentatoren Fake-Mailadressen angeben.) Also in so einem Fall bitte abkürzen.
        > Der andere Kommentar mit der Mehrehe ist weder im Spam noch im Papierkorb gelandet. Vielleicht gab es da ein Problem bei der Übertragung. Zögern Sie nicht bei Nichtveröffentlichung, wie gerade erfolgt, zu kontaktierern.
        > Bei den Kommentar über das Magnetfeld haben wir einen Link rausgenommen, da der Link zu lange war und dann der der ganze Kommentar automnatisch nach rechts in die Werbung rückt.
        BG

        6
        1. Dann läuft ihr Spamfilter wohl falsch.
          Das Sie Beiträge mit A.H. besonders herausfiltern, überprüfen und mit Verspätung veröffentlichen kann ich verstehen.
          Aber dann sollte der Beitrag weiter “für mich” sichtbar sein mit der Anmerkung das der Beitrag von der Moderation überprüft wird.
          Also ist es Wahr das viele meiner Beiträge, wie schon bermerkt, von Ihrem Spamfilter zensiert wurden weil sich “Ein” falsches Wort in meinem Beitrag befand.
          Ihre Behauptung das alle meine Beiträge veröffentlicht wurden ist also eine Lüge.
          In Zukunft bitte ich Sie alle meine Beiträge unzensiert zu veröffentlichen.
          Ich schreibe entweder meine eigene Meinung, manchmal sarkastisch oder provokatif, oder ich vernetze allgemeine Veröffentlichungen und Studien.
          Ich rufe nicht zu “erster” Gewalt auf, selbst wenn ich “Selbstverteidigung” befürworte.

          “Bei den Kommentar über das Magnetfeld haben wir einen Link rausgenommen, da der Link zu lange war und dann der der ganze Kommentar automatisch nach rechts in die Werbung rückt.”
          Dann stimmt wohl etwas mit Ihrer automatischen Formatierung nicht.
          Dieser Kommentar war besonders wichtig, da er eine mögliche Erklärung zwischen Magnetfeldern und Vulkanismus darstellt.

          Also erstellen Sie bitte eine Möglichkeit eine Vorschau seines Beitrags zu ermöglichen, eine Editierfunktion und die Formatierung des Textes in Bold und Kursiv.

          Ich finde es wichtig einen bestimmten Teil eines Kommentars besonders hervorzuheben.

          Hoffe es wird nicht gesperrt weil ich RT zitiere.
          Auf Rt Deutsch kann ich meinen Text vergrössern, dick schreiben, Bilder/Grafiken, usw. einfügen.

          MfG aus Frankreich

          1
  5. kiewev wurde natürlich über die EU atlantik
    drecksack_besatzung der anspruch vermittelt
    die befreieungsfrontler der blackrockmatrix
    darzustellen…die helden des freuheitsmärchens
    schlechthin…BREXIT lässt und täglich durch den
    britischen geheimdienst grüssen…so so krank

    heute sind die ukras die deppen des planeten…
    bettler, sandler, kokser und verlieren in einer person

    mein beileid an alle unschuldigen ukrainer/inen
    die den u.s. wallstreetschärgen auf den luft$
    leim gekrochen sind…
    all den klitschko, selenky, obama und biden
    fans…den gruss in der hölle zu schmoren

    17
    1. Priviet moy drug Kasparow.
      Versuche nur kurze Sätze zu machen.
      So geht die Übersetzung bessser.
      Und Deepl funktionniert besser als Google.

      Старайтесь составлять только короткие предложения.
      Так перевод будет работать лучше.
      И Deepl работает лучше, чем Google.
      Пока

      Моя жена из Беларуси

      1
    2. Kasparow;
      Wir sind alle Brüder.
      Мы все братья.

      Der Militärkorrespondent hat diese Aufnahmen aus dem Gebiet Artjomowsk erhalten, wo in der Nähe der Ortschaft Kleschtschejewka heftige Kämpfe toben. Als der ukrainische Soldat sagt, dass er aufgrund einer schweren Verwundung weder aufstehen noch näher herankriechen kann, trifft ein Kämpfer der russischen Streitkräfte mit dem Rufzeichen “Eins” die Entscheidung, zu dem Ukrainer vorzurücken, um ihn aus der unter Beschuss stehenden Gefahrenzone zu ziehen.
      https://www.youtube.com/watch?v=OgUCHT812Ps

      https://www.youtube.com/watch?v=UQjTPCk7OP4

      1
  6. Ein unnötiger Konflikt: Kolateralschäden des Großmachtstrebens ganz anderer Kräfte, denen beide Länder sich weitgehend unkritisch unterworfen haben.
    Man könnte jetzt sagen “selber schuld”, aber leider treffen die Folgen ganz andere als diejenigen die sie eingebrockt haben.

    19
    1. mit autodieben, zuhältern und
      luftdollars ist schnellmal eine
      front eröffnet…
      zahlen wird die volle&ganze zeche
      der u.s. oberdeppenvasall_EUunion

      nur noch raus mit dem anglodreck

      13
  7. Zwischen Polen und UKrainer gab es nie eine Freundschaft.
    Die Polen MUSSTEN auf Geheiß der EU und USA den amerikanischen NATO-Krieg in der Ukraine unterstützen.
    Nun wachen sie langsam auf.

    20
      1. Man sollte sich auch in Erinnerung bringen das Polen (die Hyene Europas – W.Churchill) historisch fast immer Russland angegriffen und sich Territorien einverleibt hat – nicht anders herum.

        Polnisch-Russischer Krieg 1609–1618 Größte Ausdehnung Polen-Litauens nach Osten

        Polnisch-Sowjetischer Krieg 1919–1921 Sieg Polens. Die mit ihm alliierte Ukrainische Volksrepublik geht bereits 1920 unter, hat vorher aber noch, bei Abschluss des Bündnisses, das Territorium der im Polnisch-Ukrainischen Krieg geschlagenen Westukrainischen Volksrepublik an Polen (Galizien) abtreten müssen (weitere Teile gehen 1921 an Rumänien und die Tschechoslowakei). Die Ausdehnung weit jenseits der Vorkriegsgrenze (Curzon-Linie), teils bis zu 250 km östlich des geschlossenen polnischen Sprach- bzw. Siedlungsgebietes, verursacht ethnische Zersplitterung (Ukrainer, Weißrussen, Litauer)

        Sowjetische Besetzung Ostpolens 1939 Die Sowjetunion profitiert vom Überfall Deutschlands auf Polen. Nach dreiwöchigen Kämpfen, besetzt sie (entsprechend dem Geheimen Zusatzprotokoll des Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes) die im Frieden von Riga verlorenen Territorien sowie die Woiwodschaft Białystok. Nach dem Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag (Vierte Teilung Polens) sofortige Eingliederung besetzter Gebiete in die Ukrainische SSR und Weißrussische SSR. Auf deutschen Wunsch wird das 1920 polnisch annektierte Vilnius Litauen zugeschlagen (das im Juni 1940 seinerseits von der Sowjetunion annektiert wird).

        Weissrussland (Weisse Rus) und die Ukraine (Kleinrussland) sind wohl eher historisch RUS und nicht polnisch.

        Und die RUS ist wohl eher durch Handel enstanden als das Slawen Waräger gebeten haben Sie zu berherschen.
        1. Novgorod – Handelsplatz
        2. Mehr und mehr Handel – Dorf – Stadt (Wo viel Handel stattfindet braucht es schnell Tavernen, Unterkünfte, Schniede, Nahrungshändler, Schreiner, usw.)
        3. Reiche Händler und lokale Herrscher die Geld brauchten um Kriege zu führen
        4.Also Heirat von Söhnen der reichen Händler (Warägern) in lokale Herrscherdynastien.
        5. Die spätere slawische Übersetzung der Warägernamen bestätigt das sich die Waraäger in der slawischen Welt integriert haben.
        Theodor (wie englisches th ausprechen) = F(y)eodor

        Also stiegen die reichen warägischen Händlersöhne durch Heirat im slawischen Herrschertum auf wenn es keine Erbsöhne gab.

        5
        1. @Theudric France 05. 12. 2023 Beim 23:24

          Weissrussland (Weisse Rus)
          Die Weissen Russen und die Russen weiter östlich im heutigen Russland waren udn sind ein Volk. Sie sprachen und sprechen bis heute dieselbe Sprache. Außerdem sind diese beiden Völker der Weissen RUssen und der slawischen RUssen in Russland genetisch betrachtet ein- und dasselbe Volk. Genetisch identisch!

          2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert