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Im Internetradio mitgehört und mitgeschrieben von Wilhelm Tell

Abfall  – Coronabedingt 10‘000e Tonnen zusätzlicher medizinischer Abfall weltweit. ORF.at

Argentinien – Rivalisierende Drogen-Clans. 20 Tote nach Konsum von gepanschtem Kokain. SRF.ch

Äthiopien – UNO-Kreisen ist der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO einfach Doktor Tedros. Dabei ist er gar kein Arzt. Doch das Kürzel lässt sich leichter merken als der volle Name des 56-jährigen Äthiopiers: Tedros Adhanom Ghebreyesus. Zu Beginn der Corona-Pandemie war er eine umstrittene Figur. Eine Wiederwahl schien ungewiss. Seine Organisation erntete Kritik, zu spät und zu zögerlich gehandelt zu haben. Tedros Ghebreyesus widersprach: Die WHO habe früh und immer wieder gewarnt. Er wurde so erfolgreich, dass seine Wiederwahl für weitere fünf Jahre gesichert ist. Die Europäer, China und die USA sowie viele Drittweltländer stehen hinter ihm. Pikante Ausnahme: Seine Heimat Äthiopien. Dort sieht die Zentralregierung Ghebreyesus, der aus der aufständischen Provinz Tigré stammt, neuerdings als Feind. SRF.ch

Australien – Das Aussterben des Koalabärs droht, vorallem auch wegen einer Geschlechtskrankheit. ABC.au

Bahrain – Das Land schließt eine Sicherheitskooperation mit Israel.
●US Flotte auf Besuch. KR.il

Belarus – Radiokrieg. Wegen der Spannungen hat Radio 700 in Euskirchen (+49 (2251) 146085) die Übertragungen von Radio Belarus International auf Deutsch auf Kurzwelle und im Internet eingestellt. Shortwaveservice.com

Börsen – weltweit mit schwachen Ergebnissen im Januar und schwachem Jahresauftakt. SRF.ch

Bulgarien – Die Niederlande haben zugesagt, Bulgarien zwei Kampfflugzeuge zur Verteidigung gegen Russland zu liefern. NPO.nl

China – Zwei Schiffen der Marine der Volksbefreiungsarmee liefen am 31.1. von Guangzhou aus, um Chinas Katastrophenhilfe nach Tonga zu bringen. CRI.cn
●Überraschende Entdeckung. Die Omikron-Variante könnte von Mäusen auf den Menschen übergesprungen sein. Ein Forschungsteam aus China legt Belege vor.
●Zwischen dem 4. und 20. 2. geht es für rund 1500 Athleten aus 92 Ländern um Gold, Silber und Bronze. Die Millionenmetropole setzte sich im Bewerbungsverfahren knapp vor Almaty (KZ) durch. Wie die Sommerspiele in Tokio im Jahr zuvor steht die zweiwöchige Veranstaltung ganz im Zeichen der Corona Pandemie. Dennoch hoffen die Veranstalter auf einen reibungslosen Ablauf. Insgesamt werden in 109 Wettbewerben 327 Medaillen vergeben. Die Eröffnungsfeier findet am 4. 2. um 13 Uhr MEZ statt. Putin trifft Xi.
●Korruption und Intrigen in Chinas Elite: Der Insider Desmond Shum (沈棟, 53) packt aus. Sein Buch gibt einen Einblick in den Luxus und die Intrigen der chinesischen Elite und die Willkür des Systems. Droemer HC, 2022, ISBN: 9783426278789, €22.; Red Roulette Jene, die sonst über China schrieben seien Experten, die China nur von außen betrachteten.SRF.ch

Dänemark – Pandemieende. Auch in Norwegen und Finnland Maßnahmen Ende. SRF.ch

DeutschlandTrotz Umsatzplus rechnet der Handelsverband mit 16‘000 Ladenschließungen.
●Zwei Wilderer (~35) aus dem Saarland erschossen eine Politesse und einen Polizisten (~25) bei Kaiserslautern im Zuge einer Verkehrskontrolle. Nur einer soll geschossen haben. Da er Ausweis verlor, konnte man ihn aufspüren.
Münchner Erzbischof Marx spricht sich für Priester-Heirat aus.SRF.ch
●Halbe Milliarde Steuergeld für den Milliardär René Benkő. ORF.at
●Die Münchner Rede Putins im Jahr 2007 mit Kritik an der Außenpolitik der USA und an ihrer Idee der einpoligen Weltordnung geübt hatte, ist in die Geschichte eingegangen. Der russische Präsident hatte sich damals gegen die Pläne zur Nato-Erweiterung und zur Stationierung der US-Raketenabwehr in Osteuropa ausgesprochen. Putin fehlt bei Sicherheitskonferenz in München, vom 18.-20. 2.
●Medienkrieg mit Russland. SNA.ru
●Das Wegener Institut schätzt, dass sich in den Meeren 100 Mio Tonnen Plastikmüll befindet, darunter hochgiftiges Mikroplastik.
●Einzelne Bundesländer lockern etwas, ein deutschlandweiter Lockerungsplan steht noch nicht fest. Außer der erhöhten Kapazitäten in Stadien, hat Deutschland noch keine Lockerungen vorgenommen.
●dm ist eine deutsche Drogeriemarktkette mit Sitz in Karlsruhe. Mit rund 3.850 Filialen und 66.000 Mitarbeitern ist dm im Jahr 2021 der größte Drogeriekonzern Deutschlands. Das erste Geschäft eröffnete der Unternehmensgründer Götz Werner 1973 in Karlsruhe.Er verstarb am 8.2. in Stuttgart kurz nach seinem 78. Geburtstag.
●Der deutsche Literaturwissenschaftler, Kulturtheoretiker und Schriftsteller Klaus Theweleit wurde am 7.2.1942 im ostpreußischen Ebenrode – heute Nesterow (RU) – geboren und wuchs nach der Flucht der Familie in Schleswig-Holstein auf. Er studierte Germanistik und Anglistik in Kiel und Freiburg. Mit seiner „summa cum laude“ bewerteten Dissertation Freikorpsliteratur: Vom deutschen Nachkrieg 1918–1923 wurde er 1976 zum Dr. phil. promoviert. Die Doktorarbeit war die Grundlage für das 1977/1978 erschienene zweibändige Werk Männerphantasien. Es war obszön, provozierend und machte Klaus Theweleit berühmt, berüchtigt und zum Pionier der Männer- und Gewaltforschung in Deutschland. Seine oft mehrteiligen Bücher passten buchstäblich in keine Schublade, bilanziert Theweleit: «Bis heute wissen Buchhändler nicht, wo sie die Männerphantasien hinstellen sollen. Zur Faschismus-Theorie, zur Genderforschung, zur Psychoanalyse oder sonstwo.» Körperwelten statt Faschismustheorie. Das Buch unternimmt den Versuch zu ergründen, warum Männer sich zusammenschließen, um barbarische Gewaltakte zu begehen. Auf nahezu 1300 Seiten untersucht Theweleit die Biografien von Freikorps-Männern, die in den Bürgerkriegswirren der frühen Weimarer Republik bestialische Massaker verübten. Er zeigt ihre pervertierte Sexualität, das Zerrissene ihrer fragmentierten Persönlichkeiten, die sich im Tötungsrausch eine «gereinigte» Welt konstruieren: Frei von jeder Weiblichkeit, die angeblich verweichlichen soll, blutend rot fliesst und keinen Halt gibt. Buchhinweis: Klaus Theweleit: Männerphantasien. Matthes & Seitz Berlin 2020 ISBN: 9783957577597, €48.
●Berlinale 10.-16.2. SRF.ch

England – Vor den Pubs herrscht Gedränge, Masken sind nur selten zu sehen. Ende Januar sind in England die wenigen noch geltenden Maßnahmen ausgelaufen. Ob im Büro, im Stadion, im Fitnessstudio oder eben im Pub dürfen sich die Briten ohne Beschränkungen tummeln. SRF.ch

Frankreich – Die Massentötung von männlichen Küken soll verboten werden
●Auch in Frankreich gibt es laufend weniger Beschränkungen.
●Emmanuel Macron war der erste französische Präsident, der ein Atomkraftwerk vom Netz nahm: Fessenheim im Sommer 2020, knapp 50 Kilometer von Basel entfernt. Das bedeutet allerdings nicht den Beginn des Ausstiegs aus der Atomenergie. Im Gegenteil: Am Donnerstag kündigte Präsident Macron massive Investitionen in die Atomenergie an. Sechs neue Atomkraftwerke sollten gebaut, sowie die Errichtung von acht weiteren Kraftwerken bis 2050 geprüft werden, sagte Macron in Belfort. «Das ist die Renaissance der französischen Atomkraft.» Zugleich werde die Laufzeit aller bestehenden Kraftwerke verlängert, wenn die Sicherheit es erlaube. Es solle kein Kraftwerk mehr vom Netz gehen, wenn es keine zwingenden Sicherheitsgründe dafür gebe. Der Stromkonzern EDF sei angewiesen worden zu prüfen, ob die Laufzeit der Atomkraftwerke über 50 Jahre hinaus verlängert werden kann.SRF.ch

EU – Die von der EU im vergangenen Monat angekündigte 340-Milliarden-Dollar Global Gateway Initiative soll mit der von China geförderten „Belt and Road“-Initiative konkurrieren. Doch das wird nicht einfach. Ein Unterschied von Global Gateway besteht darin, dass es EU-Werte wie Transparenz, Gesetze und menschenwürdige Arbeitsbedingungen betont. Auf chinesischer Seite stammen die Finanzierungsstrukturen hauptsächlich aus Darlehen, während das europäische Programm sowohl auf Investitionen des öffentlichen als auch des privaten Sektors angewiesen ist. In Bezug auf den Zeitplan kann gesagt werden, dass das Global Gateway-Projekt der EU eine späte Initiative ist. Seit 2013 hat BRI bereits mit 138 Ländern zusammengearbeitet. Bis 2021 erreichte der Wert von BRI-Projekten einschließlich Projekten mit chinesischer Beteiligung 4,3 Billionen US-Dollar. TRT.tr
●Irisch wird neue Amtssprache statt engl. ORF.at

Frankreich – will Massentötung von männlichen Küken verbieten.
●Auch in Frankreich gibt es laufend weniger Beschränkungen.
●Emmanuel Macron war der erste französische Präsident, der ein Atomkraftwerk vom Netz nahm: Fessenheim im Sommer 2020, knapp 50 Kilometer von Basel entfernt. Das bedeutet allerdings nicht den Beginn des Ausstiegs aus der Atomenergie. Im Gegenteil: Am Donnerstag kündigte Präsident Macron massive Investitionen in die Atomenergie an. Sechs neue Atomkraftwerke sollten gebaut, sowie die Errichtung von acht weiteren Kraftwerken bis 2050 geprüft werden, sagte Macron in Belfort. «Das ist die Renaissance der französischen Atomkraft.» Zugleich werde die Laufzeit aller bestehenden Kraftwerke verlängert, wenn die Sicherheit es erlaube. Es solle kein Kraftwerk mehr vom Netz gehen, wenn es keine zwingenden Sicherheitsgründe dafür gebe. Der Stromkonzern EDF sei angewiesen worden zu prüfen, ob die Laufzeit der Atomkraftwerke über 50 Jahre hinaus verlängert werden kann.SRF.ch

Grönland – Das Eisschild ist um Billionen Tonnen geschrumpft. Mit dem Schmelzwasser der letzten 20 Jahre könnten die USA einen halben Meter tief unter Wasser gesetzt werden.SRF.ch

Guam – Nordkoreas neue Raketen bedrohen den US Stützpunkt. UNO berät. KGUM.gu

Guinea-Bissau – Möglicherweise gab es einen Putsch. Radiobantaba.com

Indien – Bei den Wahlen in Uttar Pradesh treten alle Parteien gegen Modi an. SRF.ch

Italien – Monica Vitti zählte zu den erfolgreichsten, italienischen Schauspielerinnen. Sie ist im Alter von 90 Jahren in Rom gestorben. SRF.ch
●Die Politiker erwägen ein Ende des Corona-Ausnahmezustands. Die Maskenpflicht auch im Freien dürfte etwa Ende nächster Woche auslaufen. Alle Öffnungsschritte werden in Italien jedoch an die Impfungen gekoppelt. SRF.ch

Israel – Mit der Pegasus Software kann man über jedes Handy Menschen ausspionieren, indem alle Informationen weitergeleitet werden. Viele autokratische Länder bedienen sich der Software. Jetzt wurde sie auch in Israel lokalisiert, um den Sohn des ehemaligen Präsidenten Netanyahu auszuspionieren. NPO.nl Die israelische Polizei soll ohne gerichtliche Erlaubnis Menschen in Israel abgehört haben. Sie hat dafür das umstrittene Computerspionageprogramm פגסוס Pegasus eingesetzt. Die Polizei hat sich damit ohne deren Wissen Zugriff auf Daten Dritter verschafft. Erste Vorwürfe zur Verwendung der Software der israelischen אן. אס. או. NSO-Group auch innerhalb Israels waren bereits im Januar durch die Zeitung כלכליסט Calcalist bekannt geworden. Es handelt sich um Spyware, also Spionagesoftware, die ohne Wissen der Besitzer in Handys implantiert werden kann. Entweder durch Phishingmails oder andere Methoden.» Die Telefone seien gehackt und somit der Zugang zu den Daten verschafft worden. Auch die Kamera lasse sich aus der Distanz aktivieren. Wenn man der Polizei nicht mehr trauen kann, dann erschüttert das einige Grundfeste. SRF.ch

Italien – Die Politiker erwägen ein Ende des Corona-Ausnahmezustands. Die Maskenpflicht auch im Freien dürfte etwa Ende nächster Woche auslaufen. Alle Öffnungsschritte werden in Italien jedoch an die Impfungen gekoppelt. SRF.ch

Katar – Das Scheichtum soll offiziell ein wichtiger Nicht-Nato-Verbündeter der USA werden. Das kündigte US-Präsident Joe Biden nach einem Treffen mit dem Emir von Katar im Weißen Haus an. Katar sei nicht nur bezüglich seiner Energiepolitik ein wichtiger Partner des Westens, beschreibt Tobias Borck vom Royal United Services Institute in London die außergewöhnliche, schon beinahe weltpolitische Rolle des Emirats am Golf. SRF.ch
● USA haben Katar aufgefordert Flüssiggas nach Europa zu liefern als Ersatz für das russische Erdgas. Katar winkt ab, es hätte nicht ausreichend Gas. ORF.at
●Qatar Airways hat mit Boeing einen Vertrag über den Kauf von bis zu 102 Maschinen unterzeichnet. Washingtons Handelsministerin Raimondo sprach von einem „Deal mit historischer Bedeutung“ und pries die Geschäftsbeziehungen zwischen Katar und den USA. TRT.tr

Kanada – Die Proteste von Lastwagenfahrern gegen die Regierung weiten sich aus. Sie schwappen von Ottawa auf andere kanadische Städte über. Die Nerven in Ottawa liegen blank. Kein Wunder, bei dieser Lärmkulisse: Seit mehr als 2 Wochen hupen die Trucker, mit laufenden Motoren blockieren sie mit ihren großen Lastwagen die Innenstadt – und sie protestieren auf dem Parliament Hill, dort wo Kanadas Parlamentsgebäude steht. Die Behörden scheinen, wenigstens zeitweise, die Kontrolle über Ottawa verloren zu haben. Die Hauptstadt Kanadas erlebe die gravierendste Notsituation ihrer Geschichte, erklärte Bürgermeister Jim Watson. Die Behörden müssten verstärkt und rascher handeln, um die Ordnung auf Ottawas Straßen wiederherzustellen, Trucker Proteste weiten sich auf ganz Kanada aus und blockieren Grenze zu USA, Autoindustrie stellt Produktion ein.SRF.ch

Kroatien –  Die Behörden werden im Falle eines Konflikts zwischen Russland und der Ukraine alle Truppen der NATO-Streitkräfte in Osteuropa zurückrufen, sagte Präsident Zoran Milanović am 1.2. im Fernsehen.

Libanon – Am 31.1.2022 wurden bei der größten landesweiten Razzia 17 israelische Spionagenetzwerke gesprengt. Sie arbeiteten „lokal und regional“, wurde der Innenminister Bassam Mawlawi von Agentur NNA zitiert. Der Minister ging nicht ins Detail über die Operation oder die Zahl der Personen, die während der von den internen Sicherheitskräften durchgeführten Operation festgenommen wurden. RD.sy

Madagaskar – Tropischer Zyklon «Batsirai» fordert Tote. Tausende Häuser stehen unter Wasser oder wurden komplett zerstört. Mindestens 55’000 Menschen wurden vorübergehend obdachlos. SRF.ch

Mexiko – Andrés Manuel López Obrador will die Beziehungen mit Spanien pausieren. «Eine Pause würde den beiden Ländern gut tun», sagt er. Er fordert, Spanien solle sich endlich für die Gräueltaten der Kolonialzeit entschuldigen.

Mali – Der französischen Botschafter wurde wegen neokolonialen Verhaltens rausgeschmissen. Französ. Armee durch Gruppe Wagner ersetzt. Wohl auch bald die EU-Truppen. SRF.ch

Myanmar – Vor einem Jahr fand der Putsch statt: 1700 Tote, 8000 Inhaftierte. Am 1.2.2022 Tag des Stillen Protests in Yangon mit leeren Straßen. Aung San Suu Kyi jetzt auch wegen Wahlbetrugs verurteilt. SRF.ch

Neuseeland – Die Insel öffnet Grenzen für Australier, für andere Länder aber frühestens im Oktober. SRF.ch

Niederlanden – Die Inflationsrate liegt bei 7,6%. In der Türkei 50%, in Venezuela 690%. NPO.nl

Nordirland – Nordirland will Warenkontrollen stoppen. Im Streit um Brexit-Sonderregeln für Nordirland gefährdet ein Alleingang eines Ministers die Verhandlungen mit der EU. SRF.ch

Norwegen – Der Massenmörder und Freimaurer Anders Behring Breivik kommt nicht wie von ihm beantragt auf freien Fuß. Das zuständige Bezirksgericht hat seinen Antrag auf Haftentlassung auf Bewährung einstimmig abgewiesen. Im Sommer 2012 wurde er zur damaligen Höchststrafe von 21 Jahren Verwahrung mit einer Mindestdauer von zehn Jahren verurteilt. SRF.ch

Österreich – Innenminister Karner hat sich mit Interpol-Generalsekretär Stock zu einem Gespräch getroffen. Großes Lob zollte er dabei dem Interpol-Projekt „Silk Road“, bei dem man mit der Türkei gegen Schlepper vorgehe.
●Nach der ÖVP steht auch der Juniorpartner am Pranger. Aus einem Geheimpapier wurde bekannt: Österreichs Grüne erhalten im Tausch gegen ein Kopftuchverbot für Lehrerinnen einen Sitz im Aufsichtsrat des ORF. TRT.tr

Panama – Der Panama-Kanal ist das berühmteste Bauwerk des Landes. Eine maritime Brücke zwischen Atlantik und Pazifik, nach dem Suezkanal die zweitwichtigste künstliche Wasserstraße der Welt. Einträglich für Panamas Staatskasse, einträglich auch für Panamas Eliten. Doch der Kanal ist nicht der einzige Grund, weshalb der Begriff «Brücke» eine bedeutende Rolle im Selbstverständnis der Panamaer einnimmt. Das Land ist ein Schmelztiegel der Kulturen, ein Sammelbecken von Menschen aus aller Welt und dank seiner einzigartigen geographischen Lage auch ein Ort großer Artenvielfalt – aus Nord- und Südamerika. So sind zum Beispiel geschätzt rund 300’000 Insektenarten in Panama heimisch, genauso wie diverse Tierarten aus beiden Subkontinenten. Doch die fruchtbaren Regenwälder Panamas sind in Gefahr. Podcast „International“ SRF.ch

Paraguay  – Das Land entwickelt sich zum Ziel tausender Corona Flüchtlingen aus Deutschland, aber auch aus der Schweiz und Österreich. Vor allem das deutschsprachige Hohenau zieht an. Es ist eine Stadt im Departamento Itapúa. Sie befindet sich 365 Kilometer von der Hauptstadt Asunción. Sie liegt am Río Paraná. Die Stadt wurde am 14. März 1900 von deutschen Kolonisten gegründet. 11‘000 Einwohner. SRF.ch

Polen – Während die Tschechen den Langwellengrosssender 270 kHz in Uherske Hradište stilllegen, wird der polnische 1000kW LW Sender 225 kHz in Solec Kujawski ab sofort für Sendungen nach Belarus genutzt. RPI.pl

Russland –  Als Reaktion auf die Schließung von Russia Today in Berlin sperrt Rußland am 3.2. die Büros der Deutschen Welle in Moskau DW.de

Schweiz – IKEA Schweiz in Spreitenbach verwendet im Hauptlager ein Heer von Robotern und Drohnen zum Ordnen und Zusammenräumen in der Nacht und am Sonntag.
●Die UBS hat dank des Börsenbooms 2021 das beste Ergebnis seit 15 Jahren eingefahren. Der Gewinn kletterte im abgelaufenen Jahr um 14 % auf 7.46 Milliarden Dollar, wie die grösste Schweizer Bank mitteilte. Für den Steuerstreit mit Frankreich hat die UBS eine Rückstellung von 740 Millionen Dollar vorgenommen.
●Ein Obwaldner trägt in Peking Ghanas Fahne. Skifahrer Carlos Mäder erfüllt sich mit 43 Jahren seinen Olympia-Traum. Der Weg nach Peking war aber kein leichter. Obwalden (Sursilvania) ist ein schweizer Urkanton von 1291.
●Nationalrat-Kommission lehnt Velohelmpflicht für Jugendliche ab.
●Hanftees, Schokolade oder Kaugummi mit CBD-Hanf oder auch Hanf-Öle. Viele dieser Produkte mit nicht berauschendem Cannabis sind nicht sicher. Zu diesem Schluss kommt der Verband der Kantonschemiker (VKCS). Er hat im vergangenen Jahr 100 CBD-haltige Lebensmittel untersucht, die in der Schweiz verkauft wurden. Von den untersuchten 100 Lebensmitteln wurden 85 beanstandet, wie der VKCS in einer Mitteilung schreibt. «Für 73 Produkte musste zum Schutze von Konsumenten ein Abgabeverbot ausgesprochen werden. Für diese Produkte kann eine Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen werden – sie sind lebensmittelrechtlich ‹nicht sicher›.» 28 Produkte waren gesundheitsgefährdend, so dass Warenrückrufe angeordnet wurden. SRF.ch
●24 Milliarden Dollar: Novartis verdreifacht den Gewinn.
●Kampfjet-Lärm. Lauter F-35: VBS publiziert genaue Angaben zur Lärmbelastung. Lauter beim Start, bei der Landung und beim Rollen. Der größere Lärm soll mit weniger Flügen kompensiert werden.SRF.ch
●Soll der Bund private Medien in der Schweiz zusätzlich fördern? In dieser Frage scheint sich die Schweizer Stimmbevölkerung nach wie vor noch nicht entschieden zu haben. Mit dem Maßnahmen Paket für die Medien, über das am 13.2. abgestimmt wird, will das Parlament die Medien über sieben Jahre mit zusätzlich 123 Mio. Franken direkt und indirekt fördern. Auch für private Radio- und Fernsehsender sollen jährlich 28 weitere Millionen bereitgestellt werden.
●Laut Blick und Tages-Anzeiger soll Gesundheitsminister Alain Berset den Kantonen heute zwei Ausstiegs-Varianten vorschlagen. Die eine Variante sieht eine schrittweise Abschaffung der verbleibenden Maßnahmen vor. In der zweiten Variante würden alle Maßnahmen auf einmal aufgehoben. Am 16.2. will der Bundesrat dann definitiv entscheiden.
●Endo Anaconda wird am 6.9.1955 in Burgdorf als Andreas Flückiger geboren. Die Mama ist Österreicherin, der Papa ist Schweizer. Als dieser 1959 stirbt, zieht er mit seiner Mutter nach Kärnten. Mit 12 kommt er ins Internat nach Klagenfurt und entdeckt seine Liebe zur Musik. Der Berner Mundartkünstler Endo Anaconda ist tot. Er stirbt 66-jährig in der Nacht zum 2.2. SRF.ch
●Die Luzerner Fasnacht kommt bald. Am 24.2. ist Schmutziger Donnerstag und damit Start in die 5.Jahreszeit. Nach der Absage der Fasnacht im letzten Jahr, fiebert man in Luzern, der Fasnachtshochburg der Zentralschweiz, dem bunten Treiben entgegen.
●Bedenken: Schweizer Investoren werden kaum in Gas- oder Atomkraftwerke investieren.
●Die Mafia ist auch in der Schweiz aktiv. Erst letzten November verhaftete die Polizei in den Kantonen Graubünden, Zürich, St. Gallen und Tessin sechs Verdächtige. Bei den Ermittlungen zeigte sich, dass die Mafiosi die Schweiz als Rückzugsort nutzen, aber auch als logistische Basis für Drogen und Waffen.SRF.ch
●Die Menschheit steht „kurz vor dem Erwachsenwerden“. So sieht es der Autor des Buches „Wir sind die Evolution“. Darin blickt er auf die Pandemie-Krise. Einen hoffnungsvollen und zuversichtlichen Ausblick für die Zeit nach der Covid-19-Pandemie will Andreas Koch aus der Schweiz mit seinem Buch geben. Das zeigt bereits der Untertitel: „Neue Weltordnung? Ja – aber ganz anders“. Wir befinden uns als Menschheit im Moment in einer Evolution des kollektiven Bewusstseins. Eine „neue Weltordnung“ stehe vor der Tür, gestaltet von den Menschen. Sie soll nicht von Klaus Schwab vom Weltwirtschaftsforum Davos geprägt sein. im „Zeitgeist“-Verlag. ISBN: 9783943007350, €19.90. SNA.ru

Singapur – Ein weiterer US-Marinekommandeur hat sich im größten Bestechungsskandal in der US-Marine als schuldig bekannt. Laut Medienberichten gestand der Kommandeur Stephen Shedd, 250‘000 Dollar und Prostitutionsdienstleistungen von dem Unternehmen Glenn Defense Marine Asia (GDMA) im Austausch gegen US-Staatsgeheimnisse erhalten zu haben. GDMA ist in Singapur ansässig. TRT.tr

Slowakei – 44 % der Bevölkerung unzufrieden mit dem „Waffengeklapper“. NATO und Amerikaner sind für die eskalierende Situation verantwortlich. Sie finden es unverantwortlich, dass diese jetzt mit militärischer Unterstützung aufwarten wollen. Das findet auch der kroatische Präsident. Er nannte die Ukraine „eines der korruptesten Länder der Welt, das nicht in die Nato gehört“. RSI.sk

Tonga – Wie befürchtet erste Coronafälle auf den Inseln. SRF.ch

Syrien – USA haben in der Provinz Idlib in Syrien den Anführer des Islamischen Staat (IS) Abu Ibrahim al-Haschimi al-Kuraschi (أبو إبراهيم الهاشمي القرشي*1976) getötet. Kritik zu viele tote Frauen und Kinder. SRF.ch

Tschechien schickt 115 Sportler nach Peking. RP.cz

Ukraine stockt die Armee auf. ORF.at
Staatsbesuch von Rutte (NL) und Johnson (UK) bei Zelensky in Kiew am 1.2. NPO.nl ●Ungarnminderheit (140‘000) wird ignoriert. MR.hu

Ungarn – Ministerpräsident Orbán am 1.2. auf Freundschaftsbesuch in Moskau. Unter anderem geht es um einen Milliardenkredit für das AKW Paks, aber auch um die erste Pharmafabrik zur Herstellung des Sputnik-V Impfstoffes in der EU in Debrecen. Fast eine Mio. Ungarn wurden mit Sputnik geimpft, und haben nur die besten Erfahrungen“. Ungarn bekommt Vorzugspreis – fünfmal billiger – für russisches Gas bis 2036. Budapest wird Sitz der Russischen Investmentbank.SRF.ch
●Ungarischer Astronaut soll für Russland zur Raumstation „ISS“. ORF.at
●Die Kraftstoffpreise in Ungarn gehören dank Orbán zu den niedrigsten in der EU, 480 Forint (1,30 EUR) pro Liter
●Verteidigungsminister General Tibor Benkő (*1955 in Birkenkirchen im Dreiländereck HU-SK-UA) hofft auf ein baldiges Ende des Säbelrasselns im Osten. Er steht im Ranking sehr hoch nach MP Orbán und Aussenminister Szijjártó. MR.hu

UNO – In der Sprache des Sports ausgedrückt, endete die Sitzung des UNO-Sicherheitsrats 1:1 zwischen Russland und den USA. Ein Unentschieden, garniert mit reichlich Gehässigkeiten. Zehn der fünfzehn Mitglieder des Sicherheitsrats unterstützten den Antrag der USA, die Krise rund um die Ukraine zu thematisieren – und zwar gegen den dezidierten Willen Moskaus. Russlands UNO-Botschafter Wassily Nebenzia tat die Debatte als nutzlose «Megafon»-Diplomatie ab, konnte sie aber nicht verhindern. Doch das von Washington erhoffte Bild weltumspannender Einigkeit entstand trotzdem nicht. Zumal China sich voll hinter Russland stellte und damit unterstrich, wie eng die beiden großen Autokratien der Welt derzeit kooperieren. Kenia, Gabun und das gewichtige Indien enthielten sich der Stimme. Der russische Botschafter Nebenzia warf den Amerikanern «Hysterie» vor. SRF.ch

USA – Längster Blitz in der Geschichte mit 768km gemessen. Rekordverdächtig auch ein 17 Sekunden langer Blitz über Uruguay und Argentinien. NPO.nl
●Guillermo del Toros «Nightmare Alley» läuft in den Kinos – in voller Farbe. Doch in den USA konnte der Kult-Regisseur mit seinem neuen Neo-noir-Film bisher nicht die Eintrittszahlen verbuchen, die sich Verleiher Disney erhofft hatte. Darum wird «Nightmare Alley» gleich noch einmal lanciert: in einer Schwarzweiss-Version. SRF.ch
●Radiokrieg: Wegen der Spannungen hat der Sender WCRW 1190 kHz bei Washington DC die Ausstrahlung von Radio China International eingestellt. Sendet jetzt religiöse Programme auf Englisch, Spanisch, Amharisch. Tel. 703-532-0400, WCRW1190.com
●„Reporter ohne Grenzen“ und andere bekannte NGOs setzen sich in einer breiten Allianz für den inhaftierten Wikileaks-Gründer Assange ein. Kanzler Scholz solle sich bei seinem USA-Besuch dafür einsetzen, dass dessen Anklage fallengelassen wird. ORF.at

VAE – Ursprünglich hätte der Wettbewerb im Dezember 2021 in Japan stattfinden sollen. Japan hatte allerdings im August wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Risiken einer weiteren Virus-Ausbreitung die Rolle als Ausrichter zurückgegeben. Schon die Austragung zuvor war wegen Corona vom Dezember in den Februar verlegt worden. Am 4.2. beginnt mit den Olympischen Winterspielen in Peking ein großes Sport-Highlight des Jahres. Dass am Tag zuvor die Klub-WM im Fußball in Abu Dhabi startet, gerät dabei zur Randnotiz. Der Event, bei welchem sich die 6 Sieger der kontinentalen Champions League sowie der Meister des Gastgeberlandes um den Titel duellieren, stößt – zumindest aktuell – auf wenig Interesse. SRF.ch
Vietnam – Die weltweit kleinste Landschnecke «Angustopila psammion» ist kleiner als ein Sandkorn. SRF.ch

Wetter – Extremwettereignisse wie Überschwemmungen und Stürme haben in Europa zwischen 1980 und 2020 wirtschaftliche Schäden von rund einer halben Billion Euro verursacht. SRF.ch

Von Redaktion

3 Gedanken zu „Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde 11.02.2022“
  1. “Abfall” ist mittlerweile ein eigenes Land? Atlantis ist wiederauferstanden, als Coronoiamüllstrudel im Pazifik. Schöne neue Hygienewelt!

  2. Er hat ein Bett und hat auch Feuer im Kamin,
    und manchmal reitet hin und her auf seinen Knien
    die reizende Marie. Von wegen jener Glut
    sind beide unbedeckt; wozu auch nicht?!
    Der süße Wein, der Hetzhund, jagt ihr Blut
    zum letzten Schwung. Sie tuns bei Licht,
    denn in der Finsternis ist manches unbequem.
    Nur der, der lebt, lebt angenehm.

    Auch der Villon hat sich noch nie ein Bein
    hinkniend ausgerenkt, ein frommer Christ zu sein,
    viel weniger noch um einen Bissen Brot
    mit Bettel sich beschmutzt; ich danke sehr!
    Es kommt die schwarze Pest und Hungersnot
    auch zu dem frommen Mann und säuft ihn leer.
    Ich frage nicht, woher, wohin die Winde gehn.
    Ich habe und wer hat, lebt angenehm.

    Da lieg ich, wie ich bin, im hohen Gras
    und denk nicht anderes als das,
    dass von dem Baum nicht weit der Apfel fällt.
    Und in dem Apfel wohnen schon die Würmer drin,
    damit er nicht zu lange sich am Stengel hält,
    und dabei kommt der Spruch mir in den Sinn:
    Mensch, wenn was kommt, frag nicht, wofür, für wen,
    du hast, und wer was hat, lebt angenehm.

    Es geht auf dieser grauen Erdenwelt
    wohl gar nichts ohne Sorgen um das Geld
    und von dem Brot allein wird niemand satt im Darm.
    Doch wenn man Wildpret hat und sich mit Wein
    den Schlauch anfüllt und hinterdrein noch ein
    vergnügtes Weibchen hält im Arm,
    für den kann die Welt zugrunde gehn,
    er hat und also lebt er angenehm.

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  3. Generell haben diese Meldungen kaum etwas mit der SCHWEIZ zu tun! Daher für mich absolut uninteressant.
    Was in der Schweiz passiert, sehe ich selber und zudem schaue ich mir die wichtigsten und aktuellen Nachrichten auf CH-Webseiten.

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