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Telldenkmal mit Bronzestatue von Richard Kissling und Hintergrundbild von Hans Sandreuter in Altdorf (Kanton Uri, Schweiz) · Foto: Хрюша / Wikimedia CC 3.0

Im Internetradio mitgehört und mitgeschrieben von Wilhelm Tell
Afrika hört nicht zu. Das Verhältnis mit Europa ist belastet. Das zeigt sich im Vorfeld des Gipfels zwischen der Europäischen und der Afrikanischen Union. In Afrika schaut man sich nach anderen Partnern um, vor allem im Osten. Mehrfach wurde der Gipfel zwischen der Afrikanischen und der Europäischen Union verschoben. Nun warb die EU für das Treffen mit grossen Worten: Milliardeninvestitionen in Afrikas Infrastruktur, eine erneuerte, tiefere Beziehung soll daraus entstehen. Auf dem afrikanischen Kontinent zeigt man sich davon wenig beeindruckt. Zu oft schon hat Europa an Gipfeln grosse Reden geschwungen und wenig geliefert. Zwar ist Europa Afrikas älteste Partner, die nächste Nachbar. Die EU ist, wenn man alle 27 Mitgliedstaaten zusammennimmt, auch nach wie vor Afrikas wichtigste Handelspartner. Doch das vorherrschende Gefühl bei vielen in Afrika ist, dass die Beziehung zu Europa stagniert, dass sich die Asymmetrie der Kolonialzeit nie aufgelöst hat. Noch immer exportiert Afrika Rohstoffe, Europa liefert Fertigwaren. Nach wie vor liegen tausende von den Kolonialherren geraubte Kulturgüter in den Museen Europas, obwohl die Afrikaner diese schon lange zurückfordern. Und die europäischen Soldaten im Sahel werden von der Bevölkerung als Invasoren, nicht als Unterstützer gesehen. Europa spricht seit Jahrhunderten mit Afrika, aber hört nicht zu, so die Wahrnehmung der Afrikaner.

EU hat nur Resten gespendet. Das zeigte sich besonders deutlich in der Pandemie. Während die afrikanischen Staatschefs forderten, dass der Patentschutz auf Impfstoffe aufgehoben wird, spendeten die Europäer lieber Impfdosen, allerdings erst kurz vor Ablaufdatum und als klar war, dass Europa die gehamsterten Impfdosen der eigenen Bevölkerung nicht schmackhaft machen konnte. Europa hört zu wenig zu. Darum sucht sich Afrika schon lange andere Partner – mit Erfolg, allen voran China. In den Augen der Afrikanischen Politiker hört der rote Riese besser zu, wenn Afrika sagt, was es will, nämlich Infrastruktur. Eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigt, dass China zwischen 2007 und 2020 mehr als doppelt so viel Geld für afrikanische Infrastruktur zur Verfügung gestellt hat als die USA, Deutschland, Japan und Frankreich zusammen. Auch andere Länder haben für Afrikas Regierungen in der Wahrnehmung ein grösseres Gehör als Europa. In Mali sind es die Russen, im Sudan die Golfstaaten, in Somalia die Türken. Sie alle liefern, statt nur zu reden. Dass auch sie liefert, davon muss die EU nun die Afrikanische Union bei dem Gipfel am Donnerstag in Brüssel überzeugen. Denn so wie es aussieht, sind die versprochenen Milliarden gar kein neues Geld. Sie kommen aus bereits vorgesehenen Töpfen der EU. Damit wird Europa Afrika nicht enger an sich binden können. Eine erneuerte Beziehung sieht anders aus. SRF.ch

Belarus will Atomwaffen nur bei Bedrohungen aus dem Westen stationieren, sagt Lukaschenko. ORF.at

Brasilien – Erdrutsche und Regenfall. Mindestens 104 Tote in Bergregion von Rio de Janeiro. Die Toten wurden in Petrópolis geborgen, nachdem der Pegel in der überschwemmten Stadt gesunken waren. Zu viele Häuser an Berghängen. SRF.ch

China – Twitter und Facebook sind in China gesperrt. Ausländische Vertretungen – Botschaften und Konsulate – sind daher in China auf den chinesischen Plattformen aktiv, beispielsweise auf Weibo, dem chinesischen Pendant zu Twitter. Dort versuchen sie, ihre Werte neben der Werbung für Tourismus oder Investitionen zu vertreten. Sina Weibo 新浪微博 ist eine chinesische Website, die am 14. August 2009 von der Sina Corporation gestartet wurde, einer der grössten Social-Media-Plattformen in China, mit über 445 Millionen monatlich aktiven Nutzern im 3. Quartal 2018. Für Ausländer ohne einen chinesischen Ausweis ist dies unmöglich und eine chinesische Telefonnummer, um sich auf der Plattform zu registrieren. Die Plattform war ein grosser finanzieller Erfolg mit steigenden Aktien, lukrativen Werbeverkäufen und hohen Einnahmen und Gesamteinnahmen pro Quartal. Anfang 2018 wurde erstmals die Marktbewertungsmarke von 30 Milliarden US-Dollar überschritten SRF.ch

Deutschland – So wirklich locker macht sich Deutschland noch nicht, zumindest nicht für Ungeimpfte. Erstmal dürfen sie jetzt wieder shoppen gehen, und ab Anfang März auch wieder ins Restaurant, wenn sie negativ getestet sind. Ausserdem wird das Reisen in Nachbarländer wie der Schweiz bald wieder einfacher.
●Die am 18.2. beginnende Münchner Sicherheitskonferenz wird von akuter Kriegsgefahr in der Ukraine überschattet. Das weltweit wichtigste aussen- und sicherheitspolitische Treffen, die Münchner Sicherheitskonferenz, findet erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder physisch statt. Doch der Grossanlass wird überschattet von der Ukraine-Krise, von akuter Kriegsgefahr. Vierzig Staats- und Regierungschefs, um die hundert Minister werden erwartet – doch eine Regierung bleibt demonstrativ fern. Der Kreml fehlt.

EU – Ursula v/d Leyen rechnet mit Gaslieferstopp aus Russland und verhandelt mit USA, Ägypten, Katar wegen Flüssiggaslieferungen, koste es was es wolle. SRF.ch

Frankreich – Präsidentschaftswahl 2022. Valérie Pécresse (54), Frankreichs Konservative in der Klemme. Die Kandidatin der Républicains löst bei der Wählerschaft wenig Begeisterung aus – bei der Basis zeichnen sich Risse ab. Die Strategie von Valérie Pécresse zeigt sich an ihrer ersten grossen Wahlveranstaltung vom vergangenen Wochenende. Sie greift vor allem einen Gegner an: Emmanuel Macron (54). Zum Beispiel dessen Versuch, die Geschichte Frankreichs während der Kolonialzeit aufzuarbeiten. Macron habe Verbrechen gegen die Menschlichkeit zugegeben, die Frankreich nie begangen habe. Macron habe das Land auch nicht vor der Unterwanderung durch Islamisten geschützt – und damit letztlich die französische Kultur verraten.
●Frankreich lockert und verschärft die Covid-Massnahmen zugleich. Ab heute darf man – sofern geimpft, genesen oder getestet – seinen Kaffee wieder im Stehen an einer Bar trinken oder im Kino Popcorn essen, auch die Diskotheken machen wieder auf. Seit 16.2. aber sind auch gut 4 Millionen Impfpässe ungültig.SRF.ch

Griechenland – Insel Samos schmeisst Flüchtlinge ins Meer. Einige ertrinken. SRF.ch

Indonesien – Gewalt in Indonesien. Der niederländischer Premier entschuldigt sich. Laut einer Studie wurde während des Unabhängigkeitskriegs in den 1940er-Jahren systematisch Gewalt angewendet. SRF.ch

Irak – Geschichte eines Verrats. Ende 2021 zogen sich die US-Truppen aus dem Irak zurück. Der Rückzug war weniger chaotisch als jener aus Afghanistan. Doch zurück blieben Menschen wie Ali, der für die Amerikaner als Übersetzer arbeitete. Dies ist die Geschichte darüber, wie Ali im Stich gelassen wurde – und mit ihm der ganze Irak. SRF-Korrespondentin Susanne Brunner lernte ihn 2020 zufällig kennen, auf dem Tahrir-Platz in der irakischen Hauptstadt Bagdad: Der Mann nennt sich Ali, ist keine 30 Jahre alt. Der junge Iraker hat sich den Menschen angeschlossen, die dort unter Lebensgefahr demonstrieren. Ali hat Angst – und doch erzählt er seine Geschichte, zuerst via E-Mails und Sprachnachrichten, fast zwei Jahre später auch in ein SRF-Mikrofon, als es zum zweiten Treffen kommt: Ali erzählt davon, wie er Übersetzer für die von ihm bewunderten US-Truppen wurde, wie er auf eine bessere Zukunft für sich und sein Land hoffte. Und Ali erzählt davon, wie irakische Soldaten ihn als Verräter sahen, wie er und andere Übersetzer zum Ziel der gefürchteten Milizen wurden. Und er erzählt davon, wie die USA ihn einfach fallen liessen – und wie er bis heute fürchten muss, für seine Rolle als Übersetzer umgebracht zu werden. Alis Geschichte steht stellvertretend dafür, wie die USA zuerst in den Irak einmarschierten, das Regime von Saddam Hussein stürzten – das Land aber dann im Stich liessen. International auf SRF.ch

Italien – Diskotheken öffnen wieder. Gegenüber Ungeimpften bleibt das Land weiterhin hart. SRF.ch

Kuba – Berühmt wurde Carmen Herrera erst mit 89. Die Künstlerin war vielleicht zu innovativ, um erfolgreich zu sein. Nun ist sie mit 106 Jahren am 12.2. in New York gestorben. Nach dem Abitur in Havanna studierte sie dort zunächst Architektur. Sie lernte den deutschstämmigen Amerikaner Jesse Loewenthal kennen und heiratete ihn. Im Jahr 1939 zog sie mit Loewenthal nach New York. Dort besuchte sie die Kunstakademie Art Students League of New York und studierte Malerei. In New York lernte sie Künstler wie Wifredo Lam und Barnett Newman kennen und fand früh zu einem Stil der abstrakten Geometrie, der jedoch erst in Paris vollendet wurde. Dort lebte Herrera mit ihrem Mann in den Jahren 1948 bis 1954. Sie lernte dort Künstler wie Yves Klein kennen, nahm Einflüsse von Piet Mondrian, Kasimir Malewitsch und anderen auf und stellte unter anderem im Salon des Réalités Nouvelles aus. Die Werke Herreras wechselten in dieser Phase zwischen abstraktem und lyrischem Expressionismus. Sie experimentierte auch mit neuen Bildformaten. 1950 reiste sie für einige Zeit nach Kuba, wo Bilder im von Jackson Pollock beeinflussten Stil des abstrakten Expressionismus entstanden. Jedoch fühlte sie sich dort nicht wohl; bald darauf gab sie diese Malweise wieder auf. Nur noch einmal kehrte sie 1963 nach Kuba zurück, um ihre sterbende Mutter noch einmal zu sehen. 1952 schuf sie die ersten radikal geometrischen Abstraktionen, bei denen Linien und Dreiecke im Vordergrund stehen. Es entstand eine Serie schwarz-weisser Streifenbilder, die verschiedene Kippmuster ergeben und Elemente der Op-Art vorwegnehmen. Das Paar kehrte 1954 nach New York zurück. Herrera lebte und arbeitete in New York, wo ihr Mann im Jahr 2000 starb. SRF.ch

Luxemburg – Verstösst ein EU-Land gegen Grundwerte wie Demokratie, den Schutz von Minderheitsrechten, oder ist dessen Justizsystem nicht unabhängig von der Politik, dann können diesem Mitgliedsland EU-Gelder gekürzt oder ganz gestrichen werden. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat diese neue Regelung für rechtens erklärt. Die Richter in Luxemburg haben Klagen von Ungarn und Polen abgewiesen. ORF.at

Ungarn – Kinderrechte gehen in Ungarn über Minderheitsrechte. MR.hu

Niederlande – Die Hobbyarchäologen Gerben und Martin haben den Goldschatz von Twente gefunden, der sich bald im Museum in Leiden befinden wird. Im Naturschutzgebiet Springendal in Hezingen (Gemeinde Tubbergen) haben Hobbyarchäologen einen Goldschatz aus dem frühen Mittelalter gefunden. Es handelt sich um eine grosse Menge an Goldmünzen und Schmuck, von einer Opferstätte aus dem 7. und 8. Jahrhundert. Die insgesamt etwa siebzig Goldartefakte sind die ersten greifbaren Spuren einer neuen Zivilisation über den grossen Flüssen nach dem Untergang des Römischen Reiches. Twente bildete ein Übergangsgebiet zwischen den weitgehend schon christlichen Franken im Süden und den „heidnischen“ Sachsen im Norden und Osten. Die Entdeckung wurde vor drei Jahren mit einem Metalldetektor gemacht, aber erst jetzt öffentlich gemacht. Anschliessend wurden unter der Aufsicht der Agentur für Kulturerbe und der Freien Universität Amsterdam mehrere Ausgrabungen vor Ort durchgeführt. Laut Experten stellt der Schatz nicht nur einen hohen Goldwert dar, sondern hat auch eine grosse historische Bedeutung. „Die Objekte stammen aus einer Zeit, über die wir sehr wenig wissen“, sagt Gert Gesink, Autor des Buches Twentse Schatten Onthuld (De Vrije Uitgevers, 3812 PH Amersfoort, 9789083098302, €29,90) und Spezialist für archäologische Funde mit Metalldetektoren. Die Münzen stammen von den Merowingern, einem Königshaus, das ab dem 5. Jahrhundert die Franken beherrschte. Sie verwendeten viel Gold, einschliesslich Goldmünzen. Dass ihre Zivilisation so weit nach Norden reicht, ist neu. Eine goldene merowingische Münze wurde einst in Twente bei Vasse (in der Nähe von Hezingen) gefunden. Jetzt ist es ein vollständiger Schatz, vergleichbar mit dem, was vor acht Jahren auf dem Domplatz in Utrecht gefunden wurde. Die Münzen weisen auch christliche Symbole auf. Damit sind sie die frühesten Beispiele des Christentums in den nördlichen Niederlanden. So ein Fund ist selten. Die offizielle Präsentation des Goldschatzes ist am 10.2. im Rijksmuseum Twenthe in Enschede. Vertreter des Museums und anderer Beteiligter wollten sich deshalb am Montag nicht äussern. Der teilweise vom Reichsmuseum der Altertümer in Leiden erworbene Schatz ist ab dem 11.2. einige Monate in Enschede zu sehen, bis zum 30. Oktober in einer speziellen Schatzkammer des Mittelalters im Museum in Leiden.
●Haben Sie jemals daran gedacht, dass Prinzessinnen und Gräfinnen im 18. Jahrhundert in Thorn, Limburg, herrschten? Thorn im 18. Jahrhundert war einzigartig. Im damaligen deutschen Kleinstaat waren die Frauen die Bosse. Diese edlen Damen waren damals unabhängig, etwas ganz Besonderes. Aufgrund ihrer adeligen Herkunft führten sie ein privilegiertes Leben und standen im Rampenlicht. Und sie gingen getrennte Wege in einer von Männern dominierten Welt. Sie werden diese unabhängigen Frauen im Limburgs Museum treffen. In die vergessenen Prinzessinnen von Thorn sehen Sie Kunstwerke und Objekte aus mehr als fünfzig Museen aus ganz Europa und den USA. Joost Welten verbrachte Jahre damit, das Land der Damen zu erforschen, den Ministaat, der von aristokratischen Frauen regiert wurde. Basierend auf diesen Recherchen erschien 2019 sein Buch Die vergessenen Prinzessinnen von Thorn (1700-1794). Limburgs Museum, Keulsepoort 5, 5911 BX Venlo, [email protected], +31773522112. Der Ort Thorn ist aus einer um 975 gestifteten Benediktinerinnenabtei hervorgegangen. Im Laufe wohl des 12. Jahrhunderts wandelte sich die Abtei in ein freiweltliches Damenstift, das spätere Reichsstift Thorn, um. In das Damenstift konnten nur unverheiratete Frauen aus dem Hochadel eintreten, heiratswillige Ordensdamen wohnten ausserhalb der Klostermauern in zum Teil eigenen Häusern. Obwohl klösterlicher Besitz, war das Reichsstift zugleich ein reichsunmittelbares Fürstentum unter Leitung der jeweiligen Äbtissin. So ergab sich die Besonderheit, dass das kleine Fürstentum zwischen 992 und 1795 ausschliesslich von Frauen regiert wurde.NPO.nl

Österreich – 19.2. und am 5.3. fallen in Österreich in zwei Schritten fast alle Corona-Massnahmen, ausser in Altersheimen und Spitälern. Und es bleibt die Maskenpflicht in Lebensmittelgeschäften, Apotheken und öffentlichen Verkehrsmitteln. Was nicht fällt, ist die Impfpflicht. SRF.ch
●Der österr. Komponist und Geiger Toni Stricker (*1930 in Wien) starb am 16.2.2022 in Sauerbrunn im Burgenland.
●Wien bleibt auf hartem Coronakurs.ORF.at

Portugal – Auch Portugal lockert – Notstand bleibt bis 7. März.SRF.ch

Russland – Moskau berichtet vom Abzug von Truppen von der Krim und verspricht den Abzug von Truppen nach der Beendigung der Manöver mit Belarus gegen Ende Woche. ●Trotz rekordhoher Fallzahlen gelten gelockerte Corona-Massnahmen. Unter anderem ist nach einem Kontakt mit einer coronainfizierten Person eine Selbstisolierung nicht mehr Pflicht.SRF.ch

Schweden – In Södertälje liegen zu viele Zigarettenstummel auf den Strassen. Um die Mitarbeiter der Müllentsorgung zu entlasten, trainiert der Verhaltensforscher Christian Günther-Hanssen die Krähen. Krähe trägt im Schnabel einen Zigarettenstummel. Sie wirft ihn in den Schlund eines Apparats, und kaum ist der Stummel verschwunden, öffnet sich eine Klappe, und es rollt die Belohnung heraus: Erdnüsse. Zwei Jahre lang hat er an seinem Apparat gebastelt. Die Krähen kapieren ziemlich schnell. SRF.ch

Schweiz überlegt in Zukunft bei Grippeepidemien Gesichtsmasken zu verordnen.
●5 Milliarden Gewinn. Glencore schreibt wieder schwarze Zahlen. Der Rohstoffriese hat das Krisenjahr dank steigender Rohstoffpreise überstanden: Der Umsatz wächst um 43 % ●Fachmärkte und Online legen zu. Coop steigert im Coronajahr 2021 den Gewinn. Trotz pandemiebedingten Erschwernissen macht der Detailhändler einen Betriebsgewinn von 905 Millionen Franken.
●Forschung am Abwasser soll Virus-Varianten frühzeitig erkennen. Schweizer Umweltforschende entwickeln mit Hilfe von Abwasser ein Verfahren zur Überwachung von Viruserkrankungen.
●Rekordhohe Übernahmeaktivität. KMU werden verkauft und gekauft wie nie zuvor. Das Geld ist billig, viele KMU in der Schweiz wechseln die Hand – und hiesige Firmen expandieren ins Ausland.
●Am 17.2. kehrt die Schweiz zur Normalität zurück.
●Grosseinsatz im Kanton Schwyz. Chemie-Zwischenfall in Lachen: Betroffene aus Spital entlassen. Am 15.2. ist im Hallenbad Ozon ausgetreten, 13 Personen wurden hospitalisiert. ●Seit Monaten präsentiert sich der Iraker Dadvan Yousuf (21) in Medien als Flüchtlingsbub, der in der Schweiz dank Kryptowährungen steinreich wurde. Mit seiner Geschichte will er Millionen für seine Geschäftsidee sammeln. Doch: Rund um seine Story gibt es Ungereimtheiten, wie Recherchen von «SRF Investigativ» zeigen. Die Geschichte, die Dadvan Yousuf erzählt, tönt gut: Der Flüchtlingsbub aus dem Irak, der als 11-Jähriger sein Spielzeug verkauft, Bitcoin kauft und heute steinreich ist. Mit dieser Story schafft es Yousuf in die grossen Schweizer Zeitungen und auch ins Programm von SRF. Doch: Die Geschichte ist zumindest in Teilen falsch und sein Vorgehen fragwürdig. Mehrere ein- und ausgehende Transaktionen bei Dadvan Yousuf werfen gemäss einer zuverlässigen Quelle Fragen auf. Sie zeigt «SRF Investigativ» Transaktionen von Dadvan Yousuf an Krypto-Adressen, die auf schwarzen Listen stehen und vor denen auf Krypto-Plattformen gewarnt wird. In Warnungen, die «SRF Investigativ» vorliegen, wird von Betrügern, Terrorfinanzierung gesprochen. Er kann es nicht nachvollziehen. Er benütze Anonymisierungstechniken, durch welche es SRF nicht möglich sei, zu wissen, welche Krypto-Adressen ihm gehörten. «SRF Investigativ» hatte jedoch Einsicht in Dokumente, die mehrere Adressen von Dadvan Yousuf zeigen. Fragen wirft auch Yousufs Geschichte rundum den Kauf der ersten Bitcoin auf. 2011 mit elf Jahren will Yousuf mit der Kreditkarte seines Vaters seine ersten Bitcoin gekauft haben. In der Handelszeitung gibt Yousuf an, diese über die Plattform Mt.Gox gekauft zu haben. Nur: Der Kauf von Bitcoin mit Kreditkarte war dort 2011 gar nicht möglich.
●Der Bundesrat lockert die meisten Corona-Bestimmungen, unter anderem auch die Zertifikatspflicht für grosse Veranstaltungen. Es gibt aber einen Engpass beim Personal und eine Welle von Veranstaltungen, die aufgeschoben waren und nun nachgeholt werden. In der Eventbranche sind in den beiden vergangenen Jahren in der Schweiz fast 6000 Stellen verloren gegangen. Es sind Agenturen, die schliessen mussten, und Fachleute, Techniker und Zulieferer, welche die Branche gewechselt haben und die nun fehlen.
●Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé will bis 2050 kein CO₂ mehr ausstossen. Experten zeigen sich skeptisch, weil die Daten fehlen.
●Das nationalen Zentrum für Cybersicherheit fordert dazu auf, Sicherheitslücken von Computer-Software zu schliessen.
●Wegen höherer Kosten bei Transport, Verpackung und Rohstoffen werden Nestlé-Produkte auch 2022 teurer.
●Umfrage der Nationalbank: Bargeld spielt immer kleinere Rolle. SRF.ch

Türkei – bricht ein Mann den traurigen Rekord der längsten Quarantäne der Welt. Muzaffer Kayasan ist tatsächlich seit November 2020 positiv für Covid-19, berichtet am 13.2. die türkische Agentur Anadolu aus dem Acibadem Spital in Istanbul. An diesem Tag erkrankte der 56-Jährige zum ersten Mal am Coronavirus. Da er an Leukämie litt, war er gesundheitlich angeschlagen und musste mehrere Wochen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Doch dann stellten die Betreuer fest, dass das Virus seinen Körper nicht verlassen hatte. Seit November 2020 wurde der Türke 78 Mal getestet und der Test war immer positiv. Er wird deshalb in Isolation gezwungen und kann nur seine Frau und seinen Sohn sehen. TRT.tr

Ukraine – feiert am 16.2. den Tag der Ukraine. Immer mehr Ukrainer protestieren gegen US Kriegsgeheul, was auch der Wirtschaft schadet und die vielen US+EU Kredite und Waffen. Wann sollen wir das alles zurückzahlen? Viele Ukrainer witzeln auch über die US Drohungen. Kann der hysterische US Präsident uns auch schon alle anderen Gefahren im Jahr 2022 voraussagen, wann wir unser Land verlassen sollen? Flüge werden international abgesagt, Ausländer, auch Ärzte, müssen das Land verlassen. Müssen wir uns das gefallen lassen? Wir fürchten uns nicht vor unseren russischen Brüdern. NPO.nl
●Während Russland vom Truppenabzug spricht, meinen USA es hätte Truppen weiter verstärkt. SRF.ch
●Die Streitkräfte der Volksrepublik Donezk (DVR) mussten Vergeltungsfeuer eröffnen, um die Waffen der ukrainischen Armee zu unterdrücken und Zivilisten zu schützen, sagte der Sprecher der Volksmiliz der DVR, Oleg Nikitin, in einer Erklärung am 17.2.. „Um Zivilisten zu schützen, unsere Verteidiger musste Vergeltungsfeuer eröffnen, um die Waffen des Feindes zu unterdrücken”, sagte der Sprecher. Die Daten über die bei den Bombardements verwundeten Zivilisten und die beschädigten Einrichtungen der zivilen Infrastruktur werden präzisiert. Die Waffenstillstandsverletzungen wurden unverzüglich den Vertretern der ukrainischen Seite im Gemeinsamen Waffenstillstandskontroll- und Koordinierungszentrum zur Kenntnis gebracht, “um Massnahmen gegen die Täter zu ergreifen und Fälle auszuschliessen, in denen die registrierten Daten über Waffenstillstandsverletzungen durch das ukrainische Militär gefälscht wurden”. sagte der Sprecher. „Wir rufen internationale Beobachter und die Führung der OSZE auf. VESTI.ru

Ungarn – Mitteleuropas grösstes und modernstes Digitalisierungszentrum für öffentliche Sammlungen wurde am Freitag in der Széchenyi-Nationalbibliothek in Budapest eröffnet. ●Unsere Wirtschaftspolitik funktioniert, im vergangenen Jahr wuchs das BIP um 7%”, sagte Premier Viktor Orbán in seiner Rede zur Lage der Nation am 12.2. im Burggartenbasar. Er kündigte an, den Preisstopp an den Tankstellen um drei Monate zu verlängern.
●Kanzleramtsminister Gergely Gulyás will nicht ausschliessen, dass sich das Ausland in den Ausgang der Parlamentswahlen am 3. April einmischen könnte.
●Am 3. April werden die 199 Abgeordneten des ungarischen Parlaments gewählt. Für den gleichen Tag ist auch ein Referendum über die Eckpunkte des im Juni 2021 verabschiedeten Kinderschutzgesetzes angesetzt. Ungarn klagt EUGH.
●Aussenminister Péter Szijjártó hat die Ungarn in Siebenbürgen und im Szeklerland aufgefordert, an den Parlamentswahlen am 3. April teilzunehmen.
●Voraussichtlich ab Ende 2023 kann Ungarn auf Erdgas aus Aserbaidschan rechnen.
●Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1901 war der Januar nur in vier Jahren noch trockener, als in diesem Jahr.MR.hu

USA – Kein Prozess in New York. Missbrauchsklage: Prinz Andrew schliesst Vergleich mit Klägerin. Zahlt dafür der Steuerzahler?
●Angesichts einer befürchteten Eskalation in der Ukraine-Krise wollen sich die USA am 18.2. bei einem Video-Gipfel mit den Spitzen von sieben weiteren Staaten austauschen. Auch Vertreter von EU und Nato sollen an den Gesprächen teilnehmen. US-Präsident Joe Biden hatte am 17.2. in Washington vor einer Invasion «in den nächsten paar Tagen» gewarnt, die Gefahr dafür sei «sehr hoch». Russland bekräftigte dagegen erneut seine Darstellung, es ziehe einen Teil seiner Truppen von der ukrainischen Grenze ab.
●Die Regierung von Präsident Joe Biden fordert Insidern zufolge vom Kongress zusätzlich 30 Milliarden Dollar im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die Mittel würden zur Verbesserung von Impfstoffen und Therapien sowie für Forschung und Testgeräten benötigt. SRF.ch

Vietnam – Wer einreisen will, muss vollständig geimpft sein und eine dreitägige Quarantäne einhalten. SRF.ch

Von Redaktion

Ein Gedanke zu „Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde 20.02.2022“
  1. Ahja, Maskenpflicht bei Grippesaison in der Schweiz. Nur dort? Letztlich die nächste VT wahr geworden, ohne überhaupt länger, als ein paar Tage oben zu sein:
    Nämlich die, daß der ganze Zirkus auch in den Ländern ab Herbst wieder vor vorne losgeht, die jetzt halbwegs erleichtern.
    Die politische Klasse muß komplett entfernt werden, egal wie und egal um welchen Preis, sonst gibt es niemals mehr Grundrechte!

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