America’s Cup 2021: „Flie­gende Renn­yachten“ und freie Zuschauer ohne Maulkorb

Die Zuschauer des America’s Cup können ohne Schikanen und Maulkorb ihre Teams feiern. Bild: Screenshots jeweils YouTube / Montage Unser Mitteleuropa

Der 36. America’s Cup wird gerade am inneren Golf von Hauraki vor Auck­land zwischen dem Royal New Zealand Yacht Squa­dron und dem Circolo della Vela Sicilia aus Italien ausge­tragen, da der jewei­lige Titel­ver­tei­diger das Recht hat den Austra­gungsort zu bestimmen. Diesmal war es Neusee­land, dass 2013 den das US-ameri­ka­ni­sche Team vor San Fran­cisco bezwang.

Italien fordert Neusee­land heraus

Der Heraus­for­derer, die Crew der italie­ni­sche Yacht „Luna Rossa“ konnte in den Vorent­schei­dungen alle Konkur­renten ausschalten und kämpft gerade gerade mit der neusee­län­di­schen Yacht um den begehrten Titel, des ältesten Yach­tren­nens der Welt, das alle vier Jahre (mit Unter­bre­chungen) seit 1851 heuer bereits zum 36. Mal ausge­tragen wird. Was die Sache heuer beson­ders span­nend macht ist der Umstand, dass der Scipper der Italiener, der der austra­li­sche Segler Jimmy Spithill ist, der vor acht Jahren vor San Fran­cisco für die die Ameri­kaner den Sieg einfahren konnte, obwohl die Neusee­länder damals bereits  8 : 1 in Führung lagen. Und auch diesmal ist er gefor­dert, da Neusee­land bereits mit drei Renn­siegen Vorsprung führt und nur noch eine Sieg braucht um den Cup einmal mehr zu gewinnen. Die Kiwis haben mit „Te Rahutai“ auch diesmal eben­falls ein sehr schnelles Boot und mit Peter Burling einen Olym­pia­sieger 2016 und America’s Cup Gewinner vom 2017 in ihren Reihen. Aber es wäre ein schwer­wie­gender Fehler, Luna Rossa an dieser Stelle abzu­schreiben. So in die Enge­ge­trieben ist Jimmy Spithall am gefähr­lichsten, wie er schon, wie oben erwähnt, 2013 vor San Fran­cisco bewiesen hat. Soweit zum sport­li­chen Teil.

Abseits der Renn­yachten freie Fans der Teams

Was aber uns Euro­päer auffäll und zu denken gibt ist der Umstand, dass dieses Sport­er­eignis  – ganz im Gegen­satz zu unseren Wett­kämpfen – mit unzäh­ligen Zuschauern über die Bühne geht. All jenen, die die Rennen im Fern­sehen (oder auf YouTube) verfolgen, ist aufge­fallen, dass die Fans aus beiden Lagern, also auch Leute aus Italien, unbe­schwingt ihre Segel­crews beju­beln können. Und das ohne schi­ka­nöse Abstand­re­geln und selbst­ver­ständ­lich ohne der Diszi­pli­nie­rungs­maß­nahme Regierungsmaulkorb.

Systemm­edien bessern volks­päd­ago­gisch nach

Dass dieser Zustand unseren abhän­gigen „seriösen“ Medien selbst­ver­ständ­lich nicht in den Kram passt, liegt auf der Hand. Ähnlich wie früher im Ostblock ist man natür­lich nicht daran inter­es­siert zu zeigen, wie Frei­heit wo anders aussieht. Dadurch bekommen wir ja auch keine entspre­chenden Bilder (wie unser Story­bild, ein Screen­shot aus einer auslän­di­schen Über­tra­gung) präsen­tiert. Dafür die bei uns obli­gate Corona-Beleh­rung und übliche Panik­mache, wie beispiels­weise auf rtl.de wo es wört­lich heißt:

Die Corona-Pandemie wird keine über­schäu­menden Jubel­feiern zulassen, trotzdem können die segel­ver­rückten Neusee­länder den insge­samt vierten Gewinn des America’s Cup kaum erwarten.“

Und das, obwohl der America’s Cup mir Corona unge­fähr so viel gemein hat, wie die Prima Balle­rina des Bolschoi-Thea­ters mit einem Elefanten.


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