Ex-Jobbik-Chef Gábor Vona: „Ich bereue nichts“

Gábor Vona, ehemaliger Vorsitzender von Jobbik · Bildquelle: Magyar Nemzet

Gábor Vona: „Ich schäme mich für viele Dinge, aber ich bereue nichts“

Die Unga­ri­sche Garde wurde als Reak­tion auf Ferenc Gyurcsánys Umgang mit den Ereig­nissen von 2006 gegründet, erin­nerte sich Gábor Vona in einem Inter­view mit Blikk. Der ehema­lige Jobbik-Chef wies auch darauf hin, dass er sich für viele Dinge schämt, aber nichts bereut. Er blickt nicht gerne auf sein früheres Ich zurück, weil er es pein­lich findet. Er sieht nun seine Verant­wor­tung darin, dass jeder ohne Über­prü­fung in die Garde eintreten durfte. Vona sagte auch, dass er nicht den Wunsch hat, in die Partei­po­litik zurückzukehren.

Gábor Vona trat nach seiner Nieder­lage bei den Parla­ments­wahlen 2018 als Vorsit­zender von Jobbik zurück und kehrte der Partei­po­litik den Rücken. In einem Inter­view mit Blikk bemerkte der ehema­lige Partei­vor­sit­zende, dass es nicht einfach ist, mit dem Namen Gábor Vona auf dem Markt zu bestehen. Der ehema­lige Rechts­außen-Poli­tiker verriet, dass er nicht mehr so viel verdient wie als Poli­tiker und seine Exis­tenz als Frak­ti­ons­vor­sit­zender aufgeben musste. Während seiner andert­halb Jahr­zehnte in der Politik wurde der ehema­lige Jobbik-Führer für eine Reihe von Dingen kriti­siert, unter anderem für die mili­tante Unga­ri­sche Garde, die er anführte.

- Für viele Menschen ist die Unga­ri­sche Garde eine Erin­ne­rung an eine rechts­ex­treme freie Gruppe, die gegen die Roma, Juden und Minder­heiten in Ungarn im Allge­meinen gegründet wurde. Das stimmt nicht: Die Unga­ri­sche Garde wurde als Reak­tion auf Ferenc Gyurcsánys Umgang mit den Ereig­nissen von 2006 gegründet“, erin­nert sich Vona, der sich dafür verant­wort­lich fühlt, dass viele Nazis und Pfeil­kreuzler zur Unga­ri­schen Garde gelockt wurden und die Bewerber nicht gefil­tert wurden.

In dem Inter­view erwähnt er auch, dass, obwohl das Lieb­lings­thema der frühen Jobbik „Zigeu­ner­kri­mi­na­lität“ war, es nie seine Posi­tion war, dass Zigeuner durch­wegs Krimi­nelle seien:

- „Ich schäme mich für viele Dinge, aber ich bereue nichts.“

„Ich schaue nicht gerne auf mein früheres Ich zurück, weil ich es pein­lich finde, aber ich will es auch nicht verleugnen, denn was ich durch­ge­macht habe, hat mir geholfen, für das einzu­stehen, wofür ich jetzt stehe: Wir müssen uns über Stam­mes­kriege erheben.“

- sagte Vona, der meinte, er schwebe immer noch in der Nähe des öffent­li­chen Lebens, habe aber keine Lust, in die Partei­po­litik zurück­zu­kehren. Zumin­dest nicht im Moment. Der ehema­lige Jobbik-Vorsit­zende glaubt, dass die Sympa­thi­santen der ehema­ligen radi­kalen Partei ihn als Verräter sähen und wütend auf ihn seien, weshalb er nur mini­malen Kontakt zu seinen alten Mitstrei­tern hat.

Der derzei­tige Vorsit­zende der Partei, Péter Jakab, hat Vona eben­falls kriti­siert, aber letz­terer weigerte sich, darauf zu reagieren. „Ich möchte meine Eleganz behalten“, schloss Gábor Vona.

Quelle: Magyar Nemzet


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