Slowe­nien: Botschaft von Premier­mi­nister Janša zum Reformationstag

Janez Janša · Foto: KPV

Im Folgenden finden Sie die Botschaft von Premier­mi­nister Janez Janša anläss­lich des heutigen Natio­nal­fei­er­tags – dem Reformationstag.
 

Das Gedicht „Zdravljica“ von France Prešeren handelt von einer Nation, die all ihre Sehn­süchte nach Frei­heit, Einheit, Glück und Versöh­nung erfüllt hat. Von einer Nation, die Jahr­hun­derte in Ketten verbracht hat, um endlich den Tag zu erleben, „an dem kein Krieg und kein Streit mehr über die Bewohner der Erde herrscht, die sich danach sehnt, dass alle Menschen frei sind und nicht mehr Feinde, sondern Nach­barn sind“. Die Zdravljica trägt die Seele des slowe­ni­schen Volkes in sich. Sie spie­gelt die Schön­heit unserer Mutter­sprache wider.

An dem Tag, an dem wir die Geburt unseres unab­hän­gigen und souve­ränen Staates feierten, war es ein beson­ders magi­scher Moment, Slowe­nisch zu hören. In unserer Selbst­ver­ständ­lich­keit haben wir fast vergessen, dass es einmal Zeiten gab, in denen es unter­drückt und verfolgt wurde. Dass wir in der Vergan­gen­heit oft dafür kämpfen mussten, sie als etwas Beson­deres und Anders­ar­tiges gegen­über den Spra­chen anderer Nationen bis heute am Leben zu erhalten.

Kate­kismus – The first slove­nian printed book (Photo: Wikipedia)

Es ist daher nicht verwun­der­lich, dass der Refor­ma­ti­onstag, der an die Entste­hung ders­lo­we­ni­schen Stan­dard­sprache erin­nert, 1992, kurz nach der Unab­hän­gig­keit des Landes, zum slowe­ni­schen Natio­nal­fei­ertag erklärt wurde. Die slowe­ni­sche Sprache und Kultur sind im Bewusst­sein der Nation veran­kert. Sie sind die wich­tigsten Grund­lagen, auf denen unsere Nation aufge­baut wurde und die unsere Iden­tität mit einem unab­hän­gigen und souve­ränen Slowe­nien bekräf­tigen. Doch der Weg dorthin war lang und beschwer­lich. Er war von vielen histo­ri­schen Ereig­nissen geprägt. Einige waren schön und inspi­rie­rend, andere bedrohten unsere Exis­tenz. Aber durch sie sind wir gewachsen, haben gelernt und uns als Nation weiter­ent­wi­ckelt. Wir haben unseren Sinn fürs Über­leben geschärft. Wir sind aufge­standen und stehen geblieben. Wir haben unsere Sprache und Kultur geschützt und bewahrt.  Das Herz der slowe­ni­schen Nation. Unser physi­scher und geis­tiger Kern.

All dies wäre viel schwie­riger, wenn nicht gar unmög­lich gewesen, wenn es nicht Männer gegeben hätte, die die gespro­chene slowe­ni­sche Sprache stan­dar­di­siert haben. Ohne Primož Trubar, der 1550 die ersten beiden slowe­ni­schen Bücher, die Fibel und den Kate­chismus, veröf­fent­lichte, ohne Adam Bohorič, der die erste slowe­ni­sche Gram­matik, die Arcticae horulae succes­sivae, schrieb, ohne Sebas­ti­jans Kreljer Kinder­bibel und ohne Jurij Dalmatin, der 1584 die Bibel ins Slowe­ni­sche über­setzte, hätte das Slowe­ni­sche nur als gespro­chene Sprache exis­tiert. Sie hätte allmäh­lich aus der Alltags­sprache verschwinden können, die slowe­ni­schen Wörter wären in Verges­sen­heit geraten. Und wenn die Sprache verschwände, würde auch die Nation verschwinden.

Deshalb ist die Rolle dieser histo­ri­schen Persön­lich­keiten und der slowe­ni­schen Protes­tanten so wichtig für die Exis­tenz der slowe­ni­schen Nation. Mit dem Druck des ersten slowe­ni­schen Buches wurde die Grund­lage für das Über­leben der slowe­ni­schen Sprache und Nation geschaffen. So wie die slowe­ni­sche Stan­dard­sprache uns vor fünf Jahr­hun­derten auf die Land­karte der entwi­ckelten euro­päi­schen Nationen setzte, ist unsere Sprache auch heute, in Zeiten der Globa­li­sie­rung und der verschwim­menden natio­nalen Grenzen, ein wesent­li­cher Teil unseres kultu­rellen Erbes und unserer Iden­tität. Sie ist der Kern des Bewusst­seins unserer Nation. Sie ist das Binde­ge­webe, das uns bindet, uns bewahrt und unsere natio­nale Iden­tität ausmacht.

Zu unserem Natio­nal­fei­ertag, dem Refor­ma­ti­onstag, möchte ich Sie herz­lich beglück­wün­schen. Bleiben wir stolz auf unsere Muttersprache.

Janez Janša
Premier­mi­nister der Repu­blik Slowenien

Die Botschaft erschien auf Demo­kra­cija, unserem Partner der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION

6 Kommentare

  1. Liebe Redak­tion,
    ich wollte soeben den Artikel „EU-Abge­ord­neter verlangt Einblick in Corona-Impf­ver­träge und erhält nur geschwärzte Seiten“ lesen und schon erscheint folgendes: Uups, Seite nicht gefunden, Fehler 404. Da hat wohl JEMAND etwas dagegen, daß wir dieses lesen können.

    • Er ist noch da. Ich habe die Fehler­mel­dung auch bekommen plus die Haupt­seite von „Unser Mittel­eu­ropa“. Dort war der Artikel drauf und ich konnte ihn lesen. Viel­leicht probieren Sie auch die Haupt­seite zu öffnen. Jetzt habe ich es noch einmal probiert und der Artikel war immer noch da und konnte geöffnet werden.

  2. EU-Abge­ord­neter verlangt Einblick in Corona-Impf­ver­träge und erhält nur geschwärzte Seiten

    Der Artikel ist wegen Uuuups … Fehler 404
    Es tut uns leid, die gesuchte Seite exis­tiert nicht.

    nicht zu lesen

  3. Ich gratu­liere dem slowe­ni­schen Nationalfeiertag.

    Psycho­pa­then und Globa­listen mögen keine Staaten und Grenzen.

    Das Roth­schild-Gambit: Erst das Problem schaffen, dann die Lösung liefern.
    Den Ruf der Natio­nal­staaten in der EU zerstören. Zerstöre natio­nale Finanz­sys­teme (Plural) und verwäs­sere die Währungs­macht der EU mit quan­ti­ta­tiven Locke­rungen. Geben Sie seinem eigenen korrupten System, das seinen Zweck erfüllt hat, die letzte künst­liche Beatmung. Beginnen Sie eine dras­ti­sche Redu­zie­rung der Lebens­grund­lagen unter der Fassade des Corrone und des Klima­schutzes. Schaffen Sie Konflikte. Erzeuge Angst, Panik. Mani­pu­liert der Hälfte der Bevöl­ke­rung den Glauben, dass sie nur geimpft werden muss und alles wieder normal ist. Wenn die Teil­imp­fung reali­siert wird, über­zeugen Sie die Hälfte, dass die andere Hälfte der Menschen schuld ist, dass der Zustand nicht wieder norma­li­siert wird. 

    Strom­aus­falls, Elend, Hunger und Kriege… Psycho­pa­then nennen es Muta­tionen (von ihnen geplante Kriege und Konflikte) und den Zweck, den Trans­hu­ma­nismus zu beschleu­nigen. Besser entwi­ckelter Mensch. Über­mensch. Und eine Lösung von nutzlos.

    Lösung. Tekno­kra­ti­scher Feuda­lismus, auch bekannt als Great Reset für uns. Für Olig­ar­chen ( Socio­pa­thic-Psycho­pa­then), Sie über­nehmen die welt­weite Produk­tion Planung, Ausbil­dung und soziale Kontrolle auf nied­riger Ebene. Im Rahmen der Verein­ba­rung erhielt Roth­schilds Higher Tier Data einer bestimmten Größe of sinn­voll Olig­archs und schuf eine digi­tale mono­po­li­sierte Welt­wäh­rung. Wer Geld kontrol­liert, kontrol­liert alles. Und am Ende die Größe der Weltbevölkerung. 

    Para­dise of Eden wird wieder für Goyin gemacht. Sie werden es genießen, weil sie es nicht besser wissen werden. Bis ein Apfel­baum unge­plant im Garten wächst. Und wenn eines Tages eine neugie­rige Frau, die nicht auf die Befehle der Diät Spender hört, wie ein kleines Kind, das alles mit dem Mund probieren muss, in diesen saftigen runde Sache beißt…

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