Unga­ri­sches Natio­nal­mu­seum ausgezeichnet

Ungarisches Nationalmuseum · Bildquelle: Magyar Nemzet

Die pres­ti­ge­träch­tige Auszeich­nung Museum des Jahres 2021 in der Kate­gorie der großen Museen wurde am 26. Juni im Museum Ludwig an das Unga­ri­sche Natio­nal­mu­seum verliehen. Die Jury belohnte die 1802 gegrün­dete öffent­liche Samm­lung für ihre modernen museo­lo­gi­schen Prak­tiken, die auf einer konse­quenten Stra­tegie beruhen, für ihre viel­fäl­tigen und effek­tiven Akti­vi­täten zur Wissens­ver­mitt­lung im Online-Bereich und für die Stei­ge­rung des inter­na­tio­nalen Bekannt­heits­grades der Institution.

„In den letzten Jahren hat das Unga­ri­sche Natio­nal­mu­seum seine grenz­über­schrei­tenden und inter­na­tio­nalen Bezie­hungen zur Präsen­ta­tion, Erfor­schung und Aufwer­tung seiner bekann­ter­maßen heraus­ra­genden Samm­lung effektiv ausge­baut und auch seine Stra­tegie der Wissens­ver­mitt­lung für die heimi­sche Öffent­lich­keit erfolg­reich erneuert“, heißt es in der Ehrung. Die Pulszky-Gesell­schaft – Unga­ri­sche Muse­ums­ver­ei­ni­gung, die in diesem Jahr 30 Jahre alt wird, grün­dete 1996 den Preis „Museum des Jahres“ und erneu­erte ihn 2020, um heraus­ra­gende Insti­tu­tionen in diesem Bereich auszuzeichnen.

Da das Unga­ri­sche Natio­nal­mu­seum in den letzten andert­halb Jahren mona­te­lang geschlossen war und mit einer Reihe von uner­war­teten Heraus­for­de­rungen konfron­tiert wurde, ist der Titel „Museum des Jahres 2021“ eine beson­ders wich­tige Rück­mel­dung für die Mitar­beiter der Einrichtung.

Die ersten Wochen des Jahres 2020 waren für das Natio­nal­mu­seum beliebter denn je. Die Ausstel­lungen zogen täglich Tausende von Besu­chern an, und es fanden pres­ti­ge­träch­tige Veran­stal­tungen statt, während die Mitar­beiter inter­na­tio­nale Ausstel­lungen und Konfe­renzen orga­ni­sierten. Auch als das Museum wegen des Ausbruchs der Corona-Epidemie seine Pforten schließen musste, konnte es durch die bereits einge­lei­teten Online- und Digi­tal­ent­wick­lungen das bestehende Inter­esse über Nacht ins Internet verla­gern. Inner­halb weniger Tage wurde die Website des Museums umge­staltet, um den Schwer­punkt auf online verfüg­bares Mate­rial zu legen, und die Kampagne „Non stop National Museum“ wurde ins Leben gerufen: neue Videos wurden produ­ziert, alte Filme wurden verfügbar gemacht, pädago­gi­sche Blog­se­rien wurden mit einem anderen Thema pro Monat gestartet; Online-Führungen, Fach­ge­spräche, Ausstel­lungs­er­öff­nungen und Spiele wurden für Menschen ange­boten, die zu Hause bleiben mussten.
Mehr als 200 digi­tale muse­ums­päd­ago­gi­sche Mate­ria­lien wurden in Absprache mit den Akteuren der öffent­li­chen Bildung erstellt, und Tausende von Schü­lern nahmen an den entspre­chenden Akti­vi­täten teil. Es wurden neue Online- und virtu­elle Ausstel­lungen zu verschie­denen Themen und in verschie­denen Spra­chen eröffnet. Die Ausstel­lung „Seuso Trea­sures – Light of Pannonia“ bietet einen virtu­ellen Rund­gang durch die Schätze in 3D, wie man ihn noch nie zuvor gesehen hat. Anläss­lich des 100-jährigen Jubi­läums von Trianon wurde zum Jahr der Einheit eine virtu­elle Foto­ga­lerie erstellt, gefolgt von einer Open-Air-Ausstel­lung am Zaun des Museums und der Ausstel­lung „Leidende Struktur – Trianon im Alltag“, die im Herbst im Muse­ums­garten, in Tata und Moson­ma­gyaróvár und nach der Wieder­eröff­nung in Hajdú­bös­zör­mény eröffnet wurde.

In der hybriden Zeit des Sommers und Früh­herbstes, die auch wieder Öffnungs­zeiten erlaubte, bot das Museum Rabatte und Kinder­camps an und stellte die Programme auch online zur Verfügung.
Auch einige der Fach­pro­gramme wurden umge­setzt: Der „Muse­ums­neu­start“, eine hybride Veran­stal­tung, die die Muse­ums­messe ablöste, und die inter­na­tio­nale Konfe­renz „Muse­um­Digit 2020“ waren heraus­ra­gende Erfolge. Auf der Konfe­renz „The Best in Heri­tage“ wurde das Museum mit dem Projekt „Magic Wall“ (Ausstel­lung „Sisi und Ungarn“) mit einem AVICOM-Award ausge­zeichnet. Die Website, die die vernetzte Arbeit des Museums im Online-Raum bündelt, erhielt die Auszeich­nung „Website des Jahres“ in der Kate­gorie Kultur.

Foto: Havran Zoltán / Magyar Nemzet

Quelle: Magyar Nemzet


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