Praterstern: Rot-grünes Alkoholverbot in Kraft

Foto: Joadl / wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Seit 27. April gilt ein Alkoholverbot auf dem und rund um den Wiener Verkehrsknotenpunkt Praterstern. Damit soll „die Zahl der Einsätze, aus­ge­löst vor allem durch alko­ho­li­sierte und aggres­sive Zeitgenossen, dezi­miert wer­den – und nicht zuletzt auch das Sicherheitsgefühl am Praterstern wie­der gestärkt wer­den“, wie die Krone berich­tet. Dieses Alkoholverbot ist erst­ma­lig in Wien.

Das Alkoholverbot sorgte beim lin­ken Flügel der SPÖ und bei den Grünen für deut­li­che Verstimmung. Letztere wur­den nicht ein­mal gefragt, weil das Verbot per Verordnung erlas­sen wurde und damit kei­ner Zustimmung durch den klei­nen Koalitionspartner bedurfte. Aber auch der rote Klubobmann Christian Oxonitsch erfuhr erst aus den Medien vom Beschluss.

Der als Nachfolger von Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou gehan­delte grüne Klubchef David Ellensohnunter­stellt der Wiener SPÖ „popu­lis­ti­sche Sager, um FPÖ-Wähler zurück­zu­ge­win­nen“ und ortet einen Paradigmenwechsel in der SPÖ-Politik, noch bevor Michael Häupl sei­nem Nachfolger Michael Ludwig als Bürgermeister Platz machte. „Hier wurde von oben herab eine Maßnahme ver­ord­net. Das ist schon ein Unterschied dazu, wie bis jetzt Politik gemacht wurde.“ Ja, Ellensohn ging am 26. April schließ­lich so weit die Frage zu stel­len, ob Ludwig selbst und des­sen noch gar nicht benann­tes neues Team zum rot-grü­nen Koalitionspakt stehe.

„Die Obdachlosenszene und der damit ver­bun­dene Alkoholkonsum am Praterstern sind für uns tag­täg­lich eine große Herausforderung“, sagte Wiens Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl. Allein in den ers­ten drei Monaten 2018 seien 40 bis 50 Personen auf dem Praterstern wegen ver­schie­de­ner Straftaten fest­ge­nom­men wor­den, „wo die Betroffenen auch alko­ho­li­siert waren“.

 

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