Immer mehr Ausländer arbeiten in Polen

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Laut dem polni­schen Minis­te­rium für Arbeit und Sozi­al­po­litik wuchs im Sommer die Zahl der gewährten Arbeits­er­laub­nisse für Ausländer.

Im Juli und August 2021 wuchs die Zahl der gewährten Arbeits­er­laub­nisse um 42% im Vergleich mit demselben Zeit­raum des Jahres 2020 und betrug ganze 83,2 Tsd. Im Vergleich mit den zwei Sommer­mo­naten in 2019 bedeutet dies ein Wachstum um 17%.

„Die Pandemie verur­sachte einen Riss auf dem Arbeits­markt. Letztes Jahr haben Ausländer ihre Reisen nach Polen begrenzt. Zusätz­lich haben sie das Land wegen der herr­schenden Unsi­cher­heit verlassen. Doch aktuell prognos­ti­ziere ich eine deut­liche Zunahme der Zahl an Auslän­dern, welche in Polen ange­stellt sind. Ich gehe davon aus, dass dieser Trend lang­fristig anhalten wird, gezählt sogar in Dekaden. Hier muss man auf 2 Faktoren hinweisen. Perma­nent setzt uns die Demo­grafie zu. Darüber hinaus wächst unsere Wirt­schaft“, kommen­tiert Grze­gorz Kuliś, Arbeits­markt­ex­perte im Busi­ness Centre Club.

Nach dem schweren pande­mi­schen Jahr 2020, verzeich­neten viele polni­sche Bran­chen wieder ein Wachstum. Daraus folgte hingegen ein Bedarf an Arbeitskräften.

Wer arbeitet in Polen?

Fast 54,3 Tsd., also mehr als 65% der Arbeits­er­laub­nisse gingen heuer an Ukrainer. Laut Kuliś assi­mi­lieren sich die Bewohner der Ukraine sehr schnell in Polen, bereits nach 3 Monaten können sie ziem­lich gut auf der polni­schen Sprache kommu­ni­zieren. „So eine große Anzahl an einrei­senden Ukrai­nern ist nicht nur eine Sache der Nach­bar­schaft. Sie wählen unser Land seit Langem, weil die Ukraine eine wirt­schaft­liche Krise durch­lebte. Die Arbeit bei uns war für sie ein Riesen­sprung hinsicht­lich des Einkom­mens“, erklärt Jeremi Mord­a­se­wicz von der Polni­schen Konfö­de­ra­tion privater Arbeit­geber Lewiatan.

Den zweiten Rang belegen die Weiß­russen (5,9 Tsd.). Weiter plat­zierten sich Usbeken (2,7 Tsd.), Inder (2,1 Tsd.) und Phil­ip­piner (2,1 Tsd.).

Die meisten Ausländer arbeiten in der Woiwod­schaft Maso­wien, da diese das größte wirt­schaft­liche Poten­zial hat. Aber auch in den Woiwod­schaften Lodz, Groß­polen, Schle­sien und Kuja­wien-Pommern werden viele Arbeits­er­laub­nisse erteilt.

Quelle: Polen-Journal


5 Kommentare

  1. Die BRD zahlt Flei­ßigen noch Spit­zen­löhne. Darum gehen die Flei­ßigen aus Ländern ohne Spit­zen­löhne dorthin. Und die Abge­wan­derten werden durch Ukrainer ersetzt! 

    Der benutze Begriff Ausländer taugt hier nicht; denn es kommen keine Indianer und Eskimos, sondern Europäer!

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    • Eben – man muss m. E. vor allem unter­scheiden zwischen nicht­mös­le­mi­schen Auslän­dern und mösle­mi­schen Auslän­dern – leider werden die m. E. absicht­lich in einem Töpf geworfen und berech­tigte Angst vor einer Islö­mi­sie­rung durch die sich dauer­ver­möh­renden und massen­haft herein­ge­holten Möslems wird als „Auslän­der­fo­ind­lich­keit“ dekla­riert – als hätten die Menschen hier Probleme mit echten auslän­di­schen authoch­tonen Franzosen/Französinnen, Dänen, Nieder­län­dern, Öster­rei­che­rInnen, Schwei­ze­rInnen und anderen fried­li­chen nicht­mös­le­mi­schen AusländerInnen.
      Wir wissen doch alle, welche Klientel hier mit welcher Absicht die größten und über­haupt Probleme macht – und das wissen auch die Pölen.

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  2. „Immer mehr Ausländer arbeiten in Polen“

    Dafür arbeiten in Deutsch­land immer mehr Polen. Seit Wochen nur Polen im Nachbarhotel.

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