Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde – 15.11.2022

Telldenkmal mit Bronzestatue von Richard Kissling und Hintergrundbild von Hans Sandreuter in Altdorf (Kanton Uri, Schweiz) · Foto: Хрюша / Wikimedia CC 3.0

Im Inter­net­radio mitge­hört und mitge­schrieben von Wilhelm Tell

Ägypten – Die 27. UN-Klima­kon­fe­renz in Scharm asch-Schaich sorgt in den sozialen Netz­werken für Unmut, weil die meisten der etwa 45.000 Teil­nehmer per Flug­zeug ange­reist sind. Beson­ders kriti­siert werden jene Teil­nehmer, die für ihre Reise an den ägyp­ti­schen Urlaubsort, einen Privatjet gewählt haben. „Es gibt keinen Grund, mit einem Privatjet tausende Kilo­meter weit zu fliegen, in Luxus­ho­tels abzu­steigen, Luxus­speisen zu essen und teure Auto­korsos mit mehr als 50 Wagen mitzu­bringen, wenn die eigenen Bürger ihre Häuser nicht beheizen dürfen.“ Inzwi­schen bestä­tigten ägyp­ti­sche Quellen gegen­über AFP Einschät­zungen, wonach bis Donnerstag mehr als 400 Privat­jets gelandet sein sollen. RT.ru
● Klima­kon­fe­renz. Mit reli­giösen Erlassen gegen die Umwelt­ver­schmut­zung. SRF.ch

Äthio­pien –  Rebellen und Regie­rung unter­zeichnen Frie­dens-Fahr­plan. SRF.ch

Antarktis – Ein neuer Flug­platz an der antark­ti­schen Progress-Station empfängt erste Flüge. Der Flug­platz wurde von Russ­land gebaut und in Betrieb genommen und dient dem Empfang schwerer Flug­zeuge. Unter anderem bedient der Flug­platz die Wostok-Station in der Ostant­arktis. SP.ru

Bahrain – Parla­ments­wahl in Bahrain ohne Oppo­si­ti­ons­kan­di­daten. Die Einwohner des König­reichs Bahrain haben heute ein neues Parla­ment gewählt. Um die 40 Sitze des Unter­hauses bewarben sich mehr als 330 Kandi­daten, darunter 73 Frauen. Die beiden wich­tigsten Oppo­si­ti­ons­gruppen wurden aller­dings im Vorfeld von der Teil­nahme ausge­schlossen. ORF.at

Brasi­lien – Im brasi­lia­ni­schen Amazo­nas­ge­biet sind allein im Oktober rund 904 Quadrat­ki­lo­meter Regen­wald abge­holzt worden. Dies teilte das Natio­nale Institut für Welt­raum­for­schung (Inpe) unter Beru­fung auf vorläu­fige Zahlen mit. Es ist dem brasi­lia­ni­schen Nach­rich­ten­portal «G1» zufolge der höchste Wert für den Monat Oktober seit dem Jahr 2015. SRF.ch

China –  China fördert seine Chip­in­dus­trie seit Jahren, und die neusten Restrik­tionen dürften den Bemü­hungen, ein unab­hän­giges Chip-System zu entwi­ckeln, zusätz­li­chen Schub verleihen. Für die USA ist es mili­tä­risch wichtig, bei der Herstel­lung von Mikro­chips und dem Einsatz von KI einen Vorsprung vor Russ­land und China zu halten. Aus diesem Grund haben die USA Anfang Oktober den Export von Chips nach China stark einge­schränkt. Betroffen sind leis­tungs­starke Chips, die für künst­liche Intel­li­genz (KI) verwendet werden, ebenso wie alles, was zur Herstel­lung dieser Chips benö­tigt wird: Halb­leiter, Maschinen, Soft­ware. Zudem dürfen US-Spezia­listen chine­si­sche Unter­nehmen nicht mehr bei der Chip­her­stel­lung unter­stützen. China hat die Kapa­zi­täten und Ressourcen, um selbst Chips herzu­stellen. Aller­dings liegt das Land bei der Produk­tion der fort­schritt­lichsten Chips noch um etwa drei bis vier Jahre hinter den Fabriken in Taiwan und Südkorea zurück. SRF.ch

Deutsch­land –  Die deut­sche Tochter des russi­schen Energie-Konzerns Gasprom wird verstaat­licht. Die EU-Kommis­sion hat die Über­nahme durch die Bundes­re­gie­rung gebil­ligt. Damit verbunden sind staat­liche Beihilfen von mehr als 225 Millionen Euro. Bereits Anfang April hatte der Bund über die Bundes­netz­agentur die Kontrolle über Gasprom Germania über­nommen. Das Unter­nehmen betreibt grosse Erdgasspeicher.
● Die Bundes­tags­wahl war in 431 Berliner Bezirken für ungültig erklärt worden und soll nun wieder­holt werden. RBB.de Viro­loge Volker Thiel: Mit Spray gegen Corona.
● Beim Bürger­geld harzt es. Mehrere Länder lehnen das Reform­vor­haben Berlins ab. Das Programm soll die umstrit­tene Hartz-IV-Reform ablösen. SRF.ch

Frank­reich – Bei einer Zwischen­lan­dung 1988 hatte er im Tran­sit­be­reich seine Papiere verloren und konnte seinen Flücht­lings­status nicht mehr nach­weisen. So durfte er weder weiter­reisen noch den Flug­hafen verlassen. Nasseri rich­tete sich im Terminal 1 ein. Mehran Karimi Nasseri (76) ist im Terminal 2 F des Flug­ha­fens Charles de Gaulle eines natür­li­chen Todes gestorben. Der irani­sche Flücht­ling hatte 18 Jahre lang dort gelebt und zum Film «Terminal» inspi­riert. SRF.ch

Indien – Washington hat Indien seinen Segen gegeben, weiterhin so viel russi­sches Öl zu kaufen, wie es möchte, selbst zu Preisen, die über den von den G7 aufer­legten Ober­grenzen liegen – aber nur, wenn es darauf verzichtet, west­liche Versicherungs‑, Finanz- und Seever­kehrs­dienste zur Erfül­lung der Trans­ak­tionen in Anspruch zu nehmen . RT.ru

Indo­ne­sien - Biden und Xi suchen beim G20 in Bali Kompro­misse – «zum Wohl der Welt».. SRF.ch

Iran – Der Iran hat Deutsch­land vor lang­fris­tigen Schäden der bila­te­ralen Bezie­hungen gewarnt. Grund ist die Kritik von Kanzler Scholz an Menschen­rechts­ver­let­zungen bei den Protesten im Land. Scholz hat dazu gesagt, eine Regie­rung, die auf ihre Bürger schiesse, müsse mit Wider­stand rechnen. Ein irani­scher Spre­cher nannte das provo­kativ und undi­plo­ma­tisch und empfahl der Bundes­re­gie­rung, zur Beson­nen­heit. RBB.de

Israel –  Nach Wahl­sieg. Israel: Netan­jahu mit Regie­rungs­bil­dung beauf­tragt. Der ehema­lige Minis­ter­prä­si­dent soll sein Kabi­nett zusam­men­stellen. SRF.ch

Italien – Weil das Stück angeb­lich russi­sche impe­riale Bestre­bungen propa­giere, solle die Oper „Boris Godunow“ aus dem Reper­toire der Scala verschwinden. Das verlangte der ukrai­ni­sche Konsul in Mailand. RT.ru

Kambo­dscha – Auf dem Asean-Gipfel in Kambo­dscha könnte es ein Treffen der Aussen­mi­nister der Ukraine und Russ­lands geben. Der ukrai­ni­sche Aussen­mi­nister Kuleba hat seine Bereit­schaft dazu signa­li­siert. UNO-Gene­ral­se­kretär Guterres sagte eben­falls in Phnom Penh, es sei wichtig, Bedin­gungen für die Wieder­auf­nahme des Dialogs zwischen der Ukraine und Russ­land zu verein­baren. Seit heute nimmt auch US-Präsi­dent Biden an dem Gipfel­treffen teil. Er will die wirt­schaft­lich aufstre­benden Staaten in der Region umwerben und den Einfluss Chinas zurück­drängen. Er fordert mehr Härte gegen Nord­korea. RBB.de

Moldau -  Stei­gende Ener­gie­preise, nied­rige Renten, kalte Wohnungen: In Moldau wächst der Protest gegen die proeu­ro­päi­sche Regie­rung. DW.de

Öster­reich - Öster­reichs einzige Schall­plat­ten­pro­duk­tion hat wegen der hohen Nach­frage in den vergan­genen Jahren einen neuen Standort im oststei­ri­schen Fehring eröffnet. Bis zu eine Million Platten sollen in dem Werk ab Jänner gepresst werden. www.austrovinyl.at; www.copyrath.at; www.media-care.at;
● Aufgrund des Schnee­man­gels sind die Skiweltcup-Rennen in Zürs (Vorarl­berg) dieses Wochen­ende abge­sagt worden.
● Da die zahlungs­kräf­tigen Gäste aus China und Russ­land fehlen, stehen Fünf­ster­ne­häuser leer. Das Nobel­hotel De France an der Ring­strasse wird jetzt Heim­statt für 350 ukrai­ni­sche Flami­lien. Da der Bürger­meister die Einwan­de­rung forciert, werden wohl weitere Nobel­her­bergen folgen.
● Charis­ma­ti­scher Bühnen­ber­serker, rebel­li­scher Künstler, schwie­riger Mensch: Heute jährt sich der Geburtstag von Oskar Werner († 23. Oktober 1984 in Marburg an der Lahn;) zum 100. Mal. Früher Ruhm, hohe Sensi­bi­lität und ein letzt­li­ches Schei­tern am Leben haben das Leben des Künst­lers geprägt.
● n St. Pölten (NÖ) sollen schon bald die Glocken im Turm des Rathauses bei der Geburt jedes Babys in der Stadt läuten. Noch im November wird im Rathaus ein neues Glocken­spiel montiert. ORF.at

Russ­land – hat Sank­tionen gegen weitere 200 ameri­ka­ni­sche Bürger ange­kün­digt, darunter Gesetz­geber, Beamte, Führungs­kräfte, Jour­na­listen und die Fami­li­en­mit­glieder poli­ti­scher VIPs. Den genannten Personen wird die Einreise nach Russ­land wegen ihrer Betei­li­gung an der „Förde­rung der Russo­phobie-Kampagne und der Unter­stüt­zung des Regimes in Kiew“ unter­sagt. Die Brüder James und Francis und die Schwester Valerie von Präsi­dent Joe Biden wurden am Freitag zusammen mit Paul Pelosi, dem Ehemann von Nancy Pelosi, auf die Sank­ti­ons­liste gesetzt. Die US-Sena­toren Bernie Sanders und Eliza­beth Warren, die Pres­se­spre­cherin des Weissen Hauses Karine Jean-Pierre, Gesund­heits­mi­nister Xavier Becerra, die Atlantik-Autorin und „Russ­land-Expertin“ Anne Apple­baum und der Chef­re­dak­teur von Poli­tico, Matthew Kaminski, gehörten eben­falls zu denen, denen die Einreise nach Russ­land verwehrt wurde. Die Beschrän­kungen wurden „als Reak­tion auf die immer umfas­sen­deren Sank­tionen der Regie­rung von Joe Biden verab­schiedet, nicht nur gegen russi­sche Beamt, sondern auch gegen all dieje­nigen, die Washington aus dem einen oder anderen Grund nicht gefallen“, Biden, seine Frau und ihre Kinder Hunter und Ashley standen bereits auf der Liste, ebenso wie Nancy Pelosi und die meisten bekann­teren Mitglieder beider Kongress­kam­mern. Sie schliessen sich über 1’000 anderen US-Bürgern an, denen die Einreise nach Russ­land auf unbe­stimmte Zeit verboten ist, eine Liste, zu der auch die Holly­wood-Schau­spieler Ben Stiller und Sean Penn gehören, die beide ihre Berühmt­heit genutzt haben, um Unter­stüt­zung für die Regie­rung in Kiew zu gewinnen. Washington verhängt seit 2014 Sank­tionen gegen Moskau, als die Bewohner der Krim nach einem von den USA unter­stützten Putsch in der Ukraine dafür stimmten, sich Russ­land anzu­schliessen. Das Tempo der Beschrän­kungen beschleu­nigte sich drama­tisch nach Beginn des russi­schen Mili­tär­feld­zugs im Februar 2022, als die USA und andere west­liche Nationen Wirt­schafts­sank­tionen verhängten und russi­sche Beamte, Gesetz­geber, Geschäfts­leute und Persön­lich­keiten des öffent­li­chen Lebens ins Visier nahmen. SP.ru
● Garri Kasparow wurde 1963 als Garik Kimo­witsch Wein­stein in Baku geboren und wurde Schach­welt­meister und Schach­buch­autor. Er ist arme­nisch-jüdi­scher Abstam­mung. Er wuchs in der Aser­bai­dscha­ni­schen ssR auf. 2014 nahm er die kroa­ti­sche Staats­bür­ger­schaft an. Kasparow war von 1985 bis 1993 offi­zi­eller Welt­meister des Welt­schach­bundes FIDE. 2005 been­dete er, an der Spitze der Welt­rang­liste stehend, offi­ziell seine profes­sio­nelle Schach­kar­riere. Seit dem Rückzug vom Schach ist er als russi­scher Oppo­si­ti­ons­ak­ti­vist tätig. Er war Vorsit­zender der Verei­nigten Bürger­front und grün­dete unter anderem „Das andere Russ­land“. Am 13. Dezember 2008 grün­dete er zusammen mit Boris Nemzow (63) die ausser­par­la­men­ta­ri­sche Oppo­si­ti­ons­be­we­gung Soli­dar­nost. 2015 veröf­fent­lichte er in Deutsch­land und USA Anti-Putin-Bücher. Der Ex-Schach­welt­meister und heutige Oppo­si­tio­nelle traut dem russi­schen Präsi­denten nicht und kriti­siert die Schweiz. Es geht nicht nur um Waffen. Es braucht auch logis­ti­sche Unter­stüt­zung – und dies geschieht durch finan­zi­elle Hilfe. Da ist die Rolle der Schweiz sehr frag­würdig. Die Schweiz trägt die Sank­tionen mit und hat über 7 Milli­arden einge­froren. Dieses Geld muss konfis­ziert und für Repa­ra­ti­ons­zah­lungen und den Wieder­aufbau der Ukraine einge­setzt werden, so Kasparow. SRF.ch

Schweiz – Zug akzep­tiert Steu­er­zah­lungen in Bitcoin. In Zeiten der Klima- und Ener­gie­krise ist das nicht unum­stritten. Der Kanton Zug sieht sich gerne als «Crypto Valley», und das nicht ohne Grund: Von den schät­zungs­weise rund 1000 Firmen, die in der Schweiz in der Block­chain-Tech­no­logie tätig sind, haben sich rund die Hälfte im steu­er­güns­tigen Zentral­schweizer Kanton ange­sie­delt. Viele davon sind Start-up’s mit nur wenigen Ange­stellten – dennoch dürften Kryp­to­firmen in Zug an die 3000 Personen beschäf­tigen. Kein Wunder also, versu­chen die lokalen Behörden, Zug ein kryp­to­freund­li­ches Image zu verpassen. Die Stadt­ver­wal­tung ermög­lichte bereits 2016 Gebüh­ren­zah­lungen in der Digi­tal­wäh­rung Bitcoin. Die Nach­frage blieb über­schaubar, dennoch zog der Kanton nach und akzep­tiert seit 2021 Steu­er­zah­lungen in Bitcoin und Ether. Gut 50 Über­wei­sungen von insge­samt etwa 200’000 Franken fanden so im vergan­genen Jahr statt – was unge­fähr einem Promille der Steu­er­ein­nahmen des Kantons entspricht. Nicht viel mehr als ein «PR-Gag» sei das, kriti­sierte am Donnerstag Luzian Franzini von den Alter­na­tiven-Die Grünen (ALG) im Zuger Kantons­par­la­ment. Aber einer mit Folgen: Franzini zitierte eine Studie der Univer­sität von Cambridge, gemäss der das soge­nannte Mining – der Prozess zur Schaf­fung neuer Bitcoins durch ein Netz von Hoch­leis­tungs­com­pu­tern – jähr­lich 140 Terra­watt­stunden Strom benö­tige. Das ist mehr als der doppelte jähr­liche Strom­ver­brauch der Schweiz. Der damit verbun­dene CO2-Ausstoss laufe sämt­li­chen Klima­zielen zuwider, so Franzini. Der Kanton Zug dürfe diese Entwick­lung nicht unter­stützen – gerade auch «in Zeiten der Ener­gie­krise, wo die Politik an die Bevöl­ke­rung appel­liert, möglichst Strom zu sparen». In einem Vorstoss verlangte er daher, der Kanton dürfe nur noch Kryp­to­wäh­rungen akzep­tieren, die «im Einklang mit den Klima­zielen der Eidge­nos­sen­schaft» stünden. Die bürger­liche Rats­mehr­heit versenkte den Vorstoss deut­lich. Unter anderem mit dem Argu­ment, dass auch klas­si­sche Zahlungs­mittel viel Strom verbrauchten: «Wenn wir die Banken mitsamt ihrem Personal und ihren Compu­tern anschauen, bin ich sicher, wir landen bei einem weit höheren Strom­ver­brauch als ihn Kryp­to­wäh­rungen haben», sagte etwa FDP-Kantons­rätin Jill Nuss­baumer. Es gäbe umwelt­freund­li­chere Kryp­to­wäh­rungen. Das ändert aller­dings nichts daran, dass der Bitcoin ein Strom­fresser ist. Und dass der Strom für das Mining zu einem grossen Teil von fossilen Ener­gie­trä­gern stammt – es verur­sacht daher so viel CO2 wie ganz Grie­chen­land. Andere Kryp­to­wäh­rungen stehen da besser da. «Die meisten benö­tigen nur die Energie der betei­ligten Computer, also ähnlich wie in der normalen Finanz­welt», sagt Roger Watten­hofer, Professor für Verteilte Systeme und Netz­werke an der ETH Zürich. Vor allem neuere Währungen setzen auf einen ener­gie­spa­ren­deren Prozess als jenen des Minings, wie Bitcoin ihn prak­ti­ziert. Auch die Nummer zwei der Kryp­to­wäh­rungen, Ethe­reum, stellt ihr Proze­dere um. Bei Bitcoin, der grössten Kryp­to­wäh­rung, ist dies eher nicht zu erwarten. Die Ener­gie­frage wird in der Bitcoin-Commu­nity zwar disku­tiert, eine Konsens­fin­dung ist aber schwierig. «Bitcoin wird sich so schnell nicht ändern», sagt Roger Watten­hofer. Immerhin: Auch wenn das Zuger Parla­ment den Vorstoss zugunsten umwelt­freund­li­cherer Bitcoin-Alter­na­tiven abge­lehnt hat – die Regie­rung schloss nicht aus, dass sich die Steuern künftig auch in neueren Kryp­to­wäh­rungen beglei­chen lassen.
●Verzwei­felte Suche nach Alzheimer-Medi­ka­ment geht weiter. Roche fährt weiteren Alzheimer-Flop ein. Die Phar­ma­branche steckt seit Jahren Dutzende Milli­arden in Forschung und Tests von Alzheimer. Bislang fast erfolglos.
● Folgen der Covid-Impfung? Darum geht es bei der Straf­an­zeige gegen Swiss­medic. Ein impf­skep­ti­scher Anwalt und mutmass­lich Geschä­digte wollen eine Strafuntersuchung.
● Die Kantone strei­chen Privi­le­gien für Ukrainer bei der Sozi­al­hilfe. Das trifft vor allem Flücht­linge mit eigenem Auto. SRF.ch

 

Slowe­nien – Der konser­va­tive Ex-Aussen­mi­nister Anže Logar hat die erste Runde der slowe­ni­schen Präsi­den­ten­wahl am Sonntag klar gewonnen. Logar kam auf 33,9 Prozent der Stimmen und wird am 13. November in einer Stich­wahl gegen die libe­rale Rechts­an­wältin Nataša Pirc Musar antreten, die 26,9 Prozent erreichte. Dies teilte die Wahl­kom­mis­sion nach Auszäh­lung von 99 Prozent der Stimmen mit. Der Kandidat von Regie­rungs­chef Robert Golob, EU-Mandatar Milan Brglez, schied mit 15,4 Prozent aus. ORF.at

Türkei – In der Einkaufs­strasse Istiklal beim Taksim kam es um 14 Uhr zu einer Explo­sion. Nach Angaben des Istan­bu­lers Gover­neurs stieg die Zahl der Verletzten auf 53. Zudem gebe es 6 Tote. SRF.ch

Uganda – Inter­na­tio­naler Wider­stand gegen beheizte Pipe­line. Die fran­zö­si­sche Ölfirma Total hat im Natio­nal­park Öl entdeckt. Man plant eine Raffi­nerie für die heimi­sche Produk­tion und eine Pipe­line nach Tansania für den Export. Derzeit kostet ein Liter Treib­stoff € 1.50. Das Land könnte die Einnahmen gut gebrau­chen, doch Brüssel verwei­gert die Zustim­mung. Die einen spre­chen von Neoko­lo­nia­lismus, die anderen meinen, dass die Gewinne sowieso nur der Präsi­den­ten­fa­milie zugu­te­kommen. Auf der einen Seite: 1,2 bis 1,7 Milli­arden Barrel förder­bares Öl, pro Tag sollen 220’000 Barrel aus der Erde gepumpt werden – in Russ­land sind es im Schnitt 10,1 Millionen. Auf der anderen Seite ein Land, in dem der durch­schnitt­liche Monats­lohn bei umge­rechnet 50 Euro liegt und 70 Prozent in der Land­wirt­schaft arbeiten. Mehr als zehn Milli­arden Dollar Gesamt­in­ves­ti­tionen, bessere Strassen, die Hoff­nung auf etwas mehr Teil­habe am Welt­markt, auf dem der Ölpreis wieder stark steigt. Ugandas Präsi­dent Yoweri Muse­veni versprach, die Wirt­schaft könnte ab Beginn der Ölpro­duk­tion um zehn Prozent jähr­lich wachsen. Ener­gie­mi­nis­terin Mary Goretti Kitutu sprach von mehr als 160 000 neuen Jobs. Zwischen den Ölvor­kommen am Albertsee im Westen Ugandas und dem Meer in Tansania, wo das Öl auf Tanker verladen werden soll, liegen Natio­nal­parks und einige der arten­reichsten Gebiete des Planeten. Klima­schützer wollen Pipe­line verhin­dern. SRF.ch

Ukraine – Umsie­de­lung der Bevöl­ke­rung vom beschä­digten Kakhovka-Damm nach Krasnodar, der wich­tigsten Stadt in Südruss­land, 120 km vom Schwarzen Meer. ORF.at
● Die ukrai­ni­schen Behörden verhängten am 12.11. eine Ausgangs­sperre in Cherson und beschränkten die Ein- und Ausfahrt aus der Stadt unter Beru­fung auf Minen­räu­mungs­be­mü­hungen, sagte Jaroslaw Janu­sche­witsch, Chef der regio­nalen Mili­tär­ver­wal­tung der Ukraine in Cherson.
● Söldner aus mehr als 40 Ländern seien derzeit in der Nähe von Sapo­rischschja in Kämpfe verwi­ckelt, sagte Wladimir Rogow, der die Bewe­gung „Wir stehen mit Russ­land“ leitet, am Samstag gegen­über TAss. Die über­wäl­ti­gende Mehr­heit von ihnen sind 5’000 Polen. Er sagte auch, japa­ni­sche, austra­li­sche, kana­di­sche, fran­zö­si­sche Staats­an­ge­hö­rige und Menschen aus spanisch­spra­chigen Ländern seien unter den Söld­nern. Rogov erin­nerte daran, dass in der Stadt bereits mehr als tausend Söldner getötet worden seien. VESTI.ru

UNO – Gene­ral­ver­samm­lung: Russ­land soll für Kriegs­schäden aufkommen. SRF.ch

USA – Die US-Raum­fahrt­be­hörde (NASA) will am Mitt­woch wie geplant ihre Mond­ra­kete mit einer unbe­mannten Orion-Kapsel starten. NASA-Vertreter Jim Free sagte gestern, es gebe „nichts“, was von einem Start am 16. November abhalten würde. Die Start­rampe in Cape Cana­veral sei am Donnerstag unter­sucht worden, nachdem Hurrikan „Nicole“ zuvor durch den US-Bundes­staat Florida gezogen war. ORF.at «Donald Trump kann man nie abschreiben». Der Ex-Präsi­dent sei zwar ange­zählt, sagt Poli­to­login Claudia Brüh­wiler. Doch bis 2024 könne noch viel passieren. SRF.ch
● Nach den Midterms – Biden sieht sich für die Konfron­ta­tion mit Chinas Präsi­dent Xi und Nord­ko­reas Kim gestärkt. SP.ru
● In den USA behalten die Demo­kraten offenbar ihre Mehr­heit im Senat. Im Bundes­staat Nevada sind jetzt 98 Prozent der Stimmen ausge­zählt. Der Sieg der demo­kra­ti­schen Kandi­datin bei den Kongress­wahlen gilt als sicher. Damit kommt die Partei von Präsi­dent Biden jetzt auf mindes­tens 50 der 100 Sitze. In Patt-Situa­tionen darf die Präsi­dentin des Senats, die demo­kra­ti­sche Vize­prä­si­dentin Harris, mitab­stimmen. Über einen der Senats­sitze ist noch nicht entschieden: Im Bundes­staat Georgia findet am 6. Dezember eine Stich­wahl statt. RBB.de
● Google muss fast 400 Millionen US-Dollar zahlen. US-Ermitt­lungen zeigen, dass Ortungs­daten auch dann erfasst wurden, wenn die User dies eigent­lich abge­lehnt hatten.
● Max Franz bricht sich bei schwerem Sturz beide Beine. Er kann in diesem Winter keine Rennen mehr bestreiten. Der 33-jährige Speed-Fahrer aus Öster­reich hat sich im Trai­ning in Copper Moun­tain (USA) schwer verletzt. SRF.ch

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