Rassenunruhen in Paris: Nafris gegen Polizei

Foto: RT

Am Pariser Bahnhof Gare du Nord kam es am ersten Adventwochenende 2017 zu Zusammenstößen von Sicherheitskräften mit Personen schwarzafrikanis­cher Herkunft. Diese waren zu einer Protestaktion anlässlich des Todes eines mut­maßlichen Drogenhändlers vor weni­gen Wochen zusam­mengekom­men. Als die Protestierer in bedrohlicher Weise auf die Polizisten zuka­men, schützten sich diese durch Einsatz von Pfeffersprays und Tränengas.

Am 9. November hatte die Polizei Massar D., einen jun­gen Mann aus Kamerun mit spanis­cher Staatsbürgerschaft, am Bahnhof Gare du Nord wegen Verdachts auf Drogenhandel ver­folgt und schließlich festgenom­men. Als die Polizisten den Verdächtigten stell­ten, gab der Mann an, sich unwohl zu fühlen. Daraufhin wur­den Rettungskräfte gerufen. Noch vor deren Eintreffen spuckte der Verdächtige laut Berichten der Tageszeitung 20 Minuten 30 Säckchen Crack aus. Als die Rettung ein­traf, diag­nos­tizierte sie einen Herzstillstand.

Am ver­gan­genen Wochenende ver­sam­melten sich nun Schwarzafrikaner, um gegen die Polizei zu demon­stri­eren. Sie wer­fen den Sicherheitskräften vor, Massar D. getötet zu haben und zwar aus ras­sis­tis­chen Gründen. Die Protestveranstalter erk­lärten, Massar D. sei das jüng­ste Mitglied einer „lan­gen Liste“ von „nicht-weißen Männern“, die durch die franzö­sis­che Polizei getötet wor­den seien. Demnach hät­ten Polizisten auf den Brustkorb des Verdächtigen gedrückt, auf dass er die Drogen ausspucke. Laut ihrer Theorie habe dieser Druck zum Ersticken geführt.

„Unser Ziel ist es nicht, die Polizei zu beschuldigen, son­dern zu sagen, dass wir keinen Grund haben, ihnen zu glauben, und dass wir jedes Mal, wenn sie einen von uns töten, wir in ihren Händen ster­ben, gezwun­gen sind, uns um Wahrheit und Gerechtigkeit zu sor­gen“, sagte Franco Lollia, Sprecher der „Anti-Negrophobie-Brigade“.

 

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