Ungarn: Kürzung der Familienbeihilfe in Österreich ist unanständig und würdelos

Foto: Fotograf-Pulsnitz / pixabay.com

Ungarn kri­ti­siert die Kürzung der Familienbeihilfe hef­tig. Außenminister Péter Szijjartó nennt die Entscheidung von Wien, die Beihilfen für im Ausland lebende Kinder von EU-Bürgern zu inde­xie­ren, „wür­de­los“. Die EU-Kommission will etwaige Rechtsverletzung prü­fen.

Österreich hat in die­ser Woche beschlos­sen, die Familienbeihilfe, die an in Österreich arbei­tende Eltern geht, an die Lebenshaltungskosten im jewei­li­gen Heimatland anzu­pas­sen. Die Regelung, die für Eltern oder Elternteile gel­ten soll, deren Kinder wei­ter­hin im Heimatland leben, soll Anfang 2019 in Kraft tre­ten. Betroffen sind nach Schätzungen rund 30.000 unga­ri­sche Familien.

„Die Regierung von Ungarn wird immer dage­gen auf­tre­ten, wenn jemand den unga­ri­schen Menschen unfair behan­delt.“ – äußerte der Außenminister von Ungarn. Péter Szijjártó fügte hinzu: „Die Entscheidung der öster­rei­chi­schen Regierung ist unge­recht und wür­de­los dem unga­ri­schen Volk gegen­über.“

Er erwarte, dass die EU-Kommission gegen die­sen „euro­päi­schen Rechtsbruch“ ein­schreite, so Szijjártó.

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