Szijjártó in der Türkei: „Terrorismusbedrohung wird durch Rückkehrer immer stärker“

Quelle: MTI

„Es ist jetzt klar, dass Migration aus zwei völ­lig unter­schiedlichen Richtungen ange­gan­gen wer­den kann“, sagte Außenminister Péter Szijjártó am Mittwoch in Istanbul gegenüber MTI nach einem Ministertreffen im Budapester Prozessforum. Auf der Konferenz haben Vertreter der Europäischen Kommission „alles daran gesetzt, die gute Migration für Europa her­vorzuheben“.

Szijjártó sagte, dass „die Einheit Mitteleuropas erneut bewiesen wurde“, und fügte hinzu, dass Österreich und Italien den vier Visegrad-Staaten bei der Migrationspolitik zus­tim­men  und es ablehn­ten, das Abschlussdokument und den Aktionsplan des Treffens zu unterze­ich­nen. „Diese Länder akzep­tieren die Position, dass Migration gut ist, über­haupt nicht.“, sagte Szijjártó.

Die Migration birgt für Europa „extreme“ Risiken, betonte der Minister. Er sagte, ehe­ma­lige Mitglieder der Terrororganisation Islamischer Staat seien kür­zlich in Bosnien-Herzegowina festgenom­men wor­den. Diese Entwicklungen sind „alarmierend“. Er glaubt außer­dem darauf, dass IS-Terroristen „zu Hunderten“ nach Europa zurück­kehren wür­den, was die Bedrohung durch den Terrorismus ver­stärkte. „Das muss gestoppt wer­den“, sagte er.

Die Situation in den west­lichen Balkanländern sei „immer drama­tis­cher“, sagte Szijjártó. Er argu­men­tierte, dass derzeit 25.000 ille­gale Migranten in Bosnien-Herzegowina leben, während die ille­gale Migration nach Griechenland um ein Drittel zugenom­men hat. Am Rande der Konferenz führte Szijjártó bilat­erale Gespräche mit dem türkischen Innenminister Suleyman Soylu, dem griechis­chen Migrationsminister Dimitris Vitsas, dem pol­nis­chen Innenminister Joachim Brudzinski, dem kroat­is­chen Innenminister Davor Bozinovic und dem nationalen Sicherheitsminister Bosnien-Herzegowina, dem ser­bis­chen Innenminister Dragan Mektic Nebojsa Stefanovic und Oliver Spasovski, der Innenminister von Nordmazedonien.

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