Mittel­eu­ropa: Die wich­tigsten Nach­richten vom 26. Juli bis 1. August

Bildquelle: Demokracija

Ungarn

  • In einem am 24. Juli in der Frank­furter Allge­meinen Zeitung veröf­fent­lichten Artikel schreibt der ehema­lige stell­ver­tre­tende Vorsit­zende der baye­ri­schen Christ­lich-Sozialen Union (CSU), Peter Gauweiler, dass die demo­kra­ti­sche Legi­ti­ma­tion von Minis­ter­prä­si­dent Viktor Orbán der aller EU-Kommis­sare über­legen sei.
  • Laut einer Ende Juni vom Publicus-Institut durch­ge­führten und am Montag, 26. Juli, von der unga­ri­schen sozia­lis­ti­schen Tages­zei­tung Néps­zava veröf­fent­lichten Umfrage halten es „zwischen 45 % und 47 % [der Ungarn] für natür­lich, ein homo­se­xu­elles Paar zu treffen“, wobei die Anhänger der Regie­rung Homo­se­xua­lität deut­lich weniger tole­rant gegen­über­stehen (von 13 % auf 15 %) als die Oppo­si­tio­nellen (von 68 % auf 70 %). Derselben Umfrage zufolge „bezeichnet mehr als die Hälfte der regie­rungs­freund­li­chen Wähler Homo­se­xua­lität einfach als absto­ßend und unna­tür­lich“ und ist der Meinung, dass Veran­stal­tungen im Stil von Gaypride verboten werden sollten.
  • In einer Erklä­rung des norwe­gi­schen Außen­mi­nis­te­riums vom 23. Juli hieß es, dass „Ungarn für die Durch­füh­rung von Programmen im laufenden Zeit­raum keine Mittel zur Verfü­gung gestellt werden, und Ungarn verliert den Zugang zu den rund 2,3 Milli­arden NOK, die Ungarn [für unga­ri­sche NGOs] im Rahmen des EWR [Euro­päi­scher Wirt­schafts­raum] und des norwe­gi­schen Zuschuss­pro­gramms zuge­wiesen wurden. Die norwe­gi­sche Außen­mi­nis­terin Ine Eriksen Søreide sagte: „Ich kann bestä­tigen, dass wir nach einem langen und gründ­li­chen Prozess nicht in der Lage waren, eine Eini­gung zu erzielen. Unserer Meinung nach hätten die Mittel aus dem EWR-Norwegen-Zuschuss­pro­gramm sehr nütz­lich sein können, insbe­son­dere bei der Unter­stüt­zung der Zivil­ge­sell­schaft in Ungarn, bei der Förde­rung von Inno­va­tionen in den Berei­chen Wirt­schaft, Energie und Klima sowie bei der Förde­rung von Minder­hei­ten­rechten. Der Spre­cher des unga­ri­schen Premier­mi­nis­ters, Gergely Gulyás, entgeg­nete, Norwegen schulde Ungarn das Geld, „weil Norwegen, ohne Mitglied der Euro­päi­schen Union zu sein, am gemein­samen Markt teil­nimmt und dessen Vorteile genießt“, wobei diese Finan­zie­rungs- und Zuschuss­pro­gramme eine Gegen­leis­tung seien. Der Streit zwischen Oslo und Buda­pest ist jedoch nicht neu. Bereits 2014 warf die Regie­rung von Viktor Orbán den norwe­gi­schen Behörden vor, sich durch diese Subven­tionen „in die unga­ri­sche Politik einzu­mi­schen“, was diese nicht bestritten, sondern im Gegen­teil behaup­teten, der „zutiefst beun­ru­hi­genden auto­ri­tären Tendenz“ der unga­ri­schen Regie­rung entge­gen­zu­wirken. Auch Polen steht vor ähnli­chen Problemen mit Norwegen.
  • Am Montag, den 26. Juli, erstat­tete die unga­ri­sche Regie­rung Anzeige gegen Hacker, die sich in die natio­nale Konsul­ta­tions-Website gehackt hatten. Einer von ihnen stellte ein Video auf YouTube ein, das zeigt, wie ein Soft­ware­pro­gramm den von den Behörden bereit­ge­stellten Frage­bogen nach dem Zufalls­prinzip ausfüllt.
  • Die natio­nale Direk­torin des unga­ri­schen Gesund­heits­we­sens (ÁNTSZ), Cecília Müller, kündigte am Dienstag, den 27. Juli, die Einfüh­rung einer dritten Impf­dosis für bestimmte beson­ders gefähr­dete Gruppen an: „Wir empfehlen die dritte Impf­dosis vor allem älteren und chro­nisch kranken Menschen sowie Pati­enten mit geschwächtem Immun­system“, erklärte sie. Laut dem sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Euro­pa­ab­ge­ord­neten István Újhelyi könnte diese dritte Impf­dosis Menschen, die mit russi­schen oder chine­si­schen Impf­stoffen geimpft wurden, helfen, den euro­päi­schen Gesund­heits­pass zu erhalten – was bedeutet, dass diese dritte Impfung mit einem in der EU zuge­las­senen Impf­stoff verab­reicht würde.
  • Eine am 29. Juli veröf­fent­lichte Umfrage des Ipsos-Insti­tuts zeigt, dass drei Viertel der Ungarn wünschen, dass die gesund­heit­li­chen Beschrän­kungen so schnell wie möglich stark gelo­ckert oder ganz aufge­hoben werden.
  • Der Gene­ral­se­kretär des unga­ri­schen Arbeit­ge­ber­ver­bands (Váll­al­kozók és Munkál­tatók Országos Szövet­sége, VOSZ), László Perlusz, erklärte gegen­über der Zeit­schrift Világ­ga­z­daság, dass „substan­ti­elle Gespräche zwischen der Regie­rung und den Arbeit­ge­bern über die Bedin­gungen einer Verein­ba­rung über den Mindest­lohn und den garan­tierten Mindest­lohn für die kommenden Jahre begonnen haben“, nachdem Viktor Orbán im Juni eine „signi­fi­kante Erhö­hung des gesetz­li­chen Mindest­lohns und des Mindest­lohns für Fach­ar­beiter“ sowie eine „erheb­liche Verrin­ge­rung der Belas­tung der Arbeit­geber“ ange­kün­digt hatte. Der Mindest­lohn und der garan­tierte Mindest­lohn könnten bis zum 1. Januar 2022 von 167.400 Forint (470 Euro) auf 200.000 Forint (560 Euro) bzw. von 219.000 Forint (611 Euro) auf 260.000 Forint (725 Euro) steigen.
  • Das Mercedes-Benz-Werk in Kecs­kemét gab am Montag, den 26. Juli, bekannt, dass es wegen eines Problems bei der Liefe­rung bestimmter Halb­lei­ter­bau­teile gezwungen war, seine Tore für drei Wochen zu schließen.
  • Die Ringier Axel Springer Media AG hat am Mitt­woch, 28. Juli, bekannt gegeben, dass die deut­sche Axel Springer SE ihre Anteile am unga­ri­schen, serbi­schen, slowa­ki­schen, estni­schen, letti­schen und litaui­schen Markt an ihren Schweizer Partner Ringier Holding AG verkaufen wird, während das Joint Venture seine Akti­vi­täten in Polen fort­setzen wird. Von dieser im Wesent­li­chen finan­zi­ellen Umstruk­tu­rie­rung, die noch von den Kartell­be­hörden der betrof­fenen Länder geneh­migt werden muss, sind in Ungarn die Zeitungen Blikk, Kiske­gyed, die Zeit­schrift Glamour und die unga­ri­sche Ausgabe der Auto Bild, einer Auto­zeit­schrift, betroffen.
  • Am Dienstag, den 27. Juli, kündigte die unga­ri­sche Polizei die Einfüh­rung einer Mobil­te­le­fon­an­wen­dung (OBBPoint) an, die ab August die Geschwin­dig­keit von Fahr­zeugen über­wa­chen wird. Kurz­fris­tige Geschwin­dig­keits­über­tre­tungen werden zwar nicht geahndet, aber Auto­fahrer, die die Anwen­dung nutzen, können durch die Einhal­tung der Geschwin­dig­keits­be­gren­zung Punkte sammeln, die sie zu Rabatten oder Geschenken in bestimmten Geschäften berechtigen.
  • Während die Migra­ti­ons­krise an der litau­isch-weiß­rus­si­schen Grenze für Schlag­zeilen sorgt, lässt der Migra­ti­ons­druck an der südli­chen Grenze Ungarns nicht nach, ganz im Gegen­teil. Am Dienstag, den 27. Juli, wurden vier unga­ri­sche Grenz­schutz­be­amte in Ásott­halom (Komitat Cson­grád, 30 km west­lich von Szeged) von etwa fünf­zehn ille­galen Migranten aus Serbien verletzt, deren gewalt­same Einreise in unga­ri­sches Hoheits­ge­biet sie verhin­dert hatten. Nach Angaben der unga­ri­schen Polizei versu­chen jede Woche zwischen 1.500 und 2.000 Migranten, die unga­ri­sche Grenze illegal zu überqueren.
  • In einem am Mitt­woch, den 28. Juli, von der Zeit­schrift Mandiner veröf­fent­lichten Inter­view kehrte der Vorsit­zende der Fidesz-Frak­tion, Máté Kocsis, zur Frage des Jugend­schutzes zurück: Gaypride „hat nichts mit der Vertei­di­gung der sexu­ellen Frei­heit oder der mögli­chen Akzep­tanz von Abwei­chungen zu tun, sondern ist eine plumpe Provo­ka­tion. Die LGBTQ-Bewe­gung schützt nicht die Minder­heit, sondern greift die Mehr­heit an. […] Das ursprüng­liche Ziel [des Jugend­schutz­ge­setzes] war es, Kinder von alters­un­an­ge­mes­senen Inhalten und LGBTQ-Propa­ganda fern­zu­halten, die seit langem welt­weit auf sie abzielt [… Dieses Gesetz] stärkt die Vorrechte der Eltern hinsicht­lich der Erzie­hung ihrer Kinder [… In Ungarn lebt jeder sein Privat­leben so, wie er möchte […] Im Bereich des Kinder­schutzes gibt es noch viel zu tun […] die Debatte über die chemi­sche Neutra­li­sie­rung von Pädo­philen ist noch nicht abge­schlossen“, erklärte er.

Polen

  • Der fran­zö­si­sche Senator Claude Malhuret (LR) wählte während einer Debatte im fran­zö­si­schen Senat über Impfungen und die derzei­tigen Gesund­heits­be­schrän­kungen die falschen Worte. Er verglich die Impf­gegner mit den „Polen, die 1940 mit der Brust und den bloßen Händen gegen sowje­ti­sche Panzer kämpften“ und griff damit einen alten Mythos auf, der seiner­zeit von der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen und sowje­ti­schen Propa­ganda miss­braucht worden war. Die polni­sche Presse war nicht sehr angetan von solchen histo­ri­schen Bezügen.
  • In einem Inter­view mit der Deut­schen Pres­se­agentur (dpa), das von der polni­schen Zeit­schrift WPoli­tyce am Montag, 26. Juli, zitiert wurde, sagte der säch­si­sche Minis­ter­prä­si­dent Manfred Kret­schmer (CDU), die euro­päi­schen Staats- und Regie­rungs­chefs sollten „Erzie­hungs­ver­suche“ gegen­über Polen und Ungarn aufgeben und daran erin­nern, dass die Euro­päi­sche Union „eine Union souve­räner Staaten und Nationen“ sei.
  • Der polni­sche Euro­pa­ab­ge­ord­nete Jacek Saryusz-Wolski (PiS) warnte vor den schäd­li­chen Folgen der Fit-for-55-Richt­li­nien für die polni­sche Wirt­schaft, die darauf abzielen, „die CO2-Emis­sionen der EU bis 2030 um 55% zu redu­zieren und bis 2050 Klima­neu­tra­lität zu errei­chen“. Für Sariusz-Wolski ist Polen damit „in den Fängen eines Lasters“: „Kohle kann nicht verwendet werden, weil sie zu emit­tie­rend ist, Gas auch nicht […] wegen der Emis­sionen, und Kern­kraft kommt nicht in Frage, weil Deutsch­land dagegen ist. Daher bleibt Polen nur die Wind­energie… […] Die Ener­gie­preise werden allge­mein in die Höhe schnellen. Die ärmsten Gesell­schaften werden das nicht verkraften können […] Wir [werden] mit einer sozialen Revolte konfron­tiert […] Dieser Plan macht keinen Sinn, denn Europa ist nur für 9 % der CO2-Emis­sionen verant­wort­lich, während in Asien und anderen Regionen 600 Kohle­berg­werke gebaut werden. Es ist eine ideo­lo­gi­sche Politik.
  • In einem am 30. Juli in der polni­schen Presse veröf­fent­lichten Inter­view erin­nerte der Euro­pa­ab­ge­ord­nete Jacek Saryusz-Wolski (PiS) daran, dass „der Vorrang des EU-Rechts nicht im EU-Vertrag veran­kert ist“.

Tsche­chi­sche Republik

  • Das Oberste Verwal­tungs­ge­richt der Tsche­chi­schen Repu­blik hat am Dienstag, den 27. Juli, entschieden, dass staat­liche Maßnahmen, die das Tragen von FFP2-Masken in Innen­räumen vorschreiben, nicht gerecht­fer­tigt sind. Das Gericht gab dem Gesund­heits­mi­nis­te­rium drei Tage Zeit, die Maßnahmen zu begründen.
  • Bei einem Besuch in der Region Hradec Králové (König­grätz) im Nord­osten Böhmens am Donnerstag, den 22. Juli, erklärte der tsche­chi­sche Premier­mi­nister Andrej Babiš, dass die Grip­pe­imp­fung nicht obli­ga­to­risch sein werde, solange er im Amt sei.
  • Nach den Lotte­rien, die in einigen Ländern veran­staltet werden, setzt der tsche­chi­sche Premier­mi­nister Andrej Babiš nun auf Inno­va­tion, indem er die Impfung gegen Covid-19 fördert, obwohl die Impf­quote in der Tsche­chi­schen Repu­blik leicht unter dem euro­päi­schen Durch­schnitt liegt. Der tsche­chi­sche Regie­rungs­chef kündigte am Mitt­woch, den 28. Juli, an, er werde vorschlagen, Beamten (einschließ­lich Lehrern und Poli­zisten), die sich impfen lassen, zwei zusätz­liche Urlaubs­tage zu gewähren. Laut dem tsche­chi­schen Wirt­schafts­wis­sen­schaftler Lukaš Kovanda würde dieser Anreiz satte 800 Millionen Euro kosten.
  • Während der tsche­chi­sche Premier­mi­nister Andrej Babiš seinem unga­ri­schen Amts­kol­legen Viktor Orbán in der Frage des Jugend­schutz­ge­setzes seine Unter­stüt­zung zuge­sagt hat, unter­stützt die tsche­chi­sche Post (Česka pošta) eindeutig die LGBT-Lobby. So werden anläss­lich des LGBT-Festi­vals Prague Pride im August dieses Jahres in 400 Post­äm­tern im ganzen Land Regen­bo­gen­pa­kete (für Pakete und Post­karten) erhält­lich sein. „Die Tatsache, dass das Paket in Regen­bo­gen­farben gehalten ist, zeigt die Unter­stüt­zung für Prague Pride. […] Die Tsche­chi­sche Post ist stolz darauf, ein stra­te­gi­scher Partner des Prague Pride Festi­vals zu sein“, erklärt Matyáš Vitík, ein Spre­cher der Tsche­chi­schen Post, zitiert von Echo24. Eine Initia­tive, die, wenn man einige der Reak­tionen auf der Face­book-Seite der Česka pošta liest, an den Ufern der Moldau nicht gerade einhellig ist.

Slowakei

  • Als am Freitag und Samstag der vergan­genen Woche in mehreren Städten des Landes neue Demons­tra­tionen gegen die Impf­pflicht und den Gesund­heits­pass statt­fanden, schlug die Mitte-Rechts-Regie­rungs­ko­ali­tion eine Ände­rung vor, mit der die Einschrän­kungen für nicht geimpfte Personen verrin­gert werden. Das bedeutet, dass Nicht-Impfer bestimmte öffent­liche Einrich­tungen und Einrich­tungen des öffent­li­chen Dienstes (wie Lebens­mit­tel­ge­schäfte, Apotheken, Kliniken, Droge­rien und Optiker) ohne Test betreten können. Die Oppo­si­tion, insbe­son­dere der frühere sozia­lis­ti­sche Minis­ter­prä­si­dent Robert Fico, beab­sich­tigt, diese Ände­rung vor das Verfas­sungs­ge­richt zu bringen, um die Abschaf­fung der Impf­stoff­tren­nung zu erreichen.

Öster­reich

  • Der öster­rei­chi­sche Innen­mi­nister Karl Nehammer und die Vertei­di­gungs­mi­nis­terin Klaudia Tanner (beide ÖVP) kündigten auf einer Pres­se­kon­fe­renz am 24. Juli an, dass 400 Bundes­heer­sol­daten an die unga­ri­schen, slowa­ki­schen und slowe­ni­schen Grenzen geschickt werden, da die Zahl der ille­galen Migranten gestiegen ist. „Wir sehen, dass die Zahl der Fest­nahmen an der Grenze […] wieder zunimmt“, sagte Nehammer (15.768 seit Anfang 2021, gegen­über 21.700 im gesamten Jahr 2020). „Das euro­päi­sche Asyl­system hat versagt. Wir müssen dafür sorgen, dass der Sozi­al­staat nicht zusam­men­bricht“, fügte er hinzu, während Tanner betonte, dass diese Truppen bei Bedarf sogar auf 2.000 Mann aufge­stockt werden könnten: „Es geht darum, die Migra­ti­ons­be­we­gungen zu kontrol­lieren. Heftige Kritik an der Regie­rung kommt von der FPÖ, die die Migra­ti­ons­po­litik Neham­mers als „Total­aus­fall“ bezeichnet.

Slowe­nien

  • 1.8 In einem gemein­samen Schreiben riefen Premier­mi­nister Janez Janša und der litaui­sche Präsi­dent Gitanas Nauseda die Staats- und Regie­rungs­chefs der EU dazu auf, ihre Akti­vi­täten zur Unter­stüt­zung der litaui­schen Behörden fort­zu­setzen, die sich aufgrund der Zunahme der ille­galen Migra­tion aus Weiß­russ­land in einer schwie­rigen Lage befinden. Der bela­rus­si­sche Präsi­dent Alex­ander Luka­schenko hat mehr­fach öffent­lich damit gedroht, als Reak­tion auf die von der EU gegen das Minsker Regime verhängten Sank­tionen eine große Zahl von Migranten aus Afgha­ni­stan, Syrien und dem Irak nach Europa zu lassen. Als er diese Drohung vor einigen Wochen wahr machte, war Litauen, das eine 680 Kilo­meter lange Grenze mit Weiß­russ­land hat, beson­ders betroffen. Tatsäch­lich hat die Zahl der ille­galen Grenz­über­tritte zwischen Belarus und Litauen erheb­lich zuge­nommen. In diesem Jahr wurden bereits mehr als 3 000 gezählt, allein im Juli mehr als 2 000. Diese Zahlen belegen zwei­fellos einen dras­ti­schen Trend, dessen Ende nicht abzu­sehen ist, warnten Janša und Nauseda in einem Schreiben an die Staats- und Regie­rungs­chefs der EU und den Präsi­denten der Euro­päi­schen Kommis­sion. Wie sie in einem von Janša auf Twitter gepos­teten Text fest­stellten, handelt es sich um einen hybriden Angriff, bei dem die bela­rus­si­schen Behörden die ille­gale Migra­tion als Waffe einsetzen. Sie nutzen ihn, um sich an der EU für die von ihr ergrif­fenen Maßnahmen und für ihre Unter­stüt­zung der demo­kra­ti­schen Oppo­si­tion in Belarus zu rächen.
  • 31.7. „Slowe­nien ist ein demo­kra­ti­sches Land, in dem jeder seines eigenen Glückes Schmied ist, und ich glaube, dass wir Slowenen auch so sind.“ Das sagte Janez Poklukar, Arzt und Gesund­heits­mi­nister, gestern bei einem Besuch in Prek­murje (Über­mur­ge­biet). Die Epidemie ist komplex, wir sind alle daran betei­ligt, und so sind wir alle gemeinsam Glücks­bringer. Aber es gibt einen Bedarf an Soli­da­rität und sozialer Verant­wor­tung, sagte er. Niemand möchte eine Wieder­ho­lung des letzten Herbstes erleben, mit den Gefäng­nissen, den Opfern, den Einschrän­kungen und natür­lich dem wirt­schaft­li­chen Preis, den wir immer zahlen, wenn wir inhaf­tiert sind, wie Premier­mi­nister Janez Janša vor einer Woche in seiner Ansprache vor der Versamm­lung in Bovec (Flitsch) betonte. Slowe­nien erzielt gute Geschäfts­er­geb­nisse, wir haben ein Wirt­schafts­wachstum und eine nied­rige Arbeits­lo­sig­keit, und wir gehören zu den leis­tungs­stärksten Ländern der Euro­päi­schen Union. Wir sind bereits nahe an einem vergleich­baren Niveau wie im glei­chen Zeit­raum 2019, und die Aussichten für den Rest des Jahres und das nächste Jahr sind sogar noch ermu­ti­gender. Niemand will neue Schocks, und die Wirt­schaft und die Bürger würden sie nicht mehr verkraften. Und das ist nicht mehr nötig. Wir haben in Slowe­nien genü­gend Impf­stoffe, wir können sogar unter ihnen wählen, was für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt nicht der Fall ist. Bislang hat die Regie­rung acht Anti-Impf-Geset­zes­pa­kete verab­schiedet, um sowohl der Bevöl­ke­rung als auch der Wirt­schaft zu helfen, die Auswir­kungen der Covid-19-Pandemie abzu­mil­dern, wofür mehr als sieben Milli­arden Euro vorge­sehen sind.
  • 30.7. Das Statis­ti­sche Amt der Repu­blik Slowe­nien präsen­tierte die Ergeb­nisse einer Erhe­bung über die Zahl der slowe­ni­schen Staats­bürger im ersten Quartal dieses Jahres. Den Statis­tiken zufolge ist die Zahl der slowe­ni­schen Staats­bürger im ersten Quartal um mehr als 2 200 gesunken, während die Zahl der auslän­di­schen Staats­bürger um 400 gestiegen ist. Der Anteil der auslän­di­schen Staats­bürger betrug acht Prozent. Wie im letzten Quartal des vergan­genen Jahres war auch im ersten Quartal dieses Jahres die Zahl der Ster­be­fälle deut­lich höher als die Zahl der Geburten. Die Bevöl­ke­rung Slowe­niens ist im ersten Quartal 2021 um 1.851 Personen gesunken. Die Zahl der slowe­ni­schen Staats­bürger ging um mehr als 2.200 zurück, während die Zahl der auslän­di­schen Staats­an­ge­hö­rigen um 400 zunahm. Der Anteil der auslän­di­schen Staats­an­ge­hö­rigen an der Bevöl­ke­rung lag am 1. April 2021 bei 8,0% und damit genauso hoch wie drei Monate zuvor. Am 1. April 2021 setzte sich die Bevöl­ke­rung Slowe­niens aus 1.058.571 Männern und 1.048.555 Frauen zusammen. Der Frau­en­an­teil unter den slowe­ni­schen Staats­bür­gern betrug 51,1 Prozent (obwohl dieser Anteil seit einigen Jahren sehr langsam sinkt) und unter den auslän­di­schen Staats­bür­gern 34,6 Prozent (nach mehr als zwei Jahren des Rück­gangs steigt dieser Anteil ab dem 1. April 2020 wieder an).
  • 27.7. Laut NIJZ-Direktor Milan Kreko steht die vierte Welle der Covida-19-Epidemie unmit­telbar bevor, und er rief alle Bürger auf, sich impfen zu lassen, um sich und andere zu schützen. Nach den neuesten Zahlen sind bereits mehr als 900 000 Menschen geimpft worden, das sind 43 % der Gesamt­be­völ­ke­rung und mehr als 50 % der erwach­senen Bevöl­ke­rung. Dennoch sind wir noch weit von einer ausrei­chenden Durch­imp­fungs­rate (60 % der Gesamt­be­völ­ke­rung) entfernt, da bisher nur 38 % der Gesamt­be­völ­ke­rung mit zwei Dosen geimpft wurden.

2 Kommentare

  1. Vielen Dank an gmccar, kurz und bündig.
    Doch auch bei Ihnen fehlt die Auffor­de­rung zum aktiven Widerstand……
    Die Dikta­turen müssen fallen.

  2. Die Unter­stüt­zung der „Zivil­ge­sell­schaft durch Norwegen“ bedeutet immer, Geld an subver­sive Soros-NGOs zu verteilen. Zurück­bli­ckend wurden alle gelben, orangen und sonst wie farbigen Demons­tra­tionen in anderen Ländern von Vater und Sohn Soros losge­treten. Desta­bi­li­sieren, ausplün­dern und zum nächsten Land ziehen. Soros/Schwab/Bilderberg/UN pur.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here