Schweden: Bericht über die Herkunft von Straf­tä­tern löst heftige Debatte aus

Bildquelle: FDS

Die Studie, die einen Zusam­men­hang zwischen Einwan­de­rung und Krimi­na­lität herstellt, wurde ein Jahr vor den Parla­ments­wahlen veröffentlicht

 

Der Natio­nale Rat für Verbre­chens­ver­hü­tung, der zum Stock­holmer Justiz­mi­nis­te­rium gehört, veröf­fent­lichte am Mitt­woch, den 25. August, einen brisanten Bericht. Das Thema wurde sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite bereits ausführ­lich disku­tiert und wird zwei­fellos auch in den kommenden Monaten für Gesprächs­stoff sorgen, da Unsi­cher­heit und Einwan­de­rung ein Jahr vor den Parla­ments­wahlen die poli­ti­sche Agenda beherrschen.

Auf 162 Seiten analy­siert der Bericht die Krimi­na­li­täts­sta­tis­tiken zwischen 2007 und 2018 nach der Herkunft der Verdäch­tigen. Erste Beob­ach­tung: Ein Einwan­derer der ersten Genera­tion (8 %) kommt 2,5 Mal häufiger mit dem Gesetz in Konflikt als eine Person, die in Schweden als Kind zweier schwe­di­scher Eltern­teile geboren wurde (3,2 %). Zwei­tens sind dreimal so viele Einwan­derer der zweiten Genera­tion (10,2 %) Verdäch­tige in poli­zei­li­chen Ermitt­lungen wie Personen schwe­di­scher Herkunft.

„Eine Last für Schweden“

Der Bericht weist ferner darauf hin, dass der Anteil von Zuwan­de­rern der ersten und zweiten Genera­tion unter den Tatver­däch­tigen zunimmt. Dies gilt insbe­son­dere für im Ausland gebo­rene Personen, die 2018 29,8 % der Verdäch­tigen ausmachten (gegen­über 23,6 % elf Jahre zuvor). Beson­ders deut­lich wird diese Über­re­prä­sen­ta­tion in Fällen von Mord und Dieb­stahl. Der Bericht befasst sich auch mit den Herkunfts­län­dern der Verdäch­tigen und stellt fest, dass „Personen, die in den Regionen Zentral- und West­asiens und den verschie­denen Regionen Afrikas geboren wurden, überwiegen“.

Die Forscher sind sich der Sensi­bi­lität des Themas bewusst und weisen darauf hin, dass in einem Land, in dem sich die Einwan­derer­be­völ­ke­rung inner­halb von zwanzig Jahren verdop­pelt hat, die Herkunft der Verdäch­tigen nicht ausreicht, um dies alles zu erklären. Ihrer Meinung nach können auch andere Faktoren eine Rolle spielen, wie z. B. die sozio­öko­no­mi­sche Herkunft, die psychi­sche Gesund­heit, die Bildung, die Erfah­rungen der Eltern in ihrem Herkunfts­land oder die Expo­si­tion gegen­über einem krimi­nellen Umfeld. Es ist erwäh­nens­wert, dass die Arbeits­lo­sen­quote für in Schweden gebo­rene Menschen in der ersten Hälfte dieses Jahres nach Angaben des statis­ti­schen Amtes SCB 5 % betrug, während sie bei Einwan­de­rern 21,2 % betrug.

Die sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Minis­terin für Justiz und Migra­tion, Morgan Lohansson, bezeich­nete die Ergeb­nisse des Berichts als „ziem­lich erwartet“. Er sollte „nicht dazu benutzt werden, Einwan­derer als schlech­tere Menschen darzu­stellen“. „Einwan­derer sind zwar in der Krimi­na­li­täts­sta­tistik über­re­prä­sen­tiert, aber sie sind auch in den Gesund­heits­be­rufen über­re­prä­sen­tiert“, so die Minis­terin. Für die Sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Partei und die links­ra­di­kale Väns­ter­par­tiet ist das Problem nicht so sehr die Zuwan­de­rung – die auf dem nied­rigsten Stand seit 2008 ist – sondern die Integration.

„Eine sehr hohe Zuwan­de­rung und eine sehr geringe Inte­gra­tion schaffen Ausgren­zungs­zonen und fördern die Krimi­na­lität“, so der Vorsit­zende der konser­va­tiven Partei, Ulf Krist­ersson. Vor dem Sommer hatte er gesagt, dass die Einwan­de­rung „eine Belas­tung für Schweden“ geworden sei, insbe­son­dere „unter dem Gesichts­punkt der Krimi­na­lität“. Die extreme Rechte ihrer­seits jubelt: Mit 20 % in den Umfragen sehen sich die Schwe­den­de­mo­kraten in ihrem Programm für einen totalen Aufnah­me­stopp von Flücht­lingen bestärkt.

Die Veröf­fent­li­chung des Berichts erfolgt zu einem beson­ders heiklen Zeit­punkt, da die Zusam­men­stöße zwischen riva­li­sie­renden Banden, die sich häufig aus Jugend­li­chen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund zusam­men­setzen, in Schweden zu einem Ausbruch von Gewalt führen. Zwischen dem 1. Januar und dem 15. August verzeich­nete die Polizei zwei­und­neunzig Schie­ße­reien, bei denen sechs­und­zwanzig Menschen getötet und sieben­und­fünfzig verletzt wurden. Darunter waren auch zwei Kinder im Alter von sechs und acht Jahren, die am 18. Juli beim Spielen vor ihrem Haus im Vorort Fleming­s­berg, südlich von Stock­holm, von einer verirrten Kugel getroffen wurden. Der Vorfall löste eine Welle der Empö­rung aus.

Im September 2020 hatte der sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Minis­ter­prä­si­dent Stefan Lôfven zum ersten Mal einen Zusam­men­hang zwischen Einwan­de­rung und orga­ni­sierter Krimi­na­lität herge­stellt und fest­ge­stellt, dass „bei hoher Einwan­de­rung, wenn die Inte­gra­tion schei­tert, ein größeres Risiko für diese Art von Problemen besteht“. Er forderte jedoch dazu auf, „Verbre­chen nicht auto­ma­tisch mit Haut­farbe oder Reli­gion in Verbin­dung zu bringen“.

Quelle: Fdes­ouche


10 Kommentare

  1. Migra­tion hat es schon immer gegeben. Wir Einge­bo­renen sind alle Kinder von Einwan­de­rern, keiner von uns ist vom Himmel gefallen. Der Unter­schied, unsere Vorfahren mussten etwas mitbringen, sie mussten sich durch­setzen, es gab keine Sozi­al­hilfe. Wer nicht besser war, als die, die schon da waren, ist untergegangen.
    Die erste Frage an einen Neumi­granten muss sein, was hat das Land davon, dass er hier leben will? Wenn er darauf keine gescheite Antwort hat, soll er gleich wieder gehen.
    Steuern ließe sich das mit der Geldt­stütze, die ein Zuge­wan­derter erhält. Das ist bekannt.

  2. Diese Poli­tiker, in Schweden wie in Deutsch­land, trifft der grösste Teil der Schuld. Wer in einer solchen Posi­tion höchste Verant­wor­tung trägt für sein Land, darf sich solche ekla­tanten Fehl­ent­schei­dungen einfach nicht leisten, weil sie länger­fristig die Exis­tenz des eigenen Landes aufs Spiel setzen. Provinz­po­li­tiker, die Welt­po­litik machen, sind das eigent­liche Problem.

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  3. man kann nicht dem Staat vorwerfen, bei der Inte­gra­tion versagt zu haben, sondern, wer Asyl sucht, der sollte die Pflicht zur Inte­gra­tion haben, und nicht das Hintern­ab­wi­schen wie bisher

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  4. Fast alle schwe­di­schen Krimis beschäf­tigen sich mit der Proble­matik: Dabei wird dann dem Verbre­cher, der illegal im Land ist, grund­sätz­lich eine hohe mora­li­sche Recht­fer­ti­gung für seine Untat bescheinigt.

    Schuld hat immer das Land Schweden: Entweder seine Menschen, seine Behörden, seine Kultur, seine Geschichte oder sein Klima. Wenn der sprachun­kun­dige Analphabet mit IQ-90 merkt, daß sein Wunsch­kon­zert bezüg­lich sozialem Aufstieg nicht klappt, und er frevelt, liegt das NUR an Schweden.

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  5. Das Kind beim Namen zu nennen scheint heute eine größere Straftat zu sein, als die Straf­taten die man anklagt. Aber das ist nicht nur in Schweden so. Hier in Deutsch­land bekommen die Rotgrünen gleich Schnapp­at­mung wenn man etwa in der Rich­tung verlauten lässt.

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  6. Für all diese Erkennt­nisse braucht man aber keine 12 Jahre sondern höchs­tens 12 Minuten wenn man sich ansieht was da an „Einwan­de­rern“ ange­schwemmt wird.

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    • Die Schweden haben ganz laut HIER geschrieen als es 2015 um die Massen­auf­nahme dieser netten lieben Männer ging – lauter Gütmen­schen, die sich mörds­mäßig Mühe gegeben haben, die nach Kräften zu inte­grieren, scheint aber irgendwie in die Hose gegangen zu sein.

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