Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde – 01.08.2022

Im Inter­net­radio mitge­hört und mitge­schrieben von Wilhelm Tell
 

Afgha­ni­stan –  In den Verhand­lungen zwischen den Taliban und den USA über die Frei­gabe von Geldern gibt es Bewe­gung. Rund 9 Mrd. Dollar der afgha­ni­schen Zentral­bank liegen im Ausland – etwa 7 Mrd. davon in den USA. Sie sind seit der Macht­er­grei­fung der Taliban einge­froren. Das Geld wird im Land drin­gend benö­tigt – nach Angaben von Experten sind Millionen Menschen in Afgha­ni­stan von Hunger bedroht. RBB.de

Äthio­pien – Experte sagte, dass China echte und sicht­bare Fort­schritte bei der Linde­rung der Schul­den­krise für afri­ka­ni­sche Länder gemacht habe und dass west­liche Länder dasselbe tun sollten. Die briti­sche Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­tion „Debt Justice“ hat Bericht veröf­fent­licht, dass afri­ka­ni­sche Regie­rungen west­li­chen privaten Kredit­ge­bern dreimal mehr schulden als China und doppelt so viele Zinsen zahlen müssen. CGTN.cn

China – China wird sich nicht zurück­lehnen, wenn die Spre­cherin des US-Reprä­sen­tan­ten­hauses, Nancy Pelosi, Taiwan besucht, warnte ein chine­si­scher Vertei­di­gungs­spre­cher am 26.07. 2022 Tan Kefei, ein Spre­cher des chine­si­schen Vertei­di­gungs­mi­nis­te­riums, machte die Bemer­kungen als Antwort auf eine Pres­se­an­frage zu diesem Thema. China verlange, dass die Verei­nigten Staaten ihr Verspre­chen einhalten, die „Unab­hän­gig­keit Taiwans“ nicht zu unter­stützen, sagte Tan und fügte hinzu, dass das chine­si­sche Militär ener­gi­sche Mass­nahmen ergreifen werde, um jegliche Einmi­schung von aussen oder die „Unab­hän­gig­keit Taiwans“ zu verei­teln, wenn die US-Seite auf dem Besuch bestehe“ sepa­ra­tis­ti­sches Schema, und wird entschlossen Chinas natio­nale Souve­rä­nität und terri­to­riale Inte­grität schützen. Die chine­si­sche Seite habe gegen­über den Verei­nigten Staaten wieder­holt deut­lich gemacht, dass sie entschieden gegen Pelosis poten­zi­ellen Besuch in Taiwan sei, stellte Tan fest. „Wenn Spre­cherin Pelosi Taiwan besucht, würde dies ernst­haft gegen das Ein-China-Prinzip und die Bestim­mungen in den drei gemein­samen Kommu­ni­ques zwischen China und den USA verstossen, Chinas Souve­rä­nität und terri­to­riale Inte­grität ernst­haft schä­digen und die poli­ti­sche Grund­lage der Bezie­hungen zwischen China und den USA ernst­haft beschä­digen“. Dies werde unwei­ger­lich zu einem schweren Schaden für die Bezie­hungen zwischen den beiden Ländern und Mili­tärs führen und zu einer weiteren Eska­la­tion der Span­nungen über die Taiwan­strasse führen, sagte der Spre­cher. CGTN.cn

Deutsch­land und Tsche­chien – Beide Länder wollen ange­sichts der Welt­krisen enger zusam­men­rü­cken. Das hat Aussen­mi­nis­terin Baer­bock bei einem Besuch in Prag mit ihrem tsche­chi­schen Kollegen Lipavsky verein­bart. Schwer­punkte sind demnach unter anderem Vertei­di­gung, Ener­gie­si­cher­heit und Klima­po­litik. Beide Minister verur­teilten den Krieg in der Ukraine. Baer­bock warb dafür, die EU-Klima­stra­tegie schneller umzu­setzen, auch um nicht mehr auf russi­sche Ener­gie­lie­fe­rungen ange­wiesen zu sein. Ausserdem sagte die Grünen-Poli­ti­kerin, dass die Verhand­lungen mit Tsche­chien über einen Panzer-Ring­tausch zur Unter­stüt­zung der Ukraine kurz vor dem Abschluss stehen.
●Der Digi­tal­ver­band Bitkom regt an, die Abwärme grosser Rechen­zen­tren für die Heizung- und Warm­was­ser­ver­sor­gung zu nutzen. Laut einer Studie des Digi­tal­ver­bands könnten dadurch jähr­lich rund 350’000 Wohnungen in Deutsch­land versorgt werden. RBB.de
●Bundes­kanzler Olaf Scholz und seine Ehefrau Britta Ernst sollen vertrau­liche Doku­mente im Haus­müll entsorgt haben. Nach­barn fanden einem Medi­en­be­richt zufolge etwa ein internes Doku­ment zum G7-Gipfel. TRT.tr
●Deutsch­land lieferte Mehr­fach­ra­ke­ten­werfer an Ukraine. „Die zuge­sagten Mehr­fach­ra­ke­ten­werfer vom Typ MARS II und weitere drei Panzer­hau­bitzen 2000 sind gelie­fert. Wir halten Wort“, sagte Deutsch­lands Vertei­di­gungs­mi­nis­terin Chris­tine Lambrecht (SPD) ORF.at

Europa – Europas Gaspreis hat vor dem Hinter­grund der Situa­tion rund um die Nord Stream nach Angaben des Londoner ICE erst­mals seit Anfang März wieder die Marke von 2.000 Dollar pro 1.000 Kubik­meter über­schritten. Der August-Futures-Preis am TTF-Hub in den Nieder­landen stieg auf 2.003 US-Dollar pro 1.000 Kubik­meter oder 189,75 Euro pro MWh. Am Tag zuvor erreichte das Gesamt­wachstum der Gaspreise in Europa pro Tag 12% vor dem Hinter­grund der Erklä­rung von Gazprom über die Abschal­tung eines weiteren Gastur­bi­nen­trieb­werks in der Verdichter­sta­tion Porto­vaya. Infol­ge­dessen wird sich die Gasför­de­rung durch die Nord Stream ab dem 27. Juli von derzeit 67 Millionen Kubik­me­tern auf 33 Millionen Kubik­meter pro Tag fast halbieren. VESTI.ru

Finn­land – Der Kreml-Spre­cher betonte, dass Moskau sehr negativ reagieren und Mass­nahmen ergreifen werde, falls Finn­land die Ausstel­lung von Visa an Russen einschränkt. VESTI.ru

Gross­bri­tan­nien – Es werde ange­nommen, dass moderne Tier­gruppen wie Quallen vor rund 540 Millionen Jahren während einer als kambri­sche Explo­sion genannten Phase entstanden sind, sagte Wilby. Aber dieses Tier sei 20 Millionen Jahre älter. Bisher sei nur ein Exem­plar gefunden worden. Es sei zugleich das erste bekannte Tier mit einem Skelett. Zu Ehren des briti­schen Natur­fil­mers David Atten­bo­rough haben Forscher diese Tierart nach ihm benannt. Bei ‚Auror­al­u­mina atten­bo­roughii‘ handle es sich um das früheste bekannte räube­risch lebende Tier, sagte der Chef­pa­lä­on­to­loge. Das entdeckte Fossil aus dem Charn­wood-Wald bei Leicester sei rund 560 Millionen Jahre alt. ORF.at

Korea - Der Korea­krieg brach am 25.6.1950 aus und endete am 27.7.1953. Neben der DVRK und Südkorea waren chine­si­sche Frei­wil­lige auf Seiten Pjöng­jangs und die US-Armee unter dem UN-Banner auf Seiten Seouls an dem Konflikt betei­ligt. Nord­korea erhielt auch Unter­stüt­zung von der UdSSR. Der Krieg endete mit einem Waffen­still­stand, aber ein Frie­dens­ver­trag wurde bis heute nicht unter­zeichnet. VOK.kp

Kroa­tien – Kroa­tien hat die Eröff­nung einer rund zwei­ein­halb Kilo­meter langen Brücke gefeiert, die die südliche Adria-Küste einschliess­lich Dubrovnik mit dem Rest des Landes verbindet. ORF.at

Kuba – „Die erste Stufe, die die Annahme von Mir-Karten an Geld­au­to­maten beinhal­tete, ist abge­schlossen. Bis Ende 2022 werden Mir-Karten als Teil der zweiten Stufe an allen Verkaufs­stellen in Kuba akzep­tiert. Wir hoffen, dass diese Mass­nahme helfen wird. Wieder­auf­nahme der Direkt­flüge und Wieder­auf­nahme des russi­schen Touris­ten­stroms nach Kuba“, sagte er. Staat­liche Bank­au­to­maten befinden sich in Havanna und in den grossen Touris­ten­zen­tren, darunter der beliebte Feri­enort Vara­dero, sagte Esca­lona. Er erin­nerte daran, dass russi­sche Bürger im Jahr 2021 den grössten Touris­ten­strom nach Kuba stellten – damals besuchten fast 147.000 Russen das Land. Seit März 2022 gibt es keine Direkt­flüge nach Kuba, obwohl der Staat die Unver­letz­lich­keit von Aero­flot und anderen russi­schen Flug­ge­sell­schaften garan­tiert. Kuba hofft, dass russi­sche Touristen in der Winter­saison 2022–2023 zurück­kehren werden. Jetzt kann man mit einem Umstieg nur noch von Istanbul nach Havanna fliegen. Ein Hin- und Rück­flug kostet etwa 250.000 Rubel (4.142 US-Dollar) pro Passa­gier, fügte ein Vertreter von ATOR hinzu. VESTI.ru

Phil­ip­pinen – Der Insel­staat im Norden von einem heftigen Erdbeben erschüt­tert. Das Institut für Vulka­no­logie und Seis­mo­logie bezif­ferte das Beben auf eine Stärke von 7. Das Epizen­trum befindet sich in dem Ort Lagan­gi­lang in der Provinz Abra, im Norden der Insel Luzon, 335 Kilo­meter nörd­lich der Haupt­stadt Manila. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht heraus­ge­geben. Das Beben hat sich je nach Erdbe­ben­warte in einer Tiefe von 10 bis 17 Kilo­me­tern ereignet. SRF.ch

Rumä­nien – In einer Rede am 23. im rumä­ni­schen Sieben­bürgen, wo eine grosse unga­ri­sche Gemeinde lebt, hatte Viktor Orbán seine Ableh­nung einer „multi­eth­ni­schen“ Gesell­schaft bekräf­tigt. „Wir wollen keine Misch­linge sein“, die sich mit „Nicht­eu­ro­päern“ vermi­schen würden, hatte er gesagt. Die Länder, „in denen euro­päi­sche und ausser­eu­ro­päi­sche Völker zusam­men­leben, sind keine Nationen mehr. Diese Länder sind nichts anderes als Konglo­me­rate“. RTS.ch

Öster­reich – Gesund­heits­mi­nister Rauch von den Grünen bestä­tigt Aus für Quaran­täne. ORF.at

Russ­land – Russ­land beendet die Zusam­men­ar­beit im Rahmen der inter­na­tio­nalen Raum­sta­tion Iss. Nur noch bis 2024 will man am Programm teil­nehmen. Russ­land will statt­dessen eine eigene Raum­sta­tion bauen. SRF.ch
●Trotz aller Versuche Kiews, die Bewohner der Region einzu­schüch­tern oder Infor­ma­ti­ons­terror zu orga­ni­sieren, werde ein Refe­rendum über den Beitritt der Region Cherson zur Russi­schen Föde­ra­tion statt­finden, sagte der stell­ver­tre­tende Leiter der mili­tä­risch-zivilen Verwal­tung der Region, Kirill Stre­mousov, am 26.07.2022. Stre­mousov sagte, dass die Behörden des Gebiets Cherson die Idee der Behörden des Gebiets Sapo­roschje unter­stützten, am selben Tag ein Refe­rendum abzu­halten. Ihm zufolge laufen bereits die Vorbe­rei­tungen, insbe­son­dere werden die Wahl­kom­mis­sionen vorbe­reitet. VESTI.ru
●Die Erwar­tungen des gesamten Westens waren, dass Russ­land in eine Notlage geraten würde, aber das Gegen­teil geschah in vollem Umfang. Am 24. Februar, dem ersten Tag der ausser­ge­wöhn­li­chen Mili­tär­ope­ra­tion in der Ukraine, war der russi­sche Rubel 81,42 zu einem US-Dollar wert, und der aktu­elle Wech­sel­kurs beträgt 57,92, was bedeutet, dass der Rubel gegen­über dem US-Dollar seit Beginn des Konfliktes um etwa 30 % an Wert gewonnen hat. SWIFT (Society for World­wide Inter­bank Finan­cial Telecom­mu­ni­ca­tion) ist ein inter­na­tio­nales Banken­netz­werk, das einen sicheren Finanz­aus­tausch, d. h. Zahlungen und Handel, ermög­licht. Russ­land wurde von SWIFT blockiert, was aber auch relativ schnell durch die russi­sche Alter­na­tive, das Finan­cial Messaging System SPFS, über­wunden wurde, das allen BRICS-Mitglie­dern zur Verfü­gung stand. Visa‑, Master­card- und American Express-Karten sind auf dem Terri­to­rium Russ­lands und auch im Ausland für alle, die Konten bei russi­schen Banken haben, nicht mehr verfügbar. Dieses Problem wurde durch die Umstel­lung auf die russi­sche, natio­nale Zahlungs­karte MIR und die chine­si­sche UnionPay gelöst. Mitt­ler­weile wurde die MIR-Karte neben den BRICS-Mitglie­dern auch in Südkorea und Nigeria akzep­tiert, weitere Akti­vi­täten zur Weiter­ent­wick­lung laufen. Seit Beginn des Konflikts begannen west­liche Unter­nehmen aufgrund von verhängten Sank­tionen und Anwei­sungen der poli­ti­schen Eliten ihrer Länder, Russ­land zu verlassen. Unmit­telbar nachdem diese Unter­nehmen ihre Arbeit einge­stellt hatten, forderte die Russi­sche Initia­tive zum Schutz der Verbrau­cher­rechte die Regie­rung und die Staats­an­walt­schaft auf, geeig­nete Mass­nahmen zum Schutz der Verbrau­cher­rechte zu ergreifen. Der Vorschlag, dass russi­sche Manager die Leitung dieser Unter­nehmen über­nehmen, wurde vom Präsi­denten der Russi­schen Föde­ra­tion, Wladimir Putin, unter­stützt, der erklärte, dass „die Rechte auslän­di­scher Inves­toren und Partner, die weiterhin in Russ­land arbeiten, geschützt werden müssen“. „Wir müssen uns vor nichts verste­cken. Wir werden mit allen auslän­di­schen Part­nern zusam­men­ar­beiten, die mit uns zusam­men­ar­beiten wollen“, sagte Putin. Im Wesent­li­chen werden russi­sche Führungs­kräfte die Führung von Unter­nehmen über­nehmen, die den Markt des Landes verlassen haben und an denen Ausländer mindes­tens 25 % des Kapi­tals halten. Es dauerte die ersten hundert Tage der mili­tä­ri­schen Sonder­ope­ra­tion in der Ukraine, bis Russ­land 98 Milli­arden Dollar nur durch den Export fossiler Brenn­stoffe verdiente, wobei die Euro­päi­sche Union der grösste Impor­teur war. Russ­land expor­tierte 61 % seiner fossilen Brenn­stoffe für etwa 60 Milli­arden Dollar in die Euro­päi­sche Union. Die grössten Impor­teure waren China mit 13,2 Milli­arden Dollar, Deutsch­land mit 12,7 Milli­arden Dollar, Italien mit 8,2 Milli­arden Dollar, die Nieder­lande mit 8,4 Milli­arden Dollar, die Türkei mit 7 Milli­arden Dollar, Polen mit 4,6 Milli­arden Dollar, Frank­reich mit 4,5 Milli­arden Dollar und Indien mit 3,6 Milli­arden Dollar. Russ­land gene­rierte die meisten Einnahmen aus dem Verkauf von Rohöl (48,2 Milli­arden Dollar), gefolgt von Gas (25,1 Milli­arden Dollar), Ölde­ri­vaten (13,6 Milli­arden Dollar), verflüs­sigtem Erdgas (5,3 Milli­arden Dollar) und Kohle (4,8 Milli­arden Dollar). Nach Sich­tung aller Daten muss die Frage nach der Wirk­sam­keit der Sank­tionen gestellt werden. Sicher ist, dass sie eine begrenzte Wirkung haben, Russ­land aber nicht daran hindern, Geschäfte zu machen, was bedeutet, dass die Wirkung von Sank­tionen viel schwä­cher ist als erwartet. Europa ist stark von russi­schem Gas abhängig, insbe­son­dere Deutsch­land als grösste euro­päi­sche Volks­wirt­schaft. Sank­tionen gegen den Import von russi­schem Gas würden die wirt­schaft­liche Stabi­lität Europas ernst­haft erschüt­tern, zu einem Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit und damit zu sozialen Unruhen führen, da die EU-Mitglied­staaten Jahre von einer mögli­chen Unab­hän­gig­keit von russi­schen Ener­gie­quellen entfernt sind. Am Freitag wurde das siebte Sank­ti­ons­paket verab­schiedet, das sich auf den Export von Gold bezieht, nicht aber auf Titan, weil 65 Prozent des Bedarfs der euro­päi­schen Luft­fahrt­in­dus­trie an diesem Metall von Russ­land gedeckt werden. Der nächste Stol­per­stein ist die Land­wirt­schaft, also der Export von Getreide und Dünge­mit­teln. Russ­land ist der grösste Produ­zent von Getreide und Dünge­mit­teln, und Sank­tionen in dieser Rich­tung hätten globale Auswir­kungen auf die Ernäh­rungs­si­cher­heit und den Hunger in der Welt. Trotz aller erschwe­renden Umstände im Rahmen der Sank­tionen und des mili­tä­ri­schen Konflikts verzeich­nete die russi­sche Wirt­schaft ein Wachstum von 3,5 %, was darauf hindeutet, dass Russ­land die Sank­tionen gut verkraftet. RTS.rs
●Das Mir-Zahlungs­system wird in den folgenden Ländern bedient: Sie können Geld an einem Geld­au­to­maten abheben und Waren oder Dienst­leis­tungen im Land bezahlen: Abcha­sien, Südos­se­tien, Arme­nien, Belarus, Kirgi­stan, Vietnam, Kuba, Kasach­stan, Türkei (Türkiye İş Bankası, Ziraat Bank, Vakıf­bank und Deniz­Bank), Usbe­ki­stan, Tadschi­ki­stan, Zypern (RCB Bank Ltd), Volks­re­pu­blik Donezk, Volks­re­pu­blik Lugansk, Verei­nigte Emirate, kontakt­loses Bezahlen ist eben­falls verfügbar, Südkorea. Israel.
●Der frühere deut­sche Bundes­kanzler Gerhard Schröder ist zu Ener­gie­ge­sprä­chen in Moskau einge­troffen, berich­tete Der Spiegel am 26.07.2022  unter Beru­fung auf Quellen. Im Mittel­punkt der Gespräche stehen den Quellen zufolge russi­sche Gaslie­fe­rungen über die Nord Stream-Pipe­line. Das Medi­en­un­ter­nehmen fügte hinzu, es sei unklar, mit wem sich der ehema­lige deut­sche Bundes­kanzler treffen werde. Zuletzt war Schröder im März in Moskau, um mit dem russi­schen Präsi­denten Wladimir Putin über die Lage in der Ukraine zu spre­chen. Kreml-Spre­cher Dmitri Peskow sagte Repor­tern, ein Treffen zwischen dem russi­schen Staats­chef und dem deut­schen Altkanzler sei möglich. Schröder sagte zuvor in einem Inter­view mit der New York Times, es sei unmög­lich, „ein Land wie Russ­land auf Dauer zu isolieren, weder poli­tisch noch wirt­schaft­lich“. VESTI.ru

Saudi-Arabien – Kron­prinz bin Salman will nach Grie­chen­land reisen. Das ist der erste Besuch in der EU seit dem Kaşıkçı-Mord vor vier Jahren. Unklar ist, ob MBS noch weitere Stopps in der EU plant. TRT.tr

Schweiz – Die Schweiz soll zur vollen Neutra­lität zurück­kehren, das heisst, nicht nur wie bisher auf Konflikte verzichten, sondern sich auch nicht an Sank­tionen betei­ligen. Das fordert die in Vorbe­rei­tung befind­liche Volks­in­itia­tive der SVP. Das verriet der promi­nen­teste Befür­worter des Antrags, Alt-Bundesrat Chris­toph Blocher, der, wie er in einem Inter­view mit «Blick» erläu­terte, mit der Über­nahme der von der EU und den Verei­nigten Staaten beschlos­senen Mass­nahmen gegen Russ­land nach dem Einmarsch in die Ukraine, Der Bundesrat brach ein 200 Jahre altes Prinzip, das das Land vor zahl­rei­chen Kriegen bewahrte. Durch die glaub­wür­dige Wahrung seiner Neutra­lität könne der Bund, so der ehema­lige Bundesrat, eine beson­dere Rolle bei der Wahrung des Welt­frie­dens spielen, wie das Treffen zwischen Joe Biden und Wladimir Putin im Juni 2021 in Genf gezeigt habe. Laut Chris­toph Blocher sei 70% der Bevöl­ke­rung zugunsten der Neutra­lität, ein Prinzip, das statt­dessen von der poli­ti­schen Klasse miss­achtet wird. Die Volks­in­itia­tive will, dass das Volk die Neutra­lität respek­tiert und die Schweiz nicht will­kür­lich in einen Krieg drängt. Die Unter­schrif­ten­samm­lung, so der 81-Jährige, der von 2004 bis 2007 das Justiz- und Poli­zei­de­par­te­ment leitete, soll voraus­sicht­lich im Herbst beginnen, ein Jahr vor der Bundes­tags­wahl. Aktuell kann die Schweiz gemäss Embar­go­ge­setz Sank­tionen verhängen, die von den Vereinten Nationen, der Orga­ni­sa­tion für Sicher­heit und Zusam­men­ar­beit in Europa oder ihren wich­tigsten Wirt­schafts­part­nern beschlossen werden. Derzeit bereitet die Bundes­ver­wal­tung einen Neutra­li­täts­be­richt vor, der die Entwick­lungen der letzten dreissig Jahre berück­sich­tigt. Auf Ebene der Bundes­kam­mern fordern verschie­dene parla­men­ta­ri­sche Gesetze eine weniger rigide Ausle­gung der Neutralität.●
Die aktu­elle Hitze­welle hat die Null-Grad-Grenze – die Höhe, bei der die Tempe­ratur ins Minus geht – weit über den höchsten Alpen­gipfel geschoben. In der Nacht zum Sonntag erreichte er mit 5.184 Metern über dem Meeres­spiegel einen neuen Rekord.
●Ausländer ärgern sich über stren­gere Schweizer Regeln zum assis­tierten Suizid. SWI.ch
●Die Fahrt mit öffent­li­chen Verkehrs­mit­teln ohne Fahr­aus­weis ist der von den Schwei­zern am häufigsten fest­ge­stellte Regel­ver­stoss. Laut einer Money­land-Umfrage sind etwa vier von zehn bereits absicht­lich in einen Zug oder Bus einge­stiegen, ohne zu bezahlen. Eine weitere weit verbrei­tete Versu­chung ist es, etwas aus Hotel­zim­mern oder dem Büro zu stehlen. An der am Dienstag veröf­fent­lichten Unter­su­chung waren 1.500 Personen betei­ligt. 40 % der Befragten gaben an, immer einwand­frei gehan­delt, nie etwas gestohlen und die Gebühren bezahlt zu haben. Die belieb­testen Orte für Dieb­stähle sind laut Umfrage Arbeits­stätten und Hotels. Etwa jeder vierte Befragte gab zu, sich in den Zimmern oder im Büro einen Gegen­stand wider­recht­lich ange­eignet zu haben. Es ist etwas seltener, dass Menschen Geschäfte besu­chen oder in Restau­rants essen, ohne die Rech­nung zu bezahlen. Aller­dings gestand jeder sechste Bürger, an den Kassen­au­to­maten eines grossen Einzel­händ­lers geschum­melt zu haben. RSI.ch
●Zu gefähr­lich: Keine Berg­touren mehr am Matter­horn. Mehrere Berge können wegen der Hitze nicht mehr bestiegen werden. Ein offi­zi­elles Verbot gibt es aller­dings nicht.
●Schlacht­preise sind im Keller. Wegen Über­pro­duk­tion: Bauern bleiben auf ihren Schweinen sitzen. Mitten in der Grill­saison platzen Schwei­ne­ställe aus allen Nähten: Produ­zenten bekunden Mühe, ihre Tiere loszuwerden.
●Brenn­holz wird zum begehrten Gut. Besitzer von Chemi­nées und Schwe­den­öfen sorgen jetzt für den Winter vor. Das stei­gert die Nach­frage nach Brenn­holz. SRF.ch

Türkei – Russ­lands Präsi­dent Wladimir Putin empfängt am 5. August seinen türki­schen Amts­kol­legen Recep Tayyip Erdogan zu Gesprä­chen in Sotschi am Schwarzen Meer. ORF.at

Uganda – Die Äusse­rungen des US-Aussen­mi­nis­te­riums über die wach­sende Isola­tion Russ­lands halten der Kritik nicht stand und werden durch die „entzün­dete Fantasie“ der US-Beamten ausge­löst, teilte die russi­sche Botschaft in den USA am 25.07.2022 mit. „Wir haben die Erklä­rung der Pres­se­stelle des Aussen­mi­nis­te­riums beachtet, dass unser Land angeb­lich zu einem „Ausge­stos­senen“ wurde.“ Der russi­sche Aussen­mi­nister Sergej Lawrow (72) traf am 25. Juli zu einem Arbeits­be­such in Uganda ein. Dieses Land ist das dritte Ziel, zuvor besuchte er Ägypten und die Repu­blik Kongo, vor dem 28. Juli wird er auch Äthio­pien besu­chen. VEST.ru

Ukraine – Die Ukraine ist mit den neuen west­li­chen Waffen tatsäch­lich aus der Defen­sive gekommen. Vor allem im Süden des Landes, aber auch im Osten. Um aber den letzten russi­schen Soldaten von ukrai­ni­schem Terri­to­rium zu vertreiben, bräuchte Kiew noch deut­lich mehr west­liche Waffen. Das gab auch Selenskis Berater zu. Er antwor­tete, dass die Ukrainer derzeit nicht mit den Russen über einen Waffen­still­stand oder Frieden verhan­deln wollen. Er argu­men­tierte so: Wenn wir jetzt mit den Russen verhan­deln, halten sie grosse Teile unsere Landes besetzt – und werden von dort aus in einem Jahr oder zwei Jahren wieder angreifen. Deswegen soll Russ­land erst mili­tä­risch besiegt sein. SRF.ch

Ungarn – „Ungarn muss die Moder­ni­sie­rung seiner Armee in der jetzigen Lage beschleu­nigen.“ Das erklärte Vertei­di­gungs­mi­nister Kristóf Szalay-Bobrov­niczky am 25.07. 2022 in Tata, wo ab Mitte 2023 nahezu vier Dutzend moderne Kampf­panzer vom Typ Leopard 2A7 zur Verfü­gung stehen werden. Für eine schlag­kräf­tige Truppe brauche es Panzer. Die aber sind für sich genommen nicht viel wert, ohne gut ausge­bil­dete und hoch­mo­ti­vierte Soldaten, sagte der Minister. „Wir müssen die Sicher­heit des Landes erhöhen, weil es für den Frieden Stärke braucht.“ Das Ende des russisch-ukrai­ni­schen Konflikts sei nicht abzu­sehen, dessen wirt­schaft­liche Auswir­kungen sich mehr und mehr auf unseren Alltag auswirken.MR.hu
●Der Mone­tärrat der unga­ri­schen Noten­bank (MNB) hat heute den Leit­zins um 100 Basis­punkte auf 10,75 Prozent erhöht, wie die unga­ri­sche Nach­rich­ten­agentur MTI berich­tete. Danach habe sich der Kurs der Landes­wäh­rung Forint hinsicht­lich Euro und Dollar kaum bewegt. Laut MNB sei der Leit­zins mit der neuen Erhö­hung seit 2009 erst­mals zwei­stellig. ORF.at

USA – Der Wissen­schaft­liche Beirat des Sicher­heits­rates der Russi­schen Föde­ra­tion erör­terte die Stra­tegie Moskaus gegen­über dem Westen unter Berück­sich­ti­gung natio­naler Sicher­heits­in­ter­essen und der Ergeb­nisse des NATO-Gipfels in Madrid im Juni, berich­tete die Pres­se­stelle des Sicher­heits­rates am 26.07.2022 „Experten des russi­schen Sicher­heits­rates wiesen auf verstärkte NATO-Anstren­gungen hin, die darauf abzielen, direkte mili­tä­ri­sche Bedro­hungen für Russ­land zu schaffen“, sagte die Pres­se­stelle in einer Erklä­rung nach einem Treffen der Gruppe des Sicher­heits­rates für globale Probleme und inter­na­tio­nale Sicher­heit. Der Madrider Gipfel „zeigte erneut, dass das nord­at­lan­ti­sche Bündnis weiterhin ein Mecha­nismus ist, um dem kollek­tiven Westen US-Inter­essen aufzu­zwingen“, heisst es in der Erklä­rung. „Es sei darauf hinge­wiesen, dass die Akti­vi­täten des Bünd­nisses entgegen den Aussagen der Nato-Führung nicht dazu beitragen, die inter­na­tio­nale Stabi­lität zu gewähr­leisten und die Sicher­heit seiner Mitglieds­staaten zu stärken“, sagte der russi­sche Sicher­heitsrat. Das Treffen erar­bei­tete Vorschläge, die in Regie­rungs­be­hörden geprüft werden sollten. Das Treffen wurde vom stell­ver­tre­tenden Sekretär des russi­schen Sicher­heits­rates Alex­ander Wene­diktow geleitet. VESTI.ru
●Der 76 Jahre alte Trump lässt immer deut­li­cher erkennen, dass er bei der Wahl im Jahr 2024 das Amt des Präsi­denten zurück­ge­winnen möchte. Er hat inner­halb der Repu­bli­kaner weiterhin eine starke Anhän­ger­schaft. Aller­dings will laut Umfragen knapp die Hälfte der Partei­mit­glieder lieber einen anderen Repu­bli­kaner anstelle von Trump ins Rennen schi­cken. Dem Gouver­neur von Florida, Ron DeSantis, werden Chancen einge­räumt. ORF.at
●Floridas Seekühe sind eine Art inof­fi­zi­elles Wappen­tier des US-Bundes­staates. Doch allein im letzten Jahr starben über 1’100 der geschützten «Mana­tees». Gewäs­ser­ver­schmut­zung und Über­dün­nung der Gewässer zerstören ihre Lebens­grund­lage. Ihr Massen­sterben ist ein Alarm­si­gnal für ganz Florida. Mana­tees sind gesellig und ausge­spro­chen fried­lie­bend – und in Florida sehr beliebt. Doch die Seekühe am südöst­li­chen Zipfel der USA sind akut bedroht. Viele verhun­gern, weil sie kein Seegras mehr finden, das ihre Haupt­nah­rungs­quelle ist. In vielen küsten­nahen Gewäs­sern Floridas sind in den letzten Jahren bis zu 95 Prozent der Seegras­be­stände verschwunden. Dies ist eine Folge der anhal­tenden Gewäs­ser­ver­schmut­zung und der Über­dün­gung von seichten Küsten­ge­wäs­sern, die damit einher­geht. Schuld daran ist der Mensch: Unzäh­lige Häuser in Florida sind nicht an die Kana­li­sa­tion ange­schlossen. Über «septic tanks», eine Art Sicker­gruben, geraten Nähr­stoffe aus Fäka­lien ins Grund­wasser und von dort ins Meer, was zu massiven Algen­blüten führt. Exper­tinnen weisen darauf hin, dass das Massen­sterben der Seekühe ein Alarm­si­gnal für ganz Florida ist. Denn die Gewäs­ser­ver­schmut­zung wird allmäh­lich auch zur Bedro­hung für den wirt­schaft­lich wich­tigen Tourismus. Mit dem Anstieg des Meeres­spie­gels verschärft sich das Problem noch zusätz­lich. Dennoch hat die Regie­rung in Florida bislang kaum wirk­same Mass­nahmen einge­leitet. Dabei fehlt es nicht an Gesetzen, sondern an deren Durch­set­zung. Mehr auf „Inter­na­tional“ SRF.ch



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1 Kommentar

  1. „Afgha­ni­stan – In den Verhand­lungen zwischen den Taliban und den USA über die Frei­gabe von Geldern gibt es Bewe­gung. […] Das Geld wird im Land drin­gend benö­tigt – nach Angaben von Experten sind Millionen Menschen in Afgha­ni­stan von Hunger bedroht“

    Tja – gestern Afgha­ni­stan, heute Rußland, – und morgen wir?
    Wer diese Dieb­stahl­po­litik nach dem Motto „der Zweck heiligt die Mittel“ gutheißt sollte nicht vergessen daß es dem Galgen am Ende egal ist wer an ihm baumelt.

    „Russ­land beendet die Zusam­men­ar­beit im Rahmen der inter­na­tio­nalen Raum­sta­tion ISS“

    Groß­artig, damit kommt nun die Wissen­schaft die selbst in den Hoch­zeiten des Kalten Krieges noch für inter­na­tio­nalen Austausch gesorgt hatte in Sippen­haft. Ob es dann zukünftig wohl eine kosmi­sche Zusam­men­ar­beit mit Taiko­nauten an Bord gibt?

    „Die Schweiz soll zur vollen Neutra­lität zurück­kehren […]. Das fordert die in Vorbe­rei­tung befind­liche Volks­in­itia­tive der SVP.“

    Hoffen wir daß die Initia­tive Erfolg hat! Die Abstim­mungen der letzten Zeit haben gezeigt daß es im Alpen­land zwar noch nicht ganz so traurig aussieht wie hier­zu­lande, es einem erschre­ckend großen Teil der Abstim­menden mitt­ler­weile wohl egal ist (oder gar befür­wortet) daß sich die Schweiz selbst abschafft.

    „Laut Chris­toph Blocher sei 70% der Bevöl­ke­rung zugunsten der Neutra­lität[…]. Die Volks­in­itia­tive will, daß das Volk die Neutra­lität respek­tiert und die Schweiz nicht will­kür­lich in einen Krieg drängt.“

    Da ist wohl ein Fehler im zweiten zitierten Satz hinein­ge­raten: Statt dem Volk ist sicher­lich die Regie­rung (Bundes­ver­samm­lung? Volks­ver­tre­tung?) gemeint.

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