Wissen­schaftler bauen Mikro­roboter, die in eine Injek­ti­ons­nadel passen

Illustration: Cnet / Criss Hohmann

Ein zehn Zenti­meter großer Wafer-Chip aus Sili­zium hat sich in eine Armee von einer Million mikro­sko­pisch kleiner, laufender Roboter verwan­delt – das Ergebnis einer cleveren Technik von Forschern der Cornell Univer­sity in New York.

In einem Artikel, der in der Zeit­schrift Nature veröf­fent­licht wurde, beschreibt ein Team von Robo­ti­kern detail­liert die Schaf­fung ihrer unsicht­baren Armee von Robo­tern, die weniger als 0,1 mm groß (etwa so breit wie ein mensch­li­ches Haar) und mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind. Die Mikroro­boter erin­nern an Frogger, das berühmte Arcade-Spiel aus den 1980er Jahren. Aber sie nutzen eine inno­va­tive, neue Klasse von Aktoren als „Beine“ für ihre Fort­be­we­gung, die das Team entwi­ckelt hat.

Um die Bewe­gung dieser winzigen Maschinen zu steuern, müssen die Forscher einen Laser auf winzige licht­emp­find­liche Schalt­kreise auf ihrem Rücken richten, der die vier Beine vorwärts treibt. Die Mikro-Roboter wurden so konstru­iert, dass sie in allen mögli­chen Umge­bungen arbeiten können, z.B. bei extremer Säure und extremen Tempe­ra­turen. Einer ihrer Haupt­zwecke, so die Forscher, könnte es in Zukunft sein, den mensch­li­chen Körper von innen zu erforschen.

Dieses kurze Video zeigt, wie sich der Mikroro­boter bewegt:

„Ich denke, dass Maschinen wie diese uns in alle Arten von erstaun­li­chen Welten bringen werden, die zu klein sind, um sie mit dem bloßen Auge zu sehen“, erklärte Marc Miskin, Inge­nieur an der Univer­sity of Penn­syl­vania und Haupt­autor der Studie, in einem Statement.

Roboter auf diese Größe zu schrumpfen und sie in die Lage zu versetzen, sich in der mikro­ska­ligen Welt zu bewegen, ist eine anspruchs­volle tech­ni­sche Aufgabe. Es ist eben viel schwie­riger, sich durch die Welt zu bewegen, wenn man etwa so groß wie ein Pantof­fel­tier­chen ist.

Das Team war in der Lage, unglaub­lich kleine Beine zu bauen, die mit zwei verschie­denen Pflas­tern auf der Rück­seite des Robo­ters verbunden sind – eines für das vordere Bein­paar, eines für das hintere. Wech­selndes Licht zwischen den Patches treibt den Mikroro­boter vorwärts. Nicht gerade anmutig, aber die Technik erfüllt ihren Zweck.

Diese Art von Geräten sind als „Mario­netten“ bekannt, weil ihre Ener­gie­quelle sich nicht an Bord des Geräts befindet und ihre Funk­tionen fern­ge­steuert werden, bemerken die MIT-Forscher Allan Brooks und Michael Strano in einem Fach­ar­tikel, der in Nature veröf­fent­licht wurde.

Ohne den externen Input der Forscher haben die Geräte nicht die Fähig­keit, sich zu bewegen. Aber Brooks und Strano sagen, dass die „Mario­netten“ wichtig sind, weil sie ein Sprung­brett für zukünf­tige Geräte darstellen, die autonom arbeiten können. Die Mikroro­boter sind im Moment mehr tech­ni­sche Demons­tra­tion als funk­tio­nales Produkt, doch sie zeigen, was in der mikro­sko­pi­schen Welt alles möglich ist.

Das Forschungs­team konnte zeigen, dass die Mikroro­boter-Geräte in die engste Injek­ti­ons­nadel passen und somit in den Körper „inji­ziert“ werden können. Diese Art von Fähig­keit ist im Moment nicht sinn­voll und noch nicht möglich. Die Maschinen sind nicht intel­li­gent genug, um eine kranke Zelle anzu­vi­sieren oder auf Reize zu reagieren. Die Forscher sagen jedoch, dass sich ihre Fähig­keiten „schnell weiter­ent­wi­ckeln können“ und vermuten, dass die zukünf­tigen Produk­ti­ons­kosten „weniger als einen Cent pro Roboter“ betragen könnten, was sie zu einem wert­vollen Verbün­deten im Kampf gegen Krank­heiten machen würde.

Die Forscher versu­chen nun, die Roboter so zu program­mieren, dass sie bestimmte Aufgaben ausführen, indem sie komple­xere Berech­nungen und Auto­nomie einsetzen. Verbes­se­rungen könnten den Weg dafür ebnen, dass etwa Schwärme von Robo­tern in das Innere des Körpers vordringen und Wunden repa­rieren oder gegen Krank­heiten wie Krebs vorgehen, aber diese Zukunft ist noch Jahre – oder mögli­cher­weise Jahr­zehnte – entfernt.

Qulle: CNET / Les Obser­va­teurs


4 Kommentare

  1. Wunden repa­rieren – dass ich nicht lache. – Die können m. E. nur Wunden erzeugen und oben­drein die Menschen zu Borgs machen, was m. E. das eigent­liche Ziel ist, wenn es nicht schon mittels der Tante Cörina so läuft neben mögli­cher gene­ti­scher Verän­de­rung, die dann irgend­wann zutage tritt.

    Nur so eine Theorie von mir.

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  2. „Ich denke, dass Maschinen wie diese uns in alle Arten von erstaun­li­chen Welten bringen werden, die zu klein sind, um sie mit dem bloßen Auge zu sehen“, erklärte Marc Miskin, Inge­nieur an der Univer­sity of Penn­syl­vania und Haupt­autor der Studie, in einem Statement.“

    LOL! So muss es einfach sein! Die Inten­tion dahinter, ist „natür­lich“ etwas „Gutes“ zu tun und Schweine können fliegen! 

    Wer so was glaubt, glaubt auch, dass Corona eine Pandemie ist…

    • @Halonsrazor

      Jep – dazu dieser Link:

      uncutnews.ch/transhumanismus/

      Aus dem Text:

      „Der erwar­tete „Great Reset“ würde eine Welt bringen, in der riesige Konzerne und die Regie­rung nahtlos mitein­ander verschmelzen würden. Klaus Schwab, Gründer des Welt­wirt­schafts­fo­rums, sagt in seinem Buch „Shaping the Future of the Fourth Indus­trial Revo­lu­tion“ eine „Verschmel­zung unserer physi­schen, digi­talen und biolo­gi­schen Iden­ti­täten“ voraus. Mikro­chip und andere Tech­no­lo­gien werden „die Mensch­heit in ein neues kollek­tives und mora­li­sches Bewusst­sein heben“. Sie wird es Behörden ermög­li­chen, „in den bisher privaten Raum unserer Gedanken einzu­dringen, unsere Gedanken zu lesen und unser Verhalten zu beeinflussen“ “

      Ja – in das von ihnen gesteu­erte und kontrol­lierte Borg-Bewusst­sein (sh. die Borg aus Star Trek), in das diese Leute natür­lich nicht einge­glie­dert werden würden wie das immer so ist: anderen das aufzwingen, was sie selbst nicht angetan haben wollen.“

      memory-alpha.fandom.com/de/wiki/Borg

      Solche Leute gehören m. E. nicht an die M.cht, sondern für immer zurück in die soge­nannte „Büchse der Pandora“ m. E..

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